la torta da üdrion – Tessiner Heidelbeertarte

Immer noch gibt es Vorräte von selbst gepflückten Heidelbeeren im Tiefkühler.

la torta di üdrion

Als ich für die kulinarische Weltreise mit dem Ziel Schweiz durch Ticino ti cucino* blätterte, sprang mir die torta da üdrion ins Auge. Eine ganz schlichte Heidelbeertarte, wie sie auf irgendeiner Tessiner Alpe aufgetragen werden könnte, wo die Beeren in Sichtweite wachsen.

Heidelbeertarte Anschnitt

Ein buttriger Mürbeteigboden, etwas zimtige Crème fraîche und Waldheidelbeeren, die hier so richtig gut zur Geltung kommen.

Ein Bild von einer Bergtour zur Alpe Saléi im letzten Sommer: hier der Laghetto Saléi mit beerenbewachsenen Bergwiesen

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: la torta da üdrion – Tessiner Heidelbeertarte
Kategorien: Kuchen, Früchte, Tessin
Menge: 1 Tarte 22 cm, 8 Stücke

Zutaten

H MÜRBETEIG
150 Gramm Mehl
1 Prise Salz
1/2 Unbehandelte Zitrone: abgeriebene Schale
60 Gramm Kalte Butter; in Flöckchen
1 groß. Ei
40 Gramm Zucker
1-2 Essl. Kaltes Wasser (P: 1 El)
Butter; für die Form
H BELAG
2 Essl. Gemahlene Mandeln
25 Gramm Zucker
1 Prise Zimt
100 Gramm Crème fraîche; Sauerrahm
250 Gramm Waldheidelbeeren (P: TK + 1 El Mehl)

Quelle

modifiziert nach
Ticino ti cucino
Erfasst *RK* 07.04.2021 von
Petra Holzapfel

Zubereitung

Mehl, Zucker, Salz und die abgeriebene Zitronenschale in den Food Processor geben. Die kalte Butter in Flocken darauf geben. Alles pulsierend mixen, so dass eine krümelige Masse entsteht. Nun das Ei zufügen, mixen, 1-2 El kaltes Wasser zugeben und nochmal mixen, bis der Teig zusammenkommt. Den Teig zu einer Kugel formen, leicht flach drücken und mindestens 20 Minuten zugedeckt im Kühlschrank ruhen lassen. Alternativ kann man den Mürbeteig auch mit den Händen zusammenkneten.

Eine Tarteform von 22 cm (P: mit herausnehmbarem Boden) leicht buttern (oder mit Backpapier auslegen). Den Backofen mit einem Rost auf unterster Schiene auf 220°C vorheizen.

Den Teig auf gut 26 cm Durchmesser ausrollen und die Form damit auslegen. Den Boden mit einer Gabel einstechen und gleichmäßig mit den gemahlenen Mandeln bedecken.

Die gefrorenen Heidelbeeren mit 1 El Mehl vermischen, so dass sie komplett von einem Mehlfilm überzogen sind.

Die Hälfte der Crème fraîche mit Zucker und Zimt glatt rühren und auf dem Teigboden verstreichen. Die Heidelbeeren gleichmäßig darauf verteilen, so dass der Boden vollständig damit bedeckt ist, dann den übrigen Sauerrahm darauf träufeln.

Die Tarte im vorgeheizten Backofen auf der untersten Schiene etwa 20-25 Minuten (P: TK-Beeren brauchen länger, etwa 30-35 Minuten: der Fruchtbelag soll brodeln, die Rahmschicht leicht Farbe bekommen) backen.

Anmerkung Petra: sehr feine kleine, leichte Tarte, eignet sich hervorragend auch als Dessert. Der Heidelbeergeschmack kommt super zur Geltung. Ich habe die TK-Beeren leicht mit Mehl überzogen, dadurch saftet der Belag nicht so und bekommt etwas Bindung.

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Die Gerichte der Mitreisenden (wird im Laufe des Monats ergänzt):

Cornelia von SilverTravellers mit Zürcher Geschnetzeltes – ohne Fix schnell auf den Tisch
Petra aka Cascabel von Chili und Ciabatta mit Tösstaler Sunntigsbroote mit prötlete Härdöpfel
Britta von Brittas Kochbuch mit Schweizer Rösti
Barbara von Barbaras Spielwiese mit Rüeblicake (Schweizer Karotten-Mandel-Kastenkuchen)
Wilma von Pane-Bistecca mit Soledurner Wysuppe
Britta von Brittas Kochbuch mit Aargauer Rüeblitorte
Sonja von fluffig & hart mit Aargauer Rüeblitorte
Dirk von low-n-slow mit Grillierte Forelle mit Mandelbutter
Conny von food for the soul mit Pane Ticinese – das Tessiner Brot
Wilma von Pane-Bistecca mit Salzige Zigerchrapfen
Tina von Küchenmomente mit Roggenbrot Walliser Art
Kathrina von Küchentraum & Purzelbaum mit Schweizer Butterweggli
Petra aka Cascabel von Chili und Ciabatta mit St. Galler Käsekugeln auf Löwenzahn-Rucola-Salat
Britta von Backmaedchen 1967 mit Schweizer Apfel-Wähe mit Joghurtguss
Wilma von Pane-Bistecca mit Gemuese Suelzli
poupou von poupous geheimes laboratorium mit Zuger Kirschtorte
Susanne von magentratzerl mit Ghackets mit Baumnüssen und Kartoffelstock
Tina von Küchenmomente mit Rhabarber-Quark-Wähe
Britta von Brittas Kochbuch mit Älplermagronen
Wilma von Pane-Bistecca mit Schweizer Ruchbrot
Volker von Volkermampft mit Bürli – leckere Frühstücksbrötchen aus der Schweiz
Wilma von Pane-Bistecca mit Chuegeli Pastetli

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Schoko-Cookies mit brauner Butter

Es gibt meiner Meinung nach kaum etwas, das sich durch die Zugabe von Nussbutter oder brauner Butter nicht verbessern lässt. Nicht nur Schuhbeck und Klink lieben sie, auch meine Mutter hat in meiner Kindheit schon Spiegeleier in  brauner Butter gebraten. Jetzt las ich in der Food & Wine ein Rezept für Brown-Butter Cocolate Chip Cookies, das musste natürlich – ganz uneigennützig 😉 –  einem Test unterzogen werden.

Schoko-Cookies

Ich habe es (aus Selbstschutz) halbiert, die Cookies sind wegen eines etwas anderen Portionierers etwas kleiner geworden, aber auch so haben sie noch einen Durchmesser von etwa 8 cm und sind 40-50 g schwer.

Schoko-Cookies

Die erste Kostprobe hat uns absolut überzeugt, die habe ich sicher nicht zum letzten Mal gebacken!

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Schoko-Cookies mit brauner Butter
Kategorien: Keks, Schokolade
Menge: 12 Stück

Zutaten

120 Gramm Butter
160 Gramm Mehl
1/2 Teel. Backpulver
3/8 Teel. Salz
1/4 Teel. Backnatron
100 Gramm Muscovadozucker (dunkelbrauner Vollrohrzucker)
40 Gramm Zucker
1 groß. Ei
1 Teel. Vanilleextrakt
60 Gramm Backfeste Schokoladenchips (P: Mischung aus
-Kakaosplittern, Schokotröpfchen und Vollmilch-
-Schokolade)
50 Gramm Zartbitterschokolade 60% Kakao; gehackt
Salzflocken; zum Bestreuen

Quelle

modifiziert nach
Food & Wine
Erfasst *RK* 18.02.2021 von
Petra Holzapfel

Zubereitung

Die Butter in einem Topf schmelzen und unter gelegentlichem Rühren goldbraun werden lassen. Topf vom Herd nehmen und gleich kühlen (oder heiße Butter in ein hitzestabiles Gefäß gießen). Butter wieder fest werden lassen.

Den Backofen auf 175°C vorheizen. 2 Backbleche mit Backpapier auslegen.

Mehl, Backpulver, Natron und Salz zusammen sieben.

Die Butter in eine Schüssel geben und mit dem Handrührer cremig aufschlagen. Beide Zuckersorten zugeben und alles etwa 3 Minuten schlagen, bis die Mischung hell-cremig ist. Ei und Vanilleextrakt hinzufügen und eine weitere Minute aufschlagen. Bei niedriger Geschwindigkeit die Mehlmischung einrühren, nur so lange rühren, bis der Teig gerade eben zusammenkommt. Nun mit einem Teigschaber die Schokoladen einarbeiten.

Mit einem Eisportionierer (Original 3 El, meiner hat 2 El, diesen habe ich leicht gehäuft gefüllt) den Teig in 12 Bällchen herausnehmen und auf den Blechen verteilen. Bällchen nicht flachdrücken. Auf jedes Teigbällchen etwas Meersalzflocken aufstreuen.

Das erste Blech in den Backofen schieben und etwa 12-14 Minuten backen, bis die Ränder goldbraun werden, beim Backen breiten sich die Cookies ziemlich aus. Das Blech herausnehmen und die Cookies darauf abkühlen lassen. Das zweite Blech genauso backen.

Anmerkung Petra: Ausgesprochen leckere, schön schokoladige Kekse mit einem knusprigen Rand und einem etwas weicheren („chewy“) Inneren.

Im Original ergibt das Rezept 10 Cookies – die sind aber auch bei mir mit 8 cm Durchmesser und einem Gewicht von 40-50 g ganz schön groß.

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Kokos-Käsekuchen mit Johannisbeeren

Aktuell läuft schon Runde 5 der Blogger-vernetzenden Aktion Koch mein Rezept. Zugelost wurde mir diesmal Nora von Haferflocke. Ihr Blog trägt den Untertitel Blog über bewusstes Backen – mit Absicht hat sie nicht den Begriff gesundes Backen verwendet, da darunter jeder etwas anderes versteht. Im Vordergrund steht bei ihr das Geschmackserlebnis mit bewusst ausgesuchten Zutaten, gerne verwendet sie Vollkornprodukte wie Haferflocken (daher der Name!) oder natürliche Alternativen zu raffiniertem Zucker. Nora bloggt seit Anfang 2015 und stellt neben süßem Gebäck wie Kuchen oder Keksen auch Herzhaftes wie Brote oder Brötchen vor – immer vegetarisch, oft auch vegan.

Kokos-Käsekuchen mit Johannisbeeren

Ich habe mich für ihren Kokos-Käsekuchen mit Johannisbeeren entschieden.

Making of

Mit ausschlaggebend war eine Packung Kokosmehl, die Helmut mir mal aus Regensburg mitgebracht hat. Der Kuchen enthält nämlich Kokosprodukte in allen erdenklichen Formen: Kokosmehl, Kokosflocken, Kokosöl und Kokosblütenzucker im Boden, der vorgebacken wird, sowie Kokosmilch und Kokosblütenzucker in der Käsekuchenmasse. Den Zucker habe ich allerdings durch indischen Jaggery ersetzt, den wollte ich nicht extra kaufen. Nora hat ihren Kuchen in einer 18 cm Springform gebacken. Ich habe eine 24 cm Form verwendet, weil mir die Menge an Füllung ziemlich üppig erschien – und tatsächlich war meine Form gut gefüllt. Nach 20 Minuten im Ofen bestreut man den Kuchen mit einigen Johannisbeeren (hier TK-Ware aus eigener Ernte) und bäckt ihn dann zu Ende.

Anschnitt Kokos-Käsekuchen mit Johannisbeeren

Gespannt haben wir den Kuchen nach dem Auskühlen angeschnitten. Er schmeckt durch die luftige Käsekuchenmasse angenehm leicht, natürlich nach Kokos, der Geschmack wird aber durch die fruchtig-säuerlichen Johannisbeeren angenehm ausbalanciert. Nora hat ihrem Kuchen im Sommer zum Servieren noch ein paar frische Johannisbeeren spendiert, die haben jetzt natürlich keine Saison. Ich habe deshalb einige meiner dänischen Schüttel-Johannisbeeren (Rysteribs) darübergegeben, auch wenn die ganz schnöde mit Kristallzucker angesetzt wurden und damit natürlich nicht die gesunden Kriterien des Haferflocke-Blogs erfüllen ;-), sie passen hervorragend dazu.

Blogger Aktion "Koch mein Rezept - der große Rezepttausch" von @volkermampft

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Kokos-Käsekuchen mit Johannisbeeren
Kategorien: Kuchen, Kokos, Früchte
Menge: 1 Kuchen 24 cm

Zutaten

H FÜR DEN BODEN
100 Gramm Dinkelmehl Type 630
30 Gramm Kokosraspeln
50 Gramm Kokosmehl
1 Prise Salz
1 Eigelb
70 Gramm Kokosöl
30 Gramm Kokosblütenzucker (P: Jaggery)
3 Essl. Wasser
H FÜR DIE KÄSEKUCHEN MASSE
400 ml Kokosmilch
250 Gramm Magerquark
2 Eier; getrennt
1 Eiweiß
1 Prise Salz
110 Gramm Kokosblütenzucker (P: Jaggery)
2 Essl. Dinkelgrieß (P: Weichweizengrieß)
1 Bio-Limette: Saft und Schale
100 Gramm Johannisbeeren (P: TK)
H ZUM SERVIEREN
Johannisbeeren (P: Rysteribs, dänische Schüttel-
-Johannisbeeren)

Quelle

modifiziert nach Haferflocke der Blog
Erfasst *RK* 01.02.2021 von
Petra Holzapfel

Zubereitung

Den Ofen auf 180°C Ober-/Unterhitze vorheizen. Eine Springform (24 cm Durchmesser) mit Backpapier bespannen, den Rand fetten.

Alle Zutaten für den Boden miteinander verkneten (P: ich habe den Teig im Food Processor gemacht) und in die Form drücken, dabei einen kleinen Rand formen. Den Boden mehrfach mit einer Gabel einstechen und 12 Minuten backen.

Währenddessen Quark, Kokosmilch, Eigelbe, Salz, Grieß, Limettensaft und -schale sowie Zucker verrühren. Die Eiweiße mit einer Prise Salz steif schlagen und unter die Quarkmasse ziehen.

Den vorgebackenen Boden aus dem Ofen nehmen und die Käsekuchen-Masse darauf verteilen. Den Kuchen für 20 Minuten in den Backofen schieben, dann 100 g Johannisbeeren darauf verteilen und weitere 40 Minuten backen (P: ich habe den Kuchen anschließend noch 30 Minuten im ausgeschalteten Backofen belassen).

Den Kuchen gut gekühlt nach Belieben mit frischen Johannisbeeren (P: geschüttelten Johannisbeeren, Rysteribs) servieren.

Anmerkung Petra: schöner frischer Kuchen mit lockerer Käsemasse, die Rysteribs machen sich prima dazu. Trotz der vielen Kokosprodukte schmeckt er nicht übermäßig nach Kokos.

Das Originalrezept sieht eine Springform mit 18 cm Durchmesser vor, die hätte bei mir nicht gereicht.

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Berliner Pfannkuchen-Auflauf mit Orangen-Karamell

Anstelle von Kuchen stand hier am Wochenende ein warmer Auflauf nach Art eines Bread and Butter-Puddings auf dem Tisch.

Berliner Pfannkuchen-Auflauf mit Orangen-Karamell

Das Rezept für den Berliner Pfannkuchen-Auflauf mit Orangen-Karamell stammt von Johann Lafer aus einer essen & trinken von 1997 und machte wieder einmal klar: Süßspeisen kann er wirklich!

Making of

Verwendet werden normalerweise Faschingskrapfen vom Vortag. Ich hatte bei der letzten Krapfenherstellung extra einige Krapfen ohne Füllung eingefroren, habe das Gericht aber auch schon mit gefüllten Krapfen gemacht. Die schneidet man in Scheiben und schichtet sie abwechselnd mit gedünsteten Apfelwürfelchen in eine kleine Auflaufform. Dazu kommt ein Eier-Sahne-Gemisch (wer es etwas leichter haben möchte, kann sicher auch eine Sahne-Milch-Mischung verwenden).

Tellerbild

Serviert wird der warme Auflauf mit fruchtigem Orangenkaramell und – wenn man es ganz üppig und luxuriös möchte – mit einem Klecks eiskalter Schlagsahne.

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Berliner Pfannkuchen-Auflauf mit Orangenkaramell
Kategorien: Auflauf, Früchte, Resteverwertung, Sauce
Menge: 2 Portionen

Zutaten

H AUFLAUF
2 Berliner Pfannkuchen; Krapfen, vom Vortag
2 Säuerliche Äpfel
1 1/2 Essl. Zitronensaft
25 Gramm Neutraler Honig
1/2 Vanilleschote: ausgekratztes Mark
1 Prise Zimt
H FÜR DIE FORM
Etwas Weiche Butter
Semmelbrösel
H GUSS
3 Eier
20 Gramm Zucker
125 ml Schlagsahne
1 Prise Salz
H ORANGEN-KARMELL
30 Gramm Zucker
125 ml Orangensaft; frisch gepresst
1 Orangen: abgeriebene Schale
20 ml Orangenlikör (P: Cointreau)
H SOWIE OPTIONAL
75 Gramm Schlagsahne

Quelle

modifiziert nach
essen & trinken 1/97 (Lafer)
Erfasst *RK* 06.02.2021 von
Petra Holzapfel

Zubereitung

Für den Orangenkaramell den Zucker in einem kleinen Topf schmelzen. Den Orangensaft zugießen und kochen, bis sich der Zucker aufgelöst hat. Die Orangenschale untermischen und leicht sirupartig einkochen. Den Orangenlikör einrühren. Die Sauce durch ein Sieb gießen und abkühlen lassen.

Die Berliner in jeweils 5 Scheiben schneiden. Die Äpfel schälen, vierteln, das Kerngehäuse entfernen und in Würfel von 1 cm Kantenlänge schneiden.

Zitronensaft, Honig, Vanillemark und Zimt in einer Pfanne heiß werden lassen. Die Äpfel darin etwa 3-5 Minuten dünsten, dabei gelegentlich umwenden.

Eine kleine flache, feuerfeste Form (P: meine ist am Boden gemessen 12×16 cm groß) buttern und mit Semmelbröseln bestreuen. Die Krapfenscheiben hineinsetzen, dabei die Äpfel so mit einschichten, dass die Scheiben etwas Abstand haben und fast aufrecht stehen.

Den Backofen auf 175°C vorheizen.

Die Eier mit Zucker, einer Prise Salz und der Sahne verschlagen. Den Eierguss löffelweise zwischen den Scheiben und außen herum verteilen.

Den Auflauf im vorgeheizten Ofen auf der 2. Schiene von unten etwa 30-35 Minuten backen, bis der Guss gestockt ist. Falls die Krapfenscheiben zu braun werden, mit Alufolie abdecken.

Die Form aus dem Ofen nehmen, die Oberfläche mit etwas Puderzucker bestäuben.

Den Auflauf warm mit dem Orangenkaramell und nach Belieben etwas eiskalter Schlagsahne servieren.

Anmerkung Petra: schmeckt ganz wunderbar. Prima Resteverwertung! Ich habe einen Teil meiner gebackenen Krapfen extra dafür nicht gefüllt.

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Klassische Lemon Bars

Meine neue Backform musste getestet werden. Da im Keller noch diverse Zitronen aus der letzten Mallorca-Lieferung liegen, fiel meine Wahl auf Lemon Bars, diese klassischen amerikanischen Schnitten mit Mürbteigboden und einem cremigen Zitronen-Belag. Das erste gedruckte Rezept für die Schnitten ist angeblich 1962 in der Chicago Daily Tribune aufgetaucht, enthielt aber noch wesentlich weniger Zitronensaft als die heutigen Rezepturen.

Lemon Bars

Bei der Süße-Säure-Balance des Belags unterscheiden sich die Rezepte ziemlich. Ich habe mich an The Best Lemon Bars von allrecipes orientiert, bin allerdings der Empfehlung einiger Kommentatoren gefolgt und habe mit 160 ml etwas mehr Zitronensaft als die 120 ml des Originals verwendet, die Zuckermenge von 300 g habe ich unverändert gelassen. Bei den Lemon Bars von Ina Garten würde man umgerechnet auf diese Menge 450 g Zucker nehmen! Da muss jeder sehen, wie säuretolerant er ist. Bei meinen alten Zitronen-Kokos-Schnitten von 2005 habe ich auch deutlich mehr Zucker verwendet – die Geschmäcker ändern sich eben.

Making of

Die Herstellung der Schnitten ist ganz einfach: man macht einen krümeligen Mürbteig und presst diesen in die Form. Dieser wird vorgebacken, darauf kommt dann der flüssige Belag und wird fertiggebacken. Nach dem Kaltstellen hebt man die Kuchenplatte aus der Form. Mit dem Hebeboden meiner neuen Form ist das ein Kinderspiel. Sie hat zudem noch eine Gittereinteilung, mit der man die Schnittstellen ganz einfach markieren kann.

Lemon Bars

Bei meiner Zutatenmenge entstehen etwa 18 Schnitten. Wem das zuviel ist, der kann die Menge natürlich auf kleinere Formen umrechnen. Die Lemon Bars lassen sich aber angeblich sehr gut einfrieren – ich habe schon einen Teil in der Tiefkühltruhe versenkt.

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Klassische Lemon Bars
Kategorien: Kuchen, Gebäck, Dessert, USA
Menge: 18 Stück, 23×33 cm Backform

Zutaten

H BODEN
225 Gramm Butter; Raumtemperatur
100 Gramm Zucker
270 Gramm Mehl
1/4 Teel. Salz
H BELAG
4 groß. Eier
300 Gramm Zucker
3 Zitronen: abgeriebene Schale
120-160 ml Zitronensaft (3-4 Zitronen); je nach Geschmack
35-45 Gramm Mehl
H ZUM BESTÄUBEN
Puderzucker

Quelle

Erfasst *RK* 15.01.2021 von
Petra Holzapfel

Zubereitung

Butter und Zucker cremig rühren. Mehl und Salz verrühren und auf niedriger Stufe nur so lang unter die Buttermischung mischen, bis sich ein grob-krümeliger Teig gebildet hat. Man kann den Teig auch in einem Food Processor herstellen. Diesen in die ungefettete Backform geben und mit den Händen flach andrücken, so dass der Boden gleichmäßig bedeckt ist. Die Form etwa 30 Minuten kalt stellen.

Den Backofen auf 175°C vorheizen.

Die Form in den Backofen stellen und den Boden etwa 20 Minuten backen, er soll goldbraun und fest sein.

Währenddessen in einer Schüssel Eier, Zucker, Zitronenschale und saft mit dem Schneebesen verrühren. Das Mehl nach und nach unterrühren, es soll eine glatte Masse entstehen.

Diese Mischung über den vorgebackenen Boden gießen und die Form für weitere 20-25 Minuten in den Backofen schieben, bis der Belag fest ist. Den Kuchen herausnehmen und abkühlen lassen.

Den erkalteten Kuchen in gleichmäßige Stücke schneiden und mit Puderzucker bestäuben.

Anmerkung Petra: ein klassisches amerikanisches Rezept, das sich wahrscheinlich aus einer Lemon Meringue Pie entwickelt hat. Man sollte den Säuregrad den eigenen Vorlieben anpassen.

Lemon Bars lassen sich gut einfrieren, in dem Fall am besten erst nach dem Auftauen mit Puderzucker bestreuen.

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Vasina Torta – serbische Vasa Torte

Im Januar führt uns die kulinarische Weltreise mit Reiseleiter Volker von volkermampft nach Serbien. Ich finde die Aufgabe, ein typisch serbisches Essen zu finden, gar nicht so ganz einfach. Viele Gerichte des ehemaligen Jugoslawiens sind in den Nachfolgestaaten Slowenien, Kroatien, Bosnien-Herzegowina, Serbien, Montenegro und Mazedonien verbreitet und lassen sich nicht immer regional eindeutig zuordnen.

Vasina Torta

Die Torta Vasina oder auch Vasa-Torte hat ihren Ursprung immerhin eindeutig in Serbien, wenn sie auch gerne in Mazedonien oder Kroatien an Geburtstagen auf dem Tisch steht. Die Torte haben wir Vasa Čokrljan zu verdanken, einem langjährigen Junggesellen, der erst spät heiratete. Als seine Frau ein Kind erwartete, sagte der Hausarzt Komplikationen voraus, worauf Herr Vasa seine Frau nach Wien zur Entbindung brachte. Zum Dank dafür, dass er keine Kosten und Mühen scheute und alles ein glückliches Ende nahm, kreierte die Schwiegermutter ihm zu Ehren die Vasina Torta.

Die Torte besteht im Prinzip aus einem Biskuitboden mit Mandeln, einem Belag aus Mandeln, Hasel- oder Walnüssen, Schokolade, Eigelb, Orange und Butter sowie einer dekorativen Baisercreme. Da wir nur zu zweit sind, habe ich das Rezept halbiert und in einer 18 cm Springform gebacken.

Anschnitt

Der Biskuitboden war etwas unregelmäßig aufgegangen, ich habe ihn mit dem Sägemesser begradigt und dann mit etwas Orangensaft und Grand Marnier beträufelt. Boden und Nussbelag hatte ich schon am Vortag vorbereitet, die Baisercreme dann frisch gemacht. Für diese gibt es verschiedene Herstellungsweisen (hier sind zwei genannt), ich habe mich für die dritte entschieden, bei man unter andauerndem Schlagen heißen Zuckersirup langsam in Eischnee laufen lässt und anschließend kalt schlägt. Diese Baisercreme ist eine echte Entdeckung: voluminös und dickcremig glänzend, damit lässt sich wunderbar dekorieren. Süße Baisercreme und nicht so süßer Belag und Biskuit ergänzen sich aufs beste.

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Vasina Torta – Vasa Torte
Kategorien: Kuchen, Nuss, Creme, Klein, Serbien
Menge: 1 Torte 18 cm

Zutaten

H BISKUIT
3 groß. Eier
50 Gramm Zucker
60 Gramm Gemahlene Mandeln
20 Gramm Mehl
1 Teel. Vanilleextrakt
1/2 Essl. Grand Marnier; zum Tränken
2 Essl. Orangensaft; zum Tränken
H BELAG
90 ml Milch
100 Gramm Gemahlene Haselnüsse (P: geröstet) oder Walnüsse
2 Eigelb
2 Essl. Zucker
50 Gramm Schokolade (P: Lindt 50%)
75 Gramm Butter; Zimmertemperatur
1/2 Essl. Grand Marnier
1 Bio-Orange: Schale; abgerieben sowie
1-2 Essl. Orangensaft
H BAISERCREME
2 Eiweiß
1 Prise Salz
125 Gramm Zucker
50 ml Wasser
H NACH BELIEBEN
Gerapselte Schokolade; zum Bestreuen

Quelle

diverse Rezepte/Videos im Netz
Erfasst *RK* 09.01.2021 von
Petra Holzapfel

Zubereitung

Den Backofen auf 180°C vorheizen. Den Boden einer 18 cm Springform mit Backpapier bespannen. Den Rand buttern und bemehlen*.

Für den Biskuitboden die Eier mit dem Zucker in der Küchenmaschine etwa 15 Minuten aufschlagen. Das Mehl aufsieben und mit den Mandeln und dem Vanilleextrakt unterziehen. Die Masse in die vorbereitete Form füllen und den Boden etwa 20 Minuten backen (Stäbchenprobe).

Den Boden herausnehmen, auf einem Rost abkühlen lassen und nach Belieben mit einer Mischung aus Orangensaft und Grand Marnier tränken.

Für den Belag die Milch aufkochen. Die Nüsse zugeben und alles unter Rühren kochen, bis die Flüssigkeit weitgehend verdampft ist und die Masse fester wird. Topf vom Herd nehmen.

Die 2 Eigelb mit 2 EL Zucker in einem Schlagkessel über dem Wasserbad mit einem Schneebesen aufschlagen, bis die Masse hell wird und eindickt. Die Schokolade zugeben und noch einige Minuten rühren, bis die Schokolade geschmolzen ist. Die Nussmasse zugeben und alles verrühren, dann Orangensaft und Grand Marnier unterrühren. Den Schlagkessel in kaltes Wasser stellen und rühren, bis die Masse Zimmertemperatur hat.

Die Butter mit dem Handrührer cremig aufschlagen. Nun esslöffelweise die Nussmasse unterschlagen. Die Nusscreme auf den Kuchen geben und glatt streichen (nach Belieben einen Tortenring verwenden). Die Torte kalt stellen (ich habe sie bis hierher am Vortag vorbereitet).

Für die Baisercreme aus dem Zucker und dem Wasser einen dicken Sirup kochen (idealerweise bis 116°-117°C, ich habe die Temperatur aber nicht gemessen). Währenddessen die Eiweiße mit einer Prise Salz in der Küchenmaschine zu Schnee aufschlagen. Nun ganz langsam unter permanentem Weiterschlagen den heißen Sirup zufließen lassen. Die Baisercreme wird dadurch zunehmend voluminöser und glänzend. Nach beendeter Zugabe noch 5-7 Minuten weiterschlagen, bis die Creme nicht mehr warm ist.

Die Torte nach Belieben mit der Baiercreme dekorieren: man kann nur Tuffs aufspritzen oder die gesamte Torte mit der Creme einstreichen und dann Tuffs aufspritzen oder eine dicke Schicht Creme auftragen und dann mit einem Messer oder Löffel unregelmäßige Locken formen.

Man kann den Kuchen ganz Weiß servieren, ihn mit Schokoraspeln/ Schokostreuseln bestreuen oder die Eiweißschicht mit einem Küchenbrenner abflämmen.

Anmerkung Petra: Sehr leckere Torte! Biskuit und Belag sind nicht sehr süß, dafür aber die Baisercreme, das ergänzt sich gut.

*normalerweise soll der Rand bei Biskuit nicht gefettet werden. Da es bei allen Rezepte für die Torte gemacht wurde, habe ich es auch getan. Der Boden war aber nicht schön gleichmäßig aufgegangen, ich habe ihn nach dem Abkühlen mit einem Sägemesser begradigt.

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Die Gerichte der Mitreisenden (wird im Laufe des Monats ergänzt):

Britta von Brittas Kochbuch mit Serbische Bohnensuppe vegan
Susi von Turbohausfrau mit Serbische Bohnensuppe
Simone von zimtkringel mit Krempita
Kathrina von Küchentraum & Purzelbaum mit Serbischer Mohnkranz
Wilma von Pane-Bistecca mit karadordeva snicla
Susanne von magentratzerl mit Sirnica
Tina von Küchenmomente mit Serbische Vasina Torta
Carina von Coffee2Stay mit Serbischer Burger: Leskovačka Pljeskavica auf Lepinje-Brot
Petra aka Cascabel von Chili und Ciabatta mit Podvarak – serbischer Sauerkrauttopf mit Fleisch
Carina von Coffee2Stay mit Urnebes Salata: Scharfer serbischer Käsesalat
Wilma von Pane-Bistecca mit Cevapcici
poupou von poupous geheimes laboratorium mit Gibanica
Dirk von low-n-slow mit Podvarak aus dem Slowcooker
Britta von Brittas Kochbuch mit Kichererbsen-Cevapcici
Susanne von magentratzerl mit Sarma
Volker von Volkermampft mit Serbische Cevapcici in Tomatensoße – Hackbällchen aus Serbien
Volker von Volkermampft mit Djuvec Reis – Serbischer Gemüsereis mit Ajvar
Sylvia von Brotwein mit Serbisches Reisfleisch
Tina von Küchenmomente mit Princes Krofne – Serbische gefüllte Brandteigkrapfen
Edyta von mein-dolcevita mit Serbischer Blätterteig- Strudel mit Mohn