Kürbis-Walnuss-Kuchen mit Karamellguss

Heute darf ich Euch im Rahmen des blogvernetzenden Events Koch mein Rezept wieder ein Foodblog vorstellen: mir wurde das ÜberSee-Mädchen zugelost. Dahinter verbirgt sich Isabelle, die vom schönen Bodensee aus bloggt. Ursprünglich stammt Isabelle aus der Nähe von Stuttgart und ist nach Zwischenstationen im Schwarzwald 2007 an den Bodensee gezogen, wo sie die Uni in Konstanz besucht hat und hängen geblieben ist – übrigens genau wie meine Tochter Franziska. Für unseren nächsten Besuch in Konstanz hat ihr abwechslungsreicher Blog auch gleich die richtigen Tipps bereit: da kann man sich über die besten Restaurant-Adressen, aber auch über Sehenswürdigkeiten und sonstige Ausflugsziele informieren.

Isabelles Interessen sind weit gefächert, sie kocht und bäckt unter dem Motto Das Leben ist zu kurz für schlechtes Essen. Ihre Rezepte sind in übersichtliche Kategorien mit Unterordnern gegliedert: da finden sich z.B. beim Frühstück Brot & Brötchen, Müsli & Granola sowie Aufstriche. Neben Vorspeisen, Hauptspeisen und Desserts kann man in der Kategorie Jahreszeit auch nach saisonalen Gerichten Ausschau halten.

Kürbis-Walnuss-Kuchen

Ich habe mir die Kategorie Backen ausgesucht und mich für einen Kürbiskuchen mit Walnüssen entschieden. Die Walnussernte vom eigenen Baum ist dieses Jahr nämlich üppig ausgefallen und so bin ich froh um jedes Rezept, in dem ich welche unterbringen kann.

Kürbis-Walnuss-Kuchen

Beim ÜberSee-Mädchen hat der Kuchen einen Guss aus weißer Schokolade bekommen – man kann da aber auch gut variieren: so habe ich ihn mit dem Karamellguss überzogen, den ich kürzlich beim Gugelhupf mit Apple Butter kennengelernt habe.

Anschnitt

Weil es gut zur herbstlichen Jahreszeit passt, habe ich dem Kuchen auch noch ein paar Gewürze wie Zimt, Koriander und etwas abgeriebene Zitronenschale spendiert. Brauner Zucker oder eine Mischung damit wäre auch eine Option, die mir gut vorstellen kann.

Am besten schmeckt der saftige Kuchen, wenn er einen Tag durchgezogen ist.

Koch mein Rezept

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Kürbis-Walnuss-Kuchen mit Karamellguss
Kategorien: Kuchen, Kasten, Kürbis, Walnuss, Herbst
Menge: 1 Kastenform 30 cm

Zutaten

300 Gramm Hokkaido-Kürbis
250 Gramm Mehl
2 Teel. Backpulver
2 Teel. Zimtpulver
1/2 Teel. Gemahlener Kardamom
1 Prise Salz
250 Gramm Butter; zimmerwarm
200 Gramm Zucker
4 Eier; zimmerwarm
230 Gramm Walnusskerne; grob gerieben
1 Bio-Zitrone: abgeriebene Zitronenschale
120 ml Milch
H GUSS
100 Gramm Brauner Zucker
60 Gramm Butter
3 Essl. Milch; nach Bedarf mehr
120 Gramm Puderzucker; gesiebt
H DEKORATION
10-12 Ganze Walnusskerne

Quelle

modifiziert nach ÜberSee Mädchen
Erfasst *RK* 10.11.2022 von
Petra Holzapfel

Zubereitung

Den Backofen auf 180°C Ober-/Unterhitze vorheizen. eine Kastenform mit Backpapier auskleiden.

Den Hokkaidokürbis waschen, abtrocknen und 300 g davon grob raspeln.

Das Mehl mit Backpulver, Zimt und Kardamom sowie einer Prise Salz sieben.

Die weiche Butter cremig rühren. Den Zucker zugeben und schaumig schlagen, dann nacheinander die Eier zugeben – dabei jeweils so lange rühren, bis das Ei gut eingearbeitet ist.

Die Kürbisraspeln und die Zitronenschale unterrühren. Nun das Mehl im Wechsel mit der Milch zugeben.

Den Teig in die vorbereitete Kastenform füllen* und glatt streichen.

Die Form in den Backofen schieben und den Kuchen etwa 70 Minuten backen (am besten beobachten, Stäbchenprobe).

Den Kuchen herausnehmen, kurz stehen lassen und dann aus der Form nehmen und auf einem Rost komplett auskühlen lassen.

Für den Guss braunen Zucker, Butter und Milch in einem kleinen Topf unter Rühren zum Kochen bringen und 1 Minute kochen. Dann den Topf vom Herd nehmen und nach und nach soviel vom gesiebten Puderzucker einrühren, dass ein glatter, gießbarer Guss entsteht. Nach Bedarf kann man ihn mit etwas warmer Milch wieder etwas verdünnen. Den Kuchen mit dem Guss überziehen, dabei flott arbeiten, da der Guss schnell fest wird. Die Walnusshälften in den noch feuchten Guss drücken.

Anmerkung Petra: Sehr saftiger, wohlschmeckender Kuchen, den man einen Tag durchziehen lassen sollte. Im Original mit einem Guss aus weißer Schokolade, ein anderer Guss oder Puderzucker geht natürlich auch.

*der Teig füllt die Form ziemlich hoch. Ich hatte Bedenken, es wäre zu viel und habe etwa 250 g Teig abgenommen und in einer Miniform parallel gebacken. Der Kuchen geht aber beim Backen nicht stark auf, es hätte auch der gesamte Teig in die Form gepasst.

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Taralli dolci al limone – süße Taralli mit Zitrone

Bei der Vorstellung meiner süßen Pistazien-Taralli hatte ich versprochen, mich als nächstes um Taralli dolci al limone zu kümmern. Das erste ausprobierte Rezept hat mich nicht begeistert: der Teig war viel zu weich und klebrig, beim Backen liefen die Taralli auseinander.

Taralli dolci al limone

Das zweite Rezept hat mir dann wesentlich besser gefallen  – und voilà, hier sind sie 🙂

ßMaking of

Der Teig basiert auf dem gleichen Prinzip wie bei den Pistazien-Taralli: sie bestehen ebenfalls aus Erdnussöl, Zucker, Ei und Mehl, dazu kommt noch abgeriebene Zitronenschale, etwas Zitronensaft und Limoncello. Der Teig klebt überhaupt nicht und lässt sich wunderbar verarbeiten: erst rollt man dünne Stränge aus, die dann miteinander verdrillt und zu einem Kränzchen geschlossen werden. Wie die Pistazien-Taralli habe ich die Ringe vor dem Backen in Zucker gewälzt.

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Taralli dolci al limone – süße Taralli mit Zitrone
Kategorien: Gebäck, Keks, Italien
Menge: 21 Stück

Zutaten

100 ml Erdnussöl
100 Gramm Zucker
1 Ei
1 Eigelb
1 Essl. Zitronensaft
1/2 Essl. Limoncello
1/2 Bio-Zitrone: abgeriebene Schale
320 Gramm Weizenmehl Type 405
2 Teel. Weinstein-Backpulver
1/2 Teel. Natron
1 Prise Salz

Quelle

modifiziert nach
blog.giallozafferano.it
Erfasst *RK* 24.10.2022 von
Petra Holzapfel

Zubereitung

Alle Zutaten sollten Raumtemperatur haben.

Mehl, Backpulver, Natron und Salz verrühren und durchsieben.

Das Öl mit dem Zucker in eine Schüssel geben und mit dem Handrührer vermischen. Das Ei und das Eigelb unterschlagen, bis die Masse dickschaumig ist. Zitronensaft, Limoncello und Zitronenabrieb unterrühren. Die Mehlmischung zugeben und zuerst mit dem Handrührer vermischen, dann mit den Händen zu einem glatten, nicht klebenden Teig verkneten. Den Teig in Klarsichtfolie oder einer Gefriertüte für 15-30 Minuten in den Kühlschrank legen.

Zwei Backbleche mit Backfolie belegen, den Backofen auf 180°C vorheizen. Ein Tellerchen mit Kristallzucker bereit stellen.

Den Teig aus dem Kühlschrank nehmen und in Stücke à 30 g teilen.

Die Teigstücke zu etwa 26-28 cm langen Strängen ausrollen. Die Enden jeweils eines Stranges zusammenlegen und miteinander verdrillen. Den verdrillten Strang zusammenlegen, so dass man Kränzchen erhält. Die Kränzchen in Kristallzucker wenden und auf die Bleche legen.

Die Taralli im vorgeheizten Backofen etwa 15 Minuten hell backen.

Anmerkung Petra: Knuspriges Dauergebäck mit feinem Zitronenaroma. Fein!

Sehr nett als Mitbringsel im Doppelpack mit den Pistazien-Taralli.

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Quadradinhos de Maracuja – Maracuja-Quadrate

Die kulinarische Weltreise führt uns im Oktober nach Brasilien. Zu Brasilien hat unsere Familie ein ganz besonderes Verhältnis, da unsere Tochter Kathi 2001/2002 ein Austauschjahr im Bundesstaat Minas Gerais in Brasilien verbracht hat und mit ihrer Familie dort immer noch sehr eng verbunden ist. So haben uns Gastschwester Lívia und ihre Mutter Marisa 2016 zu Kathis Hochzeit besucht.

2003 haben wir zusammen mit Kathi unseren Sommerurlaub in Brasilien verbracht: wunderbare 4 Wochen, verteilt auf 4 Stationen: eine Woche erkundeten wir Kathis „Heimatstadt“ Ouro Branco und Umgebung, eine Woche ging es zum Strandurlaub ins beschauliche Imbassai an der Kokosküste, eine Woche gab es buntes Stadttreiben pur in Salvador mit einer einschläfernden Candomblé-Zeremonie und einem fantastischen Churrasco im Boi Preto und den Abschluss machte eine Woche Morro de Sao Paulo auf der autofreien Urlaubsinsel Tinharé (alles Bahia).

Maracuja-Quadrate

In Brasilien isst man sehr gerne Süßes – also stelle ich als erstes kleine Kuchen-Quadrate auf den Tisch. Das Buch, aus dem das Rezept stammt, habe ich mit einigen anderen aus Brasilien mitgebracht (damals gab es pro Person 2×32 kg Freigepäck, man konnte also durchaus großzügig einkaufen!). Es ist Teil einer Reihe, die jeweils die Küche verschiedener Regionen des riesigen Landes vorstellt, im diesem Fall den Nordosten: Culinária Nordestina: encontro de mar e sertão*.

Making of

Während der Teig für Kuchen sonst in Brasilien oft einfach mit dem Mixer zusammengerührt wird (die heißen dann Bolos de liquidificador, also Mixerkuchen, wie etwa mein Bolo de Fuba, ein Kuchen mit Maismehl und Käse), ist dieses hier ein eher klassischer Rührteig.  Der wird noch warm mit gesüßtem Passionsfruchtsaft getränkt und erkaltet mit einem Passionsfruchtguss überzogen. Die kleinen lockeren Kuchenhappen sind garantiert schnell verschwunden 🙂

Natürlich musste ich jetzt wieder in alten Fotos kramen – hier ein paar Impressionen:

Brasilien1

Einkaufen in Brasilien

Essen

Brasilien

Weitere Rezepte aus Brasilien im Blog bzw. in Petras Brotkasten:

 

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Quadradinhos de Maracuja – Maracuja-Quadrate
Kategorien: Dessert, Kuchen, Früchte, Brasilien
Menge: 16 Kleine Quadrate

Zutaten

H TEIG
100 Gramm Butter; Raumtemperatur
100 Gramm Zucker (P: feinster Backzucker)
3 Eier; getrennt
1 Prise Salz
125 Gramm Weizenmehl
1 1/2 Teel. Backpulver
H ZUM TRÄNKEN
4 Passionsfrüchte
2 Essl. Zucker
H GUSS
100 Gramm Puderzucker
2 Passionsfrüchte; Fruchtfleisch ausgekratzt und
-durchgesiebt, Menge anpassen

Quelle

modifiziert nach
Senac
Culinária Nordestina: encontro de mar e sertão
Erfasst *RK* 10.10.2022 von
Petra Holzapfel

Zubereitung

Für die Tränke die Passionsfrüchte halbieren und das Fruchtfleisch herauskratzen. Alles gut durchrühren, dann durch ein Sieb streichen, um die Kerne zu entfernen. Den Fruchtsaft mit dem Zucker verrühren, beiseite stellen.

Eine quadratische Backform (20-22 cm Kantenlänge*) mit herausnehmbarem Boden mit Backpapier auslegen. Den Backofen auf 180°C Ober-/ Unterhitze vorheizen.

Für den Teig die Butter cremig rühren, dann mit dem Zucker zusammen schaumig aufschlagen. Die Eigelbe nacheinander zugeben, dabei jeweils gut einarbeiten. Weizenmehl und Backpulver sieben, das Eiweiß mit einer Prise Salz cremig schlagen. Das Mehl unter die Eigelbmasse ziehen, dann 1/3 der Eischneemasse unterrühren, den Rest vorsichtig unterziehen. Den Teig in die vorbereitete Form geben, glattstreichen und im vorgeheizten Backofen etwa 15 Minuten backen.

Die Form herausnehmen, den Boden aus der Form drücken und den Kuchen sofort auf einen Rost stürzen, das Backpapier abziehen. Den Kuchen noch warm mit dem gezuckerten Passionsfruchtsaft tränken. Abkühlen lassen.

Für den Guss die verbliebenen 2 Passionsfrüchte ebenfalls halbieren, das Fruchtfleisch herauskratzen und durch ein Sieb streichen. 100 g Puderzucker durchsieben und mit soviel vom gewonnenen Saft verrühren, dass ein gut streichbarer Guss entsteht. Die Oberfläche des Kuchens mit dem Guss glasieren, den Guss trocknen lassen.

Den Kuchen zum Servieren mit einem scharfen Sägemesser in 16 Quadrate schneiden.

Anmerkung Petra: Prima! Die kleinen Kuchenhappen sind locker und saftig, sie schmecken fruchtig-frisch.

Im Original wird das doppelte Rezept auf einem 26×36 Backblech gebacken und in 30 Stücke geschnitten.

*Meine Backform hat etwa 22 cm, der fertige Kuchen hatte 20 cm Kantenlänge.

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Die Rezepte der Mitreisenden (werden im Laufe des Monats ergänzt):

Susanne von magentratzerl mit Feijão mit Arroz | Scharfe Wachtelbohnen mit brasilianischem Reis
Regina von bistroglobal mit Moqueca
Wilma von Pane-Bistecca mit Bolinho de Aipim da Aguida
Britta von Brittas Kochbuch mit Moqueca de Camarão – Garnelen und Fisch im Kokosmilch
Britta von Brittas Kochbuch mit Caipirinha-Sorbet
Wilma von Pane-Bistecca mit Feijoada – Brasilianischer Bohneneintopf
Simone von zimtkringel mit Camarão com Amendoins – Garnelen mit Erdnüssen
Petra aka Cascabel von Chili und Ciabatta mit Marinierte Hähnchen-Oberschenkel mit Bananen-Farofa
Wilma von Pane-Bistecca mit Quibebe – Brasilianisches Kuerbis Gericht
Kathrina von Küchentraum & Purzelbaum mit Brasilianische Kürbissuppe
Wilma von Pane-Bistecca mit Brasilianisches Huehner Curry
Sonja von fluffig & hart mit Bolo de Fubá – brasilianischer Maiskuchen
Michael von SalzigSüssLecker mit Feijoada – Brasiliens Lieblingseintopf
Petra aka Cascabel von Chili und Ciabatta mit Arrumadinho de linguiça
Dirk von low-n-slow mit Bolo de fubá, Maiskuchen-Samba
Jenny von Jenny is baking mit Brasilianische Schokotorte mit Brigadeiro
Volker von volkermampft mit Brasilianischer Fischeintopf – Moqueca Baiana
Volker von volkermampft mit Rezept für Brasilianische Käsebällchen – Pao De Queijo
Susanne von magentratzerl mit Risole de Quejo

Frittelle di Riso – frittierte Reisbällchen

Eigentlich wollte ich die Frittelle di Riso noch für die kulinarische Weltreise mit Ziel Italien machen, habe es aber nicht mehr im September geschafft. Jetzt gibt es die kleinen Happen halt als Nachschlag 🙂

Frittelle di Riso

Gestolpert war ich über die Frittelle di Riso beim Studium meiner italienischen Kochbücher. In Florenz findet man sie als Streetfood, oft werden sie auch zum Karneval gebacken. Sie werden in manchen Gegenden auch als Frittelle di riso di San Giuseppe bezeichnet und zum St. Josephstag, dem Vatertag am 19. März gebacken. Je nach Gegend werden sie unterschiedlich aromatisiert: üblich sind Rosinen, Apfelstückchen, Safran oder Zimt. Ich habe Orangen- und Zitronenschale wie in Florenz verwendet.

Milchreis

Im Prinzip handelt es sich dabei um einen dick gekochten Milchreis, der mit Ei und mehr oder weniger Mehl versetzt (bei mir nur 1 El)

Frittieren

und in heißem Fett ausgebacken wird. Zum Schluss werden die eher weichen Bällchen in Kristallzucker gewälzt oder mit Puderzucker bestäubt.

Innenleben

Das Innere ist ganz locker und fluffig, wie man hier gut sehen kann.

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Frittelle di Riso – frittierte Reisbällchen
Kategorien: Gebäck, Reis, Frittieren, Italien
Menge: 2 Personen

Zutaten

400 ml Milch; mehr nach Bedarf
75 Gramm Risotto-Reis (P: Carnaroli)
1 Prise Salz
15 Gramm Butter
15 Gramm Zucker
1 Bio-Orange
1 Bio-Zitrone
1 Ei
1 Essl. Mehl
1 Teel. Backpulver
Öl; zum Frittieren
Zucker; zum Wälzen

Quelle

ausprobiert nach diversen Quellen
Erfasst *RK* 27.09.2022 von
Petra Holzapfel

Zubereitung

Milch, Salz, Zucker, Butter und Reis in einen Topf geben. Von jeweils 1/4 der Orange und der Zitrone kurze Zesten abziehen und dazugeben. Alles zum Kochen bringen, dann die Temperatur auf sehr schwache Hitze reduzieren (P: Induktion 4 von 9) und unter häufigem Rühren etwa 1 Stunde köcheln lassen, bis der Reis die Milch komplett absorbiert hat und sehr weich ist. Gegebenenfalls kann man noch etwas Milch zugeben. Den Milchreis in eine Schüssel geben und komplett abkühlen lassen, dabei wird die Masse fest.

Nun ein Ei unter die Masse rühren, dann 1 El Mehl gemischt mit dem Backpulver sowie die restliche fein abgeriebene Orangen- und Zitronenschale.

Währenddessen in einem weiten Topf Frittieröl auf 175°C erhitzen. Einen Teller mit doppelt gelegtem Küchenpapier auslegen. Ein Schälchen mit Kristallzucker bereitstellen

Mit 2 Löffeln kleine Häufchen der Reismasse ins heiße Fett gleiten lassen und portionsweise goldbraun ausbacken. Die Bällchen mit einem Drahtlöffel herausnehmen und auf Küchenpapier abtropfen lassen, dann im Zucker wälzen und auf einer Platte anrichten.

Diese frittierten Bällchen werden in den Straßen von Florenz, aber auch in anderen Gegenden Italiens als Streetfood verkauft. Sie werden auch häufig zum Karneval oder zum Vatertag (St. Josephs-Tag, Frittelle di riso di San Giuseppe) gebacken.

Variationen: in manchen Gegenden (Mantua) werden noch Apfelstückchen in den Teig gegeben, manchmal wird der Teig auch mit Safran oder Zimt aromatisiert.

Anmerkung Petra: leichte und sehr fluffige Bällchen

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Gugelhupf mit Apple Butter-Füllung und Karamellguss

Obwohl hier noch einige Rezepte aufs Verbloggen warten, muss ich doch den Kuchen vom Wochenende zuerst mit euch teilen – wir waren nämlich absolut begeistert! Es ist zwar ein Pound Cake, der Kuchen schmeckt aber viel feiner und flaumiger als ein normaler Rührteigkuchen.

Angefangen hatte es am Freitag mit einem Eimer aufgelesener Äpfel unseres Geheimrats Oldenburg. Zur Verwertung hatte ich mich an mein altes Rezept für Apple Butter aus dem Slowcooker erinnert und das auch gleich in die Tat umgesetzt. Apple Butter hat übrigens nichts mit Butter zu tun – es ist einfach eine Art Apfelmus, das mehrere Stunden gekocht wird und für seine samtige Konsistenz fein püriert wird. Beim langen Kochen karamellisiert der Zucker, daraus resultiert die braune Farbe. Sehr komfortabel lässt sich das Kochen im 6,5 l Slowcooker wie z.B. diesem hier* erledigen. Früher habe ich es für meine Lancaster Apple Butter in einem Topf im Backofen gemacht, das geht genauso.

Gugelhupf mit Apple Butter-Füllung und Karamellguss

Beim Googlen nach Verwendungsmöglichkeiten stieß ich auf einen Apple Butter Pound Cake with Caramel Frosting. Nachdem alles dafür im Haus war, habe ich schon am Abend Butter, Eier und Frischkäse aus dem Kühlschrank geholt, damit ich am nächsten Tag gleich loslegen konnte.

making of

Den Teig rühren durfte die Küchenmaschine. Die Basis für den Rührteig ist eine Mischung aus Butter und Frischkäse, das hatte ich so noch nie. Es dauert etwas, bis sich beides zu einer geschmeidigen Masse vereint hat. Oben rechts sieht man die Apple Butter, die mit einigen gerösteten Pecannüssen verrührt wird (Walnüsse gehen natürlich auch). Für die Füllschicht rührt man noch etwas vom inzwischen fertig gestellten Teig darunter.

Gugelhupf mit Apple Butter-Füllung und Karamellguss

Als krönender Abschluss kommt ein Karamellguss auf den Gugelhupf. Hier sollte man flott arbeiten, da der Guss schnell fest wird: am besten man gießt den Guss zügig auf den Kuchen.

Wie schön, dass jetzt wieder ein Apple Butter-Vorrat im Keller steht, der Kuchen verdient nämlich unbedingt eine Wiederholung! Zur Abwechslung könnte ich natürlich auch die schnellen Apfelschnitten mit Apple Butter wieder einmal backen.

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Gugelhupf mit Apple Butter-Füllung und Karamellguss
Kategorien: Kuchen, Früchte
Menge: 1 Gugelhupf 2,8 l

Zutaten

H KUCHEN
250 Gramm Apple Butter; P: selbst gemacht s. Rezept
25 Gramm Pecannüsse; geröstet und grob gehackt
Butter; für die Form
Semmelbrösel; für die Form
300 Gramm Butter Raumtemperatur
200 Gramm Frischkäse Raumtemperatur (P: Buko Balance)
300 Gramm Feiner Backzucker*
1/4 Teel. Salz
6 Eier M
325 Gramm Mehl
2 Teel. Vanilleextrakt
H GUSS**
65 Gramm Brauner Zucker
40 Gramm Butter
2 Essl. Milch
80 Gramm Puderzucker; gesiebt

Quelle

modifiziert nach
Southern Living
Erfasst *RK* 26.09.2022 von
Petra Holzapfel

Zubereitung

Butter, Frischkäse und Eier müssen unbedingt Raumtemperatur haben.

Apple Butter und geröstete Pecannüsse in einer kleinen Schüssel verrühren und beiseite stellen. Eine Gugelhupfform (hier 2,8 l, 12 c) buttern und mit Semmelbröseln ausstreuen. Den Backofen auf 165°C vorheizen.

Die Butter mit dem Frischkäse in der Schüssel der Küchenmaschine glatt und cremig schlagen (P: es hat etwas gedauert, bis sich beides verbunden hat – evt. geht es mit Vollfett-Frischkäse schneller). Nach und nach den Zucker zugeben und weiterschlagen, bis die Masse ganz fluffig ist. Jetzt nach und nach die Eier zugeben, dabei jedes gut einarbeiten. Salz und Vanilleextrakt unterrühren. Nun das Mehl auf niedrigster Stufe portionsweise zugeben, dabei jeweils nur kurz rühren.

75 g vom Teig abnehmen und unter die Apple Butter-Mischung rühren.

Die Hälfte des Teiges (P: etwa 600 g) in die vorbereitete Gugelhupfform füllen und glattstreichen. Mit einem Löffel ringsum eine Vertiefung in den Teig ziehen und die Apple Butter-Mischung hineingeben. Den restlichen Teig darüber geben und glattstreichen. Die Form in den Backofen schieben und den Kuchen etwa 90 Minuten backen (Stäbchenprobe!). Den Kuchen herausnehmen und auf einem Rost etwa 10 Minuten abkühlen lassen (er sackt dabei etwas zusammen), dann aus der Form stürzen.

Während der Kuchen abkühlt, den Guss zubereiten. Dafür braunen Zucker, Butter und Milch in einem kleinen Topf unter Rühren zum Kochen bringen und 1 Minute kochen. Dann den Topf vom Herd nehmen und nach und nach den gesiebten Puderzucker einrühren bis die Masse glatt ist und eindickt. Den Guss über den Kuchen gießen, so dass er seitlich herunterläuft (P: flott arbeiten, der Guss wird schnell fest).

Anmerkung Petra: ein genial schmeckender Kuchen! Wunderbar fluffiger Teig, die Fülle passt ausgezeichnet und der Guss ist eine feine Ergänzung.

*Ich habe das Originalrezept von einer 14 c Form auf meine 12 c (2,8 l) Form heruntergerechnet, beim Zucker allerdings „nur“ 300 g anstelle von 512 g(!) verwendet, das ist immer noch reichlich süß.

**Beim Guss habe ich die Menge für 2/3 des Originals angegeben, da ich einiges übrig hatte. Wer den Kuchen komplett überziehen möchte, kann auch etwas mehr machen.

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*=Affiliate-Link zu Amazon. Wenn darüber bestellt wird, kostet es genausoviel wie sonst auch, allerdings erhalte ich einen kleinen Vermittlungs-Betrag, den ich wieder in neue Kochbücher etc. stecken kann. Für diese Unterstützung herzlichen Dank!

Taralli dolci al Pistacchio – süße Taralli mit Pistazien

Als dritten Beitrag für die kulinarische Weltreise mit Ziel Italien habe ich eine süße Knabberei zu Kaffee oder Tee für euch: Taralli dolci al Pistacchio. Die Anregung für dieses Gebäck kam von Tochter Kathi, die uns beim letzten Besuch ein Päckchen Pistazien-Taralli mitgebracht hatte. Bis dahin kannte ich Taralli nur die pikanten Varianten: für den World Bread Day 2008 hatte ich apulische Taralli al Peperoncino gebacken, die vor dem Backen wie Bagel gekocht werden, und zu meinem 10 Blog-Geburtstag gab’s neapolitanische Taralli mit Schmalz und Pfeffer (sugna e pepe). Taralli kennt man auf der gesamtem Südhälfte Italiens, also in Kalabrien, Kampanien, Apulien sowie in Sizilien.

Pistazien-Taralli

Die geschenkten Pistazien-Taralli aus Kampanien schmeckten fein, also habe ich nach einer Möglichkeit gesucht, so etwas selbst zu machen. Fündig wurde ich bei Benessere & Gusto, habe das Rezept allerdings leicht abgewandelt und zum einen etwas weniger Pistazien verwendet, diese aber feiner gemahlen.

Making of Pistazien-Taralli

Der Teig wird mit Öl anstelle von Butter gemacht, das hatte ich so noch nie. Er ließ sich aber sehr gut verarbeiten. Nach dem Aufteilen in gleichgroße Stücke habe ich etwa 14 cm lange Stränge ausgerollt und diese an den Enden zusammengeklebt. Dann wurden sie in Zucker gewälzt, das hatte mir bei den gekauften Taralli gefallen. Anschließend habe ich noch jeweils 2 Pistazien in die Oberfläche gesteckt.

Pistazien-Taralli

Nach einer Backzeit von 20 Minuten und etwas Abkühlzeit darf endlich verkostet werden. Das Ergebnis kann sich sehen lassen 🙂 Herausgekommen sind knusprig-sandige Kekse mit feinem Pistazien-Aroma. Die habe ich garantiert nicht zum letzten Mal gebacken! Hübsch verpackt machen sich die Taralli auch sehr gut als Geschenk. Nach diesem Erfolg stehen jetzt als nächstes Taralli dolci al limone, süße Taralli mit Zitrone auf der Backliste.

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Taralli dolci al Pistacchio – Süße Taralli mit Pistazien
Kategorien: Gebäck, Italien
Menge: 22 Stück

Zutaten

100 Gramm Erdnussöl
1 Ei (M)
1 Eigelb (M)
100 Gramm Zucker
300 Gramm Weizenmehl Typ 405
100 Gramm Grüne Pistazien
2 Teel. Backpulver
1/2 Teel. Natron
1 Prise Salz
H ZUM FERTIGSTELLEN
Kristallzucker; zum Wälzen
30 Gramm Pistazienkerne (P: 44 Stück 27 g); zum Belegen)

Quelle

Teig modifiziert nach
blog.giallozafferano.it
Benessere & Gusto
Erfasst *RK* 13.09.2022 von
Petra Holzapfel

Zubereitung

Die Pistazienkerne pulsierend fein mahlen (P: Uralt-Thermomix verwendet).

Mehl, Backpulver, Natron und Salz verrühren und duchsieben.

Das Öl mit dem Zucker in eine Schüssel geben und mit dem Handrührer vermischen. Das Ei und das Eigelb unterschlagen, bis die Masse dickschaumig ist. Die Pistazien und die Mehlmischung zugeben und zuerst mit dem Handrührer vermischen, dann mit den Händen zu einem weichen elastischen Teig verkneten. Den Teig in Klarsichtfolie oder einer Gefriertüte für 15-30 Minuten in den Kühlschrank legen.

Zwei Backbleche mit Backfolie belegen, den Backofen auf 180°C vorheizen. Ein Tellerchen mit Kristallzucker bereit stellen.

Den Teig aus dem Kühlschrank nehmen und in Stücke à 30 g teilen.

Diese jeweils zu etwa 14 cm langen Strängen ausrollen, die Enden dann zusammendrücken, so dass man Kringel erhält. Die Kringel jeweils in Kristallzucker wenden und dann auf die Bleche legen. Jeweils 2 Pistazien in die Oberfläche der Kränze drücken.

Die Bleche nacheinander für jeweils 20 Minuten in den Backofen schieben, bis die Taralli leicht goldbraun sind.

Das Gebäck auskühlen lassen und in Metalldosen aufbewahren.

Anmerkung Petra: Ganz köstlich! Schön knusprig-sandig mit feinem Pistazien-Aroma. Ein echter Keeper!

Das Wälzen in Kristallzucker stammt von mir, da ich das so von gekauften Taralli kannte.

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Die Rezepte der Mitreisenden (die Liste wird im Laufe des Monats ergänzt):

Wilma von Pane-Bistecca mit Ravioli del Plin con Ricotta e Spinaci
Petra aka Cascabel von Chili und Ciabatta mit Lingua di Vitello con Salsa Verde – Kalbszunge mit grüner Sauce
Wilma von Pane-Bistecca mit Baci di Dama alla Nocciola
Sylvia von Brotwein mit Spaghetti alla Puttanesca Rezept
Susanne von magentratzerl mit Salsicce Capellacci auf Linsen-Salsicca-Gemüse
Britta von Brittas Kochbuch mit Piccata alla Milanes – Kalbsschnitzel in Parmesanhülle
Kathrina von Küchentraum & Purzelbaum mit Dreierlei Bruschetta
Wilma von Pane-Bistecca mit Pasta ‚Ncasciata
Britta von Brittas Kochbuch mit Campari Spritz
Ute von Wiesengenuss mit Carbonara! Cucina povera
Britta von Brittas Kochbuch mit Pasta alla Puttanesca
Petra aka Cascabel von Chili und Ciabatta mit Insalata di tacchino – Putensalat
Susanne von magentratzerl mit Focacchia veneziana
Friederike von Fliederbaum mit Kürbispasta mit Radicchio
Petra aka Cascabel von Chili und Ciabatta mit Taralli dolci al Pistacchio – süße Taralli mit Pistazien
Thomas und Simone von zimtkringel mit Zuppa di lenticchie e salsicce
Sonja von fluffig & hart mit Klassische Bruschetta
Britta von Brittas Kochbuch mit Saltimbocca di Merluzzo – Saltimbocca vom Kabeljau
Wilma von Pane-bistecca mit Polpettine alla Napoletana
Regina von bistroglobal.de mit Moretum und Mostbrötchen
Regina von bistroglobal.de mit Altrömisches Dinner – die Hauptspeise und Nachspeise
Wilma von Pane-Bistecca mit Risotto agli Asparagi
Sylvia von Brotwein mit Tagliata di Manzo – Steak vom Rind italienisch
Michael von SalzigSüssLecker mit Orecchiette al Prangattato
Wilma von Pane-Bistecca mit Saltimbocca di Maiale
Britta von Backmaedchen 1967 mit Focaccia – italienisches Fladenbrot
Nadja von Little Kitchen and more mit Homemade Tagliatelle mit Haselnuss-Basilikum Pesto
Francesco (Gastblogger) auf Volkermampft mit Crostini al Tonno Scottato – Crostini mit gebratenem Thunfisch
Volker von volkermampft mit Panuozzo Saltimboca – neapolitanisches Streetfood mal anders
Sylvia von Brotwein mit Pizza Prosciutto – Schinken Pizza
Anja von GoOnTravel mit Zitronenhuhn Piccata (Lemon Chicken Piccata)