Böhmische Sauerkrautplätzchen und Griebenplätzchen

Weiter geht es mit dem Reiseland Tschechien bei der kulinarischen Weltreise von Volkermampft. Ich habe ja schon erwähnt, dass es von hier nicht weit ist bis ins Nachbarland. Und so haben wir die kulinarische Weltreise Anfang der Woche für einen kleinen realen Ausflug genutzt, in etwa 1 Stunde Fahrzeit waren wir im hübschen Städtchen Domažlice – ein paar Fotos gibt es bei rausgelinst.

Sauerkrautplätzchen und Griebenplätzchen

Dort eingekauft haben wir unter anderem Sauerkraut, halbgrobes Mehl und Schweinegrieben. Damit habe ich zwei Sorten von pikanten Plätzchen gebacken, die prima zu einem Glas Bier oder Wein schmecken:

Links seht Ihr Zelnáky, Sauerkrautplätzchen, rechts Griebenplätzchen, Škvarkové placky.

Sauerkrautplätzchen

Für die Sauerkrautplätzchen wird das ausgedrückte, fein gehackte Kraut mit Schmalz, Grieben, gemahlenem Kümmel, Salz und Pfeffer zu einem einfachen Teig ohne Hefe verknetet. Die fertigen Plätzchen schmecken leicht säuerlich und haben eine angenehm pfeffrige Note. Im Laufe des Abends verschwanden immer wieder Plätzchen aus dem Vorrat in der Küche 😉

Von den Zelnáky gibt es auch eine Variante, die in der Pfanne gebraten wird.

Griebenplätzchen

Die böhmischen Griebenpätzchen basieren auf einem Hefeteig, der mit Schmalz, Grieben und Ei angereichert wird.

Making of

Die relativ groben Grieben werden fein gehackt und dann in den Hefeteig eingearbeitet. Die ausgestochenen Plätzchen erhalten ein Gittermuster mit  der stumpfen Seite einer Messerschneide oder – wie in einem Rezept empfohlen wurde – dem Pommes frites-Schneider. Hier hätte ich wohl etwas kräftiger zudrücken dürfen, bei mir ist das Muster beim Backen fast verschwunden.

Ich habe die Plätzchen mit etwas Hagelsalz bestreut, Kümmel würde sich auch anbieten.

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Böhmische Griebenplätzchen – Škvarkové placky
Kategorien: Gebäck, Pikant, Tschechien
Menge: 25 Plätzchen

Zutaten

100 Gramm Schweinegrieben (Škvarky)
125 Gramm Halbgriffiges* Mehl (Polohruba mouka)
55 Gramm Schmalz; Raumtemperatur (P: Entenschmalz)
125 ml Milch
1/2 Ei (30 g)
1/2 Teel. Zucker
5-7 Gramm Salz**
10 Gramm Hefe
H ZUM BESTREUEN NACH BELIEBEN
Grobes Salz
Kümmel

Quelle

modifiziert nach
mlsnakocka
Erfasst *RK* 14.03.2019 von
Petra Holzapfel

Zubereitung

Aus Hefe, etwas Milch, Zucker und etwas Mehl einen Vorteig rühren, mit etwas Mehl bestäuben und an einem warmen Ort (P: etwa 30 Minuten Zimmertemperatur) gehen lassen.

Die Grieben fein hacken.

Das restliche Mehl, Milch, Ei und Salz zugeben und zu einem Teig verrühren. Die Grieben untermischen und alles zu einem glatten Teig verkneten. Den Teig in eine Schüssel geben und abgedeckt an einem warmen Ort etwa 30 Minuten gehen lassen (P: etwa 1 Stunde Zimmertemperatur).

Den Teig auf leicht bemehlter Arbeitsfläche etwa 1 cm dick ausrollen. Mit einem Ausstecher (P: 6 cm Durchmesser) oder Glas runde Plätzchen ausstechen und auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen. Mit der stumpfen Seite der Messerschneide ein Gittermuster in die Plätzchen drücken (P: in einem anderen Rezept wird ein Pommes frites-Schneider dafür empfohlen)**+. Die Plätzchen nach Belieben mit Kümmel oder etwas grobem Salz bestreuen.

Die Plätzchen im Backofen bei 180-200°C in etwa 15-20 Minuten goldbraun backen.

Schmecken lauwarm und abgekühlt zu Bier oder einem Glas Wein.

Anmerkung Petra: schönes Knabbergebäck.

*man kann auch glattes und griffiges Mehl mischen.

**Ich habe die Grieben leicht gesalzen und dann noch 5 g Mehl im Teig verwendet.

**+ bei mir verschwand das Muster durch’s Aufgehen der Plätzchen im Backofen – man muss es wohl tiefer eindrücken.

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========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Zelnáky – böhmische Sauerkrautplätzchen
Kategorien: Gebäck, Pikant, Kohl, Tschechien
Menge: 25 Plätzchen

Zutaten

250 Gramm Glattes Mehl
250 Gramm Sauerkraut; s. Anmerkung im Rezept
100 Gramm Schweineschmalz P: Entenschmalz
30 Gramm Grieben; gehackt
1 Teel. Gemahlener Kümmel
1/4-1/2 Teel. Gemahlener Pfeffer
5 Gramm Salz

Quelle

modifiziert nach
snedeno.cz
Erfasst *RK* 11.03.2019 von
Petra Holzapfel

Zubereitung

Die Grieben in kleine Stücke schneiden.

Das Kraut auspressen und fein hacken (Ich wusste nicht, ob mit der angegebene Menge schon ausgepresstes Kraut gemeint war. Ich habe 300 g genommen und ziemlich stark ausgepresst, übrig blieben 175 g, die ich im Rezept verwendet habe. Da der Teig aber recht fest war, habe ich dann wieder etwas vom Sauerkrautsaft zugegeben, bis der Teig eine gute Konsistenz hatte.

In einer Schüssel Mehl, Salz, Pfeffer, Kümmel und Salz mischen, dann Schmalz mit Grieben und dem gehackten Kohl dazugeben. Es soll ein kompakter Teig entstehen, den man einige Minuten ruhen lässt.

Ein Backblech mit Backpapier auslegen.

Die Arbeitsfläche mit Mehl bestreuen und den Teig etwa 1/2 cm dick dick ausrollen. Mit einem Ausstecher (P: 6 cm Durchmesser) oder Glas runde Plätzchen ausstechen und auf das Backpapier legen. Überstehende Kohlfransen gut andrücken, damit der Kohl beim Backen nicht verbrennt

Die Zelnáky im auf 200°C vorgeheizten Backofen etwa 20 Minuten goldbraun backen.

Anmerkung Petra: Leicht säuerlich schmeckende, würzige Plätzchen, prima zum Bier.

Gänseschmalz geht laut anderem Rezept auch, ich habe Entenschmalz eingesetzt. Das tschechische frische Sauerkraut fand ich recht mild und wenig salzig.

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Weitere Rezepte der kulinarischen Weltreise nach Tschechien:
Küchenmomente | Böhmische Kolatschen mit Mohnfüllung | Brotwein Rindergulasch – köstliches Gulasch Rezept mit Bier | Böhmische Knödel – Serviettenknödel Rezept | magentratzerl Kartoffelnudeln mit Schmorschalotten und gebratenen Pilzen | Chili und Ciabatta | Böhmerwald-Liwanzen mit Heidelbeer-Schmand | Eingelegter Hermelin – Nakládaný Hermelín | Hühnerherzen und Pfifferlinge in Rahmsauce mit böhmischen Hefeknödeln | SavoryLens Medovnik – tschechischer Honigkuchen | Brittas Kochbuch Kotlety v pivní omácce – Koteletts in Biersauce | zimtkringel Kulajda mit pochiertem Ei und Dill

Hecht-Blätterteigstrudel mit Lachseinlage

Und noch ein drittes Rezept habe ich für die kulinarische Weltreise Österreich von Volker mampft ausprobiert: wieder einen Strudel, aber diesmal einen pikanten Hechtstrudel aus dem österreichischen „Jahrhundertkochbuch“ Die gute Küche* von Ewald Plachutta und Christoph Wagner. Für den Strudel kann man entweder einen normalen Strudelteig oder aber Blätterteig verwenden, wie ich es hier getan habe.

Ein Hecht aus hiesigem Gewässer wartete schon seit geraumer Zeit in der Tiefkühltruhe auf Verwertung. Hecht ist ja wegen seiner Y-Gräten nicht ganz einfach zu filetieren. Deswegen mache ich ihn schon mal ganz auf dem Blech oder als Pflückhecht in Sauce.

Hecht-Blätterteigstrudel

Gar keine Probleme mit Gräten gibt es, wenn man das vorfiletierte Fleisch im Mixer mit Sahne zu einer glatten Farce verarbeitet. Diese habe ich mit einer Zwiebel-Pilzmischung angereichert und als Füllung für einen Butter-Blätterteig verwendet. Etwas Lachsfilet bringt Farbe und Geschmack in den Strudel, den ich mit meiner „schnellsten Beárnaise der Welt“ (hier allerdings ohne Estragon) serviert habe.

Hechtstrudel Collage

Zum Schluss nochmal die Herstellung in einigen Bildern: Vorfiletieren des Fisches, die schönsten Stücke habe ich für Hechtröllchen beiseite gelegt. Für die Farce kann man auch etwas zerfranste Stücke nehmen. In der Mitte die aufgestrichene Farce mit dem darauf gelegten Lachsfilet, oben rechts ist es schon eingepackt, der Strudel fertig zum Aufrollen.

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Hecht-Blätterteigstrudel mit Lachseinlage
Kategorien: Fisch, Strudel, Pikant, Österreich
Menge: 4 Portionen

Zutaten

H FÜLLUNG
70 Gramm Zwiebeln; gehackt
1 Essl. Butterschmalz
160 Gramm Champignons (P: TK-Steinpilze); fein gehackt
1 Spritzer Zitronensaft
1 Essl. Petersilie
300 Gramm Hechtfilet, ohne Haut
250 ml Schlagsahne; eiskalt
1 Eiweiß
1 Essl. Dill; gehackt
Salz
Pfeffer
150 Gramm Lachsfilet
1 Pack. Butterblätterteig; dünn ausgerollt (P: 270 g,
-25×40 cm)
H ZUM BESTREICHEN
1 Eigelb
1 Essl. Sahne
1 Prise Salz

Quelle

modifiziert nach
Plachutta/Wagner
Die gute Küche – das österreichische Jahrhundertkochbuch
Erfasst *RK* 14.01.2019 von
Petra Holzapfel

Zubereitung

Die Zwiebeln in heißem Butterschmalz glasig anschwitzen. Die Temperatur erhöhen, die gehackten Pilze zu den Zwiebeln geben und unter Rühren mit einem Spritzer Zitronensaft braten, bis sie alle Flüssigkeit abgegeben haben. Mit Pfeffer und Salz würzen und die gehackte Petersilie untermengen. Die Zwiebelmasse kalt stellen.

Das Hechtfilet von Restgräten befreien, klein schneiden und gut gekühlt in einem Blitzhacker oder im Mixer der Küchenmaschine (P: Uralt-Thermomix) unter ständiger Beigabe von eiskalter Schlagsahne zu einer glatten Farce verarbeiten, Farce eventuell passieren (habe ich nicht gemacht), dann mit Eiweiß, Dill und der Zwiebelmasse verrühren, mit Salz und Pfeffer kräftig abschmecken.

Den Backofen auf 220°C vorheizen.

Den Butterblätterteig ausrollen. Gut die Hälfte der Hechtfarce auf eine Hälfte des Teiges auftragen, dabei am Rand einen breiten Streifen freilassen. Das Lachsfilet als Streifen mittig auf die Hechtfarce legen, mit der restlichen Farce bedecken, so dass der Lachs komplett eingehüllt ist. Den Blätterteig über die Masse schlagen und zu einem Strudel aufrollen, dabei die Enden gut verschließen. Den Strudel samt dem Backpapier auf ein Blech legen und mit der Eierstreiche bepinseln.

Den Strudel etwa 25-30 Minuten backen, bis er goldbraun und knusprig ist. 5 Minuten ruhen lassen, dann servieren.

Anmerkung Petra: Super Verwertung von nicht ganz perfekten Hechtfleischstücken! Die Steinpilze als Ersatz für die Champignons machten sich prima. Ich habe dazu die „schnellste Bearnaise der Welt“ ohne Estragon gemacht und einen grünen Salat serviert.

Laut Plachutta kann man den Strudel auch als kalte Vorspeise servieren. Beilage wären bei ihm dann Dillgurken mit Rahm.

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Hier findet Ihr die anderen Beiträge zur Station Österreich

 

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OLMA-Bratwurst-Lauch-Wähe

Durch einen Kommentar bei Instagram wurde ich im Urlaub auf die St. Galler Bratwurst aufmerksam.  Schnell gegoogelt und eine informative Seite gefunden, die folgende Erklärung (und noch weitere ausführliche Info) liefert:

Die St. Galler Bratwurst ist eine feine, weiße, gebrühte Bratwurstspezialität aus St. Gallen… Den Namen OLMA-Bratwurst hat die St. Galler Bratwurst von der alljährlich statt findenden OLMA (Ostschweizer Land- und Milchwirtschaftsausstellung), auf der sie traditionell von den Besuchern verzehrt wird.

Das macht natürlich neugierig. Beim letzten Einkauf vor der Heimreise ist also eine Packung mit 2 OLMA-Kalbsbratwürsten in den Einkaufswagen gewandert, jede wiegt 160 g. Traditionell wird die Wurst mit Bürli oder Brot, aber ohne Senf oder Ketchup verzehrt.

Bei der Suche, was man sonst noch mit der Bratwurst anstellen könnte, bin ich auf dieses Rezept beim Schweizer Fleisch-Fachverband gestoßen – das gefiel mir besser als die puristische Wurst 😉

Ich habe es etwas abgewandelt: ich hatte nur 2 Bratwürste (was völlig ausreichend war!), den Lauch gedünstet und nicht gedämpft, für den Belag dann Cème fraîche mit Eiern, etwas Käse und dem gedünsteten Lauch vermischt. Dazu gab es einen Blattsalat mit roten Zwiebeln. Die Wähe hat uns prima geschmeckt, ist allerdings ein echter Sattmacher. Ich habe nur ein Stück geschafft, mein zur Zeit Schwerstarbeit leistender Mann mit Mühe zwei.

Meiner Meinung nach kann man die Kalbsbratwurst übrigens auch getrost weglassen und hat dann eine feine vegetarische Lauch-Käse-Wähe 🙂

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: OLMA-Bratwurst-Lauch-Wähe
Kategorien: Kuchen, Pikant, Wurst, Gemüse, Käse
Menge: 1 Wähe 30 cm, 8 Stücke

Zutaten

2 Olma-Kalbsbratwürste à 160 g
1 Essl. Butter
500 Gramm Lauch, Weißes in Ringen, netto
Salz
Blätterteig, Kuchenteig oder Teig nach Wahl; auf
-Backpapier rund ausgewallt
2 Essl. Semmelbrösel; zum Bestreuen
200 Gramm Crème fraîche
2 Eier
Pfeffer
Muskatnuss; frisch gerieben
125 Gramm Gruyère; gerieben

Quelle

modifiziert nach einer Idee von
carnasuisse
Erfasst *RK* 26.09.2018 von
Petra Holzapfel

Zubereitung

Die Butter in einem weiten Topf erhitzen. Lauch hineingeben, salzen und bei sanfter Hitze dünsten, bis er anfängt, weich zu werden, die Flüssigkeit soll verdampft sein. Erkalten lassen.

Den Backofen mit einem Rost auf unterster Schiene auf 220°C vorheizen.

Den Teig mit dem Backpapier in eine Tarteform (30 cm Durchmesser) legen, etwas andrücken und mit einer Gabel mehrmals einstechen. Den Boden mit 2 El Semmelbrösel bestreuen.

Die Creme fraiche mit 2 Eiern und 50 g geriebenen Käse verquirlen, mit Salz, Pfeffer und Muskat würzen. Den Lauch zugeben, alles verrühren und auf dem Boden verteilen.

Die Bratwürste in etwa 2 cm breite Scheiben schneiden und auf die Lauchmasse legen. Die Wähe mit dem restlichen Gruyère bestreuen.

Das Blech in den Backofen schieben und etwa 35 Minuten backen, Falls die Oberfläche zu stark bräunt, mit Alufolie abdecken.

Dazu einen Blattsalat servieren.

Anmerkung Petra: schmeckt richtig gut, ist mit der Wurst allerdings ziemlich mächtig – ich habe nur 1 Stück geschafft. Man kann die Wurst auch weglassen und hat dann eine feine Lauch-Käse-Wähe.

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Irischer Hackfleisch-Kohl-Cobbler mit Scones

Ein halber Spitzkohl sollte verwendet werden. Also habe ich wieder einmal die Rezeptverwaltung befragt und bin bei diesem Rezept für einen Cobbler gelandet.

Irischer Hackfleisch-Kohl-Cobbler mit Scones

Der Cobbler ist in diesem Fall eine Art Ragout aus Hackfleisch, Spitzkohl und Tomaten, abgeschmeckt mit Worcestershiresauce. Belegt wird er mit runden Scheiben aus einem grob zusammengekneteten Käseteig, die dann im Backofen zu goldbraunen, knusprig-lockeren Scones aufgehen. Zum Servieren noch einen Klecks Sour Cream daraufgeben und genießen 🙂

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Irischer Hackfleisch-Kohl-Cobbler mit Scones
Kategorien: Auflauf, Hackfleisch, Kohl, Irland
Menge: 2 bis 3 Personen

Zutaten

H SCONES
50 Gramm   Cheddar; frisch gerieben (P: mittelalter Gouda)
125 Gramm   Mehl
1/2 Essl.   Backpulver
35 Gramm   Weiche Butter
60 ml   Milch
      Salz
H RAGOUT
1 Essl.   Butter
300 Gramm   Hackfleisch
1     Zwiebel; gehackt
300 Gramm   Spitzkohl; in Streifen
250 Gramm   Tomaten; gehäutet, gehackt (oder Dose)
1/2 Essl.   Mehl
125 ml   Brühe oder Wasser
1-2 Essl.   Worcestershiresauce
      Salz
      Pfeffer
H ZUM FERTIGSTELLEN
60 Gramm   Cheddar; frisch gerieben (P: mittelalter Gouda)
1 Essl.   Butter; in Flöckchen
  Etwas   Sour cream; zum Servieren (P: Schmand)
      Gehackte Petersilie; zum Bestreuen

Quelle

  stark modifiziert nach
  kochen&genießen 3/2014
  Erfasst *RK* 27.06.2018 von
  Petra Holzapfel

Zubereitung

Für die Scones Käse, Mehl, Backpulver, Butter, Milch und eine Prise Salz erst mit den Knethaken des Rührgerätes, dann mit den Händen zu einem Teig zusammenkneten. Nicht zu lange kneten: der Teig soll noch etwas krümelig und unregelmäßig aussehen. Teig etwas flach drücken und in Klarsichtfolie eingewickelt etwa 30 Minuten kalt stellen.

1 EL Butter in einer großen Pfanne erhitzen. Das Hackfleisch darin kräftig anbraten, am Schluss die Zwiebel mitbraten. Den Spitzkohl zugeben und mit anbraten. Nun die Tomaten zugeben und etwa 5 Minuten mitdünsten. 1/2 El Mehl darüberstäuben und unterrühren. Brühe oder Wasser angießen, aufkochen und 5 Minuten köcheln lassen. Mit Worcestershiresauce, Salz und Pfeffer abschmecken.

Den Backofen auf 200°C vorheizen.

Das Ragout in eine Auflaufform (hier etwa 25×15 cm) füllen.

Den Teig auf leicht bemehlter Arbeitsfläche gut 1 cm dick ausrollen. Mit einem runden Ausstecher (5 cm Durchmesser) Kreise ausstechen, dabei den restlichen Teig wieder zusammenlegen und erneut ausrollen (nicht kneten). Man erhält so etwa 10 Scones. Diese am Rand der Auflaufform auf die Hackmischung setzen und mit dem restlichen Käse und den Butterflöckchen bestreuen.

Den Cobbler im vorgeheizten Backofen etwa 25 Minuten backen, bis die Scones goldbraun sind.

Zum Servieren etwas sour cream in die Mitte der Form geben und mit gehackter Petersilie bestreut servieren.

Anmerkung Petra: Sehr schön! Die Scones sind schön fluffig und machen sich gut als "Beilage". Übrig gebliebene Scones schmecken auch kalt.

Mengenverhältnisse zum Original stark verändert, deutlich weniger Worcestershiresauce verwendet.

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Tarte mit Tomaten und Schafskäse

So langsam aber sicher geht die heimische Tomatenproduktion dem Ende entgegen. Einige Pflanzen sind schon komplett abgeerntet und wurden abgeschnitten, bei anderen warten noch ein paar letzte Früchte auf Sonnenstrahlen und etwas Wärme. Ob das noch was wird? Zur Zeit sieht es ja eher nicht so aus.

Tarte mit Tomaten und Schafskäse

Mit einer (letzten?) Schüssel voll bunter Cocktail- und Kirschtomaten habe ich jetzt noch eine Tarte gebacken. Damit der Boden nicht durchweicht , habe ich sie gehäutet, aufgeschnitten, mit Salz und Pfeffer gewürzt und abtropfen lassen. Letzte Feuchtigkeit fangen ein paar Semmelbrösel auf dem Teigboden auf. Etwas Würze bekommt der pikante Kuchen durch Schafskäse, den ich großzügig auf den Tomaten verteilt habe. Wenn man die Tarte auf dem untersten Rost in den Ofen schiebt, wird der Teig wunderbar knusprig 🙂

Eine (ganz ähnliche) Tomatentarte mit Ziegenfrischkäse habe ich übrigens schon 2009 gebacken, eine Tomatentarte mit Oliven und Sardellen 2007.

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Tarte mit Tomaten und Schafskäse
Kategorien: Kuchen, Pikant, Gemüse, Käse
Menge: 4 Personen

Zutaten

1     Rund ausgewellten Blätterteig 32 cm
      -Durchmesser
750 Gramm   Tomaten (Petra: Mix aus kleinen Cocktail- und
      -Kirschtomaten)
      Salz
      Pfeffer
2 Essl.   Semmelbrösel
200 Gramm   Schafskäse
175 Gramm   Sahne (P: 130 g Sahne, Rest saure Sahne)
2     Eier (L)
1 Teel.   Frische Thymianblättchen; gehackt

Quelle

  eigenes Rezept
  Erfasst *RK* 06.10.2017 von
  Petra Holzapfel

Zubereitung

Die Tomaten überbrühen, häuten und je nach Größe halbieren oder vierteln (größere Tomaten achteln). Die Tomaten in einer Schüssel mit Salz und Pfeffer bestreuen und etwa 1 Stunde ziehen lassen. Saft durch ein Sieb abgießen und anderweitig verwenden.

Den Backofen mit einem Rost auf unterster Schiene auf 220°C vorheizen.

Den Blätterteig mit Backpapier in eine Tarteform (30 cm Durchmesser) legen. Teig mit einer Gabel mehrfach einstechen und mit den Semmelbröseln bestreuen. Die Tomatenstücke gleichmäßig auf dem Teig verteilen. Den Schafskäse in kleine Würfel schneiden und auf die Tomaten streuen.

Die Sahne mit den Eiern und dem Thymian verrühren, pfeffern und leicht salzen. Den Guss auf den Tomaten verteilen.

Die Form auf der untersten Schiene einschieben und etwa 35-40 Minuten backen. Etwas abkühlen lassen und servieren.

Anmerkung Petra: Prima. Ich habe das Rezept in einer Variante mit Ziegenfrischkäse schon 2009 gemacht und gepostet.

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Zwiebelkuchen vom Blech

Untrennbar mit dem Beginn des Herbstes verbunden ist das Auftauchen des ersten bitzelnden jungen Weines, regional auch Federweißer, Sturm, Suser oder Sauser genannt. Und genau so untrennbar ist damit für mich Zwiebelkuchen verbunden! In meiner Jugend traf man sich in Tübingen gerne im alten Mayerhöfle zu Zwiebelkuchen und Neuem Wein. Mit Freude habe ich gesehen, dass diese Institution inzwischen wiederbelebt wurde 🙂

Zwiebelkuchen vom Blech

Ich habe diesen Zwiebelkuchen beim letzten Besuch von Sohn Moritz gemacht. Dafür habe ich mir das Rezept des Hefeteigs vom Kochfrosch aus Deutschland vegetarisch* geschnappt, allerdings die Hefemenge kräftig reduziert. Beim Belag bin ich bei meinem bewährten Schwäbischen Zwiebelkuchen geblieben. Da der Teig schon am Vortag zubereitet wird und der Belag auch schon einige Stunden im Voraus gemacht werden soll – er muss ja schließlich abkühlen, bevor er auf den Hefeteig kommt – ist das Rezept bestens Gäste-geeignet.

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Zwiebelkuchen vom Blech
Kategorien: Kuchen, Pikant, Herbst
Menge: 1 Blech

Zutaten

H TEIG
10 Gramm   Frischhefe (5 g reichen sicher auch)
1 Prise   Zucker
200 ml   Wasser
2 Essl.   Sonnenblumenöl
1 Teel.   Salz (7 g)
350 Gramm   Weizenmehl Type 405
      Mehl für die Arbeitsfläche
H BELAG
      Schmalz oder Öl; zum Schmoren
200 Gramm   Speck; in Würfeln oder Streifen
1 1/4 kg   Zwiebeln
H GUSS
375 ml   Sauerrahm
4 groß.   Eier
      Salz
      Pfeffer

Quelle

  Hefeteig modifiziert nach Deutschland vegetarisch
  Erfasst *RK* 01.10.2017 von
  Petra Holzapfel

Zubereitung

Für den Teig am Vorabend die Hefe mit einer Prise Zucker im Wasser auflösen. Mehl, Salz und Öl zugeben und alles mit den Knethaken des Handrührers zu einem glatten Teig verarbeiten. Die Schüssel mit dem Teig im Kühlschrank über Nacht gehen lassen (ich habe ihn anfangs zweimal einer Stretch & Fold-Prozedur unterworfen).

Für den Belag die Zwiebeln schälen und würfeln. Das Schmalz in einer großen Pfanne erhitzen und den Speck darin knusprig auslassen. Den Speck aus der Pfanne nehmen und die Zwiebeln zugeben, langsam unter öfterem Wenden weich schmoren, dabei salzen und pfeffern – sie sollen aber nicht braun werden. Die Zwiebeln abkühlen lassen. Die Hälfte des Specks unter die Zwiebeln mischen.

Für den Guss Sauerrahm mit Eiern, Salz und Pfeffer verrühren.

Den Backofen auf 220°C Ober-/Unterhitze vorheizen.

Ein Backblech mit Backpapier auslegen. Den Teig aus dem Kühlschrank nehmen auf einer leicht mit Mehl bestäubten Arbeitsfläche zu einem Rechteck von etwa 30×45 cm mit etwas dickerem Rand ausrollen, dabei gegebenenfalls kurz ruhen lassen, wenn er sich wieder zusammenzieht. Den Teig auf das vorbereitete Backblech legen. Den Zwiebelbelag auf dem Teig verteilen, den Guss darübergießen, mit dem restlichen Speck bestreuen.

Das Blech auf der untersten Schiene in den Backofen schieben und 25 Minuten backen, dann auf die mittlere Schiene setzen udn weitere 10 Minuten backen, bis der Kuchen leicht gebräunt ist.

Den Zwiebelkuchen warm mit neuem Wein (Federweißem) servieren.

Anmerkung Petra: Prima! Schön knuspriger Boden, saftiger Belag. Das Rezept ist ein Mix aus meinem alten Zwiebelkuchenbelag auf einem Boden nach Stevan Paul, bei dem ich allerdings die Hefe kräftig reduziert habe.

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