Umzug und Borschtsch mit gekochtem Brustkern

Die letzte Zeit war ausgesprochen turbulent 🙂

Zum einen war bzw. ist Familienbesuch im Haus: zuerst rückte Tochter Frani mit Mann und Enkel Valentin an. Der Kleine ist jetzt 10 Monate alt, krabbelt blitzschnell durch’s Haus, erklimmt Treppen, zieht sich an allem hoch und zeigt großes Interesse an Schubladen und Schränken. Dann kam auch noch Tochter Kathi samt Mann und Enkel Numero 2 dazu: Kilian ist inzwischen 6 Monate alt und bewegt sich vor allem kullernd und rollend fort.

Zum anderen stand gleichzeitig der durch die DSGVO bedingte Blogumzug von Typepad zu selbst gehostetem WordPress ins Haus, für den Franis Mann Hilfe angeboten hatte. Und wie er sich reingehängt hat! Clemens, mein Super-Admin und Retter in der Not, hat es mit enormem Einsatz geschafft, dass nicht nur die Rohdaten übertragen wurden, sondern auch die internen Links wieder funktionieren und dass es hier jetzt auf PC, Tablet und Handy gleichermaßen hübsch aussieht 🙂 Noch immer werkelt er an optischen Kleinigkeiten, aber das sollte nur noch der Feinschliff sein.

Bedanken möchte ich mich auch bei ganz vielen zumeist stillen Lesern, die beim Abschalten des alten Blogs plötzlich sehr aktiv wurden und mir mit vielen Mails, Postkarten und sonstigen Kontaktaufnahmen gezeigt haben, dass sie auf Chili und Ciabatta nicht verzichten möchten. Ich hoffe, Ihr alle seid nun auch so zufrieden wie ich, dass es weitergeht!

Das erste Rezept im neuen Haus ist das letzte 5:2-Gericht, was wir noch in stiller Zweisamkeit verspeist haben: einen Bortschtsch mit den ersten roten Beten aus dem Garten und einem Rest gekochten Brustkern aus dem Tiefkühler.

Borschtsch mit gekochtem Brustkern

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Borschtsch mit gekochtem Brustkern
Kategorien: Eintopf, Gemüse, Rind, Resteverwertung, Diät
Menge: 2 Portionen, 4 Teller

Zutaten

1 Essl. Butter
1 Zwiebel; gehackt
1 Knoblauchzehe; gehackt
200 Gramm Spitzkohl; in Streifen
200 Gramm Kartoffeln; gewürfelt
200 Gramm Rote Bete; gewürfelt
1 Essl. Tomatenmark
500 ml Gemüsebrühe
1/2 Teel. Paprikapulver
1 Teel. Kümmel
400 Gramm Gehackte Tomaten (Dose)
Salz
Pfeffer
Essig, falls gewünscht (war hier nicht notwendig)
200 Gramm Gekochter magerer Brustkern*; gewürfelt
H ZUM SERVIEREN
1/2 Bund Dill
50 Gramm Saure Sahne

Quelle

modifiziert nach
Brigitte
Erfasst *RK* 28.06.2018 von
Petra Holzapfel

Zubereitung

Die Butter in einem weiten Topf erhitzen. Zwiebel und Knoblauch darin andünsten, dann den Kohl zugeben und kurz anbraten. Kartoffeln, Rote Bete und Tomatenmark unterrühren und etwa 2 Minuten mitschmoren. Brühe, Paprikapulver und Kümmel dazugeben und zugedeckt bei mittlerer Hitze etwa 5 Minuten kochen. Dann die Dosentomaten zugeben und weiterkochen, bis das Gemüse gar ist. Kurz vor Ende der Garzeit den gewürfelten Brustkern zugeben und heiß werden lassen.

Den Eintopf mit Salz, Pfeffer und falls nötig Essig abschmecken. Den Borschtsch mit Dill bestreuen und mit saurer Sahne servieren.

Anmerkung Petra: klasse, schmeckt überhaupt nicht nach Diät. Üppige Portion. Gut 400 kcal/Person.

*Im Original vegetarisch. Ich hatte von der Fleischbrühen- Herstellung noch Brustkern übrig, diesen vom Fett befreit.

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Kartoffelsuppe mit Krabben und Ei

Immer noch steht hier 1-2mal pro Woche ein kalorienarmes 5:2 Essen auf dem Tisch.

Kartoffelsuppe mit Krabben und Ei

Diesmal habe ich eine Kartoffel-Selleriesuppe gekocht. Auf den Tisch kommen kleine Schälchen mit Nordseekrabben, gehacktem hartgekochten Ei und einem Kräutermix aus dem Garten, aus denen man sich für die Einlage bedient.

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Kartoffelsuppe mit Krabben und Ei
Kategorien: Suppe, Gemüse, Krustentier, Diät
Menge: 2 Personen

Zutaten

10 Gramm   Öl
50 Gramm   Zwiebelwürfelchen
400 Gramm   Kartoffelwürfelchen
100 Gramm   Selleriewürfelchen
700 ml   Gemüsebrühe
2 Zweige   Majoran
100 ml   Kaffeesahne
      Salz
      Pfeffer
      Zitronensaft; zum Abschmecken
H EINLAGE
1     Ei; hartgekocht, gehackt
200 Gramm   Nordseekrabben
      Gehackte Kräuter: Schnittlauch, Dill, Petersilie

Quelle

  modifiziert nach
  Living at Home 9/2009
  Erfasst *RK* 28.05.2018 von
  Petra Holzapfel

Zubereitung

Das Öl in einem Topf erhitzen, die Zwiebeln darin andünsten. Kartoffeln und Sellerie zugeben und kurz mitschmoren, dann mit der Brühe auffüllen und zum Kochen bringen. Majoranzweige einlegen und etwa 20 Minuten köcheln lassen, bis das Gemüse weich ist. Majoran entfernen. Die Kaffeesahne zugießen und alles pürieren, gebenenfalls die Konsistenz mit Wasser oder Brühe anpassen.

Krabben und gehacktes Ei in Schälchen verteilen, Kräuter auch in ein Schälchen geben.

Die Suppe nochmal erhitzen, heiß servieren. Krabben, Ei und Kräuter bei Tisch in die Suppe geben.

Anmerkung Petra: hat uns sehr gut geschmeckt. Pro Person etwa 430 kcal

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Kalbsherz-Ragout mit Steinpilzen und Kartoffel-Grieß-Gröstl

Beim Posten des Fotos auf Instagram kamen gleich Fragen nach dem Rezept für dieses Kalbsherz-Ragout bzw. die Gröstl-Beilage.

Beides stammt ursprünglich von Kochbar, wurde von mir aber sehr stark modifiziert – es handelt sich dort um ein Ragout von Hähnchenherzen sowie einen Kartoffelschmarren, der mir aber schlicht zu viel Fett enthielt.

Kalbsherz-Ragout mit Kartoffel-Grieß-Gröstl

Die lange geschmurgelte Sauce ist wunderbar aromatisch und schön sämig. Das einzige, was ist nächstes Mal ändern würde: ich hatte das Kalbsherz in Würfelchen geschnitten, vom "Mouthfeeling" des festen Muskelfleisches her würden mir aber dünnere Scheibchen im Ragout besser gefallen.

Wer keine (TK-)Steinpilze hat, nimmt einfach Champignons. Für den Geschmack könnte man auch ein paar getrocknete Steinpilze mitschmoren.

Das Kartoffel-Grieß-Gröstl als Beilage ist eine nette Abwechslung. Meine Befürchtung, es könnte wegen der reduzierten Fettmenge etwas trocken sein, war jedenfalls unbegründet 🙂

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Kalbsherz-Ragout mit Steinpilzen
Kategorien: Kalb, Innereien, Pilz
Menge: 3 bis 4 Portionen

Zutaten

750 Gramm   Kalbsherz (Original Hähnchenherzen)
      Mehl; zum Wenden
      Butterschmalz; zum Braten
2     Zwiebeln; gewürfelt
1     Knoblauchzehe; fein gehackt
75 Gramm   Möhre; klein gewürfelt
3 Stangen   Sellerie, abgezogen; gewürfelt
1 Essl.   Tomatenmark
1 Essl.   Paprikamark
100 ml   Rotwein
100 ml   Portwein
250 ml   Dunkler Kalbs-Rinderfond; selbst gemacht
1     Lorbeerblatt
1 Essl.   Balsamicoessig
200 Gramm   Steinpilze; in Scheiben (hier TK) oder
      -Champignons

Quelle

  stark modifiziert nach
  kochbar
  "Herzragout mit Steinpilzen"
  Erfasst *RK* 13.03.2018 von
  Petra Holzapfel

Zubereitung

Das Kalbsherz putzen, vom Fett befreien und in dünne Scheibchen* schneiden.

Das Butterschmalz in einen Bräter erhitzen. Das Kalbsherz leicht mehlieren und portionsweise im heißen Fett anbraten, dabei erst wenden, wenn eine Seite etwas Farbe genommen hat. Fleisch herausnehmen. Die Zwiebeln im Bratfett bei reduzierter Temperatur anschwitzen, dann den Knoblauch zugeben und mitschwitzen. Möhre und Sellerie zugeben und etwa 10 Minuten mitbraten. Das Herz wieder mit in den Topf geben. Tomaten- und Paprikamark unterrühren, mit dem Rotwein ablöschen und alles etwas einkochen lassen. Nun den Portwein zugießen, wieder etwas einkochen, dann mit dem Fond aufgießen, das Lorbeerblatt zugeben, salzen und pfeffern. Alles bei gemäßigter Temperatur köcheln lassen, bis das Fleisch zart ist (hier 1 1/2-2 Stunden). Nach Bedarf Flüssigkeit nachfüllen.

Gegen Ende der Schmorzeit die Steinpilzscheiben in heißem Butterschmalz von beiden Seiten braun braten, würzen und zum Ragout geben. Das Ragout mit Balsamico, Salz und Pfeffer abschmecken.

Dazu passt das Kartoffel-Grieß-Gröstl, aber auch Gnocchi, Bandnudeln…

Anmerkung Petra: ich hatte das Herz Würfelchen geschnitten – dünnere Stücke wären aber vom "Biss" her schöner gewesen). Champignons gehen meiner Meinung nach genausogut. Die Sauce ist wunderbar intensiv und sämig. Ich habe einen Rest vom Ragout mit Schmortomaten zu einer Pastasauce verkocht.

Im Original wird das Rezept mit Hähnchenherzen gemacht.

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========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Kartoffel-Grieß-Gröstl
Kategorien: Beilage, Kartoffel, Getreide
Menge: 2 Personen

Zutaten

500 Gramm   Mehlige Kartoffeln
75 Gramm   Hartweizen-Grieß
1     Ei
      Salz
      Pfeffer
3 Essl.   Butterschmalz; zum Braten
      Schnittlauchröllchen; zum Bestreuen

Quelle

  stark modifiziert nach einer Idee von
  kochbar
  Erfasst *RK* 13.03.2018 von
  Petra Holzapfel

Zubereitung

Die Kartoffeln als Pellkartoffeln in Salzwasser weich kochen, noch warm schälen und durch die Presse in eine flache Schale drücken, ausdämpfen lassen. Den Grieß darüber streuen, salzen und pfeffern sowie das Ei dazuschlagen, alles mit einer Gabel gut vermischen.

2 El Butterschmalz in einer großen Pfanne erhitzen, die Kartoffel- Grießmasse hineingeben und kurz durchrühren, dann weiterbraten, bis die Unterseite braun wird. Unter gelegentlichem Wenden weiterbraten, bis eine teilweise goldbraune, krümelige Masse entsteht. Bei Bedarf noch etwas Butterschmalz oder Butter zugeben, abschmecken.

Das Gröstl in eine Schüssel geben und mit den Schnittlauchröllchen bestreut servieren.

Passt als Beilage zu Schmorgerichten.

Anmerkung Petra: gab es hier zu Kalbsherzragout, prima.

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Gewürzbackhendl mit Vogerl-Erdäpfelsalat

Aus Alfons Schuhbecks und Angelika Schwalbers Doppelbüchlein Herzhafte & süße Snacks* stammt das Rezept für diese Gewürzbackhendl, in Joghurt mit Brathähnchengewürz über Nacht marinierte und anschließend mit Bröseln und Cornflakes panierte Hähnchenbrustfilets. Während Schuhbeck hierbei wahrscheinlich das von ihm selbst vermarktete Brathähnchengewürz verwendet, habe ich eine eigene Mischung zusammengestellt.

Gewürzbackhendl mit Vogerl-Erdäpfelsalat

Im Buch wird als Beilage Feldsalat serviert, ich bin auf einen Erdäpfel-Vogerlsalat mit steirischem Kernöl umgeschwenkt.

Absolut überzeugt hat uns die Methode, die Hähnchenbrustfilets in der Pfanne schön braun anzubraten und dann im Backofen fertig garen zu lassen – das Fleisch wird so ausgesprochen saftig, was zum Teil auch auf das Marinieren zurückzuführen ist.

Noch ein kurzes Wort zum Buch, das zur Fernsehsendung Herzhaft & Süß des BR entstanden ist: beim Titel "Snacks" stelle ich mir schnell zubereitete, kleine Gerichte vor. Ein Großteil der im herzhaften Teil versammelten Rezepte lässt mich aber eher an Hauptgerichte denken, die einfach in kleinerer Menge auf mehr Leute aufgeteilt werden (konzipiert sind sie jeweils für 8 Personen). Gewürfelter Hirschrücken in Rotweinsauce mit Semmelknödel, Herrengulasch mit Wachtelspiegelei, Safranreis del Mar mit Fisch und Meeresfrüchten, Makkaroni mit Kalbsleber, Birne, Speck und Tomaten sind nur einige Beispiele. Beim Gewürzbackhendl habe ich also einfach das Rezept halbiert und hatte so ein Hauptgericht für 2 Personen.

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Gewürzbackhendl mit Vogerl-Erdäpfelsalat
Kategorien: Hähnchen, Beilage, Kartoffel, Salat
Menge: 2 Personen

Zutaten

H BACKHENDL
2     Hähnchenbrustfilets
1 Teel.   Brathähnchengewürz (P: selbst gemacht)
1/2 Essl.   Heiße Brühe oder Wasser
100 Gramm   Rahmjoghurt
      Salz
25 Gramm   Cornflakes; zerbröselt
40 Gramm   Frische Weißbrotbrösel
      Öl; zum Braten
H SALAT
300 Gramm   Festkochende Kartoffeln (P: Bamberger Hörnchen)
100 ml   Hühnerbrühe
2 Essl.   Apfelessig
1     Schalotte; fein gewürfelt
      Salz
      Pfeffer
1/2 Teel.   Senf
2 Essl.   Kürbiskernöl

Quelle

  Backhendl nach Alfons Schuhbeck
  Herzhafte Snacks
  Erfasst *RK* 10.01.2018 von
  Petra Holzapfel

Zubereitung

Am Vorabend das Brathähnchengewürz in heißer Brühe auflösen und kurz ziehen lassen, dann mit dem Joghurt verrühren. Die Hähnchenbrustfilets zusammen mit dem Joghurt in eine Gefriertüte geben und gut einmassieren. Über Nacht in den Kühlschrank legen.

Vor der Zubereitung den Backofen auf 100°C vorheizen. Cornflakes- und Weißbrotbrösel in einem tiefen Teller mischen. Von den Hähnchenbrustfilets den Joghurt leicht abstreifen, die Filets salzen (evtl. Salzgehalt des Brathähnchengewürzes beachten), das Fleisch in den Bröseln wenden, Brösel dabei andrücken.

In einer beschichteten Pfanne Öl erhitzen und die panierten Brustfilets darin bei mittlerer Hitze von beiden Seiten goldbraun braten. Hähnchenstücke in eine Schale geben und im Backofen auf der mittleren Schiene je nach Größe 20-30 Minuten saftig durchziehen lassen.

Für den Salat die Kartoffeln in der Schale in Salzwasser kochen. Die Hühnerbrühe mit der gewürfelten Schalotte und dem Apfelessig aufkochen. Die Kartoffeln noch heiß pellen und in Scheiben schneiden und in eine Schüssel geben, mit der heißen Brühe übergießen, mit Salz und Pfeffer würzen. Mindestens 30 Minuten ziehen lassen. Nun den Senf und das Kürbiskernöl einrühren. Vor dem Servieren den geputzen Feldsalat unterheben.

Das Gewürzbackhendl mit dem Vogerl-Erdäpfelsalat servieren.

Anmerkung Petra: Das Hähnchenfleisch bleibt so gebraten sehr schön saftig!

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========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Mein Brathähnchengewürz
Kategorien: Gewürzmischung, Hähnchen
Menge: 1 Ansatz

Zutaten

4 Essl.   Meersalz
1 Essl.   Pimentón de la vera süß
1 Essl.   Paprika edelsüß
1/4 Teel.   Knoblauchpulver
1 Teel.   Zwiebelpulver
1/4 Teel.   Schwarzer Pfeffer; frisch gemahlen
1/2 Teel.   Koriander gemahlen
1/2 Teel.   Ingwerpulver
3/4 Teel.   Mildes Currypulver
  Etwas   Muskat
1     Zitrone; abgeriebene Schale

Quelle

  eigenes Rezept
  Erfasst *RK* 04.01.2018 von
  Petra Holzapfel

Zubereitung

Alle Zutaten mischen und in einem Glas verschlossen dunkel aufbewahren.

Gewürzmischung für Hühnchen, passt aber auch zu Kartoffelwedges aus dem Backofen, Gemüsegerichten etc.

Anmerkung Petra: Verwendet u.a. für Rezept Gewürzbackhendl.

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Hähnchenschenkel und Kartoffeln vom Blech mit nussiger Kresse-Blauschimmelkäse-Butter und Quitten-Zwiebel-Birnen-Chutney

Ich habe aus der reichlichen Quitten-Ernte noch diverse Exemplare herumliegen. Vielleicht geht es jemand genauso und er sucht noch eine Verwertungsmöglichkeit? Dann kann ich das Quitten-Zwiebel-Birnen-Chutney aus einer alten essen & trinken von 1989 sehr empfehlen 🙂

Hähnchenschenkel und Kartoffeln vom Blech mit nussiger Kresse-Blauschimmelkäse-Butter

Wir hatten es als Beilage zu ganz unkomplizierten Hähnchenschenkeln und Kartöffelchen vom Blech, die mit einer Würzbutter serviert werden. Genausogut passt es aber zu Wild oder natürlich zu Käse.

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Hähnchenschenkel und Kartoffeln vom Blech mit nussiger Kresse-Blauschimmelkäse-Butter
Kategorien: Hähnchen, Kartoffel, Beilage, Backofen
Menge: 2 Portionen

Zutaten

H HÄHNCHEN
500 Gramm   Kleine Kartoffeln (Drillinge); geschrubbt
4 klein.   Hähnchenschenkel
1     Junge Knoblauchknolle; quer halbiert
      -(ersatzweise Knoblauchzehen)
      Salz
      Pfeffer
3 Essl.   Olivenöl
1/2 Essl.   Balsamico-Essig
H BUTTER
40 Gramm   Weiche Butter
3/4     Beet Kresse (Original Brunnenkresse)
20 Gramm   Blauschimmelkäse nach Wahl; hier Gorgonzola
      -piccante
12 Gramm   Gehackte Walnusskerne

Quelle

  Diana Henry
  Alle meine Hähnchen
  Erfasst *RK* 23.03.2016 von
  Petra Holzapfel

Zubereitung

Für die Würzbutter die Butter in einem hohen Gefäß schaumig rühren. Kleingeschnittenen Käse zugeben, dann die grob gehackte Kresse und die Walnüsse unterrühren. Die Butter auf Klarsichtfolie geben und zu einer Rolle eindrehen, im Kühlschrank fest werden lassen.

Die Hähnchenschenkel mit einem El Olivenöl und dem Balsamico einreiben, salzen und pfeffern und in eine ausreichend große ofenfeste Form geben. Die Kartoffeln und den Knoblauch mit dem restlichen Olivenöl vermischen, salzen und um die Schenkel herum einlagig in der Form verteilen.

Den Backofen auf 200°C vorheizen. Die Form für etwa 50-60 Minuten in den Backofen schieben, dabei die Kartoffen nach der Hälfte der Zeit drehen, damit sie gleichmäßig bräunen.

Die Hähnchenschenkel in der Form servieren, die Butter in Scheiben darauflegen und schmelzen lassen.

Anmerkung Petra: wunderbar vorzubereiten, prima! Henry empfiehlt ein Birnen-Chutney dazu – mein Quitten-Birnen-Chutney hat ausgezeichnet dazu gepasst.

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========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Quitten-Zwiebel-Birnen-Chutney
Kategorien: Beilage, Pikant, Früchte
Menge: 1 Rezept

Zutaten

600 Gramm   Quitten netto; geschält, ohne Kernhaus; in
      -Spalten
300 Gramm   Zwiebeln; in Spalten
400 Gramm   Birnen netto; geschält, ohne Kernhaus; in
      -Spalten
1     Limette; Schale komplett entfernt; gehackt
20 Gramm   Ingwer; geschält, gerieben
1 Teel.   Salz; mehr nach Bedarf
350 ml   Rotweinessig
50 ml   Balsamico
100 Gramm   Rosinen
1/4 Teel.   Piment
1/4 Teel.   Nelkenpulver
3/4 Teel.   Zimtpulver
1/2 Teel.   Gemahlener Koriander
1/2 Teel.   Gemahlene Chilis
650 Gramm   Brauner Zucker

Quelle

  stark modifiziert nach essen & trinken 9/89
  Erfasst *RK* 23.03.2016 von
  Petra Holzapfel

Zubereitung

Quitten, Zwiebeln, Birnen und Limette in einen Topf geben und mit Ingwer, Salz, Rotweinessig, Balsamico, Rosinen, Piment, Nelkenpulver Zimt, Koriander und Chilis vermischen und etwa 1 Stunde zugedeckt köcheln lassen, dabei ab und zu umrühren.

Den braunen Zucker zugeben und weitere 30 Minuten offen köcheln lassen. Mit Salz abschmecken und kochend heiß in Twist-off-Gläser füllen, sofort verschließen und diese 5 Minuten auf den Kopf stellen.

Das Chutney passt zu Käse, aber auch zu kurzgebratenem Fleisch oder Wild.

Anmerkung Petra: schmeckt mir ausgezeichnet.

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Japanischer Krautsalat, japanischer Kartoffelsalat

Kürzlich war Sohn Moritz zu Besuch. Die Gelegenheit wollte ich beim Schopf packen und mal wieder einen größeren Schweinebraten machen, in der ganz einfachen und doch so schmackhaften Variante des Salzbratens. Der einzige Nachteil dieses Bratens: eine Sauce entsteht dabei nicht. Also müssen als Beilagen am besten eigenständige Salate her, gerne so etwas wie Kartoffelsalat und Krautsalat.

Moment – Krautsalat? Da hatte ich doch gerade beim ersten flüchtigen Durchblättern in Stevan Pauls Meine japanische Küche* ein Rezept für einen Spitzkohlsalat gesehen? Das wäre doch eine prima Gelegenheit, den auszuprobieren. Mit japanischer Küche kenne ich mich nämlich bisher überhaupt nicht aus. Bleibt noch ein Kartoffelsalat. Hmmm, gibt es eigentlich japanischen Kartoffelsalat? (Leute, die Stevans Buch tatsächlich aufmerksam gelesen haben, wissen natürlich, dass er auch einen Kartoffelsalat anbietet. Aber der war mir zu dem Zeitpunkt durch die Lappen gegangen. Peinlich.)

Japanischer Kartoffelsalat, japanischer Krautsalat

Nach kurzem Googeln war aber nun auch mir klar: selbstverständlich gibt es japanischen Kartoffelsalat! Immer mit (japanischer) Mayonnaise – sehr zur Freude von Helmut, der sonst meist mit meinem schwäbischen Kartoffelsalat vorlieb nehmen muss ;-), meist mit Zwiebel, Gurke und Möhre, oft mit hart gekochtem Ei. Ich hab mich beim Rezept an Mari von Kazuo orientiert, die den Salat sehr ausführlich in mehreren möglichen Varianten vorstellt. Die Mayonnaise habe ich selbst gemacht, das gekochte Ei hier weggelassen.

Als die Männer neugierig vorbeikamen, sah ich nach den ersten Probiergabeln in freudige Gesichter: schmeckt ja klasse, war die einstimmige Meinung! Der Krautsalat schön knackig-frisch mit feiner Ingwerschärfe, der Kartoffelsalat cremig-mild, aber überhaupt nicht "baatzig". Bayern trifft Japan – ein voller Erfolg 🙂

Beim Magentratzerl findet Ihr übrigens eine ausführliche Rezension von Stevans "japanischer Küche" – ich bin schon ausgesprochen gespannt auf mehr!

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Japanischer Krautsalat
Kategorien: Salat, Vegetarisch, Japan
Menge: 2 bis 3 Personen

Zutaten

450 Gramm   Spitzkohl (P: etwa 350 g netto)
      Salz
20 Gramm   Ingwer
2 Essl.   Reisessig
1 Essl.   Flüssiger Honig
1 Teel.   Öl
1 Spritzer   Geröstetes Sesamöl
2 Essl.   Sesamsaat
1 Spritzer   Zitronensaft; zum Abschmecken, nach Belieben
H ZUM SERVIEREN
      Gerösteter Sesam

Quelle

  nach Stevan Paul
  Meine japanische Küche
  Erfasst *RK* 26.09.2017 von
  Petra Holzapfel

Zubereitung

Den Spitzkohl putzen und vierteln, den Strunk herausschneiden. Den Kohl in möglichst feine Streifen schneiden, in eine Schüssel geben und salzen. Gut durchmischen, damit der Kohl etwas weicher wird.

Den Ingwer schälen und fein reiben, mit Essig und Honig unter den Kohl mischen.

Sesamsaat in einer Pfanne ohne Öl rösten und leicht salzen. Sesam mit Öl und Sesamöl unter den Salat heben, kurz ziehen lassen und nochmal abschmecken. Zum Servieren mit Sesam bestreuen.

Anmerkung Petra: schön frischer Salat mit angenehmer Ingwerschärfe. Passt prima zu Gegrilltem oder kurz Gebratenem.

Bei uns gab's den japanischen Krautsalat zusammen mit japanischem Kartoffelsalat zu einem Schweinebraten auf dem Salzbett. Die Kombination von knackig-frischem und eher cremigem Salat hat uns ausnehmend gut gefallen!

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========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Japanischer Kartoffelsalat
Kategorien: Salat, Kartoffel, Vegetarisch, Japan
Menge: 3 bis 4 Personen

Zutaten

500 Gramm   Kartoffeln (P: speckige wie z.B. Annabelle)
150 Gramm   Möhren; geschält
1     Zwiebel; geschält
3/4 Teel.   Senf
150 Gramm   Gurke; geschält, halbiert, entkernt
120 Gramm   Japanische Mayonnaise, Menge den eigenen
      -Vorlieben anpassen (P: selbst gemachte Mayo)
1-2 Essl.   Weißweinessig; Menge den eigenen Vorlieben
      -anpassen
1 Essl.   Zitronensaft; Menge den eigenen Vorlieben
      -anpassen
      Salz
      Pfeffer

Quelle

  eigene Vorgehensweise in Anlehnung an
  Kazuo Blog
  Erfasst *RK* 26.09.2017 von
  Petra Holzapfel

Zubereitung

Die Kartoffeln als Pellkartoffeln kochen, dann abgießen und kurz im heißen Topf ausdämpfen lassen. Noch heiß pellen und in 1 cm dicke Halbmond-Scheiben (hantsukigiri) schneiden, in eine Schüssel geben, salzen, pfeffern und mit dem Essig vermengen. Abkühlen lassen.

Die Möhren als Ganzes (P.: aber geschält) dämpfen, bis sie gerade eben weich sind. Dann in 2-3 mm dicke 1/4-Segment-Scheiben (ichougiri, Ginko-Schnitt) schneiden und beiseite stellen.

Die Zwiebel in feine Scheiben (usugiri) schneiden, dann salzen und weich kneten. Die weich gewordenen Zwiebeln mit dem Senf vermengen.

Die Gurken in feine Scheiben (koguchigiri) schneiden, dann salzen und etwa 10 Minuten ziehen lassen. Austretendes Waser abgießen, die Gurken kräftig ausdrücken.

In einer großen Schüssel Kartoffeln, Zwiebeln und Gurken vermischen. Die Mayonaise hinzufügen und alles vermengen. Zum Schluss die Möhren untermengen.

Etwas ziehen lassen, dann nochmals mit Salz, Pfeffer und evtl. Zitronensaft abschmecken.

Als weitere Zutaten sind Wurstwürfel, Maiskörner und hart gekochtes Ei beliebt.

Anmerkung Petra: Bei uns gab's den japanischen Kartoffelsalat zusammen mit japanischem Krautsalat zu einem Schweinebraten auf dem Salzbett. Die Kombination hat uns ausnehmend gut gefallen! Obwohl ich nicht so der Fan von Mayo-Kartoffelsalaten bin, fand ich diesen hier prima – wobei ich ihn wahrscheinlich etwas säuerlicher abgeschmeckt habe als vorgesehen. Mit den speckigen Kartoffeln war er auch überhaupt nicht "pappig".

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*=Affiliate-Link zu Amazon. Wenn darüber bestellt wird, kostet es genausoviel wie sonst auch, allerdings erhalte ich einen kleinen Vermittlungs-Betrag, den ich wieder in neue Kochbücher etc. stecken kann.

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