Fischfrikadellen auf Mango-Salsa mit geröstetem Wirsing

Und schon wieder darf Helmut hier sein #freitagskochtdermann-Rezept vorstellen:

Er hat diesmal echte Fusion-Küche produziert. Der Unterbau des Gerichts, also Mangosalsa und gerösteter Wirsing,  stammt (wieder einmal) von Ixta Belfrage aus Mezcla*, die Fischfrikadellen sind aber komplett Helmut zu verdanken: zum einen hat er den Fisch (einen Aitel) selbst gefangen, zum anderen hat er für die passende Würzung der Frikadellen gesorgt. Nach dem Motto „Was passt zu Mango besser als Karibik? “ hat er sich für hocharomatisches Colombo-Pulver von den Westindischen Inseln als geschmacksgebende Zutat entschieden. Quelle dafür war Steven Raichlens schon etwas betagtes Typisch karibisch*.

marinierter Wirsing und Mango-Salsa

Die Wirsingmenge hat Helmut verdoppelt – zum Glück! Die Masse schrumpft nämlich beim Rösten im Ofen ganz schön zusammen. Von der ersten Kostprobe war ich begeistert: Der Wirsing schmeckt mit seinen Röstaromen so toll, den hätte ich gleich vom Blech wegfuttern können.

Tellerbild

Richtig perfekt wird alles im Zusammenspiel: süßlich-würzige Salsa, der Röstwirsing und die scharfen Fischfrikadellen ergänzen sich aufs Beste. Großes Lob für den Koch!

Weitere Aitel-Rezepte von Helmut im Blog

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Gerösteter Wirsing auf Mango-Harissa-Salsa mit Fischfrikadellen
Kategorien: Fisch, Gemüse, Salsa, Karibik, Fusion
Menge: 2 Portionen

Zutaten

H FÜR DEN WIRSING
1 Wirsing
3 Essl. Olivenöl
Salz
1 Jalapeno-Chili-Schote, ohne Kerne und
-Scheidewände, in feine Halbringe geschnittenen
2-3 Essl. Frische Kräuter (Koriander, Dill, Petersilie,
-Schnittlauch; gern gemischt)
4 Zitronenspalten zum Servieren
H FÜR DIE SALSA
4 groß. Knoblauchzehen, sehr fein gehackt1
3 Essl. Olivenöl
1 Milde rote Chilischote; ohne Kerne und
-Scheidewände,
-fein gehackt
Salz
2 Essl. Harissa (Paste); Menge anpassen
2 Teel. Tomatenmark
1 Mango, sehr reif, geschält und in 1 cm Würfel
-geschnitten
Zitronensaft
H FÜR DIE FISCH-FRIKADELLEN
300 Gramm Fischfilet, hier: Aitel (norddeutsch: Döbel),
-oder anderer Fisch, gewolft: 2 x grobe Scheibe
1 Ei
1-2 Essl. Panko
Pfeffer & Salz
1 Essl. Frische Kräuter nach Wahl, fein gehackt
1 Scharfe Chili-Schote ohne Kerne und Scheidewände,
-sehr fein gehackt
1-2 Knoblauchzehen, sehr fein gehackt
1 Essl. Colombo-Pulver; s.u.
Salz
Olivenöl zum Braten
H FÜR DAS COLOMBO-PULVER
1 Essl. Reis
1 Essl. Kreuzkümmelsamen
1 Essl. Koriandersamen
1 Teel. Senfkörner, vorzugsweise schwarz
1 Teel. Pfefferkörner
1 Teel. Bockshornkleesamen
4-5 Gewürznelken
1 Essl. Kurkuma, gemahlen

Quelle

Wirsing/Mangosalsa: Ixta Belfrage, Mezcla, S. 60
Colombo-Pulver: S. Raichlen, Typisch Karibisch, S. 17
Fischfrikadelle: Eigenbau
Erfasst *RK* 24.09.2022 von
Helmut Holzapfel

Zubereitung

Die Mango-Harissa-Salsa kann problemlos auch am Vortag vorbereitet werden. Knoblauch, Salz und Chili in dem Öl bei mittlerer bis kleiner Hitze 7-8 Minuten weich dünsten. Der Knoblauch soll nicht braun werden. Den Topf vom Herd ziehen, Tomatenmark und Harissa einrühren. Achtung: Harissa ist eine Würzpaste mit unterschiedlichem Schärfegrad. Hier muss man sich an den persönlichen Geschmack herantasten. Dann Mango und Zitronensaft dazu geben. Alle sorgfältig verrühren,alles abschmecken. Die Sauce wird mit Raumtemperatur gereicht.

Für den Röst-Wirsing verwendet man die feinen, inneren Blätter. Die weiter außen stehenden nimmt man ab und verwendet sie anderweitig. Aus den Blättern schneidet man die dicke Innen-Rippe heraus und teilt die so gewonnenen Halblätter noch einmal. Man benötigt 400 bis 500 g der so gewonnenen Blättchen. Die vermischt man in einer ausreichend großen Schüssel mit dem Olivenöl und den übrigen Zutaten (außer den Zitronenspalten). Die in dieser Weise mit Würzöl überzogenen Wirsingblättchen verteilt man gleichmäßig auf zwei Backblechen. Die Blätter dürfen sich leicht überlappen, weil sich der Wirsing bei Rösten zusaammenzieht, aufeinander liegen sollten sie aber nicht.

Den Backofen auf 220°C Umluft vorheizen.

Den Wirsing rösten, bis er appetitlich gebräunt ist. Das dauert ungefähr 15 Minuten.

Die Salsa auf einer Platte verteilen, Den Wirsing darauf setzen, mit den Zitronenspalten servieren.

Die Autorin serviert den Wirsing mit einem Klacks Joghurt; m. E. passt aber auch ein kleines Steak, ein Hähnchenschenkel oder ein Fisch.

Da ich in der Woche zuvor einen schönen Aitel gefangen hatte, wählte ich Fischfrikadellen. Der Geschmack sollte irgendwie karibisch angehaucht sein. Bei S. Raichlen stieß ich auf die Trockengewürzmischung „Colombo-Pulver“, die angeblich in den Küchen auf den Westindischen Inseln allgegenwärtig sein soll. Das besondere an dieser Mischung ist, dass sie Reis enthält, was die Mischung geschmeidig und nussig macht. Die Zubereitung ist einfach: Der Reis wird in einer trockenen Pfanne 5 Minuten geröstet, dann zum Abkühlen bei Seite gestellt. Genauso verfährt man mit den anderen Zutaten außer dem Kurkuma-Pulver. Diese Gewürze werden aber kürzer, nur 3 Minuten geröstet. Alle gerösteten Zutaten kommen in einen Mörser oder eine Gewürzmühle und werden zu einem feinen Pulver verrieben. Das Kurkuma zufügen – fertig. Die hier angegebene Menge reicht für ca. 3 Mahlzeiten zu je 2 Portionen.

Die Vorbereitungen für die Fischfrikadellen sind einfach: Alle Zutaten zu einem nicht zu weichen Fischteig verkneten. Die Konsistenz der Fischmasse regelt man mit der Menge des zugegebenen Panko. Wer rohen Fisch nicht abschmecken mag, brät einfach eine kleine Probe- Frikadelle braten. Aus dem Fischteig 4 Frikadellen formen und bei mittlerer Hitze in Olivenöl beidseitig goldbraun braten.

Anmerkung Helmut vom 23.09.2022: Die Salsa verbindet scharf und süß ganz wunderbar und ist sehr einfach herzustellen. Sie eignet sich sicher auch als BBQ-Soße oder als Begleiterin zu Geflügel-Gerichten. Die Fischfrikadellen haben uns sehr gut geschmeckt; das Colombo- Pulver ist wirklich sehr besonders. Ein sehr gelungenes Essen, was mir „an höchster Stelle“ viel Lob einbrachte.

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Tortiglioni mit confierten Calamari

Auch ich habe schon etwas aus Mezcla* von Ixta Belfrage ausprobiert.

Tortiglioni mit confierten Calamari

Bei mir stand ein Pastagericht mit confierten Calamari auf der Agenda, das mit ofengerösteten Auberginenwürfeln angereichert wird: ein sehr aromatisches und harmonisches Essen, wie wir fanden.

Confieren von Calamari

Zur Zubereitung: die zerteilten Calamari lässt man 40 Minuten in Olivenöl garziehen, das mit Tomaten (immer noch unser Sommertomatenmix), Knoblauchzehen und Krätern aromatisiert wird.

making of

Ich habe anschließend die Häute der Tomaten entsorgt, da ich die nicht so gerne im Essen mag. Zu den Calamari kommen jetzt im Ofen geröstete Auberginenwürfel und etwas vom Confieröl, in diesem Mix werden die bissfest gekochten Nudeln fertiggegart. Finalisiert wird das Gericht mit etwas frisch geriebenem Tomatenfleisch und Kräutern.

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Tortiglioni mit confierten Calamari und gerösteter Aubergine
Kategorien: Nudel, Tintenfisch, Gemüse
Menge: 2 Personen

Zutaten

H CONFIERTE CALAMARI
400 Gramm TK-Calamari; waren abgetropft etwa 250 g
100 ml Olivenöl
150 Gramm Kleine reife Tomaten
5 Gramm Basilikum
2 Gramm Getrockneter Oregano
4 klein. Knoblauchzehen mit Schale; angequetscht
1 1/2 Essl. Zitronensaft
1/2 Essl. Tomatenmark
1/4 Teel. Chiliflocken
1 Teel. Fruchtige Chilisauce (Original Crema di
-Peperoncino)
1/2 Teel. Salz
H SOWIE
1 groß. Aubergine; in etwa 2-3 cm große Würfel
-geschnitten
2 Essl. Olivenöl
120 Gramm Reife und aromatische Tomaten (P: Tirouge)
175 Gramm Tortiglioni (Original Paccheri)
1/2 Essl. Glatte Petersilie; fein gehackt
5 Basilikumblätter
Schwarzer Pfeffer
1/2 Zitrone; in Schnitze geschnitten

Quelle

modifiziert nach
Ixta Belfrage
Mezcla
Erfasst *RK* 27.09.2022 von
Petra Holzapfel

Zubereitung

Den Backofen auf 230°C Ober-/Unterhitze vorheizen.

Die Calamarituben in etwa 2 cm breite Stücke schneiden. Zusammen mit den Tentakeln und den weiteren Zutaten zum Confieren in einen Schmortopf geben und verrühren. Alles auf niedriger Stufe erhitzen und bis zum Aufwallen bringen, dann die Temperatur so weit reduzieren, dass der Tintenfisch unter der Siedetemperatur garzieht. Nach 40 Minuten den Topf vom Herd nehmen und die Calamri im Öl abkühlen lassen.

In der Zwischenzeit ein Backblech mit Backpapier oder Backfolie auslegen. Die Auberginen mit dem Öl und Salz mischen und auf dem Blech verteilen. Die Auberginen etwa 20 Minuten rösten, dann wenden und weitere 10 Minuten rösten, bis sie dunkelgoldbraun sind (P: hat bei mir etwas länger gedauert). Auberginen beiseite stellen.

Ein Sieb auf eine Schüssel setzen und die Calamari samt Tomaten hineingießen, das Öl dabei auffangen. Gegarte Kräuter, Knoblauch- und Tomatenhäute entsorgen. Calamari und Tomaten zusammen mit den Auberginen und 75 g vom Confieröl in einer großen Pfanne mischen.

Vom restlichen Confieröl 40 m in eine Schüssel geben. Die Tomate halbieren und auf der groben Seite der Kastenreibe zum Öl reiben, die Häute entsorgen. 1/8 Tl Salz dazugeben und beiseite stellen. Das restliche Confieröl kann für andere Zwecke verwendet werden.

Die Pasta in einem Topf in reichlich kräftig gesalzenem Wasser gut bissfest garen (P: 12 Minuten bei Garzeit von 12-14 Minuten). Abgießen und etwas Pastawasser dabei auffangen.

Die Pfanne mit den Calamari bei mittlerer bis starker Temperatur erhitzen. Die gekochten Nudeln und einen Schluck vom Pastawasser zugeben. Etwa 5 Minuten köcheln lassen, bis die Flüssigkeit andickt und die Pasta überzieht. Nach Bedarf noch etwas Pastawasser zugeben, die Tortoglioni müssen am Schluss gar sein. Die Hitze auf geringste Stufe stellen, die geriebenen Tomaten mit Öl, die gehackte Petersilie, die Hälfte der Basilikumblätter und reichlich schwarzen Pfeffer unterrühren.

Die Pasta mit dem restlichen Basilikum bestreuen, etwas Pfeffer darübermahlen und mit den Zitronenschnitzen zu Tisch bringen.

Anmerkung Petra: Ein sehr stimmiges und aromatisches Pastagericht!

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Grönland-Garnelentartar mit Avocado, Kräutern und Wachteleiern

Wie schon erwähnt, sollte die kulinarische Weltreise im August ursprünglich nach Grönland führen. Wirklich glücklich war ich mit dem Thema nicht, da traditionelle Rezepte oft etwas, nun ja, sagen wir „schlicht“ sind oder die Zutaten (wie etwa der beliebte Wal-Blubber (Maktaaq), Rentier, Moschusochse oder Robbe) hier nicht erhältlich sind. Die Grönländer kannten ursprünglich nur 3 Methoden zur Essenszubereitung: die Zutaten wurden gekocht, getrocknet oder roh gegessen. Fische oder Robbenfleisch wurden früher häufig draußen in der Natur über einem Feuer in Meerwasser gekocht, was gleichzeitig würzte. Der Kesselinhalt wurde dann einfach auf einen Stein gekippt, das Wasser floß ab und verdampfte, der Fisch wurde direkt vom Stein gegessen (Quelle: The Evolution of Greenlandic Food Culture).

Heute wird eine Vielzahl von Produkten wie etwa frisches Gemüse und Obst, aber auch exotische Lebensmittel nach Grönland importiert und die Rezepte haben sich gewandelt, hochwertige heimische Produkte wie Fisch oder Eismeergarnelen werden mit Nahrungsmitteln aus aller Welt kombiniert und ergeben eine moderne grönländische Küche, wie es in den Videos von A Taste of Greenland zu sehen ist.

Grönlandkrabbentartar

In diese Kategorie fällt auch das Grönland-Garnelentartar, bei dem die Eismeer-Krabben auf Avocado, Kräuter, Limette und Wachteleiern treffen. Herausgekommen ist ein frisches Gericht, was auch an einem heißen Sommertag schmeckt und damit auch die Kriterien der neuen Themenstellung erfüllt.

Die Vorlage für das Tartar stammt von Royal Greenland, verwendet aber sehr seltsame Zutatenmengen – so sind für einen 10 Personen-Ansatz zwar 8 (!) Avocados, aber nur der Saft einer Limette vorgesehen. Ich habe mir erlaubt, das Ganze so abzuwandeln, dass daraus ein alltagstaugliches Rezept entsteht. Die Erbsensprossen habe ich übrigens wieder einmal selbst angezogen: die Erbsen wurden dafür über Nacht eingeweicht und dann in Schalen mit Erde gesteckt.

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Grönland-Garnelentartar mit Avocado, Kräutern und Wachteleiern
Kategorien: Krustentier, Eiergericht, Grönland
Menge: 2 Personen als Hauptgericht

Zutaten

H TARTAR
270 Gramm Eismeergarnelen aus Grönland
1 Avocado
1 Limette: etwas abgeriebene Schale für den Dip
-s.u., sowie Saft; mehr nach Geschmack
1 mittl. Rote Zwiebel; feinst gehackt
1 Essl. Kapern; gehackt
1 Essl. Gehacktes Koriandergrün
1 Essl. Gehackte Petersilie
1-2 Essl. Mayonnaise
1 Spritzer Tabasco; nach Belieben
Salz
Pfeffer
H MAYO-DIP
2 Essl. Mayonnaise
1 Teel. Schmand
Fein gehackte Kräuter (Schnittlauch, Petersilie,
-Koriandergrün, Estragon)
Etwas Abgeriebene Limettenschale (s.o.)
4 Wachteleier
Erbsensprossen

Quelle

stark modifiziert nach einer Idee von Royal Greenland
Erfasst *RK* 24.08.2022 von
Petra Holzapfel

Zubereitung

Die Garnelen auftauen lassen. Unter kaltem Waser abspülen, dann trockentupfen. 70 g für die Deko beiseite legen. Die restlichen Garnelen hacken und in eine Schüssel geben. Die Avocado entkernen, schälen und fein hacken (nicht zerdrücken!), ebenfalls in die Schüssel geben. Rote Zwiebeln, gehackte Kräuter und Kapern zugeben und alles mit 1-2 El Mayonnaise mischen, so dass eine kompakte Masse entsteht. Mit Salz, Pfeffer, Limettensaft und nach Belieben einem Spritzer Tabasco pikant abschmecken.

Für den Kräuter-Dip Mayo, Schmand, gehackte Kräuter, Limettenschale, Salz und Pfeffer verrühren.

Die Wachteleier 3 Minuten kochen, dann in kaltem Wasser abkühlen lassen und pellen, halbieren.

Zwei Servierringe (Durchmesser 7,5-8 cm) auf 2 Teller setzen, das Tartar einfüllen und glattstreichen. Einige Tupfen von dem Kräuter- Dip um die Servierringe verteilen, jeweils 4 halbe Wachteleier darauf setzen. Die Teller mit den Erbsensprossen und den restlichen Garnelen garnieren.

Dazu passt Toastbrot.

Anmerkung Petra: ich kann mir für dieses Gericht auch Nordseekrabben gut vorstellen.

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Die Rezepte der Mitreisenden (die Liste wird im Laufe des Monats ergänzt):

Friederike von Fliederbaum mit grönländische Suppe Suaasat
Wilma von Pane-Bistecca mit Gefuellte Mozzarella Kugeln (Italien)
Cornelia von SilverTravellers mit Erfrischende Gurken-Limonade selbst gemacht
Carina von Coffee2Stay mit Die beste zitronige Limonade aus Amerika
Wilma von Pane-Bistecca mit Carne Tonnata besser bekannt als Vitello Tonnato
Regina von bistroglobal mit Grönländisches Fischgericht
Sonja von Cookie und Co mit Italienischer Brotsalat – Panzanella einfach & schnell
Sylvia von Brotwein mit Okroschka – Rezept für kalte russische Suppe
Ute von wiesengenuss mit Chili, Hitze und ein Chicken Chettinad
Wilma von Pane-Bistecca mit BBQ Sauce mit geroesteten Erdbeeren
Kathrina von Küchentraum & Purzelbaum mit Salmorejo andaluz
Wilma von Pane-Bistecca mit Pollo alla Diavola
Britta von Brittas Kochbuch mit Radieschenblätterpesto (Italien/Deutschland)
Britta von Brittas Kochbuch mit Spaghetti mit Zucchinispiralen (Italien/Deutschland)
Carina von Coffee2Stay mit Erfrischung auf Amerikanisch: Der Arnold Palmer
Francesco von volkermampft mit Cicchetti – I mesi ovi – Aperitivo mit Ei und Anchovis
Britta von Backmaedchen 1967 mit No bake-Tiramisu-Torte/italienisches Dessert mal anders
Sonja von fluffig & hart mit Frozen Yogurt
Michael von SalzigSüssLecker mit Grönländer Kaffeemik in der heißen Sommerzeit
Sylvia von Brotwein mit Gazpacho Andaluz – Rezept für original spanische Suppe
Petra aka Cascabel von Chili und Ciabatta mit Lietuviški šaltibarščiai – litauische kalte Rote-Bete-Suppe
Volker von Volkermampft mit Kalte Erbsen-Joghurt-Minz Suppe – gegen die sommerliche Hitze
Sylvia von Brotwein mit Rote Grütze Rezept – Omas Klassiker selber machen
Nadja von Little Kitchen and more mit Schweizer Wurst Käse Salat
Simone von zimtkringel mit persischer Gurken-Apfelsalat
Manuela von Vive la Réduction mit Bolo de Caco
Susan von Labsalliebe mit Brot Salat mit frischen Kräutern

Tostadas mit Shrimps und Limetten-Koriander-Creme

Kürzlich hatte ich euch meine Mais-Tortillas vorgestellt, die ich für die kulinarische Weltreise mit Ziel Mexiko gemacht hatte. Alle Tortillas wurden damals nicht gegessen, den Rest habe ich (jeweils mit Trennblättern aus Butterbrotpapier) in eine Gefriertüte gepackt und eingefroren.

6 davon habe ich jetzt rausgeholt und in der Tüte auftauen lassen, daraus sollten nämlich Tostadas werden. Tostadas sind in Öl knusprig ausgebackene Mais-Tortillas, die mit den unterschiedlichsten Zutaten serviert werden können. Im Prinzip sind das dieselben Dinge, mit denen auch Tacos belegt werden: oft ein Bohnenpüree, Sour Cream, Käse, Salat, Salsa und gegartes Fleisch wie Hähnchen oder Schwein, häufig aber auch Meeresfrüchte und Ceviche.

Tostadas und Shrimps

An einem heißen Sommertag habe ich mich für Tostadas mit einer Limetten-Koriander-Creme und einer erfrischenden Ceviche-artigen Shrimps-Auflage wie hier entschieden.

Mais-Tortilla frittieren

Das Ausbacken der Mais-Tortillas lässt sich ganz praktisch in einer Pfanne erledigen. Am Schluss muss die Tortilla ganz knusprig und fest sein.

Shrimps-Tostada

Die Tostada wird nun mit der gewürzten Sour Cream bestrichen, darauf häuft man die Mischung aus in Limettensaft eingelegten Shrimps und Gemüse – hier Radieschen, Gurke, Tomaten, Frühlingszwiebeln, Chilischote und Avocado. Dann heißt es genießen 🙂

Als Vorspeise reicht eine Tostada pro Person, wir haben zu zweit 6 Stück als Hauptspeise verputzt.

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Tostadas mit Shrimps und Limetten-Koriander-Creme
Kategorien: Vorspeise, Tortilla, Krustentier, Sauce, TexMex
Menge: 6 Stück, 2-6 Personen

Zutaten

H SHRIMPS
300 Gramm Shrimps; roh*, geschält, entdarmt (P: Wildfang);
-alternativ gekocht
1 Mini-Gurke, in Würfelchen
4 Radieschen; in Spalten
4 Cocktailtomaten; gewürfelt
2 Frühlingszwiebeln; gehackt
1 Grüne Chili; gehackt (P: Jalapeño)
1 Essl. Koriandergrün; gehackt
2-3 Limetten: Saft
Salz
Pfeffer
1 klein. Avocado; gewürfelt
H CREME
125 Gramm Schmand
1 Essl. Koriandergrün; gehackt
1 Bio-Limette; abgeriebene Schale und
1/2 Essl. Limettensaft; nach Geschmack
1/8 Teel. Kreuzkümmel
Salz
Pfeffer
H TOSTADAS
6 Mais-Tortillas; selbst gemacht (hier TK, in der
-Tüte aufgetaut)
Öl; zum Ausbacken

Quelle

modifiziert nach
Taste of Home
Erfasst *RK* 06.07.2022 von
Petra Holzapfel

Zubereitung

Falls man rohe Shrimps mit Schale verwendet werden: die Shrimps in einem Sieb mit heißem Wasser übergießen und antauen lassen, dann schälen und gegebenenfalls entdarmen. Wenig Salzwasser zum Kochen bringen, die Shrimps hineingeben, die Temperatur reduzieren und die Shrimps bei 80°C etwa 2-3 Minuten pochieren. Shrimps herausnehmen, kalt abspülen und trocken tupfen. Shrimps in Stücke schneiden.

Alle Zutaten außer der Avocado in eine Schüssel geben und vermischen, abschmecken, kalt stellen. Die Avocadowürfelchen erst kurz vor dem Servieren vorsichtig untermischen, nochmal abschmecken.

Alle Zutaten für die Creme verrühren, abschmecken, kalt stellen.

Reichtlich Öl in eine Pfanne geben, es soll etwa 2 cm darin stehen. Das Öl auf 175°C erhitzen.

Eine Mais-Tortilla ins Öl gleiten lassen und so lange ausbacken, bis die Unterseite knusprig und leicht braun geworden ist, dabei mit einem Holzspatel ins Öl drücken. Dann wenden und die andere Seite genauso backen. Die Tostada herausnehmen und auf Küchenpapier abtropfen lassen. Die weiteren Tortillas genauso backen.

Zum Servieren die Tostadas mit etwas von der Creme bestreichen und mit der abgetropften Shrimps-Gemüsemischung belegen.

Als Vorspeise reicht eine Tostada pro Person, als Hauptgericht haben wir zu zweit 6 Stück verputzt.

Anmerkung Petra: schönes erfrischendes Sommeressen, das wenig Arbeit macht und sich gut vorbereiten lässt.

Ich mag die pochierten Shrimps lieber als fertig gekochte gekaufte, da sie sehr saftig sind.

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Linguine mit Pistazienpesto und Thunfisch

Zitrusfrüchte liebe ich in allen Variationen. So konnte ich auch nicht an Gennaro Contaldos Kochbuch Gennaros Limoni* vorbeigehen, Untertitel: Italienisch kochen und backen mit Zitronen.

Linguine mit Pistazienpesto und Thunfisch

Da gerade sehr schöne grüne Pistazien im Haus waren, habe ich mir als erstes Versuchsrezept die Linguine con Pesto al Pistacchio e Tonno ausgesucht.

Zutaten

Hier die Zutaten im Überblick.

Das Pesto schmeckt klasse, keine Frage. Mir war aber die Pastamenge im Verhältnis zur Sauce einfach zu gering, sprich die Sauce zu dominant und zu üppig. Hier würde ich mein nächsten Mal an der Stellschraube drehen und entweder weniger Pesto verwenden oder mehr Pasta zugeben.

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Linguine mit Pistazienpesto und Thunfisch
Kategorien: Nudel, Fisch, Pesto
Menge: 2 bis 3 Personen

Zutaten

160-240 Gramm Linguine*
2 Essl. Olivenöl
1 Knoblauchzehe; fein gehackt
165 Gramm Thunfisch in Olivenöl; abgetropft, fein
-zerpflückt
Pfeffer
1 Bio-Zitrone: abgeriebene Schale und etwas Saft
-nach Geschmack
H PESTO
100 Gramm Pistazienkerne
18 Gramm Parmesan; frisch gerieben
1 Bio-Zitrone: abgeriebene Schale
5 Basilikumblätter
70 ml Warmes Wasser
80 ml Olivenöl

Quelle

modifiziert nach Gennaro Contaldo
Gennaros Limoni
Erfasst *RK* 24.05.2022 von
Petra Holzapfel

Zubereitung

Für das Pesto alle Zutaten im Mixer glatt pürieren, beiseite stellen.

Die Linguine in kochendem Salzwasser al dente kochen.

Das Olivenöl in einer großen Pfanne erhitzen und den Knoblauch darin etwa 1 Minute andünsten. Die Thunfischstücke zugeben, mit Salz und Pfeffer würzen und etwa 1 Minute erhitzen, damit sich die Aromen verbinden.

Die Linguine abgießen und tropfnass zum Thunfisch in die Pfanne geben, das Pesto zufügen und alles mischen. Mit Zitronensaft abschmecken und zum Servieren mit abgeriebener Zitronenschale bestreuen.

Anmerkung Petra: Im Prinzip gut, ich fand nur das im Original angegebene Mengenverhältnis von Sauce und Pasta unausgewogen – mir war es deutlich zu viel Pesto für die 160 g Linguine, die für 2 Personen vorgeschlagen waren.

*Ich würde die Sauce wie oben mit 240 g Pasta für 3 Personen servieren. Das Pistazien-Pesto hat uns aber gut gefallen.

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Kartoffel-Thunfisch-Kroketten

Im Newsletter der Lecker hießen die Teilchen Bergkäse-Kartoffel-Sticks,

ich habe sie in Kartoffel-Thunfisch-Kroketten umbenannt. Auf jeden Fall lassen sie sich aus zerdrückten Salzkartoffeln, Thunfisch, etwas Käse und Frühlingszwiebeln mit etwas Mehl und Eigelb ganz unkompliziert formen. Die  Masse wird dann gut gekühlt und zu Kroketten geformt, diese paniert (hier wegen zu wenig Panko-Vorräten mit einem Panko-Semmelbrösel-Gemisch) und anschließend in heißem Fett knusprig ausgebacken.

Dazu gab’s wie empfohlen eine Aioli und einen grünen Salat.

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Kartoffel-Thunfisch-Kroketten
Kategorien: Kartoffel, Käse, Fisch
Menge: 2 Personen

Zutaten

H KARTOFFELMASSE
400 Gramm Vorwiegend festkochende Kartoffeln
Salz
1 Dose Thunfisch in Öl (Abtropfgewicht 165 g);
-abgetropft und zerpflückt
60 Gramm Bergkäse; fein gerieben
2 Lauchzwiebeln; in feinen Ringen
10 Gramm Weiche Butter
35 Gramm Mehl
1 Eigelb
Pfeffer
H ZUM PANIEREN
Mehl
1 Ei
1 Essl. Milch
Panko (japanisches Paniermehl, P: hier gemischt
-mit Semmelbröseln)
Öl zum Frittieren
Zitronenspalten; zum Servieren

Quelle

modifiziert nach
LECKER 9/2016
Erfasst *RK* 27.04.2022 von
Petra Holzapfel

Zubereitung

Die Kartoffeln schälen, waschen, in grobe Stücke schneiden und zugedeckt in kochendem Salzwasser etwa 20 Minuten garen.

Kartoffeln abgießen, kurz ausdämpfen lassen, dann durch eine Kartoffelpresse drücken oder fein zerstampfen. Sofort Butter, Mehl, Käse und Eigelb untermischen. Thunfisch und Lauchzwiebeln unterrühren, mit Salz und Pfeffer kräftig würzen. Die Masse in eine Schüssel umfüllen und mit Folie zugedeckt etwa 30 Minuten kalt stellen.

Ei und Milch verquirlen. Mit bemehlten Händen aus je 1 gehäuften EL Kartoffelmasse längliche Kroketten formen. Diese nacheinander erst in Mehl, dann im verquirlten Ei und schließlich in Panko- Semmelbröselgemisch wenden. Die Kroketten nochmals etwa 30 Minuten kalt stellen.

Das Öl in einem weiten Topf auf etwa 175°C erhitzen.

Die Kroketten darin portionsweise unter gelegentlichem Wenden goldbraun frittieren. Mit einer Schaumkelle herausheben und auf Küchenpapier abtropfen lassen, im Backofen warmhalten.

Die Kartoffel-Thunfisch-Kroketten mit Zitronenspalten zum Beträufeln servieren. Dazu passt Aioli und ein grüner Salat.

Anmerkung Petra: Ganz unkompliziert zu machen, schmecken gut. Die Masse ergab bei mir 11 Stück. Für die Aioli habe ich einfach etwas Mayonnaise mit zerdrückten confierten Knoblauchzehen, etwas Zitronensaft, Salz und Pfeffer verrührt.

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