Indischer Krustenbraten mit fruchtiger Sauce

Die kulinarische Weltreise von Volker mampft bringt uns im Oktober nach Indien. Indische Küche steht hier hoch im Kurs, jede Menge Rezepte im Blog beweisen das. Ich habe für’s Event wieder einmal Anjali Pathaks Secrets from my Indian Family Kitchen* (die deutsche Ausgabe heißt  Indisch kochen*) zur Hand genommen – alle bisher ausprobierten Gerichte  haben wunderbar funktioniert. Die Rezepte stammen nicht unbedingt aus der traditionellen indischen Küche, zeigen aber, wie man die Aromen und Gewürze der indischen Küche auch in anderem Umfeld kreativ einsetzen kann.

Auf den Prüfstand kam jetzt das slow-cooked tamarind-glazed pork. Den Titel kann ich nur zur Hälfte nachvollziehen: slow cooked – ja, absolut. Tamarinde spielt allerdings nur eine untergeordnete Rolle und wirklich glasiert ist die Kruste auch nicht. Das ist aber schon die einzige Mini-Kritik am Rezept – das hat uns nämlich einen köstlichen und sehr entspannten Sonntagsbraten beschert 🙂 Was man mitbringen sollte, ist Zeit. Mindestens 5-6 Stunden dauert es, bis man sich zu Tisch setzen kann. Wirklich viel zu arbeiten hat man währenddessen allerdings nicht.

Schritt 1: Einschneiden der Schwarte, die wirklich komplett trocken sein sollte. Dann wird das Fleisch mit einer Fenschel-Salz-Mischung eingerieben, dabei sollte das Salz vor allem in die Einschnitte der Schwarte gut einmassiert werden.

Schritt 2: Herstellen der knusprigen Kruste bei relativ hoher Temperatur. Ja ich weiß: das widerspricht den meisten „normalen“ Krustenbratenrezpten, bei denen die Schwarte erst zum Schluss bei hoher Temperatur zum Aufpoppen gebracht wird. Aber seit Ottolenghis Schweinebauch weiß ich; das funktioniert super, spritzt nicht so und und ergibt ein gleichmäßiges Erscheinungsbild.

Schritt 3: Jetzt wird die Backofentemperatur reduziert, es kommt die Flüssigkeit dazu (ein säuerlicher Mix aus Orangensaft, Granatapfelmolasse, Essig, Tamarinde, Honig, Ingwer, Chipotle und Senf). Ich habe den Braten 5 Stunden bei 130°C gegart, dabei das Fleisch immer mal wieder mit der Garflüssigkeit bepinselt.

Trotz des „feuchten“ Klimas im Backofen ist am Ende der Garzeit die Kruste weiterhin krachend knusprig. Jetzt darf das Fleisch noch etwas ruhen, die Sauce habe ich abgesiebt, etwas eingekocht und zum Schluss nochmal abgeschmeckt.

Zum Servieren werden noch frische Granatapfelkerne darübergestreut, weitere Beilagen waren Bombay-Kartoffeln und ayurvedischer Brokkoli.

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Indischer Krustenbraten mit fruchtiger Sauce
Kategorien: Fleisch, Schwein, Sauce, Indien
Menge: 4 bis 6 Personen

Zutaten

1 Essl. Meersalz
1 Essl. Fenchelsaat
1 1/2-2 kg Schweineschulter mit Schwarte, ohne Knochen
2 Zwiebeln; in Ringen
2 Zimtstangen
2 Lorbeerblätter
1 Rote Chilischote; in Ringen
500 ml Orangensaft
100 ml Granatapfel-Molasse (P: 50 ml Granatapfelsirup
-süß, 50 ml Nar eksisi, saurer Granatapfelsirup)
50 ml Tamarindenpaste (P: walnussgroßes Stück
-Tamarinde in 50 ml warmem Wasser aufgelöst,
-abgesiebt)
50 ml Weißweinessig
2 Essl. Neutraler Honig; mehr zum Abschmecken
2 Essl. Feingehackter frischer Ingwer
1 Essl. Chipotlepaste (P: 1 Chipotle en adobo;
-feingehackt)
2 Teel. Englischer Senf (P: Savora)
Salz
Frische Granatapfelkerne

Quelle

modifiziert nach
Anjali Pathak
Indian Family Kitchen
Erfasst *RK* 17.10.2018 von
Petra Holzapfel

Zubereitung

Den Backofen auf 240°C vorheizen.

Salz und Fenchelsaat in einem Mörser zerreiben.

Die Schwarte der Schulter mit einem scharfen Messer im Abstand von etwa 1 cm (= gewünschter Scheibendicke) einschneiden, dabei durchs Fett, aber nicht ins Fleisch schneiden. Die Schwarte gut trockentupfen, das ergibt die knusprigste Kruste.

Das Fleisch mit der Salzmischung einreiben, den Hauptteil auf die Schwarte verwenden, dabei darauf achten, dass das Salz bis tief in die Einschnitte gelangt.

Zwiebeln, Zimtstangen, Lorbeerblätter und Chilis in eine ofenfeste Bratschale geben, in die das Fleisch gerade eben gut passt. Das Fleisch obenauf legen, Schwarte nach oben. Die Schwarte soll möglichst überall möglichst gleichen Abstand von der Oberhitze haben, um ein gleichmäßiges Bräunen zu gewährleisten (gegebenenfalls kann man mit etwas zerknülltem Backpapier oder Alufolie unterfüttern). Den Bräter für etwa 30 Minuten in den Backofen schieben, bis die Schwarte überall goldbraun und knusprig geworden ist.

In der Zwischenzeit alle übrigen Zutaten außer den Granatapfelkernen verrühren.

Eine evtl. Unterfütterung des Fleisches entfernen, die Backofentemperatur auf 140°C (P: 130°C) reduzieren. Die Saftmischung um das Fleisch, aber nicht über die Schwarte gießen und den Bräter wieder in den Ofen schieben. Das Fleisch unbedeckt 4 Stunden (bei 130°C 5 Stunden, bei 120°C 6 Stunden – für jeweils 10 Grad niedriger eine Stunde Garzeit zugeben) garen. Je länger es gart, umso besser. Ab und zu das Fleisch, aber nicht die Kruste mit dem Saft bepinseln (P: alle halbe Stunde).

Das Fleisch am Ende der Garzeit aus dem Ofen nehmen, ein letztes Mal bepinseln, diesmal auch die Schwarte (sie bleibt dennoch sehr knusprig!). Das Fleisch auf eine Platte legen, mit Alufolie abdecken und 20 Minuten ruhen lassen (P: unbedeckt im Backofen bei 75°C).

Die Bratflüssigkeit aus der Bratschale durch ein Sieb geben und entfetten (P: Fettkanne). Die entfettete Sauce in einen Topf gießen und einkochen lassen, bis sie eine leicht viskose Konsistenz annimmt. Mit Salz und Honig abschmecken.

Das Fleisch aufschneiden, auf eine vorgewärmte Platte geben und mit den Granatapfelkernen bestreuen und mit der Sauce servieren.

Dazu passt ein grünes Gemüse (hier ayurvedischer Brokkoli) und Bratkartoffeln (hier Bombay-Kartoffeln).

Anmerkung Petra: ein super Rezept, was sich absolut entspannt zubereiten lässt! Das Fleisch ist butterzart, die Schwarte schön knusprig, die Sauce angenehm fruchtig, süß-säuerlich-pikant. Favorit!

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Die Rezepte der Mitreisenden:

Mein wunderbares Chaos: ein-bisschen-indisch-ein-bisschen-britisch-mulligatawny Brittas Kochbuch: Tandoori-Paratha | Masala-Gemüse | Gajer Gosht – Rindfleisch mit Möhren und Paprika Küchenlatein: Tawa Panir German Abendbrot: Paratha mit Koriander | Cabbage Thoran – veganes Spitzkohl Curry | Lamb Madras Bento Helke Indische Lunchboxen Lunchbox mit Spinatcurry | Palak Paneer in der Box Volkermampft | Keoti Dal – gemischtes Dal mit selbgemachtem Roti Indien das Kochbuch – Buchrezension zur kulinarischen Weltreise | Nariyal ki Kheer – Indisches Dessert für Anfänger Stadt Land Gnuss Kürbis-Chutney Brotwein Brot: Naan – indisches Fladenbrot aus der Pfanne | Rotes Hühnercurry | Blumenkohl-Kartoffel-Curry zimtkringel Fastfood auf indisch: Pakora

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Irischer Hackfleisch-Kohl-Cobbler mit Scones

Ein halber Spitzkohl sollte verwendet werden. Also habe ich wieder einmal die Rezeptverwaltung befragt und bin bei diesem Rezept für einen Cobbler gelandet.

Irischer Hackfleisch-Kohl-Cobbler mit Scones

Der Cobbler ist in diesem Fall eine Art Ragout aus Hackfleisch, Spitzkohl und Tomaten, abgeschmeckt mit Worcestershiresauce. Belegt wird er mit runden Scheiben aus einem grob zusammengekneteten Käseteig, die dann im Backofen zu goldbraunen, knusprig-lockeren Scones aufgehen. Zum Servieren noch einen Klecks Sour Cream daraufgeben und genießen 🙂

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Irischer Hackfleisch-Kohl-Cobbler mit Scones
Kategorien: Auflauf, Hackfleisch, Kohl, Irland
Menge: 2 bis 3 Personen

Zutaten

H SCONES
50 Gramm   Cheddar; frisch gerieben (P: mittelalter Gouda)
125 Gramm   Mehl
1/2 Essl.   Backpulver
35 Gramm   Weiche Butter
60 ml   Milch
      Salz
H RAGOUT
1 Essl.   Butter
300 Gramm   Hackfleisch
1     Zwiebel; gehackt
300 Gramm   Spitzkohl; in Streifen
250 Gramm   Tomaten; gehäutet, gehackt (oder Dose)
1/2 Essl.   Mehl
125 ml   Brühe oder Wasser
1-2 Essl.   Worcestershiresauce
      Salz
      Pfeffer
H ZUM FERTIGSTELLEN
60 Gramm   Cheddar; frisch gerieben (P: mittelalter Gouda)
1 Essl.   Butter; in Flöckchen
  Etwas   Sour cream; zum Servieren (P: Schmand)
      Gehackte Petersilie; zum Bestreuen

Quelle

  stark modifiziert nach
  kochen&genießen 3/2014
  Erfasst *RK* 27.06.2018 von
  Petra Holzapfel

Zubereitung

Für die Scones Käse, Mehl, Backpulver, Butter, Milch und eine Prise Salz erst mit den Knethaken des Rührgerätes, dann mit den Händen zu einem Teig zusammenkneten. Nicht zu lange kneten: der Teig soll noch etwas krümelig und unregelmäßig aussehen. Teig etwas flach drücken und in Klarsichtfolie eingewickelt etwa 30 Minuten kalt stellen.

1 EL Butter in einer großen Pfanne erhitzen. Das Hackfleisch darin kräftig anbraten, am Schluss die Zwiebel mitbraten. Den Spitzkohl zugeben und mit anbraten. Nun die Tomaten zugeben und etwa 5 Minuten mitdünsten. 1/2 El Mehl darüberstäuben und unterrühren. Brühe oder Wasser angießen, aufkochen und 5 Minuten köcheln lassen. Mit Worcestershiresauce, Salz und Pfeffer abschmecken.

Den Backofen auf 200°C vorheizen.

Das Ragout in eine Auflaufform (hier etwa 25×15 cm) füllen.

Den Teig auf leicht bemehlter Arbeitsfläche gut 1 cm dick ausrollen. Mit einem runden Ausstecher (5 cm Durchmesser) Kreise ausstechen, dabei den restlichen Teig wieder zusammenlegen und erneut ausrollen (nicht kneten). Man erhält so etwa 10 Scones. Diese am Rand der Auflaufform auf die Hackmischung setzen und mit dem restlichen Käse und den Butterflöckchen bestreuen.

Den Cobbler im vorgeheizten Backofen etwa 25 Minuten backen, bis die Scones goldbraun sind.

Zum Servieren etwas sour cream in die Mitte der Form geben und mit gehackter Petersilie bestreut servieren.

Anmerkung Petra: Sehr schön! Die Scones sind schön fluffig und machen sich gut als "Beilage". Übrig gebliebene Scones schmecken auch kalt.

Mengenverhältnisse zum Original stark verändert, deutlich weniger Worcestershiresauce verwendet.

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Pasta mit pikantem Salsiccia-Auberginen-Sugo

Kurz ein Hinweis für diejenigen, die sich auch für mein tägliches rausgelinst interessieren: da doch einige Anfragen kamen und auch viele Links aus Chili und Ciabatta dorthin führen, habe ich der Einfachheit halber Benutzername und Passwort dort jetzt ebenfalls auf Chili/Ciabatta geändert. Ein Umzug auf selbst gehostetes WordPress ist geplant, das schaffe ich aber nicht alleine. Beim nächsten Besuch des Schwiegersohns werden wir uns dransetzen – ich fürchte, dann ist aber noch einiges an Handarbeit angesagt. Es kann also noch eine ganze Weile dauern, bis alles wieder öffentlich zugänglich ist.

Nun aber zum Essen 🙂 Helmut hatte aus der Metro scharfe italienische Salsiccia mitgebracht. Nach kurzer Recherche habe ich mich entschlossen, diese in einer kräftigen Pastasauce unterzubringen. Erst wollte ich aus dem Brät kleine Bällchen formen, dies erwies sich aber als gar nicht so einfach, da die Wurst ziemlich fest gepresst in der Hülle saß. Ich habe das Brät also einfach grob zerteilt.

Pasta mit Salsiccia-Aubeginen-Sugo

Anders als im Original habe ich die Sauce deutlich länger schmurgeln lassen – ich finde, da verbinden sich die Aromen viel besser und man bekommt ein „runderes“ Geschmackserlebnis. Hier gab’s einen ersten Teil des Sugos mit Mezze maniche rigate, im Original werden Orecchiette verwendet.

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Pasta mit pikantem Salsiccia-Auberginen-Sugo
Kategorien: Nudel, Sauce, Wurst, Gemüse
Menge: 4 bis 6 Portionen

Zutaten

2 Essl. Olivenöl
1 Rote Zwiebel; gewürfelt
1 Aubergine; gewürfelt
1 Gelbe Paprika; gewürfelt
1 Rote Paprika; gewürfelt
1 Rote Chilischote; fein gewürfelt
350 Gramm Gramm Salsiccia peperoncino; scharfe
-italienische Bratwurst
1 Teel. Oregano (hier gefriergetrocknet)
800 Gramm Gehackte Tomaten (Dose)
Salz
Frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
Gemahlene Chilis; nach Geschmack
1/2 Bund Glatte Petersilie; gehackt
H SOWIE
Pasta nach Wahl; hier Mezze maniche rigate, aber
-auch Orecchiette, Penne o.ä.

Quelle

modifiziert nach
So is(s)t Italien
Februar/März 2016
Erfasst *RK* 01.06.2018 von
Petra Holzapfel

Zubereitung

Das Salsicciabrät aus der Pelle lösen und grob zerpflücken.

Das Olivenöl in einem Bräter erhitzen und das Salsicciabrät darin kräftig anbraten. Mit einem Schaumlöffel aus dem Topf nehmen und beiseite stellen.

Die Auberginenwürfel zugeben und so lange unter mehrfachem Rühren braten, bs sie weich werden und anfangen zu bräunen. Nun die Zwiebeln kurz mitschmoren, dann die Paprika und die Chili zugeben, einige Minuten mitbraten. Die gehackten Tomaten zugeben, mit Oregano, Salz, Pfeffer und Chilipulver würzen und zum Kochen bringen. Das Salsicciabrät wieder einrühren und alles mindestens 30 Minuten schmurgeln lassen. Bei Bedarf noch etwas Wasser zugießen.

Pasta nach Packungsangabe in reichlich kochendem Salzwasser al dente garen, abgießen und mit dem Sugo mischen. Mit der Petersilie bestreut servieren.

Dazu passt ein grüner Blattsalat.

Anmerkung Petra: schön würzige Pastasauce, hat uns sehr gut gefallen.

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Pork Humba – geschmorter Schweinebauch

Noch ein drittes philippinisches Rezept habe ich für die kulinarische Weltreise ausgesucht. Ich wollte unbedingt etwas mit Schweinebauch machen, aber die Wahl fiel mir schwer. Sollte es ein knuspriger Schweinebauch (Lechon kawali) oder ein weich geschmorter Schweinebauch wie in Pork Humba werden?

Pork Humba

Helmut entschied sich für letzteres, wie schon der Mungbohnentopf aus Marvin Gapultos The Adobo Road*- keine schlechte Wahl!

Humba Making of

Humba ähnelt durch die Verwendung von Essig und Sojasauce einem Adobo, ist aber süßer und verwendet zusätzlich chinesische Aromen wie schwarze Bohnen, Zimt und Sternanis. Gapultos spendiert der Schmorflüssigkeit einen kräftigen Schluck Kaffee (wie ich meinem Chili con café), was für zusätzlichen Geschmack sorgt. Der Schweinebauch wird erst auf beiden Seiten kräftig angebraten, dann lange geschmort, bis das Fleisch butterweich ist. Nach Abkühlen und einer Nacht im Kühlschrank lässt sich das ausgetretene Fett einfach abnehmen. Das Fleisch wird zum Servieren in Scheibchen geschnitten und in der stark eingekochten Schmorflüssigkeit kurz erwärmt.

Pork Humba mit Bohnen

Das Fleisch bekommt durch diese Behandlung eine butterzarte Konsistenz, selbst die Schwarte ist mit Genuss zu essen. Bei uns gab es dazu grüne Bohnen mit Schalotten und Knoblauch.

Und den knusprigen Schweinebauch wird es demnächst bestimmt auch noch geben 😉

Hier geht's zu den anderen Rezepten, die für die kulinarische Weltreise Philippinen gekocht wurden:

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Pork Humba – geschmorter Schweinebauch
Kategorien: Schwein, Philippinen
Menge: 4 Portionen

Zutaten

1 1/4 kg   Schweinebauch mit Schwarte (P: 950 g)
2 Essl.   Öl
1     Zwiebel; gehackt
6     Knoblauchzehen; fein gehackt
2 1/2 cm   Frischer Ingwer; fein gehackt
50 Gramm   Fermentierte schwarze Bohnen
65 ml   Sojasauce
65 ml   Philippinischer Rohrzucker-Essig; ersatzweise
      -Apfelessig
375 ml   Starker Kaffee*
375 ml   Wasser*; mehr nach Bedarf
45 Gramm   Brauner Zucker
1     Zimtstange
1     Lorbeerblatt
2     Sternanis

Quelle

  modifiziert nach
  Marvin Gapultos
  The Adobo Road Cookbook
  Erfasst *RK* 17.04.2018 von
  Petra Holzapfel

Zubereitung

Die Schwarte des Schweinebauchs zuerst vertikal, dann horizontal im Abstand von 1,25 cm einschneiden, dabei durch Haut und Fett schneiden, aber nicht bis ins Fleisch. 1 El Öl in die Schwarte einmassieren.

Das restliche Öl in einem passenden Bräter erhitzen und den Schweinebauch mit der Schwarte nach unten etwa 5-7 Minuten anbraten, bis die Haut gebräunt ist. Umdrehen udn weitere 5-7 Minuten braten. Das Fleisch aus dem Bräter nehmen und beiseite stellen.

Das Fett bis auf einen Esslöffel aus der Form abgießen. Die Zwiebeln zugeben und etwa 5-7 Minuten braten, bis sie weich und durchsichtig sind. Nun Knoblauch, schwarze Bohnen udn Ingwer zugeben und 1-2 Minuten mitbraten. Sojasauce und Essig zugeben und unter Rühren Bratrückstände vom Topfboden lösen.

Den Kaffee und das Wasser zugeießen und den Zucker einrühren, bis er sich gelöst hat. Das Fleisch mit dem ausgetretenen Fleischsaft in die Schmorflüssigkeit einlegen, Lorbeerblatt, Zimtstange und Sternanis zugeben. Den Topfinhalt zum Kochen bringen und zugedeckt bei geringer Hitze unter einmaligem Wenden mindestens 2-3 Stunden köcheln lassen, bis das Fleisch komplett weich ist. (Petra: 3 Stunden)

Den Topf vom Herd nehmen und komplett abkühlen lassen, dann über Nacht in den Kühlschrank stellen.

Am nächsten Tag den Topfdeckel abnehmen und das abgesetzte Fett vollständig entfernen. Das Fleisch aus der Flüssigkeit nehmen und auf ein Schneidbrett legen. In Scheiben von 1,25 cm Dicke und 2,5 cm Breite schneiden.

Die Flüssigkeit im Topf zum Kochen bringen und auf knapp 500 ml einkochen (dauert etwa 20-30 Minuten). Die Hitze reduzieren, Zimt, Sternanis und Lorbeerblatt entfernen, nochmal abschmecken.

Die Fleischscheiben in die Sauce geben, vorsichtig umrühren und erhitzen.

Den Schweinebauch mit gedämpftem Reis servieren.

Anmerkung Petra: Butterzarter Schweinebauch in sehr aromatischer Sauce, samt Schwarte absolut genussreich zu verspeisen! Ich habe neben Reis noch grüne Bohnen mit Schalotten und Knoblauch dazu gemacht.

Der Kaffee im Rezept ist eine moderne Variante des Autors, um noch mehr Aroma herauszukitzeln. Gapultos verwendet zum Aufgießen 750 ml Kaffee und kocht auf 250 ml ein – das wäre mir zu heftig. Ich fand die Mengenverhältnisse so ausgewogen, die Sauce hat eine leichte, aber angenehme Bitternote. Wer keinen Kaffee mag, nimmt Wasser oder Brühe.

Humba ist durch die Verwendung von Essig und Sojasauce einem Adobo ähnlich, ist aber süßer und verwendet zusätzlich chinesische Aromen wie schwarze Bohnen, Zimt und Sternanis.

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========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Grüne Bohnen mit Schalotten und Knoblauch
Kategorien: Beilage, Gemüse, Philippinen
Menge: 2 Personen

Zutaten

300 Gramm   Grüne Bohnen
      Salz
1/2 Essl.   Öl
1     Schalotte; fein gehackt
1-2     Knoblauchzehen; fein gehackt
1 Essl.   Austernsauce
      Pfeffer

Quelle

  nach
  Marvin Gapultos
  The Adobo Roas Cookbook
  Erfasst *RK* 18.04.2018 von
  Petra Holzapfel

Zubereitung

Die Bohnen in Salzwasser knapp bissfest kochen, abgießen und abschrecken.

Einen Wok oder eine Pfanne stark erhitzen, das Öl zugeben, die Pfanne schwenken, um das Öl zu verteilen, dann Schalotte und Knoblauch zugeben udn rührbraten, bis der Knoblauch leicht braun wird. Die Bohnen und die Austernsauce zugeben, alles vermischen und 3-4 Minuten rührbraten, bis sie Bohnen weich, aber noch bissfest sind.

Mit schwarzem Pfeffer würzen und servieren.

Anmerkung Petra: gab es bei uns zu Pork Humba.

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Philippinischer Mungbohnentopf mit Tomaten, Spinat und knusprigem Bacon – Mongo guisado

Die kulinarische Weltreise führt uns im April auf die Philippinen. Allzuviel Erfahrung habe ich nicht mit dieser Länderküche, auch wenn ich 2005 schon einmal ein Chicken & Pork Adobado gekocht habe.

Immerhin steht mit Memories of Philippine Kitchens* von Amy Besat und Romy Dorotan ein informatives Kochbuch im Regal, was mir erste Ideen vermittelt. Die Küche vereint Einflüsse aus China, Spanien, Mexiko und Amerika. Sehr verbreitet ist Adobo, bei dem Fleisch oder Fisch in einer Essig-betonten Sauce geschmort wird, Pancit, ein Nudelgericht mit chinesischen Wurzeln, Lechón, Spanferkel bzw. überhaupt Schweinefleich, aber auch Gebäck wie Pan de Sal, geschnittene Brötchen, die oft in Semmelbröseln gewälzt werden.

Bei weiterer Recherche im Netz stoße ich dann auf den Blog Burnt lumpia – discovering Filipino Food. Der gefällt mir so gut, dass ich das Buch von Blogger Marvin Gapultos The Adobo Road: a Filipino Food Journey* bestelle. Nun habe ich nur ein Problem: ich habe viel zu viele spannende Gerichte, die ich ausprobieren möchte 😉

Philippinischer Mungbohnentopf mit Tomaten, Spinat und knusprigem Bacon - Mongo guisado

Den Anfang macht Mongo guisado, auch Balatong genannt: ein Mungbohnentopf mit Tomaten und Spinat (auf den Philippinen kommen oft auch anderes Blattgemüse wie z.B. Moringa, Malungay, die Blätter des Meerrettichbaumes zum Einsatz), aromatisiert wird mit Fischsauce. Weitere Zutaten sind häufig Schweinefleisch (lechon kawali), Shrimps, aber auch eine Kombination von beiden, nicht selten garniert mit knuspriger Schweineschwarte (chicharon).

Ich habe hier eine herzhafte Version des Eintopfs mit gebratenem Bacon gemacht, die uns ausgesprochen gut geschmeckt hat.

Mungbohnen

Die Mungbohnen habe ich im Asialaden erstanden. Obwohl wir Hülsenfrüchte lieben, habe ich bisher noch nie mit ihnen gekocht. Gut, dass sich das jetzt geändert hat 🙂

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Philippinischer Mungbohnentopf mit Tomaten, Spinat und knusprigem Bacon – Mongo guisado
Kategorien: Eintopf, Gemüse, Hülsenfrüchte, Schwein, Philippinen
Menge: 4 Personen

Zutaten

200-250 Gramm   Bacon; in Streifchen
1 groß.   Zwiebel; gehackt
4     Knoblauchzehen; gehackt
250 Gramm   Mungbohnen
400 Gramm   Gehackte Dosentomaten
1 Ltr.   Wasser zum Aufgießen; mehr nach Bedarf
2-3 Essl.   Fischsauce; mehr nach Bedarf
      Salz
      Pfeffer
250-300 Gramm   Frischer Spinat

Quelle

  nach
  Marvin Gapultos
  The Adobo Roas Cookbook
  Erfasst *RK* 10.04.2018 von
  Petra Holzapfel

Zubereitung

Am Vorabend die Mungbohnen in reichlich kaltem Wasser einweichen.

Den Speck in einem ausreichend großen Kochtopf ausbraten, bis er braun und knusprig ist. Den Speck mit einem Schaumlöffel herausnehmen und auf Küchenpapier abtropfen lassen. Das Speckfett bis auf etwa 1 El abgießen und anderweitig verwenden.

Zwiebel und Knoblauch im verbliebenen Speckfett bei nicht zu hoher Temperatur in etwa 5-7 Minuten anbraten, bis sie weich sind. Nun die abgegossenen Mungbohnen in den Topf geben und etwa 2 Minuten unter Rühren mitschmoren. Wasser, Tomaten und die Fischsauce zugeben. Alles unter gelegentlichem Rühren etwa 1 Stunde köcheln, bis die Bohnen weich sind und der Eintopf eindickt. Bei Bedarf noch etwas Wasser zugießen.

Den Eintopf mit Salz und Pfeffer abschmecken, nach Belieben noch Fischsauce zugeben. Den gewaschenen Spinat portionsweise zugeben und unter Rühren zusammenfallen lassen.

Den Eintopf mit dem beiseite gestellten knusprigen Bacon bestreut servieren.

Anmerkung Petra: Kräftiger Eintopf, hat uns prima geschmeckt! Die Fischsauce schmeckt nicht sehr vor, gibt aber feines Aroma.

Man kann den Eintopf auch mit knusprigem Schweinebauch (lechon kawali) kochen, aber auch mit Krustentierbrühe aufgießen und mit Shrimps servieren. Auch gebratene Wurstscheiben gehen oder eine Kombination von verschiedenen Einlagen.

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Spitzkohl-Hackfleisch-Nudelpfanne mit Paprika

Bei Juliane hab ich sie gesehen, die Spitzkohl-Hackfleisch-Pasta. Das Rezept stammt ursprünglich von essen & trinken – wie dort habe ich der Nudelpfanne eine rote Paprika gegönnt.

Spitzkohl-Hackfleisch-Nudelpfanne mit Paprika

Ich habe allerdings die Ölmenge kräftig reduziert und den Spitzkohl mit dem Hackfleisch zusammen angebraten, ich mag leichte Brataromen bei Kohl ganz gerne. Das Ganze ist wunderbar alltagstauglich, schnell gemacht und schmeckt auch noch ausnehmend gut.

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Spitzkohl-Hackfleisch-Nudelpfanne mit Paprika
Kategorien: Nudel, Kohl, Hackfleisch
Menge: 2 Portionen

Zutaten

250 Gramm   Gemischtes Hackfleisch
1/2 klein.   Spitzkohl (etwa 200 g); geputzt
1     Rote Paprikaschote; nach Belieben geschält, in
      -Würfeln
1     Zwiebel; gewürfelt
1 Essl.   Öl
      Salz
      Pfeffer
50 ml   Gemüsebrühe
200 Gramm   Bandnudeln
100 Gramm   Crème fraîche
      Piment d'Espelette
2-3 Essl.   Gehackte Petersilie

Quelle

  modifiziert nach
  essen & trinken Für jeden Tag 9/2015
  Erfasst *RK* 23.03.2018 von
  Petra Holzapfel

Zubereitung

Den Spitzkohl vierteln, den Strunk herausschneiden, Spitzkohl in Streifen von 1/2 cm Breite schneiden.

1 El Öl in einer großen Pfanne erhitzen. Die Zwiebel darin anbraten, dann das Hackfleisch zugeben und alles krümelig braun braten. Den Spitzkohl in die Pfanne geben und unter gelegentlichem Rühren gut anbraten, dabei salzen und pfeffern, am Schluss die Paprika zugeben. 50 ml Gemüsebrühe angießen und zugedeckt bei mittlerer Hitze etwa 10 Minuten köcheln lassen. Die Crème fraîche zugeben und mit Piment d'Espelette abschmecken.

Währenddessen die Nudeln in reichlich Salzwasser garen. Abgießen und tropfnass in die Pfanne geben, gut untermischen. Den Hauptteil der Petersilie einrühren, in eine vorgewärmte Schüssel füllen und mit der restlichen Petersilie bestreut servieren.

Anmerkung Petra: Schnell, einfach, sehr lecker!

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