Nachgebacken: Pastéis de Nata

10 Jahre ist es schon her, dass wir in Lissabon waren! Und immer wieder einmal dachte ich mit Sehnsucht (saudade!) an die köstlichen Pastéis de Nata, die wir dort in verschiedenen Cafés völlig uneigennützig getestet haben. Tochter Kathi hatte sich damals vor Ort klugerweise gleich die passenden Förmchen gekauft und 2017 auch ein Rezept dafür veröffentlicht, gebacken hat die schönen Teile allerdings der Schwiegersohn, dem mein herzlichster Dank gilt 🙂

Pasteis de Nata

Die typischen flachen Alu-Förmchen habe ich mir dieses Jahr endlich auch gegönnt (die von mir gekauften* sind momentan nicht lieferbar, diese* sehen aber genauso aus) und jetzt das Rezept ausprobiert. Warum habe ich so nur lange gewartet? Das Ganze ist wirklich kein Hexenwerk 🙂

Making of I

Ich habe Butterblätterteig von Edeka verwendet, der pro Packung in 4 Platten daherkommt. Zutaten: Weizenmehl, 30% Butter, Wasser, jodiertes Speisesalz (Speisesalz, Kaliumjodat). Sonst nix 🙂
Für den besonders blättrigen Boden habe ich jeweils 2 1/2 Platten hintereinandergelegt und fest aufgerollt. Idealerweise benetzt man die Platten vorher mit etwas Wasser. Die entstandenen Rollen habe ich in jeweils 6 Stücke à etwa 2 cm Breite geschnitten. Die Stücke legt man jetzt mit der Schnittfläche auf die Arbeitsfläche, drückt sie mit dem Handballen etwas flach und legt dann die Förmchen damit aus, dabei soll idealerweise der Boden etwas dünner sein als die Wände und sich oben am Rand ein kleiner Wulst befinden.

Making of II

Beim Auslegen geht man am besten so vor, dass man die Teigplatte in die gebutterte Form legt, schon mal grob den Teig vorformt und dann die Förmchen nochmal für 5-10 Minuten in den Kühlschrank stellt – nun lässt sich der Teig ganz entspannt bis zum oberen Rand drücken. Jetzt können die ausgelegten Förmchen nochmal kalt gestellt werden, bevor man die vorbereitete Füllung hineingießt. Nicht zuu voll machen, sonst blubbert schnell etwas von der Füllung über den Rand.

Ich habe den Backofen mit einem Backstein auf 275°C vorgeheizt und die Förmchen zum Backen auf ein Alu-Tortenblech* gestellt. so bekommen sie auch von unten gut Hitze und der Boden wird schön knusprig. Gebacken wird am besten auf Sicht: die Füllung soll gut karamellisieren und richtig dunkelbraune Flecken bekommen, dann ist es richtig.

Übrige Pastéis kann man übrigens am nächsten Tag gut im Airfryer aufbacken (2-3 Minuten bei 170°C), sie sollen durch und durch lauwarm und wieder richtig knusprig werden.

Pasteis de Nata Belem

Hier zum Vergleich nochmal die „echten“ Pastéis de Belém. Von dort stammen übrigens auch die Kaffeetassen ganz oben auf dem Foto, die wir als Mitbringsel gekauft haben.

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Pastéis de Nata nach Kochfrosch
Kategorien: Gebäck, Creme, Portugal
Menge: 12 bis 14 Portionen

Zutaten

250 ml Vollmilch
150 Gramm Zucker
75 ml Wasser
30 Gramm Mehl Type 405
4 Eigelb
1-2 Zimtstangen
3-4 Stücke Zitronenschale (ohne das Weiße)
300 Gramm Blätterteig (wenn möglich selbstgemacht, sonst
-Butterblätterteig); P: 5 Platten
-Butterblätterteig von Edeka
H ZUM SERVIEREN
Puderzucker
Zimtpulver
H SOWIE
12 Flache Aluförmchen (Pastelformen) für Pastéis de
-Nata

Quelle

modifiziert nach Kochfrosch bzw. einem
Youtube-Video von La Dolce Rita*
Erfasst *RK* 10.07.2022 von
Petra Holzapfel

Zubereitung

Zuerst einen Zuckersirup zubereiten: Den Zucker und das Wasser in einem Topf verrühren und aufkochen, während des Aufkochens nicht mehr rühren, damit sich keine Kristalle am Löffel bilden. 3 Minuten kochen lassen, es soll sprudeln. Den Sirup vom Herd ziehen und abkühlen lassen.

Für die Creme: Das Mehl in etwas kalter Milch gut mit einem Schneebesen verrühren, es dürfen sich hier keine Klümpchen bilden. Die restliche Milch mit der Zitronenschale und der Zimtstange bis kurz unter den Siedepunkt erhitzen. Dann die Milch-Mehl-Mischung langsam nach und nach einrühren und weiter erhitzen, bis die Creme etwas eindickt. Nun wird der Zuckersirup in ganz dünnem Strahl eingerührt, immer schön mit dem Schneebesen rühren, damit es keine Klumpen gibt. Ca. 10 Minuten abkühlen lassen. Ein bisschen von dieser Creme mit den 4 Eigelben verrühren, so werden die Eigelbe schon etwas vorgewärmt und es gibt keinen Temperaturschock. Anschließend die Eigelbmischung zur restlichen Creme geben und gut unterrühren. Durch ein Sieb geben und so Zimtstange, Zitronenschale und – falls sie sich doch gebildet haben – ein paar Klümpchen entfernen.

Pastel-Förmchen buttern und kalt stellen.

Kathi: Den Blätterteig rechteckig ca. 20 x 35 cm auswellen, mit etwas Wasser benetzen und von der langen Seite her eng aufrollen.

Petra: ich habe 5 Butterblätterteigplatten (also 312,5 g) von Edeka verwendet und zum Aufrollen jeweils 2 1/2 Platten hintereinandergelegt.

Kathi: Diese Rolle in 12-14 Schnecken à 2 cm Länge schneiden.

Petra: Jeweils eine Rolle in 6 Stücke schneiden.

Die Stücke legt man jetzt mit der Schnittfläche auf die Arbeitsfläche, drückt sie mit dem Handballen etwas flach und legt dann die Förmchen damit aus, dabei soll idealerweise der Boden etwas dünner sein als die Wände und sich oben am Rand ein kleiner Wulst befinden.

Dabei geht man am besten so vor, dass man die Teigplatte in die gebutterte Form legt, schon mal grob den Teig mit den Daumen in die Form drückt und dann die Förmchen nochmal für 5-10 Minuten in den Kühlschrank stellt – nun lässt sich der Teig ganz entspannt bis zum oberen Rand drücken. Die Förmchen mit dem Blätterteig vor dem Füllen nochmal 10 Minuten kalt stellen.

Jetzt schonmal den Ofen vorheizen – so heiß wie es geht, mind. 250°C (Petra 275°C). Mindestens 30 Minuten vorheizen lassen!

Die Förmchen bis zu 3/4 Höhe mit der Creme befüllen und auf ein Backblech (P: dünnes Alu-Kuchenblech) stellen. Die Pasteis etwa 12 Minuten backen, im Idealfall ist der Blätterteig wunderbar knusprig und die Füllung cremig mit schwarzen karamellisierten Stellen auf der Oberfläche. Jeder Ofen (und oft auch die Förmchen) ist/sind unterschiedlich, am besten man guckt zu und holt die Törtchen nach Optik aus dem Kühlschrank. Etwas abkühlen lassen und mit Puderzucker und Zimtpulver bestreuen. Lauwarm genießen.

Kathi: Am besten werden die Törtchen mit selbstgemachtem Blätterteig, gekaufter Teig wird oft nicht so knusprig. Wir haben gekaufteten (und leider keinen Butter-Blätterteig) verwendet und waren mit dem Ergebnis trotzdem sehr zufrieden! Marc hat alles gemacht, Handhabung war gut, das Ergebnis waren knusprige Törtchen mit schöner Creme, nicht zu süß, Daumen hoch! Das Rezept ergab bei uns eigentlich 13 Pasteis + Creme für zwei weitere. Wir hatten keine Förmchen mehr, haben die restliche Creme in Silikon-Miniguglhupfformen gebacken und zu Erdbeeren gelöffelt.

Anmerkung Petra: ich habe das Rezept mit Edeka-Butterblätterteig in Platten gebacken, das Ergebnis war prima! Übrige Pastéis kann man übrigens am nächsten Tag gut im Airfryer aufbacken (2-3 Minuten bei 170°C), sie sollen durch und durch lauwarm und wieder richtig knusprig werden.

Auch bei mir war etwas Creme übrig, die habe ich in 2 Silikon- Muffinformen gegossen und nach den Pasteis gebacken, dabei aber die Temperatur auf 200°C reduziert.

*https://www.youtube.com/watch?v=LpELRsSJN6M

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British Scones mit Clotted Cream und Jam

Als ich kürzlich Käse abseits unseres Käse-Abos bestellte, sah ich, dass der Shop auch Clotted Cream* im Angebot hat. Schon oft davon gelesen, aber noch nie probiert, ein Glas wanderte also in den Einkaufskorb. Glücklicherweise ist das Produkt sehr lange haltbar, so dass keine Eile bei der Verarbeitung bestand.

Scones cornishstyle

Als Helmut jetzt die ersten frischen Erdbeeren vom Feld mitbrachte, habe ich spontan Scones eingeplant. Ich habe zwar einige Rezepte gespeichert, das waren aber meist amerikanische, oft mit pikanten Zusätzen, so wie diese zu Bloganfängen geposteten Parmesan-Scones. Beim Googeln stieß ich auf Mary Berry’s Scones bei BBC Food, später dann auf das informative Posting von Athina in the Magic Whisk. Im Endeffekt habe ich dann kurzerhand von beiden Rezepten etwas genommen, einmal gut durchgeschüttelt und meine eigenen Scones gebacken. Die sind, ganz frisch aus dem Ofen, mit etwas fruchtiger Jam (hier Erdbeer- bzw. Rhabarber-Himbeer-Konfitüre – Rezept hängt unten an) und der im Mund kühl-schmelzenden, vollmundigen Clotted Cream ein Hochgenuss!

Die Scones sind erfreulich schnell gemacht – weitere Testläufe (z.B. mit Buttermilch anstelle von Milch, der ich zumindest ein wenig Zitronensaft zugefügt hatte) sind geplant 🙂

vorher nachher

Die Scones vor und nach dem Backen. Das zweimalige Bepinseln mit Eierstreiche stammt von The Magic Whisk, die empfiehlt, den Teig durchaus länger zu kneten und ihm auch eine längere Ruhezeit zu geben.

Scones, clotted cream und jam

Cream Tea ist angerichtet: jetzt gilt es nur noch zu entscheiden, ob Cornish Style serviert wird, also zuerst die Jam und die Clotted Cream als Topping, oder nach Devonshire Methode, wobei zuerst die Cream auf die zerteilten Scones gestrichen wird und darauf die Jam kommt. Schwierige Entscheidung, die jeder für sich treffen muss 😉

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: British Scones mit Clotted Cream und Jam (Petra)
Kategorien: Gebäck, England
Menge: 15 Scones (6 cm)

Zutaten

450 Gramm Weizenmehl Type 405
5 1/2 Teel. Weinsteinbackpulver
1/3-1/2 Teel. Salz
50 Gramm Zucker
100 Gramm Kalte Butter; in Würfeln
2 Eier
175 Milch* gemischt mit
3/4 Teel. Zitronensaft* (oder Buttermilch)
H ZUM BESTREICHEN
1 Eigelb
1 Prise Zucker
1 Prise Salz
Wenig Milch
H ZUM SERVIEREN
Erdbeerkonfitüre (P: gerne auch Rhabarber-
-Himbeer)
Clotted Cream
Frische Erdbeeren

Quelle

modifiziert nach
Mary Berry/BBC Food bzw. Athina/The magic whisk
Erfasst *RK* 17.06.2022 von
Petra Holzapfel

Zubereitung

Ein Backblech mit Backpapier oder Dauerbackfolie belegen. Milch und Zitronensaft mischen und etwas stehen lassen (oder Buttermilch benutzen).

Mehl, Backpulver, Zucker und Salz in die Schüssel der Küchenmaschine geben und mit dem K-Haken etwa 30 Sekunden durchrühren. Die Butterwürfel zugeben und alles etwa 5 Minuten auf mittlerer Geschwindigkeit mischen, bis die Masse eine grießartige Konsistenz aufweist.

Eier und Milch verrühren und unter Weiterkneten nach und nach so viel davon zum Mehl geben, dass am Schluss ein weicher, leicht klebriger Teig entsteht, dabei den Teig kurz weiterkneten, bis er zusammenkommt und keine Mehlspuren mehr in der Schüssel zu sehen sind (P: ich habe nicht alles von der Milchmischung gebraucht). Den Teig auf die leicht bemehlte Arbeitsfläche geben und etwa 2 Minuten sanft durchkneten.

Den Teig auf leicht bemehlter Fläche 2 cm dick ausrollen. Mit einem in Mehl getauchten gewellten Metall-Ausstecher (6 cm) dicht an dicht Kreise ausstechen (Ausstecher nur von oben nach unten drücken und dabei nicht drehen!) und diese mit der Unterseite nach oben auf das vorbereitete Backblech legen. Den Restteig wieder sanft zusammenkneten, erneut ausrollen und weitere Scones ausstechen, bis alles an Teig verbraucht ist (P: das ergab bei mir 15 Scones).

Den Backofen auf 190°C Ober-/Unterhitze vorheizen.

Ein Eigelb mit einer Prise Salz sowie Zucker und wenig Milch verrühren und die Oberfläche der Scones damit sparsam bepinseln, es darf keine Eierstreiche an der Seite herunterlaufen. Die Scones abgedeckt etwa 15 Minuten ruhen lassen, dann ein zweites Mal mit der Eierstreiche bepinseln. Die Scones nochmal 10 Minuten stehen lassen, dann das Blech in den vorgeheizten Backofen schieben und etwa 12-15 Minuten backen, bis die Scones gut aufgegangen und die Oberfläche goldgelb ist.

Die Scones auf einem Rost abkühlen lassen und so frisch wie möglich servieren. Die Scones lassen sich gut einfrieren und aufbacken (z.B. im Air Fryer 2-3 Minuten bei 170°C, dann im Gerät stehen lassen, bis sie lauwarm sind).

Zum Servieren die Sones mit den Fingern mittig aufbrechen und für cornish Style zuerst mit Konfitüre bestreichenund dann mit Clotted Cream toppen. Für Devon Style streicht man erst Clotted Cream auf die Sconeshälften und gibt darauf die Jam.

Anmerkung Petra: Schnell gemacht und absolut köstlich: das Zusammenspiel der noch sanft warmen Scones mit der fruchtigen Konfitüre und der kalten Clotted Cream ist ein Hochgenuss! Hier gab es noch frische Erdbeeren dazu (geviertelt, kurz mit etwas roh gerührter Erdbeerkonfitüre mariniert).

Ich habe hier zwei Rezepte vermischt: Zubereitung in der Küchenmaschine, längeres Kneten, Ausstechgröße, Eierstreiche und verlängerte Stehzeit stammen von Athina/The magic whisk, wobei diese Teig und Teiglinge noch deutlich länger ruhen lässt. Ich habe aber weniger Backpulver verwendet.

*Beim nächsten Mal Buttermilch testen und mit je einer Teighälfte einen Vergleich schnelles und langsames Verarbeiten machen.

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========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Rhabarber-Himbeer-Konfitüre mit Vanille
Kategorien: Konfitüre, Einmachen, Früchte
Menge: 1 Ansatz

Zutaten

500 Gramm Passiertes Himbeerenpüree aus frischen oder TK-
-Früchten
500 Gramm Rhabarber; vorbereitet gewogen, in 1 cm Stücken
2 Essl. Zitronensaft; frisch gepresst
1 kg Gelierzucker 1+1
1 Vanilleschote; aufgeschlitzt, Mark ausgekratzt

Quelle

eigenes Rezept
Erfasst *RK* 17.06.2021 von
Petra Holzapfel

Zubereitung

Himbeerpüree und Rhabarberstücke mit Zitronensaft, Vanille und Gelierzucker in einen Topf geben und einige Stunden, am besten über Nacht Saft ziehen lassen.

Alles zum Kochen bringen und etwa 3 Minuten kochen, dabei nach Belieben kurz durchpürieren.

Konfitüre kochend heiß in Twist off-Gläser füllen.

Anmerkung Petra: eine wunderbar fruchtige Konfitüre, auch von Rhabarber-Verächtern heiß geliebt!

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*[Werbung wegen Nennung der Bezugsquelle, Produkt wurde selbst gekauft]

Johannisbeer-Himbeer-Tarte mit Baiser

Noch immer finden sich Johannisbeeren und Himbeeren aus der letzten Saison im Tiefkühler. Die müssen so langsam Platz machen, bald kommt die neue Ernte!

Johannisbeer-Himbeer-Tarte mit Baiser

Als ich jetzt den Wologdaer Preiselbeerkuchen mit Baiser sah (in der englischen Fassung wird er übrigens als Vologda Cranberry-Pie bezeichnet und Cranberries sind auch auf den Fotos zu sehen), habe ich einfach die Früchte für die Füllung ausgetauscht.

Making of

Der Teig besteht aus Streuseln, die in die Tarteform gedrückt werden. Der Boden wird vorgebacken – echtes Blindbacken mit Backpapier und einer Beschwerung durch Reis oder Hülsenfrüchte ist aber nicht notwendig, der Boden hält auch so beim Backen gut die Form. Nach dem Vorbacken kommt die Füllung auf den Boden, beides wird nochmal zusammen in den Ofen geschoben. Anschließend spritzt man die Baisermasse darauf und die Tarte wird fertig gebacken.

Johannisbeer-Himbeer-Tarte mit Baiser

Hier der Kuchen nochmal im Anschnitt.

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Johannisbeer-Himbeer-Tarte mit Baiser
Kategorien: Kuchen, Früchte, Baiser
Menge: 8 Stück

Zutaten

H TEIG
200 Gramm Mehl
85 Gramm Butter
3 Eigelb
1 Prise Salz
80 Gramm Puderzucker
H FÜLLUNG
200 Gramm Johannisbeeren (auch TK)
100 Gramm Himbeeren (auch TK)
100 Gramm Zucker
20 Gramm Maisstärke
H BAISER
3 Eiweiß
140 Gramm Feinster Backzucker
1 Essl. Zitronensaft

Quelle

modifiziert nach
Russia beyond
Erfasst *RK* 13.05.2022 von
Petra Holzapfel

Zubereitung

Alle Zutaten für den Boden in eine Schüssel geben und verrühren, bis man lockere Streusel erhält (P: evtl. mit den Händen vermischen oder den Foodprocessor zu Hilfe nehmen).

Eine Tarteform mit herausnehmbarem Boden (22 cm Durchmesser) buttern. Den Teig gleichmäßig an Boden und Rand andrücken, überstehenden Teig abschneiden. Den Boden mehrfach mit einer Gabel einstechen. Die Form kalt stellen (P: 10 Minuten TK).

Den Backofen auf 180°C vorheizen.

Den Boden etwa 18-20 Minuten hellbraun backen (Blind backen mit Bohnen oder Reis ist nicht notwendig, der Rand rutscht nicht ab.)

Die Beeren mit dem Zucker in einen Topf geben und erhitzen. Die Speisestärke in wenig Wasser anrühren. Sobald die Früchte köcheln und sich Saft gebildet hat, kurz mit dem Pürierstab durchmixen, es soll aber keine homogene Masse entstehen. Die Fruchtmasse mit der Speisestärke bis zur gewünschten Konsistenz binden. Die Füllung etwas abkühlen lassen (P: Topf in kaltes Wasser stellen).

Die Füllung auf dem Kuchenboden verteilen und den Kuchen für weitere 5 Minuten backen.

Das Eiweiß mit dem Zitronensaft in eine trockene, fettfreie Schüssel geben und mit dem Handrührer etwa 2 Minuten schlagen, bis große Blasen entstehen.

Nach und nach den Zucker einrieseln lassen und das Eiweiß auf höchster Stufe schlagen, bis sich der Zucker aufgelöst hat und die Baisermasse glänzend und schnittfest ist.

Die Baisermasse in einen Spritzbeutel geben und die Tarte damit dekorieren (P: ich habe deckend Tuffs darauf gespritzt und hatte Eischneemasse übrig – evtl. erst eine Schicht aufstreichen und darauf die Tuffs spritzen).

Die Tarte erneut in den Ofen schieben, die Temperatur auf 170°C reduzieren und etwa 15 Minuten weiterbacken, bis die Baisermasse fest ist und braune Spitzen bekommen hat.

Vor dem Servieren abkühlen lassen.

Anmerkung Petra: Schöne fruchtige Tarte, zu der man durchaus etwas kalte Sahne servieren kann.

Das Rezept war ursprünglich ein „Wologdaer Cranberrykuchen mit Baiser“. Ich habe für die Füllung anstelle von Cranberries Johannisbeeren und Himbeeren verwendet. Wer die Kernchen nicht mag, könnte die Beeren auch durch die flotte Lotte drehen. Im Original war eine Form mit 20 cm angegeben. Obwohl ich eine 22 cm Form verwendet habe, fand ich die Teigmenge reichlich, hier blieben etwa 50 g übrig. Der Boden ist nicht knusprig, sondern eher kompakt. Auch vom Baiser habe ich wie beschrieben nicht alles genommen, man könnte die Auflage noch deutlich höher machen.

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Tarte à la Rhubarbe – französischer Rhabarberkuchen

Bei der Suche nach Brot-Ideen aus Frankreich für die aktuelle kulinarische Weltreise habe ich auch das 2005 erschienene Buch Paris Boulangerie Patisserie – Recipes from Thirteen Outstanding French Bakeries* von Linda Dannenberg wieder einmal durchgeblättert. Die Brotrezepte fand ich allesamt wenig inspirierend, hängengeblieben bin ich aber bei einer Tarte à la Rhubarbe, einem Rezept der ältesten Patisserie in Paris, Stohrer, gegründet 1730.

Rhabarbertarte

Ich habe den Kuchen am Vortag gebacken und dann gut gekühlt serviert.

Anschnitt

Wie man hier sieht, ist der Mürbteig-Boden auch bei einer Springformgröße von 23 cm relativ dick (alternativ waren 20 cm angegeben),  den würde ich mir dünner wünschen und deshalb beim nächsten Mal auf eine noch größere Springform zurückgreifen. Der Boden wird blind vorgebacken, darauf kommt eine Schicht gekochter, abgetropfter Rhabarber und darüber ein Guss aus Crème fraîche, Eiern, Zucker, Vanille und Butter. Das ergibt eine cremige Schicht, die die Säure des Rhabarbers sehr schön auffängt. Hat uns gut gefallen!

Rhabarberernte

Erste Rhabarberernte aus dem Garten

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Tarte à la Rhubarbe – französischer Rhabarberkuchen
Kategorien: Kuchen, Frankreich
Menge: 1 Kuchen 23 cm (P: besser größer)

Zutaten

H MÜRBTEIG
240 Gramm Mehl
3/4 Teel. Salz
30 Gramm Gemahlene blanchierte Mandeln
85 Gramm Puderzucker*
150 Gramm Butter; in Flöckchen
1 Ei
H RHABARBERFÜLLUNG
500 Gramm Rhabarber; geputzt gewogen, in 1 cm Stücke
-geschnitten
160 Gramm Zucker
3 Eier
300 Gramm Crème fraîche oder Sahne
1 Teel. Vanilleextrakt
75 Gramm Butter; geschmolzen und leicht abgekühlt
H ZUM BESTÄUBEN
Puderzucker

Quelle

Linda Dannenberg
Paris Boulangerie Patisserie
Recipes from Thirteen Outstanding French Bakeries
hier: Patisserie Stohrer
Erfasst *RK* 06.05.2022 von
Petra Holzapfel

Zubereitung

In einem Food Processor Mehl, Salz, Zucker und Mandeln mischen. Die Butter in Flöckchen zugeben und pulsierend mixen. Nun das Ei zugeben und so lange pulsierend mixen, bis der Teig zusammenkommt. Den Teig auf der Arbeitsfläche zusammenkneten. 1 Stunde kalt stellen, bevor man eine 23 cm Springform damit auslegt (P: ich habe den Teig gleich ausgerollt: 1/3 für den Rand abgenommen, den Rest auf 23 cm Durchmesser ausgerollt und die Springform damit ausgelegt. Aus dem abgenommenen Teig den Rand geformt, er soll etwa 5 cm hoch sein. Springform dann 1 Stunde in den Tiefkühler gestellt).

Den Backofen auf 190°C vorheizen. Die Springform auf ein Backblech stellen und mit (zerknülltem und wieder aufgefaltetem) Backpapier belegen, mit Reis oder Bohnen zum Blindbacken füllen. Das Blech mit der Form für 15 (P: 18) Minuten in den Backofen schieben, dann herausnehmen, die Blindbackfüllung und das Papier entfernen, den Boden mit einer Gabel mehrfach einstechen und nochmal für 5 (P: 10) Minuten backen, bis der Boden blass goldbraun ist.

Für die Rhabarberfüllung den Rhabarber mit 100 g Zucker in einen Topf geben und unter Rühren etwa 7 Minuten kochen, bis der Rhabarber weich ist. Den Rhabarber in ein Sieb kippen, um überschüssige Flüssigkeit zu entfernen.

In einer Schüssel die Eier, die restlichen 60 g Zucker, Crème fraîche und Vanileextrakt glatt rühren. Die geschmolzene Butter unterschlagen.

Den abgetropften Rhabarber in den vorgebackenen Boden löffeln. Die Form wieder auf das Backblech im Backofen stellen und die Crème fraîche-Mischung vorsichtig hineingießen.

Den Kuchen 30-35 Minuten backen, bis die Füllung fest geworden ist. Den Kuchen herausnehmen und auf einem Gitterrost abkühlen lassen, dann den Rand der Springform abnehmen. Den Kuchen für mindestens 1 Stunde in den Kühlschrank stellen.

10 Minuten vor dem Servieren die Tarte aus dem Kühlschrank nehmen. Unmittelbar vor dem Servieren den äußeren Rand des Kuchens mit Puderzucker bestäuben.

Anmerkung Petra: Schöne cremige Tarte, hat uns prima gefallen. Der Rhabarber bringt angenehme Säure ins Spiel, ohne sich in den Vordergrund zu drängen. Kuchen kann gut am Vortag gemacht werden.

*Ich habe aus Versehen beim Teig normalen Zucker genommen, mit Puderzucker dürfte der Boden noch etwas zarter sein.

Im Rezept steht, man kann alternativ auch eine 20 cm Form nehmen. Ich fand schon bei 23 cm den Boden relativ dick und würde beim nächsten Mal eine größere Form bevorzugen.

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Walnuss-Cranberry-Kastenkuchen

Vor kurzem ist hier Baking with Dorie* von Dorie Greenspan eingezogen, ein Backbuch mit süßen, aber auch einigen – wie ich finde- reizvoll klingenden pikanten Rezepten.

Walnuss-Cranberry-Kastenkuchen

Als erstes Testobjekt habe ich mir aber einen Kuchen fürs Wochenende herausgesucht, ihren Pecan Cranberry Loaf, den sie dem Kapitel „Frühstück zuordnet. Pecannüsse waren nicht mehr im Vorrat, die habe ich mit gerösteten Walnüssen ersetzt und den Koriander gegen Kardamom ausgetauscht, den Rest so belassen. Beim nochmaligen Backen würde ich die Menge an Caanberries (die bei mir aus dem Tiefkühler kamen) etwas erhöhen – die herb-säuerlichen Früchte machen sich nämlich ausgesprochen gut im Kuchen.

Die Empfehlung, den Kuchen schon am Vortag zu backen und dann gut eingepackt (hier im Gefrierbeutel) durchziehen zu lassen, übernehme ich: der unkomplizierte Kuchen ist richtig schön saftig, hält sich gut frisch und ist im Sommer bestens Picknick-geeignet.

Womit ich allerdings ein kleineres Problem hatte: Greenspan backt ihren Kuchen in einer 8,5 inch Kastenform, das entspricht zumindest von der Länge her einer 21 cm Form. Beim Einfüllen hatte ich aber schon eine Zweifel und tatsächlich füllte der Teig diese bis knapp unter der oberen Kante. Also habe ich schnell noch auf eine 25 cm Kastenform umgeswitcht – hier passte alles optimal. Wahrscheinlich sind die amerikanischen Kastenformen einfach breiter oder höher.

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Walnuss-Cranberry-Kastenkuchen
Kategorien: Kuchen, Nuss, Früchte, Brunch
Menge: 1 Kuchen 25 cm

Zutaten

200 Gramm Mehl
1 1/2 Teel. Backpulver
1/2 Teel. Gemahlener Kardamom (Original gemahlener
-Koriander)
1/4 Teel. Backnatron
1/4 Teel. Salz
130 Gramm Zucker
1 Bio-Orange; abgeriebene Schale
50 Gramm Brauner Rohrohrzucker (P: feiner)
3 groß. Eier; Raumtemperatur
120 ml Buttermilch; Raumtemperatur
120 ml Neutrales Öl; hier Sonnenblumenöl
80 Gramm Geröstete Walnusskerne; geröstet; fein gehackt
-(Original Pecannusskerne)
55 Gramm Frische oder TK-Cranberries; grob gehackt, TK
-nicht aufgetaut (P: gerne etwas mehr)
H NACH BELIEBEN
Puderzucker zum Bestäuben

Quelle

nach
Dorie Greenspan
Baking with Dorie
Erfasst *RK* 18.02.2022 von
Petra Holzapfel

Zubereitung

Den Backofen mit einem Rost auf mittlerer Schiene auf 175°C vorheizen. Eine Kastenform (25 cm*) buttern und bemehlen.

Mehl, Backpulver, Kardamom, Backnatron und Salz vermischen.

In einer großen Schüssel die abgeriebene Orangenschale mit den Händen in den Zucker reiben, bis die Mischung leicht feucht wird und aromatisch duftet. Den braunen Zucker zugeben und umrühren. Mit dem Handrührer nach und nach die Eier einrühren, dabei jeweils vor der nächsten Zugabe etwa 1 Minute rühren. Die Buttermilch unterschlagen. Nun die Hälfte der Mehlmischung mit einem Gummispatel (P: Schneebesen) unterheben, dann den Rest zugeben. Nun nach und nach das Öl einarbeiten. Am Schluss die Nüsse und die Cranberries unterziehen.

Den dickflüssigen Teig in die vorbereitete Backform gießen und für etwa 1 Stunde in den Backofen schieben (Stäbchenprobe).

Die Form herausnehmen, etwa 5 Minuten auf einem Rost abkühlen lassen, dann den Kuchen herausstürzen und mit der Oberfläche nach oben auf einem Rost weiter abkühlen lassen.

Nach Belieben mit etwas Puderzucker bestäuben.

Der Kuchen hält sich eingewickelt gut 4 Tage. Laut Greenspan schmeckt er einen Tag durchgezogen besser als frisch. Schmeckt angeblich auch mit Konfitüre oder Marmelade. Prima Picknick- oder Reise-geeignet. Etwas altbacken kann man die Scheiben toasten und mit Eis servieren.

Anmerkung Petra: ich habe den Kuchen mit Walnüssen und Kardamom anstelle von Pecannüssen und Koriander gebacken. Saftiger, nicht zu süßer Kuchen. Von den Cranberries dürften es durchaus etwas mehr sein.

Greenspan nimmt eine 21 cm-Form (8,5 inch), meine war aber zu klein für den Teig – 25 cm passt prima.

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Schokokuchen mit Kastanien

Diese Chestnut Torta von Nadiya Hussain war eigentlich schon in der Vorweihnachtszeit eingeplant, musste dann aber der Adventsbäckerei und den Plätzchen weichen.

Kastanien-Schoko-Kuchen

Bevor die Packung mit den vakuumierten Esskastanien jetzt wieder im Keller verschwinden konnte, habe ich mich doch noch ans Backen gemacht.

Kastanien-Schoko-Kuchen

Herausgekommen ist ein sehr schokoladiger, lockerer Kuchen, der nur 50 g Mehl enthält, dafür aber durch die gehackten Esskastanien und gehackte Haselnüsse etwas Substanz mitbringt. Mehl, Mandeln und Nüsse sind geröstet und steuern daher noch mehr Aroma bei. Etwas Instant-Espresso ergänzt das alles, herausschmecken konnte ich den allerdings nicht. Den Zucker habe ich um 1/4 verringert – wer es süßer mag, nimmt die Originalmenge.

Kastanien-Schoko-Kuchen

Für mich darf es gerne eine ordentliche Portion Schlagsahne zum Kuchen sein 🙂

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Schokokuchen mit Kastanien
Kategorien: Kuchen, Schokolade, Nuss, Esskastanie
Menge: 1 Kuchen 24 cm Durchmesser

Zutaten

50 Gramm Mehl
50 Gramm Gemahlene Mandeln
200 Gramm Butter
200 Gramm Zartbitterschokolade (P: 60%); grob gehackt
1 Teel. Instant Espressopulver
4 Eier
150 Gramm Zucker (Original 200 g)
100 Gramm Gegarte Esskastanien; Maroni
100 Gramm Geröstete Haselnüsse; grob gehackt
H SOWIE
Puderzucker; zum Bestäuben
Kakao; zum Bestäuben
Schlagsahne; zum Servieren

Quelle

modifiziert nach Nadiya Hussain
Nadiya’s Fast Flavours
via thehappyfoodie
Erfasst *RK* 21.01.2022 von
Petra Holzapfel

Zubereitung

Mehl und gemahlene Mandeln in eine beschichtete Pfanne geben und auf niedriger Hitze goldbraun anrösten. Abkühlen lassen und in eine Schüssel geben.

Butter, Schokolade und Instantkaffe in einen kleinen Topf geben und bei niedriger Hitze schmelzen. Alles verrühren, bis eine homogene Masse entstanden ist, abkühlen lassen.

Eine Springform (24 cm) mit Backpapier belegen, den Rand buttern. Den Backofen auf 175°C vorheizen.

Die Schokoladenmischung zusammen mit Zucker und den Eiern in eine Schüssel geben und mit dem Handrührer cremig aufschlagen. 1/3 der Mischung zu der Mandel-Mehl-Mischung geben und alles gut verrühren, dann wieder zurück in die restliche Schokoladenmischung geben und unterziehen. Esskastanien und Haselnüsse zugeben und gleichmässig unterheben.

Den Teig in die vorbereitete Form füllen, glatt streichen und etwa 40 Minuten backen (Stäbchenprobe).

Die Form herausnehmen und auf einem Rost abkühlen lassen.

In ein kleines Sieb auf eine Seite Puderzucker, auf die andere Kakao geben und den Kuchen damit besieben.

Den Kuchen auf eine Kuchenplatte transferieren und mit geschlagener Sahne servieren.

Anmerkung Petra: sehr schokoladiger Kuchen mit etwas Biss durch Esskastanien und Nüsse.

Ich habe den Zucker gegenüber dem Original reduziert uund Maronen und Nüsse nicht auf den Boden der Springform gestreut, sondern unter den Teig gehoben.

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