Klassische Lemon Bars

Meine neue Backform musste getestet werden. Da im Keller noch diverse Zitronen aus der letzten Mallorca-Lieferung liegen, fiel meine Wahl auf Lemon Bars, diese klassischen amerikanischen Schnitten mit Mürbteigboden und einem cremigen Zitronen-Belag. Das erste gedruckte Rezept für die Schnitten ist angeblich 1962 in der Chicago Daily Tribune aufgetaucht, enthielt aber noch wesentlich weniger Zitronensaft als die heutigen Rezepturen.

Lemon Bars

Bei der Süße-Säure-Balance des Belags unterscheiden sich die Rezepte ziemlich. Ich habe mich an The Best Lemon Bars von allrecipes orientiert, bin allerdings der Empfehlung einiger Kommentatoren gefolgt und habe mit 160 ml etwas mehr Zitronensaft als die 120 ml des Originals verwendet, die Zuckermenge von 300 g habe ich unverändert gelassen. Bei den Lemon Bars von Ina Garten würde man umgerechnet auf diese Menge 450 g Zucker nehmen! Da muss jeder sehen, wie säuretolerant er ist. Bei meinen alten Zitronen-Kokos-Schnitten von 2005 habe ich auch deutlich mehr Zucker verwendet – die Geschmäcker ändern sich eben.

Making of

Die Herstellung der Schnitten ist ganz einfach: man macht einen krümeligen Mürbteig und presst diesen in die Form. Dieser wird vorgebacken, darauf kommt dann der flüssige Belag und wird fertiggebacken. Nach dem Kaltstellen hebt man die Kuchenplatte aus der Form. Mit dem Hebeboden meiner neuen Form ist das ein Kinderspiel. Sie hat zudem noch eine Gittereinteilung, mit der man die Schnittstellen ganz einfach markieren kann.

Lemon Bars

Bei meiner Zutatenmenge entstehen etwa 18 Schnitten. Wem das zuviel ist, der kann die Menge natürlich auf kleinere Formen umrechnen. Die Lemon Bars lassen sich aber angeblich sehr gut einfrieren – ich habe schon einen Teil in der Tiefkühltruhe versenkt.

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Klassische Lemon Bars
Kategorien: Kuchen, Gebäck, Dessert, USA
Menge: 18 Stück, 23×33 cm Backform

Zutaten

H BODEN
225 Gramm Butter; Raumtemperatur
100 Gramm Zucker
270 Gramm Mehl
1/4 Teel. Salz
H BELAG
4 groß. Eier
300 Gramm Zucker
3 Zitronen: abgeriebene Schale
120-160 ml Zitronensaft (3-4 Zitronen); je nach Geschmack
35-45 Gramm Mehl
H ZUM BESTÄUBEN
Puderzucker

Quelle

Erfasst *RK* 15.01.2021 von
Petra Holzapfel

Zubereitung

Butter und Zucker cremig rühren. Mehl und Salz verrühren und auf niedriger Stufe nur so lang unter die Buttermischung mischen, bis sich ein grob-krümeliger Teig gebildet hat. Man kann den Teig auch in einem Food Processor herstellen. Diesen in die ungefettete Backform geben und mit den Händen flach andrücken, so dass der Boden gleichmäßig bedeckt ist. Die Form etwa 30 Minuten kalt stellen.

Den Backofen auf 175°C vorheizen.

Die Form in den Backofen stellen und den Boden etwa 20 Minuten backen, er soll goldbraun und fest sein.

Währenddessen in einer Schüssel Eier, Zucker, Zitronenschale und saft mit dem Schneebesen verrühren. Das Mehl nach und nach unterrühren, es soll eine glatte Masse entstehen.

Diese Mischung über den vorgebackenen Boden gießen und die Form für weitere 20-25 Minuten in den Backofen schieben, bis der Belag fest ist. Den Kuchen herausnehmen und abkühlen lassen.

Den erkalteten Kuchen in gleichmäßige Stücke schneiden und mit Puderzucker bestäuben.

Anmerkung Petra: ein klassisches amerikanisches Rezept, das sich wahrscheinlich aus einer Lemon Meringue Pie entwickelt hat. Man sollte den Säuregrad den eigenen Vorlieben anpassen.

Lemon Bars lassen sich gut einfrieren, in dem Fall am besten erst nach dem Auftauen mit Puderzucker bestreuen.

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Podvarak – serbischer Sauerkrauttopf mit Fleisch

Beim Stöbern nach serbischen Rezepten für die kulinarische Weltreise stieß ich auf den Podvarak und habe mir daraufhin einige Videos dazu angesehen. Das mache ich ganz gerne, man bekommt dabei einen direkten Einblick in fremde Küchen 😉

Podvarak

Bei diesem (häufig als Arme-Leute-Küche) angesehenen Gericht wird gewürztes Sauerkraut mit angebratenem Fleisch (gerne wird geräuchertes Schwein wie Speck, Wurst oder Haxe verwendet, aber auch Geflügel wie Hähnchen-, Enten-, Gänse- oder (geräucherter) Truthahnschenkeln sind üblich) in einen Topf geschichtet und zuerst abgedeckt, dann offen im Ofen gebacken. Das ist die mrsni (=fett)-Variante. In einer posni (=schlank oder mager)-Variante lässt man das Fleisch weg, verwendet aber oft noch gewürfelten Speck im Kraut.

kaming of

Diese Rezeptur kam mir sehr entgegen, da einige einzelne Fleischstücke in der Tiefkühltruhe unbedingt aufgebraucht werden sollten. Bei uns war das eine kleine (selbst geräucherte) Schweinsvorderhaxe, eine geräucherte Kolbasz, ein einsames kleines Ibérico-Schweinekotelett sowie einige Speck-Randstücke.

Beim Sauerkraut habe ich den Rest meines selbst gemachten Krautes mit etwas zugekauftem verlängert – ich muss unbedingt wieder einen neuen Ansatz machen!

Podvarak mit Kartoffelpüree

Das Ergebnis: durch das lange Schmoren wird das Fleisch butterzart (sogar die anfangs sehr feste Schwarte der Haxe, die wir zwar entsorgt haben – wer mag, kann sie aber durchaus essen), der Kohl wunderbar würzig. Als Beilage zum Podravak gefällt mir am besten Kartoffelpüree oder Kartoffeln, Polenta ist auch üblich. Man kann dem Sauerkraut auch etwas Reis beimischen, der beim Garen die Flüssigkeit aufnimmt.

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Podvarak – serbischer Sauerkrauttopf mit Fleisch
Kategorien: Eintopf, Kohl, Fleisch, Serbien
Menge: 3 Personen

Zutaten

1-2 Essl. Schmalz
1 Essl. Öl
Fleisch; nach Belieben (hier 1 kleine
-geräucherte Schweinshaxe*, 1 geräucherte
-Kolbasz, Speckabschnitte, 1 kleines
-Schweinekotelett)
1 Zwiebel; gewürfelt
2 Knoblauchzehen; gehackt
1 groß. Möhre; in Scheiben
0,8-1 kg Sauerkraut
Salz oder Vegeta; nach Bedarf
1-1 1/2 Essl. Mildes Paprikapulver
Pfeffer
3 Lorbeerblätter
100-150 ml Wasser (P: Räucherbrühe von der Schweinshaxe)

Quelle

diverse Rezepte und Videos im Netz
Erfasst *RK* 12.01.2021 von
Petra Holzapfel

Zubereitung

Einen Römertopf wässern (alternativ geht auch eine Auflaufform).

Das Fleisch von der Haxe lösen und in größere Stücke schneiden. Die Wurst ebenfalls in Stücke schneiden.

Schmalz und Öl in einem großen schweren Topf erhitzen und das Fleisch portionsweise kurz anbraten, dann wieder herausnehmen. Die Zwiebeln im Bratfett anschmoren, dann Knoblauch und Möhre zugeben und weiterschmoren, schließlich das Sauerkraut zugeben, mit Paprika und Pfeffer würzen und alles durchrühren. Etwa 10 Minuten schmurgeln lassen, abschmecken.

Nun Sauerkraut und Fleisch abwechselnd in den Römertopf schichten, mit Kraut abschließen und etwas Wasser oder Brühe darübergießen. Den Deckel auflegen, den Topf auf die zweitunterste Schiene schieben und den Backofen auf 200°C stellen. Etwa 60-70 Minuten garen, dann den Deckel abnehmen, den Topf auf die mittlere Schiene stellen und das Gericht weitere 30 Minuten offen schmoren lassen.

Dazu passt Kartoffelpüree.

Anmerkung Petra: Sehr schmackhaft, prima!

Im Podvarak kann man alles unterbringen: geräuchertes Fleisch, Speck und Würste, es gibt ihn aber auch mit Hähnchenschenkeln, Enten-, Gänse- oder geräucherten Truthahnschenkeln. Mit Fleisch ist es die Mrsni (=fett)-Variante. Für die Posni (=schlank)-Variante lässt man das Fleisch weg und verwendet evtl. nur gewürfelten Speck.

Ich hatte eine heiß geräucherte Schweinsvorderhaxe, die habe ich vorher etwa 2 Stunden in Räucherbrühe gegart. Beim Schmoren im Sauerkraut wird sogar die sonst sehr feste Schwarte ganz weich. Wer das mag, kann sie also gut mitverzehren.

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Die Gerichte der Mitreisenden (wird im Laufe des Monats ergänzt):

Britta von Brittas Kochbuch mit Serbische Bohnensuppe vegan
Susi von Turbohausfrau mit Serbische Bohnensuppe
Simone von zimtkringel mit Krempita
Kathrina von Küchentraum & Purzelbaum mit Serbischer Mohnkranz
Wilma von Pane-Bistecca mit karadordeva snicla
Petra aka Cascabel von Chili und Ciabatta mit Vasina Torta – Vasa Torte
Susanne von magentratzerl mit Sirnica
Tina von Küchenmomente mit Serbische Vasina Torta
Carina von Coffee2Stay mit Serbischer Burger: Leskovačka Pljeskavica auf Lepinje-Brot

In Chilibutter gerösteter Blumenkohl

Im neuen Jahr will ich unbedingt wieder mehr Rezepte aus Kochbüchern ausprobieren. Den Anfang macht Flavour* von Yotam Ottolenghi und Ixta Belfrage.

In Chilibutter gerösteter Blumenkohl

Ausgesucht habe ich mir den in Chilibutter gerösteten Blumenkohl. Blumenkohl gewinnt durch’s Rösten ungemein, das praktiziere ich schon seit Jahren. Das Rösten in Chilibutter hebt ihn allerdings nochmal in ganz andere Sphären 🙂

Collage

Beim Einkauf hatte ich die im Buch angegebene Menge von 2 großen Blumenkohlköpfen für 4 Personen im Kopf und habe deshalb einen großen Kopf in den Einkaufswagen gelegt. Zu Hause zeigte die Waage 1,7 kg an, die im Buch angegebenen 1,9 kg waren wohl für beide Köpfe zusammen gedacht – für mich haben die ja eher mittlere Größe. Ich habe meinen Blumenkohl zuerst wie gefordert geviertelt und blanchiert, die Viertel dann nach dem Abtropfen aber nochmal halbiert, eine sehr weise Entscheidung. Bei der Chilibutter habe ich ein bisschen improvisiert, weil nicht genau die gleichen Sorten im Haus waren und mein Harissa deutlich schärfer ist als das Rosen-Harissa. Zusätzlich gab’s ein paar kleine glattschalige halbierte Kartöffelchen mit auf’s Blech, eine köstliche Ergänzung.

In Chilibutter gerösteter Blumenkohl

Zum Servieren den aromatischen Blumenkohl nur noch mit etwas frischem Zitronensaft beträufeln und genießen!

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: In Chilibutter gerösteter Blumenkohl
Kategorien: Hauptgericht, Kohl, Blech, Würzbutter, vegetarisch
Menge: 3 bis 4 Personen

Zutaten

1 groß. Blumenkohl (hier 1,7 kg) mit Blättern oder 2
-mittlere (Original 1,9 kg)
2 Zwiebeln; geschält und geachtelt
8 Rote Chilischoten; der Länge nach eingeschnitten
1 Zitrone; in Spalten; zum Servieren
Salz
H CHILIBUTTER
120 Gramm Butter
110 ml Olivenöl
1 1/2 Teel. Salz
1 1/4 Essl. Rote Paprikaflocken (P: Tatli Biber)
2 1/4 Teel. Tomatenmark
1 1/4 Teel. Isot Biber (P: Ñora Chiliflocken)
2-3 Teel. Harissa (Original 90 g Rosen-Harissa); Menge
-kommt auf die jeweilige Schärfe an
3/4 Teel. Scharfe Chiliflocken (Pul Biber)
3 Knoblauchzehen; zerdrückt
1 1/2 Teel. Zucker
H SOWIE
300 Gramm Kleine glattschalige Kartoffel: halbiert; Menge
-nach Belieben

Quelle

Yotam Ottolenghi, Ixta Belgrage
Flavour
Erfasst *RK* 06.01.2021 von
Petra Holzapfel

Zubereitung

Die Blumenkohlblätter so stutzen, dass etwa 5 cm des Blumenkohls frei liegen. Die äußersten Blätter entfernen, wenn diese schon etwas müde aussehen – die Rippen dieser Blätter sind leicht faserig. Den Blumenkohl durch den Strunk vierteln.

In einem sehr großen Topf kräftig gesalzenes Wasser aufkochen und die Blumenkohlviertel hineinlegen, mit einem Deckel unter Wasser drücken. Ab Beginn des erneuten Kochens 2 Minuten blanchieren, dann die Viertel aus dem Wasser heben und abtropfen lassen. Wenn man wie ich einen sehr großen Kopf hat, die Viertel nochmal durch den Strunk halbieren, so dass man Achtel hat.

Den Kohl auf einem Backblech verteilen. Die Zwiebeln und Chilischoten um den Kohl herum verteilen.

Den Backofen auf 180°C Umluft vorheizen.

Für die Chilibutter die Butter in einem kleinen Topf zerlassen. Das Olivenöl zugeben, Salz und die übrigen Würzzutaten zugeben. Beim Harissa am besten an die gewünschte Schärfe herantesten, die Sorten fallen sehr unterschiedlich aus.

Die Chilibutter über das Gemüse gießen und alles mit den Händen in der Butter wenden, dafür am besten Handschuhe tragen. Das Gemüse soll komplett mit der Butter überzogen sein.

Das Blech in den Backofen schieben und 30 Minuten rösten. Falls gewünscht nach 10 Minuten die Kartoffeln zugeben und ebenfalls in der Würzbutter wenden.

Nun die Temperatur auf 170°C Umluft reduzieren. Das Gemüse mit dem buttrigen Garsud bepinseln und weitere 35-40 Minuten rösten, dabei noch zweimal mit der Butter bestreichen. Am Schluss soll der Blumenkohl schön gebräunt und die Spitzen der Blätter knusprig sein.

Den Blumenkohl mit Zitronenspalten servieren.

Anmerkung Petra: Ein wunderbares Essen! Die Würzbutter ist toll und sicher auch für vieles andere verwendbar. Der Blumenkohl ist ausgesprochen aromatisch, da vermisst man kein Fleisch. Mir gefallen die Kartoffeln als kleine Beilage. Ottolenghi empfiehlt Brot und einfache Salate, wenn das Gericht als Hauptgang gereicht werden soll.

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Vasina Torta – serbische Vasa Torte

Im Januar führt uns die kulinarische Weltreise mit Reiseleiter Volker von volkermampft nach Serbien. Ich finde die Aufgabe, ein typisch serbisches Essen zu finden, gar nicht so ganz einfach. Viele Gerichte des ehemaligen Jugoslawiens sind in den Nachfolgestaaten Slowenien, Kroatien, Bosnien-Herzegowina, Serbien, Montenegro und Mazedonien verbreitet und lassen sich nicht immer regional eindeutig zuordnen.

Vasina Torta

Die Torta Vasina oder auch Vasa-Torte hat ihren Ursprung immerhin eindeutig in Serbien, wenn sie auch gerne in Mazedonien oder Kroatien an Geburtstagen auf dem Tisch steht. Die Torte haben wir Vasa Čokrljan zu verdanken, einem langjährigen Junggesellen, der erst spät heiratete. Als seine Frau ein Kind erwartete, sagte der Hausarzt Komplikationen voraus, worauf Herr Vasa seine Frau nach Wien zur Entbindung brachte. Zum Dank dafür, dass er keine Kosten und Mühen scheute und alles ein glückliches Ende nahm, kreierte die Schwiegermutter ihm zu Ehren die Vasina Torta.

Die Torte besteht im Prinzip aus einem Biskuitboden mit Mandeln, einem Belag aus Mandeln, Hasel- oder Walnüssen, Schokolade, Eigelb, Orange und Butter sowie einer dekorativen Baisercreme. Da wir nur zu zweit sind, habe ich das Rezept halbiert und in einer 18 cm Springform gebacken.

Anschnitt

Der Biskuitboden war etwas unregelmäßig aufgegangen, ich habe ihn mit dem Sägemesser begradigt und dann mit etwas Orangensaft und Grand Marnier beträufelt. Boden und Nussbelag hatte ich schon am Vortag vorbereitet, die Baisercreme dann frisch gemacht. Für diese gibt es verschiedene Herstellungsweisen (hier sind zwei genannt), ich habe mich für die dritte entschieden, bei man unter andauerndem Schlagen heißen Zuckersirup langsam in Eischnee laufen lässt und anschließend kalt schlägt. Diese Baisercreme ist eine echte Entdeckung: voluminös und dickcremig glänzend, damit lässt sich wunderbar dekorieren. Süße Baisercreme und nicht so süßer Belag und Biskuit ergänzen sich aufs beste.

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Vasina Torta – Vasa Torte
Kategorien: Kuchen, Nuss, Creme, Klein, Serbien
Menge: 1 Torte 18 cm

Zutaten

H BISKUIT
3 groß. Eier
50 Gramm Zucker
60 Gramm Gemahlene Mandeln
20 Gramm Mehl
1 Teel. Vanilleextrakt
1/2 Essl. Grand Marnier; zum Tränken
2 Essl. Orangensaft; zum Tränken
H BELAG
90 ml Milch
100 Gramm Gemahlene Haselnüsse (P: geröstet) oder Walnüsse
2 Eigelb
2 Essl. Zucker
50 Gramm Schokolade (P: Lindt 50%)
75 Gramm Butter; Zimmertemperatur
1/2 Essl. Grand Marnier
1 Bio-Orange: Schale; abgerieben sowie
1-2 Essl. Orangensaft
H BAISERCREME
2 Eiweiß
1 Prise Salz
125 Gramm Zucker
50 ml Wasser
H NACH BELIEBEN
Gerapselte Schokolade; zum Bestreuen

Quelle

diverse Rezepte/Videos im Netz
Erfasst *RK* 09.01.2021 von
Petra Holzapfel

Zubereitung

Den Backofen auf 180°C vorheizen. Den Boden einer 18 cm Springform mit Backpapier bespannen. Den Rand buttern und bemehlen*.

Für den Biskuitboden die Eier mit dem Zucker in der Küchenmaschine etwa 15 Minuten aufschlagen. Das Mehl aufsieben und mit den Mandeln und dem Vanilleextrakt unterziehen. Die Masse in die vorbereitete Form füllen und den Boden etwa 20 Minuten backen (Stäbchenprobe).

Den Boden herausnehmen, auf einem Rost abkühlen lassen und nach Belieben mit einer Mischung aus Orangensaft und Grand Marnier tränken.

Für den Belag die Milch aufkochen. Die Nüsse zugeben und alles unter Rühren kochen, bis die Flüssigkeit weitgehend verdampft ist und die Masse fester wird. Topf vom Herd nehmen.

Die 2 Eigelb mit 2 EL Zucker in einem Schlagkessel über dem Wasserbad mit einem Schneebesen aufschlagen, bis die Masse hell wird und eindickt. Die Schokolade zugeben und noch einige Minuten rühren, bis die Schokolade geschmolzen ist. Die Nussmasse zugeben und alles verrühren, dann Orangensaft und Grand Marnier unterrühren. Den Schlagkessel in kaltes Wasser stellen und rühren, bis die Masse Zimmertemperatur hat.

Die Butter mit dem Handrührer cremig aufschlagen. Nun esslöffelweise die Nussmasse unterschlagen. Die Nusscreme auf den Kuchen geben und glatt streichen (nach Belieben einen Tortenring verwenden). Die Torte kalt stellen (ich habe sie bis hierher am Vortag vorbereitet).

Für die Baisercreme aus dem Zucker und dem Wasser einen dicken Sirup kochen (idealerweise bis 116°-117°C, ich habe die Temperatur aber nicht gemessen). Währenddessen die Eiweiße mit einer Prise Salz in der Küchenmaschine zu Schnee aufschlagen. Nun ganz langsam unter permanentem Weiterschlagen den heißen Sirup zufließen lassen. Die Baisercreme wird dadurch zunehmend voluminöser und glänzend. Nach beendeter Zugabe noch 5-7 Minuten weiterschlagen, bis die Creme nicht mehr warm ist.

Die Torte nach Belieben mit der Baiercreme dekorieren: man kann nur Tuffs aufspritzen oder die gesamte Torte mit der Creme einstreichen und dann Tuffs aufspritzen oder eine dicke Schicht Creme auftragen und dann mit einem Messer oder Löffel unregelmäßige Locken formen.

Man kann den Kuchen ganz Weiß servieren, ihn mit Schokoraspeln/ Schokostreuseln bestreuen oder die Eiweißschicht mit einem Küchenbrenner abflämmen.

Anmerkung Petra: Sehr leckere Torte! Biskuit und Belag sind nicht sehr süß, dafür aber die Baisercreme, das ergänzt sich gut.

*normalerweise soll der Rand bei Biskuit nicht gefettet werden. Da es bei allen Rezepte für die Torte gemacht wurde, habe ich es auch getan. Der Boden war aber nicht schön gleichmäßig aufgegangen, ich habe ihn nach dem Abkühlen mit einem Sägemesser begradigt.

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Die Gerichte der Mitreisenden (wird im Laufe des Monats ergänzt):

Britta von Brittas Kochbuch mit Serbische Bohnensuppe vegan
Susi von Turbohausfrau mit Serbische Bohnensuppe
Simone von zimtkringel mit Krempita
Kathrina von Küchentraum & Purzelbaum mit Serbischer Mohnkranz
Wilma von Pane-Bistecca mit karadordeva snicla
Susanne von magentratzerl mit Sirnica
Tina von Küchenmomente mit Serbische Vasina Torta
Carina von Coffee2Stay mit Serbischer Burger: Leskovačka Pljeskavica auf Lepinje-Brot
Petra aka Cascabel von Chili und Ciabatta mit Podvarak – serbischer Sauerkrauttopf mit Fleisch

Crispy Cheesy Pan Pizza

Die King Arthur Baking Company hat ihr Rezept der Jahres 2020 gekürt: die Crispy Cheesy Pan Pizza, eine Pizza mit einem extra dicken, aber sehr luftigen Teig, belegt mit Käse, der beim Backen in einer schmiedeeisernen Pfanne zu einem knusprigen Belag schmilzt. Klang gut und musste getestet werden, zumal der echte Arbeitsaufwand als minimal beschrieben wurde – nur rechtzeitig anfangen sollte man.

fertige Pan Pizza

Das Ergebnis kann sich in der Tat sehen lassen 🙂 Wir sind zwar normalerweise Liebhaber von dünnen, knusprigen Pizzateigen wie hier (bitte nach unten durchscrollen), aber zwischendurch ist so eine Pfannenpizza durchaus eine Alternative. Ich habe die fertig gebackenen Stücke noch mit etwas Parmaschinken und Rucola aufgehübscht, das muss aber gar nicht unbedingt sein.

Teig Collage 1

Die Herstellung habe ich fotografisch festgehalten. Am Vortag braucht man eine Stunde, in der man den Teig 45 Sekunden grob zusammenrührt (das kann mit der Maschine, aber genausogut auch von Hand passieren). Im Abstand von jeweils 5 Minuten schließt sich ein 4maliges Dehnen und Falten an (braucht jeweils maximal 30 Sekunden), dabei wird der Teig deutlich glatter. Dann darf der Teig noch für 40 Minuten bei Raumtemperatur stehen, bevor er über Nacht in den Kühlschrank wandert. Dort sollte er mindestens 12 und maximal 72 Stunden verbringen.

Teig Collage 2

3 Stunden vor dem Essen nimmt man die Schüssel aus dem Kühlschrank: der Teig ist blasig aufgegangen. Man gibt ihn nun in eine geölte schmiedeeiserne Pfanne, wendet ihn im Öl und drückt den Teig mit den Fingerspitzen auseinander, bis er den Rand der Pfanne erreicht. Meist zieht er sich nochmal etwas zusammen, deshalb wiederholt man das nach 15 Minuten noch einmal.

Crispy Cheesy Pan Pizza

Nach 2 Stunden  bei Raumtemperatur wird der komplette Teig mit reichlich geriebenem Käse (z.B. schnittfestem geriebenem Mozzarella, aber auch Gouda o.ä.) bestreut und mit etwas Tomatensauce nach Wahl bekleckst. Darauf kommt eine zweite, dünnere Käseschicht, dann geht die Pfanne für etwa 22-25 Minuten in den Backofen.

Anschnitt

Im Anschnitt sieht man den sehr luftigen Teig und den saftig-knusprigen Belag – da ist überhaupt nichts trocken.

Die ganze aktive Arbeit erledigt sich in der Tat ganz entspannt nebenher – und die fertige Pfannenpizza hat uns richtig gut gefallen. Das ist auch ein schöner Snack, den man Freunden zu einem Glas Wein anbieten kann – wenn man denn irgendwann mal wieder jemand einladen darf 😉

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Crispy Cheesy Pan Pizza – Pfannenpizza
Kategorien: Pizza, Käse
Menge: 2 bis 3 Personen, 1 Pfanne 23 cm Durchmesser

Zutaten

H BODEN
240 Gramm Weizenmehl Type 550
4,8 Gramm Salz
1/2 Teel. Trockenhefe oder 4 g Frischhefe
170 ml Lauwarmes Wasser
13 Gramm Olivenöl
H FÜR DIE PFANNE
18 Gramm Olivenöl
H BELAG
170 Gramm Schnittfester Mozzarella; gerieben; getrennte
-Verwendung
120 Gramm Pizzasauce nach Wahl (P: selbst gemacht)
H PETRA ZUSÄTZLICH
30 Gramm Mittelalter Gouda; grob geraffelt
Parmaschinken
Rucola

Quelle

King Arthur Baking
Erfasst *RK* 06.01.2021 von
Petra Holzapfel

Zubereitung

Rechtzeitig, mindestens am Vortag beginnen.

Mehl, Salz, Hefe, Wasser und 13 g Olivenöl in die Schüssel der Küchenmaschine geben und mit dem K-Haken etwa 30-45 Sekunden vermischen oder alles in eine normale Schüssel geben und von Hand etwa 1 Minute verrühren, bis man einen groben Teig ohne trockene Stellen erhält. Den Teig mit einem Gummiwischer von den Wänden schaben und am Schüsselboden zu einem Teigball formen, die Schüssel abdecken. Nach 5, 10, 15 und 20 Minuten den Teig jeweils dehnen und falten, er wird dadurch deutlich glatter. Die Schüssel noch 40 Minuten bei Raumtemperatur stehen lassen, dann für mindestens 12 Stunden und maximal 72 Stunden in den Kühlschrank stellen.

Etwa drei Stunden vor dem geplanten Servieren die Schüssel aus dem Kühlschrank holen. Eine schmiedeeiserne Pfanne (Durchmesser am Boden etwa 23 cm) mit 18 g Olivenöl ausstreichen. Den Teig in die Pfanne geben und einmal wenden, damit er mit Öl überzogen ist. Den Teig nun mit den Fingerspitzen auseinanderdrücken, so dass er den kompletten Boden bedeckt. Abgedeckt 15 Minuten stehen lassen, und nochmal auseinanderdrücken, da sich der Teig wahrscheinlich wieder etwas zusammengezogen hat. Bei Bedarf noch ein drittes Mal nach weiteren 15 Minuten wiederholen (war bei mir nicht notwendig).

Den Teig nun abgedeckt 2 Stunden aufgehen lassen.

Etwa 30 Minuten vor dem Servieren den Backofen auf 230°C vorheizen, dabei einen Rost auf unterster und einen auf mittlerer Schiene einschieben.

Direkt vor dem Backen den gesamten Boden mit 120 g Mozzarella bestreuen, keinen Rand lassen. Nun die Tomatensauce in Klecksen auf dem Käse verteilen und den restlichen Käse darüber streuen. Ich habe hier zusätzlich noch etwa 30 g Gouda verwendet.

Die Pfanne auf den untersten Rost stellen und etwa 18-20 Minuten backen, bis der Käse brodelt und die Oberfläche goldbraun wird. Jetzt mit einem Spatel den Rand der Pizza leicht anheben: sie sollte auch auf der Unterseite schön gebräunt sein. Bei mir war der Boden noch recht hell, ich habe deshalb die Pizza noch 4 Minuten direkt auf dem Boden des Ofens gestellt. Falls der Boden schon braun ist, die Oberfläche aber noch blass, die Pizza für 2-4 Minuten auf den obersten Rost stellen.

Die Pfanne aus dem Ofen nehmen und die Pizza mit einem Messer vom Rand lösen (geht sehr gut), dann die Pizza auf ein Schneidbrett geben und in Stücke schneiden.

Anmerkung Petra: Der Teig ist zwar dick, aber sehr luftig und überhaupt nicht trocken, der Belag schön saftig mit knusprigen Rändern. Der Arbeitsaufwand an beiden Tagen ist wirklich minimal! Bietet sich deshalb auch als kleiner Gästesnack an. Für größere Mengen 2 Pfannen machen.

Ich habe nach dem Backen Parmaschinken und Rucola auf die Stücke gegeben, das passt prima, ist aber nicht unbedingt notwendig. Man kann die Pizza auch noch mit anderen Dingen belegen, das sollte aber nicht zu üppig werden. Kleine Salamischeiben bieten sich an, Gemüse sollte vorgegart sein. Frische Kräuter (Basilikum) und etwas frisch geriebener Käse (Parmesan o.ä.) ist auch möglich.

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Linsen-Tomatensuppe

Als Kind konnte ich Linseneintopf, der bei meiner Mutter regelmäßig auf den Tisch kam, nicht sehr viel abgewinnen. Inzwische liebe ich Linsen in jeder Form! Begleitet wurde der Linseneintopf damals stets von einer Flasche Essig, aus der sich jeder bei Tisch bedienen durfte.

Linsen-Tomatensuppe

Bei dieser Suppe werden kleine Berglinsen mit rustikaler Tomatenpolpa kombiniert, heller Balsamico bringt hier die kräftige Säure mit. Erfreulicherweise zeigt der Kalorienzähler nur etwa 450 kcal pro Person an, was das Essen für einen 5:2-Fastentag qualifiziert und die Bäuche angenehm wohlig füllt 🙂 Dazu kommt noch, dass das Verspeisen von Linsen im neuen Jahr gefüllte Geldbeutel und Wohlstand verspricht. Wenn das kein Argument für diese Suppe ist…

Das Original bei der lecker verwendet Passata – mir gefällt das grobe Tomatenfruchtfleisch hier aber wesentlich besser.

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Linsen-Tomatensuppe
Kategorien: Suppe, Hülsenfrüchte, Diät
Menge: 2 Personen

Zutaten

125-150 Gramm Berglinsen (P: umbrische Berglinsen)
2 Knoblauchzehen; fein gewürfelt
1 groß. Zwiebel; fein gewürfelt
20 Gramm Olivenöl
1 Prise Zucker
1 Teel. Gemahlener Kreuzkümmel
1 Teel. Paprikapulver
Salz
Pfeffer
1 Essl. Tomatenmark
3 Essl. Heller Balsamico-Essig
1 Flasche Polpa Rustica (690 g) stückige Tomaten
500 ml Wasser
2 Essl. Koriandergrün; gehackt (P TK)
1 Frühlingszwiebel; in Ringen

Quelle

modifiziert nach
LECKER 10/2020
Erfasst *RK* 08.12.2020 von
Petra Holzapfel

Zubereitung

Linsen nach Packungsanleitung etwa 20 Minuten in Salzwasser garen, dann abgießen.

Das Öl erhitzen, Zwiebeln und Knoblauch darin andünsten. Eine Prise Zucker, Kreuzkümmel, Paprikapulver und Tomatenmark zugeben und 2-3 Minuten anschwitzen. Den Essig zugießen und kurz einköcheln. Die Tomaten und das Wasser angießen, etwa 30 Minuten köcheln lassen, nach Bedarf noch Wasser angießen.

Die Linsen in die Suppe geben und weitere 10 Minuten sanft köcheln lassen. Die Suppe nochmal abschmecken, den Koriander unterrühren.

Die Suppe mit deen Frühlingszwiebelringen bestreut servieren.

Anmerkung Petra: klasse Diätessen! Mit 150 g Linsen pro Person etwa 450 kcal.

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