Nachgebacken: Kastenpickert

Beim Blogevent Koch mein Rezept wurde mir in der aktuellen 16. Runde Mich(ael) von SalzigSüssLecker zugelost. Salzig, süß und lecker, damit benennt Michael die Geschmacksrichtungen, die ihn sein gesamtes kulinarisches Leben begleitet haben. Und daher findet sich konsequenterweise im Blog auch die gesamte Bandbreite, also Rezepte für Vorspeisen, Hauptgerichte, Desserts, Kuchen und Plätzchen. Neben Kochen und Backen ist das Fotografieren Michaels große Leidenschaft. So arbeitet er inzwischen als Food-Fotograf, was man den appetitlich angerichteten Fotos ansieht, die seine Rezepte illustrieren.

Was mir gut gefallen hat: Michael stellt in seinem Blog auch gerne deftige regionale Spezialitäten aus seiner Heimat Westfalen vor. Da finden sich z.B. Sauerländer Potthucke, Wurstebrei, Lappenpickert, Püfferchen oder auch Kastenpickert nach einem Rezept seines Urgroßvaters.

Mein Mann stammt ja auch aus Westfalen, genauer aus dem Sauerland – hatte aber von Kastenpickert noch nie etwas gehört. Das ist wohl nicht so verwunderlich, da die Verbreitung weitgehend auf den Raum Bielefeld und Gütersloh begrenzt ist. Den Kastenpickert kann man sich als eine Art Kartoffelbrot vorstellen, bei dem der Teig  zum überwiegenden Teil aus Kartoffeln besteht, geschmacksgebende Zutat sind Rosinen. Wie schon der Name sagt, wird der Pickert in einer Kastenform gebacken. Der Name tauchte übrigens um 1800 zum ersten Mal auf, damals noch in der Schreibweise „Pikker“. Erst am Tag nach dem Backen wird der Pickert in Scheiben geschnitten und in einer Pfanne in Butter gebraten. Dazu isst man Rübenkraut, aber auch grobe Leberwurst, getrunken wird dazu ein Pott Kaffee oder auch ein kühles Pils. Mich machte das Rezept neugierig, so richtig konnte ich mir Konsistenz und Geschmack nicht vorstellen.

Kastenpickert gebraten

In Michaels Familie kam der Kastenpickert übrigens traditionell in der kalten Jahreszeit als nicht zu spätes Abendessen auf den Tisch. Wir haben an einem herbstlichen Tag mittags sowohl süßen als auch salzigen Belag damit ausprobiert: es passt tatsächlich beides!

Zutaten Kastenpickert

Doch von vorne: Zutaten für den Kastenpickert

geriebene Kartoffeln

Die Kartoffeln werden auf der groben Seite der Kastenreibe gerieben. Ich habe die Kartoffeln dann ausgedrückt und das Kartoffelwasser dabei aufgefangen. Nach kurzem Stehen habe ich die wässrige Phase abgegossen und die sich am Boden absetzende Kartoffelstärke mit im Teig verwendet.

Kastenpickert in der Form

Der Pickert in der gebutterten Kastenform vor dem Gehen, fertig zum Backen und frisch aus dem Ofen

Kastenpickert aufgeschnitten

Am nächsten Tag ist die Mitte des Kastenpickerts etwas eingefallen – das ist typisch für dieses Gebäck.

Kastenpickerscheiben in der Pfanne

Kastenpickertscheiben beim Aufbacken in der Pfanne.

Danke Michael für die Erweiterung meines kulinarischen Horizonts!

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Westfälischer Kastenpickert nach Michael
Kategorien: Brot, Kartoffel, Westfalen
Menge: 1 Brotbackform für 1,5 kg

Zutaten

900 Gramm Kartoffeln, vorwiegend festkochend
60 Gramm Milch
24 Gramm Frischhefe
3 Eier Größe L
10-12 Gramm Salz
450 Gramm Mehl
10 Gramm Zucker
120 Gramm Rosinen
H SOWIE
Butter; für die Form
Butterschmalz; zum Aufbacken

Quelle

modifiziert nach
Salzig Süss Lecker
Erfasst *RK* 22.09.2023 von
Petra Holzapfel

Zubereitung

Die Kartoffeln schälen, anschließend auf der goben Seite der Kastenreibe reiben. Die Kartoffeln in ein Sieb über einer Schüssel geben und ausdrücken, das Kartoffelwasser auffangen. Nach kurzem Stehen das Wasser von der Stärke abgießen, die sich am Boden abgesetzt hat. Die Kartoffelstärke im Teig mitverwenden.

Milch, Mehl, Hefe, Kartoffeln, Kartoffelstärke, Zucker, Salz und Eier in die Schüssel der Küchenmaschine geben und etwa 10 Minuten erst langsam, dann etwas schneller zu einem schwer reißenden Teig verkneten. Am Ende auf langsamer Stufe die Rosinen unterkneten.

Den Teig in eine saubere Schüssel geben und abgedeckt etwa 1 Stunde aufgehen lassen, das Volumen muss sich deutlich vergrößern. Währenddessen eine Kastenform (P: Schwarzblechform 1,5 kg) butttern und beiseite stellen.

Den Teig nochmal durchrühren und in die Form füllen. Abgedeckt etwa 30-40 Minuten gehen lassen, bis der Teig fast den oberen Rand erreicht hat.

Rechtzeitig den Backofen mit einem Rost auf zweitunterster Schiene auf 180°C vorheizen.

Den gegangenen Kastenpickert in den Backofen schieben und etwa 60 Minuten backen, bis die Oberfläche goldbraun und der Pickert durch ist (P: KT war 99°C).

Die Form aus dem Backofen holen, kurz auf einem Rost abkühlen lassen, dann den Pickert aus dem Kasten stürzen und über Nacht auskühlen lassen.

Den Kastenpickert in fingerdicke Scheiben schneiden und portionsweise in Butterschmalz ausbacken.

Serviert wird der Pickert mit Butter, Rübenkraut und Marmelade, aber auch mit grober Leberwurst. Dazu trinkt man Kaffee oder ein Pils.

Anmerkung Petra: ich habe das Originalrezept auf 3/5 reduziert, aber etwas mehr Mehl, Zucker, Salz sowie die Kartoffelstärke, verwendet.

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Outdoor-Küche mit dem Potjie: Balsamico-Lamm mit Minzjoghurt und Fladenbrot aus der Pfanne

Nachdem beim ersten Kochversuch mit dem südafrikanischen Potjie durchaus Spielraum nach oben war, wurde jetzt ein neuer Anlauf genommen – der ist wesentlich besser geglückt.

Gedeckter Tisch mit Balsamico-Lamm

Helmut hatte sich dafür aus dem Buch Beer Country’s Pots, Pans & Potjies* das Balsamico-Lamm  mit Minzjoghurt und Fladenbrot aus der Pfanne ausgesucht. Fürs Outdoor-Kochen war er zuständig, das Fladenbrot habe ich beigesteuert.

Feuerstelle für Potjie

Eine wichtige Neuerung: hier ist eine große Feuerschale eingezogen, die es ermöglicht, den Topf bei zu großer Hitze relativ schnell zu verziehen und so zu einer besseren Hitzeregulierung beiträgt. Helmut hatte übrigens zuerst versucht, über Holz zu kochen. Der Verbrauch ist aber bei der langen Schmorzeit doch beträchtlich, so dass er anschließend auf Kokos-Grillbriketts umgestiegen ist.

Lamm anbraten

Verarbeitet wurde Lammschulter, die nach dem Entbeinen im Schmetterlingsschnitt aufgeschnitten wurde. Die flachen Stücke wurden dann in der Deckelpfanne des Dutch Ovens kräftig angebraten und nach dem Abkühlen in mundgerechte Stücke zerteilt.

Lamm schmoren

Jetzt kommt der Potjie zum Einsatz: darin werden Zwiebeln angebraten, schließlich mit Balsamico, Rotwein und Brühe aufgegossen. Die Schmorflüssigkeit wird einreduziert, bevor das Fleisch wieder dazu kommt und für gut 2 Stunden sanft vor sich hin schmurgeln darf, bis es ganz weich ist.

Balsamico-Lamm

Am Ende wartet dieser appetitliche Topfinhalt auf hungrige Esser 🙂

Pfannen-Fladenbrot

In der Zwischenzeit habe ich das Fladenbrot zubereitet, das im wesentlichen aus Mehl, Backpulver, Joghurt und Salz besteht. Die Zubereitung ist relativ unkompliziert und liefert ein schönes weiches Fladenbrot,

Balsamico-Lamm auf Fladenbrot

das bestens dazu geeignet ist, das aromatische Ragout aufzunehmen. Ein Klecks Minzjoghurt rundet den Genuss ab.

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Balsamico-Lamm aus dem Potjie mit Minzjoghurt
Kategorien: Lamm, Potjie
Menge: 3 Personen

Zutaten

Öl; zum Anbraten
1 kg Lammschulter mit Knochen*
Salz
Pfeffer
2-3 Zwiebeln; geschält in dünnen Streifen
2-3 Knoblauchzehen; fein gehackt
1 Zweig Rosmarin; Nadeln gehackt
3 Zweige Thymian; Blättchen gehackt
80 ml Balsamico-Essig
160 ml Rotwein
200-240 ml Brühe (P: Lammfond)
H MINZJOGHURT
100 Gramm Griechischer Joghurt
Frische Minze, gehackt
1/2 Bio-Zitrone: abgeriebene Schale und etwas Saft
Salz
Pfeffer
H SOWIE ZUM SERVIEREN
Fladenbrot aus der Pfanne (s. Rezept)

Quelle

Beer Country’s
Pots, Pans & Potjies
Erfasst *RK* 12.09.2023 von
Petra Holzapfel

Zubereitung

Die Lammschulter entbeinen und das Fleisch im Schmetterlingsschnitt so aufschneiden, dass man gleichmäßig flache Stücke erhält. Das Fleisch leicht einölen, salzen und pfeffern.

Eine Feuerstelle mit Kohlen vorbereiten* (hier etwa 10-15 Stück Kokosholzkohle, im Grillkamin angezündet und zur Weißglut gebracht. Das reicht aber nur knapp für die lange Schmorzeit, nach der Hälfte sollten deshalb nach Bedarf nochmal glühende Kohlen nachgelegt werden). Den Deckel eines Dutch Ovens auf der Glut stark erhitzen.

Etwas Öl zugeben und die flachen Fleischstücke von beiden Seiten schön braun anbraten. Herausnehmen und abkühlen lassen, dann in mundgerechte Stücke schneiden.

Einen Potjie (hier Größe 1) über den Kohlen erhitzen. Etwas Öl hineingeben und die Zwiebeln darin anbraten, bis sie weich werden und leicht bräunen. Knoblauch, Rosmarin und Thymian zugeben und etwa 1 Minute braten, bis es duftet. Den Balsamico und den Rotwein zugießen und etwa zur Hälfte einkochen lassen. Nun die Brühe zugeben und alles zum Kochen bringen. Das Fleisch wieder zugeben, umrühren und den Deckel aufsetzen. Ab jetzt sollte alles nur sanft für etwa 2-2 1/2 Stunden köcheln (Helmut hat dafür nur 3 Kohlen benötigt), dabei ab und zu umrühren und die Temperatur kontrollieren. Am Ende der Garzeit sollte das Fleisch zart sein. Gegen Ende den Deckel abnehmen und die Schmorflüssigkeit reduzieren, bis sie dickflüssig und etwas klebrig ist (wir sie haben am Schluss mit Stärke leicht gebunden).

In der Zwischenzeit alle Zutaten für den Minzjoghurt verrühren und das Fladenbrot backen.

Man nimmt dann zum Essen ein Fladenbrot, gibt etwas Lammragout darauf und beträufelt es mit dem Minzjoghurt.

Anmerkung Petra: Outdoor-Kochen, das Laune macht: Feiner Lammtopf, sehr lecker mit dem Fladenbrot und dem Minzdip. Hier gab’s noch einige Brokkolistiele aus dem Garten dazu (ist farblich hübsch und passte gut).

Ich habe die Schulter leider nicht entbeint gewogen, es dürften etwa 700 g Fleisch gewesen sein.

*Helmut hat erst versucht, mit Holz zu arbeiten, das verbraucht aber sehr viel Masse. Da die Temperatur über lange Zeit gehalten werden muss, sind Kohlen wesentlich effektiver.

Wahlweise kann man das Fleisch auf einem Grill oder der Einfachheit halber sogar in der Pfanne auf dem Herd anbraten, wenn nicht komplett draußen gekocht werden soll. Natürlich kann man als Potjie- Ersatz auch einen Bräter zum Schmoren auf den Herd stellen, ist aber nicht so unterhaltsam 😉

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========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Fladenbrot vom Grill oder aus der Pfanne
Kategorien: Brot, Fladenbrot, Südafrika
Menge: 8 Fladenbrote

Zutaten

300 Gramm Weizenmehl Type 405
250 Gramm Sahnejoghurt (P: griechischer)
1 Essl. Backpulver
1 Knoblauchzehe; fein gehackt
1 Teel. Salz (P: 6 g)
1 Teel. Abgeriebene Zitronenschale
Etwas Zerlassene Butter; zum Bepinseln
H SOWIE
Mehl; zum Bestäuben
Butter; zum Bepinseln

Quelle

nach
Karl Tessendorf
Greg Gilowey
Pots, Pans & Potjies
Erfasst *RK* 07.09.2023 von
Petra Holzapfel

Zubereitung

Alle Zutaten in einer großen Schüssel mischen, bis der Teig zusammenkommt, dann auf der leicht bemehlten Arbeitsfläche nur kurz kneten, bis er relativ glatt ist. Der Teig sollte nicht zu klebrig sein.

Den Teig mit wenig Mehl bestäuben und in 8 Stücke teilen, diese zu Bällen formen.

Die Bälle bemehlen und zu Kreisen ausrollen, die etwas kleiner als ein Teller sind (P: Durchmesser 18-20 cm).

Die Teiglinge auf dem Grill oder in der Pfanne von jeder Seite etwa 2 Minuten braten, beim Umdrehen mit etwas Butter bestreichen.

Petra: schwere Gusseisenpfanne trocken auf Stufe 7 1/2 von 9 vorgeheizt. Einen Fladen in die Pfanne gegeben, Timer auf 2 Minuten gestellt. Jetzt das nächste Fladenbrot ausgerollt, das dauerte etwa 75-90 Sekunden. Den Fladen in der Pfanne jetzt umgedreht und die leicht gebräunte Seite mit Butter bepinselt. Nach Ablauf der 2 Minuten den Fladen erneut gedreht und auch die zweite Seite mit Butter bepinselt. Den Fladen noch kurz in der Pfanne belassen, dann auf einen Teller gelegt und mit einem Küchenhandtuch abgedeckt, damit er weich bleibt. Nun den gerade ausgerollten Fladen in die Pfanne legen und so fortfahren, bis alle Brote auf einem Stapel liegen.

Die Fladenbrote passen z.B. zu Balsamico-Lamm mit Zwiebeln aus dem Potjie. Man häuft das Ragout auf die Brote und beträufelt es mit etwas Minz-Joghurt.

Anmerkung Petra: problemlos zu machen, prima.

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Open Burger mit gegrilltem „Tajín“-Hähnchen und Schalotten

Dieses #freitagskochtdermann-Essen ist in Kooperation entstanden: das Rezept für das Tajín Grilled Chicken hatte ich durch den Newsletter der New York Times entdeckt und Helmut zugeschoben, der ja für die Arbeit am Grill zuständig ist. Dazu habe ich die passenden Burgerbrötchen gebacken.

Tajín (nicht zu verwechseln mit dem nordafrikanischen Schmortopf Tajine) ist eine mexikanische Gewürzmischung aus Chilis, Salz und dehydratisiertem Limettensaft, die mir in letzter Zeit mehrfach aufgefallen war. Man würzt damit alles mögliche von Vorspeisen, Snacks, Hauptgerichten über Gemüse bis hin zu Früchten (Ananas, Mango, aber auch Äpfel und Erdbeeren) und Getränken.

Hähnchenschenkelfleisch auf dem Grill

Beim Tajín Grilled Chicken sind es enthäutete und entbeinte Hähnchenoberschenkel, die mit einer Tajín-haltigen Marinade bestrichen und beim Grillen immer wieder damit bepinselt werden.

Tajin-Hähnchen mit SChalotten

Im Rezept wurde empfohlen, die Fleischstücke entweder pur zu servieren oder aber als Burger mit Mayo, gegrillten Frühlingszwiebeln, Koriandergrün und gepickelten Jalapeños.

Open Burger

Diesen Tip haben wir leicht verändert gerne aufgenommen. Von meinen Burger Buns haben wir jeweils eine Hälfte als Open Burger mit etwas Chipotle-Mayo bestrichen (passenderweise stand noch ein Rest von einem anderen Essen im Kühlschrank), dann ein Stück Grillhähnchen und gegrillte Schalotten darauf gelegt.

Dazu gab es eine Gemüsebeilage in Form von gebratenen Zucchini, die ebenfalls aus der New York Times stammte (da das Rezept evtl. hinter der Bezahlschranke steht: Zucchinischeiben werden einfach in etwas Öl gebraten, gegen Ende kommen noch frische Brotbrösel, Butter, gehackte Schalotten und etwas Petersilie dazu.).

Unsere einstimmige Meinung: Eine perfekte Kombination, große Klasse! Das Fleisch ist richtig schön gewürzt und durch die kurze Grillzeit extrem saftig.

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Open Burger mit gegrilltem Tajín-Hähnchen und Schalotten
Kategorien: Burger, Grill, Hähnchen, Mexiko
Menge: 2 Portionen

Zutaten

4 Hähnchen-Oberschenkel ohne Haut und ohne Knochen
-(300-350 g)
2 Burger-Buns; halbiert
Mayonnaise; P: Chipotle-Mayo*
Salz
Öl; für den Grillrost
4-5 Schalotten
2 Essl. Koriandergrün; fein gehackt
H TAJIN-SAUCE
60 ml Honig
1/2 Bio-Orange: abgeriebene Schale und Saft
2 Chipotle-Chilies en Adobo; fein gehackt, mit
2 Essl. Adobo-Sauce
3-4 Knoblauchzehen; fein zermust
1 Essl. Olivenöl
1 Essl. Tajín Clásico (mexikanische Trocken-
-Gewürzmischung: scharf und sauer)

Quelle

modifiziert nach
The New York Times
Erfasst *RK* 09.08.2023 von
Petra Holzapfel

Zubereitung

Die Zutaten für die Tajín-Sauce in einer Schüssel verrühren.

Die Schalotten schälen, größere der Lange nach halbieren und in eine kleine Schüssel geben. Salzen und mit etwas Olivenöl überziehen.

Die Hähnchenschenkel großzügig salzen und beidseitig mit der Sauce bestreichen, den Rest Sauce zum Grillen bereit stellen.

Den Grill für direktes Grillen bei mittlerer Hitze (200°C) vorbereiten. Den Rost kräftig bürsten und ölen.

Die Hähnchenstücke flach auf den Grill legen und 8-10 Minuten grillen, dabei immer wieder wenden, bei jedem Wenden mit Sauce bestreichen. Etwa 4 Minuten nach Grillbeginn die Schalotten in einem Gemüse-Grillkorb auf den Rost geben und immer wieder umrühren.

Nach Ablauf der 8-10 Minuten eine Garprobe beim Hähnchen machen: sobald der austretende Fleischsaft farblos ist, die Fleischstücke vom Grill nehmen. Nun sollten die Schalotten ebenfalls fertig sein, sie sollen weich sein und deutliche Grillspuren aufweisen.

Zum Schluss die Buns für 1 Minute mit der Schnittfläche nach unten auf den Rost legen.

Bei Tisch nimmt man jeweils eine Burgerhälfte, bestreicht sie mit Mayo, legt ein Hähnchenteil darauf und gibt etwas von den Schalotten dazu.

Anmerkung Petra: Große Klasse! Das Fleisch ist durch die kurze Grillzeit extrem saftig. Die Tajin-Gewürzmischung aus getrockneten Chilis, Salz und dehydratisiertem Limettensaft hat uns ausgezeichnet gefallen, sie bringt tolles Aroma. Die Schalotten in diesem Rezept gehen auf einen Übersetzungs-Irrtum Helmuts zurück: im Original waren eigentlich Frühlingszwiebeln vorgesehen; wir fanden die Schalotten aber prima und würden es genauso wieder machen. Alles in allem: unbedingt bald wiederholen!

*Ich hatte noch einen Rest Chipotle-Mayo (Mayo, Chipotles en adobo, Limettensaft und -schale, Koriandergrün, nach Belieben etwas Dijonsenf) im Kühlschrank, gefiel mir gut dazu.

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Landbrot im Kasten mit Altbrotanteil

Heute möchte ich noch das Rezept für das Landbrot aus Kastenbrote. Unkompliziert backen – einfach im Kasten* nachreichen.

Anschnitt Landbrot

Der Teig für dieses Mischbrot besteht aus dunklerem Weizenmehl (Type 1050), dunklem Roggenmehl (Type 1370) sowie etwas Altbrot. Ich freue mich immer über Rezepte, die Altbrot zur Aromaverstärkung verwenden: ich sammle dafür trocken gewordene Scheiben, röste diese und mahle sie dann in meinem Uralt-Thermomix. Hier wird das Altbrot direkt zum Teig gegeben und nicht wie sonst oft als Quell- oder Brühstück eingesetzt.

Landbrot bereit zum Backen

Der Teig hatte bei mir schon nach 3 1/2 Stunden den oberen Rand der Backform (23×11 cm) überschritten, Raumtemperatur waren etwa 21-22°C. Im Buch sind dafür 8 Stunden veranschlagt, bei 27-28°C 4 Stunden. Wie schon bei der Rezension des Buches erwähnt, war bei mir praktisch bei jedem Brot außer der Weizen-Schrot-Kruste die Gehzeit deutlich kürzer. Ich schiebe das auf die Tatsache, dass Valesa Biohefe verwendet und ich konventionelle Hefe. Bei der verkürzten Herstellung ohne Stockgare scheint das tatsächlich viel auszumachen.

Landbrot

Das fertige Brot wiegt gut 1 kg und hat eine schön knusprige Kruste und eine saftige, mittelporige Krume. Als alltagstauglicher Allrounder für jede Art von Belag gefällt es uns sehr gut. Ich kippe die Brote übrigens grundsätzlich vor Ende der Backzeit aus dem Kasten und backe die letzten Minuten freistehend, wie es auch Valesa empfiehlt.

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Landbrot mit Altbrotanteil
Kategorien: Brot, Kasten
Menge: 1 Brot 1 kg

Zutaten

430 Gramm Weizenmehl Type 1050
120 Gramm Roggenmehl Type 1370
50 Gramm Altbrot; geröstet und gemahlen
465 Gramm Wasser + 30 g für Fortgeschrittene
25 Gramm Fester Sauerteig aus dem Kühlschrank (Lievito
-madre), flüssiger Sauerteig geht auch
3 Gramm Frische Hefe
1 Teel. Zuckerrübensirup
14 Gramm Salz
H TOPPING
Weizenmehl; zum Bestäuben

Quelle

Valesa Schell
Kastenbrote – unkompliziert backen einfach im Kasten
Erfasst *RK* 12.05.2023 von
Petra Holzapfel

Zubereitung

Eine Kastenform (23×11 cm) vorbereiten: entweder mit Backfolie auslegen (P: Dauerbackfolien-Einleger) oder buttern.

Alle Zutaten außer dem Salz und 30 g Wasser in die Schüssel der Knetmaschine geben. Auf der kleinsten Stufe 2 Minuten mischen, dann 30 Minuten quellen lassen.

Salz dazugeben und auf mittlerer Stufe 10 Minuten kneten. Evtl. nach und nach das restliche Wasser zugeben, wenn der Teig noch Flüssigkeit aufnimmt (P: ich habe noch ein wenig Wasser zugegeben, aber nicht alles. Der Teig löst sich von der Schüssel).

Den Teig auf eine leicht bemehlte Unterlage geben und rundwirken. Anschließend langwirken und mit dem Schluss nach unten in die vorbereitete Kastenform geben, mit Weizenmehl bestäuben.

Die Kastenform abdecken und den Teig bei Raumtemperatur gehen lassen, bis er den Rand der Backform leicht übersteigt (P: bei mir waren das mit konventioneller Hefe bei etwa 21°C 3 Stunden, Valesa gibt 8 Stunden an, sie verwendet Biohefe).

Den Backofen rechtzeitig (P: 1 Stunde vorher mit Backstein auf mittlerer Schiene) auf 250°C Ober- und Unterhitze vorheizen.

Die Kastenform in den Backofen geben und gleich schwaden.

Nach 10 Minuten den Dampf ablassen und die Temperatur auf 200°C reduzieren. Weitere 40-45 Minuten backen. Eventuell die Kastenform 5 Minuten vor Ende der Backzeit rausnehmen, das Brot herausholen und nochmal ohne Form in den Backofen stellen (P: 10 Minuten 250°C mit Dampf, dann 40 Minuten 200°C, weitere 10 Minuten 200°C ohne Form).

Das Brot auf einem Rost auskühlen lassen.

Anmerkung Petra: Aromatisches, saftiges und Brot mit schöner Kruste, ganz unkompliziert zu machen.

=====

*=Affiliate-Link zu Amazon. Wenn darüber bestellt wird, kostet es genausoviel wie sonst auch, allerdings erhalte ich einen kleinen Vermittlungs-Betrag, den ich wieder in neue Kochbücher etc. stecken kann. Für diese Unterstützung herzlichen Dank!

Rezension: Kastenbrote. Unkompliziert backen – einfach im Kasten

Vom Ulmer-Verlag kam hier kürzlich überraschend ein Päckchen an, darin ein Rezensionsexemplar von Valesa Schells neuem Buch Kastenbrote. Unkompliziert backen – einfach im Kasten*. Rezensionen schreibe ich nur sehr selten, aber beim ersten Durchblättern sahen die Brote sehr  abwechslungsreich und verlockend aus, also habe ich die Herausforderung angenommen und mir gleich einige Rezepte zum Nachbacken vormerkt.

Backbuch Kastenbrote

Die Autorin, Valesa Schell, kennen sicher viele von ihrem Blog Brotbackliebe …und mehr, in dem sie neben Rezepten aus der Küche vor allem Brot- und Brötchenrezepte teilt, aber vielleicht auch von Rezepten aus dem Brot-Magazin. „Kastenbrote“ ist nach Der Brotbackkurs, All in one Brote und No knead Brote schon ihr viertes Buch zum Thema.

Das handliche Buch stellt auf 172 Seiten 60 Rezepte vor, die allesamt im Kasten oder im Brotbackrahmen gebacken werden. Das Konzept dahinter ist es, Brote einfach und mit möglichst wenig Aufwand zu backen, die aber dennoch durch den Einsatz von wenig Hefe, Lievito Madre oder Sauerteig und eine längere Gärdauer viel Geschmack versprechen. Daher gibt es hauptsächlich die Arbeitsschritte Kneten und Formen, dann kommt der Teig gleich zur Stückgare in die Backform. Eine sonst übliche Stockgare, sowie Dehn- und Faltschritte entfallen. Das Buch ist daher sehr gut für Brotbackanfänger geeignet, aber auch für Leute, die wenig Zeit zum Backen haben.

Den Rezepten vorgeschaltet ist ein relativ kurzer, praxisorientierter Grundlagenteil, bei dem die wichtigsten Handgriffe beim Backen mit Fotos illustriert werden. Mit Hilfe einer Tabelle lassen sich Teigmengen für die unterschiedlichen Kastenform-Größen berechnen.

Im Anschluss kommt der Rezeptteil, der sich in folgende Kapitel gliedert:

  • Rezepte mit Hefe
  • Rezepte mit Sauerteig
  • Rezepte mit Lievito Madre
  • Rezepte mit Vollkorn und Urkorn
  • Herzhaftes aus dem Kasten
  • Süßes aus dem Kasten

Jedes Rezept wird auf einer Doppelseite mit einem (wie ich finde sehr gelungenen und aussagekräftigen) Foto und dem klar gegliederten Rezept vorgestellt. Bis auf wenige Ausnahmen gibt es jeweils den Anschnitt zu sehen. Die Herstellungsweise ist immer die gleiche: nach evtl. benötigten Vorbereitungen wie Ansetzen eines Brüh- oder Kochstücks wird der Teig ohne Salz kurz gemischt, dann schließen sich 30 Minuten Fermentolyse an, anschließend wird der Teig unter Zugabe des Salzes ausgeknetet. Nun wird das Brot gleich geformt und in die Form gelegt, wo es fast immer bis zur Vollgare geht. Auch bei Backtemperatur und Backzeit stellt sich schnell Routine ein, da die Brote meist bei 250°C 10 Minuten angebacken und nach Reduktion auf 200°C fertiggebacken werden.

Auch wenn die Arbeitsschritte sich immer gleichen: die Brote sind von einer beeindruckenden Vielfalt, was durch die Unterschiedlichkeit der ververwendeten Mehle, der Schüssflüssigkeiten und der aromagebenden Zutaten wie etwa Saaten, Nüssen oder Flocken bedingt ist. Bei speziellen Mehlen werden oft Alternativen genannt.

Ein paar Worte zu den von mir ausprobierten Broten: die Rezepturen für die Teige haben gut funktioniert, die Brote haben uns ausnahmslos sehr gut geschmeckt. Womit ich nicht klarkam, war die angegebene Gehzeit. Ich habe deshalb Valesa kontaktiert, die sich die Diskrepanzen nicht erklären konnte, da die Temperaturen in unseren Küchen nicht sehr voneinander abwichen. Ich habe dann nachgefragt, ob Valesa vielleicht Biohefe verwendet. Tatsächlich tut sie das, während ich bei meinen Rezepten konventionelle Hefe nehme, da ich mit Biohefe schon Probleme hatte. Nach meinen Recherchen kommt es bei Biohefe auf die Frische an, auch  braucht sie etwas länger, um anzuspringen. Björn (Der Brotdoc) schrieb einmal „Bei sehr süßen und fettreichen Teigen hat sie auch ihre Schwierigkeiten und braucht recht lange, um solche Teige zu treiben.“ Auf ihrer Berichtigungsseite ist Valesa auch auf dieses Problem eingegangen.

Falls jemand Rezepte aus dem Buch nachbäckt: mich würde interessieren, welche Hefe Ihr verwendet und wie lange eure Brote gehen mussten. Nutzt zur Rückmeldung gerne die Kommentare.

Hafer-Box

Hafer-Box: saftiges, aromatisches Brot mit einem Kochstück aus gerösteten Haferflocken. Gehzeit bei mir 3 1/2 Stunden, angeben waren 6 Stunden bei Raumtemperatur.

Weizen-Schrot-Kruste

Weizen-Schrot-Kruste: Reines Vollkornbrot mit einem Brühstück aus Sonnenblumenkernen und Weizenschrot. Hier erschien mir die angegebene Kastenform (23×11 cm) für fast 1800 g Teiggewicht zu klein, ich habe das Brot in einer 1,5 kg-Blauglanz-Form (28×11 cm) gebacken. Die Gare war wie im Buch 4 Stunden.

Landbrot

Landbrot: sehr aromatisches und saftiges Brot mit einem Anteil von geröstetem Altbrot, das stelle ich im nächsten Blogbeitrag noch separat vor. Gehzeit waren hier 3 1/2 Stunden anstelle von 8 Stunden im Buch.

Rosinenstuten

Rosinenstuten: vollmundiges süßes Frühstücksbrot mit einem Kochstück und in Orangenlikör eingeweichten Rosinen. Den Stuten habe ich zweimal gebacken, da der erste verunglückte. Bei mir war die angegebene 1 kg Form zu klein, ich habe das Brot beim zweiten Mal in meiner 1,5 kg-Blauglanz-Form (28×11 cm) gebacken, da passte es perfekt. Es war das Brot, bei dem die Gare spektakulär vom Buch abwich: es ging hier nur 2 1/4 Stunden anstelle von 9-10 Stunden.

Landbrot und Rosinenstuten

auf diesem Foto sieht man den Größenvergleich: vorne das Landbrot mit der 1 kg-Form, dahinter den Rosinenstuten mit der 1,5 kg Form, den ich wegen der Höhe auf der zweituntersten Schiene backen musste.

Ruch-Pasta-Bax

Ruch-Pasta-Box: ein Mischbrot mit gekochten Nudeln im Teig, die in Buttermilch püriert werden, dazu kommt Ruchmehl, Semola und Champagnerroggenvollkornmehl. Das Brot bekommt zusätzlich ein Topping aus Cheddar. Ein sehr saftiges, wohlschmeckendes Brot für herzhaften Belag. Gehzeit etwa 3 Stunden, im Buch 8-9 Stunden.

Latte Macchiato-Kasten und Ruch-Pasta-Box

Links der Anschnitt der Ruch-Pasta-Box, rechts Schneller Latte Macchiato-Kasten: ein Mischbrot mit Kaffee und Milch als Schüttflüssigkeit, zusätzlich kommt etwas Kakao in den Teig. Hier war ich sehr auf den Geschmack gespannt: das Brot ist aromatisch, aber doch ausgewogen, mir schmeckt es sowohl mit Käse als auch mit süßem Belag. Gehzeit war etwa 3 Stunden, im Buch sind 4 Stunden angegeben.
Beide Brote gehen sehr hoch auf, ich habe sie auf der zweituntersten Schiene gebacken.

Hier könnt Ihr einen Blick ins Buch werfen. Hier findet Ihr die Liste mit Berichtigungen von Fehlern im Buch.

Valesa Schell
Kastenbrote. Unkompliziert backen – einfach im Kasten
172 Seiten, 113 Farbfotos
Ulmer Verlag 2023

ISBN 978-3-8186-1757-8

 

 

*Der Beitrag enthält Werbung. Das Buch wurde mir vom Ulmer-Verlag kostenlos zur Verfügung gestellt. Die Rezension spiegelt meine eigene, unbeeinflusste Meinung wider.

Chilenische Sopaipillas (frittiertes Kürbisbrot) mit Pebre

Als dritten Beitrag für die kulinarische Weltreise mit Ziel Chile kredenze ich euch Sopaipillas mit Pebre.

Sopaipillas mit Pebre

Sopaipillas: dahinter verbirgt sich ein frittiertes Kürbis“brot“, dazu gibt es Pebre, die chilenische Würz-Salsa, die der mexikanischen pico de gallo oder der brasilianischen Vinagrete ähnelt. Das Ganze ist typisches Streetfood, lässt sich aber auch ohne viel Aufwand zu Hause machen, wie ich euch gleich zeigen werde. Sopaipillas wurden übrigens gerne an Regentagen gemacht, genau wie die ebenfalls frittierten Tortas fritas aus Uruguay, die ich hier vorgestellt habet.

Pebre

Am besten stellt man erst einmal die Beilage her: Alle Zutaten werden kleingeschnitten und mit Zitronensaft, Salz, Pfeffer und etwas Olivenöl zu einer pikanten Salsa verrührt. Die kann jetzt noch ein wenig durchziehen. Die Tomaten sollten übrigens entkernt werden, damit die Salsa nicht zu suppig wird.

Making of Sopaipillas

Wenn wie bei mir fertiges Kürbispüree (von im Ofen gebackenem Hokkaidokürbis) im Tiefkühler liegt, ist der Rest blitzschnell gemacht. Mehl, Backpulver, Kürbispüree, Salz und etwas geschmolzene Butter zu einem nicht klebenden Teig verkneten, diesen 0,3-0,5 cm dick ausrollen und etwa 8 cm große Kreise ausstechen.

Frittieren Sopaipillas

Diese werden entweder mit zwei Einschnitten versehen oder mehrfach mit der Gabel eingestochen, damit der Teig sich beim Frittieren nicht aufplustert und dann portionsweise bei 175°C goldbraun frittiert.

Sopaipillas frittiert

Nun noch auf Küchenpapier abtropfen lassen, dann kann serviert werden. Sopaipillas werden übrigens nicht nur pikant mit Pebre, Senf oder Ketchup gegessen, man kann sie auch mit Butter und Honig oder Konfitüre verzehren. Übergießt man die noch heißen Sopaipillas mit Zuckersirup, so werden sie zu Sopaipillas pasadas.

Die Zugabe von Kürbis zum Teig ist typisch für Zentralchile, im Süden dagegen eher unüblich.

Sopaipillas mit Pebre

Das Wetter meinte es gut mit uns: wir konnten den Snack zum ersten Mal in diesem Jahr draußen genießen. Und waren überrascht, wie gut die kleinen Brote zusammen mit der pikant-würzigen Salsa schmecken! Wie gut, dass noch eine weitere Portion Kürbispüree im Tiefkühler schlummert.

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Sopaipillas – frittiertes Kürbisbrot aus Chile
Kategorien: Gebäck, Frittieren, Chile
Menge: 16 Stück

Zutaten

200-250 Gramm Mehl; nach Bedarf mehr*
200 Gramm Kürbispüree*; hier vom Hokkaido selbst gemacht
-aus der TK, aufgetaut
30 Gramm Butter; alternativ Schmalz oder Margarine,
-geschmolzen
1 Teel. Salz
2 Teel. Backpulver

Quelle

modifiziert nach
cocinachilena.cl
Erfasst *RK* 19.03.2023 von
Petra Holzapfel

Zubereitung

Alle Zutaten von Hand zu glatten Teig verkneten. Nach Bedarf noch mehr Mehl zufügen, der Teig darf nicht mehr kleben.

Den Teig auf der leicht bemehlten Arbeitsfläche 3-5 mm dick ausrollen und Kreise von 7-8 cm ausstechen. Nach Belieben 2 Einschnitte oder Löcher in die Kreise machen („ojos caracteristicos“) oder mit einer Gabel mehrfach einstechen (durchstechen).

Die Sopaipillas portionsweise in heißem Öl bei 175°C unter einmaligem Drehen in etwa 2-3 Minuten goldbraun ausbacken. Herausnehmen und auf Küchenpapier abtropfen lassen.

Sopaipillas sind gängiges Streetfood. Sie passen Pikantem wie Pebre, zu Senf oder Ketchup, aber auch zu Süßem wie Konfitüre, Butter und Honig.

In Sirup getränkt heißen sie Sopaipillas pasadas und werden gerne an Regentagen als Dessert gegessen.

Anmerkung Petra: ganz unkompliziert zu machen, schmecken prima! Wir haben sie mit Pebre gegessen

Am besten relativ trockenes Kürbispüree verwenden. Je nach Feuchtigkeit mehr Mehl verwenden, damit der Teig nicht mehr klebt.

*ich mache mein Kürbispüree wie folgt: Den Kürbis vierteln und entkernen. Die Viertel für etwa 40-60 Minuten in den auf 200°C vorgeheizten Backofen legen, bis das Fleisch weich ist. Das Kürbisfleisch mit der Schale pürieren und ausdampfen lassen. Nicht benötigtes Püree kann für spätere Verwendung eingefroren werden.

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========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Pebre – chilenische Würz-Salsa
Kategorien: Beilage, Salsa, Dip, Chile
Menge: 4 Personen

Zutaten

4-5 Nicht zu große Tomaten; entkernt
1 groß. Rote Zwiebel; gewürfelt
2 Grüne Chilischoten (im Original Aji verde,
-Capsicum baccatum, P: als Ersatz Lemon drop)
-entkernt, gehackt
1 Bund Koriander; gehackt
2-3 Knoblauchzehen; gehackt
2 Essl. Zitronensaft; nach Geschmack
2 Essl. Olivenöl; nach Geschmack
Salz
Pfeffer
1 Prise Zucker
2-3 Teel. Rote Chilisauce; nach Belieben (P: meine
-fruchtige Chilisauce)

Quelle

diverse Rezepte im Netz
Erfasst *RK* 19.03.2023 von
Petra Holzapfel

Zubereitung

Alle Zutaten vermischen, abschmecken.

Pebre wird als Brotbelag (z.B. auf Sopaipillas, aber auch auf Choripan, einem mit gegrillter Chorizo belegten Brötchen) verwendet, zu Empanadas oder Gegrilltem, aber auch zum typischen Bohneneintopf gegessen.

Pebre ähnelt der brasilianischen Vinagrete oder der mexikanischen Pico de Gallo.

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Die Rezepte der Mitreisenden (die Liste wird im Laufe des Monats ergänzt):

Britta von Brittas Kochbuch mit Tomaticán – Rindfleisch mit Mais und Tomaten
Wilma von Pane-Bistecca mit Humitas
Wilma von Pane-Bistecca mit Croquetas de Pescado
Kathrina von Küchentraum & Purzelbaum mit Chilenische Empolvados
Petra aka Cascabel von Chili und Ciabatta mit Marraquetas mit Vorteig – chilenische Doppelbrötchen
Petra aka Cascabel von Chili und Ciabatta mit Pisco Sour aus Chile
Gabi von Langsam kocht besser mit Kulinarische Weltreise Chile: Pan Dulce
Volker von Volkermampft mit Pan Amasado Rezept – einfache chilenische Weizenbrötchen
Regina von bistroglobal mit Pie de Limón
Simone von zimtkringel mit Completo italiano
Susanne von magentratzerl mit Pantrucas
Regina von bistroglobal mit Pebre und Empanadas
Jenny von Jenny is baking mit Brazo de reina, Biskuitrolle mit Karamell