Risotto mit Barba di frate, Erbsen und Radieschen

Vor einer Woche sind wir aus dem Tessin zurückgekommen, im Gepäck einige Lebensmittel, die ich hier nicht bekomme. Damit konnten wir uns ganz gut durch die nach der Einreise aus einem Risokogebiet anstehende Quarantäne bringen 🙂 Gestern gab’s den zweiten negativen Test, damit dürfen wir jetzt auch wieder das Grundstück verlassen.

Barba di frate

Eingekauft hatte ich u.a. Barba di frate, auch bekannt als Mönchsbart oder Agretti.

Mönchsbart-Risotto

Die Hälfte davon habe ich in diesem frühlingsfrischen Risotto untergebracht, das zusätzlich Erbsen und ein paar knackige Radieschen enthält.

Mit dem restlichen Mönchsbart wurden am nächsten Tag Spaghetti mit geschmorten Tomaten und Burrata aufgepeppt.

Kalbskotelett mit Mönchsbart-Risotto

Das Risotto kann man natürlich solo genießen. Hier wurde das Gericht aber noch von einem wunderbar zarten und saftigen Kalbskotelett Schweizer Herkunft begleitet – ein echtes Festessen!

Weitere Rezepte mit Mönchsbart im Blog:

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Mönchsbart-Risotto mit Erbsen und Radieschen
Kategorien: Reis, Gemüse, Frühling, Vegetarisch
Menge: 2 Portionen

Zutaten

1 Essl. Butter
1 groß. Schalotte; fein gehackt
125 Gramm Risottoreis (P: Carnaroli)
75 ml Weißwein
600 ml Gemüsebrühe oder Hühnerbrühe; Menge anpassen
150 Gramm Mönchsbart, Barba di frate, Agretti (etwa 100 g
-netto)
50 Gramm TK-Erbsen
30 Gramm Frischkäse (P: Gerber Gala, Kräuterfrischkäse
-geht auch gut)
30 Gramm Parmesan; frisch gerieben
Salz
Pfeffer
4 groß. Radieschen; gewürfelt

Quelle

eigenes Rezept
Erfasst *RK* 02.05.2021 von
Petra Holzapfel

Zubereitung

Den Mönchsbart putzen: dafür die Wurzeln abschneiden und die ganz dicken Stängel entfernen.

Die Brühe aufkochen und am Köcheln halten.

Die Butter in einem weiten Topf erhitzen. Die Schalotte darin anschwitzen, dann den Reis zugeben und einige Minuten mitschmoren. Den Weißwein unter Rühren zugeben und fast komplett einkochen lassen, dann nach und nach unter häufigem Rühren die köchelnde Brühe angießen. Nach etwa 10 Minuten den Mönchsbart zugeben, nach weiteren 5 Minuten die Erbsen. Wenn der Reis gar ist, aber noch leichten Biss hat, die Radieschen zugeben sowie den Frischkäse und den Parmesan unterziehen. Das Risotto mit Salz und Pfeffer abschmecken und gegebenenfalls die Konsistenz anpassen: es darf keinesfalls zu trocken sein.

Anmerkung Petra: schönes farbenfrohes Risotto inspiriert durch Tessiner Mitbringsel. Hier gab’s noch ein gebratenes Kalsbkotelett dazu (beim Ruhen ausgetretener Bratensaft macht sich gut im Risotto
:-))

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Spitzpaprika-Schnitzel mit Backofenfritten und Würzmayonnaise

Ein Rezept aus der Reihe #freitagskochtdermann muss ich hier unbedingt noch nachtragen, das hat uns nämlich absolut begeistert! Es stammt wieder einmal aus dem ausgesprochen ergiebigen und schon mehrfach erwähnten Flavour* von Yotam Ottolenghi und Ixta Belfrage.

Spitzpaprika-Schnitzel mit Backofenfritten

Diesmal hatte sich Helmut streng genommen gleich drei Rezepte aus dem Buch herausgesucht. Die Hauptrolle auf dem vegetarischen Teller, der hier am Karfreitag auf den Tisch kam, spielen Rote Spitzpaprika. Die werden erst im Backofen gegart,  bis die Haut Blasen schlägt und man sie gut abziehen kann, dann werden sie mit einer Panko-Nori-Sesam-Limetten-Panade paniert und in Frittieröl knusprig ausgebacken. Das Ergebnis ist einfach sensationell gut!

Dazu hat Helmut noch Ofenpommes gemacht und die dazu im Buch empfohlene Würzmayonnaise mit Curryblättern, Kardamom und Limetten. Mit dieser Mahlzeit hat er von mir höchstes Lob eingeheimst 🙂

Würzmayo

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Spitzpaprika-Schnitzel mit Backofenfritten und Würzmayonnaise
Kategorien: Hauptgericht, Gemüse, Beilage, Vegetarisch
Menge: 2 Portionen

Zutaten

H PAPRIKASCHNITZEL
4 Spitzpaprika rot (H: hier zusammen 500 g);
-möglichst gleich groß
50 Gramm Mehl
Salz
Pfeffer
2 Eier
30 Gramm Sesamkörner weiß und/oder schwarz
50 Gramm Panko
1/2 Noriblatt; in der Gewürzmühle zerkleinert
1 Bio-Limette: abgeriebene Schale (Original 8
-Kaffir-Limettenblätter; ohne Stiel fein
-zerkleinert)
Öl zum Frittieren
1/2 Limette, in Spalten geschnitten, zum Servieren
H FRITTEN
500 Gramm Mehlig-kochende Kartoffeln mit Schale, in 1 bis
-1,5 cm große Fritten geschnitten
20 ml Sonnenblumenöl
1/4 Teel. Salz
1 Bio-Limette: abgeriebene Schale
H WÜRZMAYONNAISE
7 Kardamomkapseln, Samen herausgelöst und in der
-Gewürzmühle gemahlen (H: 1/4 Tl Samen)
15 Frische Curryblätter, davon 5 ganz und 10 sehr
-fein geschnitten
60-80 ml Sonnenblumenöl; mehr nach Bedarf
1 Eigelb
1 Teel. Dijon-Senf
1 klein. Knoblauchzehe, sehr fein gehackt
1 Teel. Limettensaft

Quelle

modifiziert nach
Yotam Ottolenghi, Ixta Belfrage
Flavour
Erfasst *RK* 03.04.2021 von
Petra Holzapfel

Zubereitung

Mayonnaise: Für das Würzöl Kardamomsamen und fein geschnittene Curryblätter ohne Fett 1 Minute bei starker Hitze in einem kleinen Topf rösten. Das Öl dazugeben und 30 Sekunden erhitzen. Die ganzen Curryblätter dazu geben und 30 Sekunden knusprig frittieren. Mit dem Schaumlöffel die frittierten Blätter herausnehmen und zur Seite stellen, den Topf von der Platte ziehen und das Würzöl 30 Minuten ziehen lassen.

1 TL von dem Würzöl mit Gewürzen abnehmen und zum Servieren beiseite stellen. Das restliche Würzöl durch ein Sieb gießen und vollständig erkalten lassen, die Gewürze wegwerfen.

Für die Mayonnaise Eigelb, Senf, Salz und Limettensaft mit einem Handrührer auf hoher Geschwindigkeit 4-5 Minuten aufschlagen, dann das Würzöl tröpfchenweise dazu geben. Wieviel von dem Öl gebraucht wird, hängt von der Größe des Eigelbs ab: so viel Öl dazugeben, dass die Mayonnaise „Stand“ hat. Mayonnaise nochmal abschmecken und in ein Servierschälchen umfüllen. Das zuvor abgenommene Löffelchen Würzöl samt Gewürzen darüber geben, die frittierten Curryblätter dekorativ darüber streuen.

Für die Paprikaschoten den Backofengrill vorheizen.

Die Spitzpaprika waschen und gut trocknen. Paprika am Stielansatz 5 cm senkrecht einschneiden, damit hier später der Saft ablaufen kann. In eine Arbeitsschale legen und für ca. 20 Minuten unter den Grill legen, bis sie durchgegart sind, die Haut Blasen wirft und sich stellenweise schwarz färbt. Zur Hälfte der Grillzeit einmal wenden.

Die fertig gegrillten Paprikaschoten herausnehmen (dabei sollen sie so liegen, dass der Einschnitt unten ist) und mit einem feuchten Küchentuch abdecken. Sobald sie abgekühlt sind, die verbrannte Haut abziehen, ohne das Fruchtfleisch zu verletzen. Die Schoten salzen und zur Seite legen.

Für die Fritten den Backofen auf 200°C Umluft vorheizen.

Die geschnittenen Fritten* auf einem mit Backpapier ausgelegten Blech verteilen, mit dem Öl übergießen, salzen und mit den Fingern durchmischen. Sofort in den Ofen schieben und 20 Minuten backen. Die Fritten wenden und weitere 25 Minuten weiterbacken, dabei zur Hälfte dieser Zeit ein weiteres mal wenden. Den Limettenschalen-Abrieb mit etwas Salz mischen und über die fertigen Fritten streuen (Achtung, nicht zu viel Salz verwenden!). Noch einmal sanft durchheben.

Während die Fritten im Ofen garen, werden die Paprikaschoten paniert.

Drei flache Schalen oder ausreichend große Teller zum Panieren vorbereiten: In der ersten Schale das Mehl mit 1/2 Tl Meersalzflocken und reichlich schwarzem Pfeffer vermischen. In der zweiten Schale die Eier verschlagen. In der dritten Schale Panko, Sesam, Nori, Limettenblätter oder -abrieb, Salz und Pfeffer vermischen.

Zum Ablegen der panierten Paprikaschoten ein Metallgitter auf ein Blech setzen, ein zweites Blech mit reichlich Küchenpapier zum Enfetten der panierten Schoten belegen.

Die Schoten nun zuerst in Mehl, dann in Ei und zuletzt in der Pankomischung wenden. Überschüssigen Pankomix vorsichtig abklopfen und die Schoten auf das vorbereitete Gitter legen.

Währenddessen reichlich Frittieröl einem ausreichend großen Topf auf 180°C erhitzen. Jeweils 2 Schoten zusammen ins heiße Öl gleiten lassen und von jeder Seite etwa 2 Minuten frittieren. Herausnehmen und auf dem vorbereiteten Küchenpapier abtropfen lassen.

Die Spitzpaprika-Schnitzel auf einer vorgewärmten Platte mit Limettenspalten servieren. Dazu die Backofenfritten und die Würz- Mayonnaise reichen.

Anmerkung Helmut vom 02.04.2021: Ein wirklich gelungenes Karfreitags- Essen, was auch auf dem Teller zu gefallen weiß. Höchstes Lob von der Chefin der Küche erhalten, deshalb: Jederzeit wieder!

Anmerkung Petra: Die Paprikaschnitzel sind genial, insgesamt wirklich ein köstliches Essen!

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Gegrillte Romanasalatherzen mit Knoblauch-Joghurt-Dressing und Chili-Kürbiskernen

Ende März gab es schon richtig frühlingshafte Tage. Passend dazu hat Helmut für ein #freitagskochtdermann-Essen den Grill angeworfen.

Lammkotelett mit gegrilltem Romana-Salat

Der Star des Tellers war nicht etwa das (durchaus feine) Lammkotelett, sondern der gegrillte Mini-Romanasalat nach einem Rezept von Nik Sharma aus seinem neuen Kochbuch The Flavour Equation*. Der bekommt als Topping eine sahnig-würzige Joghurtsauce und pikant geröstete Kürbiskerne. Wer dafür nicht den Grill nutzen möchte, der bereitet den Salat einfach in einer Grillpfanne zu, so macht es Sharma der Einfachheit halber selbst.

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Gegrillter Romanasalat mit Knoblauch-Joghurt-Dressing und Chili-Kürbiskernen
Kategorien: Grill, Beilage, Gemüse
Menge: 2 Personen

Zutaten

2 Mini-Romana-Salate; möglichst feste Stücke
-Köpfe
1 Essl. Olivenöl
Salz
1 Unbehandelte Limette
H FÜR DIE KÜRBISKERNE
35 Gramm Kürbiskerne
1 Essl. Olivenöl
Salz
1/2 Teel. Süßes Paprikapulver
1 Teel. Nicht zu scharfe Chiliflocken (Aleppo, Maras
-oder Urfa)
H FÜR DAS DRESSING
150 Gramm Griechischer Joghurt (10 % Fett)
50 Gramm Schmand
2 Essl. Granatapfelsirup (hier aserbeidschanischer)
2 Essl. Limettensaft
3 Knoblauchzehen; fein zermust
1/2 Teel. Kurkuma
1 Essl. Ahornsirup; falls gewünscht
H AUSSERDEM
15 Gramm Parmesan, in Spänen

Quelle

nach
Nik Sharma
The Flavor Equation
Erfasst *RK* 27.03.2021 von
Petra Holzapfel

Zubereitung

Kürbiskerne, Öl und Paprikapulver in einer kleinen Schüssel mischen, mit Salz würzen. Einen kleinen Topf trocken auf dem Herd erhitzen, die Kürbiskernmischung in den heißen Topf geben und bei mittlerer Hitze etwa 1-1 1/2 Minuten leicht goldbraun rösten. Den Topf vom Herd nehmen, die Chiliflocken zugeben und gut unterrühren. Die Kürbiskerne zum Abkühlen auf einen Teller geben.

Für das Dressing alle Zutaten in ein hohes Gefäß geben und mit dem Pürierstabstab einige Sekunden durchmixen und abschmecken (Helmut: mir war es zu sehr säurelastig, deshalb habe ich noch Ahornsirup zugegeben, der nicht im Original stand). Das fertige Dressing beiseite stellen.

Einen Grill für direktes Grillen über großer Hitze vorbereiten (alternativ kann man den Salat auch in der Grillpfanne zubereiten).

Die Salatköpfe längs halbieren, leicht ölen und salzen. Die Salathälften mit der Schnittfläche nach unten für 3 Minuten auf den heißen Grill legen. Wenden und nochmal 3 Minuten auf der Rückseite grillen.

Während der gesamten Zeit die Limettenhälften mit der Schnittfläche nach unten mitgrillen.

Zum Servieren die Salathälften mit der Schnittfläche nach oben auf eine Platte legen. Einige Esslöffel vom Dressing darüberträufeln, mit den Kürbiskernen sowie dem Parmesan bestreuen.

Den Salat mit den gegrillten Limettenhälften servieren, das restliche Dressing separat dazu reichen.

Anmerkung Helmut: Eine sehr schöne und originelle Salatbeilage zu allem Gegrillten. Sieht hübsch aus, geht schnell, schmeckt knackig und frisch. Jederzeit wieder! Bei mir gab es als „Beilage“ zum Salat gegrilltes Lammkotelett: 1 Stunde in gewürztem Olivenöl mariniert, dann 2 mal 2 Minuten gegrillt sowie in der Pfanne gebräunte Pellkartoffeln.

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Kartoffel-Triangoli mit Speckfüllung und Rucolasauce

Unter den Schweizer Kochbüchern, die ich kürzlich in der Hand hatte, war auch Schlaraffenland Schweiz*, herausgegeben vom Agro-Marketing Suisse (AMS). Das Buch hat mir vor Jahren mal meine kochbuchaffine Schweizer Freundin Billi geschenkt. Drin sind nicht etwa typische Schweizer Rezepte, wie man meinen könnte, sondern kreative saisonale Rezepte mit Produkten wie Gemüse, Milch & Co., Kartoffeln, Fleisch, Wein, Pilze, Käse etc., die es in der Schweiz (aber meist genauso auch anderswo ;-)) gibt.

Triangoli 3

Diese gefüllten Triangoli stammen aus dem Kartoffel-Kapitel.

Kartoffelwiege

Zuerst einmal werden Pellkartoffeln gekocht (das geht auch mit guten deutschen Kartoffeln :-)), geschält und durchgedrückt (die neue Kartoffelwiege* leistet tatsächlich sehr gute Dienste!), dabei sollen sie gut ausdämpfen.

Triangoli 1

Mit Mehl, Ei und Gewürzen wird daraus ein Kartoffelteig geknetet, ausgerollt und in Quadrate geschnitten. Darauf kommt eine Füllung aus knusprig gebratenem Schinken oder Speck und Frühlingszwiebeln, dann werden die Quadrate zu Dreiecken gefaltet, gut angedrückt und in Butter langsam knusprig-braun gebraten.

Triangoli 2

Dazu serviert man würzige Rahm-Rucolasauce, die auch optisch einen schönen Kontrast bietet.

Das Rezept im Buch ist für 4 Personen vorgesehen, ich habe es halbiert. Das ergibt eigentlich 10 Dreiecke, ich habe 9 gemacht, weil das vom Ausrollen einfacher zu handhaben war. Schon bei der Herstellung des Teiges war eigentlich klar, dass davon mehr Leute satt werden sollten: zu meinen 500 g gekochten Kartoffeln gesellte sich nochmal 150 g Mehl. Ich habe von den Teigtaschen tatsächlich nur 2 geschafft, Helmut etwas mehr.

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Kartoffel-Triangoli mit Speckfüllung und Rucolasauce
Kategorien: Kartoffel, Teigtasche, Gefüllt, Schwein
Menge: 9 Stück, 3-4 Personen*

Zutaten

H KARTOFFELTEIG
500 Gramm Mehlige Kartoffeln
1 klein. Ei
150 Gramm Mehl
3/4 Teel. Salz
Pfeffer
Muskatnuss
H FÜLLUNG
100 Gramm Schinken- oder Speckwürfel
3 Frühlingszwiebeln; fein gehackt
Reichlich Butter; zum Braten
H SAUCE
Butter; zum Andämpfen
1 Schalotte; fein gewürfelt
100 Gramm Rucola; gewaschen, trockengeschleudert und
-gehackt
1 Essl. Weißwein oder Noilly Prat
50 Gramm Schmand
50-100 Gramm Schlagsahne
1/4 Teel. Speisestärke
Salz
Pfeffer
Etwas Zitronensaft
Rucola; zum Garnieren

Quelle

Agro-Marketing Suisse
Schlaraffenland Schweiz
Erfasst *RK* 13.04.2021 von
Petra Holzapfel

Zubereitung

Die Kartoffeln in der Schale weich kochen, abgießen, schälen, auf der heißen Platte kurz ausdämpfen lassen und durch die Kartoffelwiege oder eine Presse drücken. Abkühlen lassen.

Für die Füllung den Speck in einer Pfanne knusprig ausbraten. Die Frühlingszwiebeln zugeben und kurz mitdämpfen, abkühlen lassen.

Für die Sauce die Schalotte in etwas Butter andünsten, dann die Rucola zugeben und mitdünsten, bis sie weich wird, dabei salzen. Die Mischung in ein hohes Gefäß geben und mit dem Weißwein pürieren. Schmand, Sahne und Speisestärke verrühren, zum Rucolamischung geben und alles möglichst fein mixen. Die Mischung wieder in den kleinen Topf geben.

Die Kartoffeln mit Mehl, Ei, Salz, Pfeffer und Muskatnuss zu einem glatten Teig verkneten. Diesen auf der gut bemehlten Arbeitsfläche auf etwa 27 x 27 cm ausrollen und in 9 Quadrate (9×9 cm) schneiden. Auf jedes Quadrat mittig etwas von der Speckfüllung setzen. Die Ränder mit Wasser anfeuchten, dann eine Spitze über die Füllung klappen und die Quadrate zu Dreiecken formen, die Ränder dabei gut andrücken.

Reichlich Butter in einer großen beschichteten Pfanne erhitzen und die Hälfte der Triangoli bei sanfter Hitze von beiden Seiten goldbraun braten. Im Backofen warm stellen und die zweite Portion genauso braten.

Währenddessen die Rucolasauce aufkochen, dabei nach Bedarf noch etwas Sahne zugeben und mit Salz, Pfeffer und etwas Zitronensaft würzig abschmecken.

Anmerkung Petra: schön knusprige Teigtaschen mit kräftiger Füllung. Die Sauce passt optisch und geschmacklich prima dazu.

*Zur Menge: Das Rezept im Buch ist für 4 Personen vorgesehen, ich habe es hier halbiert. Das ergibt eigentlich 10 Dreiecke, ich habe 9 gemacht, weil das vom Ausrollen einfacher zu handhaben war. Ich habe allerdings von den „währschaften“ Teigtaschen tatsächlich nur 2 geschafft, Helmut etwas mehr.

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la torta da üdrion – Tessiner Heidelbeertarte

Immer noch gibt es Vorräte von selbst gepflückten Heidelbeeren im Tiefkühler.

la torta di üdrion

Als ich für die kulinarische Weltreise mit dem Ziel Schweiz durch Ticino ti cucino* blätterte, sprang mir die torta da üdrion ins Auge. Eine ganz schlichte Heidelbeertarte, wie sie auf irgendeiner Tessiner Alpe aufgetragen werden könnte, wo die Beeren in Sichtweite wachsen.

Heidelbeertarte Anschnitt

Ein buttriger Mürbeteigboden, etwas zimtige Crème fraîche und Waldheidelbeeren, die hier so richtig gut zur Geltung kommen.

Ein Bild von einer Bergtour zur Alpe Saléi im letzten Sommer: hier der Laghetto Saléi mit beerenbewachsenen Bergwiesen

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: la torta da üdrion – Tessiner Heidelbeertarte
Kategorien: Kuchen, Früchte, Tessin
Menge: 1 Tarte 22 cm, 8 Stücke

Zutaten

H MÜRBETEIG
150 Gramm Mehl
1 Prise Salz
1/2 Unbehandelte Zitrone: abgeriebene Schale
60 Gramm Kalte Butter; in Flöckchen
1 groß. Ei
40 Gramm Zucker
1-2 Essl. Kaltes Wasser (P: 1 El)
Butter; für die Form
H BELAG
2 Essl. Gemahlene Mandeln
25 Gramm Zucker
1 Prise Zimt
100 Gramm Crème fraîche; Sauerrahm
250 Gramm Waldheidelbeeren (P: TK + 1 El Mehl)

Quelle

modifiziert nach
Ticino ti cucino
Erfasst *RK* 07.04.2021 von
Petra Holzapfel

Zubereitung

Mehl, Zucker, Salz und die abgeriebene Zitronenschale in den Food Processor geben. Die kalte Butter in Flocken darauf geben. Alles pulsierend mixen, so dass eine krümelige Masse entsteht. Nun das Ei zufügen, mixen, 1-2 El kaltes Wasser zugeben und nochmal mixen, bis der Teig zusammenkommt. Den Teig zu einer Kugel formen, leicht flach drücken und mindestens 20 Minuten zugedeckt im Kühlschrank ruhen lassen. Alternativ kann man den Mürbeteig auch mit den Händen zusammenkneten.

Eine Tarteform von 22 cm (P: mit herausnehmbarem Boden) leicht buttern (oder mit Backpapier auslegen). Den Backofen mit einem Rost auf unterster Schiene auf 220°C vorheizen.

Den Teig auf gut 26 cm Durchmesser ausrollen und die Form damit auslegen. Den Boden mit einer Gabel einstechen und gleichmäßig mit den gemahlenen Mandeln bedecken.

Die gefrorenen Heidelbeeren mit 1 El Mehl vermischen, so dass sie komplett von einem Mehlfilm überzogen sind.

Die Hälfte der Crème fraîche mit Zucker und Zimt glatt rühren und auf dem Teigboden verstreichen. Die Heidelbeeren gleichmäßig darauf verteilen, so dass der Boden vollständig damit bedeckt ist, dann den übrigen Sauerrahm darauf träufeln.

Die Tarte im vorgeheizten Backofen auf der untersten Schiene etwa 20-25 Minuten (P: TK-Beeren brauchen länger, etwa 30-35 Minuten: der Fruchtbelag soll brodeln, die Rahmschicht leicht Farbe bekommen) backen.

Anmerkung Petra: sehr feine kleine, leichte Tarte, eignet sich hervorragend auch als Dessert. Der Heidelbeergeschmack kommt super zur Geltung. Ich habe die TK-Beeren leicht mit Mehl überzogen, dadurch saftet der Belag nicht so und bekommt etwas Bindung.

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Die Gerichte der Mitreisenden (wird im Laufe des Monats ergänzt):

Cornelia von SilverTravellers mit Zürcher Geschnetzeltes – ohne Fix schnell auf den Tisch
Petra aka Cascabel von Chili und Ciabatta mit Tösstaler Sunntigsbroote mit prötlete Härdöpfel
Britta von Brittas Kochbuch mit Schweizer Rösti
Barbara von Barbaras Spielwiese mit Rüeblicake (Schweizer Karotten-Mandel-Kastenkuchen)
Wilma von Pane-Bistecca mit Soledurner Wysuppe
Britta von Brittas Kochbuch mit Aargauer Rüeblitorte
Sonja von fluffig & hart mit Aargauer Rüeblitorte
Dirk von low-n-slow mit Grillierte Forelle mit Mandelbutter
Conny von food for the soul mit Pane Ticinese – das Tessiner Brot
Wilma von Pane-Bistecca mit Salzige Zigerchrapfen
Tina von Küchenmomente mit Roggenbrot Walliser Art
Kathrina von Küchentraum & Purzelbaum mit Schweizer Butterweggli
Petra aka Cascabel von Chili und Ciabatta mit St. Galler Käsekugeln auf Löwenzahn-Rucola-Salat
Britta von Backmaedchen 1967 mit Schweizer Apfel-Wähe mit Joghurtguss
Wilma von Pane-Bistecca mit Gemuese Suelzli
poupou von poupous geheimes laboratorium mit Zuger Kirschtorte
Susanne von magentratzerl mit Ghackets mit Baumnüssen und Kartoffelstock
Tina von Küchenmomente mit Rhabarber-Quark-Wähe
Britta von Brittas Kochbuch mit Älplermagronen
Wilma von Pane-Bistecca mit Schweizer Ruchbrot
Volker von Volkermampft mit Bürli – leckere Frühstücksbrötchen aus der Schweiz
Wilma von Pane-Bistecca mit Chuegeli Pastetli
Britta von Brittas Kochbuch mit Minestrone ticinese
Britta von Brittas Kochbuch mit Zürcher Geschnetzeltes
Simone von zimtkringel mit Zibelechueche und Zibelemärit
Edyta von mein-dolcevita mit Badener Chräbeli
Tom & Kathi von Mehr Genuss mit Trinser Birnenravioli
Wilma von Pane-Bistecca mit St. Galler Handbuerli
Wilma von Pane-Bistecca mit Birewegge – so typisch Schweizerisch
Gabi von slowcooker.de mit Lauwarmer Quark-Rhabarberauflauf
Sonja von fluffig & hart mit Churer Birnenpizokels
Britta von Brittas Kochbuch mit Solothurner Brot
Wilma von Pane-Bistecca mit Schpaeck und Bohne
Michael von SalzigSüssLecker mit Schweizer Nusskipferli
Susanne von magentratzerl mit Bündner Gerstensuppe
Susi von Turbohausfrau mit Waadtländer Flammkuchen
Sylvia von Brotwein mit Käsewähe – Rezept für Schweizer Käse Tarte
Wilma von Pane-Bistecca mit Meitschibei
Anja von GoOnTravel mit Basler Brunsli – Leckere Plätzchen aus der Schweiz
Gabi von slowcooker.de mit Gruyere-Risotto mit Schmortomaten
Frederike von Fliederbaum mit Engadiner Nusstorte (nach Evelin Wild)

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Joghurt-Reissuppe mit würzigen Lammhackbällchen

Diese Joghurt-Reissuppe mit würzigen Lammhackbällchen von der geschätzen Diana Henry (siehe diverse Rezepte im Blog) habe ich vor gut einem Jahr im Telegraph gefunden, damals war das Rezept noch problemlos zugänglich. Glücklicherweise habe ich es damals gleich meiner Rezeptverwaltung einverleibt.

Joghurtsuppe mit würzigen Lammhack-Bällchen

Die Suppe ähnelt ein bisschen dieser anatolischen Joghurtsuppe mit Reis und Minze  (sogar inklusive des Würzöls), ist aber etwas gehaltvoller durch die Zugabe von Kichererbsen und kleinen gewürzten, gebratenen Lammhackbällchen. Dazu werden deutlich mehr frische Kräuter verwendet, was sie ausgesprochen frühlingstauglich macht.

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Joghurt-Reissuppe mit würzigen Lammhackbällchen
Kategorien: Suppe, Reis, Hackfleisch, Lamm
Menge: 2 Personen

Zutaten

H HACKBÄLLCHEN
200 Gramm Lammhackfleisch
2 Knoblauchzehen; fein gerieben
1 Teel. Gemahlener Kreuzkümmel
1/2 Teel. Gemahlener Koriander
1/4 Teel. Zimt
Salz
Pfeffer
Butterschmalz; zum Braten
H SUPPE
20 Gramm Butter
1 Teel. Olivenöl
1 mittl. Zwiebel; gewürfelt
2 Knoblauchzehen ; fein gehackt
80 Gramm Basmatireis; gewaschen, abgetropft
500 ml Lamm- oder Hühnerbrühe; mehr nach Bedarf
200 Gramm Gekochte Kichererbsen
1 Handvoll Frische Minze; gehackt
1 Handvoll Petersilie; gehackt
1 Handvoll Dill; gehackt
1 Handvoll Koriandergrün; gehackt
Salz
Pfeffer
300 Gramm Joghurt
2 Eigelb
H WÜRZBUTTER
15 Gramm Butter
1 Prise Gemahlene Chilis
1 Prise Pimentón de la vera

Quelle

nach
Diana Henry
The Telegraph
Erfasst *RK* 08.04.2021 von
Petra Holzapfel

Zubereitung

Alle Zutaten für die Hackbällchen mit den Fingern gut durchkneten, kräftig abschmecken und mit feuchten Händen kleine kirschgroße Bällchen daraus formen. Die Bällchen abgedeckt für 30 Minuten kalt stellen.

Für die Suppe Butter und Olivenöl in einem ausreichend Topf erhitzen. Zwiebel und Knoblauch darin etwa 4 Minuten anschmoren, dann zugedeckt bei kleiner Hitze noch 12 Minuten dünsten, bis die Mischung weich ist, aber noch keine Farbe nimmt.

Nun den Reis einrühren und die Brühe zugießen. Nach 5 Minuten die Kichererbsen zugeben und weitere 10-15 Minuten köcheln lassen, bis der Reis gerade eben weich ist. Nach Bedarf noch etwas Brühe zugießen.

Währenddessen die Hackbällchen im heißen Butterschmalz rundum braun braten, das dauert etwa 3 Minuten, dann die Temperatur etwas reduzieren und fertiggaren.

Die Kräuter (nach Belieben etwas zum Bestreuen zurückhalten) in die Suppe einrühren und würzen. Den Joghurt mit den Eigelb verrühren.

Den Joghurt in die heiße Suppe einrühren, die Hackbällchen zugeben und alles nochmal erhitzen, aber nicht mehr kochen lassen.

Die Butter in einem kleinen Topf aufschäumen lassen, dann Chili- und nach Belieben geräuchertes Paprikapulver einrühren.

Die Suppe in eine Schüssel oder in Schalen füllen und mit der Würzbutter beträufeln.

Anmerkung Petra: Feine sättigende Suppe, sieht hübsch aus!

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