Beeren-Cappuccino-Kuchen

Sabine hat „Fünf Sommer bis zum Lieblingsbeerenkuchen“ gebraucht. Ich hab mir das Rezept im letzten November gespeichert und es tatsächlich geschafft, ihn jetzt in bester Beeren-Saison nachzubacken 🙂

Brombeeren, weiße und rote Johannisbeeren sowie Himbeeren kamen aus dem eigenen Garten, die Heidelbeeren haben wir letztes Wochenende auf dem Weg zum Hochzellschachten gepflückt.

Hier gab’s den Kuchen zum Kaffeeklatsch mit der Freundin. Ich habe deshalb das Blechkuchen-Teigrezept halbiert in einer 26 cm Springform gebacken. Wie von Sabine empfohlen habe ich den Guss verdoppelt – für mich hieß das,  die Zutaten-Mengen so zu belassen wie im Original. Wie man am Anschnitt sieht, ergibt das ein gutes Verhältnis von Kaffeeboden zu Schmand-Belag.

Die Dekoration von ungebackenen Beeren umhüllt in meinem Fall von Himbeer-Johannisbeer-Gelee macht den Kuchen angenehm erfrischend. Die Zuckermenge im Kuchen ist eher sparsam angesetzt, weiter würde ich nicht reduzieren.

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Beeren-Cappuccino-Kuchen
Kategorien: Kuchen, Creme, Früchte
Menge: 1 Kuchen 26 cm

Zutaten

H BELAG
600 Gramm Gemischte Beeren: hier
Brombeeren
Himbeeren
Johannisbeeren rot und weiß
Waldheidelbeeren
H TEIG
2 Pack. Lösliches Espressopulver (sticks à 1,8 g)
50 ml Kochendes Wasser
125 Gramm Weiche Butter
90 Gramm Zucker
1 Prise Salz
2 Eier (Kl. L, Zimmertemperatur)
200 Gramm Mehl
25 Gramm Speisestärke
1 3/4 Teel. Backpulver
3 1/2 Essl. Kaffeelikör (Kahlua)
H GUSS
1 Vanilleschote; ausgekratzes Mark
3 Eier (Kl. M)
400 Gramm Schmand
100 ml Milch
2 Essl. Speisestärke
25 Gramm Puderzucker
H BELAG
150 Gramm Himbeer-Johannisbeer-Gelee; anderes Gelee geht
-auch

Quelle

modifiziert nach
essen & trinken 8/2011 bzw.
Schmeckt nach mehr
Erfasst *RK* 08.08.2018 von
Petra Holzapfel

Zubereitung

Die Beeren verlesen. 200 g davon für die Dekoration kalt stellen. Die übrigen Beeren mischen.

Eine Springform (26 cm Durchmesser) mit Backpapier bespannen, den Rand buttern.

Den Backofen auf 200°C vorheizen.

Für den Teig das Espressopulver in 50 ml kochendem Wasser auflösen und abkühlen lassen. Mehl, Stärke und Backpulver mischen und sieben.

Weiche Butter, Zucker und 1 Prise Salz mit den Quirlen des Handrührers mindestens 5 Minuten hell-cremig rühren. Die Eier einzeln unterrühren, bis sie komplett aufgenommen sind.

Die Mehlmischung abwechselnd mit dem kalten Espresso und dem Kaffeelikör unter die Butter-Ei-Masse rühren. Jeweils nur ganz kurz auf niedriger Stufe rühren, bis die Zutaten gerade verbunden sind.

Den Teig in die Springform geben und glatt streichen. Die 400 g gemischten Beeren gleichmäßig darauf verteilen.

Die Form für 25 Minuten auf die 2. Schiene von unten in den vorgeheizten Backofen schieben

Währenddessen für den Guss die Vanilleschote aufschlitzen und das Mark herauskratzen. Eier, Schmand, Milch, Stärke und Puderzucker und Vanillemark mit einem Schneebesen zu einer glatten Creme verrühren.

Den Kuchen aus dem Ofen nehmen, den Guss darauf gießen. Bei gleicher Temperatur weitere 20 Minuten backen, bis der Guss gestockt ist. Den Kuchen herausnehmen und auf einem Gitter abkühlen lassen.

Für die Dekoration das Gelee in einem kleinen Topf erhitzen und glatt rühren. Die kalt gestellten Beeren dazugeben, gut mischen und alles auf dem Kuchen verteilen.

Anmerkung Petra: Original wird mit doppelter Teig- und Beerenmenge (Him-, Brom-, Heidelbeeren), aber einfacher Gussmenge auf dem Blech gebacken. Nach Sabines Empfehlung habe ich den Guss verdoppelt, war prima so. Kuchen ist nicht sehr süß, durch die Beerendoko obendrauf sehr erfrischend. Beeren passen prima zum Kaffee-Aroma!

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geswirlter Tahini-Sesamkuchen

Einen kleinen Kastenkuchen hatte ich auch schon für letzten Sonntag vorgebacken, den gab’s für die junge Familie zu einer Tasse Kaffee vor der Heimfahrt an den Bodensee.

Gefunden hatte ich den Sesam-Marmor-Kuchen bei der Bon Appetit und war ausgesprochen neugierig, wie sich Tahini und schwarze Sesamsaat darin machen würden.

Schon bei den ersten Bissen gab es deutliche Beifallsbekundungen in der Runde, gerne wurde nochmal zugegriffen 🙂

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Geswirlter Tahini-Sesamkuchen
Kategorien: Kuchen, Kasten, Orient
Menge: 1 Kleiner Kuchen 21 cm

Zutaten

H FÜR DIE FORM
Zerlassene Butter; zum Bestreichen
Weiße Sesamsaat; zum Bestreuen
Schwarze Sesamsaat; zum Bestreuen
Zucker; zum Bestreuen
H KUCHEN
2 Essl. Schwarze Sesamsaat; fein gemahlen (Gewürzmühle)
200 Gramm Mehl
1 3/4 Teel. Backpulver
1/2 Teel. Salz
1/2 Teel. Gemahlener Kardamom
1/4 Teel. Natron
120 ml Joghurt (P: mein sahniger)
100 Gramm Tahini
2 Eier (L)
175 Gramm Zucker
1 Teel. Vanille-Extrakt; oder ausgekratzes Mark einer
-Vanilleschote
120 ml Öl
2 Teel. Geröstetes Sesamöl

Quelle

Claire Saffitz Bon Appétit April 2018
Erfasst *RK* 30.07.2018 von
Petra Holzapfel

Zubereitung

Den Backofen auf 175°C vorheizen.

Eine kleine Kastenform (21 x 11 cm) mit Backpapier auslegen. Das Backpapier an Wänden und Boden mit zerlassener Butter bepinseln und mit einem Gemisch aus weißem und schwarzem Sesam sowie etwas Zucker ausstreuen.

2 El schwarze Sesamsaat in einer Gewürzmühle oder im Mixer fein mahlen.

Mehl, Backpulver, Salz, Kardamom und Natron in einer Schüssel mischen. In einer kleinen Schüssel Tahini mit dem Joghurt glattrühren.

In einer größeren Schüssel die Eier, Vanilleextrakt und Zucker mit den Schneebesen des Handrührers in etwa 2 Minuten bei hoher Geschwindigkeit hellcremig aufschlagen. Die Geschwindigkeit etwas reduzieren und unter Weiterschlagen langsam das Öl sowie das Sesamöl einlaufen lassen. Nun die Geschwindigkeit auf langsam schalten und die Mehlmischung in drei Portionen im Wechsel mit 2 Portionen der Tahini-Joghurtmischung einrühren (jeweils nur kurz rühren). Die Hälfte des Teiges in die Schüssel geben, die vorher die Mehlmischung enthielt. Zum restlichen Teig die gemahlene schwarze Sesamsaat geben und gleichmäßig unterrühren.

Nun im Wechsel den hellen und den dunklen Teig in die Form geben, dann ein Gemüsemesser wie bei einem Marmorkuchen spiralförmig durch den Teig ziehen. Die Teigoberfläche mit weißem und schwarzem Sesam sowie mit Zucker bestreuen.

Die Form in den Backofen schieben und 55-65 Minuten backen (Stäbchenprobe!) Ich habe den Kuchen 55 Minuten gebacken, dann mit Alufolie abgedeckt weitere 10 Minuten gebacken.

Den Kuchen aus dem Ofen nehmen und auf einem Rost etwa 10 Minuten abkühlen lassen, dann aus der Form stürzen, das Backpapier entfernen und den Kuchen komplett auskühlen lassen.

Der Kuchen kann gut 2 Tage im Voraus gebacken werden. In dem Fall mit Alufolie abdecken.

Anmerkung Petra: Tolle Variante eines Marmorkuchens – schmeckt ausgezeichnet! Ist auch nach 2 Tagen sehr schön saftig. Ich habe den Zucker gegenüber dem Original etwas reduziert (dort 200 g)

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Schoko-Käse-Streuselkuchen mit Kirschen

Zum dritten Mal mit kurzem Abstand habe ich jetzt diesen Schoko-Käse-Streuselkuchen mit Kirschen gebacken. Und zum dritten Mal gibt es kein ordentliches Foto vom Anschnitt…

Das hat seine Gründe: diesmal ist der Kuchen eine Spende für’s Viechtacher Fischerfest – logisch, den kann ich nicht vorher anschneiden. Davor habe ich ihn für unser Straßenfest gebacken: auch da verbot es sich, einen nicht vollständigen Kuchen abzuliefern.

Und beim ersten Mal war Moritz und seine Freundin zum Kaffee zu Besuch – da war keine Gelegenheit für eine längere Fotosession, da habe ich nur ein schnelles Foto vom Kuchenstück neben mir aus der Hüfte geschossen, bevor sich die schon erhobene Gabel hinein versenkte 😉

Boden und Streusel sind schön schokoladig, die Käsemasse sehr cremig, die Kirschen (bei mir Sauerkirschen aus dem Glas und keine Knubberkirschen) bringen etwas Säure mit.

Der Kuchen fand großen Anklang, Moritz und Freundin wollten gleich das Rezept haben. Deshalb gibt’s jetzt einfach schon mal den Blogeintrag, ein besseres Foto wird beim nächsten Backen nachgeliefert!

Gefunden habe ich das Originalrezept bei lecker, dort wird die doppelte Menge auf einem Blech gebacken.

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Schoko-Käse-Streusel mit Kirschen
Kategorien: Kuchen
Menge: 16 Stücke

Zutaten

H TEIG
315 Gramm Mehl + 1 El
25 Gramm Kakao
225 Gramm Butter; in Flöckchen
135 Gramm Zucker
1 Prise Salz
1/2 Essl. Vanillezucker
H BELAG
3 Eier; getrennt
50 Gramm Butter
150 Gramm Zucker
375 Gramm Magerquark
125 Gramm Schmand
1 Pack. Puddingpulver Bourbon Vanille
H SOWIE
1 Glas Sauerkirschen (Orig: 500 g Knubber-Kirschen)
1 Essl. Puderzucker; zum Bestreuen

Quelle

modifiziert nach
lecker
Erfasst *RK* 13.06.2018 von
Petra Holzapfel

Zubereitung

Den Backofen auf 175°C vorheizen. Kirschen in einem Sieb abtropfen lassen.

Für den Teig Mehl und Kakao in einer Schüssel mischen. Butter, Zucker, Salz und Vanillezucker zugeben und mit den Knethaken des Handrührgerätes zu einer bröseligen Masse vermischen.

Etwa 200 g vom Teig für die Streusel abnehmen, mit 1 El Mehl zu Streuseln verarbeiten und kalt stellen.

Eine Springform (26 cm) mit Backpapier bespannen, den Rand buttern.

Den restlichen Teig in die Form geben, gleichmäßig verteilen und fest drücken – ich habe dabei einen kleinen Rand geformt.

Die Eier trennen.

Für die Füllung die Butter mit Zucker cremig rühren. Nach und nach Eigelbe zugeben, dann Puddingpulver, Quark, Vanillezucker und Schmand und gut unterrühren.

Die Eiweiße mit den Schneebesen des Handrührgerätes steif schlagen. Den Eischnee portionsweise unter die Käsemasse heben.

Etwa die Hälfte der Käsemasse auf dem Boden verteilen und glatt streichen. Die abgetropften Kirschen darauf verteilen. Die restliche Käsemasse darübergießen.

Die vorbereiteten Streusel auf der Käsemasse verteilen und den Kuchen auf der zweituntersten Schiene in den vorgeheizten Backofen schieben, etwa 1 Stunde backen (Stäbchenprobe). Falls die Oberfläche zu dunkel wird, nach etwa 40 Minuten mit Alufolie abdecken. Ich habe den Kuchen nach 1 Stunde Backzeit noch weitere 10 Minuten im ausgeschalteten Backofen stehen gelassen.

Den Kuchen aus dem Ofen nehmen und auf einem Kuchengitter auskühlen lassen. Den Kuchen zum Servieren mit Puderzucker bestäuben und auf einer Kuchenplatte anrichten.

Anmerkung Petra: Absolut lecker! Sehr schöner Schokoboden, feine, cremige Füllung (ich hatte noch einen Rest von 125 g 40% Quark, diesen mit 250 g Magerquark verarbeitet).

Im Original in doppelter Menge auf dem Blech gebacken.

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Kratertorte mit Rhabarberkompott und weißer Schokosahne

Kürzlich bin ich bei Annemarie Wildeisen auf Ofenküchlein mit Rhabarbercreme gestoßen – bei uns eher unter Windbeutel bekannt. Das hab ich als Idee für den Kaffeeklatsch mit der Freundin notiert, die teilt meine Rhababerliebe 🙂

Dann allerdings kam mir der Gedanke, die Füllung in einem Kuchen à la Bayerwaldtorte oder Kratertorte unterzubringen, wobei ich Rhababer und weiße Schokosahne nicht vermischt, sondern in zwei Schichten verwenden wollte.

"Hauptgerichte</p

Am Vortag habe ich schon mal die beiden Böden mit der Baiserauflage gebacken und den Rhabarber zu einem Kompott verkocht, was ich mit etwas Speisestärke gebunden habe. Damit blieb am Tag des Verzehrs nur noch wenig Arbeit: gerade mal die Schokosahne machen und alles zusammensetzen.

Kratertorte mit Rhabarbercreme

Selbst bei Helmut, der bekanntermaßen kein Rhabarberfreund ist, kam der Kuchen sehr gut an.

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Kratertorte mit Rhabarberkompott und weißer Schokosahne
Kategorien: Kuchen, Creme, Schokolade, Frühling
Menge: 1 Kuchen

Zutaten

H TEIG
100-125 Gramm   Butter*
100-125 Gramm   Zucker*
150 Gramm   Mehl
4     Eigelb
1 Pack.   Vanillezucker
1 Teel.   Backpulver
1-2 Essl.   Milch*; Menge anpassen
H BAISER
4     Eiweiß
180 Gramm   Zucker
80 Gramm   Mandelblättchen
H RHABARBERKOMPOTT
300 Gramm   Rhabarber
70 Gramm   Zucker
10 Gramm   Speisestärke
  Wenig   Wasser
H SCHOKOSAHNE
50 Gramm   Weiße Schokolade; gehackt
250 ml   Schlagsahne
1 Essl.   Vanillezucker
1 Pack.   Sahnesteif
100 Gramm   Crème fraîche

Quelle

  Füllung eigene Idee nach Wildeisen
  Erfasst *RK* 15.04.2018 von
  Petra Holzapfel

Zubereitung

Aus den Teigzutaten einen Rührteig zubereiten und auf 2 mit Backpapier ausgelegte Springformen (26 cm Durchmesser) verteilen.

Die Hälfte des Eiweißes (2 Stück) steif schlagen, dabei langsam die Hälfte des Zuckers (90 g) einrieseln lassen. Die Masse auf einem Rührteigboden verteilen, mit 40 g Mandelblättchen bestreuen und bei 180°C 30 Minuten backen. Herausnehmen, den Rand abnehmen und den Boden auf einem Rost auskühlen lassen. Den zweiten Boden mit der zweiten frisch geschlagenen Portion Baisermasse/Mandeln genau so backen.

Für das Kompott den Rhabarber putzen und in Scheiben schneiden. Mit dem Zucker in einen Topf geben, aufkochen und zugedeckt bei kleiner Hitze etwa 5-10 Minuten weich kochen. Die Speisestärke in wenig Wasser glatt rühren und in das kochende Kompott einrühren. Kurz aufkochen lassen, dann komplett erkalten lassen, kalt stellen.

Für die weiße Schokosahne die gehackte Schokolade mit 50 ml Sahne in einen kleinen Topf geben und bei sehr kleiner Hitze schmelzen lassen. Etwas abkühlen lassen, dann mit der Crème fraîche glattrühren.

Vanillezucker und Sahnesteif mischen. 200 g Schlagsahne aufschlagen, dabei die Sahnesteif-Mischung einrieseln lassen.

Die Sahne unter die Schoko-Crème fraîche heben.

Einen Boden auf eine Kuchenplatte legen. Das Rhabarberkopott darauf verteilen, anschließend die weiße Schokosahne darauf geben und glatt streichen. Den zweiten Boden mit einem Sägemesser in 12 Stücke schneiden und diese auf der Creme wieder zusammensetzen.

Die Torte bis zum Servieren kalt stellen.

Anmerkung Petra: Die Böden werden in vielen Kuchenrezepten mit unterschiedlichen Namen verwendet: Bayerwaldtorte, Kratertorte, Gewittertorte, Hansen-Jensen-Torte… Ich habe sie hier mit Rhabarberkompott und weißer Schokosahne gefüllt, eine schöne süßsäuerliche Kombination.

*Wenn man die Böden mit 100 g Butter/Zucker und ohne Milch bäckt wie bei der Bayerwaldtorte, lässt sich der Teig etwas schwer verstreichen, dafür werden die Böden sehr dünn und leicht. Hier habe ich den Teig mit 125 g Butter/Zucker und 2 El Milch gemacht, was die Herstellung der Böden wesentlich einfacher gestaltet.

Böden und Kompott kann man gut schon am Vortag machen, das Kompott im Kühlschrank kalt stellen.

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Philippinische Ensaimadas – Filipino Ensaymadas

Als zweites philippinisches Rezept für die kulinarische Weltreise habe ich mir ein Gebäck ausgesucht, dessen Ursprünge in Mallorca liegen. Wie die Ensaïmada de Mallorca hat auch die Ensaymada der Philippinen eine Schneckenform. Während das mallorquiner Rezept Schweineschmalz als Fett verwendet, wird auf den Philippinen Butter eingesetzt.

Ensaimadas

Die Besonderheit der philippinischen Ensaymada: Die fluffigen Brioche-Schnecken sind mit Käse gefüllt und werden nach dem Backen mit zerlassener Butter bestrichen und mit geriebenem Edamer und Zucker bestreut. Klingt ungewöhnlich, schmeckt aber gar nicht schlecht! Aber auch nur mit Zucker bestreute Ensaymadas findet man.

Ich habe während der Herstellung einige Fotos gemacht:

Teigkugeln

Das von mir verwendete Rezept für den Teig stammt aus Memories of Philippine Kitchens* von Amy Besa und Romy Dorotan. Der reichhaltige Briocheteig (3 Eier, 9 Eigelb, 360 g Butter) wird am Vortag hergestellt und darf über Nacht im Kühlschrank ruhen. Am nächsten Morgen teilt man ihn in 24 Teigbälle à etwa 65  g. Rechts im Bild sieht man geriebenen Käse (bei mir junger Gouda) und mit Zucker schaumig gerührte Butter. Letzteres habe ich bei The little Epicurean gefunden und wird zusammen mit geriebenem Käse als Füllung verwendet. Bei Besa/Dorotan kommt nur Käse in die Stränge.

Stränge

Nachdem man einen Teigball auf eine Fläche von etwa 10 x 25 cm dünn ausgerollt hat, bestreicht man den unteren Teil der Platte mit etwas von der Butter-Zucker-Mischung und streut von dem geriebenen Käse darauf. Dann wird die Platte von der unteren Kante her stramm aufgerollt und zu einem etwa 35 cm langen Strang ausgerollt.

Doppelstrang

Im Buch ist die Herstellung von Doppelstrangschnecken beschrieben. Dafür verdrillt man jeweils zwei Stränge und legt diese dann in Form einer Schnecke in einen Tarte-Ring. Ich habe dafür kleine Briocheformen verwendet.

fertig geformt

Da mir die großen Ensaimadas aber ziemlich üppig erschienen, habe ich die Hälfte des Teiges zu einfachen Einstrang-Schnecken geformt, diese Form findet man verbreitet.

Gebacken habe ich die großen Ensaymadas etwa 25 Minuten, die kleinen 17 Minuten. Noch heiß bestreicht man sie mit Butter und bestreut sie mit Zucker und geriebenem Käse.

Einen Großteil der Produktion habe ich eingefroren und daher unbestreut gelassen. Fertige Ensaymadas kann man auch in einer Plastiktüte aufheben und vor dem Servieren kurz in der Mikrowelle erwärmen (große 30 Sekunden 800 Watt).

Gegessen werden die Ensaymadas auf den Philippinen gerne als nachmittäglicher Snack zusammen mit einer Tasse heißer Schokolade oder einem Kaffee.

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Philippinische Ensaimadas – Filipino Ensaymadas
Kategorien: Gebäck, Brioche, Käse, Philippinen
Menge: 12 bis 24 Stück

Zutaten

H TEIG
25 Gramm   Frischhefe
180 Gramm   Milch
75 Gramm   Zucker
400 Gramm   Weizenmehl Type 405
270 Gramm   Weizenmehl Type 550
14 Gramm   Salz
3     Eier (M) und
9     Eigelb (M) – hier zusammen 300 g
240-360 Gramm   Butter*; in Flöckchen
H FÜLLUNG
75 Gramm   Weiche Butter
65 Gramm   Zucker
200 Gramm   Geriebener junger Gouda (Original Edamer); Menge
      -nach Geschmack
H ZUM BESTREICHEN
2     Eigelb
  Etwas   Milch
H ZUM FERTIGSTELLEN NACH DEM BACKEN
      Zerlassene Butter; zum Bestreichen
      Zucker; zum Bestreuen
      Geriebener junger Gouda (Original Edamer); Menge
      -nach Geschmack

Quelle

  modifiziert nach
  Amy Besa and Romy Dorotan
  Memories of Philippine Kitchens
  Füllung nach The little Epicurean
  Erfasst *RK* 13.04.2018 von
  Petra Holzapfel

Zubereitung

Die Mehle, Zucker und Salz in die Rührschüssel der Küchenmaschine geben und mit einem Löffel vermischen. Milch und Hefe zugeben, kurz verkneten. Eier und Eigelbe in einem Gefäß verschlagen, ebenfalls in die Rührschüssel geben und etwa 5-7 Minuten auf Stufe 1 kneten. Nun auf Stufe 2 schalten, die Butter flöckchenweise zugeben. Wenn alles verbraucht ist, noch weitere 7 Minuten auf Stufe 2 kneten, bis ein glatter, elastischer, glänzender Teig entstanden ist. Den Teig auf die leicht bemehlte Arbeitsfläche geben, zu einem Ball formen und in eine saubere, ausreichend große (mindestens 3 l) Schüssel legen (Teiggewicht bei mir 1600 g). Den Teig abgedeckt etwa 2 Stunden gehen lassen, bis sich das Volumen verdoppelt hat. Den Teig nochmal herausnehmen, zusammenschlagen und erneut zu einem Ball formen, wieder in die Schüssel legen. Die Schüssel über Nacht in den Kühlschrank stellen (gegebenenfalls den Teig nochmal etwas zusammenstoßen, wenn er zu hoch aufgeht).

Am nächsten Tag die Butter und Zucker für die Füllung schaumig rühren. Den Käse fein reiben. Nach Belieben kleine Briocheformen, Tarteförmchen oder Metallringe von etwa 10 cm Durchmesser bereitstellen, Förmchen buttern.

Die Teigschüssel aus dem Kühlschrank holen und den Teig auf die leicht bemehlte Arbeitsfläche geben. Teig in 24 Stücke à etwa 65 g teilen, diese rund formen und auf ein leicht bemehltes Blech legen, abdecken.

Einen Teigball mit der glatten Seite nach unten auf die bemehlte Arbeitsfläche legen und dünn zu einem Rechteck von etwa 10 x 25 cm ausrollen, die Längsseite sollte zur Tischkante zeigen. Die untere Hälfte der Fläche mit etwa 1/2-3/4 Tl der Butter-Zuckermischung bestreichen (wer es genau nimmt: die Menge von 1/24tel der Masse ermitteln) und mit etwas geriebenem Käse (Menge nach Belieben, hier etwa 8 g pro Stück) bestreuen. Nun den Teig von der unteren Längsseite her stramm aufrollen. Es hat sich bewährt, die obere Längskante mit wenig Wasser zu befeuchten, dann hält der Saum besser. Den entstandenen Teigstrang zu einer Länge von etwa 35 cm ausrollen.

Für große Ensaimadas jeweils 2 Teigstränge miteinander verschlingen und diese schneckenförmig zusammenlegen, dabei die Enden unter den Teig schieben. Die großen Ensaimadas in die Briocheformen legen. Etwa 45-60 Minuten abgedeckt ruhen lassen, bis der Teig schön aufgegangen ist. Rechtzeitig den Backofen auf 200°C vorheizen.

Für kleinere Ensaimadas einen Strang zu einer Schnecke zusammenlegen, die Enden sollen dabei unter der Schnecke zu liegen kommen. Die Schnecken in Tarteförmchen oder in Metallringe legen – kleine Ensaimadas kann man sicher auch direkt auf Backpapier legen.

Die Ensaimadas vor dem Backen leicht mit der verquirlten Eigelb- Milch-Michung bestreichen.

Die großen Ensaimadas etwa 20 Minuten backen, dann aus der Form stürzen und noch etwa 5 Minuten frei backen. Die kleinen Ensaimadas etwa 17 Minuten backen. Zum sofort Essen die Ensaimadas gleich nach dem Herausnehmen mit zerlassener Butter bestreichen, mit Zucker und nach Belieben mit geriebenem Käse bestreuen. Ensaimadas zum Einfrieren erst nach dem Aufbacken mit Butter bestreichen und mit Zucker und gegebenenfalls Käse bestreuen.

Anmerkung Petra: Wunderbares, sehr reichhaltiges, aber dennoch fluffiges Gebäck! Der Käse hört sich vielleicht gewöhnungsbedürftig an, macht sich aber prima und dürfte in der Füllung kaum von Nicht-Wissenden identifiziert werden 😉 Ich habe aus der Hälfte des Teiges 6 große Ensaimadas in Briocheformen gebacken, aus der anderen 12 kleine. Mir gefallen die kleinen Schnecken deutlich besser, die großen sind schon sehr üppig.

*Der Teig ist ausgesprochen buttrig und weich, lässt sich aber doch recht gut verarbeiten. Ich würde beim nächsten Mal wahrscheinlich nur 240 g Butter für den Teig einsetzen, die restlichen 120 g für die Butter-Zucker-Füllung verwenden und damit 2/3 der Fläche bestreichen. Die Butter-Zucker-Füllung habe ich bei The little Epicurean gefunden, gefällt mir prima. Bei Besa/Dorotan kommt nur Käse in die Stränge.

Das Formen der Ensaimadas braucht seine Zeit: die ersten gehen deutlich länger als die oben angegebenen 45 Minuten. Das ist aber unkritisch.

Die Ensaimadas lassen sich einfrieren. Fertige Ensaimadas kann man auch in einer Plastiktüte aufheben und vor dem Servieren kurz in der Mikrowelle erwärmen (große 30 Sekunden 800 Watt).

Ensaimada Especial

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Schokoladen-Erdnussbutter-Marmorkuchen

Bei der Münchner Küche fiel mir Anfang des Jahres ein Schokoladen-Erdnussbutter-Gugelhupf auf. Eine interessante Kombi, das Rezept kam auf die Nachback-Liste.

Jetzt habe ich es hervorgekramt, allerdings war ich bei näherem Hinschauen nicht wirklich glücklich damit. 450 g Mehl: ganz schön viel – dazu nur 3 Eier, zwar saure Sahne, aber relativ viel Milch, das gefiel mir nicht ganz so gut.

Ich habe also kurzerhand die Zutatenmengen aus dem Handgelenk verändert und so angepasst, dass die Konsistenz des Teiges für mich passte. Auch die Erdnussbutter habe ich reduziert und das Frosting aus Erdnussbutter, Puderzucker und Milch kurzerhand komplett gestrichen – der Kuchen ist für meine Verhältnisse auch so üppig genug.

Schoko-Erdnussbutter-Gugelhupf

Ausgesprochen gespannt war ich dementsprechend auf den Anschnitt – und ich wurde absolut positiv überrascht 🙂 Herausgekommen ist ein saftiger, sehr fluffiger und nicht allzu süßer Kuchen.

Gugelhupf

Passt mit meinen Zutatenmengen exakt in meine 22 cm Gugelhupfform*.

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Schokoladen-Erdnussbutter-Marmorkuchen
Kategorien: Kuchen, Erdnuss, Schokolade
Menge: 1 Kuchen

Zutaten

H TEIG
225 Gramm   Weiche Butter
225 Gramm   Feiner Backzucker
1 Prise   Salz
1     Vanilleschote: ausgekratztes Mark
3     Eier; Raumtemperatur
150 Gramm   Dunkle Schokolade (P: 50% Kakao)
200 Gramm   Saure Sahne
350 Gramm   Mehl
10 Gramm   Backpulver
1/2 Teel.   Natron
175 ml   Milch
200 Gramm   Cremige Erdnussbutter
H ZUM BESTREUEN
      Puderzucker
H FÜR DIE FORM
      Weiche Butter
      Semmelbrösel

Quelle

  eigenes Rezept nach einer Idee von
  Münchner Küche
  Erfasst *RK* 17.03.2018 von
  Petra Holzapfel

Zubereitung

Die Butter in die Schüssel der Küchenmaschine geben und cremig rühren. Den Zucker samt Salz und Vanillemark zufügen und alles hellcremig aufschlagen, der Zucker soll sich lösen (das dauert!). Die Eier einzeln zugeben, dabei immer wieder so lange rühren, bis eine glatte Masse entsanden ist.

Währenddessen die Schokolade hacken und im Wasserbad schmelzen, etwas abkühlen lassen. Mehl, Backpulver und Natron zusammen sieben. Eine Gugelhupfform buttern und mit Semmelbröseln ausstreuen. Den Backofen mit einem Rost auf zweitunterster Schiene auf 175°C Ober-/Unterhitze vorheizen.

Die saure Sahne unter die Schaummasse rühren. Die Schüssel aus der Maschine nehmen. Mehl und Milch im Wechsel zugeben und vorsichtig unterziehen. Eine Hälfte des Teiges (etwa 650 g) in eine saubere Schüssel geben und die geschmolzene Schokolade mit einem Gummischaber unterziehen. Unter die andere Hälfte die cremig gerührte Erdnussbutter ziehen.

Zuerst den Schokoladenteig in die Form geben, darauf den Erdnussbutterteig. Einer Gabel spiralförmig durch den Teig ziehen, damit ein Muster entsteht. Den Kuchen in den vorgeheizten Backofen schieben und 1 Stunde backen (Stäbchenprobe). Die Form herausholen und auf einen Rost stellen, nach 10 Minuten den Marmorkuchen aus der Form stürzen. Nach dem Erkalten mit Puderzucker bestäuben.

Anmerkung Petra: ich habe die Zutatenmengen der Vorlage in weiten Teilen verändert und meinen Vorlieben angepasst. Herausgekommen ist ein wunderbar fluffiger, nicht zu süßer Kuchen, der gerade eben in meine große Gugelhupfform passt. Das Frosting des Originals aus Puderzucker, Erdnussbutter und Milch habe ich weggelassen, der Kuchen ist so schon üppig genug.

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