Potato Scallops mit Würzsalz

Hier kommt noch ein dritter Beitrag für die kulinarische Weltreise mit Ziel Australien: beim Lesen in meiner Neuerwerbung Australia: The Cookbook* stieß ich auf Potato Scallops. Das sind relativ große Kartoffelscheiben, die mit Backteig umhüllt und knusprig goldbraun ausgebacken werden. Für jemand, der Kartoffelchips liebt (und deshalb nur ausgesprochen selten welche kauft…), klingt das seeeehr verlockend! Bei der Bezeichnung streiten sich die Australier: in Südaustralien bezeichnet man die Scallops als Potato Cakes, teilweise auch als Potato Fritters – es gibt sogar eine Karte, auf der man die Verbreitung der jeweiligen Bezeichnungen sehen kann. Potato Scallops sollte man keinesfalls mit scalloped potatoes verwechseln: bei letzteren handelt es sich um ein Kartoffelgratin.

Potato Scallops

Potato Scallops sind ein typisches Fastfood Essen, sie werden gerne auch mal am Strand gegessen. Es gibt sie meist im Fish & Chips-Laden (hier für die nächste Australienreise die Liste der aktuellen Top 10-Spots), entweder solo oder zu Fish oder zu Fish & Chips. Bei den Ausbackteigen hat jeder „seinen“ Spezialteig, sei es mit Wasser und Ei, sei es ein Bierteig, wie ich ihn hier verwendet habe, ich habe aber auch eine Variante mit Tapiokamehl gesehen.

Making of

Ausgangsprodukt ist eine möglichst große mehlige Kartoffel, die sollte im Idealfall schon 400 g auf die Waage bringen und mindestens 10 cm lang sein, damit man der Länge nach schön große Scheiben daraus schneiden kann. Um gleichmäßig dicke Scheiben zu bekommen, nimmt man dafür am besten die Aufschnittmaschine. Bei der Dicke scheiden sich wieder die Geister: die einen mögen es sehr dünn (3 mm), andere mit 1 cm deutlich dicker. Ich habe mich für 5 mm entschieden. Die Kartoffelscheiben werden nun etwa 4 Minuten in kochendem Wasser blanchiert, dann auf einem Küchenhandtuch komplett getrocknet. Den Ausbackteig sollte man erst unmittelbar vor dem Frittieren zusammenrühren, das ergibt das knusprigste Ergebnis.

Potato Scallops

Serviert werden die Scallops mit Salz, oft auch „Chicken Salt“ wie in meiner Rezeptvorlage.  Dafür wird das Würzsalz noch mit gekörnter Hühnerbrühe vermischt – darauf habe ich dann doch dankend verzichtet. Mögliche Dipps sind Mayo oder eine Tomatensauce, einige besprühen sie mit Essig, worunter aber die knusprige Konsistenz leidet.

Wir haben die Potato Scallops als kleinen Snack an einem Tag mit viel Gartenarbeit ausgetestet. Tatsächlich ist das echtes Fastfood, die Zubereitung braucht keine halbe Stunde. Die knusprigen Scheiben sind sicher nicht das gesündeste Essen, aber durchaus lecker – im Guardian werden sie als trashy-yet-tasty bezeichnet, das trifft’s ganz gut 😉

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Potato Scallops mit Würzsalz
Kategorien: Kartoffel, Frittieren, Snack, Australien
Menge: 10 bis 12 Stück

Zutaten

1 groß. Mehlige Backkartoffel; optimal mindestens 10 cm
-lang, etwa 400 g schwer
Öl; zum Frittieren
100 Gramm Mehl
1 1/2 Teel. Backpulver
1 Teel. Salz
180-200 Gramm Eiskaltes Bier*
H WÜRZSALZ
1 Essl. Salz
3/4 Teel. Granulierter Knoblauch
3/4 Teel. Granulierte Zwiebeln
1/8 Teel. Pfeffer
1/4 Teel. Geräuchertes Paprikapulver; Pimentón de la vera

Quelle

modifiziert nach
Sue Quinn im Guardian
Erfasst *RK* 19.05.2021 von
Petra Holzapfel

Zubereitung

Zuerst das Würzsalz herstellen. Dafür alle Zutaten gut verrühren.

Für die Potato Scallops die Kartoffel schälen und in etwa 5 mm dicke Scheiben schneiden, das geht am besten auf der Aufschnittmaschine. Die Kartoffelscheiben in kochendes Wasser geben und etwa 4 Minuten blanchieren, dann mit einem Schaumlöffel herausnehmen und einlagig auf ein Küchenhandtuch geben, abkühlen lassen und trockentupfen.

Das Frittieröl in einem breiten Topf auf 175°C erhitzen. Ein Backblech mehrlagig mit Küchenpapier auslegen.

Mehl, Backpulver und Salz vermischen und mit dem eiskalten Bier zu einem glatten, dickflüssigen Teig verrühren, das sollte erst unmittelbar vor dem Frittieren geschehen.

Jeweils ein Kartoffelscheibe in den Ausbackteig geben, überschüssigen Teig abtropfen lassen und die Scheibe ins heiße Öl gleiten lassen. So portionsweise jeweils 3-4 Scheiben unter Wenden in etwa 4 Minuten knusprig goldbraun ausbacken. Die Potato Scallops mit dem Schaumlöffel herausheben und auf dem Küchenpapier abtropfen lassen. Die restlichen Scheiben genauso verarbeiten.

Die Potato Scallops mit dem Würzsalz bestreuen und sofort servieren.

Anmerkung Petra: schnell gemachtes Fastfood – die Kartoffelscheiben werden von einem richtig knusprigen Backteig umhüllt.

*Mit der Bierzugabe kann man die Dicke des Teiges und damit auch die Dicke der Teigschicht beeinflussen. Mit 200 g ist die Schicht eher dünn, mit 180 g etwas dicker.

Man kann die Scallops nach Belieben auch mit etwas Essig (ich würde Vinegar Salt vorziehen) oder Zitronensaft beträufeln oder mit einer Tomatensauce oder einer Limetten-Mayo servieren.

Im Original war das Würzsalz ein Chicken Salt, dem zusätzlich zu den genannten Zutaten noch 1/2 El gekörnte Hühnerbrühe zugefügt wurde. Darauf habe ich aber verzichtet 😉

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Die Rezepte der Mitreisenden (wird im Laufe des Monats ergänzt):

Britta von Backmaedchen 1967 mit Kokoswürfel/Lamingtons
Michael von SalzigSüssLecker mit Lamingtons
Sonja von fluffig & hart mit Chicken parmigiana
Sonja von fluffig & hart mit Fairy Bread mit Flat White
Kathrina von Küchentraum & Purzelbaum mit Lamingtons
poupou von poupous geheimes laboratorium mit Impossible Pie
Gabi von Slowcooker.de mit Mini-Pavlovas mit Erdbeeren
Tina von Küchenmomente mit ANZAC-Kekse aus Australien
Simone von zimtkringel mit Australian Meat Pie
Anna fuer Wilma von Pane-Bistecca mit Anna’s ANZAC Biscuits!
Britta von Brittas Kochbuch mit Banana Macadamia Cookies
Petra aka Cascabel von Chili und Ciabatta mit Wattleseed Cheesecake mit Lemon Myrtle-Macadamia-Boden
Petra aka Cascabel von Chili und Ciabatta mit Lemon Myrtle Dampers
Sylvia von Brotwein mit Meat Pie – Rezept für Fleisch Pastete
Susanne von magentratzerl mit Dimmies – Australische Dim Sun
Carina von Coffee2Stay mit ANZAC Biscuits aus Australien
Dirk von low-n-slow mit Boxing Day Beach Barbie Cocktails
Susi von Turbohausfrau mit Australische Laksa
Britta von Brittas Kochbuch mit Lamingtons aus Resten
Britta von Brittas Kochbuch mit (vegane) Fish Burgers
Britta von Brittas Kochbuch mit Strawberry Pavlova
Sus von Corumblog 2.0 mit Rhubarb & Rasberry Brownies
Volker von volkermampft mit Meat Pies – australischer Klassiker mit Hähnchen, Cranberries & Macadamia

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Hasselback-Sellerie mit Misoglasur und Zwiebel-Radieschen-Salat

Im Ganzen im Ofen geschmorte Sellerieknollen haben durch Ottolenghi (schon in Nopi* wie etwa bei Barbara, aber auch in Simple* und dann natürlich in Flavour* wie beim Vollmilchmädchen) einen wahren Boom erfahren.

Hasselback-Sellerie ganz

Ich bin jetzt erst durch ein Rezept von Meera Sodha auf diesen Zug aufgesprungen und habe mir ihren Hasselback-Sellerie mit Misoglasur aus dem Guardian vorgenommen.

Making of

Sodha schält den Sellerie und schneidet ihn dann Hasselback-typisch ein. Dann darf er mit Öl bepinselt in den Ofen – ich habe mich dabei an den etwas längeren Ottolenghi-Zeiten orientiert. In der letzten Viertelstunde kommt noch eine Misoglasur dazu.

Hasselback-Sellerie Teller

Serviert wird der Sellerie mit Fladenbrot (hier Chapati), Tahinisauce und einem feinen Zwiebel-Radieschen-Salat (die Radieschen stammen von mir). Eine tolle Kombi, die einen bei diesem veganen Essen absolut nichts vermissen lässt!

Weitere Hasselback-Varianten im Blog:

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Hasselback-Sellerie mit Misoglasur und Zwiebel-Radieschen-Salat
Kategorien: Hauptgericht, Gemüse, Salat, Vegan
Menge: 2 Personen

Zutaten

H SELLERIE
1 Sellerieknolle (P: 500-650 g netto)
2 Essl. Olivenöl
Salz
H MISOGLASUR
50 Gramm Weißes Miso; Shiro Miso (P: + 1 Tl Rotes Miso)
1/4 Essl. Aleppo Pepper (P: Pul Biber und Tatli Biber 1:2)
1 Essl. Brauner Reissirup (P: Agavensirup)
3/4 Essl. Zitronensaft
H TAHINISAUCE
50 Gramm Tahini
1/2 Essl. Zitronensaft
1/4 Teel. Salz
75 ml Wasser
H SALAT
1 Rote Zwiebel; in feinen Halbringen
4 Radieschen; in Scheiben
1 Essl. Granatapfelmolasse (P: aserbeidschanische*)
1 Essl. Zitronensaft
1 Teel. Sumach
3 Essl. Olivenöl
Salz
1 Handvoll Gehackte glatte Petersilie; gehackt
H ZUM SERVIEREN
Fladenbrot oder Naan (P: 4 Chapati)

Quelle

modifiziert nach
Meera Sodha
im The Guardian
Erfasst *RK* 11.03.2021 von
Petra Holzapfel

Zubereitung

Den Backofen auf 200°C vorheizen. Ein kleines Blech mit Backpapier auslegen oder ein beschichtetes Blech verwenden.

Die Basis des Selleries abschneiden und so schälen, dass nur weißes festes Fleisch übrig bleibt. Je nach Größe ein Stück abschneiden (hier blieben 650 g netto). Den Sellerie im Abstand von 1/2 cm über die gesamte Oberfläche einschneiden, aber nicht durchschneiden (ich habe Teighölzer als Begrenzung verwendet, das Schneiden geht am besten mit einem großen Sägemesser/Brotmesser).

Etwas vom Olivenöl in die Einschnitte träufeln, mehr davon auf der Oberfläche des gesamten Selleries verteilen, den Sellerie salzen. Den Sellerie auf das vorbereitete Blech setzen und etwa 2 1/4 Stunden rösten, dabei alle 20-30 Minuten mit Öl bepinseln (im Original wird nur 1 1/2 Stunden geröstet und seltener bestrichen, da war mein Sellerie aber noch nicht weich).

Alle Zutaten für die Misoglasur verrühren. Alle Zutaten für die Tahinisauce verrühren.

Zwiebelringe, Granatapfelmolasse, Zitronensaft, Sumach und Salz in eine Schüssel geben und gut vermischen, die Zwiebeln sollen etwas weich werden. Nun das Olivenöl, Radieschenscheiben und Petersilie untermischen und abschmecken (je nach verwendeter Granatapfelmolasse kann der Salat mehr oder weniger sauer sein, evtl. mit etwas Agavensirup ausgleichen).

Den weichen Sellerie mit der Misoglasur bepinseln, die Glasur soll auch in die Einschnitte gelangen. Den Sellerie noch einmal für 15 Minuten in den Backofen schieben, nach der Hälfte der Zeit nochmals mit Glasur bepinseln.

Zum Servieren den ganzen Sellerie, die Tahinisauce und den Zwiebel- Radieschensalat zusammen mit Fladenbrot auf den Tisch stellen. Jeder bestreicht sein Fladenbrot mit etwas Tahinisauce, gibt darauf einige Scheiben Sellerie sowie etwas Salat.

Anmerkung Petra: wir fanden die Kombination superlecker! Der Sellerie karamellisiert an den Rändern etwas, das gibt tolles Aroma. Die Radieschen im Salat stammen von mir, machen sich aber prima.

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Syrische Fettucine mit Linsen – Harak osbao

Beim Blogevent Die kulinarische Weltreise von volkermampft gibt es im Februar ein Spezialthema: Comfort Food oder wie ich es lieber nenne Winterwohlfühlessen aus der ganzen Welt ist gefragt.

Syrische Fettucine mit Linsen - Harak osbao

Meine erste Station führt nach Syrien: es gibt Fettucine, die zusammen mit Linsen gekocht werden. Klingt jetzt zwar erst mal nicht so aufregend, so ein bisschen nach Linsen mit Spätzle (und wenn das kein Comfort Food ist, dann weiß ich es auch nicht!), aber schaut euch dieses Gericht an – das ist doch ein echter Hingucker, oder? Im Arabischen heißt das vegane Gericht übrigens verbrannter Finger (harak osbao, horaa osbao, haraa osbao, hurrak osbao, حراق اصبعه) , wohl weil es so köstlich ist, dass man es am liebsten gierig mit den Fingern essen würde.

Was als erstes ins Auge fällt ist die liebevolle Dekoration des Gerichts mit frittierten Pitachips, Koriandergrün, Röstzwiebeln und Granatapfelkernen, bei Instagram könnt Ihr eine ganze Reihe von Beispielen sehen.

Fettucine und Linsen

Hier der Unterbau: zu den fast gar gekochten kleinen Linsen kommen die ungekochten Fettucine (teilweise wird auch frisch gemachter Nudelteig verwendet, teilweise die Nudeln auch erst separat gegart), gewürzt wird u.a. mit Tamarinde, Knoblauch, Koriandergrün und Granatapfelsirup.

Das Rezept habe ich mir nach dem Anschauen diverser Videos (wie etwa hier oder hier) und Rezepte (hier gibt es eines, was Yotam  Ottolenghi und Sami Tamimi anlässlich von #CookForSyria veröffentlicht hat) selbst zusammengebastelt.

Pitachips

Die Pitachips, die für das Topping benötigt werden, habe ich aus einem Lavash gemacht, das noch im Tiefkühler schlummerte. Dafür wird das Brot einfach in Quadrate geschnitten und in Öl knusprig braun ausgebacken. Röstzwiebeln hatte ich noch von meinen Maultaschen im Vorrat.

Beim Essen vermählen sich die verschiedenen Texturen und Aromen von Topping und Unterbau: zu den Linsen-Nudeln gesellt sich der Crunch der knusprigen Pitachips, die Säure der Granatapfelkerne und das Röstaroma der Zwiebeln in immer neuen Kombinationen. Uns hat das ungewöhnliche Essen ausgesprochen gut gefallen!

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Syrische Fettucine mit Linsen – Harak osbao
Kategorien: Eintopf, Nudel, Topping, Syrien, Vegan
Menge: 2 Personen

Zutaten

15 Gramm Tamarinde (vom Block)
75 ml Kochendes Wasser
100 Gramm Grüne Linsen oder Berglinsen
500 ml Wasser
Salz
Reichlich Olivenöl; zum Braten
1/2 Pitabrot (P: 1 Lavash)
2-3 Zwiebeln; in Streifen; alternativ Röstzwiebeln
3 Knoblauchzehen; gehackt
15 Gramm Koriander; gehackt
100 Gramm Fettucine; in kurze Stücke gebrochen
1/4 Teel. Gemahlener Piment
1/2 Teel. Gemahlener Kreuzkümmel
14 Teel. Zimt
1/4 Teel. Sumach
1 Essl. Granatapfelsirup
Etwas Zitronensaft; nach Bedarf
H TOPPING
Granatapfelkerne
Gehacktes Koriandergrün
Röstzwiebeln (s.o.)
Pitachips (s.o.)

Quelle

Eigenes Rezept nach
diversen Videos und Rezepten im Netz
Erfasst *RK* 27.01.2021 von
Petra Holzapfel

Zubereitung

Die Tamarinde in einem Schälchen mit kochendem Wasser einweichen. Dann gut durchkneten und duchsieben, um Kerne etc. zu entfernen. Die Flüssigkeit beiseite stellen.

Olivenöl in einer Pfanne erhitzen. Das Fladenbrot horizontal halbieren und in Quadrate von etwa 1,5 cm Kantenlänge schneiden. Das Brot in die Pfanne geben und unter Wenden im heißen Öl goldbraun und knusprig braten. Herausnehmen und auf Küchenpapier abtropfen lassen.

Die Zwiebelstreifen im heißen Öl knusprig braun braten, auf Küchenpapier abtropfen lassen.

Die Linsen mit dem Wasser in einen weiten Topf geben und salzen. Zum Kochen bringen und etwa 20 Minuten zugedeckt köcheln lassen, bis sie fast weich sind.

Währenddessen den Knoblauch mit dem Koriandergrün in 2 El Öl anbraten.

Nach etwa 20 Minuten Kochzeit das Tamarindenwasser zu den Linsen geben. Nach Bedarf noch etwas Wasser nachgießen. Piment, Kreuzkümmel, Zimt und Sumach zugeben, salzen und umrühren. Die Fettucine zu den Linsen geben und unter gelegentlichem Rühren garen (P: meine Fettucine hatten eine Kochzeit von etwa 6-7 Minuten). Granatapfelsirup, etwas Zitronensaft, die Hälfte der Röstzwiebeln und das Knoblauch-Koriandergemisch ebenfalls zugeben und nochmal abschmecken. Gegebenenfalls noch Wasser zugeben: das Gericht soll eine suppige Konsistenz haben.

Die Fettucine-Linsen-Mischung in eine flache Schale oder Auflaufform umfüllen. Knusprige Pitachips, Koriandergrün, Granatapfelkerne und Röstzwiebeln in einem dekorativen Muster auf das Gericht aufstreuen. Das können Streifen sein, aber auch konzentrische Kreise – der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt.

Anmerkung Petra: Optisch ein Knaller! Aber auch geschmacklich eine tolle Mischung, sehr lecker.

Harak osbao heißt Verbrannte Finger – wohl weil das Gericht so köstlich ist, dass man es am liebsten mit der Hand essen würde und sich daran die Finger verbrennt.

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Die Rezepte der Mitreisenden (wird im Laufe des Monats ergänzt):

Gabi von USA kulinarisch mit Comfort Food: Pan-Baked Meatballs
Britta von Brittas Kochbuch mit Steckrübenpfanne mit Äpfeln und Räuchertofu
Britta von Brittas Kochbuch mit Garbanzos con acelgas (Kichererbsen mit Mangod aus Spanien)
Petra aka Cascabel von Chili und Ciabatta mit La Tartiflette Savoyarde – Kartoffelgratin mit Reblochon aus den Savoyen
Britta von Brittas Kochbuch mit Kartoffel-Lauchauflauf mit Champignonhack
Britta von Brittas Kochbuch mit Gemüse Jalfrezi aus Indien
Cornelia von SilverTravellers mit Pottsuse – köstlicher Brotaufstrich nach Omas Rezept
Wilma von Pane-Bistecca mit Älplermagrone – Schweizer Soulfood
Susi von Turbohausfrau mit Erdnussbrownies
Michael von SalzigSüssLecker mit Orangen-Marzipanschnecken
Susanne von magentratzerl mit Gemüseragout mit Kräuterklößchen
Barbara von Barbaras Spielwiese mit Mapo Doufu aus selbstgemachtem Tofu
Tina von Küchenmomente mit Chocolate Chip Cookies mit Haferflocken
Julia von Löffelgenuss mit Linsen Dal
Wilma von Pane-Bistecca mit Chicken Adobo – Comfort Food from the Philippines
Marion von LSLB Magazin mit Essen wie im Urlaub – Pollo al Limone – Zitronenhähnchen
Volker von Volkermampft mit Ziti Tagliati con Polpette – Nudeln mit Hackbällchen
poupou von poupous geheimes laboratorium mit Rösti aus der Schweiz!
Conny von food for the soul mit Vegetarisches Pad Thai in 30 Minuten
Petra aka Cascabel von Chili und Ciabatta mit Curry mit Schweinefleisch und Mango Pickles, Dal mit Röstzwiebeln
Monika von TravelWorldOnline Traveller mit Mühlviertler Wespennester
Liane von DieReiseEule mit Kreppel
Kathrina von Küchentraum und Purzelbaum mit Germknödel mit Vanillesauce
Simone von zimtkringel mit Kartoffelstock und Hack
Susanne von magentratzerl mit Mac and Cheese mit Crabmeat
Aniko von Paprika meets Kardamom mit Ukrainischer Borschtsch
poupou von poupous geheimes laboratorium mit Hannchen-Jensen-Torte (Trümmertorte) aus Friesland!
Britta von Brittas Kochbuch mit Grünkohl mit Kartoffeln und Kohlwurst aus dem Slowcuuker
Sylvia von Brotwein mit Lasagne Bolognese – Rezept klassisch mit Hackfleisch & Béchamelsoße
Sylvia von Brotwein mit Kürbisrisotto – Rezept klassisch italienisch
Silke von Rezepte Silkeswelt mit Backofen Berliner
Edyta von mein-dolcevita mit Piroggen wie bei Mama
Conny von food for the soul mit Klassische Krapfen mit Pflaumenmus
Carina von Coffee2Stay mit Backofen-Quesadillas texanischer Art
Tina von Küchenmomente mit Red Velvet Cupcakes zum Verlieben
Ute von Wiesengenuss mit Chicken Tikka Masala – typisch britisch?
Dirk von Low-n-slow mit Welsh Rarebits
Britta von Brittas Kochbuch mit Crêpes aux pommes et aux noix caramélisées (Crêpes mit karamelisierten Äpfeln und Walnüssen)
Wilma von Pane-Bistecca mit Pancit Canton from Lucille Comfort food from the Philippines
Sylvia von Brotwein mit Hühnersuppe selber machen – klassisch wie bei Oma
Simone von zimtkringel mit New Year Chow Mein
Cornelia von SilverTravellers mit Baked Feta Pasta
Sonja von fluffig & hart mit Gaufres lièges – belgische Waffeln
Sonja von fluffig & hart mit Jjapaguri – Ram-don
Volker von volkermampft mit Klassische Albondigas – spanische Hackbällchen
Aniko von Paprika meets Kardamom mit Nudeln mit DDR-Tomatensoße
Susan von Labsalliebe mit Khorak-e Koofteh Ghelgheli – Kartoffel-Karotten-Pfanne mit Hackbällchen خوراک کوفته قلقلی
Britta von Brittas Kochbuch mit Bienenstichdessert im Glas
Anja von GoOnTravel mit Lasagne Rezept – So kannst du Lasagne selber machen
Jens von Der Reiskoch mit Kreolisches Jambalaya
Sus von CorumBlog 2.0 mit Kürbiscurry mit Erdnuss-Sauce
Tanja als Gastbeitrag auf Volkermampft mit Chashu – japanischer gerollter Schweinbauch für Ramen & Co.
Volker von Volkermampft mit Kreolisches Jambalaya Rezept – Soulfood aus New Orleans
Cornelia von SilverTravellers mit Subway Cookies nachgebacken: White Chockolate Macadamia Cookies
Conny von food for the soul mit Fantakuchen mit Schmand vom Blech
Anita von Anita auf Reisen mit Kärntner Kasnudeln
Karin von Brot & Meer mit Neuenglischer Fish Chowder

Getreidefreies Tahini-Granola

Ich bin kein Porridge-Fan (schon als Kind konnte man mich mit Haferbrei jagen) und stehe auch Müsli eher distanziert gegenüber. Seit 11 Jahren erfreut uns hier aber beim Frühstück selbst gemachter Joghurt. Den mischen wir gerne mit roh gerührter Konfitüre, Sirup oder auch Rysteribs (dänischen Schütteljohannisbeeren) – je nach Jahreszeit und Vorratslage. Seitdem ich dieses Ottolenghi-Dessert ausprobiert habe, steht eigentlich auch immer ein Glas mit knusprig gebackenen Mandel-Sesam-Bröseln auf dem Tisch: ein Teelöffel davon auf den Joghurt gestreut macht den Genuss perfekt.

Getreidefreies Granola

Nun las ich in der Bon Appetit ein Rezept für ein getreidefreies Tahini-Granola. Grundlage: ein Mix aus rohen Nüssen, Pistazien und Mandeln, Kokoschips, Ahornsirup, Tahini, Öl, Salz und Zimt oder Kardamom. Könnte dieser Mix unserem bisherigen Joghurt-Topping gefährlich werden? Das musste erkundet werden.

Making of

Also habe ich gleich mal zusammengesucht, was der Haushalt so hergab: eine Tüte Cashews, dazu ein Rest grüne Pistazien, Pekannüsse sowie selbst gehäutete Mandeln, ergänzt habe ich noch Sonnenblumenkerne und Kürbiskerne. Auch wenn es nicht im Rezept steht: Cashew, Mandeln und Pekannüsse habe ich ganz grob gehackt. Anstelle von Kokoschips musste bei mir ein Rest Kokosflocken herhalten. Der Tahinisirup war schnell zusammengerührt und mit dem Nussmix vermischt. Jetzt kommt alles auf ein Backblech und wird unter mehrmaligem Wenden goldbraun geröstet. Nach dem Abkühlen der erste Geschmackstest: es bestätigt sich, was einige Kommentatoren anmerkten: gefährlich, sehr gefährlich! Das Knusperzeug snackt sich auch einfach so und ohne alles locker weg.

Tahini-Granola

Gelungener Geschmackstest auch beim Frühstück: selbst gemachter Joghurt mit Rysteribs und Tahini-Granola.

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Getreidefreies Tahini-Granola
Kategorien: Snack, Topping, Frühstück, Nuss
Menge: 1 Ansatz

Zutaten

220-250 Gramm Gemischte rohe Nüsse wie Cashews, geschälte
-Mandeln, grüne Pistazien, Pekannüsse, Walnüsse,
-aber auch Sonnenblumenkerne, Kürbiskerne* etc.
-(P: große Stücke grob gehackt)
50 Gramm Kokosflocken oder Kokoschips
2 Essl. Ahornsirup
30 Gramm Tahini
1 Essl. Sonnenblumen- oder Olivenöl
1/2 Teel. Fleur de Sel
1/4 Teel. Zimt und/oder Kardamom

Quelle

Bon Appetit
Erfasst *RK* 26.01.2021 von
Petra Holzapfel

Zubereitung

Den Backofen auf 150°C vorheizen. Ein Backblech mit Backpapier belegen.

Die Nüsse, Saaten und Kokosflocken in eine Schüssel geben. In einer zweiten Schüssel Ahornsirup, Tahini, Öl und Salz glatt rühren. Die Mischung über die Nussmischung geben und alles gut vermengen. Die Nussmischung auf das vorbereitete Backblech geben und alles einlagig verteilen.

Das Blech in den Backofen schieben und alles etwa 30 Minuten rösten, dabei alle 8-10 Minuten gut durchrühren, damit eine gleichmäßige Bräunung gewährleistet ist.

Das Blech herausnehmen, die Mischung abkühlen lassen und in einem gut schließenden Glas aufbewahren.

Anmerkung Petra: schmeckt klasse als Topping auf Joghurt, aber auch solo.

Bei der Mischung darf experimentiert werden 🙂 Laut einem Kommentar bei BA kann man auch einige Zartbitter-Schokoladentröpfchen in den letzten 3-5 Minuten Backzeit zugeben. Wer mag, ersetzt einen Teil der Nüsse durch Haferflocken.

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Belolučene paprike – serbischer Paprikasalat

Noch ein letztes serbisches Gericht möchte ich euch vorstellen, was ich anlässlich der kulinarischen Weltreise von Volkermampft gemacht habe:

serbischer Paprikasalat

Belolučene paprike, geschälte eingelegte Paprika, die als Salat oder Beilage auf den Tisch kommen. Gerne werden sie auch mit einem Stück Käse und Brot zum Auftunken der Marinade gereicht.

Making of
Dafür werden Paprika – gerne nimmt man Spitzpaprika – im Backofen geröstet, bis die Haut schwarze Stellen bekommt. Nach dem Abkühlen häutet man sie und schichtet sie meist komplett mit Kernen und Stielansatz in eine Schüssel. Dazu kommen Essig, Öl und reichlich relativ grob gehackter Knoblauch sowie Petersilie, manchmal wird auch Selleriegrün wird verwendet. Gerne wird gleich ein größerer Ansatz gemacht und in Gläser gefüllt, die sich im Kühlschank eine Zeitlang halten.

Bei diesem als serbisch eingestuften Gericht zeigt sich aber wieder die Schwierigkeit der Abgrenzung gegen ähnliche Zubereitungen wie die rumänischen Paprikaschoten in Öl – Ardei cu Untdelemn, die italienischen Peperoni Arrostiti in Insalata oder auch die gerösteten Paprika mit Granatapfel-Vinaigrette.

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Belolucena Paprika – eingelegter Paprika-Salat
Kategorien: Beilage, Salat, Gemüse, Serbien
Menge: 1 Rezept

Zutaten

4 Rote Spitzpaprika
1 Essl. Essig (P: Rotweinessig)
Salz
2-3 Knoblauchzehen; gehackt; nach Geschmack mehr
2 Essl. Öl (P: Olivenöl)
2 Essl. Gehackte Petersilie

Quelle

diverse Quellen im Netz
Erfasst *RK* 16.01.2021 von
Petra Holzapfel

Zubereitung

Die Paprika in eine feuerfeste Form legen und im Backofen unter Wenden rösten, bis sie schwarze Stellen aufweisen (P: ich mache das unter dem Grill, Dauer etwa 20-25 Minuten). Die Form herausnehmen und mit einem feuchten Tuch bedecken, die Paprika abkühlen lassen.

Die Haut der Paprika abziehen, die Paprika werden sonst aber gewöhnlich ganz belassen.

Die Paprika in eine Schüssel schichten und mit den übrigen Zutaten begießen (P: ich vermische die Zutaten für die Marinade und gieße dann alles zusammen über die Paprika). Alles wenden und am besten mindestens 1 Tag im Kühlschrank durchziehen lassen. Er hält einige Tage frisch.

Anmerkung Petra: der Salat wird im Sommer mit frischen, im Winter auch gerne mit ein eingefrorenen oder eingelegten Paprika gemacht. Oft wird gleich eine größere Menge angesetzt und der Salat in Gläser gefüllt. Man kann die Paprika auch in Stücke geschnitten einlegen.

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Die Rezepte meiner Mitreisenden (wird im Laufe des Monats ergänzt):

Britta von Brittas Kochbuch mit Serbische Bohnensuppe vegan
Susi von Turbohausfrau mit Serbische Bohnensuppe
Simone von zimtkringel mit Krempita
Kathrina von Küchentraum & Purzelbaum mit Serbischer Mohnkranz
Wilma von Pane-Bistecca mit karadordeva snicla
Petra aka Cascabel von Chili und Ciabatta mit Vasina Torta – Vasa Torte
Susanne von magentratzerl mit Sirnica
Tina von Küchenmomente mit Serbische Vasina Torta
Carina von Coffee2Stay mit Serbischer Burger: Leskovačka Pljeskavica auf Lepinje-Brot
Petra aka Cascabel von Chili und Ciabatta mit Podvarak – serbischer Sauerkrauttopf mit Fleisch
Carina von Coffee2Stay mit Urnebes Salata: Scharfer serbischer Käsesalat
Wilma von Pane-Bistecca mit Cevapcici
poupou von poupous geheimes laboratorium mit Gibanica
Dirk von low-n-slow mit Podvarak aus dem Slowcooker
Britta von Brittas Kochbuch mit Kichererbsen-Cevapcici
Susanne von magentratzerl mit Sarma
Volker von Volkermampft mit Serbische Cevapcici in Tomatensoße – Hackbällchen aus Serbien
Volker von Volkermampft mit Djuvec Reis – Serbischer Gemüsereis mit Ajvar
Sylvia von Brotwein mit Serbisches Reisfleisch
Tina von Küchenmomente mit Princes Krofne – Serbische gefüllte Brandteigkrapfen
Edyta von mein-dolcevita mit Serbischer Blätterteig- Strudel mit Mohn

Belugalinsensalat mit Wurzelgemüse

Anfang November gab es schon einmal einen Salat mit Belugalinsen, damals lauwarm mit mit glasierten Süßkartoffeln serviert.

Belugalinsensalat mit Wurzelgemüse

Heute habe ich wieder einen Salat mit den schicken kleinen schwarzen Linsen im Angebot (und die Tüte ist immer noch nicht leer ;-)). Der vegane Salat schmeckt durch knackige Beigaben wie Möhre, Rote Bete, Rotkohl und grünen Apfel richtig schön frisch. Diese Frische behält er längere Zeit, daher ist er auch gut zum Mitnehmen oder für ein Buffet geeignet. Das Original stammt aus der Dezember-Ausgabe der Bon Appetit. Dort wird noch griechischer Joghurt als Topping vorgeschlagen, den habe ich aber weggelassen.

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Belugalinsensalat mit Wurzelgemüse
Kategorien: Salat, Gemüse, Hülsenfrüchte, Vegan
Menge: 2 Personen

Zutaten

H LINSEN
125 Gramm Belugalinsen
Salz
H DRESSING
1 Zitrone: abgeriebene Schale und 2 El Saft
1 Schalotte; in feinen Streifen
1 Knoblauchzehe; fein zermust
2-3 Essl. Sherryessig; Menge anpassen
1/2 Essl. Ahornsirup
1/4 Teel. Chiliflocken
Salz
Pfeffer
2 Essl. Olivenöl
H SOWIE
1 Rote Bete; geschält, in Streichholzgröße
-geschnitten (P: gekocht)
1 Grüner Apfel; entkernt, in Streichholzgröße
-geschnitten
1 klein. Möhre; geschält, in Streichholzgröße geschnitten
100 Gramm Sehr dünn geschnittener Rotkohl
2 Essl. Gehackte Petersilie

Quelle

modifiziert nach
Bon Appetit
December 2020
Erfasst *RK* 09.12.2020 von
Petra Holzapfel

Zubereitung

Die Linsen in einen Topf mit kochendem Salzwasser geben und etwa 20-25 Minuten bissfest kochen. Die Linsen in ein Sieb abgießen und etwas abkühlen lassen.

Alle Zutaten für das Dressing in einer Schüssel verrühren. Die Linsen zugeben und gut vermischen. Rote Bete, Apfel, Möhre und Rotkohl zugeben und untermischen. Den Salat kräftig abschmecken (Essig? Salz?) und mindestens 30 Minuten durchziehen lassen.

Anmerkung Petra: sehr schöner Linsensalat mit knackig-frischem Biss. Hält gut länger frisch, eignet sich deshalb auch für ein Buffet oder zum Mitnehmen.

Im Original wird noch griechischer Joghurt dazu serviert, habe ich nicht gemacht.

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