Korokke コロッケ – japanische Kroketten aus Kartoffeln und gebratenem Hackfleisch

Die kulinarische Weltreise mit Reiseleiter Volkermampft führt uns im September nach Japan. Ich weiß nicht, wieso das so ist, aber japanische Küche spielt in meinem kulinarischen Denken keine große Rolle, selbst Sushi reizt mich nicht allzu sehr.  Ich würde wahrscheinlich nie sagen: ach, lass doch mal wieder japanisch kochen! Asiatische Küche an sich liebe ich ja, ich denke dann aber meist an chinesische, koreanische, vietnamesische, indonesische oder thailändische Gerichte. Aber man soll ja seinen Horizont erweitern und so freue ich mich, Neues ausprobieren zu dürfen.

Mein erstes Rezept stammt aus Japanese Soul Cooking* von Tadashi Ono und Harris Salat. Zum Kauf hat mich u.a. folgendes Statement von Matt Gross, einem früheren Bon Appetit-Herausgebers verlockt: „Sushi? Bah! Japanese food is so much more than raw fish, and this book is a joyful (and useful!) exploration of the earthy, fatty, meaty, rib-sticking, lip-smacking fare—the noodles and curries and deep-fried delights—that millions of Japanese depend on every day.“

Korokke

Nun dann – hier also das Ergebnis, das sich durchaus sehen lassen kann: knusprige Korokke – das Wort leitet sich von der japanischen Aussprache des Wortes „croquette“ ab –  mit fluffigem Spitzkohl und Tonkatsu-Sauce, die ich hier schon einmal vorgestellt habe. Im Hintergrund ist noch ein Tomatensalat mit einem Zwiebel-Ingwer-Dressing zu sehen.

Korokke Making of

Das Innere der frittierten „Kroketten“ besteht hauptsächlich aus gegarten Kartoffeln (hier wurden sie im Backofen gebacken, um den Feuchtigkeitsgehalt zu minimieren), etwas gebratenen Zwiebeln und gebratenem Hackfleisch. Essentiell ist es, die Masse vort dem Panieren mit Panko längere Zeit kalt zu stellen, sonst fallen die Patties beim Frittieren auseinander. Hier hat aber alles sehr gut geklappt: die gegarten Kartoffeln verbanden sich mit den anderen Zutaten zu einer klebrigen Masse, die sich sehr gut formen, panieren und ausbacken ließ.

Kohlsalat

Klassische Beilage ist ein Berg aus sehr dünn geschnittenem, durch ein Bad in Eiswasser richtig schön knackig gewordenem Spitzkohl. In Japan wird der gerne als Rohkostbeilage pur serviert, ich habe mich an einem Rezept aus Japanisch Grillen* von Jonas Gramby orientiert und ein Sesamdressing dazu serviert, das man erst im letzten Augenblick über den Salat träufelt. Uns hat das sehr gut gefallen!

Korokke Anschnitt

Der erste Bissen verblüfft dann schon etwas: unter der knusprigen Panko-Kruste kommt das durchs Braten weich gewordene Innere hervor, das schmeckt ein bisschen wie panierter Kartoffelbrei 😉

Weitere japanische Rezepte im Blog:

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Korokke – japanische Kroketten aus Kartoffeln und gebratenem Hackfleisch
Kategorien: Kartoffel, Hackfleisch, Japan
Menge: 8 Stück

Zutaten

450 Gramm Mehlige Kartoffeln
2 Essl. Butter
120 Gramm Gemüsezwiebel-Würfelchen
240 Gramm Hackfleisch; Schwein oder Rind (P: gemischt)
2 Essl. Sojasauce
3/4 Essl. Zucker (Original 2 El)
Schwarzer Pfeffer
Salz; nach Geschmack
60 ml Sahne
Mehl; zum Panieren
2 Eier, verschlagen; zum Panieren
Reichlich Panko; zum Panieren
Ol; zum Frittieren
H SOWIE
Tonkatsu-Sauce; zum Servieren (P: s. Rezept)
Kohlsalat

Quelle

modifiziert nach
Tadashi Ono, Harris Salat
Japanese Soul Cooking
Erfasst *RK* 04.09.2021 von
Petra Holzapfel

Zubereitung

Den Backofen auf 200°C vorheizen. Die Kartoffeln in eine Schale oder ein Blech legen und im Backofen backen, bis sie ganz weich sind und ein Messer sie mühelos durchsticht (Original 20 Minuten – das ist aber deutlich zu kurz. Bei mir waren es gut 45 Minuten, obwohl ich relativ kleine Kartoffeln hatte).

Die Kartoffeln herausnehmen und noch heiß pellen, dann mit einem Kartoffelstampfer grob zerdrücken – es sollen noch Stücke bleiben.

Die Butter in einem breiten Topf erhitzen und die Zwiebeln darin glasig dünsten. Das Hackfleisch zugeben und unter dauerndem Rühren etwa 5 Minuten anbraten, bis es gar ist und alle Flüssigkeit verkocht ist, die Masse muss ganz trocken sein. Den Topf vom Herd nehmen und die Kartoffeln zugeben, alles kurz mit dem Kartoffelstampfer durcharbeiten. Sojasauce, Zucker und Pfeffer zugeben, dann die Sahne untermischen, bis sich alles gut verbunden hat – es sollen immer noch grobe Stücke der Kartoffeln erkennbar sein. Die Masse abschmecken (P: noch etwas Salz dazu gegeben).

Die klebrige Masse in 8 Stücke teilen und diese zu flachen Patties in Hamburgergröße formen. Die Patties auf ein Blech legen und unbedeckt für 1 Stunde in den Kühlschrank stellen. Das ist wichtig, damit die Korokke nachher beim Braten nicht auseinanderfallen.

Eine Panierstraße mit 4 Tellern vorbereiten: auf einen Teller Mehl geben, in den nächsten (tiefen) Teller die verschlagenen Eier, in einen dritten Panko. Ein vierter Teller ist für die panierten Patties.

Den Backofen auf 80°C bringen. Eine große Pfanne mit reichlich Öl füllen, es soll mindestens 2,5 cm hoch stehen. Eine flache Schale mit Küchenpapier zum Abtropfen bereit stellen.

Unmittelbar vor dem Panieren das Öl auf 175°C bringen (am besten ein Frittierthermometer verwenden).

Erst jetzt die Patties aus dem Kühlschrank nehmen. Nacheinander erst in dem Mehl wenden, dann in Ei und zuletzt in Panko, diesen etwas andrücken und darauf achten, dass die Kroketten rundum von der Paniermasse umschlossen sind. Die Korokke portionsweise im heißen Öl goldbraun ausbraten, erst wenden, wenn eine Seite goldbraun ist. Die Temperatur des Öls soll während des Frittiervorgangs möglichst gleich bleiben. Die fertigen Kroketten auf dem Küchenpapier abtropfen lassen, dann im Backofen auf einer Platte warm stellen.

Zum Servieren jeweils einen fluffigen Berg knackigen Kohl auf einen Teller häufen und 2 Korokke daneben legen. Mit Tonkatsu-Sauce servieren.

Anmerkung Petra: Die Kroketten haben eine interessante Textur: außen sehr schön knusprig, das Innere ist relativ weich. Der Kohlsalat ergänzt das Gericht prima. Wir hatten noch einen japanischen Tomatensalat dazu.

=====

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Kohlsalat – kyabetsu no sarada
Kategorien: Salat, Gemüse, Kohl, Japan, Dressing
Menge: 2 bis 4 Personen

Zutaten

1 klein. Spitzkohl
H GOMA TARE – SESAM-DRESSING
2 Essl. Kewpie-Mayonnaise; ersatzweise normale Mayo
1 Essl. Japanische Sesampaste; ersatzweise Tahini
1 Essl. Helles oder dunkles Miso; P: Shiro-Miso
1 Essl. Wasser
1-2 Teel. Reisessig
1 Teel. Mirin
2 Essl. Schwarze Sesamsaat, geröstet

Quelle

nach
Jonas Cramby
Japanisch grillen
Erfasst *RK* 04.09.2021 von
Petra Holzapfel

Zubereitung

Den Kohl von den unschönen Blättern befreien und vierteln. Den Stunk herausschneiden und den Kohl in so feine Streifen wie möglich schneiden. Die Streifen in Eiswasser legen, damit er sehr knackig wird. Dann in einer Salatschleuder trocken schleudern. Wenn man ihn nicht gleich verwendet, kann man ihn in einer Gefriertüte im 0°C- Fach bis zum Servieren frischhalten.

Für das Dressing alles Zutaten verrühren, abschmecken.

Zum Servieren häuft man einen fluffigen Berg aus knackigem Spitzkohl auf den Teller und träufelt das Dressing erst unmittelbar vor dem Essen darüber.

Anmerkung Petra: In Japan wird der Kohl oft ungewürzt als Beilage zu Tonkatsu oder Shogayaki auf den Teller gegeben. Mir schmeckt er mit etwas Dressing besser.

Cramby gibt noch etwas Möhre in feinen Streifen und Koriandergrün dazu – meint aber, das sei nicht ganz authentisch, also habe ich es weggelassen.

=====

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Tonkatsu Sauce
Kategorien: Sauce, Japan
Menge: 300 Ml

Zutaten

100 ml Worcestershiresauce
2 Essl. Sojasauce
1 Essl. Mirin
1 Essl. Dunkelbrauner Zucker
3/4 Essl. Reisessig
1 klein. Zwiebel; fein gehackt
4 Datteln; gehackt
1/4 Granny Smith Apfel; geschält und gerieben (P:
-1/2 Idared)
1/2 Teel. Scharfer Senf
1 Prise Knoblauchpulver
1 Prise Pfeffer
100 ml Ketchup

Quelle

nach
Tim Anderson
JapanEasy
Erfasst *RK* 10.01.2019 von
Petra Holzapfel

Zubereitung

Worcestersauce, Sojasauce, Mirin, Zucker, Essig, Zwiebeln, Datteln und Apfel in einem kleinen Topf vermengen, zum Kochen bringen und etwa 10 Minuten köcheln lassen, bis Zwiebel und Datteln sehr weich sind. Den Senf, Knoblauchpulver, Pfeffer und Ketchup unterrühren und die Mischung anschließend im Mixer pürieren, bis sie homogen ist.

Hält sich im Kühlschrank fast unbeschränkt. Passt neben japanischen Gerichten wie Okonomiyaki (etwas süßer halten, mehr Zucker verwenden), Takoyaki, Tonkatsu (etwas säuerlicher halten, mehr Essig, Worcestersauce) und Yakisoba (etwas dünner und würziger halten, mehr Sojasauce, Worcestersauce) auch zu Bratwurst oder einem Specksandwich.

Anmerkung Petra: aromatische süß-säuerliche Sauce, verwendet für Yaki Udon.

=====

*=Affiliate-Link zu Amazon. Wenn darüber bestellt wird, kostet es genausoviel wie sonst auch, allerdings erhalte ich einen kleinen Vermittlungs-Betrag, den ich wieder in neue Kochbücher etc. stecken kann. Für diese Unterstützung herzlichen Dank!

Die Rezepte der Mitreisenden (wird im Laufe des Monats ergänzt):

Wilma von Pane-Bistecca mit Chicken Karaage – frittiertes Huehnerfleisch Japanisch
Wilma von Pane-Bistecca mit Miso Broccolini – Japanisches Gemuese
Sonja von fluffig&hart mit Hähnchen Yakitori
Sonja von fluffig&hart mit Japanischer Milchpudding
Cornelia von SilverTravellers mit Heilbutt Filet à la Miso Glazed Seabass
Ute von Wiesengenuss mit Japanische Küche – Saibling Karaage
Simone von zimtkringel mit Nasu Dengaku – mit Miso glasierte Auberginen
Wilma von Pane-Bistecca mit Nasu Dengaku japanische Miso Auberginen
Kathrina von Küchentraum & Purzelbaum mit Japanische Pfannkuchen – Okonomiyaki
Cornelia von SilverTravellers mit Okonomiyaki – herzhafte japanische Pfannkuchen
Wilma von Pane-Bistecca mit Japanische Gyoza Dumplings
Wilma von Pane-Bistecca mit Spargel und Auberginen Tempura
Petra aka Cascabel von Chili und Ciabatta mit Enten-Gyoza-Hot Pot – Kamo Gyoza Nabe
Simone von zimtkringel mit Miso-Ramen mit Pilzen und Zuckerschoten
Wilma von Pane-Bistecca mit Tamagoyaki – japanische Eierrolle
Britta von Brittas Kochbuch mit Ein paar Gedanken zu Japan
Britta von Brittas Kochbuch mit Champignon-Tofu-Spieße mit Edamamepesto
Tina von Küchenmomente mit Kasutera – Castella Cake
Cornelia von SilverTravellers mit Teriyaki Lachs mit Sesam – einfaches schnelles Gericht aus Japan
Michael von SalzigSüssLecker mit Okonomoiyaki-Puffer mit Tomatensalat und Wasabi-Vinaigrette
Cornelia von SilverTravellers mit Kürbisgemüse auf Japanische Art – Kabocha no Nimono
Volker von Volkermampft mit Gebackene Aubergine mit Sojasauce – ein einfaches japanisches Rezept
Volker von Volkermampft mit Japanische Hackbällchen (Niku-dango) in Süß-Saurer Soße

Caldo de Bolas de Verde – Suppe mit gefüllten Knödeln aus grünen Kochbananen

In meinem ersten Beitrag für die kulinarische Weltreise mit Ziel Ecuador hatte ich aus grünen Kochbananen Chifles gemacht, knusprig frittierte Bananenchips.

Caldo de Bolas de Verde

Die restlichen beiden grünen Kochbananen habe ich für eine Caldo de Bolas de Verde verwendet, eine Suppe mit Knödeln aus Kochbananenteig. Bei Laylita, deren Rezept ich als Vorlage genommen habe, besteht die Füllung aus einer Rindfleischmasse.

Maniok - Yuca

Neben Kochbananen konnte ich bei diesem Rezept auch gleich die mitbestellte Maniokwurzel einsetzen. Yuca- oder Maniokwurzeln sind nur kurze Zeit haltbar, meist kommen sie deshalb gewachst in den Handel. Falls man sie nicht sofort verbraucht, sollte man sie am besten so frisch wie möglich einfrieren, das Fleisch sollte noch ganz weiß sein. Dafür schneidet man die Wurzel in Stücke, schält diese (hilfreich war dieses Video, wobei ich es vorgezogen habe, die Schale nicht in der Hand abzuschneiden!) und friert sie ein. Die gefrorenen Stücke werden dann immer unaufgetaut weiterverarbeitet.

Making of 1

Hier ein paar Arbeitsschritte von der Herstellung der Suppenbasis: gestartet wird mit einem würzigen Refrito, das als Basis für eine Rinderbrühe aus Rinderknochen und Rindfleisch dient. Mit dem Rindfleisch wird auch gleich das Gemüse mitgegart, zum einen die Kochbanane, die man im Anschluss für den Knödelteig benötigt, zum anderen die späteren Suppeneinlagen Yuca, Mais und Kohl.

Making of 2

Links oben die Knödelfüllung aus einem weiteren Refrito, dem zerpflückten, gekochten Rindfleisch, Möhre und Erbsen. Gebunden wird das alles durch etwas Erdnussbutter.

Für den Knödelteig mischt man die vorher gekochte, und pürierte Kochbanane mit roh geriebener Kochbanane und etwas Ei. Dann geht es ans Füllen, es entstehen relativ große Knödel. Diese werden etwa 15 Minuten in der Suppe gegart. Dabei sollte man keinesfalls rühren, um ein Zerfallen der Knödel zu vermeiden.

Aji Costeño

Zur Caldo gehört ein Aji, eine scharfsaure Würzsauce, die zu vielen ecuadorianischen Gerichten serviert wird. Ich habe ein Aji costeño verwendet, das ich in The Latin Road Home* von Jose Garces, Chefkoch und Restaurantbesitzer mit ecuadorianischen Wurzeln gefunden habe. Inzwischen ist hier schon der zweite Ansatz im Anbruch – der erste war blitzschnell verschwunden.

Caldo de Bolas de Verde

Nun wird angerichtet: pro Teller gibt es 1-2 Knödel, etwas Suppe, etwas Yuca, Mais und Kohlblätter.

Caldo de Bolas de Verde

Hier ist der aufgebrochene Knödel samt Füllung zu sehen.

Das Gericht ist natürlich keine schnelle Küche, der Aufwand hat sich aber gelohnt: die Suppe mit ihrer ganz speziellen Würzung hat uns ausgesprochen gut geschmeckt.

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Suppe mit gefüllten Knödeln aus grünen Kochbananen – Caldo de Bolas de Verde
Kategorien: Suppe, Knödel, Gefüllt, Rind, Ecuador
Menge: 4 Portionen

Zutaten

H RINDERBRÜHE
2 Essl. Öl oder Butter
1 Weiße Zwiebel; gewürfelt
6 Knoblauchzehen; zerdrückt
1 Grüne Paprika; klein gewürfelt
2 Teel. Gemahlener Kreuzkümmel
1 Teel. Gemahlene Achiote (Annatto)
2 Essl. Gehacktes Koriandergrün
3/4 Essl. Getrockneter Oregano
2 Teel. Gemahlene Chilis
2,4 Ltr. Wasser
675 Gramm Rinderknochen (P: kurz blanchiert)
450 Gramm Rindernacken; in Stücke geschnitten
1 Grüne Kochbanane; geschält, halbiert
2 Möhren; geschält, halbiert
150 Gramm Yuca (hier 2 große Stücke TK)
1 Frischer Maiskolben (hier vakuumiert, quer in
-etwa 3 cm breite Stücke geschnitten)
4 Kohlblätter; grob geschnitten
H RINDFLEISCHFÜLLUNG
1 Essl. Butter oder Öl
1 klein. Rote Zwiebel; fein gewürfelt
1 Cocktailtomate geschält, entkernt; fein gewürfelt
1 Knoblauchzehe; zerdrückt
1/8 Rote Paprika; fein gewürfelt
1/4 Teel. Gemahlener Kreuzkümmel
1/4 Teel. Gemahlene Achiote (Annatto)
1/2 Essl. Cremige Erdnussbutter
1 Essl. Brühe von oben
2 Essl. TK-Erbsen; aufgetaut (P: in einem Sieb in der
-Brühe)
1/2 Essl. Gehacktes Koriandergrün
Salz
Pfeffer
H FÜR DIE KNÖDEL
1 Rohe grüne Kochbanane; geschält, fein gerieben
1/2 Ei (30 g Ei)
Salz
Pfeffer
H ZUM SERVIEREN
Fein gehacktes Koriandergrün
Limettenschnitze
Aji Hot Sauce (P: Aji costeño)
Gepickelte rote Zwiebeln (cebollas encurtidas)

Quelle

modifiziert nach
Laylita’s Recipes
Erfasst *RK* 04.07.2021 von
Petra Holzapfel

Zubereitung

Ich habe den kompletten Ansatz für die Suppe gemacht, das ist deutlich mehr als benötigt. Vom gekochten Fleisch habe ich dann knapp die Hälfte für die Füllung verwendet, den Rest für ein anderes Rezept. Von den Knödeln habe ich 1/4 Ansatz gemacht, das ergab bei mir 4 große Knödel.

Für die Rinderbrühe: Öl oder Butter in einem großen Topf erhitzen. Ein Refrito für die Brühe machen, d.h. Zwiebeln, Knoblauch, Tomaten, Paprika, Kreuzkümmel, Achiote, Koriandergrün und Oregano im Fett anbraten, mit Salz und Pfeffer würzen.

Das Wasser zugeben, dann die Rinderknochen, die Fleischstücke und die halbierte Kochbanane. Alles zum Kochen bringen, dann die Temperatur reduzieren und 30 Minuten köcheln lassen.

Nun die Yucasatücke zugeben (gefrorene Yuca direkt aus dem Tiefkühler verwenden) und weitere 30 Minuten köcheln lassen, oder so lange, bis das Fleisch weich ist (P: die angegebene Zeit war ok).

Nun die Möhren, den Mais (frischen Mais ganz) und den Kohl zugeben und weitere 15 Minuten köcheln.

Den Topf vom Herd nehmen und etwas abkühlen lassen. Die Knochen aus der Brühe nehmen und entsorgen.

Das Fleisch aus der Brühe nehmen, ebenso die Möhren, den Mais und die Yuca. Die Kochbananen bis zur Weiterverwendung in der Brühe lassen, sie werden sonst zu trocken und sind schwer zu pürieren.

Das Fleisch aus der Brühe nehmen und sehr fein hacken (P: knapp die Hälfte, etwa 150 g verwendet), in eine Schüssel geben. Eine halbe Möhre sehr fein würfeln, zum Fleisch geben.

Die faserigen Teile der Yuca entfernen, die Yuca in mundgerechte Stücke schneiden. Die Kohlblätter gegebenfalls noch etwas kleiner schneiden. Den Maiskolben gegebenenfalls in Stücke schneiden, die restlichen Möhren ebenfalls in mundgerechte Stücke schneiden.

Für die Füllung erneut ein Refrito mchen: Öl oder Butter in einem Topf erhitzen, Zwiebeln, Tomate, Knoblauch, Paprika, Kreuzkümmel und Achiote anbraten, mit Salz würzen. Klein geschnittenes Fleisch und Möhre sowie die Erbsen und Koriandergrün zum Refrito geben. Die Erdnussbutter und 1 El Brühe unterrühren. Falls man Rosinen und hartgekochtes Ei verwendet, auch diese zugeben. Die Füllung gut durchmischen und bis zu Weiterverwendung zur Seite stellen (ergab bei mir etwa 240 g Füllung).

Für die Knödel: die Kochbananen aus der Brühe nehmen und im Food Processor kurz pürieren, es entsteht eine klebrige Masse. Die pürierten Kochbananen sofort mit der roh geriebenen Kochbanane, Ei, Salz und Pfeffer vermischen (Foodprocessor oder von Hand – ich habe von Hand gemischt), ergab bei mir gut 400 g Masse.

Nun mit feuchten oder geölten Händen mittlere oder große Knödel formen: ich habe dafür 1/4 der Kochbananenmasse (etwa 100 g) flachgedrückt und mit etwa 1/4 der zu einem Ball geformten Füllung belegt, die Kochbananenmasse um die Füllung hochziehen. Knödel gut verschließen, damit sie später nicht auseinanderfallen. Mit den angegebenen Mengen ging das gerade eben – etwas weniger Füllung ist einfacher zu verarbeiten. Restliche Füllung kommt dann einfach in die Suppe.

Die Brühe durchsieben (P: habe ich nicht gemacht, uns gefiel sie so) und wieder zum Kochen bringen. Die Hitze reduzieren, die Suppe soll nur noch simmern. Nun die Knödel einlegen und bei schwacher Hitze etwa 15 Minuten garen lassen. Nicht rühren, sonst zerfallen die Knödel!

Mit einem Schaumlöffel die Knödel herausnehmen und auf eine Platte legen.

Das vorbereitete Gemüse (Yuca, Kohl, Maisscheiben und bei mir Möhre) und die restliche Füllung in der Suppe erhitzen. Koriandergrün einrühren.

Jeweils 1 oder 2 Knödel in eine Schale oder einen Suppenteller legen, Brühe mit Yuca, Kohl und Mais dazuschöpfen.

Die Suppe mit Limette, Aji und nach Belieben gepickelten Zwiebeln servieren.

Anmerkung Petra: Die Suppe schmeckt klasse, die Würzung ist ausgezeichnet! Ich habe sie mit Limettenschnitzen und Aji costeño serviert, eine köstliche Kombination.

Die Zubereitung ist ziemlich zeitaufwändig, es lohnt sich aber. Die Knödel sind sehr groß: pro Person 1 Knödel rechnen, bei guten Essern auch 2.

Der Füllung kann man nach Belieben auch noch einige Rosinen oder 1/2 hart gekochtes Ei zufügen, habe ich aber beides weggelassen, da ich nicht so viel Füllung brauchte.

Den Rest der Suppe samt restlichem Knödel habe ich mit mehr Gemüse zu einem Eintopf angereichert (Zucchini, Tomaten, Paprika), war auch prima.

=====

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Aji costeño – scharfe Sauce aus Ecuador
Kategorien: Sauce, Kalt, Beilage, Gemüse, Ecuador
Menge: 1 Ansatz

Zutaten

4 Rote Fresno-Chilis, ersatzweise andere nicht zu
-dünnwandige Chilis (P: Supermarkt-Chilis sowie
-Lemon Drop); entkernt, fein gehackt (P: 50 g)
1/2 Pflaumentomate; fein gehackt (P: 50 g)
1/4 Zwiebel; fein gehackt
2 Frühlingszwiebeln (Weißes und Grünes); fein
-gehackt
2 Essl. Feingehackte glatte Petersilie
2 Essl. Feingehacktes Koriandergrün
2 Essl. Destillierter weißer Essig
2 Essl. Limettensaft; frisch gepresst
1 Essl. Olivenöl
1/2 Teel. Agavensirup
Salz; nach Geschmack

Quelle

nach
José Garces
The Latin Road Home
Savoring the Foods of Ecuador, Spain, Cuba, Mexico and
Peru
Erfasst *RK* 05.07.2021 von
Petra Holzapfel

Zubereitung

Alle Zutaten außer Salz in eine Schüssel geben und gut vermischen. Die Hälfte davon in einen Food Processor geben und pulsierend mixen, die Masse soll noch feinstückig bleiben. Das zerkleinerte Gemüse wieder mit der anderen Hälfte mischen und mit Salz abschmecken. Bis zum Gebrauch kühlen.

Die ist ein pikantes rotes Aji, wie es an der Küste Ecuadors gemacht wird. Für mehr Schärfe die Kerne in den Chilis belassen. Das Aji hält sich in einem gut verschlossenen Gefäß mehrere Wochen im Kühlschrank.

Anmerkung Petra: eine angenehm frische, scharf-säuerliche Sauce, die zu allen möglichen Gerichten gereicht wird. Sie erinnert mich ein wenig an die Vinagrete aus Brasilien.

=====

*=Affiliate-Link zu Amazon. Wenn darüber bestellt wird, kostet es genausoviel wie sonst auch, allerdings erhalte ich einen kleinen Vermittlungs-Betrag, den ich wieder in neue Kochbücher etc. stecken kann. Für diese Unterstützung herzlichen Dank!

Die Rezepte der Mitreisenden (wird im Laufe des Monats ergänzt):

Petra aka Cascabel von Chili und Ciabatta mit Mango-Shrimp-Ceviche mit Avocado und knusprigen Chifles
Kathrina von Küchentraum & Purzelbaum mit Pan de yuca – Käsebrötchen
Britta von Brittas Kochbuch mit Pescado encocado – Fisch in Kokossauce
Petra aka Cascabel von Chili und Ciabatta mit Pan Reventado – aufgerissene Brötchen aus Ecuador
Wilma von Pane-Bistecca mit Llapingachos – gefuellte Kartoffelpuffer aus Ecuador
Ulrike von Küchenlatein mit Chupe de maní – Erdnuss-Suppe
Simone von zimtkringel mit Chaulafan de pollo
Wilma von Pane-Bistecca mit Pescado Encocado – Ecuadorianischer Fisch in Kokosnuss Milch
Susanne von magentratzerl mit Encocado
Petra aka Cascabel von Chili und Ciabatta mit Cremige Quinoasuppe mit Mais und Strohkartoffeln
Wilma von Pane-Bistecca mit Seco de Pollo
Wilma von Pane-Bistecca mit Curtido de Cebolla y Tomate
Susanne von magentratzerl mit Llapingachos con Ají de Maní
Britta von Backmaedchen 1967 mit Flan de Piña-Ananas Flan
Britta von Brittas Kochbuch mit Coctél de Aguacates y Camerones – Avocado-Garnelencocktail
Britta von Brittas Kochbuch mit Bistec de res ecuatoriano – Ecuadorianisches Rindersteak
Britta von Brittas Kochbuch mit Arroz con „Pollo“ vegano – Reis mit „Hühnchen“ vegan
Petra aka Cascabel von Chili und Ciabatta mit Fritada mit Hominy-Erbsen-Salat
Jenny von Jenny is baking mit Espumillas aus Ecuador
Gabi von Langsam kocht besser mit Shrimp-Ceviche
Dirk von low-n-slow mit Kochbananen-Empanadas
Tina von Küchenmomente mit Come y Bebe – Fruchtsalat aus Ecuador
Volker von Volkermampft mit Ecuadorianisches Hähnchen Rezept – Seco de pollo

Teres Major vom Grill mit Fenchel niçoise und knusprigen Ofenkartoffeln

Vor einiger Zeit hatten wir bei Kitchen Impossible mit Lucki Maurer ein uns bis dato unbekanntes Fleischstück vom Rind gesehen: das Metzgerstück aka Teres Major oder Petite Tender. Wohl dem, der dann einen guten Metzger wie unseren Hofmetzger hat, der auch mal Sonderwünsche erfüllt und einem das Teilstück vom gut abgehangenem Bayerwaldox auslöst 😀 Es hat zwar etwas gedauert, aber dann war es soweit:

Matzgerstück vom Grill mit geschmortem Fenchel

Teres Major mit Fenchel niçoise und knusprigen Ofenkartöffelchen

Metzgerstück vom Grill

Hier wurde erste von zweien auf dem Grill zubereitet: was für ein Genuss! Butterzart und doch kräftig vom Geschmack her, klasse 🙂

Teres Major vom Grill

Leider ist immer noch keine warme Wetterperiode in Sicht, gegessen wurde drinnen.

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Teres Major vom Grill mit Fenchel Nicoise
Kategorien: Teres Major, Metzgerstück, Grillen, Fenchel
Menge: 2 Portionen

Zutaten

400 Gramm Teres Major; auch Petit Tender, Metzgerstück
Grobes Salz
H FÜR DIE MARINADE
2 Essl. Olivenöl
Pfeffer; grob geschrotet
1/2 Teel. Zucker
1 Limette: abgeriebene Schale und Saft
20 ml Grappa
Frische Kräuter, grob gehackt (Petersilie,
-Estragon, Schnittlauch, Thymian)
2-3 Knoblauchzehen; grob gehackt
H FÜR DEN FENCHEL
2 groß. Fenchelknollen
2 Essl. Olivenöl
1/8 Ltr. Weißwein
6-8 Knoblauchzehen; ungeschält, die Spitze
-abgeschnitten
Salz
H AUSSERDEM BRAUCHT MAN
1 Fleischthermometer

Quelle

Teres Major: Intuition und Erfahrung
Fenchel: Pannepot (bei Chefkoch)
Erfasst *RK* 03.05.2021 von
Petra Holzapfel

Zubereitung

Bei den Fenchelknollen die Basis nachschneiden. Die äußerste Schale der Knolle entfernen und anderweitig verarbeiten (z.B. Brühe). Die Stängelansätze entfernen und wegwerfen; das junge Grün abschneiden und bei Seite legen. Jede Knolle der Länge nach halbieren. In einem schweren Schmortopf das Öl erhitzen, die Knollen einlegen und bei mittlerer Hitze 15 Minuten schmoren, Schnittfläche unten. Salzen. Umdrehen, weitere 15 Minuten schmoren. Salzen. Wieder zurück auf die Schnittseite drehen, Hitze stark reduzieren, die Knoblauchzehen beifügen, alles mit der Hälfte des Weines ablöschen. Weiter 60 Minuten weiter schmoren, dabei den restlichen Wein in kleinen Portionen angießen.

Unmittelbar vor dem Servieren das Fenchelgrün einrühren. Fenchel und Knoblauch servieren; der Knoblauch wird, wenn man das mag, auf dem Teller aus der Schale herausgedrückt und ergibt ein wunderbar würziges Püree.

Das Fleisch parieren und mit der Marinade 6-8 Stunden im Kühlschrank aufbewahren. Eine Stunde vor Grillbeginn aus der Marinade nehmen, mit grobem Salz bestreuen und offen Raumtemperatur annehmen lassen.

Einen Grill für direktes Grillen über großer Hitze vorbereiten. Den Backofen mit einer Platte auf 70°C vorheizen.

Das Fleisch von jeder Seite 3-4 Minuten bis zur gewünschten Kerntemperatur grillen. Unser Fleisch war medium bei einer KT von 53°C. Für medium rare oder rare, müsste man entsprechend reduzieren; vielleicht auf 51°C.

Fleisch vom Rost nehmen und im vorgeheizten Ofen 15 Minuten ruhen lassen.

Anschließend noch einmal für einige Sekunden auf den Grill geben und in etwa 2 cm dicke Scheiben schneiden.

Anmerkung Helmut vom 02.05.2021:

Ein herrliches Fleisch, saftig und kernig im Geschmack. Zusammen mit den sehr gelungenen Fenchelknollen ein festliches Sonntagsessen. Dazu gab es sehr schöne kleine Ofenkartöffelchen.

=====

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Knusprige Ofenkartoffeln
Kategorien: Beilage, Kartoffel
Menge: 4 Personen

Zutaten

900 Gramm Vorwiegend festkochende Kartoffeln; geeignet als
-Bratkartoffeln, geschält und halbiert
Olivenöl
Salz
Pfeffer

Quelle

nach Food 52
Erfasst *RK* 24.05.2021 von
Petra Holzapfel

Zubereitung

Den Backofen auf 220°C vorheizen.

Die Kartoffeln auf einen Dämpfeinsatz geben und mit wenig Wasser zugedeckt etwa 12-15 Minuten dämpfen, bis sie etwas weich sind.

Die Kartoffeln abgießen und ohne den Dämpfeinsatz wieder in den Topf geben. Den Topf kräftig rütteln, die Kartoffeloberfläche soll etwas rau werden – dadurch werden die Kartoffeln besonders knusprig. Die Kartoffeln mit reichlich Olivenöl beträufeln und leicht salzen. Nochmal durchschütteln, so dass sie gut überzogen sind.

Die Kartoffeln auf ein Blech geben und im vorgeheizten Backofen etwa 35-45 Minuten backen, dabei nach 25 Minuten Backzeit alle 5 Minuten wenden. Am Ende sollen sie goldbraun und knusprig sein.

Anmerkung Petra: schöne knusprige Backkartoffeln. Im Original wird ein Pesto mit Knoblauchrauke dazu serviert, hier waren sie Beilage zu gegrilltem Metzgerstück.

=====

Reis-Zucchini-Gratin mit Hackfleischbällchen und Gorgonzola

Auch nach unserer Rückkehr aus dem Urlaub produzieren die Zucchinipflanzen weiterhin fleißig Früchte.

Reis-Zucchini-Gratin mit Hackbällchen und Gorgonzola

Für dieses Gericht landete etwas davon zusammen mit Möhren in einem Reis-Gratin, das mit Hackbällchen besetzt und einer leichten Mascarpone-Gorgonzola-Sauce übergossen wird. Die Anregung kam wie schon oft von Annemarie Wildeisen. Wie sie habe ich Vollkorn-Reis (hier Vollkorn-Basmati) verwendet. Der hat zwar eine längere Garzeit als weißer Reis, belohnt aber mit einem angenehm nussigen Geschmack.

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Reis-Zucchini-Gratin mit Hackfleischbällchen und Gorgonzola
Kategorien: Gratin, Reis, Gemüse, Hackfleisch, Käse
Menge: 2 Personen

Zutaten

1 Zwiebel; fein gehackt
1 Knoblauchzehe; fein gehackt
1 Essl. Butter
125 Gramm Vollkorn-Basmati; gewaschen
325 ml Gemüsebrühe
250 Gramm Zucchini; in 1 cm großen Würfeln
125 Gramm Möhren; längs geviertelt, in 1 cm Stücke
-geschnitten
3 Essl. Glatte Petersilie; fein gehackt
1 Essl. Olivenöl
Salz
Pfeffer
250 Gramm Gemischtes Hackfleisch
2 Essl. Semmelbrösel
1 Ei
H ZUM ÜBERBACKEN
25 ml Noilly Prat; ersatzweise Weißwein oder Brühe
50 ml Gemüsebrühe
75 Gramm Mascarpone-Gorgonzola

Quelle

modifiziert nach
Annemarie Wildeisen
Kochen 6|2013
Erfasst *RK* 17.09.2020 von
Petra Holzapfel

Zubereitung

Die Butter in einem mittleren Topf erhitzen. Zwiebeln und Knoblauch darin glasig dünsten. 1/3 davon herausnehmen und für die Hackfleischmasse beiseite stellen.

Den Reis zu den Zwiebeln in den Topf geben und kurz mitrösten, bis die Körner mit einem Fettfilm überzogen sind. Die Brühe dazugießen und den Reis etwa 40 Minuten bissfest garen. Am Schluss soll die Brühe ganz aufgenommen sein. Bei Bedarf noch etwas Brühe nachgießen.

Währenddessen in einer beschichteten Bratpfanne das Olivenöl erhitzen. Zuerst die Möhren darin 3-4 Minuten braten, dann die Zucchini zugeben, alles mit Salz und Pfeffer würzen und knapp bissfest braten. Am Schluss die Hälfte der Petersilie untermischen. Beiseitestellen.

Die restliche Petersilie, die beiseitegestellte Zwiebelmischung, das Hackfleisch, das Ei und die Semmelbrösel in eine Schüssel geben. Die Masse mit Salz und Pfeffer würzen und gut verkneten, bis sie bindet. Aus der Masse 12 Bällchen formen, kalt stellen.

Den Backofen auf 220°C vorheizen. Eine Gratinform (26×17 cm) buttern.

Wenn der Reis fetig ist, das Zucchini-Möhrengemüse untermischen. Alles in die vorbereitete Form geben. Die Hackbällchen auf den Reis setzen.

Noilly Prat und Brühe aufkochen. Den Mascarpone-Gorgonzola zugeben und unter Rühren schmelzen lassen. Die Sauce über Hackbällchen udn Reis gießen.

Das Gratin im heißen Backofen auf mittlerer Schiene etwa 20-25 Minuten überbacken.

Anmerkung Petra: schmeckt prima! Der Vollkorn-Basmati ist schön nussig. Das Gericht lässt sich aber auch mit weißem Reis machen, dann aber die Garzeit verkürzen!

=====

Gegrillte Zucchini mit Mandel-Salsa und ein Tandoori-Steak mit Limetten-Mayo-Dip

Die Anregung für das letzte #freitagskochtdermann-Essen fand Helmut im aktuellen Heft der Beef! Aus einem Artikel über einen orientalischen BBQ-Abend hatte er sich gleich vier Rezepte ausgesucht: ein Steak mit Tandoori-Marinade, einen Limetten-Mayo-Dip, gegrillte Zucchinischeiben mit Petersilien-Mandel-Salsa und einen geflämmten Paprikasalat.

Gegrillte Zucchini mit Petersilien-Mandel-Salsa

Um es vorweg zu nehmen: der Star der Abend war für uns nicht das Steak, sondern die gegrillten Zucchini mit dem süß-würzigen Mandel-Dip – große Klasse!

Tandoori-Steak mit Limetten-Mayo-Dip

Das Steak (erstanden im neuen Stoi-Shop von Lucki Maurer in Schergengrub) musste sich aber nicht verstecken: der Gargrad war für uns perfekt, das Fleisch zerging auf der Zunge. Der Limetten-Mayo-Dip passte zu Fleisch und zu Zucchini gleichermaßen.

Collage

Vorbereitungen: Fleisch mit Marinade und auf dem Grill, Zucchinischeiben nach dem ersten Wenden. Das Brot war übrigens ein Khubz (Pita), was Helmut nach dem Auftauen nochmal kurz auf den Grill gelegt hat.

Übersicht

Der auf den Fotos auch zu sehende geflämmte Paprikasalat gefiel uns zwar von der Konsistenz her (die Paprika werden mit dem Lötbrenner so stark abgeflämmt, dass die Haut komplett schwarz ist. Die lässt sich dann leicht abkratzen, die Paprika behält aber anders als im Backofen ihren knackigen Biss), das Dressing empfanden wir beide aber als unharmonisch und verbesserbar, deshalb gibt es dafür kein Rezept.

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Gegrillte Zucchini mit Petersilien-Mandel-Salsa
Kategorien: Grill, Gemüse, Salsa, Mandel
Menge: 2 Portionen

Zutaten

2 mittl. Zucchini à etwa 250 g
Pflanzenöl für den Grill
Salz
H SALSA
1/2 Bund Petersilie; grob gehackt
1 Knoblauchzehe; grob gehackt
25 Gramm Mandeln; grob gehackt
75 ml Olivenöl
1/2 Essl. Dijon-Senf
1 Essl. Honig
1 Spritzer Zitronensaft
Pfeffer
Salz

Quelle

modifiziert nach
Beef! Heft 4/2020
Erfasst *RK* 21.07.2020 von
Petra Holzapfel

Zubereitung

Den Grill für direktes Grillen über heißer Glut vorbereiten.

Die Zucchini der Länge nach in 1 cm dicke Scheiben schneiden (am Besten auf der Maschine), salzen und 5 Minuten ruhen lassen.

In der Zwischenzeit Petersilie, Knoblauch und Mandeln in den Mixer geben und nicht zu fein mixen, dabei das Öl einfließen lassen.

Nun die Mandel-Salsa in eine Schüssel geben, Honig und Senf unterrühren und mit Pfeffer und Salz abschmecken.

Den Grill einölen. Zucchinischeiben trockentupfen und mit Öl bestreichen. Die Scheiben direkt über sehr heißer Glut ohne Deckel auf jeder Seite 3-5 Minuten grillen.

Die Zucchinischeiben auf eine Servierplatte geben, die Salsa darüber verteilen.

Anmerkung Helmut:

Die Zucchini gab es zu gegrilltem Steak in Tandoori-Marinade mit Limetten-Mayo-Dip, aber der Star des Essens waren unzweifelhaft die Zucchini. Das geschmackliche Zusammenwirken von Mandeln und süßem Honig einerseits, und Senf und Knoblauch andererseits erzeugen ein wunderbares Geschmackserlebnis.

Als Beilage kann ich mir die Zucchini zu allen Fleisch- Grillgerichten vorstellen.

=====

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Steak in Tandoori-Paste mit Limetten-Mayo-Dip
Kategorien: Grill, Fleisch, Rind, Indien
Menge: 2 Personen

Zutaten

1 Rib-Eye-Steak à 300 g
H TANDOORI-PASTE
1/2 Teel. Kreuzkümmelsamen
1 Teel. Koriandersamen
1/4 Zimtstange
1 Gewürznelke
1/4 Teel. Schwarze Pfefferkörner
Salz
1/2 Essl. Brauner Zucker
1/2 Zwiebel
1 Knoblauchzehe
10 Gramm Frischer Ingwer; gerieben
1/2 Essl. Limettensaft
40 Gramm Joghurt
1/2 Essl. Süßes Paprikapulver
1/2 Teel. Kurkuma
H DIP
1 Essl. Mayonnaise
1 Essl. Joghurt
1 Frühlingszwiebel; in feine Ringe geschnitten
1 Limette: Saft
1/2 Teel. Chiliflocken
2 Stiele Minze; Blätter abgezupft
Salz

Quelle

modifiziert nach
Beef! Heft 4/2020
Erfasst *RK* 21.07.2020 von
Petra Holzapfel

Zubereitung

Kreuzkümmel, Koriander, Zimt, Nelke, Pfeffer, Zucker und Salz im Mörser fein verreiben. Zwiebel würfeln, Knoblauch fein schneiden und Ingwer dazugeben, zu einer Paste verreiben. Limettensaft dazugeben, Joghurt, Paprikapulver und Kurkuma dazu und alles gut verrühren. Das Steak damit einreiben und in einem Gefrierbeutel über Nacht im Kühlschrank marinieren.

Am nächsten Tag den Grill für direktes Grillen über heißer Glut vorbereiten.

Die Marinade vom Steak abstreifen und das Fleisch von jeder Seite 3 Minuten grillen (Kerntemperatur 54°C, medium rare), dann vom Grill nehmen und 15 Minuten offen ruhen lassen.

In der Zwischenzeit (oder schon vorher) alle Zutaten für den Dip zusammenrühren, nur die Minzeblätter zurückbehalten. Sie werden erst unmittelbar vor dem Servieren grob geschnitten und untergehoben.

Unmittelbar vor dem Essen das inzwischen abgekühlte Fleisch auf jeder Seite noch einmal 30 Sekunden auf den heißen Grill legen und dann sofort aufschneiden und servieren.

Anmerkung Petra: saftiges Fleisch, perfekter Gargrad. Der Dip ist sehr lecker, auch in Verbindung mit den dazu servierten gegrillten Zucchini mit Petersilien-Mandel-Salsa.

=====

Pyttipanna mit eingelegten roten Beten

Am Wochenende stand ein weiteres schwedisches Gericht für die kulinarische Weltreise von volkermampft auf dem Tisch. Pyttipanna oder auch Pytt i panna („winzig in der Pfanne“) ist ein echtes Resteessen, bei dem neben Kartoffeln Braten- oder Wurstreste Verwendung finden. Dazu gesellt sich ein Spiegelei (oder auch ein rohes Eigelb) sowie eingelegte rote Bete. Wichtig ist es, alle Zutaten gleichmäßig klein zu würfeln.

In Schweden gibt es Pyttipanna als Fertiggericht, doch viel besser schmeckt es natürlich selbst gemacht 🙂

Pyttipanna

Ich habe zuerst in einer Pfanne die rohen Kartoffelwürfelchen angebraten, dann in einer zweiten Zwiebeln, Speck und das Fleisch (bei mir Reste von der Hohen Rippe) und etwas selbst geräucherten Speck. Beides kommt dann in einer Pfanne zusammen, in der anderen brät man die Spiegeleier.

Hier gab es Scheiben von roten Beten dazu, die ich gerade wieder frisch eingelegt habe. Das Rezept für Pickled Baked Beets existiert zwar schon seit 2007 im Blog, ich setze es jetzt aber nochmal angepasst hier herein.

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Pyttipanna
Kategorien: Resteverwertung, Kartoffel, Fleisch, Schweden
Menge: 2 Personen

Zutaten

500 Gramm Festkochende Kartoffeln
Butter; zum Anbraten
Öl; zum Anbraten
1 Zwiebel; gewürfelt
150-250 Gramm Bratenreste; Wurst geht auch
50 Gramm Durchwachsener Speck; nach Belieben, gewürfelt
Salz
Pfeffer
2 Eier
Eingelegte rote Bete
Gehackte Petersilie; zum Bestreuen

Quelle

eigene Variante
nach diversen Rezepten im Netz
Erfasst *RK* 20.07.2020 von
Petra Holzapfel

Zubereitung

Die Kartoffeln schälen, in 1 cm dicke Scheiben schneiden (geht am besten mit der Aufschnittmaschine), diese dann in 1 cm breite Streifen und anschließend in Würfel schneiden. Die Kartoffeln in kaltes Wasser legen, um überschüssige Stärke zu entfernen, dann in einem Sieb abtropfen lassen.

Die Bratenreste ebenfalls in Würfel von 1 cm Kantenlänge schneiden.

In einer großen schweren Pfanne zu gleichen Teilen Butter und Öl erhitzen und die Kartoffeln darin unter gelegentlichem Wenden in etwa 20 Minuten rundum braun braten.

In einer zweiten Pfanne die Zwiebeln anbraten, dann den Speck dazugeben und knusprig ausbraten. Zum Schluss die Bratenreste zugeben und anbraten. Den Pfanneninhalt nun zu den gebratenen Kartoffeln geben und noch etwas weiterbraten, dabei salzen und pfeffern.

In der jetzt leeren Pfanne etwas Butter erhitzen und die Eier als Spiegeleier braten, mit Salz würzen.

Pyttipanna auf Teller verteilen, mit etwas gehackter Petersilie bestreuen. Das Spiegelei dazu setzen und einige rote Bete-Scheiben dazulegen.

Anmerkung Petra: sehr leckere Kartoffelpfanne, hier gemacht mit Resten von der Hohen Rippe. Dazu gab’s meine eingelegten Roten Bete.

=====

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Eingelegte Rote Bete mit Zwiebeln und Ingwer
Kategorien: Einlegen, Gemüse
Menge: 2 Gläser à 1 l

Zutaten

1 kg Rote Bete; gerne kleinere Exemplare
30 Gramm Frischer Ingwer; geschält, in dünnen Scheiben
200 Gramm Zwiebeln; geschält, in Streifen
500 ml Wasser
250 ml Weinessig
1 Essl. Salz
2 Essl. Zucker

Quelle

modifiziert nach
essen & trinken
Einmachen
Erfasst *RK* 20.07.2020 von
Petra Holzapfel

Zubereitung

Rote Bete waschen, gegebenenfalls vorhandene Blätter abbrechen.

Rote Bete einzeln in Alufolie wickeln und im vorgeheizten Backofen bei 200°C so lange backen, bis sie weich sind (Messerprobe), das dauert je nach Größe 1 1/2-2 Stunden.

Die Bete aus der Folie wickeln und die Schale unter fließendem Wasser abpellen. Bete in etwa 1 cm dicke Scheiben schneiden, größere Scheiben halbieren.

Die Scheiben abwechselnd mit Zwiebelringen und Ingwer in zwei saubere Bügelgläser schichten.

Das Wasser mit Weinessig, Salz und Zucker aufkochen, heiß über die roten Bete gießen. Die Gläser verschließen, mindestens 2 Tage durchziehen lassen.

Im Kühlschrank halten sich die roten Bete mindestens 3 Monate.

Anmerkung Petra: Prima! Im Original werden die roten Bete in Wasser gekocht – ich mag sie lieber gebacken. Sehr gute Haltbarkeit!

=====

Die Rezepte der Mitreisenden (wird im Laufe des Monats ergänzt):

Conny von Mein wunderbares Chaos mit Weißer Kladdkaka – schwedischer Schokokuchen
Wilma von Pane-Bistecca mit Kroppkakor – Schwedische Kartoffelkloesse
Ulrike von Küchenlatein mit Hasselnötskaka med kaffe – Haselnusskuchen mit Kaffee
Britta von Brittas Kochbuch mit Svenks Sommarsoppa – Schwedische Sommersuppe
Ronald von Fränkische Tapas mit Schwedischer Heringssalat
Petra aka Cascabel von Chili und Ciabatta mit Sockerkringlor mit Zitronenfüllung
Wilma von Pane-Bistecca mit Svenska Koettbullar – Schwedische Hackfleischbaellchen
Carina von Coffee2Stay mit Kärleksmums
Carina von Coffee2Stay mit Fläskfile med banan – Schweinefilet mit Banane
Ulrike von Küchenlatein mit Citrondrömmar – Zitronentraum
Henrike von EinfachSchweden mit Flygande Jakob
Sonja von fluffig & hart mit Mandeltårta – Schwedische Mandeltorte mit Johannisbeeren
Ulrike von küchenlatein mit Pilzsuppe mit Äpfeln und Thymian
Tanja von Tanjas bunte Welt mit Raggmunk – schwedische Kartoffelpfannkuchen
Ulrike von Küchenlatein mit Stachelbeerkuchen mit Mandel – Krusbärspaj med mandel
Conny von food for the soul mit Kanelbullar – schwedische Zimtschnecken
Britta von Brittas Kochbuch mit Krispig Blåbärpaj – Knusperblaubeerkuchen
Petra aka Cascabel von Chili und Ciabatta mit Wallenbergare mit Sommerkohl und Kartoffelstampf
Simone von zimtkringel mit Janssons frestelse – Janssons Versuchung
Ute von wiesengenuss mit KÅLDOLME – mit Moosbeeren
Henrike von EinfachSchweden mit Saftiger Zimtschnecken-Rührkuchen – Kanelbullesockerkaka
Susanne von magentratzerl mit Erbsen-Kartoffelknödel mit Specktopping
Sus von CorumBlog 2.0 mit Hallongrottor – Himbeertörtchen
Britta von Brittas Kochbuch mit Knäckebröd – Knäckebrot
Katja von Kaffeebohne mit Sommersalat