Eifeler Reisfladen

Und schon geht es in Runde 7 von Koch mein Rezept, dem Blog-vernetzenden Event. Diesmal durfte ich mich bei Dana von Savvy and Sweets umschauen, die ihre Rezepte mit sehr ansprechenden Fotos präsentiert. Dana hat erst im November 2020 mit dem Bloggen begonnen, dementsprechen ist die Auswahl bei ihr noch nicht allzu riesig. Da sie – wie sie selbst sagt – eine Naschkatze ist, finden sich bei ihr eine ganze Reihe süßer Leckereien wie etwa Weihnachtsplätzchen oder Frühstücks-Bowls, die aber nicht zwangsläufig viel Zucker enthalten müssen. Daneben gibt es auf Savvy and Sweets aber auch pikante Rezepte, beispielsweise ein Bärlauch-Risotto mit Garnelen und grünem Spargel. Auch ihre Bärlauchziegencreme für herzhafte Windbeutel hätte mich gereizt, aber die Bärlauchzeit ist leider schon vorbei.

Reisfladen ganz

Meine Wahl fiel schließlich auf ein Rezept, was mir dato unbekannt war: den Eifeler Reisfladen. Für dieses regionale Spezialität wird vorgekochter Milchreis in einem dünnen Hefeteig gebacken. Ich habe gelernt, dass der Reisfladen in zwei Gegenden gebacken wird: einmal in und um Aachen und dann auch im benachbarten Belgien. Beide Rezepte unterscheiden sich leicht, so ist der Aachener Reisfladen durch die Zugabe von Eischnee etwas stabiler, der belgische etwas cremiger. Danas Eifeler Reisfladen vereint das Beste aus beiden Rezepten.

Eifeler Reisfladen mit Erdbeeren

Für den Hefeteig habe ich etwas weniger Hefe genommen und die Zutaten kalt verwendet, wie ich es immer mache. Dadurch verlängert sich die Gehzeit natürlich etwas. Etwas verwundert las ich, dass die mit dem Hefeteig ausgelegte Form erst mal ungefüllt in den Tiefkühler wandert. Den Zweck dahinter erklärt hier ein Bäckertipp: „Dann geht der Teig im Ofen nicht auf und bleibt schön dünn. Außerdem könnt ihr ihn da auch bis zum nächsten Tag lassen und den Kuchen frisch für eure Gäste zubereiten.“ Natürlich habe ich  mich daran gehalten.

Bei mir gab’s zum Reisfladen ein paar marinierte Erdbeeren, was wunderbar passte. Außerhalb der Erdbeerzeit reicht man gerne Kirschkompott dazu, das kann ich mir auch prima vorstellen.

Blogger Aktion "Koch mein Rezept - der große Rezepttausch" von @volkermampft

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Eifeler Reisfladen
Kategorien: Kuchen, Reis, Eifel, Deutschland
Menge: 1 Springform 24 cm

Zutaten

H MILCHREIS
620 ml Vollmilch (P: 3,8 %)
75 Gramm Milchreis
1 Prise Salz
1 Vanilleschote; aufgeschlitzt, Samen ausgekratzt
60 Gramm Zucker
1-2 Eier* (P: 1 1/2)
H TEIG (MEHR ALS BENÖTIGT**)
250 Gramm Mehl Typ 550
1 Prise Salz
100 ml Milch (P: kalt)
5 Gramm Frischhefe
30 Gramm Zucker
1 Ei (M)
30 Gramm Butter; in Flöckchen (P: kalt)

Quelle

modifiziert nach
Savvy and Sweets
Erfasst *RK* 11.06.2021 von
Petra Holzapfel

Zubereitung

Den Milchreis am besten schon am Vortag zubereiten, damit er gut durchziehen kann.

Dafür die Milch mit der ausgekratzten Vanilleschote, dem Vanillemark und dem Salz aufkochen. Den Reis hinzugeben und etwa 35 Minuten unter gelegentlichem Umrühren köcheln lassen. In den letzten Minuten den Zucker zugeben. Der Milchreis sollte am Schluss noch etwas Biss haben und cremig-flüssig sein.

Den Milchreis mindestens 4 Stunden, besser über Nacht ziehen lassen. Damit er keine Haut bekommt, am besten eine Klarsichtfolie direkt auf den etwas abgekühlten Milchreis auflegen.

Für den Hefeteig das Mehl und das Salz in die Schüssel der Küchenmaschine geben. Hefe, Milch und Ei zugeben und alles auf Stufe 1 etwa 5 Minuten kneten. Dann auf Stufe 2 stellen und die Butter in Flöckchen zugeben. Weitere 10 Minuten kneten. Der Teig ist leicht klebrig, lässt sich aber gut weiterverarbeiten, wenn man ihn kurz auf der leicht bemehlten Arbeitsfläche durchknetet. Den Teig zugedeckt in einer sauberen Schüssel etwa 1 1/2 Stunden bei Raumtemperatur aufgehen lassen.

Vom Teig werden für eine Springform mit 24 cm etwa 300 g benötigt (den Rest habe ich zu Zimtschnecken verarbeitet, s. Anmerkung).

Den Teig grob rund formen und auf leicht bemehlter Arbeitsfläche rund ausrollen (Durchmesser etwa 30 cm). Die Springform buttern und mit dem Teig auslegen, dabei einen Rand formen, diesen gut angedrücken. Den Boden mehrmals mit einer Gabel einstechen. Die Form mit dem Teig für mindestens 40 Minuten in den Tiefkühler stellen. Falls der Rand weich ist und nicht gut hält, lässt er sich nach der Hälfte der Zeit nochmal problemlos nachformen. Man kann den Teig wie den Milchreis auch schon am Vortag machen und bis dahin in der Form im Tiefkühler lagern.

Den Backofen auf 180°C Ober-/Unterhitze vorheizen.

Für die Milchreis-Füllung das Ei trennen, die Vanilleschote aus dem Reis nehmen. Das Eigelb unter den Milchreis rühren. Das Eiweiß mit einer Prise Salz steif schlagen und behutsam unterheben. Die Milchreisfüllung in den gefrorenen Teig geben und gleichmäßig verteilen.

Den Reisfladen auf der mittleren Einschubleiste etwa 20 Minuten backen, die Oberfläche sollte noch nicht zu viel Backfarbe haben. Dann die Temperatur auf 220°C erhöhen und weitere 5-10 Minuten backen, bis die Oberfläche des Fladens eine tiefgoldene Bräune bekommt (P: das war bei mir schon nach 5 Minuten der Fall, ich habe den Kuchen mit Alufolie abgedeckt und noch weitere 5 Minuten bei 200°C gebacken).

Die Form herausnehmen und den Kuchen auf einem Rost abkühlen lassen. Die Füllung fällt nach dem Backen etwas zusammen.

Man kann den Kuchen entweder warm servieren oder, wie Dana es empfiehlt, über Nacht ziehen lassen.

Dana: Dieser Reisfladen ist für mich die perfekte Mischung aus einem Aachener und einem Belgischen Reisfladen. Die Füllung bleibt cremig aber bekommt durch den Eischnee genug Stand. Manche bevorzugen den Reisfladen warm, direkt aus dem Ofen. Meiner Meinung nach ist er am nächsten Tag noch besser, da die Feuchtigkeit vom Milchreis den Hefeteig schön frisch hält und die Aromen sich besser entfalten.

Anmerkung Petra: Wir haben den Reisfladen vor dem Genuss eine Nacht durchziehen lassen. Bei mir gab es dazu noch ein paar marinierte Erdbeeren, eine feine Ergänzung.

Ich habe das Originalrezept von Dana von einer 20 cm auf eine 24 cm Springform umgerechnet. Den Hefeteig habe ich wie bei mir üblich mit weniger Hefe und kalten Zutaten gemacht.

*Ich habe für den Milchreis 1 1/2 Eier verwendet, mit dem Rest habe ich die Zimtschnecken (s.u.) bepinselt. Damit war die Füllung in der Mitte noch recht cremig, was wir sehr lecker fanden. Bei kleinen Eiern kann man für die 24 cm Form bestimmt auch 2 Eier verwenden.

**Den restlichen Teig (180 g) habe ich zu 4 kleinen Zimtschnecken verarbeitet: dafür den Teig zu einem länglichen Band ausrollen, mit Butterflöckchen belegen, mit Zimtzucker bestreuen und von der kurzen Seite her aufrollen. Die kurze Rolle in 4 Stücke schneiden, diese etwas flach drücken und auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen, 45 Minuten aufgehen lassen. Den Backofen auf 200°C vorheizen, die Schnecken mit etwas verquirltem Ei und Milch bestreichen und mit Hagelzucker bestreuen. Im Backofen etwa 15 Minuten backen.

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Wattleseed Cheesecake mit Lemon Myrtle-Macadamia-Boden

Im Mai führt uns die kulinarische Weltreise mit Reiseleiter Volkermampft nach Australien. Die ursprüngliche Küche der Aborigines verwendete lange Zeit ausschließlich Bushfood oder Bush Tucker, also einheimische Pflanzen und Tiere wie Känguru, Emu, Krokodil, Fisch, Meeresfrüchte und Insekten, bevor Sträflinge und Siedler erst britische, spätere Einwanderer auch chinesische, italienische und griechische Küche ins Land brachten. In der zweiten Hälfte des letzten Jahrhunderts kamen dann auch  Immigranten aus der Türkei und dem Libanon, Studenten aus Thailand und Flüchtlinge aus Vietnam dazu.

Aus diesem Grund findet man in Kochbüchern über australische Küche ein buntes Konglomerat aus Gerichten, die es so oder so ähnlich auch in den Ursprungsländern der Siedler gab. Dennoch wurden diese Gerichte im Laufe der Zeit oft den Geschmacksvorlieben der Australier angepasst oder sie bekamen einen eigenen Touch durch heimische Zutaten.

Wattleseed Cheesecake

In diese Rubrik fällt auch dieser Wattleseed Cheesecake mit Lemon Myrtle-Macadamia-Boden.

Zutaten

Der Boden, ein einfacher Keksboden, ist wird neben Orangenschale auch mit Lemon Myrtle (Backhousia citriodora) aromatisiert, die ein frisches, ausgesprochen intensives Zitronenaroma aufweist. Zitronenmyrte wächst in subtropischen Regenwäldern im zentralen und südöstlichen Queensland.

Wattleseed Cheesecake

Sein ganz spezielles Aroma bekommt der Kuchen aber durch die Wattleseeds im Frischkäsebelag. Wattleseeds sind geröstete und gemahlene Akaziensamen spezieller australischer Akazienarten, der Geschmack bewegt sich irgendwo zwischen Kaffee, Schokolade und Nüssen – eine echte Entdeckung!

Die Vorlage für den Kuchen habe ich hier gefunden. Den Boden habe ich etwas abgeändert und andere Kekse verwendet. Außerdem habe ich noch einige Macadamias darin untergebracht, die ich auch für die Dekoration hergenommen habe. Als farblicher Kontrast dienten einige Pistazien (auch für die gibt es ein kleines Anbaugebiet in Australien) sowie etwas Löwenzahnzucker. Den Belag habe ich im Gegensatz zum Original mit ein wenig Gelatine stabilisiert: so ist er zwar schnittfest, aber doch sehr schön cremig.

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Wattleseed Cheesecake mit Lemon Myrtle-Macadamia-Boden
Kategorien: Kuchen, Käse, Keks, Australien
Menge: 1 Kuchen 22 cm

Zutaten

H BODEN
200 Gramm Kernige Haferkekse (P: Hobbits)
50 Gramm Macadamianüsse; geröstet und gesalzen
1/2 Unbehandelte Orange: abgeriebene Schale
1 Teel. Zitronenmyrte; Lemon Myrtle
75 Gramm Butter; geschmolzen
H BELAG
2 1/2 Blätter Gelatine
1/2 Unbehandelte Orange: abgeriebene Schale sowie
50 Gramm Orangensaft; frisch gepresst
400 Gramm Frischkäse (P: 200 g Doppelrahm, 200 g Balance)
1 Essl. Gemahlene Wattleseeds; geröstete Akaziensamen
200 Gramm Schlagsahne
75 Gramm Roh-Rohrzucker
H DEKORATION, OPTIONAL
Einige Grob gehackte Macadamias
Einige Fein gehackte grüne Pistazien
Etwas Grober Löwenzahnzucker oder
Essbare Blüten; nach Belieben

Quelle

modifiziert nach
www.organicgardener.com.au
Erfasst *RK* 10.05.2021 von
Petra Holzapfel

Zubereitung

Den Boden einer Springform (Durchmesser 22-23 cm) mit Backpapier bespannen.

Von den Macadamias das grob anhaftende Salz abwischen. Nüsse grob hacken.

Die Kekse und Nüsse im Mixer fein mahlen und in eine Schüssel geben. Abgeriebene Orangenschale und Zitronenmyrte unterrühren, dann die geschmolzene Butter zugeben und alles gut vermischen. Die Mischung in die vorbereitete Backform geben, gleichmäßig verteilen und gut andrücken. Form kalt stellen.

Die Gelatine 5 Minuten in kaltem Wasser einweichen. Die Sahne steif schlagen.

Den Frischkäse in eine Schüssel geben und mit abgeriebener Orangenschale, Wattleseeds und dem Zucker mit dem Schneebesen oder Handrührer verrühren.

Den Orangensaft erwärmen (z.B. in der Mikrowelle) und die ausgedrückte Gelatine darin auflösen. Den Saft unter kräftigem Rühren zur Frischkäsecreme geben. Die Schlagsahne unterziehen. Die Käsemasse auf den vorbereiteten Boden geben und glattstreichen.

Den Kuchen mehrere Stunden oder über Nacht kalt stellen.

Dekovorschlag: den Kuchen am Rand in einem Halbkreis mit grob gehackten Macadamias, feingehackten Pistazien und etwas Löwenzahnzucker bestreuen.

Anmerkung Petra: Der cremige Belag hat durch die gerösteten Akaziensamen einen ganz speziellen Geschmack irgendwo zwischen Kaffee, Schokolade und Nüssen – eine echte Entdeckung!

Man kann die Macadamias im Boden auch weglassen und 50 g Kekse mehr verwenden.

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Die Rezepte der Mitreisenden (werden im Laufe des Monats ergänzt):

Britta von Backmaedchen 1967 mit Kokoswürfel/Lamingtons
Michael von SalzigSüssLecker mit Lamingtons
Sonja von fluffig & hart mit Chicken parmigiana
Sonja von fluffig & hart mit Fairy Bread mit Flat White
Kathrina von Küchentraum & Purzelbaum mit Lamingtons
poupou von poupous geheimes laboratorium mit Impossible Pie
Gabi von Slowcooker.de mit Mini-Pavlovas mit Erdbeeren
Tina von Küchenmomente mit ANZAC-Kekse aus Australien
Simone von zimtkringel mit Australian Meat Pie
Anna fuer Wilma von Pane-Bistecca mit Anna’s ANZAC Biscuits!
Britta von Brittas Kochbuch mit Banana Macadamia Cookies
Petra aka Cascabel von Chili und Ciabatta mit Lemon Myrtle Dampers
Sylvia von Brotwein mit Meat Pie – Rezept für Fleisch Pastete
Susanne von magentratzerl mit Dimmies – Australische Dim Sun
Carina von Coffee2Stay mit ANZAC Biscuits aus Australien
Dirk von low-n-slow mit Boxing Day Beach Barbie Cocktails
Susi von Turbohausfrau mit Australische Laksa
Britta von Brittas Kochbuch mit Lamingtons aus Resten
Petra aka Cascabel von Chili und Ciabatta mit Potato Scallops mit Würzsalz
Britta von Brittas Kochbuch mit (vegane) Fish Burgers
Britta von Brittas Kochbuch mit Strawberry Pavlova
Sus von Corumblog 2.0 mit Rhubarb & Rasberry Brownies
Volker von volkermampft mit Meat Pies – australischer Klassiker mit Hähnchen, Cranberries & Macadamia

la torta da üdrion – Tessiner Heidelbeertarte

Immer noch gibt es Vorräte von selbst gepflückten Heidelbeeren im Tiefkühler.

la torta di üdrion

Als ich für die kulinarische Weltreise mit dem Ziel Schweiz durch Ticino ti cucino* blätterte, sprang mir die torta da üdrion ins Auge. Eine ganz schlichte Heidelbeertarte, wie sie auf irgendeiner Tessiner Alpe aufgetragen werden könnte, wo die Beeren in Sichtweite wachsen.

Heidelbeertarte Anschnitt

Ein buttriger Mürbeteigboden, etwas zimtige Crème fraîche und Waldheidelbeeren, die hier so richtig gut zur Geltung kommen.

Ein Bild von einer Bergtour zur Alpe Saléi im letzten Sommer: hier der Laghetto Saléi mit beerenbewachsenen Bergwiesen

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: la torta da üdrion – Tessiner Heidelbeertarte
Kategorien: Kuchen, Früchte, Tessin
Menge: 1 Tarte 22 cm, 8 Stücke

Zutaten

H MÜRBETEIG
150 Gramm Mehl
1 Prise Salz
1/2 Unbehandelte Zitrone: abgeriebene Schale
60 Gramm Kalte Butter; in Flöckchen
1 groß. Ei
40 Gramm Zucker
1-2 Essl. Kaltes Wasser (P: 1 El)
Butter; für die Form
H BELAG
2 Essl. Gemahlene Mandeln
25 Gramm Zucker
1 Prise Zimt
100 Gramm Crème fraîche; Sauerrahm
250 Gramm Waldheidelbeeren (P: TK + 1 El Mehl)

Quelle

modifiziert nach
Ticino ti cucino
Erfasst *RK* 07.04.2021 von
Petra Holzapfel

Zubereitung

Mehl, Zucker, Salz und die abgeriebene Zitronenschale in den Food Processor geben. Die kalte Butter in Flocken darauf geben. Alles pulsierend mixen, so dass eine krümelige Masse entsteht. Nun das Ei zufügen, mixen, 1-2 El kaltes Wasser zugeben und nochmal mixen, bis der Teig zusammenkommt. Den Teig zu einer Kugel formen, leicht flach drücken und mindestens 20 Minuten zugedeckt im Kühlschrank ruhen lassen. Alternativ kann man den Mürbeteig auch mit den Händen zusammenkneten.

Eine Tarteform von 22 cm (P: mit herausnehmbarem Boden) leicht buttern (oder mit Backpapier auslegen). Den Backofen mit einem Rost auf unterster Schiene auf 220°C vorheizen.

Den Teig auf gut 26 cm Durchmesser ausrollen und die Form damit auslegen. Den Boden mit einer Gabel einstechen und gleichmäßig mit den gemahlenen Mandeln bedecken.

Die gefrorenen Heidelbeeren mit 1 El Mehl vermischen, so dass sie komplett von einem Mehlfilm überzogen sind.

Die Hälfte der Crème fraîche mit Zucker und Zimt glatt rühren und auf dem Teigboden verstreichen. Die Heidelbeeren gleichmäßig darauf verteilen, so dass der Boden vollständig damit bedeckt ist, dann den übrigen Sauerrahm darauf träufeln.

Die Tarte im vorgeheizten Backofen auf der untersten Schiene etwa 20-25 Minuten (P: TK-Beeren brauchen länger, etwa 30-35 Minuten: der Fruchtbelag soll brodeln, die Rahmschicht leicht Farbe bekommen) backen.

Anmerkung Petra: sehr feine kleine, leichte Tarte, eignet sich hervorragend auch als Dessert. Der Heidelbeergeschmack kommt super zur Geltung. Ich habe die TK-Beeren leicht mit Mehl überzogen, dadurch saftet der Belag nicht so und bekommt etwas Bindung.

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Die Gerichte der Mitreisenden (wird im Laufe des Monats ergänzt):

Cornelia von SilverTravellers mit Zürcher Geschnetzeltes – ohne Fix schnell auf den Tisch
Petra aka Cascabel von Chili und Ciabatta mit Tösstaler Sunntigsbroote mit prötlete Härdöpfel
Britta von Brittas Kochbuch mit Schweizer Rösti
Barbara von Barbaras Spielwiese mit Rüeblicake (Schweizer Karotten-Mandel-Kastenkuchen)
Wilma von Pane-Bistecca mit Soledurner Wysuppe
Britta von Brittas Kochbuch mit Aargauer Rüeblitorte
Sonja von fluffig & hart mit Aargauer Rüeblitorte
Dirk von low-n-slow mit Grillierte Forelle mit Mandelbutter
Conny von food for the soul mit Pane Ticinese – das Tessiner Brot
Wilma von Pane-Bistecca mit Salzige Zigerchrapfen
Tina von Küchenmomente mit Roggenbrot Walliser Art
Kathrina von Küchentraum & Purzelbaum mit Schweizer Butterweggli
Petra aka Cascabel von Chili und Ciabatta mit St. Galler Käsekugeln auf Löwenzahn-Rucola-Salat
Britta von Backmaedchen 1967 mit Schweizer Apfel-Wähe mit Joghurtguss
Wilma von Pane-Bistecca mit Gemuese Suelzli
poupou von poupous geheimes laboratorium mit Zuger Kirschtorte
Susanne von magentratzerl mit Ghackets mit Baumnüssen und Kartoffelstock
Tina von Küchenmomente mit Rhabarber-Quark-Wähe
Britta von Brittas Kochbuch mit Älplermagronen
Wilma von Pane-Bistecca mit Schweizer Ruchbrot
Volker von Volkermampft mit Bürli – leckere Frühstücksbrötchen aus der Schweiz
Wilma von Pane-Bistecca mit Chuegeli Pastetli
Britta von Brittas Kochbuch mit Minestrone ticinese
Britta von Brittas Kochbuch mit Zürcher Geschnetzeltes
Simone von zimtkringel mit Zibelechueche und Zibelemärit
Edyta von mein-dolcevita mit Badener Chräbeli
Tom & Kathi von Mehr Genuss mit Trinser Birnenravioli
Wilma von Pane-Bistecca mit St. Galler Handbuerli
Wilma von Pane-Bistecca mit Birewegge – so typisch Schweizerisch
Gabi von slowcooker.de mit Lauwarmer Quark-Rhabarberauflauf
Sonja von fluffig & hart mit Churer Birnenpizokels
Britta von Brittas Kochbuch mit Solothurner Brot
Wilma von Pane-Bistecca mit Schpaeck und Bohne
Michael von SalzigSüssLecker mit Schweizer Nusskipferli
Susanne von magentratzerl mit Bündner Gerstensuppe
Susi von Turbohausfrau mit Waadtländer Flammkuchen
Sylvia von Brotwein mit Käsewähe – Rezept für Schweizer Käse Tarte
Wilma von Pane-Bistecca mit Meitschibei
Anja von GoOnTravel mit Basler Brunsli – Leckere Plätzchen aus der Schweiz
Gabi von slowcooker.de mit Gruyere-Risotto mit Schmortomaten
Frederike von Fliederbaum mit Engadiner Nusstorte (nach Evelin Wild)

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Schoko-Cookies mit brauner Butter

Es gibt meiner Meinung nach kaum etwas, das sich durch die Zugabe von Nussbutter oder brauner Butter nicht verbessern lässt. Nicht nur Schuhbeck und Klink lieben sie, auch meine Mutter hat in meiner Kindheit schon Spiegeleier in  brauner Butter gebraten. Jetzt las ich in der Food & Wine ein Rezept für Brown-Butter Cocolate Chip Cookies, das musste natürlich – ganz uneigennützig 😉 –  einem Test unterzogen werden.

Schoko-Cookies

Ich habe es (aus Selbstschutz) halbiert, die Cookies sind wegen eines etwas anderen Portionierers etwas kleiner geworden, aber auch so haben sie noch einen Durchmesser von etwa 8 cm und sind 40-50 g schwer.

Schoko-Cookies

Die erste Kostprobe hat uns absolut überzeugt, die habe ich sicher nicht zum letzten Mal gebacken!

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Schoko-Cookies mit brauner Butter
Kategorien: Keks, Schokolade
Menge: 12 Stück

Zutaten

120 Gramm Butter
160 Gramm Mehl
1/2 Teel. Backpulver
3/8 Teel. Salz
1/4 Teel. Backnatron
100 Gramm Muscovadozucker (dunkelbrauner Vollrohrzucker)
40 Gramm Zucker
1 groß. Ei
1 Teel. Vanilleextrakt
60 Gramm Backfeste Schokoladenchips (P: Mischung aus
-Kakaosplittern, Schokotröpfchen und Vollmilch-
-Schokolade)
50 Gramm Zartbitterschokolade 60% Kakao; gehackt
Salzflocken; zum Bestreuen

Quelle

modifiziert nach
Food & Wine
Erfasst *RK* 18.02.2021 von
Petra Holzapfel

Zubereitung

Die Butter in einem Topf schmelzen und unter gelegentlichem Rühren goldbraun werden lassen. Topf vom Herd nehmen und gleich kühlen (oder heiße Butter in ein hitzestabiles Gefäß gießen). Butter wieder fest werden lassen.

Den Backofen auf 175°C vorheizen. 2 Backbleche mit Backpapier auslegen.

Mehl, Backpulver, Natron und Salz zusammen sieben.

Die Butter in eine Schüssel geben und mit dem Handrührer cremig aufschlagen. Beide Zuckersorten zugeben und alles etwa 3 Minuten schlagen, bis die Mischung hell-cremig ist. Ei und Vanilleextrakt hinzufügen und eine weitere Minute aufschlagen. Bei niedriger Geschwindigkeit die Mehlmischung einrühren, nur so lange rühren, bis der Teig gerade eben zusammenkommt. Nun mit einem Teigschaber die Schokoladen einarbeiten.

Mit einem Eisportionierer (Original 3 El, meiner hat 2 El, diesen habe ich leicht gehäuft gefüllt) den Teig in 12 Bällchen herausnehmen und auf den Blechen verteilen. Bällchen nicht flachdrücken. Auf jedes Teigbällchen etwas Meersalzflocken aufstreuen.

Das erste Blech in den Backofen schieben und etwa 12-14 Minuten backen, bis die Ränder goldbraun werden, beim Backen breiten sich die Cookies ziemlich aus. Das Blech herausnehmen und die Cookies darauf abkühlen lassen. Das zweite Blech genauso backen.

Anmerkung Petra: Ausgesprochen leckere, schön schokoladige Kekse mit einem knusprigen Rand und einem etwas weicheren („chewy“) Inneren.

Im Original ergibt das Rezept 10 Cookies – die sind aber auch bei mir mit 8 cm Durchmesser und einem Gewicht von 40-50 g ganz schön groß.

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Kokos-Käsekuchen mit Johannisbeeren

Aktuell läuft schon Runde 5 der Blogger-vernetzenden Aktion Koch mein Rezept. Zugelost wurde mir diesmal Nora von Haferflocke. Ihr Blog trägt den Untertitel Blog über bewusstes Backen – mit Absicht hat sie nicht den Begriff gesundes Backen verwendet, da darunter jeder etwas anderes versteht. Im Vordergrund steht bei ihr das Geschmackserlebnis mit bewusst ausgesuchten Zutaten, gerne verwendet sie Vollkornprodukte wie Haferflocken (daher der Name!) oder natürliche Alternativen zu raffiniertem Zucker. Nora bloggt seit Anfang 2015 und stellt neben süßem Gebäck wie Kuchen oder Keksen auch Herzhaftes wie Brote oder Brötchen vor – immer vegetarisch, oft auch vegan.

Kokos-Käsekuchen mit Johannisbeeren

Ich habe mich für ihren Kokos-Käsekuchen mit Johannisbeeren entschieden.

Making of

Mit ausschlaggebend war eine Packung Kokosmehl, die Helmut mir mal aus Regensburg mitgebracht hat. Der Kuchen enthält nämlich Kokosprodukte in allen erdenklichen Formen: Kokosmehl, Kokosflocken, Kokosöl und Kokosblütenzucker im Boden, der vorgebacken wird, sowie Kokosmilch und Kokosblütenzucker in der Käsekuchenmasse. Den Zucker habe ich allerdings durch indischen Jaggery ersetzt, den wollte ich nicht extra kaufen. Nora hat ihren Kuchen in einer 18 cm Springform gebacken. Ich habe eine 24 cm Form verwendet, weil mir die Menge an Füllung ziemlich üppig erschien – und tatsächlich war meine Form gut gefüllt. Nach 20 Minuten im Ofen bestreut man den Kuchen mit einigen Johannisbeeren (hier TK-Ware aus eigener Ernte) und bäckt ihn dann zu Ende.

Anschnitt Kokos-Käsekuchen mit Johannisbeeren

Gespannt haben wir den Kuchen nach dem Auskühlen angeschnitten. Er schmeckt durch die luftige Käsekuchenmasse angenehm leicht, natürlich nach Kokos, der Geschmack wird aber durch die fruchtig-säuerlichen Johannisbeeren angenehm ausbalanciert. Nora hat ihrem Kuchen im Sommer zum Servieren noch ein paar frische Johannisbeeren spendiert, die haben jetzt natürlich keine Saison. Ich habe deshalb einige meiner dänischen Schüttel-Johannisbeeren (Rysteribs) darübergegeben, auch wenn die ganz schnöde mit Kristallzucker angesetzt wurden und damit natürlich nicht die gesunden Kriterien des Haferflocke-Blogs erfüllen ;-), sie passen hervorragend dazu.

Blogger Aktion "Koch mein Rezept - der große Rezepttausch" von @volkermampft

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Kokos-Käsekuchen mit Johannisbeeren
Kategorien: Kuchen, Kokos, Früchte
Menge: 1 Kuchen 24 cm

Zutaten

H FÜR DEN BODEN
100 Gramm Dinkelmehl Type 630
30 Gramm Kokosraspeln
50 Gramm Kokosmehl
1 Prise Salz
1 Eigelb
70 Gramm Kokosöl
30 Gramm Kokosblütenzucker (P: Jaggery)
3 Essl. Wasser
H FÜR DIE KÄSEKUCHEN MASSE
400 ml Kokosmilch
250 Gramm Magerquark
2 Eier; getrennt
1 Eiweiß
1 Prise Salz
110 Gramm Kokosblütenzucker (P: Jaggery)
2 Essl. Dinkelgrieß (P: Weichweizengrieß)
1 Bio-Limette: Saft und Schale
100 Gramm Johannisbeeren (P: TK)
H ZUM SERVIEREN
Johannisbeeren (P: Rysteribs, dänische Schüttel-
-Johannisbeeren)

Quelle

modifiziert nach Haferflocke der Blog
Erfasst *RK* 01.02.2021 von
Petra Holzapfel

Zubereitung

Den Ofen auf 180°C Ober-/Unterhitze vorheizen. Eine Springform (24 cm Durchmesser) mit Backpapier bespannen, den Rand fetten.

Alle Zutaten für den Boden miteinander verkneten (P: ich habe den Teig im Food Processor gemacht) und in die Form drücken, dabei einen kleinen Rand formen. Den Boden mehrfach mit einer Gabel einstechen und 12 Minuten backen.

Währenddessen Quark, Kokosmilch, Eigelbe, Salz, Grieß, Limettensaft und -schale sowie Zucker verrühren. Die Eiweiße mit einer Prise Salz steif schlagen und unter die Quarkmasse ziehen.

Den vorgebackenen Boden aus dem Ofen nehmen und die Käsekuchen-Masse darauf verteilen. Den Kuchen für 20 Minuten in den Backofen schieben, dann 100 g Johannisbeeren darauf verteilen und weitere 40 Minuten backen (P: ich habe den Kuchen anschließend noch 30 Minuten im ausgeschalteten Backofen belassen).

Den Kuchen gut gekühlt nach Belieben mit frischen Johannisbeeren (P: geschüttelten Johannisbeeren, Rysteribs) servieren.

Anmerkung Petra: schöner frischer Kuchen mit lockerer Käsemasse, die Rysteribs machen sich prima dazu. Trotz der vielen Kokosprodukte schmeckt er nicht übermäßig nach Kokos.

Das Originalrezept sieht eine Springform mit 18 cm Durchmesser vor, die hätte bei mir nicht gereicht.

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Berliner Pfannkuchen-Auflauf mit Orangen-Karamell

Anstelle von Kuchen stand hier am Wochenende ein warmer Auflauf nach Art eines Bread and Butter-Puddings auf dem Tisch.

Berliner Pfannkuchen-Auflauf mit Orangen-Karamell

Das Rezept für den Berliner Pfannkuchen-Auflauf mit Orangen-Karamell stammt von Johann Lafer aus einer essen & trinken von 1997 und machte wieder einmal klar: Süßspeisen kann er wirklich!

Making of

Verwendet werden normalerweise Faschingskrapfen vom Vortag. Ich hatte bei der letzten Krapfenherstellung extra einige Krapfen ohne Füllung eingefroren, habe das Gericht aber auch schon mit gefüllten Krapfen gemacht. Die schneidet man in Scheiben und schichtet sie abwechselnd mit gedünsteten Apfelwürfelchen in eine kleine Auflaufform. Dazu kommt ein Eier-Sahne-Gemisch (wer es etwas leichter haben möchte, kann sicher auch eine Sahne-Milch-Mischung verwenden).

Tellerbild

Serviert wird der warme Auflauf mit fruchtigem Orangenkaramell und – wenn man es ganz üppig und luxuriös möchte – mit einem Klecks eiskalter Schlagsahne.

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Berliner Pfannkuchen-Auflauf mit Orangenkaramell
Kategorien: Auflauf, Früchte, Resteverwertung, Sauce
Menge: 2 Portionen

Zutaten

H AUFLAUF
2 Berliner Pfannkuchen; Krapfen, vom Vortag
2 Säuerliche Äpfel
1 1/2 Essl. Zitronensaft
25 Gramm Neutraler Honig
1/2 Vanilleschote: ausgekratztes Mark
1 Prise Zimt
H FÜR DIE FORM
Etwas Weiche Butter
Semmelbrösel
H GUSS
3 Eier
20 Gramm Zucker
125 ml Schlagsahne
1 Prise Salz
H ORANGEN-KARMELL
30 Gramm Zucker
125 ml Orangensaft; frisch gepresst
1 Orangen: abgeriebene Schale
20 ml Orangenlikör (P: Cointreau)
H SOWIE OPTIONAL
75 Gramm Schlagsahne

Quelle

modifiziert nach
essen & trinken 1/97 (Lafer)
Erfasst *RK* 06.02.2021 von
Petra Holzapfel

Zubereitung

Für den Orangenkaramell den Zucker in einem kleinen Topf schmelzen. Den Orangensaft zugießen und kochen, bis sich der Zucker aufgelöst hat. Die Orangenschale untermischen und leicht sirupartig einkochen. Den Orangenlikör einrühren. Die Sauce durch ein Sieb gießen und abkühlen lassen.

Die Berliner in jeweils 5 Scheiben schneiden. Die Äpfel schälen, vierteln, das Kerngehäuse entfernen und in Würfel von 1 cm Kantenlänge schneiden.

Zitronensaft, Honig, Vanillemark und Zimt in einer Pfanne heiß werden lassen. Die Äpfel darin etwa 3-5 Minuten dünsten, dabei gelegentlich umwenden.

Eine kleine flache, feuerfeste Form (P: meine ist am Boden gemessen 12×16 cm groß) buttern und mit Semmelbröseln bestreuen. Die Krapfenscheiben hineinsetzen, dabei die Äpfel so mit einschichten, dass die Scheiben etwas Abstand haben und fast aufrecht stehen.

Den Backofen auf 175°C vorheizen.

Die Eier mit Zucker, einer Prise Salz und der Sahne verschlagen. Den Eierguss löffelweise zwischen den Scheiben und außen herum verteilen.

Den Auflauf im vorgeheizten Ofen auf der 2. Schiene von unten etwa 30-35 Minuten backen, bis der Guss gestockt ist. Falls die Krapfenscheiben zu braun werden, mit Alufolie abdecken.

Die Form aus dem Ofen nehmen, die Oberfläche mit etwas Puderzucker bestäuben.

Den Auflauf warm mit dem Orangenkaramell und nach Belieben etwas eiskalter Schlagsahne servieren.

Anmerkung Petra: schmeckt ganz wunderbar. Prima Resteverwertung! Ich habe einen Teil meiner gebackenen Krapfen extra dafür nicht gefüllt.

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