OLMA-Bratwurst-Lauch-Wähe

Durch einen Kommentar bei Instagram wurde ich im Urlaub auf die St. Galler Bratwurst aufmerksam.  Schnell gegoogelt und eine informative Seite gefunden, die folgende Erklärung (und noch weitere ausführliche Info) liefert:

Die St. Galler Bratwurst ist eine feine, weiße, gebrühte Bratwurstspezialität aus St. Gallen… Den Namen OLMA-Bratwurst hat die St. Galler Bratwurst von der alljährlich statt findenden OLMA (Ostschweizer Land- und Milchwirtschaftsausstellung), auf der sie traditionell von den Besuchern verzehrt wird.

Das macht natürlich neugierig. Beim letzten Einkauf vor der Heimreise ist also eine Packung mit 2 OLMA-Kalbsbratwürsten in den Einkaufswagen gewandert, jede wiegt 160 g. Traditionell wird die Wurst mit Bürli oder Brot, aber ohne Senf oder Ketchup verzehrt.

Bei der Suche, was man sonst noch mit der Bratwurst anstellen könnte, bin ich auf dieses Rezept beim Schweizer Fleisch-Fachverband gestoßen – das gefiel mir besser als die puristische Wurst 😉

Ich habe es etwas abgewandelt: ich hatte nur 2 Bratwürste (was völlig ausreichend war!), den Lauch gedünstet und nicht gedämpft, für den Belag dann Cème fraîche mit Eiern, etwas Käse und dem gedünsteten Lauch vermischt. Dazu gab es einen Blattsalat mit roten Zwiebeln. Die Wähe hat uns prima geschmeckt, ist allerdings ein echter Sattmacher. Ich habe nur ein Stück geschafft, mein zur Zeit Schwerstarbeit leistender Mann mit Mühe zwei.

Meiner Meinung nach kann man die Kalbsbratwurst übrigens auch getrost weglassen und hat dann eine feine vegetarische Lauch-Käse-Wähe 🙂

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: OLMA-Bratwurst-Lauch-Wähe
Kategorien: Kuchen, Pikant, Wurst, Gemüse, Käse
Menge: 1 Wähe 30 cm, 8 Stücke

Zutaten

2 Olma-Kalbsbratwürste à 160 g
1 Essl. Butter
500 Gramm Lauch, Weißes in Ringen, netto
Salz
Blätterteig, Kuchenteig oder Teig nach Wahl; auf
-Backpapier rund ausgewallt
2 Essl. Semmelbrösel; zum Bestreuen
200 Gramm Crème fraîche
2 Eier
Pfeffer
Muskatnuss; frisch gerieben
125 Gramm Gruyère; gerieben

Quelle

modifiziert nach einer Idee von
carnasuisse
Erfasst *RK* 26.09.2018 von
Petra Holzapfel

Zubereitung

Die Butter in einem weiten Topf erhitzen. Lauch hineingeben, salzen und bei sanfter Hitze dünsten, bis er anfängt, weich zu werden, die Flüssigkeit soll verdampft sein. Erkalten lassen.

Den Backofen mit einem Rost auf unterster Schiene auf 220°C vorheizen.

Den Teig mit dem Backpapier in eine Tarteform (30 cm Durchmesser) legen, etwas andrücken und mit einer Gabel mehrmals einstechen. Den Boden mit 2 El Semmelbrösel bestreuen.

Die Creme fraiche mit 2 Eiern und 50 g geriebenen Käse verquirlen, mit Salz, Pfeffer und Muskat würzen. Den Lauch zugeben, alles verrühren und auf dem Boden verteilen.

Die Bratwürste in etwa 2 cm breite Scheiben schneiden und auf die Lauchmasse legen. Die Wähe mit dem restlichen Gruyère bestreuen.

Das Blech in den Backofen schieben und etwa 35 Minuten backen, Falls die Oberfläche zu stark bräunt, mit Alufolie abdecken.

Dazu einen Blattsalat servieren.

Anmerkung Petra: schmeckt richtig gut, ist mit der Wurst allerdings ziemlich mächtig – ich habe nur 1 Stück geschafft. Man kann die Wurst auch weglassen und hat dann eine feine Lauch-Käse-Wähe.

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Irischer Hackfleisch-Kohl-Cobbler mit Scones

Ein halber Spitzkohl sollte verwendet werden. Also habe ich wieder einmal die Rezeptverwaltung befragt und bin bei diesem Rezept für einen Cobbler gelandet.

Irischer Hackfleisch-Kohl-Cobbler mit Scones

Der Cobbler ist in diesem Fall eine Art Ragout aus Hackfleisch, Spitzkohl und Tomaten, abgeschmeckt mit Worcestershiresauce. Belegt wird er mit runden Scheiben aus einem grob zusammengekneteten Käseteig, die dann im Backofen zu goldbraunen, knusprig-lockeren Scones aufgehen. Zum Servieren noch einen Klecks Sour Cream daraufgeben und genießen 🙂

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Irischer Hackfleisch-Kohl-Cobbler mit Scones
Kategorien: Auflauf, Hackfleisch, Kohl, Irland
Menge: 2 bis 3 Personen

Zutaten

H SCONES
50 Gramm   Cheddar; frisch gerieben (P: mittelalter Gouda)
125 Gramm   Mehl
1/2 Essl.   Backpulver
35 Gramm   Weiche Butter
60 ml   Milch
      Salz
H RAGOUT
1 Essl.   Butter
300 Gramm   Hackfleisch
1     Zwiebel; gehackt
300 Gramm   Spitzkohl; in Streifen
250 Gramm   Tomaten; gehäutet, gehackt (oder Dose)
1/2 Essl.   Mehl
125 ml   Brühe oder Wasser
1-2 Essl.   Worcestershiresauce
      Salz
      Pfeffer
H ZUM FERTIGSTELLEN
60 Gramm   Cheddar; frisch gerieben (P: mittelalter Gouda)
1 Essl.   Butter; in Flöckchen
  Etwas   Sour cream; zum Servieren (P: Schmand)
      Gehackte Petersilie; zum Bestreuen

Quelle

  stark modifiziert nach
  kochen&genießen 3/2014
  Erfasst *RK* 27.06.2018 von
  Petra Holzapfel

Zubereitung

Für die Scones Käse, Mehl, Backpulver, Butter, Milch und eine Prise Salz erst mit den Knethaken des Rührgerätes, dann mit den Händen zu einem Teig zusammenkneten. Nicht zu lange kneten: der Teig soll noch etwas krümelig und unregelmäßig aussehen. Teig etwas flach drücken und in Klarsichtfolie eingewickelt etwa 30 Minuten kalt stellen.

1 EL Butter in einer großen Pfanne erhitzen. Das Hackfleisch darin kräftig anbraten, am Schluss die Zwiebel mitbraten. Den Spitzkohl zugeben und mit anbraten. Nun die Tomaten zugeben und etwa 5 Minuten mitdünsten. 1/2 El Mehl darüberstäuben und unterrühren. Brühe oder Wasser angießen, aufkochen und 5 Minuten köcheln lassen. Mit Worcestershiresauce, Salz und Pfeffer abschmecken.

Den Backofen auf 200°C vorheizen.

Das Ragout in eine Auflaufform (hier etwa 25×15 cm) füllen.

Den Teig auf leicht bemehlter Arbeitsfläche gut 1 cm dick ausrollen. Mit einem runden Ausstecher (5 cm Durchmesser) Kreise ausstechen, dabei den restlichen Teig wieder zusammenlegen und erneut ausrollen (nicht kneten). Man erhält so etwa 10 Scones. Diese am Rand der Auflaufform auf die Hackmischung setzen und mit dem restlichen Käse und den Butterflöckchen bestreuen.

Den Cobbler im vorgeheizten Backofen etwa 25 Minuten backen, bis die Scones goldbraun sind.

Zum Servieren etwas sour cream in die Mitte der Form geben und mit gehackter Petersilie bestreut servieren.

Anmerkung Petra: Sehr schön! Die Scones sind schön fluffig und machen sich gut als "Beilage". Übrig gebliebene Scones schmecken auch kalt.

Mengenverhältnisse zum Original stark verändert, deutlich weniger Worcestershiresauce verwendet.

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Tarte mit Tomaten und Schafskäse

So langsam aber sicher geht die heimische Tomatenproduktion dem Ende entgegen. Einige Pflanzen sind schon komplett abgeerntet und wurden abgeschnitten, bei anderen warten noch ein paar letzte Früchte auf Sonnenstrahlen und etwas Wärme. Ob das noch was wird? Zur Zeit sieht es ja eher nicht so aus.

Tarte mit Tomaten und Schafskäse

Mit einer (letzten?) Schüssel voll bunter Cocktail- und Kirschtomaten habe ich jetzt noch eine Tarte gebacken. Damit der Boden nicht durchweicht , habe ich sie gehäutet, aufgeschnitten, mit Salz und Pfeffer gewürzt und abtropfen lassen. Letzte Feuchtigkeit fangen ein paar Semmelbrösel auf dem Teigboden auf. Etwas Würze bekommt der pikante Kuchen durch Schafskäse, den ich großzügig auf den Tomaten verteilt habe. Wenn man die Tarte auf dem untersten Rost in den Ofen schiebt, wird der Teig wunderbar knusprig 🙂

Eine (ganz ähnliche) Tomatentarte mit Ziegenfrischkäse habe ich übrigens schon 2009 gebacken, eine Tomatentarte mit Oliven und Sardellen 2007.

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Tarte mit Tomaten und Schafskäse
Kategorien: Kuchen, Pikant, Gemüse, Käse
Menge: 4 Personen

Zutaten

1     Rund ausgewellten Blätterteig 32 cm
      -Durchmesser
750 Gramm   Tomaten (Petra: Mix aus kleinen Cocktail- und
      -Kirschtomaten)
      Salz
      Pfeffer
2 Essl.   Semmelbrösel
200 Gramm   Schafskäse
175 Gramm   Sahne (P: 130 g Sahne, Rest saure Sahne)
2     Eier (L)
1 Teel.   Frische Thymianblättchen; gehackt

Quelle

  eigenes Rezept
  Erfasst *RK* 06.10.2017 von
  Petra Holzapfel

Zubereitung

Die Tomaten überbrühen, häuten und je nach Größe halbieren oder vierteln (größere Tomaten achteln). Die Tomaten in einer Schüssel mit Salz und Pfeffer bestreuen und etwa 1 Stunde ziehen lassen. Saft durch ein Sieb abgießen und anderweitig verwenden.

Den Backofen mit einem Rost auf unterster Schiene auf 220°C vorheizen.

Den Blätterteig mit Backpapier in eine Tarteform (30 cm Durchmesser) legen. Teig mit einer Gabel mehrfach einstechen und mit den Semmelbröseln bestreuen. Die Tomatenstücke gleichmäßig auf dem Teig verteilen. Den Schafskäse in kleine Würfel schneiden und auf die Tomaten streuen.

Die Sahne mit den Eiern und dem Thymian verrühren, pfeffern und leicht salzen. Den Guss auf den Tomaten verteilen.

Die Form auf der untersten Schiene einschieben und etwa 35-40 Minuten backen. Etwas abkühlen lassen und servieren.

Anmerkung Petra: Prima. Ich habe das Rezept in einer Variante mit Ziegenfrischkäse schon 2009 gemacht und gepostet.

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Zwiebelkuchen vom Blech

Untrennbar mit dem Beginn des Herbstes verbunden ist das Auftauchen des ersten bitzelnden jungen Weines, regional auch Federweißer, Sturm, Suser oder Sauser genannt. Und genau so untrennbar ist damit für mich Zwiebelkuchen verbunden! In meiner Jugend traf man sich in Tübingen gerne im alten Mayerhöfle zu Zwiebelkuchen und Neuem Wein. Mit Freude habe ich gesehen, dass diese Institution inzwischen wiederbelebt wurde 🙂

Zwiebelkuchen vom Blech

Ich habe diesen Zwiebelkuchen beim letzten Besuch von Sohn Moritz gemacht. Dafür habe ich mir das Rezept des Hefeteigs vom Kochfrosch aus Deutschland vegetarisch* geschnappt, allerdings die Hefemenge kräftig reduziert. Beim Belag bin ich bei meinem bewährten Schwäbischen Zwiebelkuchen geblieben. Da der Teig schon am Vortag zubereitet wird und der Belag auch schon einige Stunden im Voraus gemacht werden soll – er muss ja schließlich abkühlen, bevor er auf den Hefeteig kommt – ist das Rezept bestens Gäste-geeignet.

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Zwiebelkuchen vom Blech
Kategorien: Kuchen, Pikant, Herbst
Menge: 1 Blech

Zutaten

H TEIG
10 Gramm   Frischhefe (5 g reichen sicher auch)
1 Prise   Zucker
200 ml   Wasser
2 Essl.   Sonnenblumenöl
1 Teel.   Salz (7 g)
350 Gramm   Weizenmehl Type 405
      Mehl für die Arbeitsfläche
H BELAG
      Schmalz oder Öl; zum Schmoren
200 Gramm   Speck; in Würfeln oder Streifen
1 1/4 kg   Zwiebeln
H GUSS
375 ml   Sauerrahm
4 groß.   Eier
      Salz
      Pfeffer

Quelle

  Hefeteig modifiziert nach Deutschland vegetarisch
  Erfasst *RK* 01.10.2017 von
  Petra Holzapfel

Zubereitung

Für den Teig am Vorabend die Hefe mit einer Prise Zucker im Wasser auflösen. Mehl, Salz und Öl zugeben und alles mit den Knethaken des Handrührers zu einem glatten Teig verarbeiten. Die Schüssel mit dem Teig im Kühlschrank über Nacht gehen lassen (ich habe ihn anfangs zweimal einer Stretch & Fold-Prozedur unterworfen).

Für den Belag die Zwiebeln schälen und würfeln. Das Schmalz in einer großen Pfanne erhitzen und den Speck darin knusprig auslassen. Den Speck aus der Pfanne nehmen und die Zwiebeln zugeben, langsam unter öfterem Wenden weich schmoren, dabei salzen und pfeffern – sie sollen aber nicht braun werden. Die Zwiebeln abkühlen lassen. Die Hälfte des Specks unter die Zwiebeln mischen.

Für den Guss Sauerrahm mit Eiern, Salz und Pfeffer verrühren.

Den Backofen auf 220°C Ober-/Unterhitze vorheizen.

Ein Backblech mit Backpapier auslegen. Den Teig aus dem Kühlschrank nehmen auf einer leicht mit Mehl bestäubten Arbeitsfläche zu einem Rechteck von etwa 30×45 cm mit etwas dickerem Rand ausrollen, dabei gegebenenfalls kurz ruhen lassen, wenn er sich wieder zusammenzieht. Den Teig auf das vorbereitete Backblech legen. Den Zwiebelbelag auf dem Teig verteilen, den Guss darübergießen, mit dem restlichen Speck bestreuen.

Das Blech auf der untersten Schiene in den Backofen schieben und 25 Minuten backen, dann auf die mittlere Schiene setzen udn weitere 10 Minuten backen, bis der Kuchen leicht gebräunt ist.

Den Zwiebelkuchen warm mit neuem Wein (Federweißem) servieren.

Anmerkung Petra: Prima! Schön knuspriger Boden, saftiger Belag. Das Rezept ist ein Mix aus meinem alten Zwiebelkuchenbelag auf einem Boden nach Stevan Paul, bei dem ich allerdings die Hefe kräftig reduziert habe.

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Provençalische Sonnentarte

Letztes Jahr hatte ich im Bistro de Jenna diese Tarte soleil de Provence entdeckt. So hübsch! Keine Ahnung, warum ich sie nicht gleich nachgebacken habe. Jetzt kam mir das Rezept wieder unter die Augen und am Sonntag Abend passte alles: Zucchini und Zucchiniblüten sowie Tomaten kamen aus dem Garten, selbst gemachter Stracchino als Mozzarella-Ersatz und Ricotta standen im Kühlschrank bereit.

Tarte au soleil

Rund ausgerollten Butterblätterteig bekomme ich hier keinen. Ich habe mir deshalb mit einem Blitzblätterteig aus Topfenteig beholfen und davon zur kompletten Verwertung eines Päckchens Quark gleich die doppelte Menge gemacht. Reste kann man gut einfrieren. Wer mehr Zeit und Lust hat: diesen Blätterteig kann ich wirklich empfehlen.

Tarte au soleil Collage

Die Herstellung der Tarte ist dann eigentlich ganz einfach: die Mitte der Teigplatte wird strahlenförmig eingeschnitten, der Rand mit Zucchinischeiben (ich habe sie angebraten und nicht nur blanchiert, weil das mehr Aroma gibt), halbierten Kirschtomaten, Zucchiniblüten und dreierlei Käse (bei mir Feta, Ricotta und anstelle von Mozzarelline mein Stracchino) sowie Basilikumblättchen belegt. Nun einfach die inneren Dreiecke über die Füllung nach außen klappen und mit Eigelb bepinseln. Für etwa 30 Minuten ab in den Ofen, das ermöglicht eine saubere Küche sowie eine kleine Verschnaufpause bei einem Gin Tonic und dann heißt es genießen 🙂

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Provençalische Sonnentarte
Kategorien: Kuchen, Pikant
Menge: 2 bis 4 Personen

Zutaten

H TEIG
1     Butterblätterteig, rund ausgewellt ODER
H BLITZBLÄTTERTEIG (DOPPELTE MENGE)
250 Gramm   Magerquark
250 Gramm   Weizenmehl Type 405
125     Eiskalte Butter; in Stückchen
1/2 Teel.   Salz
H BELAG
      Olivenöl; zum Braten
2 klein.   Zucchini; grün oder grün/gelb
3     Zucchiniblüten; Stempel entfernt
8     Kirschtomaten
8 klein.   Mozzarella-Kugeln (P: 50 g Stracchino in
      -Stückchen)
50 Gramm   Feta; in Stückchen
50 Gramm   Ricotta
      Salz
      Pfeffer
      Basilikumblätter
      Olivenöl; zum Beträufeln (P: Basilikum-Olivenöl)
H ZUM BESTREICHEN
1     Eigelb
1 Essl.   Milch

Quelle

  modifiziert nach
  Bistro de Jenna
  Erfasst *RK* 24.07.2017 von
  Petra Holzapfel

Zubereitung

Für den Blitzblätterteig Mehl, Salz, Quark und Butter in den Foodprocessor geben und pulsierend zu einem groben Teig mischen. Den Teig auf die bemehlte Arbeitsfläche geben und flach zusammendrücken, nicht richtig durchkneten – die Butter soll in Flöckchen erhalten bleiben. Den Teig rechteckig ausrollen und dann wie einen Geschäftsbrief dreifach zusammenfalten. Dies noch zweimal wiederholen, bis man einen glatten Teig erhält, einmal mehr schadet nicht. Falls er zu sehr klebt, 30 Minuten in den Kühlschrank legen. Den Teig in Klarsichtfolie wickeln und bis zur Verarbeitung kalt stellen. Das Rezept ergibt gut die doppelte benötigte Menge überschüssiger Teig kann eingefroren oder zu anderem Gebäck verarbeitet werden.

Die Zucchini in knapp 1 cm dicke Scheiben schneiden und in einer Pfanne in etwas Olivenöl braun anbraten, dann auf Küchenpapier abtropfen lassen, salzen und pfeffern. Die Tomaten halbieren. Die Mozzarellakugeln halbieren.

Ein Backblech mit Backpapier auslegen. Den Backofen auf 180°C vorheizen.

Den Teig aus dem Kühlschrank nehmen und dünn ausrollen. Eine runde Teigplatte von etwa 32 cm Durchmesser ausschneiden. Ich habe dafür eine Tarteform mit 30 cm Durchmesser aufgelegt, dann im Abstand von 1 cm zum Rand geschnitten. Die Teigplatte schnurrte bei mir auf etwa 30 cm Durchmesser zusammen.

Die Teigplatte auf das mit Backpapier belegte Backblech legen. In der Mitte einen achtstahligen Stern einschneiden, dabei einen Rand von etwa 7-8 cm lassen.

Auf diesem Rand nun gleichmäßig die Zucchinischeiben, die zerteilten Zucchiniblüten, Tomaten (bei mir Schnittflätte nach oben) und Käsestückchen verteilen, salzen und pfeffern und mit etwas Olivenöl beträufeln. Die Basilikumblättchen auflegen, dann die Spitzen des Sterns nach außen über die Füllung klappen.

Eigelb und Milch verquirlen und die Sternzacken sowie unbelegten Teigrand bepinseln.

Das Blech in den Backofen schieben und etwa 30 Minuten (Original 20-25 Minuten) backen, bis der Teig gebräunt und aufgegangen ist.

Anmerkung Petra: leckere und ganz unkomplizierte Tarte, die optisch etwas her macht. Wir haben den Kuchen zu zweit als Hauptspeise gegessen, nach Belieben mit einem Salat. Für 4 ist er eine nette Vorspeise.

Das Original verwendet Butterblätterteig – ich habe als Ersatz Blitzblätterteig gewählt. Im Original werden die Zucchinischeiben blanchiert, mir gefällt die angebratene Variante für mehr Geschmack besser. Da ich gerade Stracchino (und Ricotta) selbst gemacht hatte, habe ich den anstelle von Mini-Mozzarelline verwendet. Wer einen kräftigeren Geschmack bevorzugt, kann natürlich auch nur Feta nehmen.

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Spargel-Flammkuchen mit Bärlauch-Schmand

Mit Bärlauch aus dem eigenen Garten hatte ich kürzlich wieder einmal eine Bärlauchpaste hergestellt: dafür püriere ich einfach gehackte Blätter mit Salz und Öl, hier waren es 50 g Bärlauchblätter, 1/2 Tl Salz (so bleibt die Farbe schön erhalten) und 50 g Öl. Im Kühlschrank mit Öl bedeckt hält sich der Mix eine Weile.

Spargel-Flammkuchen mit Bärlauch-Schmand

Prima eignet sich diese Bärlauch-Paste zum Aromatisieren von Crème fraiche, Schmand oder Frischkäse als Belag für einen Flammkuchen, den ich hier mit Frühlingszwiebeln, weißem Spargel und Schinkenwürfeln belegt habe. Der Teig ist schnell gemacht, wenn man einen Boden ohne Hefe wählt, ich habe diesmal Nickys Rezept für einen Hefeteig mit kleinem Roggenanteil verwendet, der sich wunderbar verarbeiten und sehr dünn ausrollen lässt.

Spargel-Flammkuchen mit Bärlauch-Schmand

Der Flammkuchen braucht bei 275°C auf einem Backstein nur etwa 10 Minuten, dann kann geschmaust werden. Die zweite Portion habe ich sogar eine Minute kürzer im Ofen gelassen.

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Spargel-Flammkuchen mit Bärlauch-Schmand
Kategorien: Kuchen, Pikant, Gemüse, Schinken
Menge: 2 Personen

Zutaten

250 Gramm   Flammkuchenteig nach Belieben (hier: Nickys
      -Flammkuchenteig)
100 Gramm   Schmand
50 Gramm   Mascarpone; oder Frischkäse
1 Spritzer   Zitronensaft
      Salz
      Pfeffer
3 Teel.   Bärlauchpaste*
400-500 Gramm   Weißer Spargel; geschält
3     Frühlingszwiebeln; Helles schräg geschnitten,
      -Dunkles in Ringen zum Bestreuen
80 Gramm   Luftgetrockneter Schinken; gewürfelt (hier
      -Lachsschinken)

Quelle

  Mix aus verschiedenen Rezepten
  Erfasst *RK* 17.04.2017 von
  Petra Holzapfel

Zubereitung

Rechtzeitig vorher den Backofen mit einem Backstein auf mittlerem Rost auf 275°C vorheizen.

Für den Belag Schmand, Mascarpone und Bärlauchpaste verrühren, abschmecken.

Den Spargel sehr schräg in etwa 1 cm dicke Stücke schneiden, es sollen längliche Scheiben entstehen, Spitzen längs halbieren.

Den Flammkuchenteig halbieren, dünn ausrollen und auf einen mit Backpapier belegten Brotschieber legen. Teig mit etwa der Hälfte vom Bärlauch-Schmand bestreichen, mit der Hälfte der Frühlingszwiebeln und der Hälfte des Spargels belegen, nach Belieben noch etwas Bärlauchcreme auf den Spargel träufeln. Die Hälfte des Schinkens und etwas Frühlingszwiebelgrün darüberstreuen. Den Flammkuchen auf den Backstein einschießen und etwa 9-10 Minuten backen, dabei nach etwa 5-6 Minuten das Backpapier entfernen. Währenddessen die zweite Portion genauso verarbeiten.

Anmerkung Petra: fix gemacht und prima! Der Mascarpone musste verwertet werden, sonst eignet sich auch Frischkäse.

*Für die Bärlauchpaste püriere ich 50 g gehackte Bärlauchblätter mit 1/2 Tl Salz und 50 g Öl.

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