Tkemali – saure Pflaumensauce aus Georgien

Im April hat uns die kulinarische Weltreise bekanntermaßen nach Georgien geführt, ich habe dafür einige Rezepte ausprobiert und verbloggt. Bei der Recherche bin ich auch immer wieder auf Tkemali (Tqemali) gestoßen, eine Sauce aus unreifen Pflaumen, auch Kirschpflaumen, Damsazenerpflaumen, Kriecherl oder Kriachal (zur Unterscheidung siehe hier). Verwendbar ist eigentlich alles, nur sauer sollten die Früchte sein. Manchmal werden auch noch Äpfel zugegeben.

Tkemali

Der Zufall wollte, dass bei mir im Tiefkühler noch Zwetschgen vom Vorjahr lagerten. Diese hatte ich bei einem fahrenden Händler erstanden, auf den zweiten Biss aber festgestellt, dass sie noch ziemlich unreif und sauer waren – deshalb hatte ich sie erst mal in den Kälteschlaf geschickt. Also eigentlich ein perfekter Kandidat für einen Versuch, Tkemali zu kochen! Einen kleinen Beutel mit roten Stachelbeeren habe ich bei der Gelegenheit auch noch mitgenommen.

Gewürzt habe ich mit Knoblauch, Koriander, Minze, Chilis und dem in Georgien beliebten Schabzigerklee, Koriandergrün und Dill. Dann gilt es am Schluss des Kochprozesses nur noch, die Sauce mit Salz und Pfeffer abzuschmecken und die Säure auszubalancieren. Ich habe dafür Zuckerrübensirup verwendet. Das Ergebnis hat mich mehr als zufriedengestellt 🙂

Meine Tkemali passt wunderbar zu gegrilltem Fleisch, ist aber auch zu Käse nicht zu verachten.

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Meine Tkemali – saure Pflaumensauce aus Georgien
Kategorien: Sauce, Früchte, Georgien
Menge: 1 Ansatz

Zutaten

1,2 kg Saure Zwetschgen; halbiert, entsteint (hier TK)
200 Gramm Rote Stachelbeeren
4 groß. Knoblauchzehen; gerieben
1/2 Teel. Getrocknete Nana-Minze
1 Teel. Koriandersamen; gemörsert
1 Teel. Schabzigerklee
1/2 Teel. Gemahlene Chilis; nach Geschmack mehr
1-2 Essl. Gehackter Dill
1-2 Essl. Koriandergrün
Salz
Pfeffer
1 1/2 Essl. Zuckerrübensirup

Quelle

eigener Mix nach diversen Vorlagen
Erfasst *RK* 23.07.2020 von
Petra Holzapfel

Zubereitung

Die Zwetschgen und die Stachelbeeren in einen Topf geben und etwa 10 Minuten köcheln, bis sie weich sind. Nach BEdarf etwas Wasser zugeben.

Die Früchte durch die Flotte Lotte (grobe Scheibe) drehen.

Das Fruchtmus wieder in den Topf geben. Knoblauch, Minze, Koriander, Schabzigerklee, Chilis und Kräuter zugeben und etwa 10-20 Minuten köcheln lassen. Die Sauce mit Salz, Pfeffer und Zuckerrübensirup (je nach Säure und Vorliebe mehr oder weniger) abschmecken.

Die Sauce heiß in Schraubdeckelgläser abfüllen. Sie hält sich im Kühlschrank einige Tage. Für längere Aufbewahrung einkochen oder einfrieren.

Anmerkung Petra: pikant-aromatisch-fruchtige Sauce mit angenehmer Säure. Der Schabziger gibt der Sauce eine ganz spezielle Note. Toll als Grillsauce zu Fleisch und Fisch, aber auch zu Käse.

Ich habe leicht unreife, sehr saure Zwetschgen aus dem Tiefkühler verarbeitet. Man kann die Früchte auch mit Steinen kochen, die Steine dann vor der Weiterverarbeitung entfernen. Die Stachelbeeren fielen mir dabei auch in die Hände, passen prima dazu!

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Gegrillte Zucchini mit Mandel-Salsa und ein Tandoori-Steak mit Limetten-Mayo-Dip

Die Anregung für das letzte #freitagskochtdermann-Essen fand Helmut im aktuellen Heft der Beef! Aus einem Artikel über einen orientalischen BBQ-Abend hatte er sich gleich vier Rezepte ausgesucht: ein Steak mit Tandoori-Marinade, einen Limetten-Mayo-Dip, gegrillte Zucchinischeiben mit Petersilien-Mandel-Salsa und einen geflämmten Paprikasalat.

Gegrillte Zucchini mit Petersilien-Mandel-Salsa

Um es vorweg zu nehmen: der Star der Abend war für uns nicht das Steak, sondern die gegrillten Zucchini mit dem süß-würzigen Mandel-Dip – große Klasse!

Tandoori-Steak mit Limetten-Mayo-Dip

Das Steak (erstanden im neuen Stoi-Shop von Lucki Maurer in Schergengrub) musste sich aber nicht verstecken: der Gargrad war für uns perfekt, das Fleisch zerging auf der Zunge. Der Limetten-Mayo-Dip passte zu Fleisch und zu Zucchini gleichermaßen.

Collage

Vorbereitungen: Fleisch mit Marinade und auf dem Grill, Zucchinischeiben nach dem ersten Wenden. Das Brot war übrigens ein Khubz (Pita), was Helmut nach dem Auftauen nochmal kurz auf den Grill gelegt hat.

Übersicht

Der auf den Fotos auch zu sehende geflämmte Paprikasalat gefiel uns zwar von der Konsistenz her (die Paprika werden mit dem Lötbrenner so stark abgeflämmt, dass die Haut komplett schwarz ist. Die lässt sich dann leicht abkratzen, die Paprika behält aber anders als im Backofen ihren knackigen Biss), das Dressing empfanden wir beide aber als unharmonisch und verbesserbar, deshalb gibt es dafür kein Rezept.

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Gegrillte Zucchini mit Petersilien-Mandel-Salsa
Kategorien: Grill, Gemüse, Salsa, Mandel
Menge: 2 Portionen

Zutaten

2 mittl. Zucchini à etwa 250 g
Pflanzenöl für den Grill
Salz
H SALSA
1/2 Bund Petersilie; grob gehackt
1 Knoblauchzehe; grob gehackt
25 Gramm Mandeln; grob gehackt
75 ml Olivenöl
1/2 Essl. Dijon-Senf
1 Essl. Honig
1 Spritzer Zitronensaft
Pfeffer
Salz

Quelle

modifiziert nach
Beef! Heft 4/2020
Erfasst *RK* 21.07.2020 von
Petra Holzapfel

Zubereitung

Den Grill für direktes Grillen über heißer Glut vorbereiten.

Die Zucchini der Länge nach in 1 cm dicke Scheiben schneiden (am Besten auf der Maschine), salzen und 5 Minuten ruhen lassen.

In der Zwischenzeit Petersilie, Knoblauch und Mandeln in den Mixer geben und nicht zu fein mixen, dabei das Öl einfließen lassen.

Nun die Mandel-Salsa in eine Schüssel geben, Honig und Senf unterrühren und mit Pfeffer und Salz abschmecken.

Den Grill einölen. Zucchinischeiben trockentupfen und mit Öl bestreichen. Die Scheiben direkt über sehr heißer Glut ohne Deckel auf jeder Seite 3-5 Minuten grillen.

Die Zucchinischeiben auf eine Servierplatte geben, die Salsa darüber verteilen.

Anmerkung Helmut:

Die Zucchini gab es zu gegrilltem Steak in Tandoori-Marinade mit Limetten-Mayo-Dip, aber der Star des Essens waren unzweifelhaft die Zucchini. Das geschmackliche Zusammenwirken von Mandeln und süßem Honig einerseits, und Senf und Knoblauch andererseits erzeugen ein wunderbares Geschmackserlebnis.

Als Beilage kann ich mir die Zucchini zu allen Fleisch- Grillgerichten vorstellen.

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========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Steak in Tandoori-Paste mit Limetten-Mayo-Dip
Kategorien: Grill, Fleisch, Rind, Indien
Menge: 2 Personen

Zutaten

1 Rib-Eye-Steak à 300 g
H TANDOORI-PASTE
1/2 Teel. Kreuzkümmelsamen
1 Teel. Koriandersamen
1/4 Zimtstange
1 Gewürznelke
1/4 Teel. Schwarze Pfefferkörner
Salz
1/2 Essl. Brauner Zucker
1/2 Zwiebel
1 Knoblauchzehe
10 Gramm Frischer Ingwer; gerieben
1/2 Essl. Limettensaft
40 Gramm Joghurt
1/2 Essl. Süßes Paprikapulver
1/2 Teel. Kurkuma
H DIP
1 Essl. Mayonnaise
1 Essl. Joghurt
1 Frühlingszwiebel; in feine Ringe geschnitten
1 Limette: Saft
1/2 Teel. Chiliflocken
2 Stiele Minze; Blätter abgezupft
Salz

Quelle

modifiziert nach
Beef! Heft 4/2020
Erfasst *RK* 21.07.2020 von
Petra Holzapfel

Zubereitung

Kreuzkümmel, Koriander, Zimt, Nelke, Pfeffer, Zucker und Salz im Mörser fein verreiben. Zwiebel würfeln, Knoblauch fein schneiden und Ingwer dazugeben, zu einer Paste verreiben. Limettensaft dazugeben, Joghurt, Paprikapulver und Kurkuma dazu und alles gut verrühren. Das Steak damit einreiben und in einem Gefrierbeutel über Nacht im Kühlschrank marinieren.

Am nächsten Tag den Grill für direktes Grillen über heißer Glut vorbereiten.

Die Marinade vom Steak abstreifen und das Fleisch von jeder Seite 3 Minuten grillen (Kerntemperatur 54°C, medium rare), dann vom Grill nehmen und 15 Minuten offen ruhen lassen.

In der Zwischenzeit (oder schon vorher) alle Zutaten für den Dip zusammenrühren, nur die Minzeblätter zurückbehalten. Sie werden erst unmittelbar vor dem Servieren grob geschnitten und untergehoben.

Unmittelbar vor dem Essen das inzwischen abgekühlte Fleisch auf jeder Seite noch einmal 30 Sekunden auf den heißen Grill legen und dann sofort aufschneiden und servieren.

Anmerkung Petra: saftiges Fleisch, perfekter Gargrad. Der Dip ist sehr lecker, auch in Verbindung mit den dazu servierten gegrillten Zucchini mit Petersilien-Mandel-Salsa.

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Pyttipanna mit eingelegten roten Beten

Am Wochenende stand ein weiteres schwedisches Gericht für die kulinarische Weltreise von volkermampft auf dem Tisch. Pyttipanna oder auch Pytt i panna („winzig in der Pfanne“) ist ein echtes Resteessen, bei dem neben Kartoffeln Braten- oder Wurstreste Verwendung finden. Dazu gesellt sich ein Spiegelei (oder auch ein rohes Eigelb) sowie eingelegte rote Bete. Wichtig ist es, alle Zutaten gleichmäßig klein zu würfeln.

In Schweden gibt es Pyttipanna als Fertiggericht, doch viel besser schmeckt es natürlich selbst gemacht 🙂

Pyttipanna

Ich habe zuerst in einer Pfanne die rohen Kartoffelwürfelchen angebraten, dann in einer zweiten Zwiebeln, Speck und das Fleisch (bei mir Reste von der Hohen Rippe) und etwas selbst geräucherten Speck. Beides kommt dann in einer Pfanne zusammen, in der anderen brät man die Spiegeleier.

Hier gab es Scheiben von roten Beten dazu, die ich gerade wieder frisch eingelegt habe. Das Rezept für Pickled Baked Beets existiert zwar schon seit 2007 im Blog, ich setze es jetzt aber nochmal angepasst hier herein.

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Pyttipanna
Kategorien: Resteverwertung, Kartoffel, Fleisch, Schweden
Menge: 2 Personen

Zutaten

500 Gramm Festkochende Kartoffeln
Butter; zum Anbraten
Öl; zum Anbraten
1 Zwiebel; gewürfelt
150-250 Gramm Bratenreste; Wurst geht auch
50 Gramm Durchwachsener Speck; nach Belieben, gewürfelt
Salz
Pfeffer
2 Eier
Eingelegte rote Bete
Gehackte Petersilie; zum Bestreuen

Quelle

eigene Variante
nach diversen Rezepten im Netz
Erfasst *RK* 20.07.2020 von
Petra Holzapfel

Zubereitung

Die Kartoffeln schälen, in 1 cm dicke Scheiben schneiden (geht am besten mit der Aufschnittmaschine), diese dann in 1 cm breite Streifen und anschließend in Würfel schneiden. Die Kartoffeln in kaltes Wasser legen, um überschüssige Stärke zu entfernen, dann in einem Sieb abtropfen lassen.

Die Bratenreste ebenfalls in Würfel von 1 cm Kantenlänge schneiden.

In einer großen schweren Pfanne zu gleichen Teilen Butter und Öl erhitzen und die Kartoffeln darin unter gelegentlichem Wenden in etwa 20 Minuten rundum braun braten.

In einer zweiten Pfanne die Zwiebeln anbraten, dann den Speck dazugeben und knusprig ausbraten. Zum Schluss die Bratenreste zugeben und anbraten. Den Pfanneninhalt nun zu den gebratenen Kartoffeln geben und noch etwas weiterbraten, dabei salzen und pfeffern.

In der jetzt leeren Pfanne etwas Butter erhitzen und die Eier als Spiegeleier braten, mit Salz würzen.

Pyttipanna auf Teller verteilen, mit etwas gehackter Petersilie bestreuen. Das Spiegelei dazu setzen und einige rote Bete-Scheiben dazulegen.

Anmerkung Petra: sehr leckere Kartoffelpfanne, hier gemacht mit Resten von der Hohen Rippe. Dazu gab’s meine eingelegten Roten Bete.

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========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Eingelegte Rote Bete mit Zwiebeln und Ingwer
Kategorien: Einlegen, Gemüse
Menge: 2 Gläser à 1 l

Zutaten

1 kg Rote Bete; gerne kleinere Exemplare
30 Gramm Frischer Ingwer; geschält, in dünnen Scheiben
200 Gramm Zwiebeln; geschält, in Streifen
500 ml Wasser
250 ml Weinessig
1 Essl. Salz
2 Essl. Zucker

Quelle

modifiziert nach
essen & trinken
Einmachen
Erfasst *RK* 20.07.2020 von
Petra Holzapfel

Zubereitung

Rote Bete waschen, gegebenenfalls vorhandene Blätter abbrechen.

Rote Bete einzeln in Alufolie wickeln und im vorgeheizten Backofen bei 200°C so lange backen, bis sie weich sind (Messerprobe), das dauert je nach Größe 1 1/2-2 Stunden.

Die Bete aus der Folie wickeln und die Schale unter fließendem Wasser abpellen. Bete in etwa 1 cm dicke Scheiben schneiden, größere Scheiben halbieren.

Die Scheiben abwechselnd mit Zwiebelringen und Ingwer in zwei saubere Bügelgläser schichten.

Das Wasser mit Weinessig, Salz und Zucker aufkochen, heiß über die roten Bete gießen. Die Gläser verschließen, mindestens 2 Tage durchziehen lassen.

Im Kühlschrank halten sich die roten Bete mindestens 3 Monate.

Anmerkung Petra: Prima! Im Original werden die roten Bete in Wasser gekocht – ich mag sie lieber gebacken. Sehr gute Haltbarkeit!

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Die Rezepte der Mitreisenden (wird im Laufe des Monats ergänzt):

Conny von Mein wunderbares Chaos mit Weißer Kladdkaka – schwedischer Schokokuchen
Wilma von Pane-Bistecca mit Kroppkakor – Schwedische Kartoffelkloesse
Ulrike von Küchenlatein mit Hasselnötskaka med kaffe – Haselnusskuchen mit Kaffee
Britta von Brittas Kochbuch mit Svenks Sommarsoppa – Schwedische Sommersuppe
Ronald von Fränkische Tapas mit Schwedischer Heringssalat
Petra aka Cascabel von Chili und Ciabatta mit Sockerkringlor mit Zitronenfüllung
Wilma von Pane-Bistecca mit Svenska Koettbullar – Schwedische Hackfleischbaellchen
Carina von Coffee2Stay mit Kärleksmums
Carina von Coffee2Stay mit Fläskfile med banan – Schweinefilet mit Banane
Ulrike von Küchenlatein mit Citrondrömmar – Zitronentraum
Henrike von EinfachSchweden mit Flygande Jakob
Sonja von fluffig & hart mit Mandeltårta – Schwedische Mandeltorte mit Johannisbeeren
Ulrike von küchenlatein mit Pilzsuppe mit Äpfeln und Thymian
Tanja von Tanjas bunte Welt mit Raggmunk – schwedische Kartoffelpfannkuchen
Ulrike von Küchenlatein mit Stachelbeerkuchen mit Mandel – Krusbärspaj med mandel
Conny von food for the soul mit Kanelbullar – schwedische Zimtschnecken
Britta von Brittas Kochbuch mit Krispig Blåbärpaj – Knusperblaubeerkuchen
Petra aka Cascabel von Chili und Ciabatta mit Wallenbergare mit Sommerkohl und Kartoffelstampf
Simone von zimtkringel mit Janssons frestelse – Janssons Versuchung
Ute von wiesengenuss mit KÅLDOLME – mit Moosbeeren
Henrike von EinfachSchweden mit Saftiger Zimtschnecken-Rührkuchen – Kanelbullesockerkaka
Susanne von magentratzerl mit Erbsen-Kartoffelknödel mit Specktopping
Sus von CorumBlog 2.0 mit Hallongrottor – Himbeertörtchen
Britta von Brittas Kochbuch mit Knäckebröd – Knäckebrot
Katja von Kaffeebohne mit Sommersalat

Rysteribs – dänische Schüttel-Johannisbeeren

Nachdem die erste Portion so lecker war, habe ich noch einmal Rysteribs angesetzt: dänische „Schüttel-Johannisbeeren“. Damit ich mich auch nächstes Jahr noch daran erinnere, wird das Kurzrezept gleich hier im Blog verewigt.

Rysteribs

Die Johannisbeeren schmecken super in Joghurt oder Skyr, über Vanilleeis etc. In Dänemark werden sie aber auch gerne zu Fleischbällchen oder gebratenem Hähnchen gegessen.

Johannisbeeren mit Zucker

Zur Herstellung schüttelt man einfach frische Johannisbeeren mit etwa der halben Gewichtsmenge an Zucker. Sie sollen Saft ziehen, aber möglichst nicht zerdrückt werden. Anschließend füllt man sie in ein Glas, was man im Kühlschrank aufbewahren sollte. Beim ersten Ansatz habe ich 200 g Zucker auf 300 g Beeren verwendet: das ist aber etwas viel, der Zucker löst sich nur sehr langsam komplett.

Rysteribs lassen sich auch gut aus gefrorenen Beeren herstellen.

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Rysteribs – dänische Schüttel-Johannisbeeren
Kategorien: Einlegen, Früchte, Dessert, Dänemark
Menge: 1 Ansatz

Zutaten

300 Gramm Rote Johannisbeeren; entstielt
150 Gramm Zucker

Quelle

diverse Rezepte im Netz
Erfasst *RK* 16.07.2020 von
Petra Holzapfel

Zubereitung

Die Johannisbeeren und den Zucker in eine flache Schale geben und unter Schütteln vermischen.

Die Mischung dann in ein Glas geben, das Glas immer wieder etwas schütteln und drehen. Die Beeren sollen Saft ziehen, ohne zerdrückt zu werden.

Rysteribs lassen sich einige Tage im Kühlschrank aufbewahren. Sie schmecken köstlich in Joghurt, aber auch über Vanilleeis. In Dänemark werden sie auch zu Fleischbällchen oder gebratenem Hähnchen serviert.

Rysteribs können auch mit gefrorenen Johannisbeeren gemacht werden.

Anmerkung Petra: Die Kombination mit Joghurt ist wunderbar! beim ersten Ansatz hatte ich nach Trine Hahnemann 200 g Zucker für 300 g Beeren verwendet, der löst sich aber nur sehr zögerlich.

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Chili-Käse-Sablés

Nach längerer Zeit war Tochter Kathi samt Familie mal wieder für einige Tage  zu Besuch im Bayerwald. Helmut hatte sich zu diesem Anlass ganz uneigennützig 😉 pikante Kekse gewünscht.

Chili-Käse-Sablés Dose

Das gab Gelegenheit, die Chili-Käse-Sablés auszuprobieren, die ich schon vor längerer Zeit auf der Webseite von Anjali Pathak gefunden hatte. Die bestehen zu etwa gleichen Mengen aus Mehl, Butter und Käse und bekommen dadurch eine angenehm zarte Konsistenz. Aromatisiert sind sie mit Senfpulver und Chiliflocken, was sie sehr würzig macht. Pathak empfiehlt Thymian und/oder Rosmarin als nicht-scharfe Alternative.

Chili-Käse-Sablés Wein

Hier verschwanden die Kekse recht schnell bei einem Glas Terrassenwein 😉

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Chili-Käse-Sablés
Kategorien: Keks, Pikant, Käse
Menge: 28 bis 30 Stück

Zutaten

80 Gramm Mehl
1/4 Teel. Salz
1/4 Teel. Senfpulver (optional, P: Colemans)
1 Teel. Chiliflocken; Menge nach Geschmack anpassen (P:
-Piment d’Espelette)
75 Gramm Eiskalte Butter; in Flöckchen
75 Gramm Parmesan; frisch gerieben
1/2 Teel. Wasser
1 Ei; zum Bestreichen
Fleur de sel; zum Bestreuen

Quelle

Anjali Pathak
Erfasst *RK* 13.07.2020 von
Petra Holzapfel

Zubereitung

Mehl, Salz, Senfpulver und Chiliflocken in einen Food Processor geben und mischen. Nun die kalte Butter in Flöckchen zugeben und erneut mischen, bis sich Krümel bilden.

Jetzt den Käse und 1/2 Tl Wasser zugeben und erneut pulsierend mischen, bis die Masse zusammenkommt.

Den Teigball auf die leicht bemehlte Arbeitsfläche geben und schnell zu einer Rolle mit etwa 5 cm Durchmesser formen. Diese in Klarsichtfolie wickeln und mindestens 1-2 Stunden kalt stellen.

Den Backofen auf 180°C vorheizen. Zwei Backbleche mit Backpapier belegen.

Die Rolle aus dem Kühlschrank nehmen und in etwa 1/2 cm dicke Scheiben schneiden, diese mit Abstand auf die Bleche verteilen.

Die Kekse mit verquirltem Ei bestreichen und mit Salzflocken und nach Belieben Chiliflocken bestreuen.

Die Kekse etwa 9-11 Minuten auf Sicht backen, sie sollen gerade eben goldbraun werden. Abkühlen lassen, dann in einer Blechdose aufbewahren,

Anmerkung Petra: Wenig aufwändig, ganz einfach. Sehr schön zarte Kekse mit pikantem Käsegeschmack.

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Wallenbergare mit Sommerkohl und Kartoffelstampf

Habt Ihr schon einmal von Wallenbergare gehört? Dieses feine Gericht habe ich für die kulinarische Weltreise von volkermampft gekocht, die uns diesen Monat nach Schweden führt.

Wallenbergare sind wohl nach dem schwedischen Richter und Banker Marcus Wallenberg benannte Hacksteaks, die aus reinem Kalbhackfleisch bestehen, vermischt wird dieses mit in Sahne eingeweichtem Brot und Eigelb. Serviert werden sie typischerweise mit Kartoffelstampf und Erbsen. Preiselbeeren dürfen dabei auch nicht fehlen.

Meine Rezeptvorlage stammt von Annemarie Wildeisen, bei ihr werden gebratene Pfifferlinge als Beilage serviert. Bei mir war gerade zarter, lockerer Spitzkohl auf dem Hochbeet erntereif, diesen habe ich nach einer Vorlage aus Trine Hahnemanns Die skandinavische Küche* einfach in Spalten geschnitten und in etwas Butter in der Pfanne als „Sommerkohl“ gebraten.

Wir waren sehr angetan: die Wallenbergare sind schön saftig und die kleine Preiselbeersauce ergänzt das Gericht aufs beste.

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Wallenbergare mit Sommerkohl und Kartoffelstampf
Kategorien: Hackfleisch, Beilage, Kartoffel, Schweden
Menge: 2 Personen

Zutaten

30 Gramm Kräftiges dunkles Brot vom Vortag; in Würfelchen
75 Gramm Schlagsahne
1 Eigelb (P: 1 Ei)
300 Gramm Kalbshackfleisch
Salz
Pfeffer
Butterschmalz; zum Braten
100 ml Dunkler Kalbsfond oder Fleischbrühe
1-2 Essl. Rotweinessig
1 Prise Zucker
2 Essl. Preiselbeeren (Glas); mehr nach Belieben zum
-Servieren
H KARTOFFELSTAMPF
400 Gramm Mehligkochende Kartoffeln
125 ml Gemüsebrühe
25 Gramm Butter
Salz
Pfeffer
Geriebene Muskatnuss
H SOMMERKOHL
400 Gramm Kleiner zarter Spitzkohl; in Spalten
Butter; zum Braten
Salz
Pfeffer

Quelle

modifiziert nach
Annemarie Wildeisen
Kochen 09|2018
Sommerkohl nach
Trine Hahnemann
Die skandinavische Küche
Erfasst *RK* 13.07.2020 von
Petra Holzapfel

Zubereitung

Den Backofen auf 65°C vorheizen, Teller, eine Fleischplatte und eine Schüssel darin vorwärmen.

In einem kleinen Topf die Sahne aufkochen. Das Brot zugeben, vom Herd nehmen und mindestens 10 Minuten ziehen lassen.

In einer Schüssel das eingeweichte Brot (gegebenenfalls mit dem Rest Sahne), dem Eigelb und dem Hackfleisch in eine Schüssel geben. Mit Salz und Pfeffer würzen und kräftig durchkneten. Aus der Masse 4 Wallenbergare (flache Hacksteaks) formen und bis zur Verwendung kalt stellen.

Inzwischen die Kartoffeln schälen und in Würfel schneiden. Mit der Brühe in einen Topf geben und aufkochen. Die Kartoffeln auf mittlerer Stufe fast zugedeckt weich kochen, gegen Ende der Garzeit die Temperatur etwas reduzieren. Die Kartoffeln mit einem Kartoffelstampfer oder einer grossen Gabel mitsamt der Bouillon zerdrücken. Die Butter beifügen und den Kartoffelstampf mit Salz, Pfeffer sowie etwas Muskat abschmecken. Warm halten.

Das Butterschmalz in einer Pfanne erhitzen. Die Wallenbergare darin auf jeder Seite etwa 5 Minuten goldbraun braten. Im Backofen warm stellen. Den Bratensatz der Hacksteaks mit der Brühe ablöschen, dabei Bratrückstände lösen und 1 Minute kräftig durchkochen lassen. Dann die Preiselbeerkonfitüre und den Essig zugeben und die Sauce mit Salz, Zucker und Pfeffer abschmecken.

Gleichzeitig in einer zweiten Bratpfanne ebenfalls etwas Butter erhitzen. Die Kohlspalten darin einige Minuten braten, bis sie leicht braun werden. Mit Salz und Pfeffer würzen, auf eine Platte geben und warm stellen.

Die Wallenbergare mit der Sauce auf vorgewärmten Tellern anrichten. Den Kohl, den Kartoffelstampf sowie nach Belieben etwas Preiselbeerkonfitüre daneben geben.

Anmerkung Petra: Sehr feine Kombination! Die Kalbshacksteaks sind wunderbar zart und saftig. Bei Wildeisen gibt es gebratene Pfifferlinge dazu, hatte ich aber nicht. Original sind wohl Erbsen.

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Die Rezepte der Mitreisenden (wid im Laufe des Monats ergänzt):

Ulrike von Küchenlatein mit Safranpfannkuchen – Saffranspannkaka
Britta von Backmaedchen 1967 mit Schwedische Haferflocken-Kekse
Janke von Jankes*Soulfood mit Blåbärssoppa – schwedische Blaubeersuppe mit Grießklößchen
Nadine von Möhreneck mit Köttbullar mit Rahmsauce (vegan)
Tina von Küchenmomente mit Typisch schwedische Zimtschnecken mal anders
Conny von Mein wunderbares Chaos mit Weißer Kladdkaka – schwedischer Schokokuchen
Wilma von Pane-Bistecca mit Kroppkakor – Schwedische Kartoffelkloesse
Ulrike von Küchenlatein mit Hasselnötskaka med kaffe – Haselnusskuchen mit Kaffee
Britta von Brittas Kochbuch mit Svenks Sommarsoppa – Schwedische Sommersuppe
Ronald von Fränkische Tapas mit Schwedischer Heringssalat
Petra aka Cascabel von Chili und Ciabatta mit Sockerkringlor mit Zitronenfüllung
Wilma von Pane-Bistecca mit Svenska Koettbullar – Schwedische Hackfleischbaellchen
Carina von Coffee2Stay mit Kärleksmums
Carina von Coffee2Stay mit Fläskfile med banan – Schweinefilet mit Banane
Ulrike von Küchenlatein mit Citrondrömmar – Zitronentraum
Henrike von EinfachSchweden mit Flygande Jakob
Sonja von fluffig & hart mit Schwedische Mandeltorte mit Johannisbeeren
Ulrike von küchenlatein mit Pilzsuppe mit Äpfeln und Thymian
Tanja von Tanjas bunte Welt mit Raggmunk – schwedische Kartoffelpfannkuchen
Ulrike von Küchenlatein mit Stachelbeerkuchen mit Mandel – Krusbärspaj med mandel
Conny von food for the soul mit Kanelbullar – schwedische Zimtschnecken
Britta von Brittas Kochbuch mit Krispig Blåbärpaj – Knusperblaubeerkuchen

*=Affiliate-Link zu Amazon. Wenn darüber bestellt wird, kostet es genausoviel wie sonst auch, allerdings erhalte ich einen kleinen Vermittlungs-Betrag, den ich wieder in neue Kochbücher etc. stecken kann. Für diese Unterstützung herzlichen Dank!