Chinois alsacien – Schneckekueche aus dem Elsass

In einem Newsletter von Meilleurduchef wurde vor Jahren ein Rezept für einen Chinois angepriesen. Das ist ein Kuchen aus einem mit Crème pâtissiére gefüllten Briocheteig in Schneckenform, im Elsass auch Schneckekueche genannt (dazu auch Wikipedia). Ich fand das Rezept interessant und habe es in meiner Datenbank abgelegt. Bei der Überlegung, was ich für  die kulinarische Weltreise von volkermampft machen könnte, fiel es mir wieder in die Hände.

Chinois - Schneckekueche

Auf der Webseite von Meilleurduchef ist das Rezept in allen Schritten mit Fotos dokumentiert. Einige kleinere Anpassungen habe ich vorgenommen: die Hefe erst am Schluss dem Teig zuzufügen, in den schon die Butter eingearbeitet ist, fand ich etwas seltsam. Ich habe den Teig analog zu meinem normalen Briocheteig geknetet.

Chinois Making of

Ich habe den Teig schon am Vortag gemacht und über Nacht in den Kühlschrank gestellt. Dadurch lässt sich der sehr weiche Teig wesentlich besser weiterverarbeiten.

Die Teigmengen im Originalrezept stimmen meiner Meinung nach auch nicht: dort wird mit 200 g Teig ein Boden rund ausgerollt, mit 350 g ein Rechteck, das dann gefüllt wird. Das Rezept ergibt aber deutlich mehr Teig, wie auch ein Kommentator anmerkt. Mit meiner Aufteilung (250 g für den Boden, der Rest für das Rechteck) hat aber alles prima funktioniert.

Chinois Anschnitt

Das Ergebnis: ein wunderbar fluffiger Briochekuchen mit cremigen Schichten zwischen den einzelnen Teigsträngen, die sich lang abziehen lassen.

Der Chinois ähnelt von der Form her dem Rosenkuchen mit Schokotröpfchen, den ich schon einmal gebacken habe.

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Chinois alsacien – Schneckekueche aus dem Elsass
Kategorien: Kuchen, Dessert, Brunch, Frankreich
Menge: 1 Kuchen 24 cm

Zutaten

H BRIOCHETEIG
400 Gramm Weizenmehl* (P: 405 und 550 1:1 gemischt)
40 Gramm Puderzucker
12 Gramm Frischhefe (Original 15 g)
4 Eier Raumtemperatur (P: Größe L*, vielleicht
-besser M)
30 Gramm Wasser
8 Gramm Salz
190 Gramm Butter; kühl, in Flöckchen
H CRÈME PÂTISSIÈRE
60 Gramm Zucker
20 Gramm Speisestärke
3 Eigelb
250 Gramm Milch
1/2 Vanilleschote: aufgeschlitzt, Mark ausgekratzt
2 Essl. Grand Marnier; nach Belieben (Original brauner
-Rum)
H DEKORATION
Hagelzucker
1 Eigelb; mit 1 El Wasser verquirlt, zum
-Bestreichen
H ZUCKERGUSS
75 Gramm Puderzucker
Etwas Zitronensaft

Quelle

modifiziert nach Meilleurduchef
Erfasst *RK* 15.05.2020 von
Petra Holzapfel

Zubereitung

Das Mehl mit dem Puderzucker und der Hefe in die Schüssel der Küchenmaschine geben. Die Eier und das Wasser zugeben und alles auf Stufe 1 etwa 4 Minuten kneten. Auf Stufe 2 schalten, das Salz einrieseln lassen und die Butter in Flöckchen zugeben. Der Teig ist sehr weich. Etwa 12-15 Minuten auf Stufe 2-3 kneten, der Teig soll sich am Schluss von der Schüssel lösen.

Den Teig in eine saubere Schüssel geben und abgedeckt bei Raumtemperatur etwa 2 Stunden gehen lassen, bis er sich deutlich vergrößert hat, dann über Nacht in den Kühlschrank stellen.

Am Backtag die Crème pâtissière herstellen: die Milch mit 15 g Zucker und der aufgeschlitzten Vanilleschote und dem Mark in einen Topf geben und aufkochen. Topf vom Herd nehmen.

Die Eigelb mit dem restlichen Zucker weiß-schaumig aufschlagen, die Speisestärke unterrühren. Die Vanilleschote aus der Milch entfernen, die heiße Milch unter Rühren zu der Eigelbmasse geben, dann alles wieder zurück in den Topf geben. Den Topfinhalt unter dauerndem Rühren zum Kochen bringen, die Creme dickt dabei puddingartig ein. Vom Herd nehmen, in eine saubere Metallschüssel füllen und in Eiswasser kalt rühren. 2 El Grand Marnier unter die Creme rühren und beiseite stellen.

Eine Backform (Moule à manqué 24 cm Durchmesser) ausbuttern.

Den Teig direkt aus dem Kühlschrank kalt weiterverarbeiten. Etwa 250 g abnehmen und auf leicht bemehlter Arbeitsfläche rund auf Backformgröße ausrollen. Den Boden der Form damit auslegen.

Den restlichen Teig zu einem Rechteck (hier etwa 30×49 cm) ausrollen. Die Crème darauf geben und mit einer Palette gleichmäßig verteilen. Den Teig von der langen Seite her aufrollen. Die Rolle in 7 gleich große Stücke schneiden.

Eine Rolle mit der Schnittfläche nach oben in die mit Teig ausgelegte Form setzen. Die anderen 6 Rollen gleichmäßig außen herum setzen. Die Form abdecken und den Teig nochmal 1 1/2 Stunden aufgehen lassen, bis er die Form ausfüllt.

Den Backofen auf 180°C Heißluft vorheizen.

Den Chinois mit dem verquirlten Eigelb bestreichen und mit etwas Hagelzucker bestreuen.

Die Form in den Backofen schieben und etwa 40 Minuten backen, nach 20 Minuten den Kuchen mit Alufolie abdecken. (Originalbackzeit 25 Minuten, reichte bei mir nicht)

Nach der Backzeit den Kuchen aus der Form nehmen und auf ein Kuchengitter setzen.

Den Puderzucker mit etwas Zitronensaft zu einem dickflüssigen Guss anrühren und den Chinois damit beträufeln, aber nicht komplett glasieren.

Anmerkung Petra: Ganz fluffiger, leckerer Kuchen mit cremigen Schichten zwischen den einzelnen Teigsträngen, die sich lang abziehen lassen. Toll!

Man kann auf die Crème als Variante auch Schokotropfen, Früchte wie Aprikosen oder gebrannte Mandeln aufstreuen.

*Ich hatte ziemlich große Eier und deshalb statt der 375 g Mehl im Original 400 g verwendet. Dennoch war der Teig sehr weich, löste sich aber doch gerade eben von der Schüssel. Gut gekühlt ließ er sich aber prima weiter verarbeiten.

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Die Rezepte der Mitreisenden:

Volker von Volkermampft mit Boeuf Bourguignon – das französische Gulasch
Britta von Backmaedchen 1967 mit Clafoutis-französischer Kirschauflauf
Ulrike von Küchenlatein mit Sauerteigbrot im Poilâne-Stil
Susanne von magentratzerl mit Galette mit Sardine und eingelegter Zitrone
Susanne von magentratzerl mit Gefüllte Artischocken
Susanne von magentratzerl mit Kouign patates – Bretonische Kartoffel-Käseplätzchen
Tina von Küchenmomente mit Financiers aux myrtilles – Kleine Mandelkuchen mit Blaubeeren aus Frankreich
Ronald von Fränkische Tapas mit Tarte Tatin
Conny von Mein wunderbares Chaos mit Cannelés Bordelais
Sylvia von Brotwein mit Französisches Baguette – Das Original selbst backen
Sylvia von Brotwein mit Französisches Landbrot mit Sauerteig
Sylvia von Brotwein mit Crepes und Galettes
Britta von Brittas Kochbuch mit Quiche Lorraine
Britta von Brittas Kochbuch mit Axoa de Canard d’Espelette (Baskische Entenhackfleischpfanne)
Britta von Brittas Kochbuch mit Coq au Riesling
Conny von Mein wunderbares Chaos mit Tarte Dijon
Britta von Backmaedchen 1967 mit Éclairs mit Crème pâtissière
Simone von zimtkringel mit Tarte Bourdaloue
Cornelia von SilverTravellers mit Französisches Gulasch mit Pilzen und Rotwein
Wilma von Pane-Bistecca mit Geroestetes Knochenmark auf zwei Arten – Os a Moelle
Ulrike von Küchenlatein mit Orgeat-Sirup hausgemacht
Ulrike von Küchenlatein mit La Mauresque und andere französische Aperitifs
Petra von Chili und Ciabatta mit Fondant au chocolat
Susi von Turbohausfrau mit Radieschenblättersuppe
Nadine von Möhreneck mit Crème caramel (vegan)
Tina von Küchenmomente mit Französischer Himbeer-Marmorkuchen (Cake marbré framboise)
Volker von Volkermampft mit Pain au cafe – Espresso Brot
Volker von Volkermampft mit Le pain au levain – Französisches Weizenbrot
Wilma von Pane-Bistecca mit Gougeres von Alain Ducasse
Gabi von Langsam kocht besser mit Blanquette de Veau (Kalbsfrikasse aus dem Slowcooker)
Conny von Mein wunderbares Chaos mit Pain Brié
Petra von Chili und Ciabatta mit Le broufado – Schmorgericht aus der Camargue
Ulrike von Küchenlatein mit Tartine For’Bon
Ulrike von Küchenlatein mit Straßburger Zwiebelsuppe
Ulrike von Küchenlatein mit Kastenbrot mit Pfeffer und der perfekte Toast
Tanja von Tanjas bunte Welt mit Crepes Suzette
Wilma von Pane-Bistecca mit Vanilla Caramel Madeleines
Wilma von Pane-Bistecca mit Rhabarber Tarte Tatin
Ulrike von Küchenlatein mit Avocado Tartine mit Banane und Zitrone
Petra von Chili und Ciabatta mit Königinpastetchen mit Kalbsbries und Morcheln – Bouchées à la reine, ris de veau et morilles
Britta von Brittas Kochbuch mit Chouquettes
Sylvia von Brotwein mit Galette bretonne: Grundrezept und „complète“ mit Schinken, Käse, Ei
Michael von SalzigSüssLecker mit Bretonische Vorspeisen aus Concarneau – Vive la France
Ulrike von Salon Matilda mit Matcha Macarons, Avocado, Lemon Curd
Wilma von Pane-Bistecca mit Vanilla Souffle
Volker von volkermampft mit Pain Marette (pain de campagne) – französisches Weißbrot
Volker von volkermampft mit Bouillabaisse à la Marseille – die klassische französische Fischsuppe
Katja von Kaffeebohne mit Zwiebel-Tarte
Nanni von Helden der Vorzeit mit Cuisine francaise: Schoko-Kuchen – Gâteau reine de Saba
Carina von Coffee2Stay mit Französisches Käsesoufflé
Carmen von Tanz auf der Tomate mit Le Croque Monsieur

Fondant au chocolat

Diesen Monat führt uns die kulinarische Weltreise von Volkermampft nach Frankreich.

Frankreich ist sicher das Land, das ich am besten kenne. Schon in meiner Kindheit waren Franzosen ein vertrauter Anblick: meine Heimatstadt Tübingen war damals Garnisonsstadt mit 2000 stationierten Franzosen samt Angehörigen. In der 12. Klasse ging die Klassenfahrt in unsere Partnerstadt Aix-en-Provence, wenig später verbrachte ich 2 Wochen bei einer befreundeten Familie in Paris und an der Loire. Und nach dem Abi unternahm ich mit meiner damaligen besten Freundin eine vierwöchige Fahrt mit Käfer und Zelt einmal rund um Frankreich: durch Paris ging es in die Normandie und Bretagne, weiter über die Atlantikküste und durch die Pyrenäen sowie Andorra ans Mittelmeer und in die Provence, durch die französischen Alpen fuhren wir wieder zurück. Ich besitze noch das Tagebuch mit den Abrechnungen, viel Geld hatten wir nicht zur Verfügung: in den 4 Wochen haben wir inkl. Benzin für 5000 gefahrene Kilometer, 2 Hotel-Übernachtungen in Paris und Campingplätzen bzw. Camping au ferme gerade mal 800 DMark ausgegeben 😉

Später ging es mit den Frankreich-Urlauben weiter: die erste gemeinsame Wochenend-Tour mit Helmut führte ins Elsass, es folgten diverse Camping-Aufenthalte in der Bretagne, am Atlantik und am Mittelmeer, später mit den Kindern zusammen. Leider wohnen wir im östlichsten Zipfel von Bayern, damit ist Frankreich einfach sehr weit weg und Besuche beschränken sich inzwischen auf Ausflüge ins Elsass wie etwa hier, wenn wir Tochter Kathi im Dreiländereck bei Basel besuchen.

Als ersten französischen Beitrag habe ich am Wochenende einen klassischen Fondant au chocolat gebacken, einen sehr schokoladigen, zartschmelzenden Kuchen aus dunkler Schokolade, Butter, Eiern, Zucker und einem Hauch Mehl.

Fondant au chocolat

Wenn es beim Verspeisen auf das genussvolle „Oh lala!“ ankommt, dann ab in die Küche! Wer eher Wert auf opulente Optik legt, der sollte doch vielleicht etwas anderes in Betracht ziehen: der feuchte Kuchen ist per se keine Schönheit. Aufgepimpt mit einem großen Klecks Sahne und frischen Erdbeeren wird er aber zum Hochgenuss, versprochen 🙂

Dieses Rezept habe ich übrigens vor 19 Jahren von einem Kontakt aus der französischen Newsgruppe fr.rec.cuisine bekommen, dem damaligen französischen Pendant zum deutschen kulinarischen Diskussionsforum de.rec.mampf. Im Blog findet sich schon ein anderes, etwas weniger butterlastiges Rezept, was selbst bei unserem damaligen chinesischen Gastschüler großen Anklang fand.

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Fondant Au Chocolat nach Hubert Muller
Kategorien: Dessert, Kuchen, Schokolade, Frankreich
Menge: 1 Kuchen

Zutaten

300 Gramm Dunkle Schokolade (P: Lindt 70% Cacao)
250 Gramm Butter
200 Gramm Zucker
5 Eier; getrennte Verwendung*
1 Prise Salz
30 Gramm Mehl
Puderzucker; zum Bestäuben

Quelle

nach
Hubert Muller per Mail
Erfasst *RK* 17.11.2001 von
Petra Holzapfel

Zubereitung

Eine geeignete Form (P: Moule à manqué, Kuchenform ohne abnehmbaren Rand) ausbuttern und mit Mehl bestäuben.

Den Backofen auf 160°C vorheizen.

Butter und Schokolade bei milder Hitze schmelzen (Herd oder Mikrowelle).

Zucker und Eigelbe sehr schaumig schlagen (P: Küchenmaschine, etwa 7-10 Minuten).

Das gesiebte Mehl unterrühren, dann in zwei Portionen den mit einer Prise Salz cremig-steif geschlagenen Eischnee unterziehen.

Den Teig in die vorbereitete Form füllen und etwa 30 Minuten bei 160°C backen.

Den Kuchen kurz ruhen lassen, dann auf eine Kuchenplatte stürzen und nach Belieben mit Puderzucker bestäuben.

Anmerkung Petra: Hervorragend mit einem großen Klecks Sahne und ein paar frischen Früchten wie Erdbeeren oder Himbeeren! Noch leicht warm ist der Kuchen sehr weich, abgekühlt schmelzend zart.

*ich habe auch schon mal versehentlich die ganzen Eier mit dem Zucker schaumig geschlagen – ging auch.

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Die Rezepte der Mitreisenden:

Volker von Volkermampft mit Boeuf Bourguignon – das französische Gulasch
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Tina von Küchenmomente mit Financiers aux myrtilles – Kleine Mandelkuchen mit Blaubeeren aus Frankreich
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Sylvia von Brotwein mit Französisches Landbrot mit Sauerteig
Sylvia von Brotwein mit Crepes und Galettes
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Tina von Küchenmomente mit Französischer Himbeer-Marmorkuchen (Cake marbré framboise)
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Petra von Chili und Ciabatta mit Le broufado – Schmorgericht aus der Camargue
Ulrike von Küchenlatein mit Tartine For’Bon
Petra von Chili und Ciabatta mit Chinois alsacien – Schneckekueche aus dem Elsass
Ulrike von Küchenlatein mit Straßburger Zwiebelsuppe
Ulrike von Küchenlatein mit Kastenbrot mit Pfeffer und der perfekte Toast
Tanja von Tanjas bunte Welt mit Crepes Suzette
Wilma von Pane-Bistecca mit Vanilla Caramel Madeleines
Wilma von Pane-Bistecca mit Rhabarber Tarte Tatin
Ulrike von Küchenlatein mit Avocado Tartine mit Banane und Zitrone
Petra von Chili und Ciabatta mit Königinpastetchen mit Kalbsbries und Morcheln – Bouchées à la reine, ris de veau et morilles
Britta von Brittas Kochbuch mit Chouquettes
Sylvia von Brotwein mit Galette bretonne: Grundrezept und „complète“ mit Schinken, Käse, Ei
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Wilma von Pane-Bistecca mit Vanilla Souffle
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Volker von volkermampft mit Bouillabaisse à la Marseille – die klassische französische Fischsuppe
Katja von Kaffeebohne mit Zwiebel-Tarte
Nanni von Helden der Vorzeit mit Cuisine francaise: Schoko-Kuchen – Gâteau reine de Saba
Carina von Coffee2Stay mit Französisches Käsesoufflé
Carmen von Tanz auf der Tomate mit Le Croque Monsieur

Amarettini-Cheesecake mit Erdbeer-Coulis

Kürzlich flatterte mir mit einem Newsletter der lecker dieses Rezept ins Haus: ein kleiner Käsekuchen in der 18 cm Form, getoppt mit einer Baiserschicht, Amarettini und Mandelblättchen. Perfekt für 2 Personen als Wochenend-Kuchen!

Anschnitt

Da bei mir ein Eigelb im Kühlschrank auf Verwendung wartete, habe ich das noch in den Teig eingebaut. Den eigentlich vorgesehenen Mandellikör in der Mascarpone-Frischkäsemasse habe ich vergessen weggelassen, der hat nicht gefehlt.

Was ich aber hinzugefügt habe, ist eine fruchtige Erdbeersauce, bei mir aus Tiefkühl-Erdbeeren (frische gehen in der Saison natürlich auch) – und auf die wollte ich nicht verzichten, die ist eine ausgezeichnete Ergänzung.

Amarettini-Cheesecake mit Erdbeer-Coulis

Die kleine Torte im Ganzen: gut gekühlt schmeckt sie meiner Meinung nach am besten.

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Amarettini-Cheesecake mit Erdbeer-Coulis
Kategorien: Kuchen, Käse, Keks, Sauce, Früchte
Menge: 8 Stücke (Springform 18 cm)

Zutaten

H TEIG
100 Gramm Mehl
50 Gramm Brauner Zucker
1 Prise Salz
25 Gramm Gemahlene Mandeln
1/2 Teel. Vanille-Essenz
50 Gramm Butter
1 Eigelb*; ersatzweise 1-2 El kaltes Wasser
H BELAG
25 Gramm Zerlassene Butter
1 Ei
2 Eigelb (Eiweiß für Baiser verwenden)
60 Gramm Zucker
1 Teel. Vanille-Essenz
250 Gramm Doppelrahm-Frischkäse (P: 200 g Buko Balance und
-50 g saure Sahne*)
250 Gramm Mascarpone
20 Gramm Speisestärke
H BAISER
2 Eiweiß
100 Gramm Zucker
H SOWIE
25 Gramm Kleine Amarettini
2 Essl. Mandelblättchen
Butter; für die Form
H ERDBEER-COULIS
300 Gramm TK-Erdbeeren
1 Essl. Zitronensaft
2-3 Essl. Zucker, nach Geschmack

Quelle

Kuchen modifiziert nach
lecker
Erfasst *RK* 21.03.2020 von
Petra Holzapfel

Zubereitung

Mehl, braunen Zucker, 1 Prise Salz und Mandeln im Food Processor mischen. Vanille-Essenz und die Butter in Flöckchen zufügen und pulsierend mischen. Das Eigelb (alternativ Wasser) hinzugeben und nochmal mischen (alternativ alles mit den Knethaken des Handrührgerätes verkneten). Anschließend die Masse mit den Händen zu einem Teig zusammendrücken (P: war noch etwas bröselig). Den Boden einer Springform (18 cm Ø) mit Backpapier bespannen, den Rand buttern. 2/3 des Teiges als Boden in die Form geben, von dem Rest
einen Rand formen, alles gut andrücken. Den Boden mit einer Gabel mehrfach einstechen. Die Form etwa 30 Minuten kalt stellen oder kurz einfrieren.

Den Boden im auf 175°C Ober-/Unterhitze vorgeheizten Backofen etwa 10 Minuten auf der untersten Schiene vorbacken. (P: Combi- Dampfgarer: Vorbacken und Backen auf der untersten Schiene).

Inzwischen das Ei, die Eigelbe, Vanille-Essenz und Zucker mit den Schneebesen des Handrührgerätes cremig schlagen. Zerlassene Butter, Frischkäse und Mascarpone hinzufügen und unterrühren. Zuletzt die gesiebte Speisestärke unterrühren.

Den Boden aus dem Ofen nehmen, die Käsemasse gleichmäßig darauf verteilen und bei gleicher Temperatur auf unterster Schiene etwa 40 Minuten weiterbacken.

Die Eiweiße und 1 Prise Salz mit den Schneebesen des Handrührgerätes steif schlagen, dabei 100 g Zucker einrieseln lassen. So lange schlagen, bis sich der Zucker vollständig gelöst hat.

Den Kuchen aus dem Ofen nehmen, auf ein Kuchengitter setzen. Die Eiweißmasse auf den Kuchen geben und locker verstreichen, dabei einen etwa 1 cm breiten Rand lassen. Baiser mit Amarettini und Mandelblättchen bestreuen und nochmals bei gleicher Temperatur etwa 15-20 Minuten weiterbacken. (Normaler Ofen: mittlere Schiene)

Den Kuchen aus dem Ofen nehmen und warten, bis sich die Baisermasse etwas gesetzt hat, dann den Rand vorsichtig von der Form lösen und auf einem Kuchengitter in der Form komplett auskühlen lassen.

Für das Coulis die Erdbeeren fast auftauen lassen, mit Zitronensaft und Zucker in ein schmales Gefäß geben und mit dem Mixstab glatt pürieren.

Den Cheesecake mit der Erdbeersauce servieren.

Anmerkung Petra: sehr leckerer Kuchen, bei mir gerne gekühlt serviert. Die Käsemasse schmeckt angenehm leicht und nicht zu süß. Im Original ohne Erdbeer-Coulis, ich finde aber die Kombination mit der fruchtigen Sauce besonders gelungen.

*ich hatte ein Eigelb im Kühlschrank und wollte das verwerten. Die Frischkäse-Packung hatte nur 200 g – ich habe die restlichen 50 g mit saurer Sahne ergänzt.

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Himbeerkonfitüre und eine Britische Bakewell Tart mit Frangipane

Im Tiefkühler liegen noch einige Schätze aus dem letzten Gartenjahr, darunter jede Menge Himbeeren – die Ernte war ausgesprochen gut. Normalerweise dampfentsafte ich die Himbeeren und koche Gelee bzw. Sirup daraus, weil ich die Kerne nicht so gerne mag.

Himbeerkonfitüre

Auf einer englischen Seite fand ich nun aber den Tipp, zuerst die Hälfte der Früchte zu pürieren, aufzukochen und durch ein Sieb zu streichen, um die Kerne abzutrennen. Dem entstandenen Coulis setzt man dann die restlichen Früchte und den Gelierzucker zu und kocht alles wie üblich zu Konfitüre. Ich habe das Rezept etwas abgewandelt und die Himbeeren nach dem Pürieren ohne Kochen durch die Flotte Lotte gestrichen, mit den restlichen Früchten und Gelierzucker Saft ziehen lassen und dann zu Konfitüre gekocht. Die schmeckt ungemein fruchtig, hat aber nur die Hälfte der Kerne. Klasse, das mache ich jetzt öfter!

Bakewell Tart

Ein Teil der feinen Himbeerkonfitüre ist gleich (gemischt mit einem Rest Heidelbeerkompott) in eine britische Bakewell Tart gewandert.

Bakewell Tarte Boden

Die neu und ausgesprochen günstig im 2-er Pack erworbene kleine Tarteform (22 cm Durchmesser)* mit herausnehmbarem Boden fand ich ja beim Auspacken zuerst etwas wackelig, da der Einlegeboden einen kleinen Randwulst aufweist, in der Praxis hat sie sich aber prima bewährt.

Anschnitt

Bakewell Tart im Anschnitt – hier ohne viel Schnickschnack fotografiert, da sie für unterwegs eingepackt wurde. Ein bisschen wenig gesüßte Schlagsahne dazu ist übrigens keine schlechte Idee 😉

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Himbeerkonfitüre
Kategorien: Konfitüre, Früchte
Menge: 1 Ansatz

Zutaten

1,1 kg Himbeeren
1 Zitrone: Saft
1 kg Gelierzucker; Menge anpassen

Quelle

eigenes Vorgehen nach bbcgoodfood
Erfasst *RK* 15.01.2020 von
Petra Holzapfel

Zubereitung

600 g Himbeeren pürieren und durch die Flotte Lotte streichen. Das Mark zusammen mit den restlichen Himbeeren in einen Topf geben und abwiegen. Die gleiche Gewichtsmenge Gelierzucker und den Zitronensaft zugeben, die Himbeeren einige Stunden oder über Nacht Saft ziehen lassen.

Die Mischung auf dem Herd zum Kochen bringen und nach Anweisung bis zur Gelierprobe kochen. Heiß in saubere Twist-off-Gläser füllen.

Anmerkung Petra: super fruchtige Konfitüre mit angenehm wenig Kernen.

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========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Britische Bakewell Tart mit Himbeerkonfitüre und Frangipanecreme
Kategorien: Kuchen, Dessert, England
Menge: 1 Tarte 22 cm (Original 9 inch

Zutaten

H TEIG
170 Gramm Weizenmehl Type 405
25 Gramm Puderzucker
1/4 Teel. Salz
115 Gramm Kalte Butter; in Flöckchen
1 groß. Eigelb (das Eiweiß für Füllung aufbewahren)
2 Essl. Kaltes Wasser
H FÜLLUNG
115 Gramm Weiche Butter
100 Gramm Zucker
1 Prise Salz
120 Gramm Gemahlene Mandeln
25 Gramm Mehl
1 groß. Ei
1 groß. Eiweiß (s.o.)
130-150 Gramm Himbeerkonfitüre*; nicht zu süß
40-50 Gramm Mandelblättchen

Quelle

nach King Arthur Flour
Erfasst *RK* 31.01.2020 von
Petra Holzapfel

Zubereitung

Weizenmehl, Puderzucker und Salz in einer Schüssel vermischen. die Butter mit den Händen einarbeiten, bis eine sandige Mischung entsteht. Eigelb und Wasser zugeben und alles sanft vermischen, bis sich ein Teigball bildet. (P: ich habe den Teig im Foodprocessor hergestellt). Den Teig flach drücken und in Klarsichtfolie eingepackt etwa 20 Minuten kalt stellen.

Den Teig auf etwa 28 cm Durchmesser** ausrollen und eine 22 cm Tarteform mit herausnehmbarem Boden damit auslegen. Den überstehenden Teig nach innen falten, damit der Rand doppelt so dick ist, gut andrücken. Überstehenden Teig abschneiden, den Boden mehrfach mit einer Gabel einstechen. Die Form für 30 Minuten einfrieren. Den Backofen mit einem Blech auf unterster Schiene auf 200°C vorheizen.

Den Tarteboden zum Blindbacken mit Backpapier auslegen und mit Hülsenfrüchten oder Reis beschweren, etwa 20 Minuten backen. Das Backpapier mit den Gewichten herausnehmen und den Boden noch weitere 5-10 Minuten backen, bis er anfängt, braun zu werden.

Die Form herausnehmen und leicht abkühlen lassen. Die Backofentemperatur auf 175°C reduzieren

Währenddessen die Frangipanecreme zubereiten: Die weiche Butter glatt rühren, dann mit dem Zucker hellcremig aufschlagen. Ei und Eiweiß unterschlagen, dann die mit dem Mehl gemischten Mandeln unterrühren.

Den Boden mit der Konfitüre bestreichen, die Creme darauf verteilen und glatt streichen. Die Creme mit den Mandelblättchen bestreuen.

Den Kuchen wieder in den Backofen schieben und etwa 35-40 Minuten backen, bis die Oberfläche goldbraun ist.

Die Tarte herausnehmen, auf einem Rost abkühlen lassen und aus der Form nehmen.

Anmerkung Petra:

*ich habe eine Mischung aus Himbeerkonfitüre mit wenig Kernen und einem Rest säuerlichem Heidelbeerkompott verwendet, im Original sind 80 g angegeben.

**im Rezept stand, man solle auf 30 cm ausrollen, dann blieb aber ziemlich viel Teig übrig: ich habe damit noch ein kleines Tartelettförmchen ausgelegt.

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*=Affiliate-Link zu Amazon. Wenn darüber bestellt wird, kostet es genausoviel wie sonst auch, allerdings erhalte ich einen kleinen Vermittlungs-Betrag, den ich wieder in neue Kochbücher etc. stecken kann. Für diese Unterstützung herzlichen Dank!

Zarter Apfel-Kastenkuchen

Kürzlich habe ich mir Pastry Love* von Joanne Chang zugelegt. Dort war mir ein Kastenkuchen aufgefallen, bei dem die Zutaten für den Rührteig in etwas (zumindest für mich) ungewöhnlicher Reihenfolge verarbeitet wurden – French-style pound cake nannte das die Autorin.

Apfel-Kastenkuchen

Im Prinzip ähnelt die Vorgehensweise der bei einem Biskuitkuchen: zuerst werden Eier und Zucker schaumig gerührt, dann Mehl und eine Butter-Sahnemischung untergehoben. Das Ganze ist schnell erledigt, obendrauf kommen noch ein paar Apfelscheibchen.

Apfe-Kastenkuchen Anschnitt

Das Ergebnis ist ein kleiner, leichter und saftiger Rührkuchen mit sparsam verteilten Apfelscheibchen. Wer es apfeliger haben möchte: als Grundlage für einen versunkenen Apfelkuchen in einer Springform könnte ich mir den Teig durchaus auch vorstellen – wird getestet :-).

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Zarter Vanille-Apfel-Kastenkuchen
Kategorien: Kuchen, Kasten
Menge: 1 Kuchen 23-25 cm Kastenform (9 inch)

Zutaten

115 Gramm Butter
1/2 Vanilleschote: ausgekratztes Mark
45 Gramm Sahne
1/2 Teel. Vanilleextrakt
3 Eier (etwa 150 g Ei netto)
150 Gramm Feinster Backzucker
165 Gramm Mehl
1/2 Teel. Backpulver
1/8 Teel. Salz
1 mittl. Apfel (Original Granny Smith, hier Jonagold);
-geschält, geviertelt, entkernt, in dünnen
-Scheiben
Puderzucker; zum Bestäuben

Quelle

nach
Joanne Chang
Pastry Love
Erfasst *RK* 17.01.2020 von
Petra Holzapfel

Zubereitung

Den Backofen mit einem Rost auf mittlerer Schiene auf 175°C Ober-/ Unterhitze vorheizen. Eine Kastenform (25 cm Länge, Original 9 inch) mit Backpapier auslegen.

In einem kleinen Topf die Butter schmelzen. Das ausgekratzte Vanillemark, den Vanilleextrakt und die Sahne einrühren, alles auf Raumtemperatur abkühlen lassen.

Die Eier und den Zucker in die Schüssel der Küchenmaschine geben und mit dem Schneebesen etwa 5-6 Minuten dickschaumig aufschlagen. Währenddessen Mehl, Backpulver und Salz verrühren. Wenn die Eiermischung aufgeschlagen ist, die Mehlmischung darüber sieben und mit einem Spatel unterziehen. Jetzt einige große Löffel der Schaummasse unter die Buttermischung geben und gut verrühren. Diese Mischung jetzt wieder zur Schaummasse geben und unterziehen. Den Teig in die vorbereitete Form füllen. Die Apfelscheiben in zwei Reihen in den Teig stecken.

Die Form in den Backofen schieben und etwa 50-60 Minuten backen, bis der Teig goldbraun und fest ist (Stäbchenprobe, P: 55 Minuten).

Den Kuchen aus dem Ofen nehmen und auf einen Rost stellen. Nach etwa 10-20 Minuten aus der Form nehmen und mit Puderzucker besieben.

Den Kuchen mit einem scharfen Sägemesser aufschneiden.

Anmerkung Petra: leichter, zarter Kuchenteig, der Apfelbelag ist eher sparsam. Ich könnte mir den Kuchen auch als versunkenen Apfelkuchen vorstellen: Teig in eine Springform geben, darauf eingeschnittene Apfelhälften verteilen.

Die Vorgehensweise beim Rührteig bezeichnet Chang als „French-style pound cake“.

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Ungarische Kastanientorte – Gesztenyetorta

Auch im neuen Jahr begeben wir uns mit der kulinarischen Weltreise von Volkermampft in fremde Länder. Den Anfang macht Ungarn.

Tatsächlich sind wir 1977 auf einer 6-Länderreise mit dem Zelt auch durch Ungarn gekommen, Station haben wir damals in Budapest und am Balaton (Plattensee) gemacht. Leider gibt es von dieser Reise nur eine Handvoll verblichene Fotos. Ich erinnere mich an ein furchtbar liebloses Essen in einer Gaststätte in Campingplatznähe (der Campingplatz war übrigens der schlimmste, den ich je erlebt habe)  und an ein grandioses Essen (Rinderfilet mit Gänseleber) im Burgviertel, außerdem an Reisende aus der DDR, die sich an Autohaus-Schaufenstern die Nasen plattdrückten.

Kastanientorte

„Ein Winter ohne Schnee kann vorkommen, ein Winter ohne Kastanienpüree ist in Ungarn undenkbar“, habe ich im sehr informativen Buch Ungarische Spezialitäten* aus der Culinaria Könemann-Reihe gelesen. Das passt wunderbar zur momentanen Wetterlage, selbst hier im Bayerischen Wald liegt bisher nur auf den höchsten Gipfeln Schnee. Aber Kastanienpüree ist im Haus!

Zum Auftakt der aktuellen Ungarn-Reise habe ich also eine Kastaniencreme-Torte gebacken.

Kastanienpüree

Verwendung fand echt ungarisches Kastanienpüree, was in solchen Blockpackungen tiefgefroren angeboten wird. Meines habe ich anlässlich eines Einkaufstrips für die kulinarische Weltreise in Tschechien erstanden.

Torte im Anschnitt

Als Boden dient ein dreilagiger Biskuit. Ich habe eine Wiener Masse gebacken, weil die schön saftig und recht stabil ist. Den Kommentaren zur Kastaniencreme entnahm ich schon, dass diese von der Menge her nicht sehr üppig bemessen ist. Ich habe deshalb die Teigmenge auf eine 24 cm Springform heruntergerechnet, dafür hat die Füllung gerade eben gereicht. Deshalb ist diese Torte nicht so mächtig, sondern kommt eher leicht daher. Das geht auch ganz anders (auch gerade, was die Deko angeht), wie der Hashtag #gesztenyetorta bei Instagram zeigt 😉

Weitere ungarische Rezepte im Blog:

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Kastanientorte – Gesztenyetorta
Kategorien: Kuchen, Biskuit, Esskatanie, Ungarn
Menge: 1 Kuchen 24 cm

Zutaten

H WIENER MASSE
4 Eier L (P: hier 237 g Ei ohne Schale)
113 Gramm Feinster Backzucker
135 Gramm Mehl
1 Prise Salz
1/2 Zitrone: abgeriebene Schale
38 Gramm Zerlassene Butter (hier 32°C)
H KASTANIENCREME*
100 Gramm Weiche Butter
2 Essl. Puderzucker
2 Essl. Rum
250 Gramm TK-Kastanienpüree (P: hier 200 g); aufgetaut
100 Gramm Geschlagene Sahne*; mehr nach Belieben für die
-Deko
H DEKORATION
Schokolade; zum Raspeln
Sahnetupfen
Kastanien-Vermicelles; nach Belieben

Quelle

Wiener Masse nach e&t
Füllung nach Klari, nosalty.hu
Erfasst *RK* 03.01.2020 von
Petra Holzapfel

Zubereitung

Am Vortag beginnen: Den Backofen auf 180°C vorheizen. Eine Springform (24 cm) mit Backpapier bespannen.

Die Eier mit Zucker und Salz in einem Schlagkessel mit dem Schneebesen über dem heißen Wasserbad bis auf eine Temperatur von etwa 40°C aufschlagen. Die Masse in die Rührschüssel der Küchenmaschine umfüllen und etwa 8-10 Minuten schlagen, bis sie auf etwa 25°C abgekühlt ist. Die Masse sollte schön cremig-fest sein.

Das Mehl in zwei Portionen über die Eimasse sieben und zusammen mit der abgeriebenen Zitronenschale unterheben. Die Butter dazugeben und vorsichtig unterheben. Sobald die Masse anfängt, zusammenzufallen mit dem Unterheben aufhören. Die Masse in die vorbereitete Springform füllen, glatt streichen und sofort auf die mittlere Schiene in den vorgeheizten Backofen schieben, etwa 25-30 Minuten backen. Die Form herausnehmen, umgedreht auf einen Kuchenrost stellen und den Biskuit in der Form erkalten lassen. Den Kuchen
aus der Form schneiden und über Nacht abgedeckt ruhen lassen.

Zum Füllen den Kuchen mit einem scharfen Sägemesser oder einem Tortenschneider waagrecht in drei Platten schneiden.

Für die Kastaniencreme Butter und Zucker schaumig rühren. Den Rum unterrühren, dann die Kastaniencreme unterrühren. Die geschlagene Sahne locker untermengen.

Die drei Böden mit jeweils 1/4 der Creme bestreichen und zusammensetzen, den Rest auf dem Rand der Torte glatt verstreichen.

Die Torte mit geraspelter Schokolade und nach Belieben Sahnetupfen mit Kastanienpüree verzieren.

Anmerkung Petra: Sehr feine Torte! Die Kastaniencreme ist nicht sehr üppig bemessen, zumal meine Püreepackung nur 200 g enthielt, die Cremeschichten sind dementsprechend dünn – wir fanden sie aber ausreichend, so ist die Torte nicht so mächtig.

Man kann jeden Biskuitboden nach Wahl verwenden, ich habe einen Boden aus Wiener Masse gemacht, der schön saftig ist. Weil ich nach den Kommentaren schon damit rechnete, dass die Füllung etwas knapp ist, habe ich auch nur einen 24 cm-Boden gebacken, daher die krummen Zahlen bei den Teig-Zutaten.

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Die Rezepte der Mitreisenden:

Küchenlatein: Petersilienwurzel-Cremesuppe
Turbohausfrau: Suppe nach Paloczen-ArtL
SilverTravellers: Pörkölt – Ungarisches Gulasch mit Paprika
Küchenmomente: Ungarische Lángos
Backmaedchen 1967: Pogácsa ungarisches Gebäck
zimtkringel: Ungarischer Apfelkuchen Almás pite
Coffee2Stay: Scharfes Paprikahuhn nach ungarischem Vorbild
Fränkische Tapas: Ungarische Fischsuppe mit Aischgründer Karpfen
magentratzerl: Paprikás krumpli
Pane-Bistecca: Töltött Káposzta – Ungarische Kohlrouladen
Brittas Kochbuch: Székelygulyás aka Szegediner Gulasch
Brittas Kochbuch: Lángos aus der Heißluftfritteuse
magentratzerl: Ungarische Paprikapilze
slowcooker.de: Ungarische Mohnbuchteln mit Vanillesauce
Mein wunderbares Chaos: Ungarische Gundel-Palatschinken
Mein wunderbares Chaos: Lángos ganz einfach selber machen
Brittas Kochbuch: Lescó/Letscho
Brotwein: Szegediner Gulasch – Ungarisches Sauerkraut Gulasch
Brotwein: Ungarische Gulaschsuppe Rezept
Mein wunderbares Chaos: Somlauer Nockerl im Glas
Paprika meets Kardamom: Hausgemachte ungarische Kolbasz (Paprikawurst)
Paprika meets Kardamom: Unbekannte ungarische Köstlichkeiten: Dödölle – Schupfnudeln mal anders
volkermampft: Ungarisches Schweinegulasch mit Paprika – Sertes Pörkölt
our food creations: Töltett Paprika – Gefüllte Paprika
our food creations: Túrós Csusza – Quarknudeln
Kaffeebohne: Diós és mákos beigli – Beigel
Möhreneck: Veganes Szegediner Gulasch
Chili und Ciabatta: Rinder-Pörkölt nach Károly Gundel mit Tarhonya und Gurkensalat
Chili und Ciabatta: Gefüllte Zwiebeln nach Makóer Art
Chili und Ciabatta: Nachtschwärmer-Suppe – Korhelyleves

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