Frühstücks-Pancake mit Sommerbeeren und Zitronenbutter

Zum gemütlichen und nicht ganz frühen Sonntagsfrühstück mag ich ab und zu gerne mal Pancakes, so wie diese schon alt-ehrwürdigen (der Blogeintag ist 17 Jahre alt!)  Heidelbeer Ricotta Hotcakes – allerdings backe ich sie mit eher seltener Frequenz, da man doch eine Weile an der heißen Pfanne steht, gerade wenn man eine größere Familie damit beglücken will.

Backofen-Pancakes

Abhilfe schafft dieser Frühstücks-Pancake mit Sommerbeeren aus dem Backofen (im Original aus Rukmini Iyers The Quick Roasting Tin*), der wirklich blitzschnell zusammengerührt ist. Denkt euch bitte noch den Puderzucker dazu, den habe ich beim schnellen Fotografieren vergessen, die Gier war schon zu groß 😉

Pancakes nah

Das Ergebnis ist unglaublich lecker: saftig-luftige Bissen mit kleinem knusprigem Rand, dazu gibt’s noch eine Zitronenbutter, die auf dem warmen Pfannkuchen wohlig zerfließt.

Als Früchte habe ich hier eine Mischung aus Heidelbeeren und Himbeeren darauf gegeben, die in üppiger Menge im Tiefkühler schlummern. Damit steht einem weiteren Frühstücksvergnügen auch für eine große Runde nichts mehr im Weg 🙂

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Backofen-Pancake mit Sommerbeeren und Zitronenbutter
Kategorien: Frühstück, Brunch, Pfannkuchen, Backofen, Früchte
Menge: 2 Personen

Zutaten

H PANCAKE
25 Gramm Butter
125 Gramm Ricotta
2 Eier
100 ml Milch
25 Gramm Zucker
75 Gramm Mehl
3/4 Teel. Backpulver
1 Prise Salz
75 Gramm Heidelbeeren; auch TK
75 Gramm Himbeeren; auch TK
Puderzucker; zum Bestäuben
H ZITRONENBUTTER
50 Gramm Weiche Butter
15 Gramm Puderzucker
1/2 Zitrone: abgeriebene Schale und 1 Tl Saft; Menge
-nach Geschmack

Quelle

Rukmini Iyer
The Quick Roasting Tin
Erfasst *RK* 31.08.2021 von
Petra Holzapfel

Zubereitung

Den Backofen auf 220°C vorheizen. Die Butter in die Auflaufform (hier etwa 14 x 24 cm) geben, die Form beim Vorheizen in den Ofen stellen, damit die Butter schmilzt.

Mehl, Salz und Backpulver vermischen.

Ricotta, Eier, Milch und Zucker in einer Schüssel mit dem Schneebesen verrühren, dann die zerlassene Butter aus der Form dazugießen (die übrige geschmolzene Butter fettet gleichzeitig die Form) und unterrühren. Die Mehlmischung unterziehen. Den Teig in die gebutterte Auflaufform geben. Die Beeren darauf verteilen.

Die Form für 30-35 Minuten in den Backofen schieben, der Pancake soll goldbraun und schön aufgegangen sein.

Währenddessen die weiche Butter mit dem Puderzucker cremig aufschlagen. Zitrone und Zitronensaft nach Geschmack unterrühren.

Den heißen Pancake mit Puderzucker bestäuben und in Stücke schneiden, mit der Zitronenbutter servieren.

Anmerkung Petra: absolut leckerer fluffiger Pfannkuchen mit knusprigem Rand, macht so gut wie keine Arbeit.

Wenn es schnell gehen soll: am besten schon am Vorabend die Butter für den Pancake in die Auflaufform wiegen und die restliche Butter zum Aufschlagen in eine kleine Schüssel geben.

Die Zitronenbutter ist eher reichlich bemessen, sie schmeckt auch auf Toast.

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Schoko-Brownie-Cheesecake mit Sommerbeeren

Fürs Kaffeetrinken mit der Freundin habe ich jetzt ein Rezept ausgegraben, was ich schon 2004 im längst inaktiven Blog The passionate Cook gefunden habe: einen Chocolate brownie and summer berry cheesecake. Ich hatte das Rezept von Johanna damals auch ausprobiert, aber kaum mehr eine Erinnerung daran. Aber mein Zusatz „Genial köstlich!“ ließ eigentlich vermuten, dass der Kuchen durchaus präsentabel sein sollte.

Schoko-Brownie-Cheesecake mit Sommerbeeren

Diesmal habe ich den Brownie-Teig mit der Frischkäsemasse in einer quadratischen (21×21 cm, etwas größer geht auch) Backform mit herausnehmbarem Boden gebacken. Heidelbeeren (bitte verwendet wenn möglich Waldheidelbeeren!) und Himbeeren gibt es momentan frisch, man kann aber genausogut TK-Ware nehmen. Anschneiden sollte man den Kuchen erst, wenn er richtig gut ausgekühlt ist, das gibt das schönste Schnittbild.

Anschnitt

Wie sagt Johanna so treffend: Decadence on a plate, that’s what I call this! Der reichhaltige Schokoteig ist zartschmelzend, die fruchtige Säure ein perfekter Gegenpart.

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Schoko-Brownie-Cheesecake mit Sommerbeeren
Kategorien: Kuchen, Schokolade, Käse, Früchte
Menge: 12 Stück

Zutaten

H BODEN
180 Gramm Dunkle Schokolade (60% Kakao); grob gehackt
40 Gramm Vollmilchschokolade; grob gehackt
200 Gramm Weiche Butter
200 Gramm Zucker
3 Eier
110 Gramm Mehl
1 Prise Salz
1/8 Teel. Backpulver
H KÄSEMASSE
400 Gramm Frischkäse (P: Buko Balance)
125 Gramm Zucker
1 Teel. Vanilleextrakt
2 Eier
100 Gramm Waldheidelbeeren (TK gehen auch)
100 Gramm Himbeeren (TK gehen auch)

Quelle

modifiziert nach
The passionate cook/Delicious Magazine
Erfasst *RK* 19.07.2021 von
Petra Holzapfel

Zubereitung

Eine Form (P: Quadratische Form mit herausnehmbarem Boden, Kantenlänge 21 cm, ich habe aber auch schon eine 20×30 cm Form verwendet) mit überlappendem Backpapier auslegen. Den Backofen auf 180°C vorheizen.

Für den Boden die Schokolade über dem Wasserbad schmelzen. Wieder etwas abkühlen, aber nicht fest werden lassen.

Butter und Zucker in einer Schüssel sehr hell und schaumig rühren (Handrührer oder Küchenmaschine). Nacheinander die Eier unterrühren, dann die Schokolade unterrühren. Zum Schluss das mit Salz und Backpulver gemischte Mehl darauf sieben und unterziehen.

3/4 des Teiges in die Form geben und glatt streichen.

Die Zutaten für die Käseschicht verrühren und auf dem Boden verteilen. Den restlichen Schokoteig auf die Käseschicht klecksen und alles etwas „verswirlen“. Die Früchte auf dem Kuchen verteilen.

Die Form in den vorgeheizten Backofen schieben und den Kuchen etwa 60-70 Minuten backen – die Mitte wabbelt dann noch leicht (P: 70 Minuten, bei der größeren Form reichen 55-60 Minuten). Herausnehmen und auf einem Rost abkühlen lassen. Den Kuchen aus der Form nehmen und in 12 Stücke schneiden.

Anmerkung Petra: Ganz köstlicher, zart-schmelzender Kuchen. Die Zuckermenge habe ich gegenüber dem Original verringert.

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Luisenkuchen mit Aprikosen und Baiser

Schon 2018 lachte mich der Aprikosen-Kokoskuchen bei Andy von lieberlecker an – drei Jahre hat es gedauert, bis ich ihn nachgebacken habe. Eindeutig zu lange, wie ich jetzt weiß!

Luisenkuchen Teller

Im Original stammt der Luisenkuchen aus Sweet* von Yotam Ottolenghi und Helen Goh und wird mit großen roten Pflaumen gebacken. Im Prinzip funktioniert jedes Steinobst, nur schön säuerlich und nicht zu weich sollte es als Kontrast zur süßen Baiserschicht sein. Bei mir waren es die ersten Aprikosen, die auf dem vorgebackenen Rührteig Platz nehmen durften. Darüber kommt die Baisermasse, die noch mit gerösteten Mandelblättchen angereichert wird.

Etwas Aufmerksamkeit sollte man der Ofentemperatur widmen, die wird für diesen Kuchen nämlich gleich viermal unterschiedlich eingestellt.

Luisenkuchen ganz

Ich habe den Kuchen wie in einer quadratischen Form mit herausnehmbarem Boden gebacken und dann in 9 Portionen geteilt. Der Kuchen schmeckt frisch, kann aber gut 2 Tage an einem kühlen Ort aufbewahrt werden. Die Baiserschicht bleibt dabei richtig schön knusprig, so wie ich es liebe.

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Luisenkuchen mit Aprikosen und Baiser
Kategorien: Kuchen, Früchte, Kokos, Baiser
Menge: 1 Kuchen*

Zutaten

H KUCHEN
125 Gramm Weiche Butter
100 Gramm Zucker
1 Teel. Abgeriebene Bio-Zitronenschale
3 groß. Eigelb
125 Gramm Mehl
1 1/2 Teel. Backpulver
1/4 Teel. Salz
20 Gramm Kokosraspeln
80 ml Milch
1 Teel. Vanilleextrakt
450 Gramm Kleinere Aprikosen oder andere säuerliche
-Früchte**
H BAISER
60 Gramm Mandelblättchen
3 groß. Eiweiss***
1 Prise Salz
185 Gramm Zucker
1 Teel. Vanilleextrakt
1 Teel. Weissweinessig
1 Teel. Maisstärke

Quelle

nach
Yotam Ottolenghi, Helen Goh
Sweet
Erfasst *RK* 24.06.2021 von
Petra Holzapfel

Zubereitung

*Kuchen für eine quadratische Form 20×20 cm mit herausnehmbarem Boden 20×20 cm oder eine runde Springform mit 23 cm Durchmesser.

Den Backofen auf 170°C vorheizen. Die Form mit Backpapier auslegen, den Rand fetten.

Die Mandelblättchen für das Baiser auf einem Backblech verteilen und 10 Minuten rösten, bis sie leicht angebräunt sind, dann herausnehmen und abkühlen lassen.

Die Ofentemperatur auf 185°C erhöhen.

Das Mehl mit Backpulver und Salz in eine Schüssel sieben. Die Kokosraspel dazugeben und unterrühren.

Die Butter mit Zucker und Zitronenschale in eine Schüssel geben und mit dem Handrührer auf mittlerer bis hoher Stufe hell und cremig rühren. Die Eigelbe einzeln hinzufügen und unterrühren.

Während die Buttermischung auf kleiner Stufe weiterläuft, die Mehlmischung in kleinen Portionen abwechselnd mit Milch und Vanilleextrakt dazugeben und dann in die vorbereitete Form geben und glattstreichen.

Die Form in den Backofen schieben und 25 Minuten backen (die Masse wird nicht sehr hoch aufgehen, Stäbchenprobe)

Währenddessen die Aprikosen waschen, trocknen und halbieren, entsteinen und jede Hälfte vierteln, kleinere Aprikosen nur halbieren.

Den fertig gebackenen Kuchen aus dem Ofen nehmen und die Temperatur auf 200°C erhöhen. Die Aprikosenspalten dicht an dicht auf den Kuchen legen, so dass sie nicht überlappen (sonst wird der Boden zu feucht)

Die Eiweiße mit dem Salz in einer fettfreien Schüssel steifschlagen. Sobald sich weiche Spitzen bilden, den Zucker esslöffelweise hinzufügen und weiterschlagen, bis der Eischnee fest ist und glänzt. Vanilleextrakt, Essig und Stärke untermischen und zum Schluss die gerösteten Mandelblättchen unterheben.

Die Baisermasse auf den Früchten verstreichen, dabei dekorative Wellen und Spitzen formen. Den Kuchen in den Ofen schieben und die Temperatur sofort auf 180°C senken.

Den Kuchen weitere 35 Minuten backen, bis die Baiserhaube oben fest ist und zu bräunen beginnt. Aus dem Ofen nehmen und mindestens 30 Minuten abkühlen lassen, dann erst aus der Form nehmen

Anmerkung Petra: Feiner Kuchen mit sehr knuspriger Baiserschicht. Dazu passt hervorragend ungesüßte Schlagsahne (der Kuchen ist süß genug!).

**Wegen der Süße der Baiserschicht unbedingt säuerliche, nicht zu weiche Früchte verwenden. Ottolenghi nimmt große rote Pflaumen, Sauerkirschen sollten auch sehr gut gehen.

***Im Original 140 g Eiweiß von von 3 1/2 Eiern, ich habe das von 3 Eiern verwendet – das war etwas weniger, reichte aber völlig.

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Eifeler Reisfladen

Und schon geht es in Runde 7 von Koch mein Rezept, dem Blog-vernetzenden Event. Diesmal durfte ich mich bei Dana von Savvy and Sweets umschauen, die ihre Rezepte mit sehr ansprechenden Fotos präsentiert. Dana hat erst im November 2020 mit dem Bloggen begonnen, dementsprechen ist die Auswahl bei ihr noch nicht allzu riesig. Da sie – wie sie selbst sagt – eine Naschkatze ist, finden sich bei ihr eine ganze Reihe süßer Leckereien wie etwa Weihnachtsplätzchen oder Frühstücks-Bowls, die aber nicht zwangsläufig viel Zucker enthalten müssen. Daneben gibt es auf Savvy and Sweets aber auch pikante Rezepte, beispielsweise ein Bärlauch-Risotto mit Garnelen und grünem Spargel. Auch ihre Bärlauchziegencreme für herzhafte Windbeutel hätte mich gereizt, aber die Bärlauchzeit ist leider schon vorbei.

Reisfladen ganz

Meine Wahl fiel schließlich auf ein Rezept, was mir dato unbekannt war: den Eifeler Reisfladen. Für dieses regionale Spezialität wird vorgekochter Milchreis in einem dünnen Hefeteig gebacken. Ich habe gelernt, dass der Reisfladen in zwei Gegenden gebacken wird: einmal in und um Aachen und dann auch im benachbarten Belgien. Beide Rezepte unterscheiden sich leicht, so ist der Aachener Reisfladen durch die Zugabe von Eischnee etwas stabiler, der belgische etwas cremiger. Danas Eifeler Reisfladen vereint das Beste aus beiden Rezepten.

Eifeler Reisfladen mit Erdbeeren

Für den Hefeteig habe ich etwas weniger Hefe genommen und die Zutaten kalt verwendet, wie ich es immer mache. Dadurch verlängert sich die Gehzeit natürlich etwas. Etwas verwundert las ich, dass die mit dem Hefeteig ausgelegte Form erst mal ungefüllt in den Tiefkühler wandert. Den Zweck dahinter erklärt hier ein Bäckertipp: „Dann geht der Teig im Ofen nicht auf und bleibt schön dünn. Außerdem könnt ihr ihn da auch bis zum nächsten Tag lassen und den Kuchen frisch für eure Gäste zubereiten.“ Natürlich habe ich  mich daran gehalten.

Bei mir gab’s zum Reisfladen ein paar marinierte Erdbeeren, was wunderbar passte. Außerhalb der Erdbeerzeit reicht man gerne Kirschkompott dazu, das kann ich mir auch prima vorstellen.

Blogger Aktion "Koch mein Rezept - der große Rezepttausch" von @volkermampft

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Eifeler Reisfladen
Kategorien: Kuchen, Reis, Eifel, Deutschland
Menge: 1 Springform 24 cm

Zutaten

H MILCHREIS
620 ml Vollmilch (P: 3,8 %)
75 Gramm Milchreis
1 Prise Salz
1 Vanilleschote; aufgeschlitzt, Samen ausgekratzt
60 Gramm Zucker
1-2 Eier* (P: 1 1/2)
H TEIG (MEHR ALS BENÖTIGT**)
250 Gramm Mehl Typ 550
1 Prise Salz
100 ml Milch (P: kalt)
5 Gramm Frischhefe
30 Gramm Zucker
1 Ei (M)
30 Gramm Butter; in Flöckchen (P: kalt)

Quelle

modifiziert nach
Savvy and Sweets
Erfasst *RK* 11.06.2021 von
Petra Holzapfel

Zubereitung

Den Milchreis am besten schon am Vortag zubereiten, damit er gut durchziehen kann.

Dafür die Milch mit der ausgekratzten Vanilleschote, dem Vanillemark und dem Salz aufkochen. Den Reis hinzugeben und etwa 35 Minuten unter gelegentlichem Umrühren köcheln lassen. In den letzten Minuten den Zucker zugeben. Der Milchreis sollte am Schluss noch etwas Biss haben und cremig-flüssig sein.

Den Milchreis mindestens 4 Stunden, besser über Nacht ziehen lassen. Damit er keine Haut bekommt, am besten eine Klarsichtfolie direkt auf den etwas abgekühlten Milchreis auflegen.

Für den Hefeteig das Mehl und das Salz in die Schüssel der Küchenmaschine geben. Hefe, Milch und Ei zugeben und alles auf Stufe 1 etwa 5 Minuten kneten. Dann auf Stufe 2 stellen und die Butter in Flöckchen zugeben. Weitere 10 Minuten kneten. Der Teig ist leicht klebrig, lässt sich aber gut weiterverarbeiten, wenn man ihn kurz auf der leicht bemehlten Arbeitsfläche durchknetet. Den Teig zugedeckt in einer sauberen Schüssel etwa 1 1/2 Stunden bei Raumtemperatur aufgehen lassen.

Vom Teig werden für eine Springform mit 24 cm etwa 300 g benötigt (den Rest habe ich zu Zimtschnecken verarbeitet, s. Anmerkung).

Den Teig grob rund formen und auf leicht bemehlter Arbeitsfläche rund ausrollen (Durchmesser etwa 30 cm). Die Springform buttern und mit dem Teig auslegen, dabei einen Rand formen, diesen gut angedrücken. Den Boden mehrmals mit einer Gabel einstechen. Die Form mit dem Teig für mindestens 40 Minuten in den Tiefkühler stellen. Falls der Rand weich ist und nicht gut hält, lässt er sich nach der Hälfte der Zeit nochmal problemlos nachformen. Man kann den Teig wie den Milchreis auch schon am Vortag machen und bis dahin in der Form im Tiefkühler lagern.

Den Backofen auf 180°C Ober-/Unterhitze vorheizen.

Für die Milchreis-Füllung das Ei trennen, die Vanilleschote aus dem Reis nehmen. Das Eigelb unter den Milchreis rühren. Das Eiweiß mit einer Prise Salz steif schlagen und behutsam unterheben. Die Milchreisfüllung in den gefrorenen Teig geben und gleichmäßig verteilen.

Den Reisfladen auf der mittleren Einschubleiste etwa 20 Minuten backen, die Oberfläche sollte noch nicht zu viel Backfarbe haben. Dann die Temperatur auf 220°C erhöhen und weitere 5-10 Minuten backen, bis die Oberfläche des Fladens eine tiefgoldene Bräune bekommt (P: das war bei mir schon nach 5 Minuten der Fall, ich habe den Kuchen mit Alufolie abgedeckt und noch weitere 5 Minuten bei 200°C gebacken).

Die Form herausnehmen und den Kuchen auf einem Rost abkühlen lassen. Die Füllung fällt nach dem Backen etwas zusammen.

Man kann den Kuchen entweder warm servieren oder, wie Dana es empfiehlt, über Nacht ziehen lassen.

Dana: Dieser Reisfladen ist für mich die perfekte Mischung aus einem Aachener und einem Belgischen Reisfladen. Die Füllung bleibt cremig aber bekommt durch den Eischnee genug Stand. Manche bevorzugen den Reisfladen warm, direkt aus dem Ofen. Meiner Meinung nach ist er am nächsten Tag noch besser, da die Feuchtigkeit vom Milchreis den Hefeteig schön frisch hält und die Aromen sich besser entfalten.

Anmerkung Petra: Wir haben den Reisfladen vor dem Genuss eine Nacht durchziehen lassen. Bei mir gab es dazu noch ein paar marinierte Erdbeeren, eine feine Ergänzung.

Ich habe das Originalrezept von Dana von einer 20 cm auf eine 24 cm Springform umgerechnet. Den Hefeteig habe ich wie bei mir üblich mit weniger Hefe und kalten Zutaten gemacht.

*Ich habe für den Milchreis 1 1/2 Eier verwendet, mit dem Rest habe ich die Zimtschnecken (s.u.) bepinselt. Damit war die Füllung in der Mitte noch recht cremig, was wir sehr lecker fanden. Bei kleinen Eiern kann man für die 24 cm Form bestimmt auch 2 Eier verwenden.

**Den restlichen Teig (180 g) habe ich zu 4 kleinen Zimtschnecken verarbeitet: dafür den Teig zu einem länglichen Band ausrollen, mit Butterflöckchen belegen, mit Zimtzucker bestreuen und von der kurzen Seite her aufrollen. Die kurze Rolle in 4 Stücke schneiden, diese etwas flach drücken und auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen, 45 Minuten aufgehen lassen. Den Backofen auf 200°C vorheizen, die Schnecken mit etwas verquirltem Ei und Milch bestreichen und mit Hagelzucker bestreuen. Im Backofen etwa 15 Minuten backen.

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Wattleseed Cheesecake mit Lemon Myrtle-Macadamia-Boden

Im Mai führt uns die kulinarische Weltreise mit Reiseleiter Volkermampft nach Australien. Die ursprüngliche Küche der Aborigines verwendete lange Zeit ausschließlich Bushfood oder Bush Tucker, also einheimische Pflanzen und Tiere wie Känguru, Emu, Krokodil, Fisch, Meeresfrüchte und Insekten, bevor Sträflinge und Siedler erst britische, spätere Einwanderer auch chinesische, italienische und griechische Küche ins Land brachten. In der zweiten Hälfte des letzten Jahrhunderts kamen dann auch  Immigranten aus der Türkei und dem Libanon, Studenten aus Thailand und Flüchtlinge aus Vietnam dazu.

Aus diesem Grund findet man in Kochbüchern über australische Küche ein buntes Konglomerat aus Gerichten, die es so oder so ähnlich auch in den Ursprungsländern der Siedler gab. Dennoch wurden diese Gerichte im Laufe der Zeit oft den Geschmacksvorlieben der Australier angepasst oder sie bekamen einen eigenen Touch durch heimische Zutaten.

Wattleseed Cheesecake

In diese Rubrik fällt auch dieser Wattleseed Cheesecake mit Lemon Myrtle-Macadamia-Boden.

Zutaten

Der Boden, ein einfacher Keksboden, ist wird neben Orangenschale auch mit Lemon Myrtle (Backhousia citriodora) aromatisiert, die ein frisches, ausgesprochen intensives Zitronenaroma aufweist. Zitronenmyrte wächst in subtropischen Regenwäldern im zentralen und südöstlichen Queensland.

Wattleseed Cheesecake

Sein ganz spezielles Aroma bekommt der Kuchen aber durch die Wattleseeds im Frischkäsebelag. Wattleseeds sind geröstete und gemahlene Akaziensamen spezieller australischer Akazienarten, der Geschmack bewegt sich irgendwo zwischen Kaffee, Schokolade und Nüssen – eine echte Entdeckung!

Die Vorlage für den Kuchen habe ich hier gefunden. Den Boden habe ich etwas abgeändert und andere Kekse verwendet. Außerdem habe ich noch einige Macadamias darin untergebracht, die ich auch für die Dekoration hergenommen habe. Als farblicher Kontrast dienten einige Pistazien (auch für die gibt es ein kleines Anbaugebiet in Australien) sowie etwas Löwenzahnzucker. Den Belag habe ich im Gegensatz zum Original mit ein wenig Gelatine stabilisiert: so ist er zwar schnittfest, aber doch sehr schön cremig.

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Wattleseed Cheesecake mit Lemon Myrtle-Macadamia-Boden
Kategorien: Kuchen, Käse, Keks, Australien
Menge: 1 Kuchen 22 cm

Zutaten

H BODEN
200 Gramm Kernige Haferkekse (P: Hobbits)
50 Gramm Macadamianüsse; geröstet und gesalzen
1/2 Unbehandelte Orange: abgeriebene Schale
1 Teel. Zitronenmyrte; Lemon Myrtle
75 Gramm Butter; geschmolzen
H BELAG
2 1/2 Blätter Gelatine
1/2 Unbehandelte Orange: abgeriebene Schale sowie
50 Gramm Orangensaft; frisch gepresst
400 Gramm Frischkäse (P: 200 g Doppelrahm, 200 g Balance)
1 Essl. Gemahlene Wattleseeds; geröstete Akaziensamen
200 Gramm Schlagsahne
75 Gramm Roh-Rohrzucker
H DEKORATION, OPTIONAL
Einige Grob gehackte Macadamias
Einige Fein gehackte grüne Pistazien
Etwas Grober Löwenzahnzucker oder
Essbare Blüten; nach Belieben

Quelle

modifiziert nach
www.organicgardener.com.au
Erfasst *RK* 10.05.2021 von
Petra Holzapfel

Zubereitung

Den Boden einer Springform (Durchmesser 22-23 cm) mit Backpapier bespannen.

Von den Macadamias das grob anhaftende Salz abwischen. Nüsse grob hacken.

Die Kekse und Nüsse im Mixer fein mahlen und in eine Schüssel geben. Abgeriebene Orangenschale und Zitronenmyrte unterrühren, dann die geschmolzene Butter zugeben und alles gut vermischen. Die Mischung in die vorbereitete Backform geben, gleichmäßig verteilen und gut andrücken. Form kalt stellen.

Die Gelatine 5 Minuten in kaltem Wasser einweichen. Die Sahne steif schlagen.

Den Frischkäse in eine Schüssel geben und mit abgeriebener Orangenschale, Wattleseeds und dem Zucker mit dem Schneebesen oder Handrührer verrühren.

Den Orangensaft erwärmen (z.B. in der Mikrowelle) und die ausgedrückte Gelatine darin auflösen. Den Saft unter kräftigem Rühren zur Frischkäsecreme geben. Die Schlagsahne unterziehen. Die Käsemasse auf den vorbereiteten Boden geben und glattstreichen.

Den Kuchen mehrere Stunden oder über Nacht kalt stellen.

Dekovorschlag: den Kuchen am Rand in einem Halbkreis mit grob gehackten Macadamias, feingehackten Pistazien und etwas Löwenzahnzucker bestreuen.

Anmerkung Petra: Der cremige Belag hat durch die gerösteten Akaziensamen einen ganz speziellen Geschmack irgendwo zwischen Kaffee, Schokolade und Nüssen – eine echte Entdeckung!

Man kann die Macadamias im Boden auch weglassen und 50 g Kekse mehr verwenden.

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Die Rezepte der Mitreisenden (werden im Laufe des Monats ergänzt):

Britta von Backmaedchen 1967 mit Kokoswürfel/Lamingtons
Michael von SalzigSüssLecker mit Lamingtons
Sonja von fluffig & hart mit Chicken parmigiana
Sonja von fluffig & hart mit Fairy Bread mit Flat White
Kathrina von Küchentraum & Purzelbaum mit Lamingtons
poupou von poupous geheimes laboratorium mit Impossible Pie
Gabi von Slowcooker.de mit Mini-Pavlovas mit Erdbeeren
Tina von Küchenmomente mit ANZAC-Kekse aus Australien
Simone von zimtkringel mit Australian Meat Pie
Anna fuer Wilma von Pane-Bistecca mit Anna’s ANZAC Biscuits!
Britta von Brittas Kochbuch mit Banana Macadamia Cookies
Petra aka Cascabel von Chili und Ciabatta mit Lemon Myrtle Dampers
Sylvia von Brotwein mit Meat Pie – Rezept für Fleisch Pastete
Susanne von magentratzerl mit Dimmies – Australische Dim Sun
Carina von Coffee2Stay mit ANZAC Biscuits aus Australien
Dirk von low-n-slow mit Boxing Day Beach Barbie Cocktails
Susi von Turbohausfrau mit Australische Laksa
Britta von Brittas Kochbuch mit Lamingtons aus Resten
Petra aka Cascabel von Chili und Ciabatta mit Potato Scallops mit Würzsalz
Britta von Brittas Kochbuch mit (vegane) Fish Burgers
Britta von Brittas Kochbuch mit Strawberry Pavlova
Sus von Corumblog 2.0 mit Rhubarb & Rasberry Brownies
Volker von volkermampft mit Meat Pies – australischer Klassiker mit Hähnchen, Cranberries & Macadamia

la torta da üdrion – Tessiner Heidelbeertarte

Immer noch gibt es Vorräte von selbst gepflückten Heidelbeeren im Tiefkühler.

la torta di üdrion

Als ich für die kulinarische Weltreise mit dem Ziel Schweiz durch Ticino ti cucino* blätterte, sprang mir die torta da üdrion ins Auge. Eine ganz schlichte Heidelbeertarte, wie sie auf irgendeiner Tessiner Alpe aufgetragen werden könnte, wo die Beeren in Sichtweite wachsen.

Heidelbeertarte Anschnitt

Ein buttriger Mürbeteigboden, etwas zimtige Crème fraîche und Waldheidelbeeren, die hier so richtig gut zur Geltung kommen.

Ein Bild von einer Bergtour zur Alpe Saléi im letzten Sommer: hier der Laghetto Saléi mit beerenbewachsenen Bergwiesen

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: la torta da üdrion – Tessiner Heidelbeertarte
Kategorien: Kuchen, Früchte, Tessin
Menge: 1 Tarte 22 cm, 8 Stücke

Zutaten

H MÜRBETEIG
150 Gramm Mehl
1 Prise Salz
1/2 Unbehandelte Zitrone: abgeriebene Schale
60 Gramm Kalte Butter; in Flöckchen
1 groß. Ei
40 Gramm Zucker
1-2 Essl. Kaltes Wasser (P: 1 El)
Butter; für die Form
H BELAG
2 Essl. Gemahlene Mandeln
25 Gramm Zucker
1 Prise Zimt
100 Gramm Crème fraîche; Sauerrahm
250 Gramm Waldheidelbeeren (P: TK + 1 El Mehl)

Quelle

modifiziert nach
Ticino ti cucino
Erfasst *RK* 07.04.2021 von
Petra Holzapfel

Zubereitung

Mehl, Zucker, Salz und die abgeriebene Zitronenschale in den Food Processor geben. Die kalte Butter in Flocken darauf geben. Alles pulsierend mixen, so dass eine krümelige Masse entsteht. Nun das Ei zufügen, mixen, 1-2 El kaltes Wasser zugeben und nochmal mixen, bis der Teig zusammenkommt. Den Teig zu einer Kugel formen, leicht flach drücken und mindestens 20 Minuten zugedeckt im Kühlschrank ruhen lassen. Alternativ kann man den Mürbeteig auch mit den Händen zusammenkneten.

Eine Tarteform von 22 cm (P: mit herausnehmbarem Boden) leicht buttern (oder mit Backpapier auslegen). Den Backofen mit einem Rost auf unterster Schiene auf 220°C vorheizen.

Den Teig auf gut 26 cm Durchmesser ausrollen und die Form damit auslegen. Den Boden mit einer Gabel einstechen und gleichmäßig mit den gemahlenen Mandeln bedecken.

Die gefrorenen Heidelbeeren mit 1 El Mehl vermischen, so dass sie komplett von einem Mehlfilm überzogen sind.

Die Hälfte der Crème fraîche mit Zucker und Zimt glatt rühren und auf dem Teigboden verstreichen. Die Heidelbeeren gleichmäßig darauf verteilen, so dass der Boden vollständig damit bedeckt ist, dann den übrigen Sauerrahm darauf träufeln.

Die Tarte im vorgeheizten Backofen auf der untersten Schiene etwa 20-25 Minuten (P: TK-Beeren brauchen länger, etwa 30-35 Minuten: der Fruchtbelag soll brodeln, die Rahmschicht leicht Farbe bekommen) backen.

Anmerkung Petra: sehr feine kleine, leichte Tarte, eignet sich hervorragend auch als Dessert. Der Heidelbeergeschmack kommt super zur Geltung. Ich habe die TK-Beeren leicht mit Mehl überzogen, dadurch saftet der Belag nicht so und bekommt etwas Bindung.

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Die Gerichte der Mitreisenden (wird im Laufe des Monats ergänzt):

Cornelia von SilverTravellers mit Zürcher Geschnetzeltes – ohne Fix schnell auf den Tisch
Petra aka Cascabel von Chili und Ciabatta mit Tösstaler Sunntigsbroote mit prötlete Härdöpfel
Britta von Brittas Kochbuch mit Schweizer Rösti
Barbara von Barbaras Spielwiese mit Rüeblicake (Schweizer Karotten-Mandel-Kastenkuchen)
Wilma von Pane-Bistecca mit Soledurner Wysuppe
Britta von Brittas Kochbuch mit Aargauer Rüeblitorte
Sonja von fluffig & hart mit Aargauer Rüeblitorte
Dirk von low-n-slow mit Grillierte Forelle mit Mandelbutter
Conny von food for the soul mit Pane Ticinese – das Tessiner Brot
Wilma von Pane-Bistecca mit Salzige Zigerchrapfen
Tina von Küchenmomente mit Roggenbrot Walliser Art
Kathrina von Küchentraum & Purzelbaum mit Schweizer Butterweggli
Petra aka Cascabel von Chili und Ciabatta mit St. Galler Käsekugeln auf Löwenzahn-Rucola-Salat
Britta von Backmaedchen 1967 mit Schweizer Apfel-Wähe mit Joghurtguss
Wilma von Pane-Bistecca mit Gemuese Suelzli
poupou von poupous geheimes laboratorium mit Zuger Kirschtorte
Susanne von magentratzerl mit Ghackets mit Baumnüssen und Kartoffelstock
Tina von Küchenmomente mit Rhabarber-Quark-Wähe
Britta von Brittas Kochbuch mit Älplermagronen
Wilma von Pane-Bistecca mit Schweizer Ruchbrot
Volker von Volkermampft mit Bürli – leckere Frühstücksbrötchen aus der Schweiz
Wilma von Pane-Bistecca mit Chuegeli Pastetli
Britta von Brittas Kochbuch mit Minestrone ticinese
Britta von Brittas Kochbuch mit Zürcher Geschnetzeltes
Simone von zimtkringel mit Zibelechueche und Zibelemärit
Edyta von mein-dolcevita mit Badener Chräbeli
Tom & Kathi von Mehr Genuss mit Trinser Birnenravioli
Wilma von Pane-Bistecca mit St. Galler Handbuerli
Wilma von Pane-Bistecca mit Birewegge – so typisch Schweizerisch
Gabi von slowcooker.de mit Lauwarmer Quark-Rhabarberauflauf
Sonja von fluffig & hart mit Churer Birnenpizokels
Britta von Brittas Kochbuch mit Solothurner Brot
Wilma von Pane-Bistecca mit Schpaeck und Bohne
Michael von SalzigSüssLecker mit Schweizer Nusskipferli
Susanne von magentratzerl mit Bündner Gerstensuppe
Susi von Turbohausfrau mit Waadtländer Flammkuchen
Sylvia von Brotwein mit Käsewähe – Rezept für Schweizer Käse Tarte
Wilma von Pane-Bistecca mit Meitschibei
Anja von GoOnTravel mit Basler Brunsli – Leckere Plätzchen aus der Schweiz
Gabi von slowcooker.de mit Gruyere-Risotto mit Schmortomaten
Frederike von Fliederbaum mit Engadiner Nusstorte (nach Evelin Wild)

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