Kratertorte mit Rhabarberkompott und weißer Schokosahne

Kürzlich bin ich bei Annemarie Wildeisen auf Ofenküchlein mit Rhabarbercreme gestoßen – bei uns eher unter Windbeutel bekannt. Das hab ich als Idee für den Kaffeeklatsch mit der Freundin notiert, die teilt meine Rhababerliebe 🙂

Dann allerdings kam mir der Gedanke, die Füllung in einem Kuchen à la Bayerwaldtorte oder Kratertorte unterzubringen, wobei ich Rhababer und weiße Schokosahne nicht vermischt, sondern in zwei Schichten verwenden wollte.

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Am Vortag habe ich schon mal die beiden Böden mit der Baiserauflage gebacken und den Rhabarber zu einem Kompott verkocht, was ich mit etwas Speisestärke gebunden habe. Damit blieb am Tag des Verzehrs nur noch wenig Arbeit: gerade mal die Schokosahne machen und alles zusammensetzen.

Kratertorte mit Rhabarbercreme

Selbst bei Helmut, der bekanntermaßen kein Rhabarberfreund ist, kam der Kuchen sehr gut an.

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Kratertorte mit Rhabarberkompott und weißer Schokosahne
Kategorien: Kuchen, Creme, Schokolade, Frühling
Menge: 1 Kuchen

Zutaten

H TEIG
100-125 Gramm   Butter*
100-125 Gramm   Zucker*
150 Gramm   Mehl
4     Eigelb
1 Pack.   Vanillezucker
1 Teel.   Backpulver
1-2 Essl.   Milch*; Menge anpassen
H BAISER
4     Eiweiß
180 Gramm   Zucker
80 Gramm   Mandelblättchen
H RHABARBERKOMPOTT
300 Gramm   Rhabarber
70 Gramm   Zucker
10 Gramm   Speisestärke
  Wenig   Wasser
H SCHOKOSAHNE
50 Gramm   Weiße Schokolade; gehackt
250 ml   Schlagsahne
1 Essl.   Vanillezucker
1 Pack.   Sahnesteif
100 Gramm   Crème fraîche

Quelle

  Füllung eigene Idee nach Wildeisen
  Erfasst *RK* 15.04.2018 von
  Petra Holzapfel

Zubereitung

Aus den Teigzutaten einen Rührteig zubereiten und auf 2 mit Backpapier ausgelegte Springformen (26 cm Durchmesser) verteilen.

Die Hälfte des Eiweißes (2 Stück) steif schlagen, dabei langsam die Hälfte des Zuckers (90 g) einrieseln lassen. Die Masse auf einem Rührteigboden verteilen, mit 40 g Mandelblättchen bestreuen und bei 180°C 30 Minuten backen. Herausnehmen, den Rand abnehmen und den Boden auf einem Rost auskühlen lassen. Den zweiten Boden mit der zweiten frisch geschlagenen Portion Baisermasse/Mandeln genau so backen.

Für das Kompott den Rhabarber putzen und in Scheiben schneiden. Mit dem Zucker in einen Topf geben, aufkochen und zugedeckt bei kleiner Hitze etwa 5-10 Minuten weich kochen. Die Speisestärke in wenig Wasser glatt rühren und in das kochende Kompott einrühren. Kurz aufkochen lassen, dann komplett erkalten lassen, kalt stellen.

Für die weiße Schokosahne die gehackte Schokolade mit 50 ml Sahne in einen kleinen Topf geben und bei sehr kleiner Hitze schmelzen lassen. Etwas abkühlen lassen, dann mit der Crème fraîche glattrühren.

Vanillezucker und Sahnesteif mischen. 200 g Schlagsahne aufschlagen, dabei die Sahnesteif-Mischung einrieseln lassen.

Die Sahne unter die Schoko-Crème fraîche heben.

Einen Boden auf eine Kuchenplatte legen. Das Rhabarberkopott darauf verteilen, anschließend die weiße Schokosahne darauf geben und glatt streichen. Den zweiten Boden mit einem Sägemesser in 12 Stücke schneiden und diese auf der Creme wieder zusammensetzen.

Die Torte bis zum Servieren kalt stellen.

Anmerkung Petra: Die Böden werden in vielen Kuchenrezepten mit unterschiedlichen Namen verwendet: Bayerwaldtorte, Kratertorte, Gewittertorte, Hansen-Jensen-Torte… Ich habe sie hier mit Rhabarberkompott und weißer Schokosahne gefüllt, eine schöne süßsäuerliche Kombination.

*Wenn man die Böden mit 100 g Butter/Zucker und ohne Milch bäckt wie bei der Bayerwaldtorte, lässt sich der Teig etwas schwer verstreichen, dafür werden die Böden sehr dünn und leicht. Hier habe ich den Teig mit 125 g Butter/Zucker und 2 El Milch gemacht, was die Herstellung der Böden wesentlich einfacher gestaltet.

Böden und Kompott kann man gut schon am Vortag machen, das Kompott im Kühlschrank kalt stellen.

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Philippinische Ensaimadas – Filipino Ensaymadas

Als zweites philippinisches Rezept für die kulinarische Weltreise habe ich mir ein Gebäck ausgesucht, dessen Ursprünge in Mallorca liegen. Wie die Ensaïmada de Mallorca hat auch die Ensaymada der Philippinen eine Schneckenform. Während das mallorquiner Rezept Schweineschmalz als Fett verwendet, wird auf den Philippinen Butter eingesetzt.

Ensaimadas

Die Besonderheit der philippinischen Ensaymada: Die fluffigen Brioche-Schnecken sind mit Käse gefüllt und werden nach dem Backen mit zerlassener Butter bestrichen und mit geriebenem Edamer und Zucker bestreut. Klingt ungewöhnlich, schmeckt aber gar nicht schlecht! Aber auch nur mit Zucker bestreute Ensaymadas findet man.

Ich habe während der Herstellung einige Fotos gemacht:

Teigkugeln

Das von mir verwendete Rezept für den Teig stammt aus Memories of Philippine Kitchens* von Amy Besa und Romy Dorotan. Der reichhaltige Briocheteig (3 Eier, 9 Eigelb, 360 g Butter) wird am Vortag hergestellt und darf über Nacht im Kühlschrank ruhen. Am nächsten Morgen teilt man ihn in 24 Teigbälle à etwa 65  g. Rechts im Bild sieht man geriebenen Käse (bei mir junger Gouda) und mit Zucker schaumig gerührte Butter. Letzteres habe ich bei The little Epicurean gefunden und wird zusammen mit geriebenem Käse als Füllung verwendet. Bei Besa/Dorotan kommt nur Käse in die Stränge.

Stränge

Nachdem man einen Teigball auf eine Fläche von etwa 10 x 25 cm dünn ausgerollt hat, bestreicht man den unteren Teil der Platte mit etwas von der Butter-Zucker-Mischung und streut von dem geriebenen Käse darauf. Dann wird die Platte von der unteren Kante her stramm aufgerollt und zu einem etwa 35 cm langen Strang ausgerollt.

Doppelstrang

Im Buch ist die Herstellung von Doppelstrangschnecken beschrieben. Dafür verdrillt man jeweils zwei Stränge und legt diese dann in Form einer Schnecke in einen Tarte-Ring. Ich habe dafür kleine Briocheformen verwendet.

fertig geformt

Da mir die großen Ensaimadas aber ziemlich üppig erschienen, habe ich die Hälfte des Teiges zu einfachen Einstrang-Schnecken geformt, diese Form findet man verbreitet.

Gebacken habe ich die großen Ensaymadas etwa 25 Minuten, die kleinen 17 Minuten. Noch heiß bestreicht man sie mit Butter und bestreut sie mit Zucker und geriebenem Käse.

Einen Großteil der Produktion habe ich eingefroren und daher unbestreut gelassen. Fertige Ensaymadas kann man auch in einer Plastiktüte aufheben und vor dem Servieren kurz in der Mikrowelle erwärmen (große 30 Sekunden 800 Watt).

Gegessen werden die Ensaymadas auf den Philippinen gerne als nachmittäglicher Snack zusammen mit einer Tasse heißer Schokolade oder einem Kaffee.

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Philippinische Ensaimadas – Filipino Ensaymadas
Kategorien: Gebäck, Brioche, Käse, Philippinen
Menge: 12 bis 24 Stück

Zutaten

H TEIG
25 Gramm   Frischhefe
180 Gramm   Milch
75 Gramm   Zucker
400 Gramm   Weizenmehl Type 405
270 Gramm   Weizenmehl Type 550
14 Gramm   Salz
3     Eier (M) und
9     Eigelb (M) – hier zusammen 300 g
240-360 Gramm   Butter*; in Flöckchen
H FÜLLUNG
75 Gramm   Weiche Butter
65 Gramm   Zucker
200 Gramm   Geriebener junger Gouda (Original Edamer); Menge
      -nach Geschmack
H ZUM BESTREICHEN
2     Eigelb
  Etwas   Milch
H ZUM FERTIGSTELLEN NACH DEM BACKEN
      Zerlassene Butter; zum Bestreichen
      Zucker; zum Bestreuen
      Geriebener junger Gouda (Original Edamer); Menge
      -nach Geschmack

Quelle

  modifiziert nach
  Amy Besa and Romy Dorotan
  Memories of Philippine Kitchens
  Füllung nach The little Epicurean
  Erfasst *RK* 13.04.2018 von
  Petra Holzapfel

Zubereitung

Die Mehle, Zucker und Salz in die Rührschüssel der Küchenmaschine geben und mit einem Löffel vermischen. Milch und Hefe zugeben, kurz verkneten. Eier und Eigelbe in einem Gefäß verschlagen, ebenfalls in die Rührschüssel geben und etwa 5-7 Minuten auf Stufe 1 kneten. Nun auf Stufe 2 schalten, die Butter flöckchenweise zugeben. Wenn alles verbraucht ist, noch weitere 7 Minuten auf Stufe 2 kneten, bis ein glatter, elastischer, glänzender Teig entstanden ist. Den Teig auf die leicht bemehlte Arbeitsfläche geben, zu einem Ball formen und in eine saubere, ausreichend große (mindestens 3 l) Schüssel legen (Teiggewicht bei mir 1600 g). Den Teig abgedeckt etwa 2 Stunden gehen lassen, bis sich das Volumen verdoppelt hat. Den Teig nochmal herausnehmen, zusammenschlagen und erneut zu einem Ball formen, wieder in die Schüssel legen. Die Schüssel über Nacht in den Kühlschrank stellen (gegebenenfalls den Teig nochmal etwas zusammenstoßen, wenn er zu hoch aufgeht).

Am nächsten Tag die Butter und Zucker für die Füllung schaumig rühren. Den Käse fein reiben. Nach Belieben kleine Briocheformen, Tarteförmchen oder Metallringe von etwa 10 cm Durchmesser bereitstellen, Förmchen buttern.

Die Teigschüssel aus dem Kühlschrank holen und den Teig auf die leicht bemehlte Arbeitsfläche geben. Teig in 24 Stücke à etwa 65 g teilen, diese rund formen und auf ein leicht bemehltes Blech legen, abdecken.

Einen Teigball mit der glatten Seite nach unten auf die bemehlte Arbeitsfläche legen und dünn zu einem Rechteck von etwa 10 x 25 cm ausrollen, die Längsseite sollte zur Tischkante zeigen. Die untere Hälfte der Fläche mit etwa 1/2-3/4 Tl der Butter-Zuckermischung bestreichen (wer es genau nimmt: die Menge von 1/24tel der Masse ermitteln) und mit etwas geriebenem Käse (Menge nach Belieben, hier etwa 8 g pro Stück) bestreuen. Nun den Teig von der unteren Längsseite her stramm aufrollen. Es hat sich bewährt, die obere Längskante mit wenig Wasser zu befeuchten, dann hält der Saum besser. Den entstandenen Teigstrang zu einer Länge von etwa 35 cm ausrollen.

Für große Ensaimadas jeweils 2 Teigstränge miteinander verschlingen und diese schneckenförmig zusammenlegen, dabei die Enden unter den Teig schieben. Die großen Ensaimadas in die Briocheformen legen. Etwa 45-60 Minuten abgedeckt ruhen lassen, bis der Teig schön aufgegangen ist. Rechtzeitig den Backofen auf 200°C vorheizen.

Für kleinere Ensaimadas einen Strang zu einer Schnecke zusammenlegen, die Enden sollen dabei unter der Schnecke zu liegen kommen. Die Schnecken in Tarteförmchen oder in Metallringe legen – kleine Ensaimadas kann man sicher auch direkt auf Backpapier legen.

Die Ensaimadas vor dem Backen leicht mit der verquirlten Eigelb- Milch-Michung bestreichen.

Die großen Ensaimadas etwa 20 Minuten backen, dann aus der Form stürzen und noch etwa 5 Minuten frei backen. Die kleinen Ensaimadas etwa 17 Minuten backen. Zum sofort Essen die Ensaimadas gleich nach dem Herausnehmen mit zerlassener Butter bestreichen, mit Zucker und nach Belieben mit geriebenem Käse bestreuen. Ensaimadas zum Einfrieren erst nach dem Aufbacken mit Butter bestreichen und mit Zucker und gegebenenfalls Käse bestreuen.

Anmerkung Petra: Wunderbares, sehr reichhaltiges, aber dennoch fluffiges Gebäck! Der Käse hört sich vielleicht gewöhnungsbedürftig an, macht sich aber prima und dürfte in der Füllung kaum von Nicht-Wissenden identifiziert werden 😉 Ich habe aus der Hälfte des Teiges 6 große Ensaimadas in Briocheformen gebacken, aus der anderen 12 kleine. Mir gefallen die kleinen Schnecken deutlich besser, die großen sind schon sehr üppig.

*Der Teig ist ausgesprochen buttrig und weich, lässt sich aber doch recht gut verarbeiten. Ich würde beim nächsten Mal wahrscheinlich nur 240 g Butter für den Teig einsetzen, die restlichen 120 g für die Butter-Zucker-Füllung verwenden und damit 2/3 der Fläche bestreichen. Die Butter-Zucker-Füllung habe ich bei The little Epicurean gefunden, gefällt mir prima. Bei Besa/Dorotan kommt nur Käse in die Stränge.

Das Formen der Ensaimadas braucht seine Zeit: die ersten gehen deutlich länger als die oben angegebenen 45 Minuten. Das ist aber unkritisch.

Die Ensaimadas lassen sich einfrieren. Fertige Ensaimadas kann man auch in einer Plastiktüte aufheben und vor dem Servieren kurz in der Mikrowelle erwärmen (große 30 Sekunden 800 Watt).

Ensaimada Especial

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Schokoladen-Erdnussbutter-Marmorkuchen

Bei der Münchner Küche fiel mir Anfang des Jahres ein Schokoladen-Erdnussbutter-Gugelhupf auf. Eine interessante Kombi, das Rezept kam auf die Nachback-Liste.

Jetzt habe ich es hervorgekramt, allerdings war ich bei näherem Hinschauen nicht wirklich glücklich damit. 450 g Mehl: ganz schön viel – dazu nur 3 Eier, zwar saure Sahne, aber relativ viel Milch, das gefiel mir nicht ganz so gut.

Ich habe also kurzerhand die Zutatenmengen aus dem Handgelenk verändert und so angepasst, dass die Konsistenz des Teiges für mich passte. Auch die Erdnussbutter habe ich reduziert und das Frosting aus Erdnussbutter, Puderzucker und Milch kurzerhand komplett gestrichen – der Kuchen ist für meine Verhältnisse auch so üppig genug.

Schoko-Erdnussbutter-Gugelhupf

Ausgesprochen gespannt war ich dementsprechend auf den Anschnitt – und ich wurde absolut positiv überrascht 🙂 Herausgekommen ist ein saftiger, sehr fluffiger und nicht allzu süßer Kuchen.

Gugelhupf

Passt mit meinen Zutatenmengen exakt in meine 22 cm Gugelhupfform*.

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Schokoladen-Erdnussbutter-Marmorkuchen
Kategorien: Kuchen, Erdnuss, Schokolade
Menge: 1 Kuchen

Zutaten

H TEIG
225 Gramm   Weiche Butter
225 Gramm   Feiner Backzucker
1 Prise   Salz
1     Vanilleschote: ausgekratztes Mark
3     Eier; Raumtemperatur
150 Gramm   Dunkle Schokolade (P: 50% Kakao)
200 Gramm   Saure Sahne
350 Gramm   Mehl
10 Gramm   Backpulver
1/2 Teel.   Natron
175 ml   Milch
200 Gramm   Cremige Erdnussbutter
H ZUM BESTREUEN
      Puderzucker
H FÜR DIE FORM
      Weiche Butter
      Semmelbrösel

Quelle

  eigenes Rezept nach einer Idee von
  Münchner Küche
  Erfasst *RK* 17.03.2018 von
  Petra Holzapfel

Zubereitung

Die Butter in die Schüssel der Küchenmaschine geben und cremig rühren. Den Zucker samt Salz und Vanillemark zufügen und alles hellcremig aufschlagen, der Zucker soll sich lösen (das dauert!). Die Eier einzeln zugeben, dabei immer wieder so lange rühren, bis eine glatte Masse entsanden ist.

Währenddessen die Schokolade hacken und im Wasserbad schmelzen, etwas abkühlen lassen. Mehl, Backpulver und Natron zusammen sieben. Eine Gugelhupfform buttern und mit Semmelbröseln ausstreuen. Den Backofen mit einem Rost auf zweitunterster Schiene auf 175°C Ober-/Unterhitze vorheizen.

Die saure Sahne unter die Schaummasse rühren. Die Schüssel aus der Maschine nehmen. Mehl und Milch im Wechsel zugeben und vorsichtig unterziehen. Eine Hälfte des Teiges (etwa 650 g) in eine saubere Schüssel geben und die geschmolzene Schokolade mit einem Gummischaber unterziehen. Unter die andere Hälfte die cremig gerührte Erdnussbutter ziehen.

Zuerst den Schokoladenteig in die Form geben, darauf den Erdnussbutterteig. Einer Gabel spiralförmig durch den Teig ziehen, damit ein Muster entsteht. Den Kuchen in den vorgeheizten Backofen schieben und 1 Stunde backen (Stäbchenprobe). Die Form herausholen und auf einen Rost stellen, nach 10 Minuten den Marmorkuchen aus der Form stürzen. Nach dem Erkalten mit Puderzucker bestäuben.

Anmerkung Petra: ich habe die Zutatenmengen der Vorlage in weiten Teilen verändert und meinen Vorlieben angepasst. Herausgekommen ist ein wunderbar fluffiger, nicht zu süßer Kuchen, der gerade eben in meine große Gugelhupfform passt. Das Frosting des Originals aus Puderzucker, Erdnussbutter und Milch habe ich weggelassen, der Kuchen ist so schon üppig genug.

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Faschingsgebäck: Apfelkrapfen mit Hefe- und Brandteig

Auch wenn Fasching/Karneval/Fasnet hier im Haus so gut wie keine Rolle spielt: für ausgebackenes Faschingsgebäck bin ich durchaus zu haben 😉 So habe ich dieses Jahr pünktlich zum Höhepunkt des närrischen Treibens mal wieder ein für mich neues Rezept ausprobiert: Fruchtige Apfelkrapfen, für die ich jeden "Berliner" stehen lasse. Nach Durchforsten des Netzes bin ich bei der klassischen Kombi Hefe- und Brandteig hängengeblieben und habe mich für diese Krapfen von Marla entschieden, die Garant für gelingsichere Rezepte ist.

Apfelkrapfen

Einfach unwiderstehlich: frisch augebackene Apfelkrapfen mit Zimt-Zucker-Kruste

Apfelkrapfen frittieren

Ihr sucht weitere Rezepte für faschingstaugliches Gebäck? Im Blogangebot habe ich noch

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Apfelkrapfen mit Hefe- und Brandteig
Kategorien: Gebäck, Fasching, Früchte
Menge: 16 Stück

Zutaten

H VORTEIG
160 Gramm   Weizenmehl Type 405 oder 550
120 ml   Milch
20 Gramm   Hefe
H HAUPTTEIG
160 Gramm   Weizenmehl Type 550 oder 405
50 Gramm   Butter; in Flöckchen
20 Gramm   Zucker
5 Gramm   Salz
1     Ei (L)*
H BRANDTEIG
65 Gramm   Weizenmehl Type 550; gesiebt
65 Gramm   Milch
65 Gramm   Wasser
15 Gramm   Butter
1 Prise   Salz
50 Gramm   Vollei (1 Ei); nach Bedarf mehr*
200 Gramm   Apfelstückchen; hier von 2 Elstar-Äpfeln
1 1/2 Ltr.   Frittierfett oder Öl
H ZUM WENDEN
      Zimt
      Zucker

Quelle

  nach
  Marla im Sauerteigforum
  Erfasst *RK* 11.02.2018 von
  Petra Holzapfel

Zubereitung

Alle Zutaten für den Vorteig verrühren und zugedeckt 45 Minuten gehen lassen.

Vorteig und die Zutaten für den Hauptteig in die Schüssel der Küchenmaschine geben und etwa 5 Minuten auf Stufe 1, dann 5 Minuten auf Stufe 2 kneten. Den Teig in eine saubere Schüssel geben und abgedeckt 45 Minuten gehen lassen. Nach 15 und nach 30 Minuten den Teig zusammenfalten, um eine feine und gleichmäßige Porung der Krume zu erreichen. Der Teig sollte nicht zu warm werden, erwünschte Temperatur 22°C.

Während der Teigruhe den Brandteig zubereiten:

Butter, Milch und Wasser in einen kleinen Kochtopf geben und aufkochen. Das gesiebte Mehl in einem Schwung hineingeben und unter dauerndem Rühren zu einem Kloß abbrennen, der sich vom Topfboden löst und dabei einen weißen Belag hinterlässt.

Den Teigkloß in eine Schüssel geben und etwas abkühlen lassen. Dann das Ei mit dem Handrührer einrühren, bis sich eine homogene glänzende Masse gebildet hat. Bei mir war der Teig ziemlich fest und ließ sich nur mühsam verstreichen – bei Bedarf noch etwas Ei zugeben.

Die Äpfel schälen, vierteln und entkernen. Jedes Viertel noch einmal längs durchschneiden und fein scheibeln.

Den Hefeteig auf leicht bemehlter Unterlage zu einem gleichmäßigen Rechteck von etwa 40×30 cm ausrollen. Den Brandteig gleichmäßig aufstreichen, die Apfelstücke darauf verteilen (dabei die Endseite aussparen), etwas andrücken und den Teig von der kürzeren Seite her aufrollen. Das Ende sollte mit Brandteig bestrichen und gut angedrdrückt werden, damit sich der Teigschluss nicht wieder öffnet.

Die Rolle mit der Naht nach unten legen und mit einem Sägemesser in etwa 16 Stücke à 1,5 cm Dicke schneiden. Marlas Tipp: Mit bemehltem Messer lässt sich der Teig besser schneiden.

Die Scheiben auf ein leicht bemehltes Leinen legen, etwas flach drücken und abgedeckt etwa 30-40 Minuten bis zur 3/4 Gare gehen lassen.

Anschließend die Teigstücke aufdecken und für etwa 10 Minuten kalt stellen, damit sie etwas absteifen (P: ich habe sie nach draußen gestellt und immer nur die jeweils benötigten Scheiben zum Ausbacken reingeholt).

Einen tiefen Teller mit Zimt-Zucker-Mischung bereit stellen.

Das Frittieröl in einem ausreichend großen Topf auf etwa 160-175° erhitzen (meine Induktionsplatte hält 175°C auf Stufe 6). Die Krapfen portionsweise vorsichtig nacheinander ins heiße Fett gleiten lassen und jeweils etwa 4 Minuten backen, bis sie goldbraun sind, dabei mit einem Schaumlöffel zweimal wenden. Die Krapfen herausnehmen, kurz auf mehrlagigem Küchenpapier abtropfen lassen, dann sofort in Zimtzucker wenden und auf einem Kuchengitter auskühlen lassen.

Übrige Krapfen können am nächsten Tag für 4 Minuten in den auf 170°C Ober-/Unterhitze vorgeheizten Backofen gelegt werden und schmecken dann fast wie frisch.

Anmerkung Petra: Die Krapfen schmecken ausgezeichnet! Die Zubereitung braucht etwa 3 Stunden, ist aber im Prinzip unproblematisch, der Hefeteig lässt sich sehr schön verarbeiten.

*Marla hat 1 kleines Ei und zusätzlich 1 Eigelb verwendet. Bei mir war die Konsistenz mit einem großen Ei perfekt.

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Nougat-Mokka-Tropfen

Den Abschluss der diesjährigen Weihnachtsbäckerei macht ein Plätzchen, von dem ich während der Herstellung überzeugt war: das Rezept ärgert mich so, das schafft es nicht ins Blog!

Nougat-Mokka-Tropfen

Der Geschmack der fertigen Nougat-Mokka-Tropfen hat uns dann aber doch vom Gegenteil überzeugt – die kleinen Happen schmecken einfach wunderbar nussig-sandig-schokoladig!

Weicher Teig

Wer ab und zu bei rausgelinst hineinlist, hat dieses Bild vielleicht schon gesehen: der schokoladige, mit Espressopulver aromatisierte Teig war so weich, dass nicht einmal meine Allzweckwaffe half, nämlich den Teig kurz in den Tiefkühler zu legen. Er wurde sofort wieder so weich, dass sich keine schönen Tropfen ausstechen ließen. Also hab ich kurzerhand die Produktion bei Wintertemperaturen nach draußen auf die Hausbank verlegt.

Da ich keinen echten Tropfen-Ausstecher besitze, habe ich meine Mutzenmandel-Ausstechform* verwendet, die eigentlich für fettgebackenes Faschingsgebäck gedacht ist, hier findet sich mein ausprobiertes Rezept dafür. In dem Blogeintrag von 2008 erwähne ich übrigens ein Gebäck namens Freudentränen, das vom Aufbau her den hier vorgestellten Plätzchen stark ähnelt – auch da hatte ich mit der Konsistenz des Teiges zu kämpfen!

Im nächsten Jahr werde ich mich nochmal an die Tropfen wagen, dabei die Anzahl der Eigelbe aber von 3 auf 2 reduzieren, wie ich es unten im Rezept schon aufgeschrieben habe. Auch auf den zum Auflösen des Espressopulvers gedachten El Wasser werde ich verzichten.

Tropfen glasieren

Nicht mehr schwierig: Glasieren der Nougat gefüllten Tropfen mit Kuvertüre.

Das Rezept stammt übrigens wie das der Limoncello-Kugeln aus Tanja Dusys kleinem Büchlein Weihnachtsplätzchen aus aller Welt*.

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Nougat-Mokka-Tropfen
Kategorien: Plätzchen, Weihnachten, Schokolade, Nuss, Österreich
Menge: 40 Stück

Zutaten

125 Gramm   Gemahlene Haselnusskerne; geröstet
220 Gramm   Weiche Butter
100 Gramm   Puderzucker
2     Eigelb (Original 3)
1 Essl.   Instant-Espressopulver
200 Gramm   Mehl
1/4 Teel.   Zimtpulver
2 Essl.   Kakaopulver
1 Teel.   Backpulver
H SOWIE
      Ausstecher in Tropfenform (P: Mutzenmandel-
      -Ausstecher)
H ZUM FÜLLEN
100 Gramm   Schnittfestes Haselnuss-Nougat
H ZUM GLASIEREN
100 Gramm   Zartbitter-Kuvertüre

Quelle

  modifiziert nach
  Tanja Dusy
  Weihnachtsplätzchen
  Erfasst *RK* 14.10.2017 von
  Petra Holzapfel

Zubereitung

Die Butter in Flöckchen schneiden und mit den Rührbesen des Handrührgeräts weiß-cremig rühren, dabei nach und nach den Puderzucker zugeben. Eigelbe einzeln unterrühren, bis die Masse luftig-leicht wird. Espressopulver fein mörsern und unterrühren.

Mehl, Zimt, Kakaopulver und Backpulver mit den gerösteten Haselnüssen vermischen und zügig mit einem Löffel unter die Butter- Eigelb-Masse rühren. Teig ohne Druck zu einer Kugel rollen. In Frischhaltefolie wickeln und mindestens 1 Std. kühl stellen.

Den Backofen auf 175°C vorheizen, Backblech mit Backpapier auslegen.

Den Teig zwischen Klarsichtfolie etwa 3 mm dick ausrollen (Teighölzer) und Tropfen ausstechen. Den übrigen Teig erneut ausrollen und ausstechen, bis er aufgebraucht ist. Die Tropfen mit etwas Abstand auf das Blech legen. Auf mittlerer Schiene etwa 8-10 Minuten backen. Erst auf dem Blech, dann auf einem Kuchengitter auskühlen lassen.

Das Haselnuss-Nougat über dem heißen Wasserbad schmelzen. Die Unterseite eines Tropfens mit etwas Nougatmasse bestreichen, einen zweiten Tropfen mit der Unterseite darauf kleben und auf einem Kuchengitter fest werden lassen.

Die Kuvertüre über dem heißen Wasserbad schmelzen. Die Tropfen jeweils mit der unteren Hälfte in die Kuvertüre eintauchen, abtropfen lassen und mit der glasierten Seite nach oben auf ein Kuchengitter legen, bis die Glasur fest geworden ist.

Anmerkung Petra: 2017 halbes Rezept des Originals: Teig ausgesprochen weich, war nur gekühlt draußen (!) zu verarbeiten. Mutzenmandelausstecher liefert kleine Tropfen, ergeben aber eine hübsche Größe – ergaben hier 35 Stück und einige Bruchstücke. Ich würde nächstes Mal für's gesamte Rezept anstelle von 3 nur 2 Eigelb verwenden und den El Wasser zum Auflösen des Espressopulvers weglassen. Geschmacklich ausgezeichnet, schön mürbe!

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Bunte Adventskringel

Die hübschen Cranberry-Adventskringel der Lecker standen schon seit 2 Jahren auf meiner "auszuprobieren"-Plätzchenliste. Dieses Jahr hab ich sie endlich gebacken.

Adventskringel

Optisch sind sie durch die rot-grüne Farbe von Cranberries und Pistazien echte Hingucker!

Mit dem Teig hab ich etwas gekämpft, da er ziemlich klebrig war, obwohl ich das eigentlich noch zuzugebende Wasser schon weggelassen hatte. Aber gut gekühlt (s. meine Plätzchen-Tipps) ließ er sich dann doch gut meistern. Zum Ausstechen habe ich diesen Linzer-Ausstecher* verwendet, der die im Rezept angegebene Größe hat. Gefüllt habe ich die Doppeldecker mit meinem Johannisbeer-Glühwein-Gelee, jedes andere rote Gelee eignet sich natürlich auch.

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Cranberry-Pistazien-Adventskringel
Kategorien: Plätzchen, Keks, Weihnachten
Menge: 30 Stück

Zutaten

250 Gramm   Mehl
75 Gramm   Zucker
1     Bio-Zitrone: abgeriebene Schale
1 Messersp.   Backpulver
1     Ei (Gr. M)
125 Gramm   Kalte Butter
H ZUM BESTREUEN
25 Gramm   Getrocknete Cranberries*; grob gehackt
15 Gramm   Pistazien*; grob gehackt
H GUSS
150 Gramm   Puderzucker
2-3 Essl.   Zitronensaft
H ZUM FÜLLEN
100 Gramm   Johannisbeer-Glühwein-Gelee oder anderes rotes
      -Gelee

Quelle

  modifiziert nach
  LECKER-Sonderheft
  Ausgabe 6/2014
  Erfasst *RK* 18.11.2015 von
  Petra Holzapfel

Zubereitung

Mehl, Zucker, Zitronenschale und Backpulver mischen. Ei und Butter in Stückchen zufügen. Erst mit den Knethaken des Rührgeräts, dann mit den Händen kurz zu einem glatten Mürbeteig verkneten (P: gemacht im Foodprocessor: erst Mehl, Zucker, Zitronenschale und Backpulver mit Butterflöckchen gemixt, dann das Ei untergemixt, auf der Arbeitsfläche zusammengeknetet). Zugedeckt mindestens 30 Minuten kalt stellen.

Den Backofen auf 180°C vorheizen. Backbleche mit Backpapier auslegen. Teig auf etwas Mehl ca. 3 mm dünn ausrollen (P: zwischen Klarsichtfolie, Teighölzer). Gleiche Anzahl Kreise mit Wellenrand (ca. 5,5 cm Ø) und Kringel mit Wellenrand (ca. 5,5 cm Ø, innen 2 cm Ø) ausstechen und auf die Bleche legen. Teigreste immer wieder kurz verkneten, evtl. kühlen, ausrollen und ausstechen.

Plätzchen nacheinander im heißen Ofen ca. 9 Minuten goldgelb backen. Herausnehmen und auskühlen lassen.

Puderzucker und Zitronensaft zu einem glatten Guss verrühren. Die Kringel damit bestreichen, mit Cranberrys und Pistazien bestreuen. Den Guss trocknen lassen.

Das Gelee glatt rühren und auf die Kreise streichen. Jeweils mit einem Kringel abdecken, fest werden lassen.

Anmerkung Petra: 1/2 Rezept gemacht, ergab mit 5 cm Linzer Ausstecher (innen Stern) 13 fertige Doppeldecker-Kekse. Optisch sehr hübsch – echte Hingucker – allerdings recht groß. Der Teig klebte etwas, obwohl ich schon den El Wasser aus dem Originalrezept weggelassen hatte, ließ sich nur sehr gut gekühlt (ausgerollt kurz in den TK) gut ausstechen. Man könnte aber auch jeden anderen Plätzchenteig für diese Deko verwenden. Geschmacklich gut.

*im Original doppelte Menge angegeben, war aber deutlich zu viel.

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