St. Galler Käsekugeln auf Löwenzahn-Rucola-Salat

Seit 3 Monaten haben wir ein Käse-Abo, das uns monatlich mit 5-6 wechselnden Sorten Käse versorgt. Bis jetzt gefällt uns das prima, da man dadurch viel Neues und Spannendes kennenlernt.

In der März-Lieferung war ein Kobelwälder Gourmetrahm, ein vollfetter Halbhartkäse nach traditionellem Rezept aus einer kleinen Dorfkäserei im Schweizer Kanton St. Gallen.

Der hat mich auf die Idee gebracht, etwas mit diesem Käse für die kulinarische Weltreise zu machen, die uns im April ja bekanntlich in die Schweiz führt.

Käse und St. Gallen: die gezielte Suche bringt einen schnell zu St. Galler Käsekugeln oder auch Klosterkäsekugeln. Klosterkäsekugeln deshalb, weil die Kugeln oft mit dem St. Galler Klosterkäse zubereitet werden, der eine schnittfeste, aber weiche Konsistenz aufweist, also genau wie mein Gourmetrahm.

St. Galler Käsekugeln

Hergestellt werden die Käsekugeln aus einem Brandteig, der entweder mit geriebenem Käse vermischt oder aber mit Käsewürfelchen gefüllt und dann im heißen Fett schwimmend ausgebacken wird. Ich habe mich für die Version mit geriebenem Käse entschieden. Das Ganze ist fix gemacht und völlig problemlos zu bewerkstelligen.

In einem Rezept wurde als Beilage „Apfelmus, Salat, Rotkraut, Tomaten- oder andere Gemüsesauce“ empfohlen. Mir gefällt zu den knusprigen Käsekugeln allerdings ein frischer, etwas herber Salat mit einem Rotweindressing deutlich besser. Rucola war noch im Kühlschrank, frischen Löwenzahn habe ich einfach von der Wiese im Garten geholt 🙂

Löwenzahn

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: St. Galler Käsekugeln auf Löwenzahn-Rucola-Salat
Kategorien: Snack, Käse, Frittieren, Schweiz
Menge: 20 Stück

Zutaten

H KÄSEKUGELN
100 ml Wasser
50 ml Milch
30 Gramm Butter
1/4 Teel. Salz
Pfeffer
Muskatnuss
90 Gramm Mehl
2 Eier
100 Gramm St. Galler Käse (Klosterkäse); gerieben*
Öl; zum Ausbacken
H SALAT
75 Gramm Löwenzahn und Rucola; gut gewaschen und trocken
-geschleudert
4 Radieschen; in Scheiben
4 Kirschtomaten; in Vierteln
H DRESSING
1 1/2 Essl. Rotweinessig
1 Schalotte; fein gehackt
Salz
Pfeffer
1/2 Teel. Honig-Senf
3 Essl. Öl

Quelle

modifiziert nach
Annemarie Wildeisen Kochen 06|2007 sowie
Swissmilk
Erfasst *RK* 07.04.2021 von
Petra Holzapfel

Zubereitung

In einem kleinen Topf Wasser, Milch, Butter und Gewürze aufkochen. Das Mehl in einem Schwung, also alles auf einmal unter kräftigem Rühren mit dem Kochlöffel dazugeben und abbrennen, d.h. auf mittlerem Feuer so lange weiterrühren, bis der Teig glatt ist und einen Kloss bildet, der sich vom Topf löst und einen weißen Belag am Topfboden hinterlässt. Die Masse in eine Rührschüssel geben.

Ein Ei dazugeben und mit dem Handrührer so lange rühren, bis die Masse glatt ist, dann das zweite Ei unterrühren. Zum Schluss den Käse unterrühren.

Mit einem Löffel von der Masse gut walnussgroße Stücke abnehmen und auf einen leicht geölten Teller setzen.

Das Öl in einem großen Topf oder einer Fritteuse auf 175°C erhitzen. Die Kugeln portionsweise ins heiße Öl geben und in etwa 3-4 Minuten goldbraun ausbacken.

Auf Küchenpapier abtropfen lassen und sofort zum Salat servieren.

Salat: Alle Zutaten fürs Dressing verrühren. Salate, Radieschen und Tomaten mit dem Dressing vermischen und auf große Teller verteilen. Einige frisch gebackene Käsebällchen auf den Salat geben, die restlichen auf einer Platte separat dazu reichen.

Anmerkung Petra: Die Kugeln sind schön knusprig und leicht. Wir haben das obige Rezept für 2 als Hauptspeise gegessen.

*Man kann den Käse auch in Würfelchen schneiden, dann benötigt man für das obige Rezept nach Wildeisen 200 g Käse. In dem Fall nimmt man 1 gehäuften Esslöffel Brandteig ab und drückt dahinein ein Stück Käse und umhüllt es vollständig mit Teig.

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Die Rezepte der Mitreisenden (wird im Laufe des Monats ergänzt):

Cornelia von SilverTravellers mit Zürcher Geschnetzeltes – ohne Fix schnell auf den Tisch
Petra aka Cascabel von Chili und Ciabatta mit Tösstaler Sunntigsbroote mit prötlete Härdöpfel
Britta von Brittas Kochbuch mit Schweizer Rösti
Barbara von Barbaras Spielwiese mit Rüeblicake (Schweizer Karotten-Mandel-Kastenkuchen)
Wilma von Pane-Bistecca mit Soledurner Wysuppe
Britta von Brittas Kochbuch mit Aargauer Rüeblitorte
Sonja von fluffig & hart mit Aargauer Rüeblitorte
Dirk von low-n-slow mit Grillierte Forelle mit Mandelbutter
Conny von food for the soul mit Pane Ticinese – das Tessiner Brot
Wilma von Pane-Bistecca mit Salzige Zigerchrapfen
Tina von Küchenmomente mit Roggenbrot Walliser Art
Kathrina von Küchentraum & Purzelbaum mit Schweizer Butterweggli
Britta von Backmaedchen 1967 mit Schweizer Apfel-Wähe mit Joghurtguss
Wilma von Pane-Bistecca mit Gemuese Suelzli
poupou von poupous geheimes laboratorium mit Zuger Kirschtorte
Susanne von magentratzerl mit Ghackets mit Baumnüssen und Kartoffelstock
Tina von Küchenmomente mit Rhabarber-Quark-Wähe
Britta von Brittas Kochbuch mit Älplermagronen
Wilma von Pane-Bistecca mit Schweizer Ruchbrot
Volker von Volkermampft mit Bürli – leckere Frühstücksbrötchen aus der Schweiz
Petra aka Cascabel von Chili und Ciabatta mit la torta da üdrion – Tessiner Heidelbeertarte
Wilma von Pane-Bistecca mit Chuegeli Pastetli

Bombay-Schnecken

Auf meinem Geburtstagstisch lag das viel gelobte Asien vegetarisch* von Meera Sodha, deren Hasselback-Sellerie ich kürzlich ausprobiert habe.

Bombay-Schnecken

Als Einstiegsrezept habe ich mir ihre Bombay-Schnecken vorgenommen, da gerade reichlich frisches Koriandergrün und Minze im Haus war. Das Rezept ist in Abwandlung des Bombay-Sandwiches entstanden, bei dem zwischen Weißbrotscheiben neben einem Koriander-Minz-Chutney noch Gemüse wie Tomaten, Zwiebeln und Gurke eingeschichtet wird, oft wird das Sandwich gegrillt. Sodha verwendet dagegen Blätterteig im Block als Knusperhülle für ihre Schnecken. Ich habe Butterblätterteigplatten verwendet, die eine fast unglaublich kurze Zutatenliste haben: Weizenmehl, 30% Butter, Wasser, jodiertes Speisesalz. Punkt. Sonst nix. So gefällt mir das 🙂

Making of

Aus den frischen Kräutern, grünen Chilischoten, Kreuzkümmel, Zitronensaft und Salz mixt man ein dickes Chutney (für diese Zwecke möchte ich die im Herbst erstandene Gewürzmühle* nicht mehr missen), das auf den ausgerollten Blätterteig (gestrichen wird. Darauf kommt geriebener Cheddar und dünn geschnittene Zwiebelringe. Nach dem Aufrollen schneidet man das Teigstück in dicke Scheiben. Hier setzt auch mein einziger Kritikpunkt an, der aber vielleicht einfach meine persönliche Meinung ist: meine Scheiben waren zwar mit 3,5 cm Breite schon etwas schmaler als das Original mit 4 cm, die Schnecken sind aber dennoch ganz schön hoch. Hier würde ich beim nächsten Mal die Rolle nicht in 4, sondern in 5 oder sogar 6 dünnere Scheiben schneiden.

Geschmacklich gibt es an diesem Snack überhaupt nichts auszusetzen: die blättrigen Schnecken sind wunderbar würzig-pikant und waren hier ein willkommener Freitag-Abend-Start ins Wochenende.

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Bombay-Schnecken
Kategorien: Gebäck, Pikant, Kräuter, Käse, Indien
Menge: 4 bis 6 Stück

Zutaten

30 Gramm Frisches Koriandergrün; grob gehackt
10 Gramm Frische Minze; Blättchen abgezupft, grob gehackt
1 Grüne Chilischote; entkernt, grob gehackt
1 Teel. Zitronensaft
1/2 Teel. Gemahlener Kreuzkümmel
3/4 Teel. Salz
1 Essl. Rapsöl
250 Gramm TK-Butterblätterteig (P: Packung mit 4 Scheiben)
50 Gramm Gereifter Cheddar; fein gerieben
1-2 Schalotten oder kleine rote Zwiebel; in dünnen
-Scheiben
1 Ei; mit etwas Salz verquirlt; zum Bestreichen

Quelle

modifiziert nach Meera Sodha
Asien vegetarisch
Erfasst *RK* 21.03.2021 von
Petra Holzapfel

Zubereitung

Den Backofen auf 220°C vorheizen, ein Backblech mit Backpapier belegen.

Bei Verwendung von TK-Teigblättern: Die gefrorenen Teigblätter nebeneinander legen und etwa 10 Minuten auftauen lassen.

Koriander, Minze und Chilischoten im Mixer (P: Gewürzmühle) mit Zitronensaft, Kreuzkümmel, Salz und Öl zu einem dicken, streichfähigen Chutney pürieren. Der Mix soll scharf, würzig, salzig und sauer schmecken, gegebenenfalls noch nachbessern (P: passte bei mir perfekt).

Die Arbeitsfläche mit etwas Mehl bestäuben. Die Teigblätter vom anhaftenden Mehl befreien, übereinanderlegen und auf 30 x 16 cm ausrollen. Den Teig mit dem Korianderchutney bestreichen, dabei an einem kurzen Ende etwa 2,5 cm frei lassen. Den Cheddar und die Zwiebeln auf dem Chutney verteilen. Den Teig von der bestrichenen kurzen Seite her fest aufrollen. Die Rolle in Scheiben schneiden: im Original sind es 4 Scheiben à 4 cm, mir gefallen etwas schmalere Scheiben besser.

Die Rollen mit einem Abstand von 5 cm auf dem Backblech verteilen und die Schnittflächen mit Ei bestreichen*.

Die Schnecken im Backofen etwa 25-30 Minuten backen, bis die Oberseite goldbraun und der Blätterteig durchgehend knusprig ist.

Anmerkung Petra: wunderbar knusprige und sehr aromatisch-pikante Blätterteigschnecken. Im Original sind sie allerdings sehr hoch, ich würde sie beim nächsten Mal flacher machen und 5 oder sogar 6 Stücke aus der Rolle schneiden.

*Evtl. könnte man die Oberfläche auch noch mit etwas Käse bestreuen.

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Crispy Cheesy Pan Pizza

Die King Arthur Baking Company hat ihr Rezept der Jahres 2020 gekürt: die Crispy Cheesy Pan Pizza, eine Pizza mit einem extra dicken, aber sehr luftigen Teig, belegt mit Käse, der beim Backen in einer schmiedeeisernen Pfanne zu einem knusprigen Belag schmilzt. Klang gut und musste getestet werden, zumal der echte Arbeitsaufwand als minimal beschrieben wurde – nur rechtzeitig anfangen sollte man.

fertige Pan Pizza

Das Ergebnis kann sich in der Tat sehen lassen 🙂 Wir sind zwar normalerweise Liebhaber von dünnen, knusprigen Pizzateigen wie hier (bitte nach unten durchscrollen), aber zwischendurch ist so eine Pfannenpizza durchaus eine Alternative. Ich habe die fertig gebackenen Stücke noch mit etwas Parmaschinken und Rucola aufgehübscht, das muss aber gar nicht unbedingt sein.

Teig Collage 1

Die Herstellung habe ich fotografisch festgehalten. Am Vortag braucht man eine Stunde, in der man den Teig 45 Sekunden grob zusammenrührt (das kann mit der Maschine, aber genausogut auch von Hand passieren). Im Abstand von jeweils 5 Minuten schließt sich ein 4maliges Dehnen und Falten an (braucht jeweils maximal 30 Sekunden), dabei wird der Teig deutlich glatter. Dann darf der Teig noch für 40 Minuten bei Raumtemperatur stehen, bevor er über Nacht in den Kühlschrank wandert. Dort sollte er mindestens 12 und maximal 72 Stunden verbringen.

Teig Collage 2

3 Stunden vor dem Essen nimmt man die Schüssel aus dem Kühlschrank: der Teig ist blasig aufgegangen. Man gibt ihn nun in eine geölte schmiedeeiserne Pfanne, wendet ihn im Öl und drückt den Teig mit den Fingerspitzen auseinander, bis er den Rand der Pfanne erreicht. Meist zieht er sich nochmal etwas zusammen, deshalb wiederholt man das nach 15 Minuten noch einmal.

Crispy Cheesy Pan Pizza

Nach 2 Stunden  bei Raumtemperatur wird der komplette Teig mit reichlich geriebenem Käse (z.B. schnittfestem geriebenem Mozzarella, aber auch Gouda o.ä.) bestreut und mit etwas Tomatensauce nach Wahl bekleckst. Darauf kommt eine zweite, dünnere Käseschicht, dann geht die Pfanne für etwa 22-25 Minuten in den Backofen.

Anschnitt

Im Anschnitt sieht man den sehr luftigen Teig und den saftig-knusprigen Belag – da ist überhaupt nichts trocken.

Die ganze aktive Arbeit erledigt sich in der Tat ganz entspannt nebenher – und die fertige Pfannenpizza hat uns richtig gut gefallen. Das ist auch ein schöner Snack, den man Freunden zu einem Glas Wein anbieten kann – wenn man denn irgendwann mal wieder jemand einladen darf 😉

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Crispy Cheesy Pan Pizza – Pfannenpizza
Kategorien: Pizza, Käse
Menge: 2 bis 3 Personen, 1 Pfanne 23 cm Durchmesser

Zutaten

H BODEN
240 Gramm Weizenmehl Type 550
4,8 Gramm Salz
1/2 Teel. Trockenhefe oder 4 g Frischhefe
170 ml Lauwarmes Wasser
13 Gramm Olivenöl
H FÜR DIE PFANNE
18 Gramm Olivenöl
H BELAG
170 Gramm Schnittfester Mozzarella; gerieben; getrennte
-Verwendung
120 Gramm Pizzasauce nach Wahl (P: selbst gemacht)
H PETRA ZUSÄTZLICH
30 Gramm Mittelalter Gouda; grob geraffelt
Parmaschinken
Rucola

Quelle

King Arthur Baking
Erfasst *RK* 06.01.2021 von
Petra Holzapfel

Zubereitung

Rechtzeitig, mindestens am Vortag beginnen.

Mehl, Salz, Hefe, Wasser und 13 g Olivenöl in die Schüssel der Küchenmaschine geben und mit dem K-Haken etwa 30-45 Sekunden vermischen oder alles in eine normale Schüssel geben und von Hand etwa 1 Minute verrühren, bis man einen groben Teig ohne trockene Stellen erhält. Den Teig mit einem Gummiwischer von den Wänden schaben und am Schüsselboden zu einem Teigball formen, die Schüssel abdecken. Nach 5, 10, 15 und 20 Minuten den Teig jeweils dehnen und falten, er wird dadurch deutlich glatter. Die Schüssel noch 40 Minuten bei Raumtemperatur stehen lassen, dann für mindestens 12 Stunden und maximal 72 Stunden in den Kühlschrank stellen.

Etwa drei Stunden vor dem geplanten Servieren die Schüssel aus dem Kühlschrank holen. Eine schmiedeeiserne Pfanne (Durchmesser am Boden etwa 23 cm) mit 18 g Olivenöl ausstreichen. Den Teig in die Pfanne geben und einmal wenden, damit er mit Öl überzogen ist. Den Teig nun mit den Fingerspitzen auseinanderdrücken, so dass er den kompletten Boden bedeckt. Abgedeckt 15 Minuten stehen lassen, und nochmal auseinanderdrücken, da sich der Teig wahrscheinlich wieder etwas zusammengezogen hat. Bei Bedarf noch ein drittes Mal nach weiteren 15 Minuten wiederholen (war bei mir nicht notwendig).

Den Teig nun abgedeckt 2 Stunden aufgehen lassen.

Etwa 30 Minuten vor dem Servieren den Backofen auf 230°C vorheizen, dabei einen Rost auf unterster und einen auf mittlerer Schiene einschieben.

Direkt vor dem Backen den gesamten Boden mit 120 g Mozzarella bestreuen, keinen Rand lassen. Nun die Tomatensauce in Klecksen auf dem Käse verteilen und den restlichen Käse darüber streuen. Ich habe hier zusätzlich noch etwa 30 g Gouda verwendet.

Die Pfanne auf den untersten Rost stellen und etwa 18-20 Minuten backen, bis der Käse brodelt und die Oberfläche goldbraun wird. Jetzt mit einem Spatel den Rand der Pizza leicht anheben: sie sollte auch auf der Unterseite schön gebräunt sein. Bei mir war der Boden noch recht hell, ich habe deshalb die Pizza noch 4 Minuten direkt auf dem Boden des Ofens gestellt. Falls der Boden schon braun ist, die Oberfläche aber noch blass, die Pizza für 2-4 Minuten auf den obersten Rost stellen.

Die Pfanne aus dem Ofen nehmen und die Pizza mit einem Messer vom Rand lösen (geht sehr gut), dann die Pizza auf ein Schneidbrett geben und in Stücke schneiden.

Anmerkung Petra: Der Teig ist zwar dick, aber sehr luftig und überhaupt nicht trocken, der Belag schön saftig mit knusprigen Rändern. Der Arbeitsaufwand an beiden Tagen ist wirklich minimal! Bietet sich deshalb auch als kleiner Gästesnack an. Für größere Mengen 2 Pfannen machen.

Ich habe nach dem Backen Parmaschinken und Rucola auf die Stücke gegeben, das passt prima, ist aber nicht unbedingt notwendig. Man kann die Pizza auch noch mit anderen Dingen belegen, das sollte aber nicht zu üppig werden. Kleine Salamischeiben bieten sich an, Gemüse sollte vorgegart sein. Frische Kräuter (Basilikum) und etwas frisch geriebener Käse (Parmesan o.ä.) ist auch möglich.

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Pizza Bianca mit Sellerie und Scamorza

Aus dem Urlaub haben wir einen Scamorza mitgebracht. Bei der Recherche, was ich damit anfangen könnte, bin ich bei dieser Pizza bianca mit Sellerie und Scamorza mit ausgesprochen positiven Kommentaren gelandet.

Pizza bianca mit Sellerie und Scamorza

Pizza mit Sellerie? Das klang schon außergewöhnlich, das musste ich probieren. Für dieses Experiment traf es sich gut, dass ich alleine zu Hause war und sich im Tiefkühler noch ein Rest eingefrorener Pizzateig von diesem Pizza-Essen (Teig nach Dietmar Kappl) befand.

Sellerie

Sellerie wächst dieses Jahr auf dem Hochbeet, also habe ich gleich eine Knolle augegraben.

Pizza bianca mit Sellerie und Scamorza

Geändert habe ich die Vorgehensweise. Im Bon Appetit-Rezept wird der geölte Pizzateig 5 Minuten vorgebacken und dann erst der Belag daraufgelegt. Das erschien mir etwas unpraktisch. Ich backe die Pizza heißer, die ist nach 5 Minuten schon fast fertig. Also habe ich die Selleriescheiben zuerst in einer Pfanne in etwas Öl leicht angebraten, bis sie anfingen, weich zu werden. Abgekühlt wurden sie dann mit Scamorza, roten Zwiebeln, frischem Thymian (im Original ist es Oregano) und etwas Parmesan auf den Pizzaboden gepackt. Im Original kommen noch Kapern dazu, das gefiel mir in hier aber nicht. Bei 275°C auf dem heißen Backstein betrug die Backdauer gerade mal 6-7 Minuten.

Mein Fazit: eine Kombination, die schmeckt! Der Belag ist eher mild-würzig, der Sellerie drängt sich nicht in den Vordergrund, macht den Geschmack aber schön rund.

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Pizza Bianca mit Sellerie und Scamorza
Kategorien: Pizza, Gemüse, Käse
Menge: 1 Kleine Pizza

Zutaten

150 Gramm Pizzateig nach Wahl
80 Gramm Scamorza; in dünnen Scheiben
100 Gramm Sellerie in 8 sehr dünnen Scheiben*
Olivenöl
Salz
Pfeffer
1/2 klein. Rote Zwiebel; in dünnen Scheiben
Frischer Thymian; Blättchen abgezupft
15-20 Gramm Parmesan; frisch gerieben

Quelle

modifiziert nach
Dawn Perry Bon Appétit January 2014
Erfasst *RK* 05.10.2020 von
Petra Holzapfel

Zubereitung

Rechtzeitig den Backofen mit einem Backstein auf 175°C vorheizen.

Die Selleriescheiben salzen und pfeffern. Etwas Olivenöl in einer beschichteten Pfanne erhitzen und die Selleriescheiben darin von beiden Seiten bei nicht zu großer Hitze anbraten. Sie sollen keine Farbe nehmen, aber etwas weich werden. Sellerie herausnehmen und auf einem Teller abkühlen lassen.

Den Pizzateig auf etwa 25 cm Durchmesser ausziehen und auf Backpapier legen. Den Boden erst mit Scamorza, dann mit den Selleriescheiben dicht belegen. Die roten Zwiebelstreifen, Thymian und Parmesan darüberstreuen.

Die Pizza mit Hilfe eines Backschiebers in den heißen Ofen einschießen und etwa 6-7 Minuten backen, bis der Boden bräunt und der Käse zerläuft.

Die Pizza herausnehmen, mit frischem Pfeffer übermahlen und servieren.

Anmerkung Petra: gemacht mit einem Rest eingefrorenen Pizzateig. Die Kombination hat mir sehr gut gefallen!

*den Sellerie am besten auf der Maschine sehr dünn aufschneiden

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Chili-Käse-Sablés

Nach längerer Zeit war Tochter Kathi samt Familie mal wieder für einige Tage  zu Besuch im Bayerwald. Helmut hatte sich zu diesem Anlass ganz uneigennützig 😉 pikante Kekse gewünscht.

Chili-Käse-Sablés Dose

Das gab Gelegenheit, die Chili-Käse-Sablés auszuprobieren, die ich schon vor längerer Zeit auf der Webseite von Anjali Pathak gefunden hatte. Die bestehen zu etwa gleichen Mengen aus Mehl, Butter und Käse und bekommen dadurch eine angenehm zarte Konsistenz. Aromatisiert sind sie mit Senfpulver und Chiliflocken, was sie sehr würzig macht. Pathak empfiehlt Thymian und/oder Rosmarin als nicht-scharfe Alternative.

Chili-Käse-Sablés Wein

Hier verschwanden die Kekse recht schnell bei einem Glas Terrassenwein 😉

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Chili-Käse-Sablés
Kategorien: Keks, Pikant, Käse
Menge: 28 bis 30 Stück

Zutaten

80 Gramm Mehl
1/4 Teel. Salz
1/4 Teel. Senfpulver (optional, P: Colemans)
1 Teel. Chiliflocken; Menge nach Geschmack anpassen (P:
-Piment d’Espelette)
75 Gramm Eiskalte Butter; in Flöckchen
75 Gramm Parmesan; frisch gerieben
1/2 Teel. Wasser
1 Ei; zum Bestreichen
Fleur de sel; zum Bestreuen

Quelle

Anjali Pathak
Erfasst *RK* 13.07.2020 von
Petra Holzapfel

Zubereitung

Mehl, Salz, Senfpulver und Chiliflocken in einen Food Processor geben und mischen. Nun die kalte Butter in Flöckchen zugeben und erneut mischen, bis sich Krümel bilden.

Jetzt den Käse und 1/2 Tl Wasser zugeben und erneut pulsierend mischen, bis die Masse zusammenkommt.

Den Teigball auf die leicht bemehlte Arbeitsfläche geben und schnell zu einer Rolle mit etwa 5 cm Durchmesser formen. Diese in Klarsichtfolie wickeln und mindestens 1-2 Stunden kalt stellen.

Den Backofen auf 180°C vorheizen. Zwei Backbleche mit Backpapier belegen.

Die Rolle aus dem Kühlschrank nehmen und in etwa 1/2 cm dicke Scheiben schneiden, diese mit Abstand auf die Bleche verteilen.

Die Kekse mit verquirltem Ei bestreichen und mit Salzflocken und nach Belieben Chiliflocken bestreuen.

Die Kekse etwa 9-11 Minuten auf Sicht backen, sie sollen gerade eben goldbraun werden. Abkühlen lassen, dann in einer Blechdose aufbewahren,

Anmerkung Petra: Wenig aufwändig, ganz einfach. Sehr schön zarte Kekse mit pikantem Käsegeschmack.

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Blätterteigtaschen mit Spargel und Schinken

Ich hoffe, Ihr habt die Osterfeiertage bei herrlichen Frühsommerwetter ausgiebig genossen! Hier war das Haus wieder richtig voll – in wechselnder Besetzung trafen alle drei Kinder, teilweise samt Partner und 2 gut einjährige Enkelkinder aufeinander. Da rührt sich etwas 🙂 Ostersonntag waren wir dann allerdings nur noch 4 Erwachsene und 2 Kleinkinder.

Spargeltaschen

Bei Fox and Briar hatte ich Prosciutto Asparagus Puff Pastry Bundles gesehen. Die machen wenig Arbeit und sind somit perfekt für’s Osterfrühstück oder einen entspannten Brunch.

Spargeltaschen offen

Den Butterblätterteig mit erfreulicher Zutatenliste (Weizenmehl, 30% Butter, Wasser, jodiertes Speisesalz (Speisesalz, Kaliumjodat)  hatte ich bei Edeka mitgenommen, den ersten deutschen grünen Spargel auf dem Wochenmarkt. Die gekürzten Stangen werden mit Olivenöl benetzt, gewürzt und dann auf den mit dünnem Rohschinken belegten Blätterteig gelegt. Etwas geriebenen Gruyère daraufgeben, jeweils zwei Ecken zusammenklappen, mit Ei bestreichen und ab geht’s in den Backofen.

Die abgeschnittenen Stängelreste und den restlichen Spargel habe ich übrigens wieder einmal zu diesem köstlichen Spargelpesto verarbeitet.

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Blätterteigtaschen mit Spargel und Schinken
Kategorien: Teigtasche, Gefüllt, Gemüse, Brunch, Ostern
Menge: 4 Stück

Zutaten

4 Scheiben Butterblätterteig (Edeka, 240 g)
16 Dünne Stangen grüner Spargel; auf 12-13 cm
-gekürzt (waren hier 125 g netto)
Etwas Olivenöl
Salz
Pfeffer
8 Scheiben Rohschinken; sehr dünn geschnitten
50 Gramm Gruyère; frisch gerieben
H ZUM BESTREICHEN
1 Ei; verschlagen

Quelle

nach
Fox and Briar
Erfasst *RK* 27.04.2019 von
Petra Holzapfel

Zubereitung

Den Backofen auf 225°C vorheizen. Ein Backblech mit Backpapier auslegen.

Die nach Anweisung aufgetauten Blätterteigscheiben auf bemehlter Arbeitsfläche leicht ausrollen, auf das Backpapier legen.

Die Spargelstangen mit Olivenöl benetzen, salzen und pfeffern.

Die Blätterteigscheibe mit je 2 Scheiben Schinken auslegen (ich habe die Scheiben quer geteilt und mit den Schnittflächen nach außen daraufgelegt). Jeweils 4 Spargelstangen diagonal darauflegen, mit geriebenem Käse bestreuen. Zwei gegenüberliegende Ecken über dem Spargel zusammenschlagen und gut zusammendrücken. Die Spargelpäckchen mit verquirltem Ei bestreichen und für 15-20 Minuten in den Backofen schieben, bis der Blätterteig schön gebräunt ist.

Anmerkung Petra: kleiner Snack, macht wenig Arbeit, perfekt für das Osterfrühstück.

Den Rest des grünen Spargels habe ich zu Sabines Spargelpesto verarbeitet.

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