Podvarak – serbischer Sauerkrauttopf mit Fleisch

Beim Stöbern nach serbischen Rezepten für die kulinarische Weltreise stieß ich auf den Podvarak und habe mir daraufhin einige Videos dazu angesehen. Das mache ich ganz gerne, man bekommt dabei einen direkten Einblick in fremde Küchen 😉

Podvarak

Bei diesem (häufig als Arme-Leute-Küche) angesehenen Gericht wird gewürztes Sauerkraut mit angebratenem Fleisch (gerne wird geräuchertes Schwein wie Speck, Wurst oder Haxe verwendet, aber auch Geflügel wie Hähnchen-, Enten-, Gänse- oder (geräucherter) Truthahnschenkeln sind üblich) in einen Topf geschichtet und zuerst abgedeckt, dann offen im Ofen gebacken. Das ist die mrsni (=fett)-Variante. In einer posni (=schlank oder mager)-Variante lässt man das Fleisch weg, verwendet aber oft noch gewürfelten Speck im Kraut.

kaming of

Diese Rezeptur kam mir sehr entgegen, da einige einzelne Fleischstücke in der Tiefkühltruhe unbedingt aufgebraucht werden sollten. Bei uns war das eine kleine (selbst geräucherte) Schweinsvorderhaxe, eine geräucherte Kolbasz, ein einsames kleines Ibérico-Schweinekotelett sowie einige Speck-Randstücke.

Beim Sauerkraut habe ich den Rest meines selbst gemachten Krautes mit etwas zugekauftem verlängert – ich muss unbedingt wieder einen neuen Ansatz machen!

Podvarak mit Kartoffelpüree

Das Ergebnis: durch das lange Schmoren wird das Fleisch butterzart (sogar die anfangs sehr feste Schwarte der Haxe, die wir zwar entsorgt haben – wer mag, kann sie aber durchaus essen), der Kohl wunderbar würzig. Als Beilage zum Podravak gefällt mir am besten Kartoffelpüree oder Kartoffeln, Polenta ist auch üblich. Man kann dem Sauerkraut auch etwas Reis beimischen, der beim Garen die Flüssigkeit aufnimmt.

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Podvarak – serbischer Sauerkrauttopf mit Fleisch
Kategorien: Eintopf, Kohl, Fleisch, Serbien
Menge: 3 Personen

Zutaten

1-2 Essl. Schmalz
1 Essl. Öl
Fleisch; nach Belieben (hier 1 kleine
-geräucherte Schweinshaxe*, 1 geräucherte
-Kolbasz, Speckabschnitte, 1 kleines
-Schweinekotelett)
1 Zwiebel; gewürfelt
2 Knoblauchzehen; gehackt
1 groß. Möhre; in Scheiben
0,8-1 kg Sauerkraut
Salz oder Vegeta; nach Bedarf
1-1 1/2 Essl. Mildes Paprikapulver
Pfeffer
3 Lorbeerblätter
100-150 ml Wasser (P: Räucherbrühe von der Schweinshaxe)

Quelle

diverse Rezepte und Videos im Netz
Erfasst *RK* 12.01.2021 von
Petra Holzapfel

Zubereitung

Einen Römertopf wässern (alternativ geht auch eine Auflaufform).

Das Fleisch von der Haxe lösen und in größere Stücke schneiden. Die Wurst ebenfalls in Stücke schneiden.

Schmalz und Öl in einem großen schweren Topf erhitzen und das Fleisch portionsweise kurz anbraten, dann wieder herausnehmen. Die Zwiebeln im Bratfett anschmoren, dann Knoblauch und Möhre zugeben und weiterschmoren, schließlich das Sauerkraut zugeben, mit Paprika und Pfeffer würzen und alles durchrühren. Etwa 10 Minuten schmurgeln lassen, abschmecken.

Nun Sauerkraut und Fleisch abwechselnd in den Römertopf schichten, mit Kraut abschließen und etwas Wasser oder Brühe darübergießen. Den Deckel auflegen, den Topf auf die zweitunterste Schiene schieben und den Backofen auf 200°C stellen. Etwa 60-70 Minuten garen, dann den Deckel abnehmen, den Topf auf die mittlere Schiene stellen und das Gericht weitere 30 Minuten offen schmoren lassen.

Dazu passt Kartoffelpüree.

Anmerkung Petra: Sehr schmackhaft, prima!

Im Podvarak kann man alles unterbringen: geräuchertes Fleisch, Speck und Würste, es gibt ihn aber auch mit Hähnchenschenkeln, Enten-, Gänse- oder geräucherten Truthahnschenkeln. Mit Fleisch ist es die Mrsni (=fett)-Variante. Für die Posni (=schlank)-Variante lässt man das Fleisch weg und verwendet evtl. nur gewürfelten Speck.

Ich hatte eine heiß geräucherte Schweinsvorderhaxe, die habe ich vorher etwa 2 Stunden in Räucherbrühe gegart. Beim Schmoren im Sauerkraut wird sogar die sonst sehr feste Schwarte ganz weich. Wer das mag, kann sie also gut mitverzehren.

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Die Gerichte der Mitreisenden (wird im Laufe des Monats ergänzt):

Britta von Brittas Kochbuch mit Serbische Bohnensuppe vegan
Susi von Turbohausfrau mit Serbische Bohnensuppe
Simone von zimtkringel mit Krempita
Kathrina von Küchentraum & Purzelbaum mit Serbischer Mohnkranz
Wilma von Pane-Bistecca mit karadordeva snicla
Petra aka Cascabel von Chili und Ciabatta mit Vasina Torta – Vasa Torte
Susanne von magentratzerl mit Sirnica
Tina von Küchenmomente mit Serbische Vasina Torta
Carina von Coffee2Stay mit Serbischer Burger: Leskovačka Pljeskavica auf Lepinje-Brot
Carina von Coffee2Stay mit Urnebes Salata: Scharfer serbischer Käsesalat
Wilma von Pane-Bistecca mit Cevapcici
poupou von poupous geheimes laboratorium mit Gibanica
Dirk von low-n-slow mit Podvarak aus dem Slowcooker
Britta von Brittas Kochbuch mit Kichererbsen-Cevapcici
Susanne von magentratzerl mit Sarma
Volker von Volkermampft mit Serbische Cevapcici in Tomatensoße – Hackbällchen aus Serbien
Volker von Volkermampft mit Djuvec Reis – Serbischer Gemüsereis mit Ajvar
Sylvia von Brotwein mit Serbisches Reisfleisch
Tina von Küchenmomente mit Princes Krofne – Serbische gefüllte Brandteigkrapfen

Holsteinisches Schwarzsauer mit Grießklößen

In Ausgabe #4 des Bloggerevents zum Thema Deutsche Küche schickt uns Sylvia von Brotwein in den hohen Norden nach Schleswig-Holstein. Das ist zumindest ein klein bisschen bekanntes Terrain für mich 😉

Nach Studium und 1. Staatsexamen habe ich nämlich Bayern den Rücken gekehrt und bin ich für 1 Jahr nach Kiel gegangen, wo ich mein Praktikum und 2. Staatsexamen am Nahrungsmitteluntersuchungsamt absolviert habe. Schnell habe ich das „Grüß Gott“ gegen ein „Guten Tag“ eingetauscht 😉 In dieser Zeit habe ich Sauerbraten mit Backobst kennen (und lieben) gelernt, Scholle mit Speckstibbe und karamellisierten Kartoffeln, Krabbenbrötchen, aber auch zentimeterdick geschnittenen Katenschinken mit Buttertunke (die sich als zerlassene Butter entpuppte). Der erste Grünkohl wurde auf dem Markt erstanden. Beim Schlachter (und nicht etwa beim Metzger) hörte ich zum erstenmal das Wort Karbonade für ein Kotelett.

Im Blog habe ich schon einige Rezepte aus Schleswig-Holstein festgehalten:

Schwarzsauer mit Grießklößen

Für’s Event habe ich mich an einem traditionellen Essen versucht, was es an Schlachttagen gab, wenn reichlich Schweineblut abfiel: Schwarzsauer. Hierfür wird Schweinefleisch in Essigwasser gekocht, die Sauce dann mit frischem Schweineblut gebunden, sie bekommt dadurch eine sämige Konsistenz und eine fast schokoladenbraune Färbung. Auf der offiziellen SH-Seite empfiehlt der LandFrauenVerein Probsteierhagen dazu Grießklöße, daran habe ich mich gehalten.

Making of

Einige wenden sich bei der Verwendung von Schweineblut vielleicht mit Grausen ab. Meine Mutter hat früher öfter Hasen- oder Rehpfeffer gemacht, die dunklen, sämigen Saucen mochte ich immer gerne 🙂 Hier ist Schweineblut übrigens beim Metzger auf Bestellung völlig problemlos zu bekommen. Zum Thema Kochen mit Schweineblut habe ich übrigens noch zwei interessante Seiten bei der Süddeutschen und bei der Welt gefunden.

Vegetariern kann ich zumindest die Grießklöße ans Herz legen. Die sind nämlich schön locker und lecker!

Deutsche Küche – die Foodblogger-Aktion

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Holsteinisches Schwarzsauer
Kategorien: Fleisch, Schwein, Schleswig-Holst
Menge: 2 bis 3 Personen

Zutaten

500 Gramm Schweinefleisch vom Hals, Schweinenacken oder
-Bauchfleisch
500 ml Wasser oder Brühe
1 Zwiebel mit
1 Lorbeerblatt und
2 Nelken gespickt
Salz
Pfeffer
Zucker
5 Pimentkoerner
5 Pfefferkörner
100 ml Weinessig; mehr nach Geschmack
200 ml Schweineblut; Menge anpassen

Quelle

diverse Quellen
Erfasst *RK* 12.11.2020 von
Petra Holzapfel

Zubereitung

Das Schweinefleisch in mundgerechte Würfel schneiden und in der Brühe mit der gespickten Zwiebel, Pimentkörnern, Pfefferkörnern, Essig, Salz und Pfeffer zum Kochen bringen. Bei kleiner Hitze etwa 1 1/2 Stunden kochen, bis das Fleisch weich ist.

Das Fleisch aus der Brühe heben und warmstellen. Die Brühe durch ein Sieb geben und wieder aufkochen lassen (P: nicht alles verwendet*). Nun Schweineblut bis zur gewünschten Konsistenz zugeben und dicklich einkochen lassen, mit Essig, Salz, Pfeffer und Zucker abschmecken. Das Fleisch in der Sauce heiß werden lassen und in einer Schüssel servieren.

Dazu passen Grießklöße oder Salzkartoffeln.

Anmerkung Petra: ergibt eine sämige, schokoladenbraune Sauce.

*da mir die Flüssigkeitsmenge im Verhältnis zum Fleisch deutlich zu viel erschien, habe ich nur einen Teil der Kochflüssigkeit weiter verwendet.

In einigen Rezepten steht, man dürfe die Sauce nach der Zugabe von Blut nicht mehr aufkochen – hier war das problemlos möglich.

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========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Grießklöße
Kategorien: Beilage, Knödel, Getreide
Menge: 4 Portionen

Zutaten

500 ml Milch
1 Teel. Salz
20 Gramm Butter
175 Gramm Grieß (P: Hartweizengrieß)
2 Eier
Zitronenschale; optional

Quelle

Familienrezept
Erfasst *RK* 12.11.2020 von
Petra Holzapfel

Zubereitung

Milch, Salz und Butter aufkochen, den Grieß einrühren. Kräftig weiterrühren und die Masse zu einem Kloß abbrennen, auf dem Topfboden bildet sich ein weißer Belag. Den Topf vom Herd nehmen und sofort ein Ei darunterrühren. Die Masse etwa 5 Minuten abkühlen lassen, dann das zweite Ei unterrühren.

Mit feuchten Händen 8 Klöße formen. Diese in reichlich kochendes Salzwasser legen, die Temperatur sofort reduzieren und die Klöße etwa 20 Minuten ziehen lassen, sie müssen dann oben schwimmen.

Anmerkung Petra: Ergibt sehr lockere und leckere Klöße!

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Die Rezepte der Mitreisenden (wird im Laufe des Monats ergänzt):

Sylvia von Brotwein mit Birnen, Bohnen und Speck Rezept – norddeutscher Klassiker
Dani von Leberkassemmel mit Labskaus
Kathrina von Küchentraum & Purzelbaum mit Friesenkekse
Ulrike von Küchenlatein mit Erbsensuppe – Arfensupp

Nachgekocht: Chinesische Jaozi

Wir sind in Runde 3 von Koch mein Rezept angekommen. Der mir zugeloste Blog hat mich jubeln lassen: Barbara von Barbaras Spielwiese ist mehr als nur eine gute alte Bekannte, ich kenne sie schon aus den Usenet-Zeiten des letzten Jahrhunderts ;-), als Rezepte noch in in der Newsgruppe de.rec.mampf diskutiert und getauscht wurden. Von daher nutzen wir auch immer noch die gleiche Rezeptverwaltungssoftware (RezkonvSuite), was den Austausch sehr erleichtert. In meinem Archiv fanden sich bisher schon über 300 Rezepte von Barbara. Als ich ihr erzählte, dass ich mir jetzt fürs Event etwas aus ihrem Blog aussuchen darf, bot sie mir  gleich ihre komplette Sammlung an. Ich habe gerne ja gesagt – lieben Dank nochmal von hier aus!

Tatsächlich haben wir uns auch im richtigen Leben schon mehrfach getroffen, genug zu erzählen gab es immer. Barbara reist sehr gerne und bringt von da viele unterschiedliche Rezept-Ideen in ihren Blog ein. Besonders beliebt sind mediterrane, aber auch asiatische, vor allem chinesische Gerichte. Barbara hat mir mit ihren Chinesisch-Kenntnissen sogar schon einmal bei der (kulinarischen) Verständigung mit unserem damaligen chinesischen Gastsohn Guang Zhen helfen können, wie man hier nachlesen kann.

Eine große Liebe von Barbara ist auch das Backen bzw. Patisserie. Sehr empfehlenswert ist die Daim-Walnuss-Torte, die ich mir von ihrer kleinen Torte abgeguckt habe. Nach meiner ersten Begegnung mit italienischer Buttercreme  habe ich jetzt auch ihre köstlich aussehende Zitronenschnitz-Torte auf meine to try-Liste gesetzt. Bei einem weiteren pikanten Rezept im Blog, den Grünkernküchle mit Bärlauch-Dip stand Barbaras Spielwiese ebenfalls Pate.

Jiaozi

Ich habe mir für Koch mein Rezept ein Gericht herausgesucht, was sich schon seit 2008 auf Barbaras Blog findet und was ich damals sogar gleich zweimal kommentiert habe: Jiaozi (饺子 bzw. jiǎozi), das sind chinesische Teigtaschen, hier gefüllt mit Frühlingszwiebeln und Schweinehackfleisch, die man zum Essen in eine gewürzte Mischung aus Sojasauce und dunklen Reisessig (Chinkiangessig) tunkt. Vor ein paar Jahren habe ich sie schon einmal gemacht, aber nicht verbloggt. Nun bot sich beste Gelegenheit, das nachzuholen. Köstlich, schon beim Schreiben läuft mir wieder das Wasser im Mund zusammen 🙂

Making of

Bei der Herstellung der Teigplatten für die Jaozi bediene ich mich eines Tricks, den ich mir aus Andrea Nguyens Asian Dumplings* abgeguckt habe:  Andrea legt die vorportionierten Teigkügelchen in eine Tortilla-Presse (so wie etwa diese hier*) und bekommt so ganz schnell und umkompliziert wunderbar runde Plättchen, die dann nur noch mit einem kleinen Rollholz auf der Außenseite etwas dünner gerollt werden müssen, so dass ein kleiner „Bauch“ in der Mitte verbleibt, aber nach dem Zusammendrücken der Ränder beim Verschließen der Teig überall gleich dick ist.

Blogger Aktion "Koch mein Rezept - der große Rezepttausch" von @volkermampft

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Chinesische Jiaozi
Kategorien: Teigtasche, Gefüllt, Hackfleisch, Schwein, China
Menge: 36 Stück

Zutaten

H TEIG
280 Gramm Weizenmehl Type 405
120 ml Lauwarmes Wasser; Menge anpassen
H FÜLLUNG
200-250 Gramm Schweinehackfleisch
100-200 Gramm Frühlingszwiebeln, Schnittknoblauch und/oder
-Chinakohl (P: 150 g Frühlingszwiebeln)
2 Teel. Sojasauce
2 Teel. Sesamöl
1 Teel. Salz
H TUNKE
100 ml Helle Sojasauce
2-3 Essl. Dunkler Essig (Chinkiang-Essig)
5 Knoblauchzehen; fein gehackt
1 Essl. Ingwer; fein gehackt
1-3 Teel. Chiliöl; nach Geschmack

Quelle

leicht modifizert nach Barbara Spielwiese
Teigtaschenherstellung nach Andrea Nguyen
Asian Dumplings
Erfasst *RK* 19.10.2020 von
Petra Holzapfel

Zubereitung

Aus Mehl und Wasser einen festen, glatten Teig kneten. (P: Mehl und Wasser im Food Processor pulsierend zu einem Teig mischen, dann zusammenkneten). Den Teig abgedeckt mindestens eine halbe Stunde ruhen lassen.

Das Gemüse fein hacken, mit dem Hackfleisch, der Sojasauce, dem Sesamöl und dem Salz gut verkneten.

Für die Tunke sämtliche Zutaten mischen und in kleinen Schüsselchen auf den Eßtisch stellen. Eventuell anderes Mengenverhältnis wählen, je nach Geschmack.

Den Teig in 36 Kügelchen (à etwa 10-11 g) teilen. Jeweils ein Kügelchen in die Tortillapresse einlegen und flachpressen, dann mit einem kleinen Rollholz den Rand noch etwas dünner ausrollen. Dafür mit der einen Hand das Rollholz von innen nach außen rollen, mit der anderen die Teigplatte etwas weiter drehen, bis man wieder am Ausgangspunkt angelangt ist.

Jetzt jeweils einen Teigkreis auf eine Handfläche nehmen und etwas von der zubereiteten Füllung in die Mitte legen. Mit Daumen und Zeigefinger der anderen Hand die Teigscheibe zur Hälfte falten und die Ränder gut zusammendrücken, nach Belieben dabei einfalten oder krendeln. Die Jiaozi auf ein Brett oder eine Bambusmatte setzen.

Traditioneller Kochvorgang: Einige Liter Wasser in einem großen Topf erhitzen und sprudelnd kochen lassen. Soviele Jiaozi in den Topf legen, daß sie noch genügend Platz haben. Die Jiaozi einmal umdrehen, damit sie nicht aneinanderkleben. Das Wasser wieder aufkochen lassen und eine Tasse kaltes Wasser zugeben. Diesen Vorgang noch zweimal wiederholen, dann sind die Jiaozi gar und werden sofort serviert.

Man kann aber auch die Jiaozi portionsweise in einen großen Topf mit reichlich sanft kochendem Wasser einlegen und die Temperatur dann etwas reduzieren. Die Jiaozi brauchen etwa 8 Minuten, bsi sie fertig sind, sie schwimmen dann oben.

Die Jiaozi mit einem Schaumlöffel herausfischen und auf einer Platte warm stellen.

Zum Essen die Jiaozi mit den Stäbchen aufnehmen, kurz in die vorbereitete Tunke tauchen und genießen!

Anmerkung Petra: die Herstellung dauert, aber es lohnt sich. Köstlich! Ungekochte Jiaozi können laut Andrea Nguyen einzeln eingefroren und dann in Plastiktüten gefüllt werden. Vor dem Garen antauen lassen.

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Thai-Curry mit Schweinehack und Rosenkohl – Geng Dang Muu

Scharf-würzige Thai-Curries sind hier immer gerne gesehen. Auf der Titelseite der aktuellen Bon Appetit lockte eines namens Geng Dang Muu mit eher ungewöhnlichen Zutaten: den Gemüsepart übernehmen nämlich Rosenkohl und Lauch. Der Autor, ein Restaurant-Inhaber mit Wurzeln in Laos, erklärt, dass es sich hierbei um den Mix eines Familienrezepts mit Zutaten aus der neuen Heimat Georgia handelt.

Rosenkohlcurry

Ok, mit dem Originalfoto hat mein Curry nicht viel gemeinsam, vor allem nicht die intensive Farbe, was auch andere Nachkocher bemerkten 😉

Ich habe den angebratenen Rosenkohl und Lauch anders als im Original am Schluss noch etwas mitschmurgeln lassen, da uns die Röschen sonst zu bissfest gewesen wären. Im Prinzip hat uns die Kombination aber sehr gut gefallen.

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Thai-Curry mit Schweinehack und Rosenkohl – Geng Dang Muu
Kategorien: Curry, Schwein, Hackfleisch, Kohl, Thailand
Menge: 4 Portionen

Zutaten

3 Essl. Kokosöl
1/2 Lauchstange; in Streifen
Salz
250 Gramm Rosenkohl; geputzt, halbiert
20 Gramm Rote Currypaste
1 Teel. Palmzucker
2 Teel. Fischsauce; mehr nach Geschmack
2 Kaffirlimettenblätter
225 Gramm Schweinehackfleisch
200 Gramm Kokosmilch
1 Limette: Saft (P: nicht im Original)
Reichlich Frisches Thaibasilikum (P: Koriandergrün)

Quelle

Bon Appetit October 2020
Erfasst *RK* 29.10.2020 von
Petra Holzapfel

Zubereitung

1 El Kokosöl in einer Pfanne erhitzen. Den Lauch hinzugeben, leicht salzen und etwa 5 Minuten rührbraten, bis das Gemüse goldbraun wird. Den Lauch in eine Schüssel geben.

Einen weiteren El Kokosöl in die Pfanne geben und den Rosenkohl einlagig mit der Schnittfläche nach unten etwa 3 Minuten braten ohne zu Rühren, bis die Unterseite goldbraun ist. Die Röschen umdrehen und weiter 2 Minuten braten. Rosenkohl herausnehmen und zum Lauch geben.

Das restliche Kokosöl in die Pfanne geben. Currypaste, Palmzucker, Fischsauce und die Limettenblätter in die Pfanne geben und unter permanentem Rühren etwa 1 Minuten braten, bis die Paste dunkelbraun wird. Nun das Schweinehack zugeben und etwa 2 Minuten braten, dabei das Fleisch in kleinere Stücke teilen. Die Kokosmilch zugießen und die Hitze etwas reduzieren. Rosenkohl und Lauch wieder zugeben und alles noch etwa 5 Minuten schmurgeln, bis der Kohl die erwünschte Konsistenz hat (im Original wird das Gemüse erst zugegeben, wenn man die Pfanne nach den 5 Minuten Schmorzeit vom Herd nimmt). Nochmal abschmecken – ich habe noch Limettensaft und Fischsauce zugegeben.

Nun das Thaibasilikum einrühren (P: hatte ich nicht) und das Curry mit Jasminreis servieren.

Anmerkung Petra: Ich habe Rosenkohl und Lauch am Schluss nochmal mitschmoren lassen, da uns der Rosenkohl noch zu viel Biss hatte. Dazu gab es Jasminreis. Hat uns gut gefallen!

Das Gericht stammt aus dem Restaurant Danthai in Atlanta und vereint traditionelle Küche aus Laos/Thailand mit Zutaten aus USA.

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Asia-Pasta mit Schweinehack und würziger Erdnusssauce

Ihr mögt Nudeln, aber auch schnelle und pikante Asiaküche?

Asia-Pasta mit Schweinehack und würziger Erdnusssauce

Dann lege ich euch dieses unkomplizierte Pastagericht mit Schweinehackfleisch und einer würzigen Erdnusssauce ans Herz. Gefunden habe ich das Rezept von einigen Jahren in einer Fine Cooking.

Wie so oft bei Asia-Gerichten sollte man alle Zutaten vor Kochbeginn schnibbeln oder abmessen und bereit stellen, da der eigentliche Kochprozess nur wenige Minuten in Anspruch nimmt. Belohnt wird man von einem Teller voller Nudelglück 🙂

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Asia-Pasta mit Schweinehack und würziger Erdnusssauce
Kategorien: Nudel, Sauce, Hackfleisch, Erdnuss, Asien
Menge: 2 Personen

Zutaten

200 Gramm Saucenfreundliche Nudeln (Rotini, Shipli,
-Fusilli)
Salz
3/4 Essl. Geröstetes Sesamöl
3 Frühlingszwiebeln; Weiß und Grün getrennt in
-Scheiben geschnitten
1 Essl. Fein gehackter Ingwer
1 Knoblauchzehe; fein gehackt
250 Gramm Schweinehackfleisch
2 Essl. Sojasauce
1 Essl. Reisessig
1/2 Essl. Sriracha oder Sambal Oelek; mehr nach Geschmack
1/2 Essl. Zucker
60 Gramm Stückige Erdnussbutter (crunchy)
80-100 ml Hühnerbrühe
Frisches Koriandergrün; falls vorhanden
1 Limette; in Vierteln, zum Servieren

Quelle

Fine Cooking Issue 136
Erfasst *RK* 16.10.2020 von
Petra Holzapfel

Zubereitung

Einen Topf mit 2 l Salzwasser erhitzen. Sojasauce, Essig, Sriracha (oder eine andere Chilisauce nach Wahl) und Zucker in einem Gefäß mischen.

Eine ausreichend große Pfanne erhitzen und das Sesamöl hineingeben. Das Weiße der Frühlingszwiebeln darin etwa 1 Minute rührbraten. Ingwer und Knoblauch zugeben und kurz mitbraten. Jetzt das Schweinefleisch hineingeben und etwa 5 Minuten krümelig braten.

Gegen Ende dieser Zeit die Nudeln ins kochende Wasser geben und nach Anweisung kochen.

Die Sojasaucen-Mischung zum Hackfleisch geben und aufkochen lssen, dann die Erdnussbutter hinzufügen und alles glatt rühren. Zum Schluss die Brühe zufügen und etwa 2 Minuten köcheln lassen.

Die Nudeln abgießen, dabei etwas vom Nudelwasser auffangen, und wieder in den Topf zurückgeben. Die Erdnuss-Hackfleischsauce sowie das Frühlingszwiebelgrün zu den Nudeln geben und alles gut vermischen. Nach Bedarf noch etwas Nudelwasser einrühren.

Die Nudeln nach Belieben mit Koriandergrün bestreuen und mit Limettenvierteln servieren.

Anmerkung Petra: schnell gemacht und sehr lecker!

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Reis-Zucchini-Gratin mit Hackfleischbällchen und Gorgonzola

Auch nach unserer Rückkehr aus dem Urlaub produzieren die Zucchinipflanzen weiterhin fleißig Früchte.

Reis-Zucchini-Gratin mit Hackbällchen und Gorgonzola

Für dieses Gericht landete etwas davon zusammen mit Möhren in einem Reis-Gratin, das mit Hackbällchen besetzt und einer leichten Mascarpone-Gorgonzola-Sauce übergossen wird. Die Anregung kam wie schon oft von Annemarie Wildeisen. Wie sie habe ich Vollkorn-Reis (hier Vollkorn-Basmati) verwendet. Der hat zwar eine längere Garzeit als weißer Reis, belohnt aber mit einem angenehm nussigen Geschmack.

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Reis-Zucchini-Gratin mit Hackfleischbällchen und Gorgonzola
Kategorien: Gratin, Reis, Gemüse, Hackfleisch, Käse
Menge: 2 Personen

Zutaten

1 Zwiebel; fein gehackt
1 Knoblauchzehe; fein gehackt
1 Essl. Butter
125 Gramm Vollkorn-Basmati; gewaschen
325 ml Gemüsebrühe
250 Gramm Zucchini; in 1 cm großen Würfeln
125 Gramm Möhren; längs geviertelt, in 1 cm Stücke
-geschnitten
3 Essl. Glatte Petersilie; fein gehackt
1 Essl. Olivenöl
Salz
Pfeffer
250 Gramm Gemischtes Hackfleisch
2 Essl. Semmelbrösel
1 Ei
H ZUM ÜBERBACKEN
25 ml Noilly Prat; ersatzweise Weißwein oder Brühe
50 ml Gemüsebrühe
75 Gramm Mascarpone-Gorgonzola

Quelle

modifiziert nach
Annemarie Wildeisen
Kochen 6|2013
Erfasst *RK* 17.09.2020 von
Petra Holzapfel

Zubereitung

Die Butter in einem mittleren Topf erhitzen. Zwiebeln und Knoblauch darin glasig dünsten. 1/3 davon herausnehmen und für die Hackfleischmasse beiseite stellen.

Den Reis zu den Zwiebeln in den Topf geben und kurz mitrösten, bis die Körner mit einem Fettfilm überzogen sind. Die Brühe dazugießen und den Reis etwa 40 Minuten bissfest garen. Am Schluss soll die Brühe ganz aufgenommen sein. Bei Bedarf noch etwas Brühe nachgießen.

Währenddessen in einer beschichteten Bratpfanne das Olivenöl erhitzen. Zuerst die Möhren darin 3-4 Minuten braten, dann die Zucchini zugeben, alles mit Salz und Pfeffer würzen und knapp bissfest braten. Am Schluss die Hälfte der Petersilie untermischen. Beiseitestellen.

Die restliche Petersilie, die beiseitegestellte Zwiebelmischung, das Hackfleisch, das Ei und die Semmelbrösel in eine Schüssel geben. Die Masse mit Salz und Pfeffer würzen und gut verkneten, bis sie bindet. Aus der Masse 12 Bällchen formen, kalt stellen.

Den Backofen auf 220°C vorheizen. Eine Gratinform (26×17 cm) buttern.

Wenn der Reis fetig ist, das Zucchini-Möhrengemüse untermischen. Alles in die vorbereitete Form geben. Die Hackbällchen auf den Reis setzen.

Noilly Prat und Brühe aufkochen. Den Mascarpone-Gorgonzola zugeben und unter Rühren schmelzen lassen. Die Sauce über Hackbällchen udn Reis gießen.

Das Gratin im heißen Backofen auf mittlerer Schiene etwa 20-25 Minuten überbacken.

Anmerkung Petra: schmeckt prima! Der Vollkorn-Basmati ist schön nussig. Das Gericht lässt sich aber auch mit weißem Reis machen, dann aber die Garzeit verkürzen!

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