Rote-Linsensuppe mit Curry, Tomaten und Kokosmilch

In der Bon Appetit vom Dezember war mir eine Curried Lentil, Tomato and Coconut Soup von Meister Yotam Ottlenghi begegnet, die auf der Webseite ausgezeichnete Bewertungen erhalten hatte. Kurz mal überschlagen: die Suppe müsste sich etwas abgewandelt doch auch für unsere 5:2-Fastentage eignen? Sehr erfreulich, das tat sie tatsächlich.

Curry-Rote-Linsensuppe mit Tomaten und Kokosmilch

Ich habe also kurzerhand die Tomatenmenge verdoppelt, dafür Linsen und Kokosmilch halbiert und die Wassermenge so eingestellt, dass ich am Schluss auf 1 l Suppe und damit 2 Teller pro Person kam (ich musste doch tatsächlich immer wieder einen Schluck Wasser zugeben, weil Helmut schon vorab von der fertigen und auf's Abendessen wartenden Suppe naschte… ;-))

Wie einige Kommentatoren anmerkten, ist es verblüffend, was man im Zusammenspiel dieser wenigen Zutaten herausholen kann. Eine große Rolle spielt natürlich gutes Currypulver. Ich habe eine Mischung aus herkömmlichem milden und dem von mir so geliebten scharfen gerösteten Kings Sri Lanka Currypulver verwendet, dafür konnte ich auf die Chiliflocken verzichten.

Den Finish erhält die Suppe durch etwas zurückbehaltene Kokosmilch, frischen Koriander und – unverzichtbar – einen guten Spritzer Limettensaft. Köstlich!

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Rote-Linsensuppe mit Curry, Tomaten und Kokosmilch
Kategorien: Suppe, Gemüse, Kokos, Vegan, Diät
Menge: 2 Personen 1 Liter

Zutaten

10 Gramm   Natives Kokosöl
100 Gramm   Zwiebelwürfelchen
1     Knoblauchzehe; fein gehackt
5 cm   Ingwer; fein gerieben
1 Essl.   Currypulver (P: 1/2 El Sri Lanka roasted*, 1/2 El
      -mild)
      Chiliflocken*; nach Belieben
80 Gramm   Rote Linsen
400 Gramm   Stückige Tomaten (Dose)
500 ml   Wasser; Menge anpassen (s.u.)
4 Essl.   Gehackte Korianderblätter mit zarten Stängeln
200 Gramm   Kokosmilch
H ZUM SERVIEREN
2 Essl.   Von der Kokosmilch oben
      Frischer Koriander; gehackt
1     Limette; in Vierteln

Quelle

  modifiziert nach
  Yotam Ottolenghi
  Bon Appetit
  Erfasst *RK* 09.01.2018 von
  Petra Holzapfel

Zubereitung

Das Kokosöl in einem Topf erhitzen und die Zwiebeln bei nicht zu großer Hitze etwa 8 Minuten braten, bis sie weich und goldbraun sind. Knoblauch, Ingwer, Currypulver und nach Belieben Chiliflocken zugeben und weitere 2 Minuten rührbraten. Nun die Linsen einrühren und eine weitere Minuten mitbraten. Tomaten, Koriandergrün und Salz zugeben und mit Wasser auf 1 l auffüllen, mit Pfeffer würzen. 2 El Kokosmilch abnehmen, den Rest zur Suppe gießen. Alles zum Kochen bringen, die Temperatur reduzieren und alles etwa 20-25 Minuten köcheln lassen, bis die Linsen zwar weich, aber noch nicht zerfallen sind. Die Konsistenz und Menge gegebenenfalls mit Wasser anpassen, nochmal abschmecken.

Zum Servieren die Suppe in Teller geben, etwas von der Kokosmilch daraufträufeln und mit frischem Koriander bestreuen. Die Limettenviertel dazu reichen.

Anmerkung Petra: wunderbar würzige Suppe! Ich wollte erst Gemüsebrühe verwenden, habe dann aber doch nur Wasser zum Aufgießen genommen – das passt! Ich habe einen Topf mit Füllmengen- Markierungen, habe so viel Wasser hinzugefügt, dass am Schluss 1 l im Topf war. Der Limettensaft gibt den letzten Schliff!

*Bei mir war scharfes Sri Lanka Curry im Einsatz, deshalb habe ich auf die Chiliflocken verzichtet.

Ich habe die Zutatenmengen des Originals so verändert (doppelte Menge Tomaten, halbe Menge Linsen und Kokosmilch), dass das Rezept in unsere 5:2 Vorgaben passt, es hat so etwa 440 kcal pro Person, schmeckt aber überhaupt nicht nach lowcal.

Die Suppe (ohne die Garnierung) kann bis zu drei Tage vorher gekocht werden. In dem Fall abkühlen lassen, abdecken und kalt aufbewahren.

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Scharfe Senfgurken

Bei rausgelinst hatte ich Mitte August dieses Foto von weiteren Gurken-Einmach-Versuchen gepostet:

Scharfe Senfgurken

Helmut hat sich jetzt ein Glas mit den scharfen Senfgurken (linke Seite) geschnappt und war vom Ergebnis hellauf begeistert. Damit diese Erkenntnis nicht verloren geht, schiebe ich gleich das Rezept hierher 🙂

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Scharfe Senfgurken
Kategorien: Einmachen, Konservieren, Pikant, Gemüse
Menge: 2 Gläser à 550 ml

Zutaten

1 kg   Schmorgurken (P: Marketer Eigenbau)
100 Gramm   Schalotten
10 Gramm   Frischer Ingwer
2     Fenchelblüten; oder Dillblüten
2     Rote Chilischoten
400 ml   Weißwein-Essig
200 Gramm   Zucker
1 Essl.   Senfkörner
1 Essl.   Salz
200 ml   Wasser

Quelle

  eigenes Rezept
  Erfasst *RK* 12.10.2016 von
  Petra Holzapfel

Zubereitung

Die Gurken schälen, Enden abschneiden. Die Gurken der Länge nach halbieren und die Kerne herausschaben. Die Hälften quer durchteilen und in lange Stifte schneiden.

Die Schalotten schälen und halbieren. Den Ingwer schälen und in dünne Scheiben schneiden.Fenchelblüten und Chilischoten waschen.

Essig, Wasser, Zucker, Schalotten, Ingwer und Senfkörner aufkochen. Die Gurken zugeben, 2 Minuten in dem Sud kochen.

Die Gurken mit einer Schaumkelle herausnehmen, mit Chilischoten und Fenchelblüten in Gläser schichten. Den Sud nochmals aufkochen und heiß über die Gurken gießen, bis sie gut abgedeckt sind. Die Gläser sofort verschließen (Twist-Off-Deckel) und 5 Minuten umgekehrt auf dem Deckel stehen lassen. Für längere Haltbarkeit 10-15 Minuten einkochen. Mindestens 3-4 Wochen durchziehen lassen. Kühl aufbewahren.

Anmerkung Petra: Der Sud war reichlich. Geschmacklich ausgezeichnet, Helmut ist begeistert!

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Meine Gewürzgurken

Letztes Jahr habe ich spontan im Supermarkt Töpfchen mit Gurkensämlingen mitgenommen, da im Garten noch Beetplatz frei war. Nachdem Anikó so von Stevans Gewürzgurken geschwärmt hatte, wollte ich mich auch einmal daran versuchen. Tatsächlich taten die Pflänzchen fleißig ihren Dienst, auch wenn das trockene und heiße Wetter sie ganz schön forderte und lieferten eifrig kleine Gürkchen ab, die ich im Kühlschrank sammelte, bis ich genügend für einen Ansatz zusammen hatte. Beim ersten Kilo habe ich mich brav an Stevans Rezept aus Deutschland vegetarisch* gehalten, wie hier zu sehen war. Uns war allerdings der Sud etwas zu süß – wir mögen es lieber saurer.

Bei den nächsten Ansätzen habe ich den Sud also etwas modifiziert. Das endgültige Ergebnis kann man ja immer erst nach etwa 3 Wochen Durchziehzeit verkosten, was die Sache nicht ganz einfach macht. Außerdem habe ich den Gurken vor dem Einlegen ein Salzbad über Nacht verordnet. Vom Ergebnis waren wir dann aber sehr angetan: auch im jetzt geöffneten letzten Glas waren die Gurken noch richtig schön knackig.

Gewürzgurken 2016

Dieses Jahr habe ich die Gurken selbst ausgesät und mir dafür Samen für Cornichons Rita aus der Schweiz mitgebracht. Jetzt waren genügend Gürkchen für 3 Gläser zusammen gekommen, verwendet habe ich für den ersten Ansatz wieder das bewährte Rezept.

"Einlegegurken</p

Gurken vor dem Einlegen

Mal sehen, wie viele ich diese Saison noch ernten kann – ich würde gerne noch etwas experimentieren und mehr in Richtung französische Cornichons gehen, wobei mir das klassische Rezept für Cornichons au vinaigre ganz ohne Zucker und mit reinem Essig dann doch etwas zu heftig ist. Hat jemand zufällig ein erprobtes und empfehlenswertes Rezept?

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Petras Gewürzgurken
Kategorien: Einlegen, Konservieren, Gemüse, Essig
Menge: 3 Große Gurkengläser

Zutaten

1 kg   Einlegegurken; nach Bedarf etwas mehr
H ZUM EINSALZEN
1 Ltr.   Wasser
40 Gramm   Salz
H SUD
150 Gramm   Weiße Zwiebeln; in Streifen
500 ml   Weißweinessig
150 ml   Weißwein
300 ml   Wasser
75 Gramm   Zucker
25 Gramm   Salz
12     Wacholderbeeren
12     Pimentkörner
2 Teel.   Gelbe Senfsaat
1 Teel.   Schwarzer Pfeffer
3     Lorbeerblätter
8 Zweige   Fenchelgrün oder Dill
4 Zweige   Bohnenkraut

Quelle

  stark modifiziert nach
  Stevan Paul
  Deutschland vegetarisch
  Erfasst *RK* 23.08.2015 von
  Petra Holzapfel

Zubereitung

Am Vorabend die Gurken schrubben*. Das Wasser in eine große Schüssel geben, das Salz darin auflösen. Die Gurken hineingeben und über Nacht in den Keller stellen.

Am nächsten Tag die Gurken herausnehmen, abbürsten und trockenreiben.

Die Gläser vorbereiten: Gläser und Deckel spülen, mit heißem Wasser nachspülen, dann alles auf einen Rost in den kalten Ofen geben, auf 120°C schalten und sobald die Temperatur erreicht ist, mindestens 10 Minuten darin stehen lassen.

Für den Sud Zwiebeln mit Essig, Weißwein, Wasser, Zucker, Salz, Wacholderbeeren, Pimentkörnern, Senfsaat und Pfeffer in einen Topf geben und 5 Minuten kochen lassen.

Die heißen trockenen Gläser und Deckel aus dem Ofen holen und auf ein Holzbrett stellen. Den Ofen auf 175°C Ober- und Unterhitze schalten.

Die Gurken zusammen mit Lorbeer, Fenchelgrün oder Dill und Bohnenkraut auf die Gläser verteilen. Man kann die Gurken auch gut halbieren oder vierteln, damit die Gläser voll werden. Den heißen Würzsud gleichmäßig auf die Gläser verteilen und zuschrauben.

Die Gläser in eine größere Auflaufform stellen, so dass sie sich nicht berühren, die Auflaufform samt Gläser auf den mittleren Rost in den Ofen stellen. Dann etwa 5 cm hoch kochendes Wasser einfüllen (P: eine Wasserkocherfüllung, etwa 2 l).

Die Gläser 30 Minuten im Ofen lassen, dabei fängt die Flüssigkeit an zu perlen.

Die Gläser vorsichtig mit Topflappen aus dem Ofen holen, nochmal fest zuschrauben und auf ein Holzbrett auf den Kopf stellen (Achtung, das brodelt und zischt! Ich lege das Brett in eine Schale – falls beim Umdrehen etwas herauslaufen sollte, fängt diese den heißen Sud auf), Gläser so auskühlen lassen.

Die Gurken sollten mindestens 3 Wochen durchziehen. Kühl und dunkel gelagert sind sie einige Monate haltbar.

Anmerkung Petra: Beim Original wird nicht über Nacht in Salzwasser eingelegt, so bleiben die Gurken schön knackig. Die Originalversion war mir etwas zu süß und zu mild, diese Variante gefällt mir prima!

*Gürkchen nach Anfall in der gewünschten Größe ernten, gut abbürsten, trocknen und in einer Gefriertüte im Kühlschrank sammeln, bis die benötigte Menge zusammengekommen ist.

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Thai-Reisnudelsalat mit grünem Spargel

Noch ein Rezept mit grünem Spargel möchte ich gerne loswerden, bevor die Saison zu Ende geht.

Thai-Reisnudelsalat mit grünem Spargel

Dieser wunderbar leichte Reisnudelsalat stammt aus dem Kochbuch Street Food – Deftig vegetarisch*, was ich hier schon einmal erwähnt habe. Anders als im Buch habe ich den Spargel nicht gekocht, sondern in wenig Öl angebraten, weiteres Öl braucht der Salat nicht. Wenn man die von mir verwendete Fischsauce weglässt, hat man ein veganes bzw. vegetarisches Gericht.

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Thai-Reisnudelsalat mit grünem Spargel
Kategorien: Salat, Nudel, Glutenfrei, Gemüse, Asien
Menge: 2 Personen

Zutaten

100 Gramm   Reis-Vermicelli
1 Essl.   Öl
500 Gramm   Grüner Spargel (ergab hier 280 g netto)
      Salz
2     Frühlingszwiebeln; in Röllchen
1/2 Bund   Koriander mit Stielen; gehackt
2 1/2 cm   Frischer Ingwer; fein gehackt
1-2     Rote Chilischoten; entkernt, gehackt
2 Essl.   Frisch gepresster Limettensaft
10 Gramm   Brauner Zucker
2 Essl.   Sojasauce oder Tamari
1 Essl.   Fischsauce oder Salz

Quelle

  modifiziert nach Anne-Katrin Weber
  Street Food deftig vegetarisch
  Erfasst *RK* 12.06.2015 von
  Petra Holzapfel

Zubereitung

Die Reis-Vermicelli nach Packungsanweisung einweichen bzw. kochen*, dann abgießen, kalt abspülen und abtropfen lassen.

Den Spargel putzen und im unteren Drittel schälen, Enden abschneiden. Den Spargel in etwa 3 cm lange Stücke schneiden.

Das Öl in einer Pfanne erhitzen, den Spargel hineingeben und bei nicht zu großer Hitze etwa 5 Minuten unter Rühren braten, bis er bissfest ist. Leicht salzen.

Limettensaft, Zucker, Sojasauce, Fischsauce (oder Salz), Ingwer, Chilis und Frühlingszwiebeln in einer Schüssel verrühren. Spargel, Nudel und Koriander zugeben und alles gut mischen. 15 Minuten ziehen lassen, dann nochmal abschmecken.

Salat auf Portionsschalen verteilen und mit frischem Koriander bestreut servieren.

Anmerkung Petra: schnell gemacht, sehr frisch, leicht und lecker. Für gute Esser könnte es auch etwas mehr sein – ich habe sowieso schon mehr Spargel verwendet als im Original, bei dem der Spargel gekocht wird.

*meine Reis-Vermicelli sollten für Roh-Verzehr laut Packungsangabe 3-4 Minuten gekocht werden. Ich musste sie aber bestimmt 7-8 Minuten kochen, bis sie weich waren, hatten dann immer noch schönen Biss.

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Knusprige Kartoffel-Laibchen mit zwei Chutneys

Dieses Gericht aus Katharina Seisers Immer schon vegan* habe ich schon vor dem Urlaub auf den Tisch gebracht, es soll aber keinesfalls in Vergessenheit geraten.

Knusprige Kartoffel-Laibchen mit zwei Chutneys

Ich steh ja auf Kartoffelgerichte. Wenn sie dann noch knusprig und asiatisch – in dem Fall indisch – gewürzt daherkommen wie hier, umso besser! Deshalb ist dieses Gericht sofort ganz oben auf meine Nachkochliste gewandert. Ich musste nur warten, bis Helmut von einem Regensburg-Termin frisches Koriandergrün und Minze mitbringen konnte.

Vorbereitungen

Vorbereitungen mit der Buchvorlage: wie man sieht, bleibt das Buch leider nicht offen liegen, sondern benötigt schwere Hilfsmittel, hier meinen Fleischklopfer. Das ist aber bisher das einzige Manko, was mir aufgefallen ist 😉

Vom Dattel-Chutney habe ich gleich den ganzen Ansatz für 4 Personen hergestellt. Die Konsistenz fand ich auch nach längerer Kochzeit noch etwas flüssig, es dickte auch nicht wie versprochen beim Abkühlen ein. Hier würde ich einfach beim nächsten Mal mit etwas weniger Wasserzugabe arbeiten. Geschmacklich ist es aber prima und schmeckt auch zu anderen Gerichte, sogar (ganz unvegan) zu Käse.

Das Essen erfordert zwar einiges an Vorbereitungszeit, die Laibchen an sich sind aber ganz unkompliziert herzustellen und halten prima zusammen. Belohnt wird man für den Aufwand mit einem wirklich wunderbar aromatischen Gericht. Mache ich garantiert wieder!

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Knusprige Kartoffel-Laibchen mit zwei Chutneys
Kategorien: Kartoffel, Hauptgericht, Dip, Indien, Vegan
Menge: 2 Portionen

Zutaten

H DATTEL-TAMARINDEN-CHUTNEY*
1 Teel.   Kreuzkümmel; geröstet und gemahlen
1 Teel.   Koriander; geröstet und gemahlen
100 Gramm   Entsteinte Datteln; grob geschnitten
500 ml   Wasser (P: besser etwas weniger, s.u.)
70 Gramm   Jaggery (P: Muscovado)
50 Gramm   Tamarindenpaste
1/2 Teel.   Gemahlener Ingwer
1/2 Teel.   Chilipulver
1/2 Teel.   Salz
H MINZ-KORIANDER-CHUTNEY
1/2 Teel.   Kreuzkümmel; geröstet und gemahlen
1/2 groß.   Bund grüne Minze; grob gehackt
1/2 groß.   Bund frischer Koriander; grob gehackt
1     Knoblauchzehe; grob gehackt
2 klein.   Scharfe grüne Chilischoten; entkernt, grob
      -gehackt
1/4 Teel.   Frisch geriebener Ingwer
1 Essl.   Zitronensaft
3/4 Teel.   Salz
H KARTOFFEL-LAIBCHEN
1/2 Essl.   Kreuzkümmel; geröstet und gemahlen
1/2 Essl.   Koriander; geröstet und gemahlen
500 Gramm   Mehlige Kartoffeln
75 Gramm   TK-Erbsen
1/4 Bund   Koriandergrün; fein gehackt
3/4 Essl.   Frisch geriebener Ingwer
1 Teel.   Garam masala
1/2 Essl.   Salz
1 1/2 Essl.   Kichererbsenmehl; geröstet
1/2 Essl.   Chilipulver; Menge nach Geschmack anpassen
1/2 Essl.   Zitronensaft
      Öl; zum Braten

Quelle

  nach
  Katharina Seiser
  Immer schon vegan
  Erfasst *RK* 23.04.2015 von
  Petra Holzapfel

Zubereitung

Die gesamten Korianderkörner und den Kreuzkümmelsamen für dieses Gericht am besten frisch rösten, auskühlen lassen, dann mahlen. (dafür etwas mehr ganze Samen verwenden, als gemahlen angegeben ist)

Die Datteln im Wasser etwa 15 Minuten weich kochen. Die restlichen Zutaten zugeben und 5 Minuten köcheln lassen. Mit dem Mixstab pürieren, 5 Minuten einkochen (P: bei mir war die Konsistenz noch sehr flüssig, auf 15 Minuten verlängert). Süß mit deutlicher Säure abschmecken. Auskühlen lassen, dabei soll das Chutney eindicken, war bei mir aber eher nicht der Fall. Ich würde beim nächsten Mal weniger Wasser verwenden.

Für das Minz-Koriander-Chutney alle Zutaten im Mixer fein zerkleinern; evtl. mit wenig Wasser verdünnen.

Für die Laibchen die Kartoffeln mit Schale in Salzwasser weich kochen, abgießen und offen auf der heißen Herdplatte ausdämpfen lassen. Die Kartoffeln schälen und stampfen, dann die restlichen Zutaten zugeben und alles gründlich mit den Händen vermengen. Mit Zitronensaft und Salz abschmecken. Mit geölten Händen mandarinengroße Stücke abnehmen, zu flachen Frikadellen formen.

In einer beschichteten Pfanne bodenbedeckt Öl erhitzen. Die Laibchen darin von beiden Seiten in jeweils etwa 5 Minuten knusprig braun braten.

Die Kartoffel-Laibchen heiß mit den beiden Chutneys servieren.

Anmerkung Petra: ein wunderbares Essen, Aromenexplosion! Bei uns gab's noch (nicht ganz stilecht) einen Salat dazu. Für Laibchen und Chutney habe ich 40 g Koriandergrün verarbeitet.

*Auch wenn die Konsistenz des Dattel-Tamarinden-Chutneys etwas flüssiger war als erwartet: es schmeckt sehr fein. Da ich noch Datteln zu verwerten hatte, habe ich gleich die Menge für 4 Personen gemacht, reicht aber eher noch für mehr. Lässt sich auch prima zu anderen Gerichten essen.

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Indische scharf-saure Tomatensuppe (Rasam)

Fragt mal meinen lieben Mann, wie oft es vorkommt, dass ich ein Essen wiederhole. So gut wie nie, wird er anklagend sagen – das ist natürlich ziemlich übertrieben, aber es vergeht meist schon eine ziemlich lange Zeit bis dahin. Wenn ich aber ein Gericht innerhalb von 14 Tagen zweimal koche, dann muss es schon besonders gut geschmeckt haben!

Asia-Kräuter für Tomatensuppe

Die Rede ist von der scharf-sauren Tomatensuppe aus Immer schon vegan* von Katharina Seiser, die bekanntlich unter esskultur.at bloggt. Interessiert hatte ich ihren veganen Selbstversuch verfolgt und war jetzt natürlich sehr gespannt auf das Kochbuch mit traditionellen Gerichten aus aller Welt, was versprach, ganz ohne Ersatzprodukte auszukommen. Und genau das gefällt mir daran! Ich bin kein Vegetarier und schon gar kein Veganer, esse aber liebend gerne Gemüse und bin für alles offen, was richtig gut schmeckt. Schon beim Lesen des einleitenden Kapitels "Wie der Geschmack ins Essen kommt" frohlockte ich: wer auf Geruch (duftig), verschiedene Geschmacksrichtungen (sauer, salzig, bitter, scharf, umami) und Texturen (knusprig) baut, der hat eigentlich schon gewonnen 🙂

 Bei meiner ersten Rasam-Suppe (Rasam steht eigentlich für Saft und wird für eine Kombination von Tamarinde, gerne mit Tomate, Linsen und Gewürzen verwendet) hatte ich zwar noch Korianderstiele im Tiefkühler, aber kein frisches Grün zur Verfügung, auch musste ich frische Curryblätter durch deutlich weniger aromatische getrocknete ersetzen. Dennoch waren wir vom Essen absolut begeistert: die scharf-saure Suppe mit ihren komplexen Aromen zusammen mit knusprigen Pappadums lässt wirklich gar nichts vermissen 🙂

Leider waren die Fotos an einem trüben Tag auf die Schnelle zwischen Tür und Angel gemacht und wurden dem köstlichen Geschmackserlebnis absolut nicht gerecht. Wer sich jetzt vielleicht wundert, dass ich im Februar bzw. März von einer Suppe mit frischen Tomaten schwärme: ich friere schon seit Jahren im Sommer einige Beutel mit hocharomatischen Tomaten ein (oder lasse sie meine Blumen gießende Nachbarin einfrieren, wenn wir in Urlaub sind), die mir schon oft in der kalten Jahreszeit über ein Winter-Gemüse-Tief hinweg geholfen haben, wie etwa hier.

So packte ich jetzt die Gelegenheit beim Schopf und schickte Helmut mit einer entsprechenden Einkaufsliste nach München. Tatsächlich hat er sogar frische Curryblätter ergattert.

Wirklich schnell ist die Suppe nicht gemacht. Immerhin konnte ich diesmal den ersten Schritt überspringen: das herrlich duftende Rasam-Pulver reicht gut für mehrere Ansätze.

Rasam-Suppe

Hier nun also das Ergebnis des zweiten Kochversuchs meiner Rasam, diesmal stilecht mit reichlich frischem Koriandergrün serviert. Wer aromatisch-scharfe indische Gewürzküche liebt, sollte nicht zögern und zum Kochlöffel greifen!

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Scharf-saure Tomatensuppe – Rasamsuppe
Kategorien: Suppe, Gemüse, Indien, Vegan
Menge: 2 bis 4 Personen

Zutaten

H RASAM-PULVER
2 Essl.   Korianderkörner, ganz
1 Essl.   Kreuzkümmel, ganz
1 Essl.   Gelbe Linsen (P: gelbe Schälerbsen)
1 Essl.   Schwarze Pfefferkörner
1 Teel.   Bockshornkleesamen
2     Getrocknete scharfe rote Chilischoten
H SUPPE
50 Gramm   Tamarinde (ersatzweise 1 El Tamarindenextrakt)
150 ml   Heißes Wasser
50 Gramm   Rote Linsen
750 ml   Wasser
1/2 Teel.   Kurkumapulver
750 Gramm   Reife Tomaten (P: Sommerernte TK und 1 El
      -Tomatenmark)
1     Knoblauchzehe; fein gehackt
1     Scharfe grüne Chilischote; fein gehackt
1 Bund   Koriandergrün; Blättchen abgezupft, Stiele fein
      -geschnitten
1 Essl.   Weicher brauner Zucker; oder Rohrohrzucker
2 Teel.   Salz; mehr nach Geschmack
      Gemahlene Chilis; falls erforderlich
      Limettensaft; falls erforderlich*
H GEWÜRZ-ÖL
2 Essl.   Öl
1 Teel.   Braune Senfkörner
1 Teel.   Kreuzkümmel, ganz
1/2 Teel.   Kurkumapulver
10     Frische Curryblätter; ersatzweise getrocknete
1     Knoblauchzehe; angequetscht (P: gehackt)

Quelle

  nach
  Katharina Seiser
  Immer schon vegan
  Erfasst *RK* 03.03.2015 von
  Petra Holzapfel

Zubereitung

Für das Rasam-Pulver Koriander, Kreuzkümmel und Linsen (P: Erbsen) in einem kleinen Topf unter Rütteln rösten, bis die Mischung zu duften beginnt. Pfeffer, Bockshornklee und Chili hinzugeben und kurz mitrösten. Vom Herd nehmen, abkühlen lassen und in einer Gewürzmühle zu feinem Pulver mahlen. Das Pulver hält sich gut verschlossen einige Monate.

Die Tamarinde mit heißem Wasser übergießen und 30 Minuten quellen lassen, dann mit den Händen fein zerdrücken (Samen entfernen), durch ein Sieb streichen.

Die Linsen mit Kurkuma in 750 ml Wasser aufkochen, etwa 15 Minuten garen, bis sie weich sind. Den Topf beiseite stellen.

Die Tomaten überbrühen, häuten und Stielansatz entfernen. (P: gefrorene Tomaten kurz unter warmes Wasser halten, die Haut lässt sich dann ganz leicht abziehen, Tomaten vierteln und auftauen lassen). Die Tomaten samt Kernen pürieren.

Tamarindenwasser (oder Tamarindenextrakt plus 150 ml Wasser) mit einem gehäuften El Rasam-Pulver, Knoblauch, Chilis, Zucker und Salz zum Kochen bringen. Das Tomatenpüree und die Linsen samt Kochwasser hinzugeben, aufkochen und die Korianderstiele beifügen. Einige Minuten köcheln lassen, abschmecken.

In einem kleinen Topf das Öl erhitzen, die Gewürze, Curryblätter und Knoblauch zugeben und unter andauerndem Rühren rösten, bis die Senfkörner anfangen zu springen. Das Gewürzöl sofort in die Suppe gießen, mit Koriandergrün bestreuen und heiß servieren.

Dazu passen Pappadums oder Reis.

Anmerkung Petra: absolut köstlich, wunderbar scharfsauer-aromatisch. Dazu Pappadums mit Pfeffer, 50 Sekunden auf einem Teller in der Mikrowelle bei 800 Watt aufgeknuspert.

*Obwohl ich ja Säure sehr liebe, war bei mir ein Abschmecken der Suppe mit Limettensaft nicht mehr notwendig.

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