Heidelbeer-Frischkäse-Crostata

In der Ottolenghi-Kolumne im Guardian hatte ich im Sommer eine Frischkäse-Heidelbeer-Crostata entdeckt.

Heidelbeer-Frischkäse-Crostata

Die gab es am Wochenende zum Abbau der Tiefkühl-Beerenvorräte mit selbst gesammelten Wald-Heidelbeeren. Der Aufbau ist ganz einfach: auf den dünn ausgerollten Boden kommt eine Schicht Frischkäsecreme, darauf die mit etwas Puderzucker gemischten Heidelbeeren. Ottolenghi verwendet nur die Hälfte der Beeren auf dem Kuchen und serviert den Rest als Beilage dazu – mir gefällt der Kuchen mit mehr Belag aber besser. Die Frischkäsecreme wird bei Ottolenghi mit Limettenschale und -saft aromatisiert. Ich habe stattdessen Bitterorangenschale und -saft verwendet, ebenfalls Vorratsware aus dem Tiefkühler.

Ganz wunderbar ist der knusprig-blättrige Boden – sehr empfehlenswert!

Making of

Hier einige Fotos von der Herstellung. Deutlich sind im gefalteten Teig links oben die „Butterinseln“ sichtbar, die nachher für die spezielle „Flakiness“ sorgen. Schon beim Ausrollen hat mir meine Alu-Tortenunterlage* gute Dienste als Muster geleistet, da sie genau die geforderten 32 cm Durchmesser hat. Besonders hilfreich ist sie dann aber beim Transport des gefüllten Teiges in den Kühlschrank und anschließend auf das Backblech.

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Heidelbeer-Frischkäse-Crostata
Kategorien: Kuchen, Dessert, Früchte, Käse, Italien
Menge: 8 Stück

Zutaten

H TEIG
100 Gramm Weizenmehl Type 405
50 Gramm Vollkornweizenmehl
30 Gramm Puderzucker
1/4 Teel. Salz
145 Gramm Kalte Butter; in Würfelchen von 1 1/2 cm
50-65 ml Eiskaltes Wasser (Original 65 ml)
H FRISCHKÄSEFÜLLUNG
200 Gramm Doppelrahmfrischkäse; Raumtemperatur
50 Gramm Puderzucker
2 Teel. Speisestärke
2 Unbehandelte Limetten: abgeriebene Schale und 1
-El Saft (P: 20 g Bitterorangenschale in
-Bitterorangensaft)
1/2 Teel. Vanilleextrakt
H HEIDELBEEREN
200 Gramm Heidelbeeren (P: hier TK-Waldheidelbeeren,
-angetaut)
20 Gramm Puderzucker
H SOWIE
1 Eigelb; zum Bestreichen
Puderzucker; zum Bestreuen

Quelle

modifiziert nach Yotam Ottolenghi im Telegraph
Erfasst *RK* 12.10.2020 von
Petra Holzapfel

Zubereitung

Die TK-Heidelbeeren in einer Schüssel mit dem Puderzucker vermischen. Während sie antauen, immer mal wieder mit einer Gabel durchrühren und dabei einen Teil der Beeren zerdrücken.

Für den Teig beide Mehle in einer Schüssel mit Puderzucker und Salz mischen. Nun die Butterwürfelchen zugeben und mit den Händen durch Zerdrücken ins Mehl einarbeiten, dabei sollen deutliche Butterinseln erhalten bleiben. Das kalte Wasser zugeben und alles mit den Händen zu einem groben Teig zusammendrücken.

Den Teig auf die gut bemehlte Arbeitsfläche geben und auf etwa 30×20 cm ausrollen. Den Teig von beiden kurzen Seiten in die Mitte falten, mit dem Wellholz zum Andrücken darüberfahren, um 90° drehen und erneut auf 30×20 cm ausrollen. Die Enden nochmals wie vorher in die Mitte falten, etwas ausrollen, dann den Teig mittig zusammenfalten und nochmal zusammenfalten, so dass man am Ende ungefähr ein Quadrat erhält. Dieses in Klarsichtfolie wickeln und mindestens 30 Minuten in den Kühlschrank legen.

Währenddessen die Frischkäsemasse zubereiten: In einer Schüssel den Frischkäse mit Puderzucker, Speisestärke, Limettenschale und -saft (P: Bitterorangenschale in Saft) und Vanilleextrakt glattrühren.

Ein Backpapier in Backblechgröße bereitlegen.

Auf einer gut bemehlten Arbeitsfläche den Teig auf einen Durchmesser von etwa 32 cm ausrollen (P: entspricht der Größe meiner Alu- Tortenunterlage). Das Backpapier unter den ausgerollten Teig schieben, die Tortenunterlage unter das Backpapier schieben. Das Backpapier an den Seiten etwas kleiner schneiden, so dass nicht allzuviel übersteht.

Nun die Frischkäsemasse gleichmäßig auf dem Teig verteilen, dabei einen Rand von etwa 1 cm frei lassen. Darauf kommen die Heidelbeeren*, die Verteilung darf etwas unregelmäßig sein. Jetzt den Rand mit einem Messer im Abstand von etwa 8 cm 12 mal etwa 2 cm tief einschneiden. Einen Abschnitt nehmen und nach innen über die Füllung klappen, den nächsten anschließen, die Naht etwas andrücken. So fortfahren, bis der gesamte Rand nach innen geklappt ist. Die Crostata jetzt nochmal für 30 Minuten in den Kühlschrank stellen (P: ich habe sie mitsamt der Tortenunterlage 20 Minuten eingefroren).

Den Backofen auf 230°C vorheizen.

Die Crostata aus der Kälte holen und mitsamt dem Backpapier auf ein Backblech gleiten lassen. Den Rand mit dem verquirlten Eigelb bestreichen und die Crostata für 10 Minuten in den Backofen schieben. Dann die Temperatur auf 180°C reduzieren und weitere 25 Minuten backen.

Den Kuchen aus dem Ofen holen und mitsamt dem Backpapier auf einem Rost mindestens 30 Minuten abkühlen lassen. Vor dem Servieren den Kuchen mit Puderzucker bestäuben.

Anmerkung Petra: Sehr schöne Crostata! Der Boden ist wunderbar blättrig (flaky), der Belag nicht sehr süß – geht so auch gut als Dessert.

*Ottolenghi verteilt nur die Hälfte der Beeren auf dem Frischkäse und serviert den Rest erst zum fertigen Kuchen dazu. Mir gefällt es mit mehr Beeren auf dem Boden besser. Ich habe die Faltung des Teiges etwas anders gemacht als Ottolenghi, man muss da nicht besonders exakt arbeiten.

Die Crostata aus der Kälte holen und mitsamt dem Backpapier auf ein Backblech gleiten lassen. Den Rand mit dem verquirlten Eigelb bestreichen und die Crostata für 10 Minuten in den Backofen schieben. Dann die Temperatur auf 180°C reduzieren und weitere 25 Minuten backen.

Den Kuchen aus dem Ofen holen und mitsamt dem Backpapier auf einem Rost mindestens 30 Minuten abkühlen lassen. Vor dem Servieren den Kuchen mit Puderzucker bestäuben.

Anmerkung Petra: Sehr schöne Crostata! Der Boden ist wunderbar blättrig (flaky), der Belag nicht sehr süß – geht so auch gut als Dessert.

*Ottolenghi verteilt nur die Hälfte der Beeren auf dem Frischkäse und serviert den Rest erst zum fertigen Kuchen dazu. Mir gefällt es mit mehr Beeren auf dem Boden besser. Ich habe die Faltung des Teiges etwas anders gemacht als Ottolenghi, man muss da nicht besonders exakt arbeiten – Hauptsache, die Butterinseln bleiben erhalten.

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Apfel-Sandkuchen nach Lafer

Dieser Apfelkuchen nach Johann Lafer steht hier seit 2014 fast jedes Jahr einmal auf dem Tisch. Höchste Zeit, ihn endlich auch so im Blog zu verewigen, wie ich ihn backe.  Gefunden habe ich das Rezept damals bei From Snuggs Kitchen und auch gleich ausprobiert. Tochter Kathi habe ich dann davon vorgeschwärmt und sie ist sofort auf den Zug aufgesprungen 🙂

Apfel-Sandkuchen

Der saftige Kuchen besteht aus einem sehr dünnen, sandigen Mürbteigboden und einem saftig-flaumigen Rührteig – eine geniale Kombination, die ich so noch nirgends verwendet habe.

Darauf kommen Apfelviertel (bei mir gerne die eigenen Äpfel vom Geheimrat Oldenburg, die gerade reif werden) und ein Zimt-Zucker-Gemisch. Einen Belag aus Zwetschgen könnte ich mir übrigens auch sehr gut darauf vorstellen! Ich streue immer noch gerne Mandeln darüber: das können Mandelstifte, aber auch Mandelblättchen sein.

Apfelsandkuchen

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Lafers Apfel-Sandkuchen (Petra)
Kategorien: Kuchen, Früchte, Klein
Menge: 1 Kuchen

Zutaten

H MÜRBETEIG
80 Gramm Weiche Butter
30 Gramm Puderzucker
1 Teel. Zimtpulver
150 Gramm Weizenmehl Type 405
H SANDMASSE
150 Gramm Weiche Butter
1/2 Zitrone: abgeriebene Schale
150 Gramm Zucker
2 Eier; getrennt
1 Prise Salz
150 Gramm Weizenmehl Type 405
1 Teel. Backpulver
H BELAG
4-5 Äpfel (P: 4 Stück Geheimrat Oldenburg)
25 Gramm Zerlassene Butter
2 Essl. Zucker gemischt mit
1/2 Teel. Zimt
1 Handvoll Mandelstifte oder Mandelblättchen
Etwas Puderzucker; zum Bestäuben

Quelle

modifiziert nach
Lafer
Das große Backen via
From Snuggs kitchen
Erfasst *RK* 03.10.2020 von
Petra Holzapfel

Zubereitung

Den Backofen auf 180°C Ober-Unterhitze vorheizen. Eine Brownieform (20×20 cm) mit herausnehmbarem Boden mit Backpapier auslegen (Original: eine Springform Ø 20cm oder eine Brownieform 28x18cm).

Für den Mürbeteig Butter und Puderzucker mit dem Knethaken vermischen. Dann Zimt und Mehl zugeben und unterkneten. Den bröseligen Teig nun mit den Händen durchkneten, in die Form geben und gleichmäßig fest drücken. Die Form in den Kühlschrank stellen.

Die Äpfel schälen, vierteln, das Kerngehäuse entfernen. Die Oberseite mehrmals quer mit einem Messer fein einschneiden.

Für die Sandmasse die Eier trennen. Die Butter mit dem Zucker und Zitronenschale schaumig schlagen, dann die Eigelbe nacheinander unterrühren. Mehl und Backpulver vermengen und auf die Masse sieben, unterrühren. Das Eiweiß mit einer Prise Salz aufschlagen. Ein Drittel des Eischnees per Hand unterrühren, den Rest vorsichtig unterheben. Die Form aus dem Kühlschrank holen und die Sandmasse auf dem Mürbeteigboden verteilen.

Die Äpfel nun gleichmässig in die Sandmasse drücken. Die Äpfel mit der zerlassenen Butter bepinseln. Den Kuchen mit den Mandelstiften und dem Zimt-Zuckergemisch bestreuen.

Den Kuchen in den Ofen schieben und etwa 50-55 Minuten backen (Stäbchenprobe), bis er goldbraun ist. Den Kuchen etwas abkühlen lassen, dann aus der Form holen. Auf einem Gitter komplett auskühlen lassen.

Anmerkung Petra: Ausgezeichnet, absoluter Lieblingskuchen! Die Kombination aus sehr dünnen, sandigen Mürbteigboden und einem saftigflaumigen Rührteig ist genial. Ich setze jeweils 4 Apfelviertel in 4 Reihen untereinander, bei der letzten werden die Äpfelviertel etwas gekürzt. Bei meiner quadratischen Form schneide ich den Kuchen in 8-12 Stücke.

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Zirmer-Torte und eine Sauerkirsch-Cassis-Konfitüre

Vor Jahren habe ich bei Magdi die Zirmer-Torte entdeckt – bei ihr besteht die Torte aus einem saftigen, mehlfreien Schoko-Nuss-Biskuit und einer Füllung aus Sauerkirschkonfitüre, bestrichen wird sie mit Sahne und mit Schokoladenraspeln bestreut. Im Original wird der nicht durchgeschnittene Boden einfach mit etwas Kirschkonfitüre bestrichen, dauf kommen Sauerkirschen aus dem Glas, darüber die Sahne.

Zirmer Torte
Für eine Variante habe ich nun einige selbst gemachten Amarenakischen mit etwas von meiner Sauerkirsch-Heidelbeer-Cassis-Konfitüre (s. Rezept unten) verrührt als Füllung verwendet – auch nicht gerade schlecht 😉

Making of

Der Boden eignet sich wunderbar als Verwendungsmöglichkeit für überschüssiges Eiweiß. Ich habe 9 Stück hineingepackt und die Haselnüsse dafür geröstet. Man kann ihn hervorragend schon geschnitten mit einem Backpapier als Trennblatt einfrieren. Er taut bei Bedarf schnell auf und ist fix fertig gestellt.

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Zirmer-Torte mit einer Variante
Kategorien: Kuchen, Südtirol
Menge: 1 Kuchen

Zutaten

8-9 Eiweiße
180 Gramm Zucker
180 Gramm Geriebene geröstete Haselnüsse
40 Gramm Geriebene Schokolade
1 Messersp. Zimt
1 Messersp. Nelkenpulver
1/2 Bio-Zitrone: abgeriebene Schale
1 Glas Sauerkischkonfitüre (P: etwa 250 g)*
250 Gramm Sahne
1 Sahnesteif
1 Teel. Vanillezucker
H DEKORATION
Schokolade (P: Lindt 50%); mit em Sparschäler
-geraspelt

Quelle

modifiziert nach
Täglich Freude am kochen
Erfasst *RK* 18.08.2020 von
Petra Holzapfel

Zubereitung

Den Backofen auf 190°C Ober- und Unterhitze vorheizen. Den Boden einer Springform (26 cm Durchmesser) mit Backpapier belegen.

Die Eiweiße in der Küchenmaschine zu Schnee schlagen, dabei den Zucker einrieseln lassen. Haselnüsse, Schokolade, Zimt, Nelkenpulver und Zitronenschale vorsichtig unterheben.

Die Masse gleichmäßig in die Form verteilen und diese auf den untersten Rost des Backofens stellen.

Den Kuchen etwa 35 Minuten backen, herausnehmen, die Form umgedreht auf ein Kuchengitter stellen und in der Form abkühlen lassen.

Den Tortenboden aus der Form nehmen und einmal horizontal durchschneiden. Eine Hälfte mit Sauerkirschkonfitüre bestreichen, die andere Hälfte wieder daraufsetzen.

Die Sahne mit dem Sahnesteif und dem Vanillezucker steif schlagen. Decke und Rand mit der Sahne bestreichen. Mit dem Sparschäler Späene von der Schokolade reiben und den Kuchen damit bestreuen.

Bis zum Servieren kalt stellen.

Anmerkung Petra: prima Eiweiß-Verwertung. Kuchen sehr lecker! Den Boden kann man gut schon halbiert mit Trennblatt aus Backpapier eingefrieren, er taut dann in kurzer Zeit auf.

Variante: Für die Füllung habe ich auch schon 100 g halbierte selbst gemachte Amarenakirschen und 150 g Sauerkirsch- Cassis-Konfitüre mit 1 El Amarena-Saft glatt gerührt.

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========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Sauerkirsch-Cassis-Konfitüre
Kategorien: Einmachen, Konfitüre
Menge: 1 Ansatz

Zutaten

900 Gramm TK-Sauerkirschen
100 Gramm Cassis, Schwarz-Johannisbeer-Likör
1 Vanilleschote, halbiert, ausgekratzt
1 kg Gelierzucker 1 plus 1

Quelle

modifiziert nach Dr. Oetker
Erfasst *RK* 28.01.2015 von
Petra Holzapfel

Zubereitung

Sauerkirschen, Cassis, Vanilleschote und -mark mit dem Gelierzucker in einen großen Topf geben und auftauen lassen, dabei immer mal wieder umrühren. Wenn die Früchte aufgetaut sind und Saft gezogen haben, die Vanilleschoten kurz entfernen und die Masse mit dem Mixstab pürieren. Die Vanilleschoten wieder zugeben.

Den Topfinhalt zum Kochen bringen und mindestens 3 Minuten sprudeln kochen (Gelierprobe). Sofort in Gläser füllen (Vanilleschoten nach Belieben entfernen) und Gläser für 5 Minuten auf den Kopf stellen.

Anmerkung Petra: schön säuerlich-fruchtig, sehr lecker!

Januar 2020: 680 g Sauerkirschen, 220 g Heidelbeeren (zum Auffüllen), 100 g Cassis

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Nachgebacken: Kärleksmums, ein schwedischer Schokoladen-Kaffeekuchen mit Kokosflocken

Es geht in Runde 2 von Koch mein Rezept, angestoßen von volkermampft. Diesmal wurde mir Carina von Coffee2stay zugelost, aus deren Blog ich mir ein Rezept zum Nachkochen oder Nachbacken aussuchen darf.

Coffee2stay war anfangs gar nicht als Food- oder Rezeptblog angelegt. Carina erzählt in ihren Blogbeiträgen kleine Geschichten, die jeweils eine Tasse Kaffee lang sind. So erfährt man schnell etwas über ihre breit gefächerten Interessen: sie ist sportlich und läuft Halbmarathon, gehört einem Schützenverein an (Luftpistole), singt, schreibt Rezensionen und reist leidenschaftlich gerne. Von daher erklärt sich auch wieder ihre Begeisterung für die kulinarische Weltreise. Momentan muss man sich schon etwas durch die Beiträge clicken, um die Rezepte herauszupicken. Aber Carina plant einen Umzug auf eine eigene Domain und will sie dann besser herausstellen.

Mir war im letzten Monat bei der Schweden-Runde schon ihr Kärleksmums (sprich „Schärlecksmumms“) aufgefallen, schokoladige Schnitten mit einer Kaffeeganache und Kokosflocken, die zur Fika, der schwedischen Kaffeepause gereicht werden.

Kärleksmums

Koch mein Rezept gab den Anstoß, mich gleich ans Nachbacken zu machen. Das passte auch perfekt, weil gerade der Kaffee und Schokolade liebende Sohn für ein paar Tage auf Heimatbesuch war. Meine Änderungen: ich habe der Ganache für noch mehr Kaffeearoma zusätzlich eine Portion lösliches Espressopulver spendiert und ich habe den Zucker reduziert. Wer gerne süß ist, kann aber gut bei der Originalmenge bleiben.

Kaerleksmums

Der Kuchen ist schnell und völlig problemlos zu machen. Die kleinen fluffigen Schokoschnitten kamen bei meinen Männer ausgesprochen gut an und durften uns sogar bei einer Wanderung begleiten.

Blogger Aktion "Koch mein Rezept - der große Rezepttausch" von @volkermampft

Carina hat bei sich die Zubereitung für den Thermomix angegeben. Da ich nur das Uraltmodell aus den 80er Jahren besitze, habe ich ganz klassisch mit dem Handrührer gearbeitet – ich habe meine Vorgehensweise im Rezept dokumentiert.

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Kärleksmums – Schokoladenkuchen mit Kaffee-Ganache und Kokosflocken
Kategorien: Kuchen, Kaffee, Schweden
Menge: 24 Stücke

Zutaten

285 Gramm Weizenmehl
4 Essl. Backkakao
2 Teel. Weinstein-Backpulver
1/2 Teel. Salz
145 Gramm Butter; zerlassen
2 Eier
198 Gramm Brauner Zucker (P: 150 g)
160 Gramm Milch
1 Teel. Vanilleextrakt
H KAFFEEGANACHE
125 Gramm Crème double
1 Essl. Espresso
1 Portion Löslicher Espresso
100 Gramm Zartbitterschokolade (P: Lindt 70% mild)
30 Gramm Butter
Kokosraspeln; zum Bestreuen

Quelle

modifiziert nach
coffee2stay
Erfasst *RK* 14.08.2020 von
Petra Holzapfel

Zubereitung

Eine Tasse Espresso kochen und zur Seite stellen. Benötigt wird später 1 El.

Den Backofen auf 190°C Umluft vorheizen. Ein Backblech mit Backpapier belegen, einen Backrahmen (21 x 32 cm) darauf stellen.

Zunächst die trockenen Zutaten Mehl, Kakao, Backpulver und Salz in einer Schüssel mischen und zur Seite stellen.

In einer weiteren Schüssel die Eier mit dem Zucker schaumig schlagen. Zerlassene Butter und Milch zugießen und unterrühren.

Die Mehlmischung dazu sieben und mit einem Gummispatel unterziehen.

Den Teig gleichmäßig im Backrahmen verteilen. Das Blech in den Backofen schieben und den Kuchen etwa 14 Minuten backen (Stäbchenprobe).

Den Kuchen abkühlen lassen, währenddessen mit der Ganache beginnen.

Butter und Schokolade in einen kleinen Topf geben und bei schwacher Hitze schmelzen. Die Creme double, den Espresso sowie das lösliche Espressopulver zugeben und mit dem Schneebesen zu einer glatten Masse verrühren. Die Ganache in den Kühlschrank stellen, bis sie leicht anzieht.

Nun die Ganache auf den Kuchen gießen und glatt verstreichen. Die Oberfläche gleichmäßig mit Kokosraspeln bestreuen.

Den Kuchen an einem kühlen Ort aufbewahren.

Anmerkung Petra: sehr saftige, fluffige Kuchenschnitten mit feinherber Kaffee-Ganache. Ich habe den Zuckergehalt gegenüber dem Original reduziert, echte Süßschnäbel können beim Original bleiben. Ich habe der Ganache noch lösliches Espressopulver für stärkeres Kaffeearoma spendiert.

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Gewürzter Zwetschgenkuchen mit knuspriger Mandelauflage und Toffee-Glasur

Die ersten Zwetschgen in den Läden sind für mich ja immer der erste Hinweis auf den kommenden Herbst. Ich liebe zum Direktverzehr besonders die festen, säuerlichen Exemplare.

Gewürzter Zwetschgenkuchen

Genau solche dürfen es auch für diesen köstlichen Kuchen sein, den ich David Lebovitz verdanke. Der Rührteig ist durch Buttermilch schön locker und bekommt durch Zimt und Kardamom eine besondere Geschmacksnote, die hervorragend mit den Zwetschgen harmoniert. Klasse ist auch die ebenfalls gewürzte Mandelblättchen-Auflage, die beim Backen richtig schön knusprig wird. Der Toffee-Guss wird erst ganz zum Schluss auf dem fertig gebackenen Kuchen verteilt.

Mandelauflage

Gegenüber dem Original habe ich die Zuckermenge in Teig und Mandelauflage etwas reduziert, die Fruchtmenge erhöht.

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Gewürzter Zwetschgenkuchen mit knuspriger Mandelauflage und Toffee-Glasur
Kategorien: Kuchen, Früchte, Mandel
Menge: 1 Kuchen 24 cm

Zutaten

H BELAG
500 Gramm Säuerliche Zwetschgen
85 Gramm Mandelblättchen
2 Essl. Mehl
50 Gramm Brauner Zucker*
1/2 Teel. Gemahlener Zimt
1/2 Teel. Gemahlener Kardamom
30 Gramm Geschmolzene Butter
H TEIG
115 Gramm Butter; Raumtemperatur
120 Gramm Zucker*
175 Gramm Mehl
1/2 Teel. Backpulver
1/2 Teel. Backnatron
1 1/2 Teel. Gemahlener Kardamom
1/2 Teel. Salz
2 groß. Eier; Raumtemperatur
1 Teel. Vanilleextrakt
125 ml Buttermilch
H TOFFEE-GLASUR
30 Gramm Butter
2 Essl. Dunkler brauner Zucker (Muscovado-Zucker)
3 Essl. Schlagsahne
1 Prise Salz
1/4 Teel. Vanille-Extrakt

Quelle

modifiziert nach
David Lebovitz
Erfasst *RK* 09.08.2020 von
Petra Holzapfel

Zubereitung

Den Backofen auf 180°C vorheizen. Eine Springform (24 cm Durchmesser) mit Backpapier bespannen, die Seiten buttern.

Die Zwetschgen entsteinen und so einschneiden, dass Viertel entstehen.

In einer kleinen Schüssel die Zutaten für den Belag gut vermischen, beiseite stellen.

In einer anderen Schüssel Mehl, Backpulver, Backnatron, gemahlenen Kardamom und Salz vermischen.

Die Butter in eine Schüssel geben und mit dem Handrührer cremig rühren, dann den Zucker zugeben und alles während 3-5 Minuten luftighell aufschlagen. Die Eier nacheinander unterschlagen, dabei die Wände sauber schaben. Den Vanilleextrakt unterschlagen. Nun die Hälfte der trockenen Zutaten unterziehen, dann die Buttermilch und schließlich die zweite Hälfte der trockenen Zutaten. Nur so lange rühren, bis die Zutaten gerade eben vermischt sind.

Den Teig in die vorbereitete Springform geben und glattstreichen. Die Zwetschen mit der Hautseite nach unten einlagig in konzentrischen Kreisen auf dem Teig anordnen. Den Mandelbelag auf den Zwetschgen verteilen. Die Form in den Backofen schieben und etwa 60 Minuten (P: 65 Minuten) backen, bis der Teig gerade eben durch ist (Stäbchenprobe in der Mitte). Den Kuchen herausnehmen und auf einem Rost abkühlen lassen.

Den Kuchen aus der Form lösen und auf eine Platte setzen.

Die Zutaten für die Glasur in einen kleinen Topf geben und verrühren. Alles zum Kochen bringen, dann die Temperatur reduzieren und 1 Minute kochen lassen. Die Glasur mit einem Löffel auf dem Kuchen verteilen.

Der Kuchen schmeckt hervorragend mit kalter Schlagsahne. Er hält sich etwa 3 Tage bei Raumtemperatur.

Anmerkung Petra: sehr saftiger Kuchen mit knuspriger Mandelauflage. Der Teig ist sehr schön locker.

*ich habe die Originalmengen Zucker etwas reduziert, die Zwetschgenmenge erhöht, finde ich so prima. Lebovitz empfiehlt Santa Rosa Plums oder säuerliche Varianten. Anderes Obst sollte auch gehen (Aprikosen, Sauerkirschen…)

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Geswirlter Himbeer-Cheesecake ohne Backen

Langsam aber sicher geht die Erntezeit der Sommerhimbeeren ihrem Ende entgegen. Glücklicherweise stehen die Herbsthimbeeren aber schon in den Startlöchern 🙂

geswirlter Himbeer-Cheesecake ohne Backen

Mit den letzten Früchten habe ich am Wochenende diesen fruchtig-frischen Käsekuchen nach einem Rezept von Living at Home „gemacht“, gebacken wird hier nämlich nichts. Der Boden besteht aus kernigen Keksen, gemischt mit weißer Schokolade und etwas Butter, belegt wird er mit frischen Himbeeren, darauf kommt eine Cremeschicht aus Frischkäse und Quark, in die ein Himbeerpüree eingestrudelt wird. Ich habe die Himbeermenge im Kuchen etwas erhöht, was sicher kein Fehler war.

Der Kuchen kommt mit relativ wenig Zucker aus und ist bei den momentan herrschenden Sommertemperaturen sehr erfrischend.

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Geswirlter Himbeer-Cheesecake ohne Backen
Kategorien: Kuchen, Creme, Früchte
Menge: 1 Springform 24 cm, 12 Stücke

Zutaten

H BODEN
125 Gramm Weiße Kuvertüre; gehackt
60 Gramm Butter; in Stücken
125 Gramm Kernige Kekse (P: Hobbits kernig)
H BELAG
250 Gramm Frische Himbeeren
H KÄSEMASSE
6 Blätter Weiße Gelatine
125 Gramm Puderzucker
350 Gramm Frischkäse (P: Buko Balance)
250 Gramm Quark (20% Fett)
2 Essl. Zitronensaft
1 Messersp. Gemahlene Vanille
200 Gramm Schlagsahne
H HIMBEERPÜREE
100 Gramm Himbeeren (können auch TK-Früchte sein)
25 Gramm Puderzucker
1 Essl. Zitronensaft
2 Blätter Weiße Gelatine
H ZUM VERZIEREN
Frische Himbeeren; nach Belieben

Quelle

modifiziert nach
LIVING AT HOME 04/2017
Erfasst *RK* 27.07.2020 von
Petra Holzapfel

Zubereitung

Eine Springform (24 cm Durchmesser) mit Backpapier auslegen.

Für den Teig Kuvertüre und Butter zusammen in einem Topf bei sehr niedriger Temperatur schmelzen.

Die Kekse im Mixer fein mahlen und mit der Schokoladenbutter verrühren. Die Mischung auf dem Boden der Form verteilen und mit einem Löffel festdrücken.

250 g Himbeeren auf den Kuchenboden setzen.

Für den Belag die gesamte Gelatine in kaltem Wasser einweichen.

Für das Himbeerpüree 100 g Himbeeren mit 25 g Puderzucker pürieren und durch ein feines Sieb streichen (P: Flotte Lotte).

Frischkäse und Quark mit 125 g Puderzucker und Vanille glatt verrühren.

2 El Zitronensaft in einem Topf erhitzen (P: Tasse in der Mikrowelle), 6 Blätter Gelatine tropfnass ausdrücken und darin auflösen. Etwas Käse-Quark-Creme unterrühren, dann diese Mischung unter die restliche Masse rühren. Sahne steif schlagen und unterheben.

1 El Zitronensaft in einem kleinen Topf erhitzen (P: Tasse in der Mikrowelle). 2 Gelatineblätter tropfnass ausdrücken und darin auflösen. Die Gelatine ins Himbeerpüree rühren. Das Püree in eine Spritzflasche füllen, dabei flott arbeiten, das Püree zieht schnell an.

Die Käse-Quark-Creme auf den Boden geben und glatt streichen, das Himbeerpüree kreisförmig darauf verteilen und mit einer Gabel leicht mit der Käsemasse verswirlen.

Den Kuchen in der Form für mindestens 5 Stunden in den Kühlschrank stellen stellen.

Den Käsekuchen aus der Form lösen, auf eine Platte geben und nach Belieben mit frischen Himbeeren verzieren.

Anmerkung Petra: fruchtig frischer Kuchen, nicht zu süß, sehr lecker! Der Boden ist schön knackig. Hält sich gut 3 Tage frisch.

Die Himbeerpüreemasse ist relativ viel. Ich habe sie zwar so gut es ging „verswirlt“, man könnte sie aber wahrscheinlich auch flächendeckend auftragen. Die Himbeermenge zum Belegen habe ich etwas erhöht. Testen, ob das Belegen auch mit gefrorenen Früchten geht.

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