Pollo Saltado – peruanische Hähnchenpfanne mit Reis

Auch mein drittes Gericht für die kulinarische Weltreise von volkermampft mit Ziel Peru stammt aus Peru – das Kochbuch*. Geschrieben hat es Gastón Acurio, der zu den renomiertesten Köchen Lateinamerikas gehört und maßgeblich an der Entwicklung der Cocina Novoandina beteiligt war. In diesem Video erzählt er etwas über die Küche Perus und sein Buch.

Bei Pollo saltado („springendes Hühnchen“) handelt es sich um eine Abwandlung des Nationalgerichts Lomo saltado, das mit Rindfleisch zubereitet wird. Hier zeigt Acurio die Herstellung mit viel Hitze im Restaurant.

Pollo saltado

Ganz so heiß geht es in der normalen Haushaltsküche nicht zu 😉 Man sollte aber alle Zutaten komplett vorbereitet haben, denn das eigentliche Rührbraten bei hoher Temperatur geht auch im Wok oder in der Pfanne sehr flott. Parallel werden Kartoffelstäbchen frittiert und Reis auf peruanische Art gekocht: beides gehört unbedingt zum Pollo saltado.

Zutaten

Das Gericht vereinigt peruanische Zutaten mit chinesischen und gehört somit zur sogenannten Chifa-Küche. Anstelle der typischen Aji Amarillo-Chilis habe ich meine scharf-fruchtigen Lemon Drop eingesetzt, die ursprünglich auch aus Peru und Bolivien stammen.

Wir waren von der Würzung und vom saftigen Fleisch absolut begeistert! Auch die für uns ungewöhnliche Kombination mit den frittierten Kartoffelstiften erwies sich als sehr gelungen.

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Pollo saltado – peruanische Hähnchenpfanne
Kategorien: Hähnchen, Gemüse, China, Peru
Menge: 2 Personen

Zutaten

4 klein. Hähnchenschenkel; entbeint, in 2×3 cm große
-Stücke geschnitten (300-400 g Fleisch)
1 1/2 Essl. Öl
200 Gramm Kartoffeln; in Stiften (wie für Pommes frites)
1 Ltr. Öl; zum Frittieren
1 Rote Zwiebel; in dicke Scheiben geschnitten
1 Gelbe Chilischote; entkernt; in Streifen (P:
-Lemon Drop)
1 Knoblauchzehe; fein gehackt
2 1/2 Essl. Weißweinessig
2 Essl. Sojasauce
1 1/2 Essl. Austernsauce
2 Tomaten; gehäutet, entkernt, in Streifen (P: 4
-Cocktailtomaten)
1 Frühlingszwiebel; in 4 cm lange Stücke
-geschnitten
1/2 Bund Koriandergrün; gehackt
Salz
Pfeffer
H BEILAGE
Weißer Reis nach peruanischer Art (s. Rezept)

Quelle

modifiziert nach
Gastón Acurio
Peru – das Kochbuch
Erfasst *RK* 10.08.2019 von
Petra Holzapfel

Zubereitung

Die Kartoffelstifte in kaltem Wasser gut wässern, abgießen und gründlich trockentupfen.

Einen ausreichend großen Topf mit Frittieröl oder eine Fritteuse auf 175°C bringen. Die trockenen Kartoffelstifte vorsichtig in das Öl geben (schäumt!) und darin goldbraun und knusprig frittieren (P: erst bei niedriger Temperatur vorfrittiert, dann auf 175°C fertig frittiert).

Essig, Sojasauce und Austernsauce in einer kleinen Schüssel mischen. Alle Zutaten bereit stellen – jetzt geht alles sehr schnell:

Eine geeignete Pfanne oder einen Wok sehr stark erhitzen. 1 El Öl hineingeben, umschwenken und die Hähnchenstücke nacheinander in 2 Portionen rundum braun braten. Fleisch herausnehmen und beiseite stellen. Die Pfanne mit Küchenpapier auswischen. 1/2 El Öl zugeben und Zwiebel, Chilis und Knoblauch darin etwa 30 Sekunden rührbraten, dann die Saucenmischung und das Fleisch hinzufügen. Alles bei hoher Hitze unter Rühren 30 Sekunden braten, dann Tomaten, Frühlingszwiebeln und zum Schluss den gehackten Koriander
zugeben. Vom Herd nehmen und abschmecken.

Den Reis als Halbkugeln auf Teller geben, daneben das Hähnchenfleisch anrichten und mit den frittierten Kartoffeln bestreuen.

Anmerkung Petra: ganz köstlich, klasse Kombination, gerade mit den knusprigen Kartoffelsticks! Tolle Würzung, das Fleisch ist sehr saftig.

Das Gericht entstammt der „Chifa-Küche“, einer peruanisch-chinesischen Fusionsküche.

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========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Weißer Reis nach peruanischer Art
Kategorien: Beilage, Reis, Peru
Menge: 2 Personen

Zutaten

1 Essl. Öl
1 groß. Knoblauchzehe; feingehackt
250 ml Wasser
125 Gramm Langkornreis (P: Patnareis)
Salz

Quelle

modifiziert nach
Gastón Acurio
Peru – das Kochbuch
Erfasst *RK* 12.08.2019 von
Petra Holzapfel

Zubereitung

1/2 El Öl in einem Topf erhitzen. Den Knoblauch zugeben und 2 Minuten braten, bis er weich, aber nicht gebräunt ist. Reis und Salz zufügen und umrühren. Das Wasser zugießen und zum Kochen bringen. Die Hitze auf niedrige Stufe reduzieren, den Topf zudecken und etwa 15-20 Minuten garen. Das restliche Öl zugeben und mit einer Gabel vermengen. Topf wieder bedecken und bei geringster Hitze noch einige Minuten stehen lassen, bis der Reis die gewünschte Konsistenz hat. Er sollte gar, aber weder zu weich, noch zu klebrig sein.

Anmerkung Petra: Reis wird in Peru fast zu allen Gerichten als Beilage serviert.

Acurio nimmt für 6 Personen 400 g Reis, gießt mit 850 ml Wasser auf und gart 10-15 Minuten.

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Geschmorter Ancho-Rehbraten mit Bacon und cremigem Kartoffelpüree mit Frühlingszwiebeln

Im Juli führt uns die kulinarische Weltreise von volkermampft nach Kanada. Ein Blick auf die Karte offenbart die Größe dieses Landes: Kanada ist der zweitgrößte Staat der Erde nach Russland, mit nur 36 Millionen Einwohnern aber nur dünn besiedelt. In den endlosen Weiten unberührter Natur tummeln sich viele Arten von Wild, wie Wapiti, Karibu, Elch, Weißwedelhirsch oder Maultierhirsch.

Ancho Reh

Mit so etwas Exotischem kann ich natürlich nicht dienen. Ich habe für das Ancho Venison, gefunden bei Outdoor Canada, schlicht und einfach einen Rehbraten aus heimischer Jagd verwendet.

Ancho Reh Vorbereitungen

Dieser wird mit Knoblauchstiften gespickt, ich habe das Fleisch dann gebunden und zusätzlich angebraten,

Ancho Reh Bacon

bevor es in einen Bräter auf Gemüse gebettet und mit reichlich Bacon belegt wurde.

Ancho Reh Sauce

Drumherum kommt ein Saucenansatz aus kräftiger Brühe, Rotwein, Balsamico, Barbecue- und Worcestershire Sauce sowie eine Ancho-Chili. Dann geht alles zugedeckt für 3 Stunden bei 150°C in den Backofen.

Ancho Rehbraten mit cremigem Kartoffelpüree

Die würzig-rauchig-säuerliche Sauce gibt diesem geschmorten Rehbraten eine ganz spezielle Note. Dazu passte hervorragend das cremige Kartoffelpüree mit Frühlingszwiebeln.

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Kanadischer Wildbraten mit Ancho-Chili (Ancho Venison)
Kategorien: Wild, Gemüse, Sauce, Kanada
Menge: 3 bis 4 Portionen

Zutaten

0,7-1 kg Wildbraten; hier Rehbraten aus der Oberschale
3 Zehen Knoblauchzehen; je nch Größe geviertelt
Gemahlene Chipotles; nach Geschmack (hier
-geräuchertes Paprikapulver)
Salz
Etwas Öl; zum Anbraten
6 Scheiben Dick geschnittener Bacon*
1 groß. Zwiebel; geschält, in 3-4 dicken Scheiben
5 Möhren; je nach Größe quer und evtl. auch längs
-halbiert; nach Belieben mehr
700 ml Kräftiger Rinder- oder Wildfond
120 ml Rotwein
90 ml Pürierte Tomaten
90 ml Barbecue Sauce (hier Rhabarber-BBQ-Ketchup)
45 ml Balsamico Essig
2 Teel. Worcestershire Sauce
1 Getrocknete Ancho Chilischote

Quelle

modifiziert nach
outdoorcanada.ca
Erfasst *RK* 14.07.2019 von
Petra Holzapfel

Zubereitung

Den Braten von Silberhäuten und Sehnen befreien, gegebenenfalls binden.

Mit einem scharfen Messer 6 Schlitze in das Fleisch stechen (in Faserrichtung) und jeweils ein Stück Knoblauch hineinstecken.

Das Fleisch mit Paprika und Salz würzen. Etwas Öl in einem passenden Bräter erhitzen und das Fleisch rundum braun anbraten.

Den Bräter vom Herd nehmen, das Fleisch herausnehmen. Zwiebelscheiben und Möhren in den Bräter geben, das Fleisch daraufsetzen und mit den Baconscheiben überlappend belegen.

Brühe, Wein, Tomaten, Balsamico, Barbecue Sauce und Worcestershiresauce verrühren und neben das Fleisch in den Bräter gießen, die Ancho Chili dazu legen. Den Deckel aufsetzen und das Fleisch bei 150°C etwa 3 Stunden im vorgeheizten Backofen garen, bis es weich ist.

Das Fleisch aus dem Bräter nehmen und warm stellen. Zwiebeln und Möhren auf eine vorgewärmte Platte geben, die Sauce nochmal erhitzen und abschmecken.

Das Fleisch aufschneiden und auf die Platte mit dem Gemüse legen, mit etwas Sauce beträufeln, den Rest separat dazu reichen.

Anmerkung Petra: die reichliche Sauce ist ausgesprochen lecker, schön würzig-rauchig-säuerlich. Ich habe dazu ein Kartoffelpüree mit Frühlingszwiebeln gemacht, passte ausgezeichnet.

*ich habe immer 2 Scheiben Bacon aufeinandergelegt.

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========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Cremiges Kartoffelpüree mit Frühlingszwiebeln
Kategorien: Beilage, Kartoffel
Menge: 3 Personen

Zutaten

500 Gramm Mehlige Kartoffeln; geschält, geviertelt
1 klein. Zwiebel; geschält, in groben Stücken
1-2 Knoblauchzehen; angequetscht
75 Gramm Sahne; nach Bedarf mehr
25 Gramm Milch; nach Bedarf mehr
50 Gramm Butter
Salz
Pfeffer
2 Frühlingszwiebeln; fein gehackt
2 Essl. Glatte Petersilie; fein gehackt
1 Essl. Butter; nach Belieben

Quelle

modifiziert nach
Canadian Living Magazine: October 2018
Erfasst *RK* 14.07.2019 von
Petra Holzapfel

Zubereitung

Die Kartoffeln, Zwiebeln und Knoblauchzehen in einen Topf mit kaltem Salzwasser geben und zum Kochen bringen. Garen, bis die Kartoffeln anfangen zu zerfallen. Wasser abgießen, die Kartoffeln etwa 1 Minute auf dem Herd ausdampfen lassen, dabei rütteln. Die Kartoffelmischung durch die Kartoffelpresse in eine Schüssel pressen (Zwiebeln evtl. zum Schluss, gehen etwas schwer durch).

Sahne, Milch, Butter, Salz und Pfeffer in einem Topf zum Kochen bringen, dann in die Kartoffeln einrühren, gegebenenfalls die Konsistenz noch etwas anpassen. Frühlingszwiebeln und Petersilie untermischen und abschmecken. Das Kartoffelpüree in eine vorgewärmte Schüssel füllen, etwas Butter obenauf setzen und servieren.

Anmerkung Petra: serviert zum Ancho Venison, passte augezeichnet. Die Frühlingszwiebelzugabe ist klasse!

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Die Rezepte der Mitreisenden nach Kanada:

Anastasia von Papilio Maackii: Blueberry Grunt – Kanadisches Dessert

Backmaedchen 1967: Nanaimo Bars-kanadische Schokoschnitten

Brittas Kochbuch: Knusprige Schweinerippchen mit Ahornsirup

Coffee2Stay: Beavertails wie in Ontario

Christian von SavoryLens: Blueberry Grunt – Dessert aus Nova Scotia

Conny von Mein wunderbares Chaos: No bake Himbeer Nanaimo Bars

Gourmandise: Kanadische Ahornsiruplimonade

Gourmandise: Knusprige Schweinerippchen mit Hash Browns und Salat

Küchenlatein mit Poutine

Küchenlatein mit Kanadische Erbsensuppe – Habitant Pea Soup

Michelle von The Road Most Traveled: Nanaimo Bars

Petra von Chili und Ciabatta: Toutons und traditionelles Weißbrot aus Neufundland

Ronald von Fränkische Tapas: Saibling grillen wie die Indianer

Ronald von Fränkische Tapas: Piroggen aus Manitoba

Simone von zimtkringel: Butter Tart Pinwheels

Simone von zimtkringel: Maple Fennel Bacon auf Salat

Susanne von magentratzerl: Wirdreis-Chowder

Sylvia von Brotwein: No Knead Bread als Topfbrot – Brot ohne kneten

Tanja von LIEBE&KOCHEN: Kanadische Butter Tartes

Tina von Küchenmomente: Moose Farts – easy peasy no bake Cookie-Kugeln aus Kanada

Volker von volkermampft: Mac’n Cheese – der Klassiker aus Kanada

Volker von volkermampft: Montreal Bagels – mit Cranberry-Ahornsirup-Dip

Röstkartoffelsalat mit gepickelten Zwiebeln und Speck-Dressing

Der Salat auf dem Hochbeet kommt in die Erntephase. Da kam mir der Röstkartoffelsalat aus der aktuellen essen & trinken gerade recht.

Röstkartoffelsalat

Die im Backofen knusprig braun gerösteten Kartoffelscheiben im Mix mit Blattsalat, angemacht mit einem würzigen Kräuterdressing auf Basis des ausgelassenen Speckfetts und üppig garniert: das ergibt eine sehr gute Portion für zwei hungrige Esser.

Zutaten

Mindestens 2 Stunden vor dem Essen sollten die rote Zwiebel mariniert werden. Die Zwiebelringe bringen dem Salat eine knackig-frische Säure mit und lassen sich bestimmt auch anderweitig gut einsetzen. Die Kräuter stammen aus dem Garten 🙂

Mise en Place

Mise en place der vorbereiteten Zutaten vor dem Anrichten:  Röstkartoffelscheiben, die Toppings in Form von gepickelter roter Zwiebel, gehacktes Ei, Speckwürfelchen, frische Kräuter und bei mir baden noch einige Radieschen im Dressing, die auch gerade fällig waren.

Ein schönes Frühlingsgericht!

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Röstkartoffelsalat mit gepickelten Zwiebeln und Speck-Dressing
Kategorien: Salat, Hauptgericht, Kartoffel
Menge: 2 Hungrige Personen

Zutaten

H GEPICKELTE ZWIEBELN
1 klein. Rote Zwiebel (40 g); in Ringen
1/2 Teel. Salz
1/2 Teel. Zucker
1/2 Teel. Kümmelsaat
4 Schwarze Pfefferkörner
50 ml Rotweinessig
H SALAT
500 Gramm Neue glattschalige Kartoffeln
2 Essl. Öl
75 Gramm Bacon oder Speck; gewürfelt
2 Eier
1/2 Kopfsalat (P. gemischtes Grün); geputzt, in
-mudgerechten Stücken
6 Radieschen; in Scheiben
H DRESSING
Fett; vom Auslassen des Specks
75 ml Gemüsebrühe
1 Teel. Scharfer Senf
2-3 Essl. Vom Pickelsud der Zwiebeln
Salz
Pfeffer
1 Essl. Gehackte glatte Petersilie
2 Essl. Schnittlauchröllchen
2 Essl. Gehackter Kerbel
Einige Kerbelblättchen; zum Bestreuen

Quelle

modifiziert nach essen & trinken 6/2019
Erfasst *RK* 26.05.2019 von
Petra Holzapfel

Zubereitung

Die Zwiebelringe in einem Schüsselchen mit Salz und Pfeffer mischen. In einem kleinen Topf Kümmel und Pfefferkörner anrösten, zusammen mit dem Rotweinessig zu den Zwiebeln geben und alles gut mischen. Mindestens 2 Stunden gut durchziehen lassen.

Die gewaschenen Kartoffeln in gut 1 cm breite Scheiben schneiden und in ener Schüssel mit 1 El Öl und Salz vermischen. Die Kartoffelscheiben auf einem Backblech verteilen und im auf 200°C vorgeheizten Backofen etwa 40 Minuten knusprig braun rösten, dabei mindestens einmal wenden.

Die Eier etwa 7 Minuten kochen, abschrecken und grob hacken.

Die Speckwürfel in einem Topf knusprig braun auslassen, aus dem Topf heben und auf Küchenpapier abtropfen lassen. Die Brühe zum Speckfett geben, einmal aufkochen lassen, dabei Röstrückstände loskratzen. Den Topf vom Herd nehmen, Senf, 2-3 El vom Pickelsud der Zwiebeln und 1 El Öl zugeben, mit Salz und Pfeffer abschmecken. Schnittlauch und Petersilie einrühren. Einen Großteil des Dressings in eine große Schüssel geben und die Radieschenscheiben darin kurz marinieren.

Die Kartoffeln aus dem Ofen nehmen und lauwarm abkühlen lassen, dann mit dem Salat und dem gehackten Kerbel in die Schüssel mit den Radieschen geben, alles mischen. Den Salat locker auf eine große Platte schichten. Das restliche Speckdressing darüberträufeln und den Salat mit gehacktem Ei, den gepickelten Zwiebeln, knusprigem Speck und Kerbelblättchen garnieren.

Anmerkung Petra: sehr schöne Kombination! Dressing ist klasse. Das Rezept ergibt eine wirklich üppige Portion. Die Radieschen sind eine Zugabe von mir, passen aber prima und sehen hübsch aus.

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Gebratene Kartoffel-Spinat-Rollen

Kartoffeln sind hier in jeglicher Form gerne gesehen 🙂

Beilage: Kartoffel-Spinat-Rolle

Eine etwas spezielleres Rezept lief mir vor einiger Zeit über den Weg: Kartoffel-Spinat-Rollen. Die lassen sich sowohl als Beilage zu Fleisch mit Sauce, aber auch als vegetarisches Gericht mit Gemüse oder einer Gemüsesauce servieren. Die Herstellung braucht zwar etwas Zeit, die Rollen lassen sich aber prima vorbereiten, so dass man sie am Schluss nur noch kurz aufbraten muss.

Kartoffelteig mit Spinat

Zuerst stellt man einen Kartoffelteig aus gekochten Kartoffeln, Mehl, Eigelb und etwas Butter her. Der wird gewürzt, auf Backpapier ausgerollt, mit einer Spinat-Kräutermasse bestrichen und dann mit Hilfe des Backpapiers wie ein Strudel aufgerollt. Den Strudel packt man fest in geölte Alufolie oder hitzefeste Klarsichtfolie und gart ihn im Dampf (hier im Vitalis). Abgekühlt kann man die Rollen bis zum Gebrauch im Kühlschrank aufbewahren.

Rollen vor dem Anbraten

Ich habe aus einer Rolle 10 schöne Scheiben und 2 Endstücke herausbekommen. Das Aufbraten in der Pfanne ist jetzt eine schnelle Angelegenheit.

Ein vom Prinzip her ähnliches, aber spinatfreies Rezept sind die gebratenen Kartoffelrouladen, bei denen der Kartoffelteig in einen Strudelteig eingerollt wird.

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Gebratene Kartoffel-Spinat-Rolle
Kategorien: Beilage, Kartoffel, Gemüse
Menge: 2 Rollen (20 schöne Stücke und 4 Endstücke)

Zutaten

H KARTOFFELTEIG
700 Gramm Mehlige Kartoffeln
Salz
4 Eigelbe
80 Gramm Weiche Butter
Schwarzer Pfeffer
Muskatnuss; frisch gerieben
160 Gramm Mehl; Menge anpassen (P: etwas mehr)
H FÜLLUNG
300 Gramm TK-Blattspinat; aufgetaut
1 Bund Basilikum
1 Bund Glatte Petersilie
2-4 Schalotten; je nach Größe
2 Essl. Butter
120 ml Schlagsahne
Salz
Schwarzer Pfeffer aus der Mühle
2 Eigelbe
H ZUM FERTIGSTELLEN
Butterschmalz oder Olivenöl; zum Braten

Quelle

modifiziert nach
Annemarie Wildeisen
Kochen 1-2|2018
Erfasst *RK* 04.05.2019 von
Petra Holzapfel

Zubereitung

Die Kartoffeln schälen, vierteln und in wenig Salzwasser weich garen. Abschütten, in den Topf zurückgeben und kurz trocken dämpfen. Durch die Kartoffelpresse drücken und 5 Minuten abkühlen lassen.

Die Eigelbe, die weiche Butter sowie Salz, Pfeffer und Muskatnuss zu den Kartoffeln geben und alles gründlich mischen. Dann das Mehl darübersieben und von Hand in den Teig einarbeiten. Den Teig kühl stellen (bei mir war der Teig sehr weich, ich habe deshalb noch ein wenig mehr Mehl zugegeben. Er ließ sich dann aber prima weiterverarbeiten).

Inzwischen für die Füllung den Spinat sehr gut ausdrücken und fein hacken. Das Basilikum und die Petersilie fein hacken. Die Schalotte schälen und ebenfalls fein hacken.

In einem kleinen Topf die Butter erhitzen. Die Schalotten darin andünsten. Den Spinat zugeben und kurz mitdünsten. Den Rahm dazugeben und alles noch so lange kochen lassen, bis die Flüssigkeit praktisch vollständig eingekocht ist. Basilikum und Petersilie untermischen und die Masse mit Salz, Pfeffer und Muskat wurzen. Abkühlen lassen. Dann die Eigelbe unterrühren.

Zwei Backpapierbögen vorbereiten, jeweils leicht bemehlen.

Auf jedem Backpapier des Kartoffelteigs etwa 3 mm dick zu einem Rechteck ausrollen, hier zu einer Grüße von 25 x 30 cm. Jeweils die Hälfte der Spinatfüllung gleichmässig darauf streichen. Den Kartoffelteig mit Hilfe des Backpapiers von der langen Seite her wie einen Strudel aufrollen, dabei darauf achten, dass keine Hohlräume entstehen.

Zwei große Stücke Alufolie oder hitzebeständige Klarsichtfolie mit Olivenöl einpinseln. Die Rollen daraufgeben und möglichst satt einwickeln, die Enden gut verdrillen.

Die Rollen nun bei 80-90°C etwa 25 Minuten dämpfen (ich habe den Vitalis verwendet, ein Dampfgarer oder ein Fischkopchtopf geht auch). Kürzere, gut verschlossene Rollen kann man auch in einem großen Kochtopf direkt im Wasser garen.

Die Rollen herausheben, abkühlen lassen und bis zum Gebrauch im Kühlschrank aufbewahren.

Kurz vor dem Servieren die Rollen aus der Folie wickeln und in Scheiben schneiden. Die Scheiben portionsweise in Butterschmalz oder Olivenöl goldbraun braten.

„Das ist die ideale Beilage, wenn Vegetarier mit am Tisch sitzen: Mit einer Tomatensauce oder einem Peperoni-Zucchetti-Tomaten-Gemüse serviert, ist die Kartoffel-Spinat-Rolle ein vollwertiges Hauptgericht.“

Anmerkung Petra: Hübsche Beilage, die sich perfekt vorbereiten lässt. Im Original soll das halbe Rezept als Beilage für 6-8 Personen reichen. Wir hatten das doppelte als Beilage zu confierter Lammhüfte mit Pistazienschaum für 4 Personen und 2 Kleinkinder, es blieb wenig übrig.

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Gebratener Lachs auf isländischen Kartoffel-Pfannkuchen mit Blaubeer-Chutney

Volkermampft schickt uns mit der kulinarischen Weltreise im Mai nach Island. Island – ein landschaftlich und geologisch absolut interessantes Land, von der Speisekarte her teilweise aber etwas „sperrig“ und mit Papageientauchern, fermentiertem Rochen und Schafsköpfen doch ein bisschen ungewöhnlich, jedenfalls für meinen Geschmack (wobei zumindest Lammkopf hier auch schon mal im Kochtopf landete).

Lachs auf isländischen Kartoffel-Pfannkuchen mit Blaubeer-Chutney

Es gibt aber natürlich auch sehr feine Kombinationen, auf die ich selbst sicher nicht gekommen wäre, so wie dieser gebratene Lachs auf Kartoffelpfannkuchen mit Heidelbeer-Chutney.  Wir waren begeistert!

Das Rezept (sicher keine „klassische“ isländische Küche, die einzelnen Zutaten sind aber absolut typisch für Island) habe ich auf den Seiten der Deutschen See gefunden. Dort steht, man solle den Fisch erst mit der Haut nach oben braten – das macht für mich wenig Sinn. Ich habe ihn erst auf der schützenden Hautseite gebraten und dann bei reduzierter Hitze mit Butter auf der anderen Seite fertiggestellt. Die dicken Tranchen waren dann wunderbar saftig. Das fruchtig-säuerliche Chutney ist der perfekte Kontrast zum eher fetten Fisch.

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Lachs auf isländischen Kartoffel-Pfannkuchen mit Blaubeer-Chutney
Kategorien: Fisch, Kartoffel, Pfannkuchen, Chutney, Island
Menge: 2 Personen

Zutaten

300 Gramm Lachsfilet mit Haut; in 2 Tranchen
H CHUTNEY
200 Gramm Heidelbeeren (Waldbeeren, hier TK)
1 klein. Zwiebel; fein gewürfelt
1 Teel. Gelbe Senfkörner
1 Essl. Brauner Zucker
1 Prise Salz
1 Essl. Apfelessig
50 ml Apfelsaft
H PFANNKUCHEN (MEHR ALS BENÖTIGT)
120 ml Vollmilch
120 ml Buttermilch
2 Eier
1 Zwiebel
Salz
Pfeffer
120 Gramm Mehl
1 Kartoffel, ca. 200 g
1 Beet Kresse
50 Gramm Butter (P: Original 80 g)
Butterschmalz; zum Anbraten
Öl; zum Anbraten
Butter; zum Anbraten

Quelle

modifiziert nach
Deutsche See
Erfasst *RK* 02.05.2019 von
Petra Holzapfel

Zubereitung

Für das Blaubeer-Chutney die Heidelbeeren verlesen, waschen und abtropfen lassen. Die (TK-)Heidelbeeren mit Zwiebelwürfeln, Senfkörnern, Zucker, Essig und Apfelsaft aufkochen und für 5 Minuten sprudelnd kochen lassen. Mit etwas Salz würzen und abkühlen lassen.

Für die Pfannkuchen Vollmilch, Buttermilch und Eier mit dem Pürierstab verquirlen. Salz, Pfeffer und das Mehl unterrühren. Den Teig etwa 1-2 Stunden quellen lassen.

Die Zwiebel schälen und in den Teig reiben. Die Kartoffeln ebenfalls schälen, fein reiben und in einem Tuch ausdrücken. Kartoffel und eine Hälfte der Kresse unter den Teig rühren. Die Butter schmelzen und ebenfalls unter den Teig geben. Den Backofen auf 70°C aufheizen. Teller wärmen.

Wenig Butterschmalz in eine Pfanne geben und erhitzen. Aus dem Teig hintereinander 8 nicht zu große Pfannkuchen backen und bei 70°C im Backofen warm stellen.

Den Lachs mit Salz und Pfeffer würzen. Die Tranchen mit der Hautseite nach unten in eine kalte Pfanne mit etwas Pflanzenöl geben. Bei mittel-hoher Hitze je nach Dicke etwa 4-6 Minuten braten bis die Haut leicht gebräunt und fest ist. Die Lachstranchen wenden, Butter hinzugeben und bei etwas reduzierter Temperatur in 4-6 Minuten fertig braten – der Fisch soll innen noch einen Hauch glasig sein.

Die Lachsschnitten auf Pfannkuchen anrichten und mit Blaubeer- Chutney und der restlichen Kresse garnieren.

Das restliche Chutney dazu servieren.

Anmerkung Petra: ungewöhnliche Kombination, die aber richtig gut schmeckt. Das fruchtige Chutney zu dem fetten Lachs hat mir ausnehmend gut gefallen, die Pfannkuchen sind eine klasse Ergänzung. Durch das Braten auf der Haut bleibt der Fisch schön saftig. Die Haut haben wir nicht mitgegessen.

Ich habe das Originalrezept in etwa halbiert, von den Pfannkuchen jedoch gleich die ganze Menge gebacken. Im Original sollten es 4 Pfannkuchen ergeben, ich habe lieber 8 kleinere daraus gebacken, von denen wir 6 zum Lachs gegessen haben.

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Gelbes Kartoffel-Curry mit Tomaten und wachsweichen Eiern

Von der lecker kam die Idee für dieses 5:2 geeignete Kartoffel-Curry.

Gelbes Kartoffel-Curry mit Tomaten und wachsweichen Eiern

Aus gelber Currypaste (bei mir deutlich mehr als im Original), Kokosmilch und Tomaten entsteht eine würzig-pikante Sauce für die festkochenden Kartoffeln. Man sollte darauf achten, die Tomaten erst zuzugeben, wenn die Kartoffeln fast gar sind, da sich sonst wegen der Säure die Garzeit deutlich verlängert.

Wir fanden das Essen richtig klasse!

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Gelbes Kartoffel-Curry mit Tomaten und wachsweichen Eiern
Kategorien: Kartoffel, Gemüse, Eiergericht, Lowcal
Menge: 2 Personen

Zutaten

5 Gramm Öl
50 Gramm Zwiebelwürfelchen
175 Gramm Kokosmilch
1 Essl. Gelbe Currypaste; Menge nach Geschmack anpassen
-(P: 25 g)
350 Gramm Geschälte festkochende Kartoffeln; grob gewürfelt
50 ml Wasser
250 Gramm Gehackte Tomaten (Dose)
3 Eier (S); oder 2 (L)
2 Essl. Gehacktes Koriandergrün
1 Essl. Mangochutney

Quelle

modifiziert nach lecker 1/2017
Erfasst *RK* 09.04.2019 von
Petra Holzapfel

Zubereitung

Das Öl in einem Topf erhitzen und die Zwiebeln darin anschwitzen. 1/4 der Kokosmilch zugeben und einköcheln lassen, bis sich Fett absetzt. Die gelbe Curypaste einrühren und mit anschwitzen. Die Kartoffeln zugeben und gut umrühren. Die restliche Kokosmilch und das Wasser zugeben und alles etwa 15 Minuten köcheln lassen. Die Tomaten zugeben, salzen und alles nochmal 15 Minuten köcheln lassen.

Die Eier 6 (S) bis 7 (L) Minuten kochen, kalt abschrecken, pellen und halbieren.

Mangochutney und Koriandergrün ins Curry einrühren, nochmal abschmecken. Das Curry auf zwei vorgewärmte tiefe Teller verteilen, die halbierten Eier darauf setzen. Das Gericht mit Korianderblättchen bestreuen und servieren.

Anmerkung Petra: sehr würziges, cremiges Curry, prima! Ich hatte nur TK-Koriandergrün, daher mit etwas Frühlingszwiebelgrün bestreut.

Pro Person knapp 500 kcal

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