Marinierte Zucchini auf Ricotta mit Haselnüssen und Minze

Ich glaube, es war Foodfreak, die mir dieses Rezept aus der Bon Appetit schon letztes (oder war es sogar vorletztes?) Jahr ans Herzen legte. Jetzt, zur besten Zucchini-Erntezeit, kam es wieder in meinen Fokus – vor allem, nachdem ich die durchweg begeisterten Kommentare dazu gelesen hatte.

Marinierte Zucchini auf Ricotta mit Haselnüssen und Minze

Gleich vorneweg: wir reihen uns gerne bei den begeisterten Nachkochern ein 🙂

Basis für das Gericht ist mit Zitronenschale aromatisierter Ricotta, darauf kommen langsam gebratene Zucchinistücke, die anschließend ein Viertelstündchen in einer Essig-Öl-Marinade mit Knoblauch, Chiliflocken und Minzezweigen baden durften. Komplettiert wird das Gericht mit gerösteten Haselnüssen, Zitronensaft und frischen Minzblättchen.

Zucchini in der Pfanne

Die vorgesalzenen und abgetropften Zucchinihälften in der Pfanne – durch das relativ lange Anbraten auf der Schnittfläche bekommen sie schöne Röstaromen.

Wir haben das Gericht in dieser Menge als Hauptgericht verspeist. Als Beilage sollte es für 4 Personen reichen.

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Marinierte Zucchini auf Ricotta mit Haselnüssen und Minze
Kategorien: Beilage, Hauptgericht, Gemüse, Salat, Vegetarisch
Menge: 2 Als Hauptgericht, 4 als Beilage

Zutaten

500 Gramm (3 mittlere) Zucchini; gerne grün und gelb, der
-Länge nach halbiert
1 1/2 Teel. Salz
35 Gramm Blanchierte Haselnüsse, geröstet*; grob zerdrückt
Olivenöl
1 Bund Minze
1 Knoblauchzehe; gerieben
2 Essl. Weißweinessig
1/2 Teel. Zucker
1/2 Teel. Chiliflocken
Pfeffer; frisch gemahlen
1 Bio-Zitrone; abgeriebene Schale und Saft nach
-Geschmack
250 Gramm Ricotta
Fleur de Sel

Quelle

modifiziert nach
Bon Appetit
June 2018
Erfasst *RK* 05.08.2021 von
Petra Holzapfel

Zubereitung

Die Zucchinihälften mit dem Salz mischen und in einem Sieb etwa 10 Minuten abtropfen lassen, dann trockentupfen.

Drei Minzzweige ein paarmal auf die Arbeitsfläche schlagen, um die Aromen freizusetzen. Die Zweige in einer Schüssel mit Weißweinessig, Knoblauch, Zucker, Chiliflocken und 2 El Olivenöl mischen. Beiseite stellen.

2 El Öl in einer großen Pfanne erhitzen, bis das Öl schimmert (P: 7 1/2 von 9), dann die Zucchini mit der Schnittfläche nach unten hineinlegen, dabei die Stücke evtl. durchschneiden, damit sie gut nebeneinander in die Pfanne passen. Die Stücke etwa 5 Minuten braten, dabei die Lage immer mal wieder verändern, damit alle Stücke gleichmäßig bräunen. Die Temperatur etwas reduzieren (P: 4 1/2 von 9) und etwa 10-15 Minuten weiterbraten, bis die Zucchini weich sind (ich offen, wobei ich die Stücke einmal für 3-4 Minuten umgedreht habe, im Original 15 Minuten mit Deckel. Im Original sollen die Stücke „sehr weich“ werden, ich mag sie mit leichtem Biss lieber). Die Zucchini auf ein Schneidbrett legen und etwas abkühlen lassen.

Die Zucchini in 5 cm-Stücke schneiden und ins Dressing geben, wenden und mit Salz und Pfeffer würzen. 15 Minuten ziehen lassen, dabei immer mal wieder wenden. Danach die Minzzweige entfernen.

Währenddessen den Ricotta in einer Schüssel mit abgeriebener Zitronenschale und 1 El Olivenöl mischen, salzen.

Zum Servieren den Ricotta auf einer Platte verstreichen. Die Zucchinistücke mitsamt dem Dressing auf dem Ricotta verteilen und alles mit Zitronensaft beträufeln. Mit Haselnüssen und abgezupften Minzblättchen bestreuen, etwas Fleur de Sel darüber geben.

Anmerkung Petra: Sehr schöne Kombination von cremigem Ricotta mit würzigem Zucchini-Salat und crunchy Nüssen. Die Minze gefällt mir sehr gut dazu! Dazu passt knuspriges Brot (hier Hirse- Saaten- Stangen aufgebacken)

Im Original wird für 3 mittlere Zucchini nur 1/2 Tasse Ricotta verwendet. Ich habe 250 g genommen, wir haben das Gericht so zu zweit als Hauptgericht gegessen. Als Beilage sollte es für 4 Personen reichen.

*Falls keine gerösteten Haselnüsse vorhanden sind: geschälte (blanchierte) Haselnüsse mit 1 El Öl vermischen und 15-20 Minuten im auf 150°C vorgeheizten Backofen rösten. Dann mit einem schweren Topf oder Fleischklopfer zerdrücken, so dass grobe Stücke entstehen.

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Scharfe Röstkartoffeln mit Tahin und Sojasauce

Bei einem der letzten #freitagskochtdermann-Essen hat Helmut wieder einmal Flavour* von Yotam Ottolenghi und Ixta Belfrage als Ideengeber durchgeschaut.

Scharfe Röstkartoffeln mit Tahin und Sojasauce

Neben Zucchini mit Harissa und Zitrone hat er mir diese wunderbaren Röstkartoffeln zu kleinen Rehschnitzelchen serviert. Das Rezept darf auf keinen Fall in der Versenkung verschwinden, deshalb hier seine leicht modifizierte Version:

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Scharfe Röstkartoffeln mit Tahin und Sojasauce
Kategorien: Beilage, Kartoffel
Menge: 2 Personen

Zutaten

H RÖSTKARTOFFELN
450 Gramm Mehlige Kartoffeln; ungeschält in 3 cm
-Würfel geschnitten
1/2 Teel. Harissa*
1 Teel. Paprikamark*
1/2 Teel. Scharfe türkische Paprikapaste*, Aci Biber
-Salcasi
1 Knoblauchzehe; zerdrückt
1 1/2 Essl. Olivenöl
1/2 Essl. Feine Schnittlauchröllchen
1 Essl. Sesam-Saat, schwarz und/oder weiß
Pfeffer
Salz
H TAHIN-SOJA-DRESSING
30 Gramm Tahini
1 Essl. Sojasauce
3/4 Essl. Ahornsirup
3/4 Essl. Reisessig

Quelle

modifiziert nach Yotam Ottolenghi
Flavour
Erfasst *RK* 15.07.2021 von
Petra Holzapfel

Zubereitung

Für die Röstkartoffeln den Backofen auf 260°C Ober-/Unterhitze vorheizen.

Die Kartoffeln in einer Schüssel mit Harissa, Paprikamark, scharfer Paprikapaste, Knoblauch, Salz und Olivenöl mischen.

Ein Backblech mit Backpapier auslegen, die gewürzten Kartoffelwürfel darauf verteilen und mit Alu-Folie dicht abdecken. Das Blech für 15 Minuten in den Ofen schieben.

Das Blech herausnehmen, die Temperatur auf 200° Umluft reduzieren. Die Alufolie entfernen und das Blech wieder in den Ofen schieben und weitere 25 Minuten rösten, nach der Hälfte der Zeit die Kartoffeln wenden.

Während die Kartoffeln im Ofen sind, die Sesamkörner in einer trockenen Pfanne rösten und beiseite stellen.

Die Zutaten für das Tahini-Dressing mischen und mit einem Schneebesen glatt rühren.

Die fertigen Kartoffeln in eine Schüssel geben, das Tahini-Dressing drüber löffeln, Sesam und Schnittlauch drüber streuen und servieren.

Anmerkung Petra: eine wunderbar pikant-aromatische Kartoffelzubereitung.

*Im Original verwendet Ottolenghi 25 g Rosenharissa, das hat Helmut durch diese Dreier-Mischung ersetzt.

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Fritada mit Hominy-Erbsen-Salat

Mein dritter Beitrag in dieser Woche ist noch einmal ein ecuadorianisches Gericht für die kulinarische Weltreise.

Wie ich bei Laylita gelesen habe, ist Fritada de chancho (gebratenes Schwein) eine typische ecuadorianische Mahlzeit, die man gerne am Wochenende bei Ausflügen aufs Land mit Freunden in kleinen Restaurants oder Essensständen zu sich nimmt. Ergänzt wird das Schweinefleisch durch diverse Beilagen wie Mote (Hominy, also weißer nixtamalisierter, d.h. in einen speziellen Prozess geschälter Mais), Yuca, gebratene Kochbananen, Abschnitte von Maiskolben (choclos), Popcorn, llapingachos (Kartoffelküchlein) oder gebratene ganze Kartoffeln, Zwiebel-Tomaten-Salsa und Aji.

Normalerweise wird für die Fritada das mit Salz, Pfeffer, Kreuzkümmel und Knoblauch gewürzte Fleisch zuerst in Wasser oder Brühe – gegebenenfalls mit etwas Orangensaft oder Bier vermischt –  gegart, bis die Flüssigkeit verkocht ist und das Fleisch im eigenen Fett knusprig braun brät.

Fritada Teller

Ich habe in The Latin Road Home* eine etwas aufwändigere Zubereitungsart gefunden, die Garces von seiner Mutter übernommen hat.

Fleisch für Fritada

Dafür brät er die Fleischstücke – er verwendet Schweineschulter in etwas größeren und Schweinebauch in kleineren Stücken – in Öl an und gibt zum Schmoren zusätzlich eine relativ große Menge Öl dazu, das Fleisch wird also nicht nur in der Flüssigkeit gegart, sondern auch confiert. Am Schluss wird das fertige Fleisch nochmal im Öl knusprig braun gebraten. Ob sich der größere Aufwand wirklich lohnt, kann ich mangels eines direkten Vergleichs leider nicht sagen. Ich werde die „einfache“ Methode aber sicher bald einmal ausprobieren – geschmeckt hat uns das Essen mit seinen verschiedenen Komponenten nämlich sehr gut.

Fritada Komplett

Garces serviert das fertige Schweinefleisch dann gerne in kleinere Stücke geteilt mit einem Hominy-Erbsen-Salat vermischt, den er Las Cosas Finas (die feinen Sachen) nennt. Ich habe Salat und Schwein aufgeteilt: einen Teil wie vorgeschlagen als warmen Kombi-Salat auf den Tisch gestellt, den Rest als Hominy-Salat pur mit den gebratenen Fleischstücken, einer Tomaten-Zwiebel-Salsa (das Rezept hat euch Wilma schon vorgestellt) sowie Aji costeño in separaten Schüsseln gereicht.

Fritada-Hominy-Salat

Hier nochmal der Salat-Mix etwas näher: ganzer Hominy, also Hominy aus ganzen Maiskörnern, war bei meinem Shop leider gerade ausverkauft, so habe ich mir mit grob gebrochenem Hominy (White Hominy broken) beholfen, was gut geklappt hat. Garces verwendet frisch gepulte Erbsen in seinem Rezept, meint aber, seine Mutter würde oft auch frische Favabohnen oder Kichererbsen dazugeben. Bei mir sind gerade die Zuckererbsen reif, also habe ich die mit eingebaut.

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Fritada mit Hominy-Erbsen-Salat
Kategorien: Fleisch, Schwein, Beilage, Salat, Ecuador
Menge: 4 Personen

Zutaten

H GEWÜRZMISCHUNG
1 Essl. Salz
1/2 Essl. Frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
1/2 Essl. Gemahlener Kreuzkümmel
1/2 Essl. Knoblauchpulver
H FRITADA
750 Gramm Schweineschulter ohne Knochen; in etwa 12 Stücke
-geschnitten
500 Gramm Schweinebauch; in mundgerechten Stücken von etwa
-1-2 cm Kantenlänge
400 Gramm Öl
1 groß. Zwiebel; gehackt
4 Knoblauchzehen; gehackt
400 ml Hühnerbrühe; schwach gesalzen
100 ml Orangensaft*; frisch gepresst
H HOMINY-SALAT
100-150 Gramm Hominy; über Nacht eingeweicht (P: white Hominy
-broken)
100-150 Gramm Zuckererbsen*; geputzt, in kurzen Stücken, 2-3
-Minuten blanchiert
50-75 Gramm TK-Erbsen; 2-3 Minuten in kochendem Wasser
-aufgetaut
1 Möhre; fein geschnitten
1 klein. Rote Zwiebel; gehackt
2 Limetten: Saft; nach Geschmack mehr
2 Knoblauchzehen; fein zermust
Salz
3 Essl. Olivenöl; nach Geschmack mehr
1 Essl. Gehacktes Koriandergrün
H ZUM SERVIEREN
Aji costeño
Zwiebel-Tomaten-Curtido

Quelle

modifiziert nach
Jose Garces
The Latin Road Home
Erfasst *RK* 14.07.2021 von
Petra Holzapfel

Zubereitung

Für den Salat das Hominy am Vortag einweichen.

Am nächsten Tag das Wasser abgießen und das Hominy mit frischem Salzwasser zum Kochen bringen. Nach Packungsanweisung kochen, bis der Mais weich ist (P: bei meinem broken Hominy 90 Minuten), dann abgießen und abtropfen lassen, beiseite stellen.

Alle Zutaten für die Gewürzmischung verrühren. Die Fleischwürfel (P: habe ich für große und kleine Fleischstücke getrennt gemacht) damit bestreuen und alles gut durchmischen.

2 El Öl in einem Bräter erhitzen und das Fleisch darin portionsweise braun anbraten. Das Fleisch herausnehmen, Zwiebeln und Knoblauch ins Bratfett geben und etwa 10 Minuten glasig braten.

Die Brühe sowie das Öl angießen, das Fleisch wieder zugeben und alles bei nicht zu hoher Temperatur köcheln lassen, bis der Hauptteil der Brühe verkocht ist, dann den Orangensaft zugießen und weiterköcheln, bis das Fleisch nur noch im Öl simmert (das dauert gut 2 Stunden, P: bis hierher am Vortag vorbereitet).

Für den Salat Hominy, blanchierte Zuckererbsen, Erbsen, Möhre, Zwiebeln und Koriandergrün in eine Schüssel geben. Limettensaft, Knoblauch, Salz und Öl verrühren und mit dem Salat vermischen. Abschmecken und etwas durchziehen lassen.

Die größeren Fleischstücke mit einem Schaumlöffel herausnehmen, das Öl durch ein Sieb abgießen (die kleineren Fleischstücke sind mit würzigen Bratrückständen vermischt im Sieb und lassen sich schlecht davon separieren).

Den Topf säubern, das Öl wieder hineingeben und erhitzen. Das Fleisch im Öl nochmal 2-3 Minuten pro Seite goldbraun braten.

Garces serviert das Fleisch grob gehackt mit dem Hominysalat vermischt. Ich habe die goßen Fleischwürfel ganz gelassen und separat serviert, einen Teil der kleinen mit einem Teil Salat vermischt, den Rest Salat ohne Fleisch gereicht.

Dazu passt Zwiebel-Tomaten-Salsa (Curtido de cebolla y tomate) und Aji costeño.

Anmerkung Petra: Sehr leckere Zusammenstellung. Uns hat sowohl der Salat mit dem würzigen Schweinebauch gefallen als auch der Salat solo. Curtido und Aji sind eine schöne Ergänzung.

Das ist ein deutlich aufwändigeres Rezept als die üblichen Zubereitungen, bei denen das gewürzte Fleisch zuerst einfach in Brühe (gegebenenfalls mit Orangensaft oder Bier) gegart wird , bis die Flüssigkeit verkocht ist und das Fleisch dann im eigenen Fett angebraten wird. Warum Garces Schulter und Bauch in unterschiedlich große Stücke schneidet, erschließt sich mir nicht ganz.  Evtl. soll der Bauch so besser ausbraten?

*ich habe einen Teil der Brühe durch Orangensaft ersetzt wie beim Rezept von Laylita gesehen.

Beim Salat habe ich die Mengenverhältnisse etwas verändert. Nach Garces kann man neben Erbsen auch noch Favabohnen oder Kichererbsen im Salat verwenden.

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Die Rezepte der Mitreisenden (wird im Laufe des Monats ergänzt):

Petra aka Cascabel von Chili und Ciabatta mit Mango-Shrimp-Ceviche mit Avocado und knusprigen Chifles
Kathrina von Küchentraum & Purzelbaum mit Pan de yuca – Käsebrötchen
Britta von Brittas Kochbuch mit Pescado encocado – Fisch in Kokossauce
Petra aka Cascabel von Chili und Ciabatta mit Pan Reventado – aufgerissene Brötchen aus Ecuador
Wilma von Pane-Bistecca mit Llapingachos – gefuellte Kartoffelpuffer aus Ecuador
Ulrike von Küchenlatein mit Chupe de maní – Erdnuss-Suppe
Simone von zimtkringel mit Chaulafan de pollo
Wilma von Pane-Bistecca mit Pescado Encocado – Ecuadorianischer Fisch in Kokosnuss Milch
Petra aka Cascabel von Chili und Ciabatta mit Caldo de Bolas de Verde – Suppe mit gefüllten Knödeln aus grünen Kochbananen
Susanne von magentratzerl mit Encocado
Petra aka Cascabel von Chili und Ciabatta mit Cremige Quinoasuppe mit Mais und Strohkartoffeln
Wilma von Pane-Bistecca mit Seco de Pollo
Wilma von Pane-Bistecca mit Curtido de Cebolla y Tomate
Susanne von magentratzerl mit Llapingachos con Ají de Maní
Britta von Backmaedchen 1967 mit Flan de Piña-Ananas Flan
Britta von Brittas Kochbuch mit Coctél de Aguacates y Camerones – Avocado-Garnelencocktail
Britta von Brittas Kochbuch mit Bistec de res ecuatoriano – Ecuadorianisches Rindersteak
Britta von Brittas Kochbuch mit Arroz con „Pollo“ vegano – Reis mit „Hühnchen“ vegan
Jenny von Jenny is baking mit Espumillas aus Ecuador
Gabi von Langsam kocht besser mit Shrimp-Ceviche
Dirk von low-n-slow mit Kochbananen-Empanadas
Tina von Küchenmomente mit Come y Bebe – Fruchtsalat aus Ecuador
Volker von Volkermampft mit Ecuadorianisches Hähnchen Rezept – Seco de pollo

Mango-Shrimp-Ceviche mit Avocado und knusprige Chifles

So viel schon mal vorneweg: dieses Rezept ist der Knaller schlechthin, beste Sommerküche 🙂

Ceviche mit Shrimps, Mango und Avocado

Gefunden habe ich die Ceviche mit Shrimps und Mangos bei Laylita’s Recipes, für mich DIE Blogreferenz, was Rezepte aus Ecuador angeht. Da die kulinarische Weltreise von Volkermampft in diesem Monat in Ecuador Halt macht, landet man mit ziemlicher Sicherheit bei ihr, wenn man im Internet nach Rezepten sucht.

Ceviche hat in Ecuador eine fast suppige Konsistenz, da sie zusammen mit der Zitrus-Marinade serviert wird. Gerne isst man dazu als Kontrast knusprige Beilagen wie Chifles (knusprige dünne Chips aus grünen Kochbananen), Patacones oder Tostones (etwas dickere Chips), Popcorn oder maíz tostado oder cancha (geröstete Maiskörner). Hier findet man eine ganze Reihe von Vorschläge für verschiedene Ceviches, auch vegetarische Ceviches wie diese scharfe Mango-Ceviche sind dabei. Häufig wird Ceviche mit Shrimps gemacht, diese werden gekocht und nicht roh mariniert.

Grüne Kochbanane aus Ecuador

Ich habe für meine knusprigen Chifles (Bananenchips) grüne Kochbananen verwendet, die tatsächlich aus Ecuador stammten (bestellt habe ich sie zusammen mit weiteren Lebensmitteln wie Yuca/Maniok bei AfricShopping*). Man kann sie auch aus grünen Bananen machen, die hier einfacher zu bekommen sind. Laylita hat auf ihrem Blog einen Vergleich der beiden Bananensorten mit einer Bilderstrecke veröffentlicht.

Die Ceviche ist ohne großen Aufwand zu machen. Serviert wird sie gut gekühlt. Schon bei den ersten Bissen hat uns das Zusammenspiel der Aromen und Texturen begeistert: süß, sauer, angenehm scharf, weich, fest, knusprig – da ist alles drin. Ein absoluter Favorit, den es diesen Sommer bestimmt nicht zum letzten Mal gab!

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Mango-Shrimp-Ceviche mit Avocado und Chifles
Kategorien: Krustentier, Früchte, Pikant, Sommer, Beilage
Menge: 2 Portionen

Zutaten

H ZWIEBEL-CURTIDO-SALSA
1/2 klein. Rote Zwiebel; in feinen Streifen
Salz
1-2 Essl. Limettensaft; frisch gepresst
H CEVICHE
300 Gramm TK-Shrimps roh mit Schale* oder gekocht, geschält
1 Mango; reif, aber fest
1/2 klein. Rote Zwiebel; fein gewürfelt
100 ml Limettensaft; frisch gepresst (insgesamt von 5-6
-Limetten)
2 Essl. Orangensaft; frisch gepresst
2 Essl. Gehacktes Koriandergrün
1 Rote Chilischote (Fresno oder Jalapeño); fein
-gewürfelt
1 Avocado; reif aber fest
1 Essl. Avocadoöl; optional
Salz
H CHIFLES
1 Grüne Kochbanane
Öl; zum Frittieren
Salz

Quelle

modifiziert nach
Laylita’s Recipes
Erfasst *RK* 30.06.2021 von
Petra Holzapfel

Zubereitung

Für die Zwiebel-Curtido-Salsa die Zwiebelstreifen in eine kleine Schüssel geben, mit Salz bestreuen und mit kaltem Wasser bedecken. Nach kurzer Zeit die Zwiebelstreifen in eine Sieb abgießen und gut abspülen. Die Zwiebelstreifen wieder in die Schüssel geben und mit dem Limettensaft vermischen. Man kann nach Belieben noch etwas gehackte Chilis und Koriandergrün zufügen. Bis zum Gebrauch kühl stellen.

Falls man rohe Shrimps mit Schale für die Ceviche verwendet: die Shrimps in einem Sieb mit heißem Wasser übergießen und antauen lassen, dann schälen und gegebenenfalls entdarmen. Wenig Salzwasser zum Kochen bringen, die Shrimps hineingeben, die Temperatur reduzieren und die Shrimps bei 80°C etwa 2-3 Minuten pochieren. Shrimps herausnehmen, kalt abspülen und trocken tupfen. Shrimps je nach Größe halbieren oder dritteln.

Die Mango schälen, das Fruchtfleisch vom Stein schneiden und in Würfel schneiden. Mango, Shrimps, rote Zwiebelwürfelchen, gewürfelte Chilis, gehacktes Koriandergrün, Limettensaft und Orangensaft in einer Schüssel vermischen, salzen. Die Mischung im Kühlschrank 30-60 Minuten ziehen lassen.

Vor dem Servieren die Avocado halbieren, entsteinen, schälen und würfeln. Das Avocadofleisch zur Ceviche geben, nach Belieben das Öl unterrühren. Alles gut vermischen, nochmal abschmecken (Salz, Chili, Koriandergrün).

Die Ceviche in Gläser oder Schalen füllen, etwas von der Curtido- Salsa daraufsetzen und mit Chifles oder einer anderen knusprigen Beilage (pikantes Popcorn, Patacones/Tostones) servieren.

Für die Chifles eine grüne Kochbanane schälen: dafür beide Enden abschneiden und die Schale auf der Innenseite der Krümmung einschneiden. Die Schale entfernen, die Banane bis zur Verwendung in Salzwasser legen. Einen Topf mit reichlich Öl auf 175°C erhitzen. Die Banane für runde Chifles in dünne Scheiben hobeln, für längliche die Banane in kürzere Stücke schneiden und diese der Länge nach hobeln. Die Bananenstücke sofort portionsweise ins heiße Öl geben und knusprig frittieren. Die Chifles mit einem Schaumlöffel herausnehmen und auf Küchenpapier abtropfen lassen, salzen und servieren.

Anmerkung Petra: ein absolut geniales Sommeressen, wir waren hellauf begeistert! Das Zusammenspiel von Süße, Säure, Schärfe und Knackigkeit ist perfekt. Die Chifles sind eine tolle Ergänzung!

*Ich verwende gerne TK-Shrimps mit Schale aus Wildfang und pochiere diese, so sind sie schön saftig.

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*[Werbung wegen Nennung der Bezugsquelle, Ware wurde selbst gekauft]

Die Rezepte der Mitreisenden (wird im Laufe des Monats ergänzt):

Kathrina von Küchentraum & Purzelbaum mit Pan de yuca – Käsebrötchen
Britta von Brittas Kochbuch mit Pescado encocado – Fisch in Kokossauce
Petra aka Cascabel von Chili und Ciabatta mit Pan Reventado – aufgerissene Brötchen aus Ecuador
Wilma von Pane-Bistecca mit Llapingachos – gefuellte Kartoffelpuffer aus Ecuador
Ulrike von Küchenlatein mit Chupe de maní – Erdnuss-Suppe
Simone von zimtkringel mit Chaulafan de pollo
Wilma von Pane-Bistecca mit Pescado Encocado – Ecuadorianischer Fisch in Kokosnuss Milch
Petra aka Cascabel von Chili und Ciabatta mit Caldo de Bolas de Verde – Suppe mit gefüllten Knödeln aus grünen Kochbananen
Susanne von magentratzerl mit Encocado
Wilma von Pane-Bistecca mit Seco de Pollo
Wilma von Pane-Bistecca mit Curtido de Cebolla y Tomate
Susanne von magentratzerl mit Llapingachos con Ají de Maní
Britta von Backmaedchen 1967 mit Flan de Piña-Ananas Flan
Britta von Brittas Kochbuch mit Coctél de Aguacates y Camerones – Avocado-Garnelencocktail
Britta von Brittas Kochbuch mit Bistec de res ecuatoriano – Ecuadorianisches Rindersteak
Britta von Brittas Kochbuch mit Arroz con „Pollo“ vegano – Reis mit „Hühnchen“ vegan
Petra aka Cascabel von Chili und Ciabatta mit Fritada mit Hominy-Erbsen-Salat
Jenny von Jenny is baking mit Espumillas aus Ecuador
Gabi von Langsam kocht besser mit Shrimp-Ceviche
Dirk von low-n-slow mit Kochbananen-Empanadas
Tina von Küchenmomente mit Come y Bebe – Fruchtsalat aus Ecuador
Volker von Volkermampft mit Ecuadorianisches Hähnchen Rezept – Seco de pollo

Rasta-Ribs mit Mango-Coleslaw und jamaikanischen Festivals

Manchmal erfüllen sich Wünsche schnell 🙂 Als ich kürzlich sagte, ich würde gerne mal wieder Ribs vom Grill essen, kam Helmut 2 Stunden später mit Spareribs im Gepäck vom Einkaufen. Und schon kurz danach sah ich ihn mit einem Stapel Bücher im Garten sitzen und Rezepte wälzen.

Rasta-Ribs mit Mango-Coleslaw

Das Rennen gemacht haben die Rasta-Ribs aus Das große Buch vom Barbecue!* von Grill-Altmeister Steven Raichlen.

Making of Rasta-Ribs

Die gut gerubten Ribs werden erst über indirekter Hitze, dann eingepackt in Alufolie und am Schluss nochmal ohne Folie mit Rauch in der  Kugel gegrillt.

Mango-Coleslaw

Fruchtig-frischer Beilagensalat aus Spitzkohl, Möhre, Paprika, Zwiebel und Mango, inspiriert von dieser Seite, aber mit meinem eigenen Dressing.

Jamaikanische Festivals

Raichlen empfahl  zu den Rasta-Ribs u.a. „frisches Brot aus Jamaika“, was natürlich meine Aufmerksamkeit erweckte. Beim Rezept für die Festivals, wie das frittierte „Brot“ genannt wird, habe ich mich ebenfalls bei Immaculate Bites bedient. Jamaicanische Festivals werden immer mit einem Zusatz von Maismehl hergestellt und sind leicht süß. Dennoch sind sie eine Beilage zu pikanten Gerichten wie Jerk-Hähnchen, Escovitch-Fisch oder frittiertem Fisch. Wir fanden die knusprig frittierten Gebäckstücke, die ein wenig Hush Puppies ähneln, im Prinzip nicht schlecht – als Beilage zu den Ribs würde ich sie aber nicht wieder machen, da waren sie uns einfach zu viel und zu trocken.

Rasta-Ribs

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Rasta-Rippchen
Kategorien: Schwein, Grill, Jamaika
Menge: 2 Portionen

Zutaten

900 Gramm Spareribs; Schälrippchen
100 ml Brauner Rum
2 Handvoll Räucherspäne
H RUB
1 Teel. Scharfes Chilipulver* aus Scotch Bonnets oder
-Habaneros (P: gelbe Habaneros/Lemon Drop)
1/2 Essl. Zwiebelpulver
1/2 Essl. Knoblauchpulver
1/2 Essl. Salz
1 Teel. Koriandersaat
1 Teel. Ingwerpulver
1/2 Teel. Gemahlenem Piment
1 Messersp. Zimtpulver
1 Messersp. Gemahlene Nelken
Muskatnuss
Pfeffer

Quelle

nach
Steven Raichlen
Das große Buch vom Barbecue
Erfasst *RK* 16.06.2021 von
Petra Holzapfel

Zubereitung

Von den Rippchen auf der Innenseite die Haut entfernen, wenn das der Metzger nicht schon erledigt hat. Dazu mit einem Tafelmesser an den Knochen entlang die Haut etwas lösen. Sobald man einen Zipfel frei hat, den mit Küchenpapier anfassen und mit einem Ruck die ganze Haut runterziehen. Die Rippchen in einen TK-Beutel geben, den Rum dazugießen, verschließen und 4-5 Stunden im Kühlschrank ruhen lassen, dabei gelegentlich wenden.

Das Fleisch herausnehmen, trockentupfen und in eine Arbeitsschale legen. Den Rum weggießen.

In der Zwischenzeit alle Zutaten für den Rub mischen. Die Rippchen damit beidseitig bestreuen und zum Ruhen mit der Knochenseite unten für 1 bis 2 Stunden in den Kühlschrank legen.

Eine Stunde vor Grillbeginn herausnehmen und Raumtemperatur nehmen lassen. Die Späne wässern.

Einen Kugelgrill für indirektes Grillen bei mittlerer Temeratur (160 bis 180 °C) vorbereiten.

Zwischen den beiden heißen Zonen eine Alu-Schale positionieren. Den Rost auflegen und leicht ölen. Die Rippchen über der Schale auflegen, Knochenseite unten. Einige Späne in die heißen Kohlen geben, Deckel drauf und 45 Minuten garen.

Die Ribs herausnehmen und in Alu-Folie einpacken. Für weitere 60 Minuten mit geschlossenem Deckel zurück auf den Rost legen.

Die Päckchen herausnehmen, die Alufolie entfernen und das Fleisch für weitere 30-45 Minuten zurück auf den Grill legen, Knochenseite wieder unten. Noch einmal die restlichen Späne auf die Kohle geben und den Deckel schließen.

Die Ribs sind fertig, wenn sie schön braun aussehen und sich auf Gabeldruck vom Knochen lösen. Mit einem schweren Messer teilen: 1 Rippenknochen = 1 Stück.

Hier gab es Mango-Coleslaw und frittiertes jamaikanisches Brot, sog. Festivals, dazu.

Anmerkung Helmut vom 4.06.2021: Ein großartiger, sehr entspannter Grillspaß! Das Fleisch war butterweich und fiel vom Knochen.

Der Geschmack war super, allerdings hatte ich die oben angegebene Chili-Menge halbiert. Das war zu wenig. Der TL Habanero- Chilipulver muss es schon sein. Im Originalrezept von Raichlen sind es sogar bis zu 1 EL. Die Salzmenge würde ich verdoppeln.

Ich verwende Kohlebrikett, die aus Kokosnuss-Schalen hergestellt werden. Die halten die ganze Zeit von 2,5 Stunden durch. Bei anderem Heizmaterial muss man wohl nachlegen.

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========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Mango-Coleslaw
Kategorien: Salat, Beilage, Grill
Menge: 2 Personen

Zutaten

H SALAT
300 Gramm Spitzkohl; in feinen Streifen
1 groß. Möhre; in feinen Streifen
1/2 Rote Paprika; in feinen Streifen
1 klein. Rote Zwiebel; in feinen Streifen
1/2 Reife, aber feste Mango; in Streifen
Koriandergrün; nach Belieben
H DRESSING
50 Gramm Joghurt
30-50 Gramm Mayonnaise
1 Essl. Milch
1-2 Essl. Limettensaft; frisch gepresst
1 Essl. Weißweinessig
1/2 Teel. Senf
1 Teel. Zucker
1/2 Teel. Sriracha; oder eine andere Chilisauce

Quelle

sehr frei nach
africanbites.com
Erfasst *RK* 16.06.2021 von
Petra Holzapfel

Zubereitung

Alle Zutaten für den Salat in eine Schüssel geben.

Die Zutaten fürs Dressing in einer kleinen Schüssel verrühren und über den Salat geben, gut mischen, nochmal abschmecken.

Bis zum Servieren kalt stellen.

Anmerkung Petra: fruchtig-frischer Beilagensalat, bestens Grill-geeignet. Gab es bei uns zu Rasta-Ribs.

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========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Jamaikanische Festivals – frittiertes Brot
Kategorien: Brot, Beilage, Frittieren, Jamaika
Menge: 7 bis 8 Stück

Zutaten

135 Gramm Mehl
60 Gramm Maismehl (P: feine Polenta)
6 Gramm Backpulver
4 Gramm Salz
18-20 Gramm Zucker
20 Gramm Weiche Butter
120 ml Milch; Menge anpassen
Muskatnuss; frisch gerieben
H SOWIE
Maismehl; zum Wenden
Öl; zum Frittieren
Nach
Africanbites.com

Quelle

Erfasst *RK* 16.06.2021 von
Petra Holzapfel

Zubereitung

In einer Schüssel Mehl, Maismehl, Backpulver, Zucker, Muskatnuss und Salz vermischen. Die weiche Butter einarbeiten. Nun nach und nach die Milch zugeben und zun einem weichen Teig verarbeiten (P: mit 120 ml Milch war der Teig bei mir eher wie Spätzleteig, ich habe ihn kräftig geschlagen und dann 2 Stunden quellen lassen).

Den Teig in etwa etwa 7-8 Portionen teilen und daraus ovale Würste formen. Ich habe die Stücke nochmal in Maismehl gewendet und bis zum Frittieren kalt gestellt.

Das Frittieröl auf 175°C erhitzen und die Festivals portionsweise in etwa 7 Minuten goldbraun ausbacken. Herausnehmen, auf Küchenpapier abtropfen lassen und abkühlen lassen.

Sofort servieren.

Anmerkung Petra: die süßlichen Gebäckteile werden auf Jamaika als Beilage zu herzhaftem Essen wie etwa Jerk-Hähnchen, frittiertem Fisch oder Escovitch-Fisch serviert. Wir hatten sie nach einer Raichlen-Empfehlung zu Rasta-Ribs, fanden sie da aber entbehrlich.

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Octopus-Stifado (Χταπóδι Στιφáδο) und Patates riganates

Es ist Juni und damit Zeit für eine neue Station auf der kulinarischen Weltreise, organisiert von Volkermampft: es geht nach Griechenland.

Octopus-Stifado mit Röstkartoffeln

Für mein erstes Gericht wollte ich einen Octopus verwerten, der hier noch im Kälteschlaf schlummerte – schließlich ist der Krake in Griechenland eine beliebte Delikatesse. Leider war ich noch nie in Griechenland und kenne die zum Trocknen auf der Leine aufgehängten Oktopoden nur von Bildern.

Nach dem Wälzen diverser Kochbücher habe ich mich für ein Stifado entschieden, ein Schmorgericht, für das Octopus und kleine Zwiebeln in einer gehaltvoll-würzigen Sauce schmurgeln.

Octopus

Zuerst muss der Octopus gekocht werden. Um ihn weich zu bekommen, existieren diverse Methoden und Tipps: ich schwöre weiterhin wie bei diesen Rezepten auf Locatelli und gare den Kraken im eigenen Saft.

Making of

Ganz weich muss der Pulpo hierbei allerdings nicht werden, schließlich bekommt er seinen endgültigen Schliff in einer Sauce mit vielen kleinen Zwiebeln, Gewürzen, einem nicht ganz trockenen Rotwein und etwas Tomate – ich habe hier etwas von meinen Schmortomaten verwendet.

Octopus-Stifado mit Röstkartoffeln

Das Ergebnis überzeugt absolut: der Oktopus ist butterzart, die Sauce sämig-würzig.

Als Beilage habe ich mich für Patates riganates entschieden,  das sind im Backofen geröstete Kartoffeln mit Knoblauch, Zitrone und Oregano. Alternativ kann man auch kleine Nudeln wie Ditalini oder Kritharaki dazu reichen.

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Octopus-Stifado
Kategorien: Tintenfisch, Sauce, Griechenland
Menge: 2 bis 3 Personen

Zutaten

H OCTOPUS
1 Ganzer Octopus, Pulpo; etwa 800 g schwer
2 Cocktailtomaten
2 Knoblauchzehen
1 klein. Chilischoten
Petersilie
Olivenöl
Salz
H STIFADO
400 Gramm Kleine Zwiebeln oder Schalotten; ganz, geschält
2-3 Essl. Olivenöl
1 klein. Rote Zwiebel; fein gehackt
3 Knoblauchzehen; fein gehackt
4 Nelken
4 Pimentkörner
1 Lorbeerblatt
1/2 Teel. Getrockneter Oregano
1/2 Teel. Getrockneter Thymian
1/2 Zimtstange
125 ml Nicht zu trockener Rotwein oder Portwein
200 Gramm Schmortomaten; oder Tomaten aus der Dose
Sud vom Garen des Octopus
Gegarter Octopus; in Stücke geschnitten
1-2 Essl. Rotweinessig oder Balsamicoessig

Quelle

Octopus nach Locatelli
Stifado nach diversen Quellen im Internet
Erfasst *RK* 06.06.2021 von
Petra Holzapfel

Zubereitung

Zuerst den Octopus garen: Ölivenöl in einen nicht zu breiten Topf oder Bräter geben, in dem der Octopus gerade eben Platz hat. Den Kraken hineinlegen, Cocktailtomaten, Chili, Petersilie und Knoblauch dazugeben. Den Deckel schließen und bei milder Hitze etwa 45 Minuten schmoren, dabei alle 10 Minuten den Topfinhalt etwas bewegen und den Kraken begießen. Der Krake selbst gibt dabei so viel Flüssigkeit ab, dass kein Wasserzusatz nötig ist (P: Octopus 2mal gewendet). Der Krake sollte für dieses Rezept am Ende noch etwas fest sein.

Den Octopus aus dem Sud nehmen und zerteilen, die Arme dabei nach Belieben ganz lassen, den Rest in gulaschgroße Stücke schneiden. Den Sud durch ein Sieb geben und beiseite stellen.

Olivenöl in einem Bräter erhitzen und die ganzen Zwiebeln darin bei mittlerer Hitze goldbraun braten. Fein gehackte Zwiebel, Knoblauch, Nelken, Piment, Lorbeerblatt, Oregano, Thymian und Zimtstange zugeben und 1 Minute mitschmoren. Mit dem Rotwein ablöschen und etwas einköcheln lassen, dann die Schmortomaten und den Octopus-Sud zugeben. Nun die Krakenstücke hinzufügen und alles etwa 40-60 Minuten sanft schmoren, bis der Octopus ganz weich und die Sauce sämig ist. Gegen Ende die Sauce mit Salz, Pfeffer und Rotweinessig abschmecken. Falls gewünscht, am Ende die Gewürze soweit wie möglich entfernen.

Anmerkung Petra: ein köstliches Schmorgericht, welches sich perfekt vorbereiten lässt. Der Octopus ist am Ende butterzart, die Sauce kräftig und aromatisch. Hier gab es dazu geröstete Kartoffeln mit Knoblauch, Zitrone und Oregano.

Alternativ kann man auch kleine Nudeln wie Kritharaki oder Ditalini dazu servieren oder die Nudeln mit dem Schmorsud mischen.

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========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Geröstete Kartoffeln mit Knoblauch, Zitrone und Oregano – Patates riganates
Kategorien: Beilage, Kartoffel, Griechenland
Menge: 2 Personen

Zutaten

500 Gramm Kleine Kartoffeln; (Original Backkartoffeln,
-hier Allians); geschält, in Stücken von 3-4 cm
2-3 Essl. Olivenöl
2 Knoblauchzehen; fein gehackt
1/2 Teel. Getrockneter Oregano
Salz
Pfeffer
2 Essl. Rinderbrühe oder Hühnerbrühe
2 Essl. Zitronensaft; frisch gepresst
1 Essl. Frischer Oregano; gehackt (hier Petersilie)

Quelle

nach
Aglaia Kremezi
The Foods of the Greek Islands
Erfasst *RK* 06.06.2021 von
Petra Holzapfel

Zubereitung

Den Backofen auf 200°C vorheizen.

Die Kartoffeln mit Olivenöl, Knoblauch und Oregano einlagig in eine flache ofenfeste Form geben und alles gut mischen, salzen und pfeffern.

Die Kartoffeln im Backofen 15 Minuten backen. Dann die Brühe zugießen, alles umrühren und weitere 10 Minuten backen. Nun den Zitronensaft zugießen, wieder umrühren und weitere 10-15 Minuten garen, bis alle Flüssigkeit verdampft ist (P: dafür Temperatur auf 220°C erhöht).

Jetzt den Grill zuschalten und nochmal einige Minuten unter Wenden rösten, bis die Kartoffeln goldbraune Stellen aufweisen.

Die Kartoffeln mit frischem Oregano bestreuen und servieren.

Anmerkung Petra: sehr schöne Beilage, gab es hier zu Octopus-Stifado.

Die Kartoffeln werden so in ganz Griechenland gegessen, sind aber vor allem eine Spezialität der Inseln wie etwa Naxos, wo besonders schmackhafte Kartoffeln angebaut werden. Wenn man ein Lamm oder ein Huhn röstet, werden die Kartoffeln im jeweiligen Fleischsaft gegart.

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Blogger Aktion "Die kulinarische Weltreise" von @volkermampft hält in Griechenland - die besten Rezepte und Gerichte

Die Rezepte der Mitreisenden (wird im Laufe des Monats ergänzt):

Britta von Brittas Kochbuch mit Ein Reisebericht
Britta von Brittas Kochbuch mit χωριάτικη σαλάτα – Griechischer Bauernsalat
Sonja von fluffig & hart mit griechisches Stifado mit Lamm
Sonja von fluffig & hart mit Giouvetsi – griechische Lammkeule mit Kritharaki
Britta von Brittas Kochbuch mit σουβλάκι – Souvlaki
Sylvia von Brotwein mit Souvlaki – Griechische Fleischspieße vom Grill
Sylvia von Brotwein mit Sesamkringel Rezept – knusprige Sesamringe
Sylvia von Brotwein mit Gemüsespieße zum Grillen
Ulrike von Küchenlatein mit Weiße Bohnensuppe – Lefkí fasoláda
Ulrike von Küchenlatein mit Karottenkuchen mit Walnüssen – Kéik karótu
Wilma von Pane-Bistecca mit Spanakopita – griechische Spinat Paeckchen
Wilma von Pane-Bistecca mit Paidakia – griechische Lamm Kotletten
Anja von GoOnTravel.de mit Kourabiedes (Butterplätzchen mit Mandeln) aus Griechenland
Kathrina von Küchentraum & Purzelbaum mit Sesamkringel
Simone von zimtkringel mit Paximadi – kretischer Zwieback
Ulrike von Küchenlatein mit Auberginen-Stifado
Wilma von Pane-Bistecca mit Ellinikos Lemoni Patatas – griechische Zitronen Kartoffeln
Susanne von magentratzerl mit Gefüllte Paprika mit zitronigen Kritharaki und Zaziki
Britta von Brittas Kochbuch mit παστίτσιο – Pastitsio
Wilma von Pane-Bistecca mit Moderner griechischer Salat
Ulrike von küchenlatein mit Gyros mit Metaxa-Sauce
Susanne von magentratzerl mit Lammragout mit Zucchini, Artischocken und Zitronensauce
Simone von zimtkringel mit Dakos
Jens von Der Reiskoch mit Rindfleisch-Giouvetsi aus Griechenland
Barbara von Barbaras Spielwiese mit Auberginenhappen mit Tomaten und Feta
Petra aka Cascabel von Chili und Ciabatta mit Hähnchen mit Trahanas
Petra aka Cascabel von Chili und Ciabatta mit Spanakopita – griechischer Spinatkuchen
Britta von Backmaedchen 1967 mit Horiatiko Psomi griechisches Landbrot
Michael von SalzigSüssLecker mit Kolokithokeftedes & Skordalia – Griechische Mezedes
poupou von poupous geheimes laboratorium mit Apfelkuchen mit Olivenöl und Walnüssen
Sylvia von Brotwein mit Olivenbrot Rezept
Sylvia von Brotwein mit Gyros vom Grill mit selbst gemachter Marinade
Petra aka Cascabel von Chili und Ciabatta mit Griechischer Rote Bete-Salat mit Knoblauch-Joghurt und Walnüssen
Ulrike von Küchenlatein mit Griechischer Bauernsalat – Choriatiki
Ulrike von Küchenlatein mit Griechische Linsensuppe – Fakes
Dirk von low-n-slow mit Moussaka a la Mijoteuse
Volker von volkermampft mit Melitzanosalata – griechischer Auberginen-Dip
Volker von volkermampft mit Griechische Kartoffeln mit Zitrone – Ellinikos Lemoni Patatas
Volker von volkermampft mit Gebackener griechischer Schafskäse mit Tomaten – Feta Psiti
Volker von volkermampft mit Griechisches Walnuss-Joghurt-Eis mit Honig und karamellisierten Walnüssen
Volker von volkermampft mit Griechisches Weißbrot – einfaches Hefebrot wie im Restaurant
Tina von Küchenmomente mit Lagana – Griechisches Fladenbrot mit Sesam
Barbara von Barbaras Spielwiese mit Lamm mit Kartoffeln, griechisch inspiriert
Barbara von Barbaras Spielwiese mit Griechische Urlaubsküche beim Segeln
Barbara von Barbaras Spielwiese mit Karpouzopita (Wassermelonen-Kuchen)
Britta von Brittas Kochbuch mit Μπακλαβα – Baklava
Frederike von Fliederbaum mit gefüllte Paprika für die kulinarische Weltreise nach Griechenland