Ungarische Kastanientorte – Gesztenyetorta

Auch im neuen Jahr begeben wir uns mit der kulinarischen Weltreise von Volkermampft in fremde Länder. Den Anfang macht Ungarn.

Tatsächlich sind wir 1977 auf einer 6-Länderreise mit dem Zelt auch durch Ungarn gekommen, Station haben wir damals in Budapest und am Balaton (Plattensee) gemacht. Leider gibt es von dieser Reise nur eine Handvoll verblichene Fotos. Ich erinnere mich an ein furchtbar liebloses Essen in einer Gaststätte in Campingplatznähe (der Campingplatz war übrigens der schlimmste, den ich je erlebt habe)  und an ein grandioses Essen (Rinderfilet mit Gänseleber) im Burgviertel, außerdem an Reisende aus der DDR, die sich an Autohaus-Schaufenstern die Nasen plattdrückten.

Kastanientorte

„Ein Winter ohne Schnee kann vorkommen, ein Winter ohne Kastanienpüree ist in Ungarn undenkbar“, habe ich im sehr informativen Buch Ungarische Spezialitäten* aus der Culinaria Könemann-Reihe gelesen. Das passt wunderbar zur momentanen Wetterlage, selbst hier im Bayerischen Wald liegt bisher nur auf den höchsten Gipfeln Schnee. Aber Kastanienpüree ist im Haus!

Zum Auftakt der aktuellen Ungarn-Reise habe ich also eine Kastaniencreme-Torte gebacken.

Kastanienpüree

Verwendung fand echt ungarisches Kastanienpüree, was in solchen Blockpackungen tiefgefroren angeboten wird. Meines habe ich anlässlich eines Einkaufstrips für die kulinarische Weltreise in Tschechien erstanden.

Torte im Anschnitt

Als Boden dient ein dreilagiger Biskuit. Ich habe eine Wiener Masse gebacken, weil die schön saftig und recht stabil ist. Den Kommentaren zur Kastaniencreme entnahm ich schon, dass diese von der Menge her nicht sehr üppig bemessen ist. Ich habe deshalb die Teigmenge auf eine 24 cm Springform heruntergerechnet, dafür hat die Füllung gerade eben gereicht. Deshalb ist diese Torte nicht so mächtig, sondern kommt eher leicht daher. Das geht auch ganz anders (auch gerade, was die Deko angeht), wie der Hashtag #gesztenyetorta bei Instagram zeigt 😉

Weitere ungarische Rezepte im Blog:

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Kastanientorte – Gesztenyetorta
Kategorien: Kuchen, Biskuit, Esskatanie, Ungarn
Menge: 1 Kuchen 24 cm

Zutaten

H WIENER MASSE
4 Eier L (P: hier 237 g Ei ohne Schale)
113 Gramm Feinster Backzucker
135 Gramm Mehl
1 Prise Salz
1/2 Zitrone: abgeriebene Schale
38 Gramm Zerlassene Butter (hier 32°C)
H KASTANIENCREME*
100 Gramm Weiche Butter
2 Essl. Puderzucker
2 Essl. Rum
250 Gramm TK-Kastanienpüree (P: hier 200 g); aufgetaut
100 Gramm Geschlagene Sahne*; mehr nach Belieben für die
-Deko
H DEKORATION
Schokolade; zum Raspeln
Sahnetupfen
Kastanien-Vermicelles; nach Belieben

Quelle

Wiener Masse nach e&t
Füllung nach Klari, nosalty.hu
Erfasst *RK* 03.01.2020 von
Petra Holzapfel

Zubereitung

Am Vortag beginnen: Den Backofen auf 180°C vorheizen. Eine Springform (24 cm) mit Backpapier bespannen.

Die Eier mit Zucker und Salz in einem Schlagkessel mit dem Schneebesen über dem heißen Wasserbad bis auf eine Temperatur von etwa 40°C aufschlagen. Die Masse in die Rührschüssel der Küchenmaschine umfüllen und etwa 8-10 Minuten schlagen, bis sie auf etwa 25°C abgekühlt ist. Die Masse sollte schön cremig-fest sein.

Das Mehl in zwei Portionen über die Eimasse sieben und zusammen mit der abgeriebenen Zitronenschale unterheben. Die Butter dazugeben und vorsichtig unterheben. Sobald die Masse anfängt, zusammenzufallen mit dem Unterheben aufhören. Die Masse in die vorbereitete Springform füllen, glatt streichen und sofort auf die mittlere Schiene in den vorgeheizten Backofen schieben, etwa 25-30 Minuten backen. Die Form herausnehmen, umgedreht auf einen Kuchenrost stellen und den Biskuit in der Form erkalten lassen. Den Kuchen
aus der Form schneiden und über Nacht abgedeckt ruhen lassen.

Zum Füllen den Kuchen mit einem scharfen Sägemesser oder einem Tortenschneider waagrecht in drei Platten schneiden.

Für die Kastaniencreme Butter und Zucker schaumig rühren. Den Rum unterrühren, dann die Kastaniencreme unterrühren. Die geschlagene Sahne locker untermengen.

Die drei Böden mit jeweils 1/4 der Creme bestreichen und zusammensetzen, den Rest auf dem Rand der Torte glatt verstreichen.

Die Torte mit geraspelter Schokolade und nach Belieben Sahnetupfen mit Kastanienpüree verzieren.

Anmerkung Petra: Sehr feine Torte! Die Kastaniencreme ist nicht sehr üppig bemessen, zumal meine Püreepackung nur 200 g enthielt, die Cremeschichten sind dementsprechend dünn – wir fanden sie aber ausreichend, so ist die Torte nicht so mächtig.

Man kann jeden Biskuitboden nach Wahl verwenden, ich habe einen Boden aus Wiener Masse gemacht, der schön saftig ist. Weil ich nach den Kommentaren schon damit rechnete, dass die Füllung etwas knapp ist, habe ich auch nur einen 24 cm-Boden gebacken, daher die krummen Zahlen bei den Teig-Zutaten.

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Die Rezepte der Mitreisenden:

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Weihnachts-Nachlese: Cranberry-Orangen-Kranzbrot mit Mandeln

Zum gemütlichen Frühstück am 1. Weihnachtsfeiertag stand dieses fruchtige Kranzbrot mit getrockneten Cranberries, Orange und Mandeln auf dem Tisch, die Anregung kam von King Arthur Flour.

Cranberry-Orangen-Brot mit Mandeln 4

Ich habe allerdings schon am Vorabend mit einem Vorteig begonnen und die Cranberries mit etwas Orangenschale in Orangensaft eingelegt.

Cranberry-Orangen-Brot mit Mandeln 1

Der  gegangene Hauptteig wird sehr dünn ausgewellt und mit einer Vanillebutter bestrichen, darauf kommen die gequollenen Cranberries und (bei mir geröstete) gehackte Mandeln. Dann wird alles zusammengerollt, die Rolle der Länge nach aufgeschnitten und die beiden Stränge verdrillt.

Cranberry-Orangen-Brot 2 mit Mandeln

Den entstandenen Strang legt man in eine gefettete Kranzform, verflicht die Enden und lässt den Teig nochmal gehen.

Cranberry-Orangen-Brot mit Mandeln 3

Nach dem Backen sollte man das Brot mit abgenommenem Rand noch ein Weilchen in der Form abkühlen lassen, damit es sich stabilisiert. Dann hebt man es aus der Form, legt es auf eine Platte und überzieht es mit dem Orangenguss.

Cranberry-Orangen-Brot mit Mandeln 5

Besonders köstlich mit etwas kalter Butter – wir sind begeistert!

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Cranberry-Orangen-Kranzbrot mit Mandeln
Kategorien: Brot, Brunch, Dörrobst, Mandel, Weihnachten
Menge: 1 Kranz

Zutaten

H CRANBERRIES
100 Gramm Getrocknete Cranberries
2 Essl. Orangensaft; frisch gepresst
1/2 Bio-Orange: abgeriebene Schale
H VORTEIG
50 Gramm Weizenmehl (P: T65)
25 Gramm Wiener Griessler
75 Gramm Wasser
0,3 Gramm Hefe
H TEIG
Vorteig
225 Gramm Weizenmehl (P: T65)
35 Gramm Bio-Kartoffelflocken
25 Gramm Zucker
100 Gramm Milch
1 Ei (L)
12 Gramm Frischhefe
1 Bio-Orange: abgeriebene Schale
1 Teel. Gemahlener Kardamom
6 Gramm Salz
60 Gramm Kalte Butter; in Flöckchen
H FÜLLUNG
45 Weiche Butter
25 Gramm Vanillezucker; selbst gemacht
Eingeweichte Cranberries
100 Gramm Gehackte Mandeln; geröstet
2 Essl. Mehl
H GUSS
75 Gramm Puderzucker; gesiebt
1/2 Bio-Orange: abgeriebene Schale
1 Essl. Orangensaft; frisch gepresst, Menge nach Bedarf

Quelle

modifiziert nach King Arthur Flour
Erfasst *RK* 27.12.2019 von
Petra Holzapfel

Zubereitung

Am Vortag die Cranberries grob hacken und in eine kleine Schale geben. Mit dem Orangensaft und der Orangenschale vermischen und über Nacht zugedeckt quellen lassen. Die Flüssigkeit soll aufgesogen werden.

Alle Zutaten für den Vorteig verrühren und bei Raumtemperatur 2 Stunden anspringen lassen, dann für 12-16 Stunden bei 4°C in den Kühlschrank stellen.

Am nächsten Tag alles Zutaten für den Teig außer Butter und Salz in die Schüssel der Küchenmaschine geben. Den Teig 5 Minuten auf Stufe 1 kneten, dann auf Stufe 2 schalten und flöckchenweise die Butter und das Salz zugeben, 8 Minuten auskneten, bis ein glatter Teig entstanden ist. Den Teig in eine saubere Schüssel füllen und abgedeckt 2-2 1/2 Stunden gehen lassen, bis er sich etwa verdoppelt hat.

Währenddessen die weiche Butter mit dem Vanillezucker cremig rühren. Eine Springform (26 cm) mit Rohrboden gut buttern.

Den Teig auf die bemehlte Arbeitsfläche geben, flach drücken und zu einem Rechteck von etwa 35 x 60 cm ausrollen. Die Vanillebutter auf den Teig streichen, dabei auf einer langen Seite ewa 2,5 cm frei lassen. Die Butter gleichmäßig mit den eingeweichten Cranberries und den gerösteten Mandeln bestreuen und mit dem Mehl besieben. Den Teig nun zur unbestrichenen Seite hin aufrollen, das Ende festdrücken. Die Teigrolle sollte jetzt etwa 66 cm lang sein. Die Teigrolle der Länge nach durchschneiden und die Schnittflächen
nach oben drehen. Beide Stränge nun zusammenflechten, dabei sollen die Schnittflächen weiterhin nach oben gerichtet bleiben (P: ich fand es praktisch, dafür die Stränge zuerst in der Mitte übereinander zu legen und dann erst die eine und dann die andere Seite zu verdrillen).

Die Stränge in die Kranzform einlegen und die Enden miteinander verflechten. Den Teig abgedeckt nochmal 60-75 Minuten gehen lassen, bis er die Form schön ausfüllt.

Den Backofen rechtzeitig auf 175°C vorheizen.

Die Form in den Backofen schieben und das Brot etwa 30-35 Minuten backen, bis die Oberfläche schön gebräunt ist. Die Form herausnehmen und das Brot in der Form mit abgenommenem Ring abkühlen lassen, bis es sich etwas stabilisiert hat und man es (am besten zu zweit) aus der Form heben kann.

Für den Guss den Puderzucker mit der Orangenschale und so viel Saft verrühren, dass er gut streichbar ist. Den Guss auf dem Brot verteilen.

Anmerkung Petra: superleckeres, aromatisches Kuchenbrot, schmeckt fantastisch mit etwas kühler Butter. Die Krume ist schön zartflauschig.

Ich habe dem Brot im Gegensatz zum Original einen Vorteig spendiert und mehr Cranberries und Mandeln hineingepackt, dafür die kandierte Orangenschale weggelassen.

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Brownie-Bäumchen

Weihnachten rückt unerbittlich näher! Für Moritz, der am Wochenende aus Teneriffa kommt, wo er derzeit an der deutschen Schule unterrichtet, habe ich jetzt noch ein Päckchen mit Plätzchen gepackt – er wird die Feiertage mit seiner Freundin bei deren Eltern verbringen. Da er eine Nuss- und Mandel-Allergie hat, sind viele meiner gebackenen Weihnachtsplätzchen nicht für ihn geeignet.

Brownie-Baeumchen

Also habe ich nochmal nachgelegt und neben Limoncello-Bällchen und Zimtgebäck mit Schokolade noch Lebkuchen-Brownie-Bäumchen gebacken.

Bäumchen schneiden

Dafür habe ich den Brownieteig in einem Backrahmen (20 x 30 cm) gebacken, die Platte in 4 Streifen geschnitten und diese in Dreiecke geteilt.

Brownie-Bäumchen

Die Brownies wurden dann in dunkle Kuvertüre getaucht und nach dem Erstarren mit Fäden von weißer Kuvertüre und bunten Zuckerkügelchen verziert (ähnlich wie bei den Vanillesand-Bäumchen).

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Lebkuchen-Brownie-Bäumchen
Kategorien: Gebäck, Plätzchen, Schokolade, Weihnachten
Menge: 44 Stück

Zutaten

100 Gramm Butter
125 Gramm Zartbitterschokolade (P: Zartbitterkuvertüre-
-Vollmilchkuvertüre 1:1)
2-3 Eier (P: 125 g Ei ohne Schale gewogen)
250 Gramm Brauner Zucker (P: Muscovado)
10 Gramm Vanillezucker
125 Gramm Mehl
20 Gramm Backkakao
1/2 Teel. Backpulver
1 Prise Salz
2 Teel. Lebkuchengewürz
H GLASUR
100 Gramm Kuvertüre (P: Zartbitterkuvertüre-
-Vollmilchkuvertüre 1:1)
10 Gramm Kokosfett
Etwas Weiße Kuvertüre
Zuckerkügelchen

Quelle

stark modifiziert nach
Landedition 6-2016 Himmlische Plätzchen
Erfasst *RK* 19.12.2019 von
Petra Holzapfel

Zubereitung

Backofen auf 180°C Ober- und Unterhitze vorheizen. Ein Backblech mit Backpapier belegen, einen Backrahmen (20 cm x 30 cm) darauf stellen.

Butter und Schokolade hacken und in einem Topf bei geringer Hitze schmelzen.

Den braunen Zucker, Vanillezucker und die Eier in eine Schüssel geben und mit dem Handrührer schaumig aufschlagen. Die lauwarme Butter-Schoko-Mischung langsam zugeben und unterrühren.

Mehl, Kakao, Backpulver sowie 1 Prise Salz zusammen sieben und unter die Ei-Schoko-Masse heben. Den Teig in den Backrahmen gießen und glattstreichen. Das Blech in den Backofen schieben und etwa 20 Minuten backen. Nicht zu lange, der Teig soll noch saftig sein. Herausnehmen und abkühlen lassen.

Den Rand abnehmen und die Teigplatte der Länge nach in Streifen von 5 cm schneiden. Den ersten Streifen unten im Abstand von 5 cm markieren, oben mittig versetzt im Abstand 5 cm und dann in Dreiecke schneiden. Bei den anderen Streifen genau so vorgehen.

Zum Glasieren die dunkle Kuvertüre schmelzen und die Dreiecke in die Schokolade tauchen, auf ein mit Alufolie belegtes Blech setzen und fest werden lassen.

Sobald der Guss fest ist, etwas weiße Kuvertüre schmelzen und in einen Einmal-Spritzbeutel oder einen Gefrierbeutel füllen. eine kleine Ecke abschneiden und die Bäumchen streifenförmig damit verzieren. Sofort Zuckerkügelchen auf die noch weichen Streifen streuen und alles fest werden lassen.

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Butterbrote mit Schokolade

Im letzten Januar ist hier das Backbuch Kipferl & Busserl: Österreichische Weihnachtsbäckerei* von Ingrid Pernkopf eingezogen.

Butterbrote mit Schokolade

Das erste daraus ausprobierte Rezept sind die Butterbrote mit Schokolade.

Ich habe seit  den 80er Jahren ein Rezept für falsche Butterbrote im Repertoire, bei denen Schoko-Nussteig Vollkornbrot, der Guss Butter mit Schnittlauchröllchen darstellen soll. Bei den jetzt gebackenen „Butterbroten“ werden die runden Plätzchen halbiert und gebacken, dann bekommen sie wie meine alten einen „Aufstrich“ aus schaumig gerührten Eigelb, der wird allerdings jetzt mit einer zweiten Hälfte abgedeckt und nochmal bei niedriger Temperatur im Ofen getrocknet. Dadurch sehen diese wie zugeklappte Butterbrote aus. Sie schmecken uns sehr gut, sind von der Konsistenz her „sandiger“ als die bekannten Plätzchen.

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Butterbrote mit Schokolade
Kategorien: Plätzchen, Weihnachten, Österreich
Menge: 1 Ansatz, hier 64 Stück

Zutaten

90 Gramm Kalte Butter
90 Gramm Puderzucker oder feinster Backzucker
180 Gramm Geriebene Haselnüsse*; oder andere Nüsse
90 Gramm Geschmolzene Bitterkuvertüre
130 Gramm Mehl
1 Teel. Spekulatiusgewürz (s.u.)
1 Prise Salz (nicht im Original)
H FÜLLUNG
4 Eigelbe
140 Gramm Fein gesiebter Puderzucker

Quelle

modifiziert nach
Ingrid Pernkopf
Kipferl & Busserl
Erfasst *RK* 13.01.2019 von
Petra Holzapfel

Zubereitung

Alle Zutaten für den Mürbteig in einer Schüssel mit dem Knethaken oder auf einer Arbeitsfläche mit den Händen vermischen und zu einem Teig kneten (P: Food Processor, dann mit den Händen zusammengeknetet).

Den Teig 3 mm dick ausrollen, dann nochmal kurz kalt stellen und mit einem glatten oder gezackten Ausstecher Kekse mit 5-6 cm Durchmesser ausstechen (P: gewellter Ausstecher 5 cm).

Die Kekse auf ein mit Backpapier belegtes Backblech legen und in der Mitte halbieren. Nochmal kurz kalt stellen

Die Kekse im auf 170°C vorgeheizten Backofen etwa 10 Minuten backen – nicht zu dunkel backen (Original 14 Minuten!)

Für die Füllung die Eigelbe mit Zucker gut schaumig rühren, bis die Masse Halt bekommt. Die Kekse auf der Unterseite mit der Füllung bestreichen, mit einem zweiten Keks abdecken und wieder auf ein Blech legen. Im Backofen bei 100°C 20-30 Minuten trocknen lassen (P: 20 Minuten).

Pernkopf: Der Teig kann zusätzlich mit Zimt, Ingwerpulver, Kardamom, Piment, Lebkuchen- oder Spekulatiusgewürz, Vanille oder Zitronenbzw. Orangenschale aromatisiert werden.

Anmerkung Petra: ich habe 120 g normale und 60 g geröstete Haselnüsse zusammen vermahlen, Spekulatiusgewürz und eine Prise Salz hinzugefügt. Der Teig lässt sich gut ausstechen, wenn er nach dem Ausrollen kurz kalt gestellt wird. Direkt aus dem Ofen sind die Kekse ziemlich brüchig, deshalb auf den Blechen abkühlen lassen, bevor man sie weiter verarbeitet.

Schmecken prima, haben eine angenehm „sandige“ Konsistenz.

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Käpt’n Blaubeer-Käsekuchen

Der Tiefkühler ist nach guter Ernte im Sommer noch reichlich mit Heidelbeeren bestückt. So werde ich bei entsprechenden Rezepten immer hellhörig – diesmal lockte ein Rezept aus der Lecker, das ursprünglich für ein Blech vorgesehen war.

Käpt'n Blaubeer-Käsekuchen 1

Ich habe zum Kaffee mit der Freundin die Zutaten halbiert und den Mürbteig schon am Vortag im Foodprocessor hergestellt, die Form damit ausgelegt und über Nacht eingefroren. Die Käsemasse kam dann am nächsten Tag drauf, getoppt mit gefrorenen, in Stärke gewälzten Wald-Heidelbeeren

Käpt'n Blaubeer-Käsekuchen 2

Der Kuchen geht im Ofen kräftig auf, sackt dann aber beim Abkühlen wieder etwas zusammen.

Käpt'n Blaubeer-Käsekuchen 3

Was vom Kuchen übrig blieb  – das sagt ja wohl alles 😉 Gegessen haben wir zu dritt, ein kleines Kuchenpäckchen habe ich der Freundin zum Abschied noch in die Hand gedrückt.

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Käpt’n Blaubeer-Käsekuchen
Kategorien: Kuchen, Käse, Früchte
Menge: 1 Kuchen

Zutaten

H MÜRBETEIG
125 Gramm Mehl
1 Prise Salz
60 Gramm Zucker
80 Gramm Kalte Butter; in Flöckchen
1/2 Essl. Vanillezucker
1 Eigelb
H BELAG
2 Essl. Gemahlene geschälte Mandeln
250 Gramm Magerquark
250 Gramm Doppelrahmfrischkäse
110 Gramm Zucker
3 Eier; getrennte Verwendung
1/2 Pack. Vanillepuddingpulver
200 Gramm TK-Heidelbeeren
1 Essl. Speisestärke
Puderzucker; zum Bestäuben

Quelle

modifiziert nach
LECKER-Sonderheft 3/2018
Erfasst *RK* 18.11.2019 von
Petra Holzapfel

Zubereitung

Den Boden einer Springform (26cm) mit Backpapier bespannen. Den Rand buttern und mit Mehl bestäuben.

Für den Teig Mehl, Salz, Zucker, Vanillezucker und kalte Butter im Foodprocessor mixen, dann das Eigelb zugeben und pulsierend mischen, anschließend mit Händen zügig zu einem glatten Teig verkneten.

Den Teig auf wenig Mehl rund ausrollen, die vorbereitete Form damit auslegen, am Rand etwas hochdrücken (P: ich habe aber keinen richtigen Rand geformt). Den Boden mit einer Gabel einstechen und kalt stellen (P: schon am Vortag gemacht und in den Tiefkühler gestellt).

Den Backofen auf 180°C vorheizen.

Die Heidelbeeren aus dem Teifkühler nehmen und mit 1 El Speisestärke gut vermischen, sie sollen komplett umhüllt sein.

Für die Käsemasse 3 Eier trennen. Magerquark und Frischkäse mit einem Schneebesen vermischen, dann die Eigelbe, Zucker und Puddingpulver unterrühren. Das Eiweiß cremig schlagen und in 3 Portionen unterheben.

Die vorbereitete Form aus der Kälte holen, den Boden mit Mandeln bestreuen, die Käsemasse auf dem Mandelboden verteilen.

Die Heidelbeeren auf der Käsemasse verteilen.

Den Kuchen im heißen Ofen auf der zweiten Schiene von unten etwa 55 Minuten backen. Kuchen herausnehmen und auf einem Rost auskühlen lassen.

Den Kuchen vor dem Servieren mit Puderzucker bestäuben.

Anmerkung Petra: schmeckt ausgezeichnet, die Käsemasse ist angenehm leicht und locker! Der Boden lässt sich prima am Vorteig vorbereiten, der Rest geht dann fix. Im Original wird das doppelte Rezept auf einem Blech gebacken.

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Passionsfrucht-Tarte – Tarta de Maracuyá

Und schon düsen wir auf unserer kulinarischen Weltreise von volkermampft eine Station weiter und landen in Peru.

Zur Vorbereitung habe ich mir den Wälzer Peru – das Kochbuch* von Gastón Acurio gegönnt.

Passionsfrucht-Tarte

Da gerade das Wochenende anstand, habe ich mich zuerst in der süßen Abteilung bei den Kuchen umgesehen. Maracuja-Tarte! Die liebe ich ja 🙂 Praktischerweise schlummerte im Tiefkühler noch Passsionsfruchtpüree aus der Metro**, Milchmädchen war auch noch da, so konnte ich gleich loslegen.

Das Originalrezept verwendet 500 g Mehl im Boden und ist angeblich für eine 32 cm Springform. Rein rechnerisch kam ich beim Umrechnen auf eine 18 cm Form auf ein Drittel der Zutaten. Eine Form in dieser Größe habe ich zuerst auch bereit gestellt, nach dem Kneten des Teiges und Ausrollen bin ich dann kurzentschlossen auf eine 22 cm Form umgeschwenkt – das passte für mich perfekt.

Tarta de Maracuyá

Ich war ja gespannt, ob der Belag beim Ausschneiden aus der Springform davonlaufen würde (bei der Menge der Gelatine bin ich etwas vom Rezept abgewichen), aber die Konsistenz hat optimal gepasst: herausgekommen ist ein angenehm leichter, fruchtiger Kuchen, der nicht zu süß ist. Da greift man auch gerne zum zweiten Stück 🙂

Bei dieser Tarte hatte ich übrigens ein gewisses Déja vu-Erlebnis: schon 2007 habe ich eine Maracuja-Frischkäsetorte nach eigenem Rezept zusammengebastelt, die durchaus gewisse Ähnlichkeiten aufweist 😉

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Passionsfrucht-Tarte – Tarta de Maracuyá
Kategorien: Kuchen, Creme, Früchte
Menge: 1 Kuchen 22 cm

Zutaten

H TEIG
90 Gramm Weiche Butter
33 Gramm Puderzucker
150 Gramm Mehl
1/2 Teel. Gemahlener Zimt
1 Teel. Vanilleextrakt
1/3 Unbehandelte Zitrone: abgeriebene Schale
1 Prise Salz
H PASSIONSFRUCHT-MOUSSE
75 Gramm Frischkäse
150 Gramm Gezuckerte Kondensmilch; Milchmädchen
1/2 Teel. Vanilleextrakt
75 Gramm Passionsfruchtsaft; frisch gepresst (P:
-Passionsfruchtpüree Metro)
7 Gramm Gemahlene Gelatine (4 1/2 Blatt)
150 Gramm Schlagsahne
75 Gramm Vollmilch
H GLASUR
1 1/2 Gramm Gemahlene Gelatine (1 Blatt)
75 Gramm Passionsfruchtsaft; frisch gepresst (P:
-Passionsfruchtpüree Metro)
30 Gramm Zucker
1/2 Essl. Passionsfruchtkerne; zum Dekorieren (hier von 2
-Früchten, Saft zur Glasur gegeben)

Quelle

Gastón Acurio
Peru – Das Kochbuch
Erfasst *RK* 04.08.2019 von
Petra Holzapfel

Zubereitung

Für 150 g Passionsfruchtsaft benötigt man je nach Ausbeute etwa 10-15 Früchte: Fruchtfleisch auskratzen und mit einer Gabel gut durchschlagen oder kurz mixen, um das an den Kernen sitzende Fruchtfleisch zu entfernen, dann durch ein Sieb streichen. Von den Kernen etwas für die Glasur abnehmen.

Eine Springform 22 cm mit Backpapier bespannen.

Für den Teig die Butter in einer Schüssel mit dem Handrührer hellschaumig schlagen. Den Puderzucker unterrühren, dann nach und nach Mehl, Salz, Zimt, abgeriebene Zitronenschale und Vanilleextrakt. Den Teig auf die Arbeitsfläche geben, kurz zusammenkneten und auf einer leicht bemehlten Fläche in Springformgröße ausrollen. Den Boden der Springform mit dem Teig auslegen, die Form für mindestens 30 Minuten kalt stellen (P: 15 Minuten TK).

Den Backofen auf 170°C vorheizen.

Die Form mit dem Teig etwa 18-20 Minuten backen, bis der Teig hellbraun und durchgebacken ist. Die Form herausnehmen und auf einem Rost abkühlen lassen.

Für die Mousse den Frischkäse in einer Schüssel mit der Kondensmilch vermischen. Vanilleextrakt und Passionsfruchtsaft unterrühren.

Die Gelatine mit 4-5 El Wasser anrühren und 5 Minuten quellen lassen, dann vorsichtig erhitzen, bis sie sich aufgelöst hat (nicht kochen! P: Mikrowelle 50% 1 Minute) Die Gelatine mit einem Schneebesen unter die Frischkäsecreme ziehen. Sahne und Milch in einem hohen Gefäß mischen und mit dem Handrührer schaumig aufschlagen, bis die Mischung die Konsistenz von Joghurt hat. Die Mischung unter die Frischkäsecreme ziehen. Die Mousse kalt stellen, bis die Masse anzieht, dabei gelegentlich mit dem Teigschaber durchrühren.

Sobald die Masse anzieht, die Mousse auf den gebackenen Boden in der Springform füllen und glatt streichen. Die Form in den Kühlschrank stellen, bis die Mousse einigermaßen fest ist.

Für die Glasur das Gelatinepulver mit etwas Passionsfruchtsaft anrühren und quellen lassen. Den restlichen Saft mit dem Zucker erhitzen, bis er sich aufgelöst hat. Die angerührte Gelatine zugeben und im heißen Saft auflösen. Die Passionsfruchtkerne zuge

Anmerkung Petra: angenehm leichter, fruchtiger Kuchen, nicht zu süß.

Im Original dreifaches Rezept, angeblich für eine 32 cm Form. Das ergäbe rechnerisch beim Dritteln die Zutaten für einen 18 cm Kuchen: dafür ist die Teigmenge meiner Meinung nach aber viel zu hoch.

Ich habe gemahlene Gelatine wie im Buch verwendet, natürlich gehen aber auch Blätter (1 pk gemahlene Gelatine enthält 9 g und ist ausreichend für 500 ml Flüssigkeit, genau wie 6 Blatt Gelatine).

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Die Rezepte der Mitreisenden:

Britta von Backmaedchen 1967: Pie de Limón Zitronenkuchen aus Peru
Küchenlatein: Peruanische Garnelensuppe – Chupe de Camarones
Fraenkische Tapas: Avocado mit Thunfisch und Frischkäse
Fraenkische Tapas: Avocado-Dip Guacamole
Petra von Chili und Ciabatta: Sarsa mit Rinderbäckchen – Sarsa de Sencas
Petra von Chili und Ciabatta: Pollo Saltado – peruanische Hähnchenpfanne mit Reis
Susanne von magentratzerl: Ají de Gallina – Cremiges Hühnerragout aus Peru
Britta von Brittas Kochbuch: Lomo Saltado, vegan
Tina von Küchenmomente: Suspiro Limeño de Mango – Dessertklassiker aus Peru
Sylvia von Brotwein: Maisbrot mit Hefe – Maisbrötchen und Brot mit Maismehl
Susanne von magentratzerl: Peruanische Alfajores
Simone von zimtkringel: Pesque de Quinua – Quinoa-Käse-Pudding
Sylvia von Brotwein: Ceviche Rezept aus Peru – Fisch und Lachs in Tigermilch kalt gegart
Gaby von Langsam kocht besser: Panqueques con manjar blanco
Jenny von Jenny is baking: Suspiro limeño oder peruanischer Karamellpudding
Volker von volkermampft: Ceviche mit Maracuja und Physalis
Volker von volkermampft: Peruanisches Rindergulasch – Seco de Carne – Leserwunsch
Melanie von Das Samstagsfrühstück: Frühstück in Peru – Gedämpfte Tamales
Christian von SavoryLens: Aji de Gallina – Pikantes Hühnergericht aus Peru

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