Hokkaido-Milchbrot

Über dieses hübsche Foto bei flickr bin ich vor Kurzem auf dem Blog von Happy Home Baking (Singapur) gestoßen. Beim Durchsehen der Brotrezepte blieb ich beim  Hokkaido Milky Loaf hängen: japanisches Brot habe ich bisher noch nie ausprobiert. Ich hätte bei asiatischen Brotrezepten auch nicht gerade Milch und Sahne als Zutat erwartet, aber Happy Homebaker schreibt, dass ein anderes Rezept aus einem Kochbuch dafür Milch aus Furano verlangt – dort findet sich tatsächlich eine Molkerei, die auch Käse herstellt.

Während Happy Homebaker das Brot schlicht und einfach im Backautomat macht, hat das Brot im ursprünglichen Rezept auf der englisch-chinesischen Seite von Angie eine interessante Form: es besteht aus vier Teigrollen. Etwas verblüfft war ich übrigens von der Tatsache, dass Angies Webseite eine deutsche Domain hat. Eine Mail klärt auf: sie wohnt bei Köln 😉

Teig in der Form

Der intensiv geknetete Brotteig wird geviertelt, jedes Teil dann länglich ausgewellt und stramm aufgerollt. Die vier Rollen legt man dann hintereinander in eine gefettete große Kastenform und lässt sie aufgehen.

Hokkaido-Milchbrot

Leider ist meine größte Kastenform etwas kleiner als gefordert, so dass das Brot nach dem Backen keine glatte Oberfläche hat, sondern nach oben hin etwas aufgesprungen ist. Das tut dem Geschmack allerdings keinen Abbruch 😉

Brot,aufgeschnitten

Die Konsistenz der Krume ist ganz interessant: weich und fluffig lassen sich lange Teigstränge abziehen. Beim Essen hat es dann aber doch einen gewissen "Biss", durch das intensive Kneten und stramme Aufwickeln ist der Kleber gut entwickelt. Eine schöne Ergänzung meiner Palette der hellen Frühstücksbrote, wie alle finden!

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Hokkaido-Milchbrot
Kategorien: Brot, Japan
Menge: 1 Brot

Zutaten

540 Gramm   Weizenmehl Type 550
60 Gramm   Weizenmehl Type 405
1 Pack.   Trockenhefe (7 g: Original 10 g)
30 Gramm   Milchpulver
80 Gramm   Zucker
9 Gramm   Salz
1     Ei
250 Gramm   Milch
150 Gramm   Schlagsahne
H SOWIE
1     Kastenform (13x33x12 cm*)

Quelle

  nach
  Angie's recipes
  Erfasst *RK* 11.05.2007 von
  Petra Holzapfel

Zubereitung

Alle Zutaten außer dem Salz in die Schüssel der Küchenmaschine geben und 4 Minuten auf Stufe 1 kneten, dann das Salz einrieseln lassen und 8-12 Minuten auf Stufe 3 kneten, bis ein glatter elastischer Teig entsteht, der sich zuerst von den Wänden löst und dann auch beginnt, sich vom Boden der Schüssel zu lösen (länger kneten als üblich). Den Teig in eine sauberen, leicht geölten Schüssel auf das doppelte Volumen aufgehen lassen (Original etwa 1 Stunde, bei mir mit weniger Hefe gut 1 1/2 Stunden).

Den Teig auf die leicht bemehlte Arbeitsfläche geben und entgasen. In vier Stücke teilen, diese grob rund formen und abgedeckt 20 Minuten ruhen lassen.

Jedes Teigstück zu einem länglichen Band auswellen (Breite etwa Kastenformbreite) und aufrollen. Die 4 Rollen hintereinander in die gebutterte Kastenform setzen und abgedeckt gehen lassen, bis die Form etwa 2/3 gefüllt ist (Petra: etwas höher, gut 1 1/2 Stunden).

Den Backofen auf 175°C vorheizen.

Die Oberfläche mit Eiwasch oder Milch bepinseln und das Brot im Backofen auf zweitunterstem Rost etwa 40 Minuten backen.

http://schneiderchen.de/237Hokkaido-Milky-Loaf.html

Anmerkung Petra: *Ich habe meine Pain de Mie Form (11x30x10 verwendet) – dadurch ist das Brot höher aufgegangen und oben etwas aufgerissen. Wattige, aber durch die starke Kleberentwicklung doch auch feste Konsistenz.

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14 Antworten auf „Hokkaido-Milchbrot“

  1. Nachgebacken – Hokkaido-Brot

    Kein Brot und kein Kuchen, ein Gebck so dazwischen, herrlich luftig und zart, ideal zum Frhstck mit frischer kalt gerhrter Marmelade.
    Bei Chili und Ciabatta habe ich es vor einiger Zeit gesehen und gleich ausprobiert, inzwische…

  2. hab das grad bei Ilka im Blog gesehen – da sieht ja suuuuper aus, ich bin mir sicher das ist die perfekte Konfitürenunterlage, werde das gleich mal an meinen Hausbäcker weiterreichen.

  3. Nachgebacken: Hokkaido-Milchbrot

    Als ich bei Ilka (+ Ulli ) dieses wunderschöne Hokkaido-Brot sah, war mir klar dass ich das nachbacken musste. Heute habe ich mich dann nach dem Rezept von Chili & Ciabatta dran gemacht – nur dass bei mir kein Mehl Type 405 drankam, ich hatte nur noch …

  4. Frage an die BrotbäckerSpezialisten:
    Wenn ich den Zucker stark reduziere bzw weglasse müsste es doch auch ein passables Toastbrot (ähnlich der britischen oder irischen Toastbrote) abgeben, oder?

  5. Hallo Petra,
    ach Du liebe Zeit, das ist ja ein soooo leckeres Brot, ich habe schon drei Schnitten gegessen. Schmeckt mit Konfitüre oder Käse gleichermaßen gut.
    Vielen Dank für das tolle Rezept und liebe Grüße
    Jutta

  6. Wieder mal: Hokkaido-Milchbrot (und ein Gadget)

    Vor etwas über einem Jahr habe ich das hübsche Hokkaido-Milchbrot nachgebacken, das ich in diversen Blogs gesehen hatte (Rezept hier).
    Nun habe ich das Rezept erneut hervorgeholt, denn ich wollte auch endlich so ein superfluffiges Brot haben.

  7. Hallo dilek, lange nichts von dir gehört 🙂
    Folgendes habe ich gefunden: Durch Verwendung von Milchpulver erreicht man, dass die Flüssigkeit mehr Proteine und Milchzucker als normale Milch enthält. Dadurch wird das Aroma verbessert und der Teig bräunt intensiver.
    Ich finde, der Teig wird auch zarter dadurch. Man kann das Brot aber auch ohne Milchpulver backen, habe auch schon einige getestet.

  8. Hallo Petra!
    Mich gibt es noch;) nur bin ich nicht so gut organisiert, dass ich die nötige Zeit fürs bloggen mir wie früher nehmen kann. Ich beneide soviele andere Blogger, die das so gut machen, und das seit Jahren!
    Ich habe jetzt den Teig vorbereitet, es ruht gerade um grösser zu werden;) Ich hatte/habe kein Milchpulver habe es mal so probiert. Wobei ich sowieso nicht die Brotbäckerin bin. Ich habe auch noch nur eine Sorte Mehl benutzt. Mal schauen, was raust kommt.
    LG

  9. • Hokkaido Milchbrot

    Weiches, flauschiges, leicht süsses Hefegebäck aus Japan Welch ein Glück, dass ich bei Chaosqueen über die Hokkaido Brioches stolperte und so, wenn auch verspätet auf das Hokkaido Milchbrot aufmerksam wurde. Das Rezept war 2007 der Renner in den Blogs …

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