Kenianisches Koriander-Lamm mit Kokos-Chapati

Auch für meinen zweiten Beitrag zur kulinarischen Weltreise mit Ziel Kenia habe ich mich bei der indisch-beeinflussten Swahili-Küche bedient.

Kenianisches Korianderlamm mit Kokos-Chapatis

Wieder gibt es ein Curry, diesmal aber vom Lamm (Ziege wäre bestimmt noch authentischer) und nicht mit Kokosmilch, sondern mit etwas Joghurt.

Die Kokosnuss steckt dafür in den begleitenen Chapati, die ich bei Jiconi Magic gefunden habe: zum einen als Kokosmilch, aber auch als Kokoswasser und als Kokosöl. Die Herstellung der Kokos-Chapati habe ich in der folgenden Fotostrecke dokumentiert:

Chapati 1

Der Teig (bestehend aus einem Mix von normalem und Vollkornmehl, dazu etwas geriebene Möhre und Koriandergrün, Kokosmilch und Kokoswasser) wird gut geknetet und darf ausgiebig entspannen, bevor er portioniert und zu Bällen geformt wird.

Chapati 2

Diese werden ausgerollt (hier bewährt sich die neu erworbene Backmatte* 🙂 ) und mit Kokosöl bestrichen.

Die Technik zum Aufrollen der Fladen stammt aus diesem Video von Jiconi Magic. Weitere 4 Möglichkeiten werden in diesem kurzen Video von Pika Chakula gezeigt. Alle Techniken dienen dazu, mehrere Teigschichten zu erhalten, die durch eine dünne Fettschicht voneinander getrennt sind und so zur blättrigen Konsistenz der fertig gebackenen Chapati führen.

Chapati 3

Wie auch immer man zu den Teigsträngen kommt: diese werden zu Spiralen aufgerollt. Bei Jiconi Magic sind das gegenläufige Spiralen wie man sie auch von Lussekatter kennt. Die beiden Spiralen klappt man aufeinander. Den entstehenden Teigball rollt man nun erneut auf Pfannengröße aus.

Chapati 4

Die dünnen Fladen werden nun in der leicht geölten Pfanne bei mittlerer Hitze von beiden Seiten gebacken, dabei sollen die Chapati biegsam bleiben.

Chapati 6

Etwaige Blasen lassen sich gut mit einem Kochtopf nach unten drücken.

Auch wenn meine Technik sicher noch optimierbar ist: die Chapati haben uns als Beilage zum Lamm-Curry gut gefallen. Wir fanden allerdings den Kokos-Geschmack nicht sehr ausgeprägt – man könnte das Fladenbrot also auch einfach mit Wasser und Öl herstellen.

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Kenianisches Koriander-Lamm
Kategorien: Fleisch, Lamm, Sauce, Kenia
Menge: 2 bis 3 Portionen

Zutaten

2 Knoblauchzehen
3/4 Essl. Geriebener Ingwer
1 1/4 Essl. Zitronensaft; frisch gepresst
500 Gramm Lammkeule oder Lammschulter
3/4 Essl. Koriandersaat
1/8 Teel. Schwarze Pfefferkörner
1 Tomate; gehäutet, gehackt (P: 150 g)
1 Teel. Tomatenmark
2 Lange grüne Chilis; entkernt, gehackt (P:
-Jalapeños)
1/2 Handvoll Korianderstängel und Wurzeln (P: nur Stängel);
-grob gehackt
1 1/2 Essl. Öl
Salz
125 ml Hühnerbrühe
1-2 Essl. Joghurt
2 Essl. Gehacktes Koriandergrün

Quelle

goodfood.com.au
Erfasst *RK* 10.02.2020 von
Petra Holzapfel

Zubereitung

Knoblauch, Ingwer, Zitronensaft und evtl. wenig Wasser in einen Mörser oder Mixer geben und zu einer glatten Paste verarbeiten.

Das Lammfleisch in nicht zu große Würfel schneiden und mit der Paste vermischen. Zugedeckt 2 Stunden im Kühlschrank marinieren lassen.

Koriander und Pfefferkörner in einer trockenen Pfanne 2-3 Minuten rösten, bis sie duften. Abkühlen lassen und im Mörser oder einer Gewürzmühle fein mahlen.

Die gemahlenen Gewürze, Tomate, Tomatenmark, Chilis und Korianderstängel in einen Mixer geben und fein pürieren.

Das Öl in einem schweren Bräter erhitzen und das Lammfleisch darin portionsweise braun anbraten, salzen. Das Fleisch wieder in den Topf geben, den Tomatenmix und die Brühe zugeben und zum Kochen bringen. Die Temperatur reduzieren, den Topf zudecken und alles etwa 1 1/2 Stunden köcheln lassen, dann den Deckel abnehmen und weitere 15 Minuten offen köcheln lassen bis das Fleisch sehr weich ist. Bei Bedarf überschüssiges Öl abschöpfen (P: war bei mir nicht vorhanden).

Den Topf vom Herd nehmen, den Joghurt einrühren und abschmecken. Das Gericht mit gehacktem Koriandergrün bestreuen und servieren.

Anmerkung Petra: schmeckt prima. Das Gericht hat durch das Marinieren mit Zitronensaft eine angenehme Säurenote. Hier gab es Kokos-Chapati dazu.

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========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Kokos-Chapati
Kategorien: Beilage, Pfanne, Brot, Kenia
Menge: 10 Stück

Zutaten

220 Gramm Weizenvollkornmehl
405 Gramm Weizenmehl
Salz; nach Geschmack (P: 10 g)
1 Prise Zucker
1/2 Tasse Möhre; fein geraffelt (P: 65 g)
4 Essl. Koriandergrün; gehackt
100 Gramm Dicke Kokosmilch
330 ml Kokoswasser; Menge anpassen
Kokosöl; zum Bestreichen
Öl; zum Braten

Quelle

jikoni magic
Erfasst *RK* 10.02.2020 von
Petra Holzapfel

Zubereitung

Alle trockenen Zutaten in einer Schüssel vermischen. Die geriebenen Möhren und den Koriander zugeben, alles gut mischen. Die dicke Kokosmilch zugeben und mit den Händen ins Mehl reiben.

So viel vom Kokoswasser in kleinen Mengen zugeben, dass ein relativ weicher Teig entsteht, der kaum klebt (man muss aber berücksichtigen, dass der Teig von den Möhren auch noch etwas Feuchtigkeit aufnimmt). Den Teig etwa 10 Minuten kneten, bis er ganz glatt und seidig ist. Die Schüssel abdecken und den Teig 2 Stunden ruhen lassen.

Den Teig aus der Schüssel nehmen und in 10 Stücke teilen, diese rund formen.

Nacheinander jeden Ball zu einer runden Teigplatte mit gut 20 cm Durchmesser ausrollen. Die Teigplatte mit etwas Kokosöl bestreichen. Nun ein Loch in die Mitte der Teigplatte machen und den Teig von innen nach außen fest aufrollen, so dass man am Schluss einen geschlossenen Teigstrang hat. Diesen an einer Stelle durchtrennen und den Strang von beiden Enden her gegengleich zur Mitte hin aufrollen. Beide Spiralen aufeinanderklappen und zusammendrücken. Die restlichen Teigbälle genauso verarbeiten, abgedeckt beiseite stellen.

Nun die Teigbälle einzeln auf leicht bemehlter Arbeitsfläche eneut rund ausrollen (Original 20 cm – dünner, also 23-25 cm fand ich aber besser).

Die Chapati nacheinander in einer nicht zu stark vorgeheizten* und leicht geölten gusseisernen Pfanne auf jeder Seite etwa 2 Minuten braten: dafür auf der ersten Seite etwa 30 Sekunden braten, bis sich Blasen bilden, dann umdrehen, Fladen bepinseln, erneut umdrehen und so fort bis zum erwünschten Gargrad. Sich aufblähende Blasen kann man dabei mit einem Topf nach unten drücken, außerdem lässt sich der Fladen mit Hilfe des Topfes auch gut in der Pfanne drehen und so gleichmäßig backen.

Die gebackenen Fladen auf einen Teller schichten und abdecken, damit sie weich und biegsam bleiben.

*Bei zu hoher Hitze verbrennen die Chapati schnell, bei zu niedriger werden sie hart.

Anmerkung Petra: durch diese Methode des zweifachen Ausrollens entstehen mehrschichtige blättrige Teigfladen, die als Beilage zu kenianischen Curries gegessen werden.

Es gibt verschiedene Methoden, die Teigfladen aufzurollen – mir hat die oben beschriebene gut gefallen, da sie relativ lange Stränge ergibt.

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Die Rezepte der Mitreisenden:

Küchenlatein: Eier-Curry Kenia-Stil
Chili und Ciabatta: Kuku Paka (kenianisches Kokosnuss-Hähnchen) mit Kokosnussreis
Fränkische Tapas: Sambusa mit fränkischer Jura-Lamm-Gemüsefüllung
zimtkringel: Sakuma Wike
Backmaedchen 1967: Mandazi kenianische Donuts
Brittas Kochbuch: Saitanragout mit Mataha und Sukuma wiki
Pane-Bistecca: Kuku Paka – Kenyan Chicken Curry
magentratzerl: Mais de Mombasa
Chili und Ciabatta: Viazi Karai – kenianischer Kartoffel-Snack mit Chili-Tamarinden-BBQ-Sauce
Küchenmomente: Kenianischer Bananenkuchen mit N´Dizi
Labsalliebe: Cessbaar mit Pilipili Ya Papaya -Kochbananen Küchlein mit Papaya-Chili-Sauce
Volkermampft: Karanga – Kenianisches Rindergulasch
Kulturgut: Uji – das kenianische Porridge

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Les petits farcis – gefüllte Gemüse

Dieses Jahr habe ich neben normalen grünen Zucchini (die gelben hat die Wühlmaus auf dem Gewissen) auch Kugelzucchini angebaut. Als mir die Marktfrau Anfang Mai die Pflanzen anpries, hatte ich sofort  Petits farcis vor meinem geistigen Auge, diese kleinen gemischten gefüllten Gemüse, die ich aus der Provence kenne.

Les petits farcis

Als jetzt die ersten Früchte erntereif waren, habe ich mich gleich an die Umsetzung gemacht. Das Wetter könnte in Südfrankreich derzeit auch kaum besser sein 🙂

Making of

Für’s Rezept habe ich mich an Meuth-Duttenhofers Klassiker Provence: Küche, Land und Leute* orientiert. Im Buch sind gleich drei verschiedene Variationen dieses Gerichts aufgeführt 🙂

Ich habe die Hackfleischmasse für die Zucchini mit dem gedünsteten ausgeschabten Zucchinifleisch angereichert, wie ich das auch bei meiner lowcal-Version mache. Helmut gefiel diese Füllung am besten, da sie besonders locker ist. Nach Belieben kann man damit natürlich alle Gemüse füllen.

Mit einem Stückchen Baguette ein wunderbares Sommeressen.

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Les petits facrcis – gefüllte Gemüse
Kategorien: Gemüse, Hackfleisch, Backofen, Frankreich
Menge: 2 bis 3 Personen

Zutaten

2 Kugelzucchini, hier à 250 g
2 Tomaten; hier à 160 g
1 Gelbe Paprika
Salz
H FÜLLUNG
300-350 Gramm Hackfleisch (Rind, gerne auch Lamm oder Kalb
-oder gemischt)
1 Scheibe Toastbrot; in Milch eingeweicht
1 Ei
1 Zwiebel; gehackt
1 Knoblauchzehe; gehackt
Olivenöl
1/2 Bund Glatte Petersilie; gehackt
1 Handvoll Basilikumblätter; geschnitten
Salz
Pfeffer
Piment d’Espelette
Inneres der Zucchini; gehackt
1 Essl. Parmesan; gerieben; nach Belieben
H ZUM FERTIGSTELLEN
Semmelbrösel
Geriebener Parmesan
Olivenöl

Quelle

modifiziert nach
Martina Meuth
Bernd Neuner-Duttenhofer
Provence: Küche, Land und Leute
Erfasst *RK* 03.07.2019 von
Petra Holzapfel

Zubereitung

Von den Zucchini einen Deckel abschneiden, das Innere mit einem scharfen Löffel aushöhlen. Zucchinifleisch hacken und beiseite stellen.

Von den Tomaten einen Deckel abschneiden, das Innere aushöhlen. Tomatenfleisch grob hacken und in ein Sieb geben, gut ausdrücken, den Saft auffangen. Tomatensaft leicht salzen und pfeffern.

Die Paprika horizontal in der Mitte durchschneiden, aushöhlen. Alle Gemüse salzen und umgedreht auf Küchenpapier abtropfen lassen. Das Toastbrot in etwas Milch einweichen.

Die gehackte Zwiebel und den Knoblauch in etwas Olivenöl andünsten. Petersilie dazugeben und kurz mitdünsten, aus dem Topf nehmen und abkühlen lassen. Das gehackte Zucchinifleisch in wenig Olivenöl so lange dünsten, bis die Flüssigkeit weitgehend verdunstet ist, abkühlen lassen.

Für die Füllung das Hackfleisch mit gedünsteter Zwiebelmasse, ausgedrücktem Toastbrot, Ei, Basilikum und nach Belieben Parmesan verkneten, mit Salz, Pfeffer und Piment d’Espelette kräftig abschmecken. Etwas von der Masse in die Paprikahälften und die Tomaten füllen. Den Rest der Hackfleischmasse mit dem Zucchinifleisch vermischen und in die Zucchini füllen.

Den Backofen auf 240°C vorheizen.

Eine passende Auflaufform mit Olivenöl auspinseln. Die gefüllten Gemüse hineinstellen und mit wenig Semmelbröseln und Parmesan bestreuen, mit etwas Olivenöl beträufeln.

Die Form für etwa 20 Minuten in den Backofen schieben, dann die Deckel auf Tomaten und Zucchini setzen und weitere 20 Minuten garen. Wenn gegen Ende der Garzeit der Bratensatz braun wird, den vorher aufgefangenen Tomatensaft in die Auflaufform gießen.

Das gefüllte Gemüse mit Baguette zu Tisch bringen.

Anmerkung Petra: wunderbare Sommerküche. Helmut gefiel die Füllung der Zucchini am besten, diese ist duch das gedünstete Zucchinifleisch sehr saftig. Also evtl. gesamtes Hackfleisch damit vermischen und alles Gemüse gleich füllen.

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Bulgursalat mit Kräutern und Hackbällchen

Bei der momentanen Hitze stehen hier gerne Salate und kalte Suppen auf dem Speiseplan.

Bulgursalat mit Kräuten und Hackbällchen

In die Kategorie „genussreiche Sommerküche“ gehört auch dieser farbenfrohe, kräuterlastige Bulgursalat mit Hackbällchen, das Titelrezept der aktuellen essen & trinken. Die Zutatenliste liest sich zwar ziemlich lang (lässt sich auch etwas kürzen – wer nicht alle Kräuter hat, nimmt halt etwas weniger), das Ganze ist aber gut vorzubereiten und überhaupt nicht kompliziert. Die Kräuter kamen zum großen Teil aus dem Garten, nur auf die Tomaten müssen wir noch etwas warten…

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Bulgursalat mit Kräutern und Hackbällchen
Kategorien: Hauptgericht, Salat, Getreide, Hackfleisch, Sommer
Menge: 2 Personen

Zutaten

H HACKBÄLLCHEN
1/2 Essl. Olivenöl
1 Zwiebel; gewürfelt
250-300 Gramm Lammhackfleisch oder Rinderhackfleisch
1 Ei
2 Essl. Semmelbrösel
Salz
Pfeffer
1/2 Essl. Getrocknete Minze
1/2 Teel. Gemahlener Kreuzkümmel
1/4 Teel. Chiliflocken
H BULGURSALAT
1 Rote Zwiebel; in Streifen
1/2 Essl. Weißweinessig
2 Essl. Granatapfelsirup (hier selbstgemacht, sonst Nar
-ekcisi)
2 Essl. Olivenöl
Salz
Pfeffer
1 Prise Zimt
100 Gramm Grober Bulgur*
20 Gramm Berberitzen
H SOWIE
1 Bund Glatte Petersilie
5 Stiele Dill
5 Stiele Minze
7 Stiele Koriandergrün
3 Stiele Basilikum (hier kleinblättrig)
3 Stiele Estragon
20 Gramm Geröstete Walnusskerne; grob gehackt
150 Gramm Kirschtomaten; gerne verschiedene Farben und
-Formen; halbiert
H JOGHURT
100 Gramm Griechischer Joghurt
Salz
Pfeffer
Zitronensaft
1/4 Teel. Harissa

Quelle

modifiziert nach essen & trinken 7/2019
Erfasst *RK* 27.06.2019 von
Petra Holzapfel

Zubereitung

Für die Hackbällchen die Zwiebel in etwas Öl andünsten. Hackfleisch mit Zwiebel, Ei, Semmelbröseln und den übrigen Zutaten zu einem glatten Fleischteig verarbeiten. Mit feuchten Händen gut walnussgroße Bällchen daraus formen und mindestens 30 Minuten kalt stellen.

Für das Dressing Weißweinessig, Granatapfelsirup, Salz, Pfeffer, Zimt und rote Zwiebelstreifen in einer Schüssel vermischen. Nach 5 Minuten das Olivenöl unterschlagen.

Den Bulgur nach Packungsanweisung garen, dabei in der letzten Minute die Berberitzen zugeben. Bulgur in ein Sieb abgießen, abtropfen lassen, mit dem Dressing vermischen und abkühlen lassen.

Die Kräuter von den Stielen zupfen. Die Hälfte grob hacken und unter den Bulgursalat mischen, abschmecken.

Den Joghurt mit Harissa, Zitronensaft, Salz und Pfeffer abschmecken.

Die Hackfleischbällchen in einer großen Pfanne rundum braun braun braten.

Die restlichen Kräuterblättchen mit etwas Öl vermischen.

Den Bulgursalat auf einer Platte anrichten. Tomaten, Hackbällchen, Kräuter und Walnüsse darauf verteilen. Etwas vom Joghurt darauf klecksen, den Rest separat dazu reichen.

Anmerkung Petra: sehr schöner bunter Sommersalat! Im Original werden mit den Berberitzen noch 100 g TK-Erbsen in den Bulgur gegeben, die verlieren aber ihre schöne hellgrüne Farbe, passen auch nicht so gut, lasse ich beim nächsten Mal weg. Den Joghurt habe ich mit Harissa etwas pikant gemacht, fand ich prima.

*100 g Bulgur sind reichlich, 75 würden es auch tun.

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Auberginen-Blumenkohl-Salat mit Lammrücken und Granatapfel-Harissa-Dressing

Als ich kürzlich Bettina Matthaeis Salate zum Sattessen* in der Hand hatte (der Kartoffelsalat mit Eiern und Joghurt-Dressing stammte daraus), fiel mein Blick auf Auberginen mit Lamm und Granatapfel-Harissa-Dressing. Eine gute Anregung und perfektes Timing!

Auberginen-Blumenkohl-Salat mit Lammrücken und Granatapfel-Harissa-Dressing

Eine kleinere Aubergine lag nämlich gerade im Kühlschrank. Das war zwar weniger als im Rezept gefordert, deshalb habe ich den knappen halben Blumenkohl, der auch weg musste, gleich mit verarbeitet. Beide Gemüsesorten habe ich im Backofen geröstet, analog zu diesem Rezept. Gerade auch der Blumenkohl bekommt dadurch ganz köstliche Röstaromen und schmeckt komplett anders als gekochter oder gedünsteter.

Einen leicht süßen Granatapfelsirup hatte ich gerade gekocht, den habe ich im Dressing neben Nar ekşisi anstelle von Ahornsirup verwendet. Lammfilet war zwar nicht mehr im Vorrat, dafür aber ein Stück ausgelöster Lammrücken, das ich kräftig angebraten und nach der Niedertemperaturmethode im Backofen fertiggegart habe.

Beim Anrichten der einzelnen Salatkomponenten machte sich schon Vorfreude breit: eine wunderbare Kombination ist da heraus gekommen!

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Auberginen-Blumenkohl-Salat mit Lammrücken und Granatapfel-Harissa-Dressing
Kategorien: Salat, Hauptgericht, Gemüse, Lamm, Dressing
Menge: 2 Personen

Zutaten

H SALAT
1 Aubergine (250 g)
1/2 klein. Blumenkohl
125 Gramm Gekochte Kichererbsen (selbst gekocht oder Dose)
250 Gramm Lammrücken; in 2 Stücken
2 Rote Zwiebeln; in Spalten
Salz
Olivenöl
H DRESSING
1 Essl. Granatapfelsirup (P: hier selbst gemachter)
1 Essl. Saurer Granatapfelsirup (Nar eksisi)
1/2 Teel. Harissa
50 ml Gemüsebrühe oder Lammfond
Salz
Pfeffer
Gehackte glatte Petersilie
Frische Minze

Quelle

sehr frei nach
Bettina Matthaei
Salate zum Sattessen
Erfasst *RK* 13.02.2019 von
Petra Holzapfel

Zubereitung

Ein Backblech mit Backpapier auslegen. Den Backofen auf 220°C vorheizen.

Die Aubergine quer in gut 1 cm dicke Scheiben schneiden. Diese beidseitig mit Olivenöl bepinseln, salzen und auf eine Hälfte des Backblechs legen.

Den Blumenkohl ebenfalls in gut 1 cm dicke Scheiben schneiden, in einer Schüssel mit etwas Olivenöl und Salz vermischen und auf die andere Hälfte des Backblechs legen. Das Blech für etwa 20 Minuten in den Backofen schieben, dann das Gemüse wenden und weitere 15 Minuten rösten, bis das Gemüse weich ist und braune Stellen aufweist. In den letzten 5 Minuten die mit etwas Öl vermischten Kicherbsen mit aufs Blech geben.

Alle Zutaten für’s Dressing verrühren.

Das Blech mit dem Gemüse aus dem Backofen nehmen, die Temperatur auf 80°C reduzieren, eine Platte mitwärmen.

Auberginen und Blumenkohl vom Blech nehmen und auf eine Platte schichten, die Kichererbsen im Dressing wenden, auf dem Gemüse verteilen, den Hauptteil des Dressings darüber geben.

Den Lammrücken salzen und pfeffern. Etwas Öl in einer Pfanne erhitzen und das Lammfleisch darin von allen Seiten in etwa 5-6 Minuten rundum braun braten (auch auf den Anschnitten). Das Fleisch auf die vorgewärmte Platte im Backofen legen und etwa 20-30 Minuten (P: 20 Minuten, war dann schön rosa) nachgaren lassen. Die Zwiebelspalten ins Bratfett geben und bei nicht zu starker Hitze weich schmoren, salzen und pfeffern.

Den Lammrücken in Scheiben schneiden, den ausgetretenen Fleischsaft zum restlichen Dressing geben. Die geschmorten Zwiebeln und das Lamm auf dem Auberginen-Blumenkohlsalat verteilen, das restliche Dressing darüberträufeln und den Salat mit gehackter Petersilie und Minze garniert servieren.

Anmerkung Petra: Das Rösten des Gemüses im Backofen und der Blumenkohl stammt von mir, macht sich aber ausgezeichnet. Im Original wird Lammfilet verwendet, keine Minze. Wunderbarer Hauptspeisensalat.

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Buttermilch-Lammschulter aus dem Slowcooker mit Knoblauch-Sahne-Sauce

Ich liebe ja bekanntermaßen Gerichte, die sich entspannt vor- oder zubereiten lassen, für die man nicht unter Druck gerät, wenn sich das Essen aus welchen Gründen auch immer verzögert oder sich die Gäste verspäten. Genau so ein Essen stelle ich euch heute vor – und ausgesprochen lecker ist es dazu auch noch 🙂

Lammschulter

Ein kleineres Stück Lammschulter (780 g) schlummerte in der Tiefkühltruhe und sollte am Wochenende auf den Tisch kommen. Interessant klang die Buttermilch-Knoblauch-Lammschulter von den Küchengöttern. Aber: eigentlich wollten wir auch einen kleinen Cache-Ausflug machen und wussten nicht, wie lange der dauern würde. Die Löung kam von Helmut: mach die Lammschulter doch einfach im Slow Cooker!

Zutaten im Slowcooker

Gesagt, getan. Ich habe das Fleisch von allen Seiten kräftig angebraten und dann mit Buttermilch, einer Knoblauchknolle, Zironenschale, Lorbeerblatt, Rosmarin und Thymian aus dem Garten in den kleinen Slow Cooker gepackt. Der wurde auf High gestellt und wir verließen das Haus. Nach etwa 4 Stunden waren wir wieder zurück, ich habe das Fleisch umgedreht, was sich noch recht fest anfühlte und dem ganzen nochmal 2 Stunden Garzeit gegönnt. Bei der nächsten Inspektion sah die Sache schon ganz anders aus: das Fleisch löste sich komplett vom Knochen und erschien butterzart.

Buttermilch-Lammschulter aus dem Slowcooker

Für die Sauce habe ich den aus der Knolle ausgelösten Knoblauch zerdrückt und mit Sahne und etwa der gleichen Menge durchgesiebtem Garsud aus dem Slowcooker (die Buttermilch koaguliert beim Garen und trennt sich in feste Milchbestandteile und klaren Sud) in einem Topf cremig eingekocht. Nochmal abgeschmeckt – sehr fein!

Dazu gab es Nudeln und glasierte Möhren mit ein paar Frühlingszwiebeln. Volle Punktzahl, ein echtes Festessen!

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Buttermilch-Lammschulter aus dem Slowcooker mit Knoblauch-Sahnesauce
Kategorien: Fleisch, Lamm, Slowcooker, Sauce
Menge: 2 Portionen

Zutaten

1 Knoblauchknolle
2 Zweige Rosmarin
Einige Thymianzweige
1 Stück Lammschulter mit Knochen (hier 780 g)
Salz
Pfeffer
2 Essl. Butterschmalz
1 Lorbeerblatt
1 Streifen Bio-Zitroneschale; etwa 8 cm lang
1 Ltr. Buttermilch
200 Gramm Sahne
1 Spritzer Zitronensaft

Quelle

modifiziert nach Küchengötter
Erfasst *RK* 16.12.2018 von
Petra Holzapfel

Zubereitung

Von der Knoblauchknolle einen kleinen Deckel abschneiden, so dass die Zehen angeschnitten sind.

Die Lammschulter von überschüssigem Fett befreien (ich habe eine dünne Schicht belassen), kräftig mit Salz und Pfeffer einreiben. Das Butterschmalz in einer Pfanne erhitzen und das Fleisch darin bei mittlerer Hitze in 7-8 Min. rundum goldbraun anbraten.

Das Fleisch in einen kleinen Slowcooker legen, die Buttermilch, Knoblauch, Kräuterzweige, Lorbeerblatt und Zitronenschale dazugeben, salzen und pfeffern.

Den Slowcooker auf High stellen, etwa 4 Stunden garen, dann das Fleisch umdrehen und weitere 1-2 Stunden garen, bis es sich vom Knochen löst.

Fleisch herausnehmen und vorsichtig in grobe Stücke teilen, Knochen und übeschüssiges Fett entfernen. Vom Garsud etwa 200-250 ml entnehmen und durch ein Sieb in einen kleinen Topf geben. Fleisch wieder in den Slowcooker geben und auf low warm halten. Die Knoblauchknolle aus dem Slowcooker nehmen und die Zehen aus den Häuten lösen, fein zerdrücken und ebenfalls in den kleinen Topf geben. Die Sahne zugießen und alles zum Kochen bringen. Bei mittlerer Hitze in etwa 15 Minuten sämig einkochen lassen. Mit Salz,
Pfeffer und einen Spritzer Zitronensaft abschmecken.

Zum Servieren das Fleisch auf eine vorgewärmte Platte geben und mit der Knoblauch-Sahnesauce servieren. Dazu gab es hier Bandnudeln und glasierte Möhren mit Frühlingszwiebeln.

Anmerkung Petra: Ein tolles Essen, was sich ganz entspannt zubereiten lässt! Butterzartes, absolut saftiges Fleisch, feine Sauce.

Im Original wird das Fleisch 3 1/2 Stunden im Bräter bei kleiner Hitze gegart. Die Sauce besteht nur aus Sahne und dem Knoblauch mir gefällt meine Version mit dem Garsud wesentlich besser.

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Ofen-confierte Lammhüfte mit gratiniertem Käse-Blumenkohl

Lamm beziehen wir normalerweise als ganzes oder halbes Tier vom Bauern. Helmut zerlegt es und wir frieren die Teilstücke ein.

Letzte Woche stießen wir beim Einkaufen auf frische australische Lammhüfte – ein Zuschnitt, der bei uns normalerweise nicht vorkommt. Also haben wir das Lammfleisch interessehalber mitgenommen.

Bei der Suche nach einem Rezept bin ich auf Betty Bossis confierte Lammhüftli  im Einmachglas gestoßen. Klang sehr entspannt – so etwas liebe ich ja 🙂 –  und wurde deshalb am Wochenende gleich in die Tat umgesetzt.

Um es vorweg zu nehmen: das Ergebnis hat uns absolut begeistert! Durch und durch rosa gebratenes, ausgesprochen zartes Fleisch. Knaller!

Die Lammhüften wurden zuerst gewürzt und von allen Seiten scharf angebraten, am Schluss kamen Knoblauchscheibchen und frische Salbeiblätter mit in die Pfanne.

Das angebratene Fleisch wanderte dann samt Aromaten in ein Einmachglas und wurde mit Öl aufgegossen. Nicht vergessen: ein Bratenthermometer zum Überprüfen der Kerntemperatur in die dickste Stelle des Fleisches einstechen. Zieltemperatur war hier 55°C (ich verwende dieses Modell* und bin damit sehr zufrieden). Das Glas kam dann bis zum Erreichen dieser Temperatur in den auf 80°C vorgeheizten Backofen, das dauerte gut 1 Stunde.

Beilage war bei uns ein feines Blumenkohl-Käse-Gratin aus Yotam Ottolenghis Simple*. Vegetariern schmeckt das sicher auch solo, ich würde dann ein paar Kartöffelchen dazu machen, obwohl es nicht viel Sauce mitbringt.

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Ofen-confierte Lammhüfte
Kategorien: Fleisch, Lamm, Confit
Menge: 3 Personen

Zutaten

2 Lammhüften; hier zusammen 470 g
Salz
Pfeffer
1 Teel. Gemahlener Kreuzkümmel
Öl; zum Anbraten
2 Knoblauchzehen; in Scheibchen
8-10 Frische Salbeiblätter
1 Einmachglas 750 ml
Öl; zum Aufgießen (hier Raps-und Olivenöl
-gemischt)
Fleischthermometer

Quelle

Methode nach Wildeisen.ch
Erfasst *RK* 02.12.2018 von
Petra Holzapfel

Zubereitung

Den Backofen mit einem Rost auf zweitunterster Schiene auf 80° vorheizen.

Das Fleisch etwa 1 Stunde vor der Zubereitung aus dem Kühlschrank nehmen, dann salzen, pfeffern und mit dem Kreuzkümmel einreiben.

Eine Pfanne stark erhitzen, das Öl hineingeben und umschwenken. Das Fleisch hineinlegen und von allen Seiten kräftig anbraten, das dauert etwa 5 Minuten. In der letzten Minute Knoblauchzehen und Salbeiblätter zugeben und leicht anbraten.

Die Pfanne vom Herd nehmen, ein Fleischthermometer in die dickste Stelle des Fleisches einstechen.

Fleisch, Knoblauch und Salbei in das Einmachglas füllen und mit Öl auffüllen, das Fleisch soll gerade eben bedeckt sein.

Das Glas in den vorgeheizten Backofen stellen und garen, bis die erwünschte Kerntemperatur erreicht ist, das waren hier 55°C und hat etwa 60-70 Minuten gedauert. Damit ist das Fleisch sehr rosa und wunderbar zart.

Das Glas herausnehmen, das Fleisch kurz auf Küchenpapier abtropfen lasssen, aufschneiden und auf vorgewärmten Tellern servieren.

Anmerkung Petra: eine Methode, die begeistert! Ich hatte australische Lammhüfte, das Fleisch war sensationell zart und saftig. Super als Gästeessen geeignet!

Laut Wildeisen kann man das auf Kerntemoperatur gebrachte Fleisch im Glas bis zu 2 Stunden bei 60°C warm halten. Als Alternative für Lammhüfte wird Schweinefilet (KT 65°C) genannt, Kalbsfilet würde mir auch gut gefallen.

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========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Gratinierter Käse-Blumenkohl
Kategorien: Gemüse, Käse, Gratin, Beilage, Vegetarisch
Menge: 2 Portionen

Zutaten

350-400 Gramm Blumenkohl in größeren Röschen
1 Essl. Butter
1 Zwiebel; gehackt
3/4 Teel. Kreuzkümmelsamen
3/4 Teel. Mildes Currypulver
1/2 Teel. Senfpulver
1 Grüne Chilischote; entkernt, fein gehackt
1 Teel. Schwarze Senfsaat
125 ml Sahne
75 Gramm Gruyère; grob geraspelt (Original Cheddar)
1/4 Teel. Salz
H ZUM BESTREUEN
25 Gramm Gruyère; grob geraspelt (Original Cheddar)
1 Essl. Panko
1 Essl. Gehackte Petersilie

Quelle

modifiziert nach Yotam Ottolenghi
Simple
Erfasst *RK* 02.12.2018 von
Petra Holzapfel

Zubereitung

Den Blumenkohl in Salzwasser 5 Minuten blanchieren, abtropfen lassen. Eine kleine Auflaufform (etwa 16×26 cm) buttern. Den Backofen auf 180°C Heißluft vorheizen

Die Butter in einem breiten Topf erhitzen und die Zwiebeln darin 6-8 Minuten goldgelb schmoren. Kreuzkümmel, Curry, Senfpulver und Chilis zugeben und 3-4 Minuten mitschmoren, dann die Senfsaat einrühren und eine weitere Minute braten, mit Sahne ablöschen (ich habe das Gericht bis hierher einige Stunden vorher vorbereitet, in dem Fall vor dem Weitermachen die Sauce wieder erhitzen).

Nun den Käse und das Salz einrühren und 2-3 Minuten simmern lassen, bis die Sauce etwas eindickt, dann den Blumekohl zugeben und unter vorsichtigem Rühren heiß werden lassen.

Den Blumenkohl in die vorbereitete Form füllen und mit dem Gemisch aus Gruyère, Panko und Petersilie bestreuen. Die Form für etwa 15-20 Minuten in den Backofen schieben. Am Schluss den Grill zuschalten, die Oberfläche soll knusprig und braun sein.

Anmerkung Petra: Hat uns prima geschmeckt! Das Gericht kann laut Ottolenghi als Beilage zu Brathuhn, Würsten oder Steak serviert werden – wir hatten Ofen-confierte Lammhüfte dazu. Als Hauptgericht würde ich noch ein paar Kartöffelchen dazu reichen. Ene Sauce im eigentlichen Sinn ist allerdings fast nicht vorhanden, das Sahne- Käse-Gemisch umhüllt den Blumenkohl mehr oder minder völlig. Gegenüber dem Original habe ich schon etwas mehr Käse und Sahne verwendet.

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