Birnen-Lebkuchen-Strudel

Die kulinarische Weltreise von Volker mampft geht auch 2019 weiter 🙂 Erste Station ist das Nachbarland Österreich. Ich habe mir an einem ruhigen Abend einen Stapel Kochbücher zum Thema aus dem Regal genommen, beim Durchblättern sind gleich mehrere Gerichte auf der „Nachkochen“-Liste gelandet.

Wettertechnisch herrscht hier gerade Chaos: der viele nasse Schnee der letzten Tage hat jede Menge Bäume umstürzen lassen, Straßen sind gesperrt, vor Waldspaziergängen wird wegen der Schneebruchgefahr dringend gewarnt. Also ist außer den sich wiederholenden Schneeschaufelaktionen eher drinnen bleiben angesagt. Das gibt Zeit für längere Küchenaktionen, und die habe ich am Samstag dazu genutzt,  einen Birnen-Lebkuchen-Strudel zu backen.

Das Rezept habe ich in Ingrid Pernkopfs Strudelküche* gefunden. Ingrid Pernkopf war eine bekannte österreichische Köchin, Wirtin und Autorin verschiedener Kochbücher. Das Strudel-Buch ist vergriffen – vor 7 Jahren habe ich es für knapp 15 Euro gebraucht erstanden, momentan wird es für um die 100 Euro angeboten!

Birnen-Lebkuchen-Strudel

Hat uns hervorragend geschmeckt: der Birnen-Lebkuchen-Strudel mit Vanillesauce.

Birnen-Lebkuchen-Strudel Collage

Die Füllung besteht neben aromatisierten Birnen aus einer Schaummasse mit Walnüssen, Esskastanien, Lebkuchenbröseln (bei mir waren das die letzten Weihnachtsplätzchenreste) und Schokolade.

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Birnen-Lebkuchen-Strudel
Kategorien: Strudel, Teig, Früchte, Resteverwertung, Österreich
Menge: 1 Strudel

Zutaten

H STRUDELTEIG*
150 Gramm Weizenmehl Type 405
15 Gramm Sonnenblumenöl
80 ml Lauwarmes Wasser
1/2 Teel. Essig
1 Prise Salz
Öl zum Bestreichen beim Rasten
Zerlassene Butter; zum Bestreichen
H EINLAGE
20 Gramm Zucker
80 ml Birnensaft aus der Dose; mehr zum Anrühren der
-Stärke
1/2 Teel. Speisestärke
1 Prise Ingwer
1 Prise Kardamom
10 ml Birnenschnaps (P: Williams Christ)
350 Gramm Halbierte Birnen aus der Dose (P: Williams
-Christ, 230 g Abtropfgewicht, waren 6 Hälften)
H FÜLLUNG
70 Gramm Weiche Butter
30 Gramm Brauner Zucker
10 Gramm Vanillezucker
3 Eigelb
70 Gramm Gehackte Esskastanien; Maronen (P:
-Vakuumverpackt)
40 Gramm Geriebene Schokolade
1-2 Teel. Lebkuchengewürz
40 Gramm Gemahlene Walnüsse
40 Gramm Grob gehackte Walnüsse
50 Gramm Lebkuchen-, Biskuit-, Keks- oder
-Löffelbiskuitbrösel (P: Reste der
-Weihnachtsplätzchen)
3 Eiweiß
1 Prise Salz
60 Gramm Feinster Backzucker

Quelle

modifiziert nach
Ingrid Pernkopf, Renate Wagner-Wittula
Strudelküche
Erfasst *RK* 09.01.2019 von
Petra Holzapfel

Zubereitung

Für die Einlage zunächst Zucker in einem kleinen Topf goldbraun karamellisieren, mit Fruchtsaft ablöschen. Die Speisestärke mit etwas Saft verrühren und mit dem Schneebesen in die kochende Flüssigkeit einrühren, kurz aufkochen lassen. Mit Ingwer und Kardamom würzen und mit dem Schnaps aromatisieren. Den Topf vom Herd ziehen, die Birnenhälften einlegen und im Sirup wälzen und ziehen lassen, dabei gelegentlich wenden.

Für den Strudelteig alle Zutaten zu einem geschmeidigen Teig verarbeiten, zu einer Kugel formen, mit Öl bestreichen und unter einer warmen Schüssel mindestens 30 Minuten rasten lassen.

Den Backofen auf 175°C Heißluft vorheizen, ein Backblech mit Backpapier auslegen.

Für die Fülle Butter mit Zucker und Vanillezucker schaumig rühren. Eigelbe nach und nach einrühren. Maroni, Schokolade und Lebkuchengewürz untermischen.

Den Strudelteig auf einem mit Mehl bestäubten Tuch erst ausrollen, dann mit den Händen so dünn wie möglich ausziehen. Die dicken Ränder wegschneiden, den Strudel mit flüssiger Butter bestreichen.

Die Eiweiße mit Zucker zu cremigem, nicht zu steifem Schnee schlagen und behutsam mit Nüssen und Bröseln unter die Schaummasse ziehen.

Die Füllmasse auf einem Drittel des ausgezogenen Teiges ausstreichen, die Birnenhälften in der Mitte der Länge nach auflegen und so einrollen, dass die Birnen in der Mitte zu liegen kommen. Den Strudel auf das Backblech setzen. Mit flüssiger Butter bestreichen und etwa 40 Minuten goldbraun backen.

Zum Servieren mit Puderzucker bestreuen. Dazu passt eine Vanillesauce.

*man kann auch einen fertigen Strudelteig verwenden.

Anmerkung Petra: ausgezeichnet! Teig ließ sich sehr schön ausziehen. Birnenmenge passte perfekt. Im Buch werden als Alternative für die Dosenbirnen frische Früchte genannt, mir gefällt die Dosenware hier aber besser. Hier gab’s meine Standard-Vanillesauce dazu.

=====

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Vanillesauce zu Buchteln oder Hefegerichten
Kategorien: Sauce, Vanille, Österreich
Menge: 4 Portionen

Zutaten

500 ml Milch
3 Eigelb
3 Essl. Zucker*; nach Geschmack mehr
1/2 Vanilleschote samt ausgekratztem Mark*
1 Essl. Speisestärke
H SAHNIGE VARIANTE
500 ml Milch
250 Gramm Sahne
4 Eigelbe
1/2 Vanilleschote samt ausgekratztem Mark*
3 Essl. Vanillezucker*; nach Geschmack mehr
1 1/2 Essl. Speisestärke

Quelle

modifiziert nach
Ulrike Hornberg
Österreichs Küche
Erfasst *RK* 19.12.2000 von
Petra Holzapfel

Zubereitung

Die Milch mit sämtlichen Zutaten verrühren; unter ständigem Rühren mit einem Schneebesen zum Kochen bringen, aufwallen lassen, vom Herd nehmen und durch ein Sieb in einen Krug gießen. Während des Erkaltens mehrmals umrühren rühren, damit sich keine Haut bildet.

Anmerkung Petra: schnell und gut

*oder 3 El selbst gemachter Vanillezucker

=====

Hier findet Ihr die anderen Beiträge zur Station Österreich

Küchenlatein: Ödenburger Mohnauflauf | Quarkknödel mit Schokokern und Aprikosensoße | Turbohausfrau: Wiener Erdäpfelsuppe | Brotwein Vinschgauer – Vinschgerl Paarl | Chili und Ciabatta: Krautauflauf mit Kalbsfaschiertem und Maroni | Hecht-Blätterteigstrudel mit Lachseinlage | Brotwein Spinatknödel mit brauner Butter und Parmesan aus Tirol | auchwas Krautfleckerln | Kaspressknödelsuppe | zimtkringel: Topfenpalatschinken

*=Affiliate-Link zu Amazon. Wenn darüber bestellt wird, kostet es genausoviel wie sonst auch, allerdings erhalte ich einen kleinen Vermittlungs-Betrag, den ich wieder in neue Kochbücher etc. stecken kann. Für diese Unterstützung herzlichen Dank!

Gâteau des Rois – Dreikönigskuchen

Vor einer Woche war Dreikönigstag. Im letzten Jahr hatte ich eine mexikanische Rosca de Reyes gebacken, diesmal stand die Schweizer Variante in Form einer Blume auf dem Frühstückstisch.

Gâteau des Rois

Als Rezept habe ich einen Mix aus dem Dreikönigskuchen von La Paticesse  und Besonders gut (Poolish und Eistreiche) verwendet, wobei ich den Teig nach meiner Zubereitungsart hergestellt habe.

Zutaten

Bei La Paticesse abgeguckt: Marzipan- und Trockenfrüchte – hier getrocknete Aprikosen und Cranberries – werden in den Teig eingearbeitet.

Teiglinge als Blume gelegt

Die rund geformten Teiglinge werden vor dem letzten Aufgehen in Form einer Blume zusammengelegt.

Gâteau des Rois im Anschnitt

Dreikönigskuchen im Anschnitt. Die eingebackene Mandel verbarg sich diesmal in einem noch nicht gegessenen Stück, also gab’s heuer keinen König 😉

Beim Synchronbacken von Zorra und Sandra wurde letzte Woche übrigens auch nach dem Rezept von Besonders gut gebacken. Im Kochtopf findet Ihr die entsprechenden Blogbeiträge der Teilnehmer verlinkt.

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Dreikönigskuchen – Gâteau des Rois
Kategorien: Brot, Brauchtum, Schweiz
Menge: 1 bis 2 Kuchenbrote

Zutaten

H VORTEIG – POOLISH
100 Gramm Milch 3,5% (evtl. H-Milch verwenden)
100 Gramm Weizenmehl Type 405*
1 Gramm Frischhefe
H TEIG
370-400 Gramm Weizenmehl Type 405*
150 Gramm Milch 3,5% (evtl. H-Milch verwenden)
8 Gramm Frischhefe
1 Ei (50 g Vollei)
40 Gramm Zucker
8 Gramm Salz
1/2 Biozitrone: abgeriebene Schale
90 Gramm Butter
40 Gramm Marzipanrohmasse
70 Gramm Trockenfrüchte (hier Aprikosen und Cranberries)
1-2 Mandeln als „König“
H ZUM FERTIGSTELLEN
1 Ei
10 Gramm Sahne
1 Prise Salz
1 Prise Zucker
Hagelzucker; zum Bestreuen
Mandelblättchen; zum Bestreuen

Quelle

Mix aus Rezepten von
Besondersgut (Vorteig)
La Paticesse
Erfasst *RK* 13.01.2019 von
Petra Holzapfel

Zubereitung

Am Vortag für den Poolish Weizenmehl, Milch und Hefe verrühren. Bei Raumtemperatur 2 Stunden zugedeckt anspringen lassen, dann über Nacht für bis zu 24 Stunden in den Kühlschrank stellen.

Am nächsten Tag Poolish, Weizenmehl, Zucker, Zitronenschale, Hefe, Ei und Milch in die Schüssel der Küchenmaschine geben und 4 Minuten auf Stufe 1 verkneten. Auf Stufe 2 schalten, Marzipan und Butter in Stückchen einkneten, Salz einrieseln lassen und weitere 8 Minuten kneten. Nun wieder auf Stufe 1 schalten und die Früchte einkneten.

Den Teig abgedeckt in eine saubere Schüssel legen und 1 1/2 Stunden bei Raumtemperatur gehen lassen, dabei nach 30 und 60 Minuten dehnen und falten. Nun die Schüssel für 1 Stunde in den Kühlschrank stellen.

Den Teig herausnehmen und 8 Stücke à etwa 80 g abstechen, der restliche Teig ergibt den Mittelteil. Man kann nach Belieben auch 2 kleinere Kuchen aus dem Teig herstellen, dann sollten die 16 kleinen Kugeln jeweils etwa 40 g wiegen. Alle Teiglinge rund formen, dabei 1 Mandel als „König“ mit einarbeiten.

Die Teigkugeln auf einem mit Backpapier belegten Backblech zu „Blumen“ zusammenlegen: die große Kugel kommt in die Mitte, die 8 kleineren Kugeln werden gleichmäßig außen herum gesetzt.

Abgedeckt bei Raumtemperatur etwa 1-1 1/2 Stunden (Petra: 2 Stunden) gehen lassen.

Rechtzeitig den Backofen mit einem Backstein auf mittlerer Schiene auf 180°C vorheizen.

Für die Eistreiche Ei, Sahne, Zucker und Salz verrühren und durch ein Sieb geben.

Den Kuchen mit der Eistreiche bepinseln udn mit Mandelblättchen und Hagelzucker bestreuen.

Den Kuchen auf dem Backpapier in den Ofen einschießen und den großen Gâteau des Rois etwa 30 Minuten backen (P: ich habe nach 20 Minuten die aufgegangenen Stellen nochmal mit Eistreiche nachgepinselt).

Anmerkung Petra: ich habe beim Vorteig Type 550 eingesetzt und beim Hauptteig jeweils 200 g 550 und 405, würde beim nächsten Mal aber wie bei La Paticesse komplett Weizenmehl Type 405 verwenden, Gesamtmenge 470 g. Ich hatte Angst, der Teig sei zu weich, war er aber absolut nicht. Von den Trockenfrüchten ist nicht sehr viel im Teig, da könnte man die Menge nach Belieben noch etwas erhöhen. Die Marzipanrohmasse habe ich nicht stark herausgeschmeckt (bin eigentlich kein Marzipan- Fan).

=====

Bostock mit Orangenmarmelade

Von den Pecan-Walnuss-Thumbprints war noch Frangipane-Creme übrig. Im Rezept wurde empfohlen „try slathering leftovers on toasted brioche and baking until lightly browned (sort of like an almond croissant). We guarantee you won’t be upset about it.“

Bostock

Also habe ich ein bisschen recherchiert und bin bei einem ausgesprochen interessanten Blog, La Pâticesse gelandet. Was ich suche heißt Bostock: eine mit einem aromatisierten Zuckersirup getränkte Briochescheibe, die mit Frangipane bestrichen, mit Mandelblättchen bestreut und im Ofen gebacken wird. Sozusagen ein French Toast deluxe 🙂

Das klang nach wenig Aufwand (vor allem, wenn man wie ich noch eine kleine Brioche im Tiefkühler hat)  und hörte sich vielversprechend an 🙂 Ich habe mich für eine Version entschieden, bei der die Brioche nicht mit Sirup getränkt wird, sondern eine Zwischenschicht aus Orangenmarmelade erhält.

Ich hatte ja erst Bedenken, dass das Resultat etwas trocken würde – aber weit gefehlt! Das ist eine kleine fluffige Süßspeise, die wir mit Vergnügen als Dessert verspeist haben.

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Bostock mit Orangenmarmelade
Kategorien: Dessert, Frühstück, Resteverwertung, Brot, Frankreich
Menge: 2 Personen

Zutaten

2 Scheiben Brioche; etwa 2,5 cm dick, frisch oder altbacken
Orangenmarmelade
Frangipane-Creme (hier Reste von den Pecan-
-Walnuss-Thumbprints)
Mandelblättchen; zum Bestreuen
Puderzucker; zum Bestäuben

Quelle

nach diversen Rezepten aus dem Web
Erfasst *RK* 19.12.2018 von
Petra Holzapfel

Zubereitung

Die Marmelade erwärmen und durch ein Sieb streichen, um Schalenstücke zu entfernen.

Die Briochescheiben mit der Marmelade bestreichen, dann gleichmäßig mit einer dickeren Schicht Frangipane-Creme bestreichen und mit Mandelblättchen bestreuen.

Den Backofen auf 175°C vorheizen und die Briochescheiben auf einem Blech etwa 15-20 Minuten backen, bis die Creme etwas aufgegangen und die Mandelblättchen leicht gebräunt sind.

Die Bostock herausnehmen und leicht mit Puderzucker bestäuben, noch warm servieren.

Anmerkung Petra: super Resteverwertung für Frangipane-Creme, die von den Pecan-Walnuss-Thumbprints übrig geblieben ist. Das Gebäck ist ganz zart, überhaupt nicht trocken. Ich hatte noch eine kleine Brioche im Tiefkühler, die ich dafür verwendet habe. Bei größeren Ansätzen bietet sich eine Brioche mousseline an, die in einer Dose gebacken wird und Scheiben von gleichem Durchmesser liefert.

Bostock ist eine französische Patisserie: Briochescheiben werden mit einem oft aromatisierten Sirup getränkt, mit Frangipane bestrichen und mit Mandelblättchen bestreut gebacken. Man findet aber auch diverse Varianten, darunter die mit Marmelade oder Konfitüre.

=====

Pecan-Walnuss-Thumbprints

Eigentlich hatte ich das Plätzchenbacken für dieses Jahr schon beendet, da kam die neue Bon Appetit ins Haus und ich sah die Double Pecan Thumbprints. Da gab es kein Halten mehr, die mussten ausprobiert werden!

Pecan-Walnuss-Thumbprints

Im Keller fand sich allerdings nur noch eine Tüte Pecannüsse mit leicht überschrittenem Haltbarkeitsdatum – umso besser, die müssen natürlich unbedingt weg! Den Rest habe ich mit Walnüssen aus eigener Ernte aufgefüllt, von denen es dieses Jahr im Überfluss gibt.

Herstellung der Pecan-Walnuss-Thumbprints

Von den Pecannüssen habe ich die schönsten für die Dekoration ausgesucht, der Rest wurde mit den Walnüssen im Backofen leicht geröstet. Die Nüsse teilt man dann auf: mit dem größeren Teil der gemahlenen Nüsse stellt man den Teig her, der Rest wandert in eine Frangipane-Creme.

Aus dem Teig formt man Kugeln, wälzt sie in Puderzucker und schiebt sie dann in den Backofen. Nach knapp der halben Backzeit holt man sie heraus und drückt in die noch weichen Plätzchen Vertiefungen. So gesehen sind es eigentlich keine Thumbprint-Kekse – an den heißen Keksen würde man sich den Daumen ganz schön verbrennen 😉 Aber Thumbprints sind  ja hier auch eher als Husarenkrapfen oder Engelsaugen bekannt. Wie auch immer, in die Vertiefung kommt jetzt etwas Frangipane-Creme, das Ganze wird mit einer Nuss gekrönt und geht jetzt nochmal in den Backofen.

Direkt nach dem Backen sind die heißen Kekse sehr weich und fragil, das gibt sich aber beim Abkühlen. Außerdem duften sie absolut verführerisch und erfordern höchste Disziplin, wenn man am Fastentag nicht schwach werden möchte 😉

Inzwischen sind sie aber verkostet worden und haben sofort das Prädikat „Favorit“ erhalten. Die schmecken übrigens bestimmt auch außerhalb der Adventszeit 😉

Von der Frangipane-Creme bleibt übrigens ein nicht unerheblicher Rest übrig. Den kann man aber ganz gut anderweitig verwenden, ich sage nur „Bostock“…

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Pecan-Walnuss-Thumbprints
Kategorien: Plätzchen, Kekse, Weihnachten, Nuss, USA
Menge: 30 Stück

Zutaten

220 Gramm Pecan- und/oder Walnüsse; hier 70 g Pecans und
-150 g Walnüsse (weitere 30 Stück zum Belegen
-werden zum Belegen benötigt, s.u.)
H TEIG
175 Gramm Mehl
130 Gramm Von den gerösteten Nüssen
2 Prisen Salz
1/2 Teel. Backpulver
180 Gramm Weiche Butter
50 Gramm Zucker
50 Gramm Puderzucker
1 groß. Eigelb
1 Teel. Vanilleextrakt
H FRANGIPANE
90 Gramm Von den gerösteten Nüssen
65 Gramm Zucker
1 groß. Eiweiß
30 Gramm Butter; Raumtemperatur
2 Teel. Lösliches Espressopulver (P: 1 Portion)
1 Prise Salz
1/4 Teel. Mandelextrakt (P: ersetzt mit Vanilleextrakt, 1
-Tl Amaretto geht auch)
H SOWIE
75-100 Gramm Puderzucker; zum Wälzen (P: 100 g ist reichlich)
30 Schöne Pecanhälften und/oder Walnusshälften; zum
-Belegen

Quelle

modifiziert nach Bon Appetit December 2018
Erfasst *RK* 18.12.2018 von
Petra Holzapfel

Zubereitung

Den Backofen auf 175°C vorheizen. Die Nüsse in eine ofenfeste Arbeitsschale geben und im Backofen etwa 8-10 Minuten unter einmaligem Wenden leicht rösten. Abkühlen lassen. 90 g der Nüsse für die Frangipane, die restlichen 130 g für den Teig verwenden.

Für den Teig Mehl, 130 g Nüsse, Backpulver und Salz in den Food Processor oder Mixer geben und etwa 1 Minuten fein mahlen.

Die Butter in einer Schüssel mit dem Handrüher cremig schlagen, dann Zucker und Puderzucker zugeben und weiterschlagen, bis eine helle Schaummasse entstanden ist. Eigelb und Vanilleextrakt unterrühren, dann bei geringer Geschwindigkeit die trockenen Zutaten kurz unterrühren. Die Teigmasse mindestens 45 Minuten abgedeckt kalt stellen, damit sie etwas fester wird.

Für die Frangipane Nüsse und Zucker in den Food Processor oder Mixer geben und sehr fein mahlen – nicht zu lange mahlen, es darf keine Paste entstehen. Das Eiweiß zugeben und kurz untermixen, dann Butter, Espressopulver, Salz und Mandelextrakt zugeben und nochmal kurz durchmixen. Die Frangipane in eine kleine Schüssel schaben, nochmal gut durchrühren und mindestens 30 Minuten abgedeckt kalt stellen.

Den Backofen auf 175°C vorheizen. 2 Backbleche mit Backpapier belegen. 75-100 g Puderzucker in ein flaches Schüsselchen geben.

Die Schüssel mit Teig aus dem Kühlschrank holen. Etwa esslöffelgroße Stücke Teig (P: abgewogen 20 g) abnehmen und zu Kugeln rollen, diese im Puderzucker wälzen und mit genügend Abstand auf das Backblech setzen (P: 15 Stück/Blech)

Das Blech kaltstellen, das zweite bestücken, dann ebenfalls kaltstellen. Nun das erste Blech für etwa 8 Minuten in den Backofen schieben, bis der Teig etwas aufgegangen, aber immer noch weich ist. Das Blech herausholen und mit einem dickeren Kochlöffelstiel Vertiefungen in die Plätzchen drücken. Ich habe mehrfach eingedrückt, um etwas weitere Öffnungen zu erhalten.

Nun mit Hilfe von 2 kleinen Löffelchen (P: Espressolöffelchen) so viel Frangipane-Creme in die Öffnungen füllen, dass diese gut gefüllt sind, aber nicht überquellen. Auf die Frangipane-Creme jeweils eine Pecannusshälfte oder eine Walnusshälfte setzen. Das Blech für weitere 8-10 Minuten in den Backofen schieben, bis die Ränder anfangen, leicht zu bräunen. Das Blech herausnehmen und die Plätzchen auf dem Blech erkalten lassen, sie festigen sich erst beim Abkühlen. Das zweite Blech genauso backen.

Die Plätzchen ganz zart mit Puderzucker bestäuben und in gut schließenden Keksdosen aufbewahren.

Anmerkung Petra: wunderbare, leicht sandige Plätzchen mit tollem Nussaroma, gefallen mir ausgezeichnet. Ich habe schon etwas kleinere Stücke gemacht als im Originalrezept, sie sind aber größer als meine normalen Weihnachtsplätzchen, sie entprechen von der Grüße her eher Lebkuchen. Favorit!

Von der Frangipane-Creme wird nicht alles benötigt. Reste schmecken auf Brioche gebacken als „Bostock“, einer Art French Toast deluxe.

Im Original werden sie nur mit Pecannüssen gemacht, ich hatte nur noch eine Tüte mit 100 g und deshalb den Rest mit Walnüssen aufgefüllt.

=====

Orangen-Gugelhupf mit Walnuss-Kruste

Es gibt ja jede Menge kuriose Feiertage, die keinen Hund hinter dem Kühlschrank hervorlocken. Tinas Aufruf, etwas zum Tag des Gugelhupfs am heutigen 15. November beizutragen, bin ich dagegen mit Freude gefolgt! Gerade jetzt im Herbst backe ich gerne etwas robustere Kuchen, die sich als Wegzehrung für unsere Wanderungen eignen.

Die Idee für meinen Gugelhupf stammt aus Carole Walters Great Coffee Cakes, Sticky Buns, Muffins & More*. Reichlich Orangenschale und etwas Orangensaft bringen eine fruchtige Zitrus-Note ins Spiel.

Durch „Panieren“ der gebutterten Form mit einer Walnuss-Zucker-Mischung erhält der Kuchen eine feine Kruste – mit Walnüssen hat uns unser Baum dieses Jahr reichlich verwöhnt – mehr als 25 kg sind es geworden!

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Orangen-Gugelhupf mit Walnuss-Kruste
Kategorien: Kuchen, Nuss
Menge: 1 Kuchen

Zutaten

H KRUSTE
80 Gramm Walnüsse
20 Gramm Brauner Zucker
H TEIG
375 Gramm Mehl
1 1/2 Teel. Weinsteinbackpulver
1/3 Teel. Salz
285 Gramm Butter
2 groß. Bio-Orangen: Schale abgerieben
1 Vanilleschote: Mark ausgekratzt
250 Gramm Puderzucker; gesiebt
5 Eier (L); verquirlt
100 ml Orangensaft; frisch gepresst

Quelle

modifiziert nach Carole Walters
Great Coffee Cakes, Sticky Buns, Muffins & More
Erfasst *RK* 06.11.2018 von
Petra Holzapfel

Zubereitung

Den Backofen mit einem Rost auf der zweituntersten Schiene auf 175°C vorheizen.

Walnüsse und braunen Zucker in einen Mixer oder Food Processor geben und pulsierend 6-8 mal mixen – die Mischung soll nicht zu fein werden.

Eine Gugelhupfform (22 cm Durchmesser) großzügig buttern. Die Wände der Form möglichst gleichmäßig mit der Walnuss-Zuckermischung ausstreuen, auch den inneren Trichter nicht aussparen. Wenn etwas von der Nussmischung auf den Boden der Form fällt, macht das nichts.

Mehl, Backpulver und Salz in eine große Schüssel sieben.

Die Eier verquirlen.

Die Butter in Stückchen in die Schüssel der Küchenmaschine geben. Die Orangenschale und das Vanillemark zugeben und alles etwa 2 Minuten cremig rühren. Die Geschwindigkeit reduzieren und nach und nach den Puderzucker zugeben, das soll etwa 6-8 Minuten dauern. Die verquirlten Eier in 4 Portionen zugeben, das dauert etwa 5-7 Minuten, dabei nach jeder Zugabe gut mischen, bis das Ei komplett aufgenommen ist.

Bei niedriger Geschwindigkeit die Mehlmischung im Wechsel mit dem Orangensaft zugeben, das Mehl in 3 Portionen, den Saft in 2 Portionen. Den Teig vorsichtig in die vorbereitete Form füllen, ohne die Nusskruste zu beschädigen. Die Oberfläche glatt streichen.

Den Kuchen für 55-60 Minuten in den Backofen schieben (Stäbchenprobe). Den Gugelhupf aus dem Ofen nehmen und auf einem Rost etwa 10-15 Minuten abkühlen lassen, dann aus der Form stürzen. Den Kuchen komplett abkühlen lassen. Nach Belieben mit wenig Puderzucker bestäuben.

Anmerkung Petra: Kuchen mit Orangennote und feiner Walnusskruste. Hält gut einige Tage frisch.

=====

Alle Gugelhüpfe:

LECKER&Co: Früchtebrot Gugelhupf || Küchenmomente: Blaubeer-Gugelhupf mit Amarettini || Ninamanie: Herzhafter Zupfgugelhupf || Julias Torten und Törtchen: Bratapfel Milchreis Gugelhupf mit Zimtglasur || The Apricotlady: Pikanter Jausn Gugl || Küchenlatein: Whisky-Schokoladen-Gugelhupf || Süsse Zaubereien: Stroopwafel Gugelhupf || Giftige Blonde: Falscher Hase oder falscher Gugelhupf || Meine Torteria: Schoko-Kirsch-Gugelhupf || herzelieb: Marmorkuchen Gugelhupf ohne Hefe und ohne Backpulver || zimtkringel: Glühweingugelhupf || Turbohausfrau: Eierlikörgugelhupf || Linals Backhimmel: Cranberry Orangen Gugelhupf || Chili und Ciabatta: Orangen-Gugelhupf mit Walnuss-Kruste || Evchen kocht: Herzhafter Lauch-Speck-Gugelhup || Cookie und Co: Espresso-Schoko-Gugelhupf || Lindenthalerin: Gewürz-Gugelhupf mit Rioja || Jessis Schlemmerkitche: Spekulatius Gugelhupf mit Cheesecake-Füllung || Anna Antonia: Pseudo-Gugl mit Haselnüssen || danielas foodblog: Mini Gugel mit weißer Schokolade || Obers trifft Sahne: Gugelhupfsemmelknödel || Ina Is(s)t: Honig Gugelhupf mit kandierten Gewürznüssen || 1x umrühren bitte aka kochtopf: Hefe-Gugelhupf mit getrockneten Kirschen und Schokolade || ÜberSee-Mädchen: Nussiger Kaffee-Schoko-Guglhupf || Keksstaub: Spekulatius Apfel Mini Gugl || kohlenpottgourmet: Safranguglhupf mit Walnüssen und Karamellguss || Aus meinem Kochtopf: Geschlagener Kuchen aus der Picardie le Gateau Battu Picard || Auch was: Esskastanien Schoko-Gugelhupf || krimiundkeks: Gugelhupf à la Mozartkugel || Cuisine Carolin: Marmorgugelhupf mit Erdnussbutter & Kirschen || Manus Küchengeflüster: Guglhupf mit Rumrosinen || CorumBlog 2.0: Mini-Gugelhupfe mit Rotwein und Schokolade || DynamiteCakes: Printen-Gugelhupf mit Mandeln (vegan) || Colors of Food: Mini Eierlikör-Gugelhupfe mit Amarenakirschen || Coffee 2 Stay: Winterliche Apfelhüpfe in acht Schritten || Mein wunderbares Chaos: Zum Tag des Gugelhupfs: meine Version mit Schokolade und Mango || Küchenkränzchen: Weihnachtlicher Orangen Gugelhupf || Schnin’s Kitchen: Kleine Gebrannte-Mandeln-Gugelhupfe || eat Tolerant: glutenfreie Schoko-Kokos-Gugelhupfe mit Karamellsauce || Salzig Süß Lecker: Orangen-Gewürzgugelhupf à la Marrakesch || Glücksgenuss: Veganer Schokoladengugl mit Baileys || moey’s kitchen: Monkey Bread mit Karamellsauce || Labsalliebe: Persian Love Bundt Cake || Keks & Koriander: Apfel-Nuss-Gugl mit Zimtguss

*=Affiliate-Link zu Amazon. Wenn darüber bestellt wird, kostet es genausoviel wie sonst auch, allerdings erhalte ich einen kleinen Vermittlungs-Betrag, den ich wieder in neue Kochbücher etc. stecken kann. Für diese Unterstützung herzlichen Dank!

Beeren-Cappuccino-Kuchen

Sabine hat „Fünf Sommer bis zum Lieblingsbeerenkuchen“ gebraucht. Ich hab mir das Rezept im letzten November gespeichert und es tatsächlich geschafft, ihn jetzt in bester Beeren-Saison nachzubacken 🙂

Brombeeren, weiße und rote Johannisbeeren sowie Himbeeren kamen aus dem eigenen Garten, die Heidelbeeren haben wir letztes Wochenende auf dem Weg zum Hochzellschachten gepflückt.

Hier gab’s den Kuchen zum Kaffeeklatsch mit der Freundin. Ich habe deshalb das Blechkuchen-Teigrezept halbiert in einer 26 cm Springform gebacken. Wie von Sabine empfohlen habe ich den Guss verdoppelt – für mich hieß das,  die Zutaten-Mengen so zu belassen wie im Original. Wie man am Anschnitt sieht, ergibt das ein gutes Verhältnis von Kaffeeboden zu Schmand-Belag.

Die Dekoration von ungebackenen Beeren umhüllt in meinem Fall von Himbeer-Johannisbeer-Gelee macht den Kuchen angenehm erfrischend. Die Zuckermenge im Kuchen ist eher sparsam angesetzt, weiter würde ich nicht reduzieren.

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Beeren-Cappuccino-Kuchen
Kategorien: Kuchen, Creme, Früchte
Menge: 1 Kuchen 26 cm

Zutaten

H BELAG
600 Gramm Gemischte Beeren: hier
Brombeeren
Himbeeren
Johannisbeeren rot und weiß
Waldheidelbeeren
H TEIG
2 Pack. Lösliches Espressopulver (sticks à 1,8 g)
50 ml Kochendes Wasser
125 Gramm Weiche Butter
90 Gramm Zucker
1 Prise Salz
2 Eier (Kl. L, Zimmertemperatur)
200 Gramm Mehl
25 Gramm Speisestärke
1 3/4 Teel. Backpulver
3 1/2 Essl. Kaffeelikör (Kahlua)
H GUSS
1 Vanilleschote; ausgekratzes Mark
3 Eier (Kl. M)
400 Gramm Schmand
100 ml Milch
2 Essl. Speisestärke
25 Gramm Puderzucker
H BELAG
150 Gramm Himbeer-Johannisbeer-Gelee; anderes Gelee geht
-auch

Quelle

modifiziert nach
essen & trinken 8/2011 bzw.
Schmeckt nach mehr
Erfasst *RK* 08.08.2018 von
Petra Holzapfel

Zubereitung

Die Beeren verlesen. 200 g davon für die Dekoration kalt stellen. Die übrigen Beeren mischen.

Eine Springform (26 cm Durchmesser) mit Backpapier bespannen, den Rand buttern.

Den Backofen auf 200°C vorheizen.

Für den Teig das Espressopulver in 50 ml kochendem Wasser auflösen und abkühlen lassen. Mehl, Stärke und Backpulver mischen und sieben.

Weiche Butter, Zucker und 1 Prise Salz mit den Quirlen des Handrührers mindestens 5 Minuten hell-cremig rühren. Die Eier einzeln unterrühren, bis sie komplett aufgenommen sind.

Die Mehlmischung abwechselnd mit dem kalten Espresso und dem Kaffeelikör unter die Butter-Ei-Masse rühren. Jeweils nur ganz kurz auf niedriger Stufe rühren, bis die Zutaten gerade verbunden sind.

Den Teig in die Springform geben und glatt streichen. Die 400 g gemischten Beeren gleichmäßig darauf verteilen.

Die Form für 25 Minuten auf die 2. Schiene von unten in den vorgeheizten Backofen schieben

Währenddessen für den Guss die Vanilleschote aufschlitzen und das Mark herauskratzen. Eier, Schmand, Milch, Stärke und Puderzucker und Vanillemark mit einem Schneebesen zu einer glatten Creme verrühren.

Den Kuchen aus dem Ofen nehmen, den Guss darauf gießen. Bei gleicher Temperatur weitere 20 Minuten backen, bis der Guss gestockt ist. Den Kuchen herausnehmen und auf einem Gitter abkühlen lassen.

Für die Dekoration das Gelee in einem kleinen Topf erhitzen und glatt rühren. Die kalt gestellten Beeren dazugeben, gut mischen und alles auf dem Kuchen verteilen.

Anmerkung Petra: Original wird mit doppelter Teig- und Beerenmenge (Him-, Brom-, Heidelbeeren), aber einfacher Gussmenge auf dem Blech gebacken. Nach Sabines Empfehlung habe ich den Guss verdoppelt, war prima so. Kuchen ist nicht sehr süß, durch die Beerendoko obendrauf sehr erfrischend. Beeren passen prima zum Kaffee-Aroma!

=====