Benne Wafers – Sesamkekse aus South Carolina

Kennt Ihr Benne Wafers? Nein? Mir waren diese amerikanischen Sesamkekse bis vor kurzem auch kein Begriff. Dann fiel mir das Rezept aber – wie der Upside Down Kuchen mit Pfirsich – in America The Beautiful Cookbook – Authentic Recipes from Across America* auf. Ich habe daraufhin im Netz danach gesucht und bin schließlich beim Rezept von King Arthur Baking hängengeblieben. Klang interessant, schnell zu machen und wurde gleich auf die Backliste gesetzt. Mein zweiter Beitrag für die kulinarische Weltreise mit Ziel Amerika kommt also auch aus der süßen Abteilung.

Benne Wafers

Die karamellig-nussigen Kekse stammen aus Charleston, South Carolina. Im 17. und 18. Jahrhundert brachten afrikanische Sklaven, (heute Gullah People mit eigener Kochtradition), eine Art Ur-Sesampflanzen in den Süden Amerikas, der Bantu-Name dafür war Benne. Die damaligen Benne-Pflanzen wurden im Laufe der Zeit zum heutigen Sesam weitergezüchtet, dessen Samen einen höheren Ölgehalt als früher haben, sich leichter ernten lassen, aber auch ein wenig bitterer sind und nicht so intensiv schmecken (Näheres dazu ist bei Discover South Carolina nachzulesen). Tatsächlich gibt es aber wieder Saatgut mit den ursprünglichen Eigenschaften zu kaufen.

Diese Benne Kekse sollen Glück bingen, sie werden deshalb oft zu Neujahr verschenkt.

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Benne Wafers – Sesamkekse aus South Carolina
Kategorien: Keks, Saaten, USA
Menge: 2 Backbleche

Zutaten

115 Gramm Butter; Raumtemperatur
200 Gramm Heller brauner Zucker
1/4 Teel. Salz
1/4 Teel. Backnatron
1 Teel. Vanilleextrakt
1 Ei
120 Gramm Weizenmehl Type 405
130 Gramm Sesamsaat; geröstet

Quelle

King Arthur Baking
Erfasst *RK* 21.07.2023 von
Petra Holzapfel

Zubereitung

Den Ofen auf 175°C Umluft* vorheizen. 2 Backbleche mit Backfolie auslegen.

Butter, Zucker, Salz, Backnatron sowie Vanilleextrakt zugeben und alles cremig verrühren. Das Ei einrühren. Das Mehl zugeben und gut unterrühren, zum Schluss die Sesamsamen untermischen.

Je nach gewünschter Größe gehäufte Teelöffel oder Esslöffel Teig in Häufchen mit ausreichend Abstand auf die Bleche setzen (P: Eisportionierer für knappe El verwendet).

Die Kekse goldbraun backen, das dauert etwa 8-11 Minuten.

Die Kekse in einer gut schließenden Dose aufbewahren.

Anmerkung Petra: Dünne, nussig-karamellig schmeckende Kekse, prima!

Bei King Arthur ist bei 175°C Ober/Unterhitze eine Backzeit von 8-11 Minuten angeben, da waren meine Kekse noch nicht fertig. Ich habe dann wie in Kommentaren empfohlen Umluft verwendet, damit laufen die Kekse nicht ganz so breit. Durchmesser hier 7-8 cm bei Verwendung des Eisportionierers.

In Charleston werden die Kekse oft wesentlich kleiner gebacken. Sie sollen Glück bringen und werden deshalb oft zu Neujahr verschenkt.

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Die Rezepte der Mitreisenden (die Liste wird im Laufe des Monats ergänzt):

Britta von Brittas Kochbuch mit Dutch Baby – Ofenpfannkuchen mit Beeren
Britta von Brittas Kochbuch mit Pastrami-Sandwich
Michael von SalzigSüssLecker mit Bagels mit Eggs and Bacon
Sonja von fluffig & hart mit American Cole Slaw
Sonja von fluffig & hart mit New York Cheesecake
Britta von Brittas Kochbuch mit Spaghetti alla Corleone
Ulrike von Küchenlatein mit Bollilos
Ulrike von Küchenlatein mit Sonora Hot Dogs
Gabi von USA kulinarisch mit Chicken Caesar Wraps
Britta von Brittas Kochbuch mit McMuffin
Susanne von magentratzerl mit Soja-Hühnchen
Wilma von Pane-Bistecca mit Slow Cooker Schweine Rippen
Wilma von Pane-Bistecca mit Honig und Speck Kartoffeln
Wilma von Pane-Bistecca mit Knoblauch Butter Mais Kolben
Anja von GoOnTravel.de mit Chocolate Chip Cookies: Kekse mit Schokoladenstückchen aus den USA
Jenny von Jenny is baking mit Banana Pudding aus den Südstaaten
Britta von Backmaedchen 1967 mit New York Cheesecake
Simone von zimtkringel mit Corn Ribs aus dem Airfryer
Petra aka Cascabel von Chili und Ciabatta mit Upside Down Kuchen mit Pfirsichen
Regina von bistroglobal mit Muffuletta-Sandwich
Kathrina von Küchentraum & Purzelbaum mit American Pancakes
Gabi von USA kulinarisch mit Peach Streusel Pie
Anja von GoOnTravel.de mit Brownies backen: So wird der amerikanische Schokokuchen schön saftig
Regina von bistroglobal mit USA-Picknick
Britta von Brittas Kochbuch mit Donuts
Sonja von fluffig & hart mit Buffalo Chicken Wings
Petra aka Cascabel von Chili und Ciabatta mit Chicken Tetrazzini
Cornelia von SilverTravellers mit Hackbraten im Backofen – die beste Bacon Bomb
Jenny von Jenny is baking mit Aprikosen-Cobbler
Carina von Coffee2Stay mit Peanutbutter Jelly French Toast

*=Affiliate-Link zu Amazon. Wenn darüber bestellt wird, kostet es genausoviel wie sonst auch, allerdings erhalte ich einen kleinen Vermittlungs-Betrag, den ich wieder in neue Kochbücher etc. stecken kann. Für diese Unterstützung herzlichen Dank!

Upside Down Kuchen mit Pfirsichen

Die kulinarische Weltreise mit Reiseleiter Volkermampft führt uns im Juli wieder in die USA – 2018 haben wir dort schon einmal Station gemacht. Damals habe ich euch Shrimp and Corn Fritters vorgestellt.

Peach Upside Down Cake

Diesmal gibt es etwas für Süßschnäbel: ich habe einen Upside Down Kuchen mit Pfirsichen gebacken. Das Rezept stammt aus dem großformatigen und informativen Buch America The Beautiful Cookbook – Authentic Recipes from Across America*, Erscheinungsjahr 1990. Das erste amerikanische Rezept für einen Upside Down Cake, also einen gestürzten Kuchen ähnlich wie die französische Tarte Tatin, erschien 1923, damals wurden diese Art von Kuchen in einer Pfanne (Skillet) gebacken.

Pfirsiche und Mandeln

Im Buch wird das Rezept Kalifornien als Hauptproduzent von Pfirsichen und Mandeln zugeordnet. Immerhin die Mandeln sind tatsächlich aus Kalifornien 😉

Making of Peach Upside Down Cake

Die Spalten der geschälten Pfirsiche werden möglichst dekorativ auf eine Butter-Zucker-Mandelschicht platziert, darauf kommt der cremige Teig, der mit etwas Sahne und Orangensaft zubereitet wird.

Peach Upside Down Cake vor dem Stürzen

Der Kuchen frisch aus dem Ofen: nun heißt es 10 Minuten warten, dann kann gestürzt werden. Dafür am besten die Servierplatte auf die Kuchenform legen und beides mit Schwung umdrehen.

Stck Peach Upside Down Cake mit Sahne

Am besten schmeckt der Kuchen lauwarm mit geschlagener Sahne. Auch eine Kugel Vanilleeis kann ich mir gut dazu vorstellen! Der Teig ist supersaftig und hat so gar nichts von einem trockenen Rührkuchen herkömmlicher Art.

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Upside Down Kuchen mit Pfirsichen
Kategorien: Kuchen, Früchte, Mandel, USA
Menge: 1 Kuchen 23-24 cm Durchmesser

Zutaten

4 Frische Pfirsiche; reif, aber noch fest, beste
-Qualität
60 Gramm Mandelstifte
50-60 Gramm Butter
125-150 Gramm Dunkler Muscovadozucker; Menge anpassen*
H TEIG
190 Gramm Weiche Butter
100 Gramm Zucker
2 Eier
1/2 Teel. Vanilleextrakt
185 Gramm Mehl
1 1/2 Teel. Backpulver
1/2 Teel. Salz
60 ml Sahne
60 ml Orangensaft; frisch gepresst
H ZUM SERVIEREN
Schlagsahne

Quelle

modifiziert nach
America The Beautiful Cookbook
Erfasst *RK* 16.07.2023 von
Petra Holzapfel

Zubereitung

Den Backofen auf 180°C vorheizen.

Die Pfirsiche kurz in kochendes Wasser tauchen, dann kalt abschrecken und die Haut abziehen. Die Pfirsiche in Vierteln vom Stein schneiden, Jedes Viertel in 3 Spalten schneiden.

Die Mandeln auf ein Blech geben und etwa 10 Minuten im Backofen rösten, bis sie goldbraun sind.

60 g Butter schmelzen und in eine geschlossene, am besten beschichtete Kuchenform (23-24 cm Durchmesser, keine Springform!) gießen. Schwenken, so dass auch die Seiten mit Butter überzogen sind. Den Boden und die Wände mit 100-125 dunklen Rohrzucker bestreuen. Die Hälfte der Mandeln in der Form verteilen. Die Pfirsichspalten in konzentrischen Kreisen in der Form und am Rand anordnen, so dass sich ein hübsches Muster ergibt.

Den restlichen braunen Zucker und die restlichen Mandeln darüber verteilen. Die Form kalt stellen.

Für den Teig die Butter mit dem Handrührer schaumig rühren, dann den Zucker zugeben und alles hell-cremig aufschlagen. Die Eier einzeln unterschlagen, jedes muss gut aufgenommen werden. Den Vanilleextrakt einrühren.

Mehl mit Backpulver und Salz mischen und durchsieben. Sahne und Orangensaft mischen. Das Mehl in drei Portionen im Wechsel mit den flüssigen Zutaten unterrühren, dabei jeweils nur kurz rühren.

Den Teig über die Pfirsiche löffeln und glattstreichen. die Form in den Backofen schieben und den Kuchen etwa 35-40 Minuten backen (Stäbchenprobe! P: 40 Minuten).

Die Form auf einen Rost stellen und 10 Minuten ruhen lassen, dann auf eine Servierplatte stürzen.

Den Kuchen – gerne noch lauwarm – mit Schlagsahne servieren.

Anmerkung Petra: Feiner Kuchen! Der Teig ist sehr saftig und gar nicht rührkuchenartig.

Ich habe die Original-Zuckermenge schon gekürzt. Es blieb aber beim Stürzen noch etwas Zucker in der Form – beim nächsten Mal würde ich zum Bestreuen 100 g + 25 g verwenden. Butter sollten 50 g auch locker reichen.

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Die Rezepte der Mitreisenden (die Liste wird im Laufe des Monats ergänzt):

Britta von Brittas Kochbuch mit Dutch Baby – Ofenpfannkuchen mit Beeren
Britta von Brittas Kochbuch mit Pastrami-Sandwich
Michael von SalzigSüssLecker mit Bagels mit Eggs and Bacon
Sonja von fluffig & hart mit American Cole Slaw
Sonja von fluffig & hart mit New York Cheesecake
Britta von Brittas Kochbuch mit Spaghetti alla Corleone
Ulrike von Küchenlatein mit Bollilos
Ulrike von Küchenlatein mit Sonora Hot Dogs
Gabi von USA kulinarisch mit Chicken Caesar Wraps
Britta von Brittas Kochbuch mit McMuffin
Susanne von magentratzerl mit Soja-Hühnchen
Wilma von Pane-Bistecca mit Slow Cooker Schweine Rippen
Wilma von Pane-Bistecca mit Honig und Speck Kartoffeln
Wilma von Pane-Bistecca mit Knoblauch Butter Mais Kolben
Anja von GoOnTravel.de mit Chocolate Chip Cookies: Kekse mit Schokoladenstückchen aus den USA
Jenny von Jenny is baking mit Banana Pudding aus den Südstaaten
Britta von Backmaedchen 1967 mit New York Cheesecake
Simone von zimtkringel mit Corn Ribs aus dem Airfryer
Regina von bistroglobal mit Muffuletta-Sandwich
Kathrina von Küchentraum & Purzelbaum mit American Pancakes
Petra aka Cascabel von Chili und Ciabatta mit Benne Wafers – Sesamkekse aus South Carolina
Gabi von USA kulinarisch mit Peach Streusel Pie
Anja von GoOnTravel.de mit Brownies backen: So wird der amerikanische Schokokuchen schön saftig
Regina von bistroglobal mit USA-Picknick
Britta von Brittas Kochbuch mit Donuts
Sonja von fluffig & hart mit Buffalo Chicken Wings
Petra aka Cascabel von Chili und Ciabatta mit Chicken Tetrazzini
Cornelia von SilverTravellers mit Hackbraten im Backofen – die beste Bacon Bomb
Jenny von Jenny is baking mit Aprikosen-Cobbler
Carina von Coffee2Stay mit Peanutbutter Jelly French Toast

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Rhabarberkuchen mit Nussguss

rotstieliger Rhabarber

Dieses Jahr hat zumindest eine unserer rotstieligen Rhabarberpflanzen ordentlich geliefert, ein grüner immerhin so so lala 🙂 Da auch die Walnussernte ordentlich auszufallen scheint, müssen die Vorräte vom letzten Jahr weg. Als Kombination von beidem fiel mir ein Kuchen ein, den ich mal bei der Freundin gegessen hatte: ein Rhabarberkuchen mit Walnussguss.

Rhabarberkuchen

Auf einen Rührteig, der mit etwas weißer Schokolade angereichert ist, kommt eine Schicht Rhabarber – hier roter und grüner gemischt. Nach einer Backzeit von etwa 25 Minuten verteilt man darüber den Nussguss aus Butter, Zucker, Sahne und gehackten Walnüssen und bäckt den Kuchen fertig.

Rhabarberkuchen mit Nussguss

Für mich verdrängt er zwar meine Rhabarberkuchen-Favoriten (allen voran den Rhabarberkuchen mit Baiser) nicht von den vorderen Plätzen, er schmeckt aber wirklich gut und bot immerhin eine Kombination, die der Rhabarber-Skeptiker (aber Nussfan) akzeptierte. Dazu sollte man unbedingt etwas Schlagsahne reichen.

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Rhabarberkuchen mit Nussguss
Kategorien: Kuchen, Schokolade, Nuss, Gemüse
Menge: 1 Kuchen 26 cm

Zutaten

700 Gramm Rhabarber; gerne rotstielig
H RÜHRTEIG
125 Gramm Butter
100 Gramm Zucker
2 Eier
200 Gramm Mehl
2 Teel. Backpulver
50 Gramm Sahne
50 Gramm Weiße Schokolade; gehackt
H NUSSGUSS
100 Gramm Butter
100 Gramm Zucker
4 Essl. Sahne
150 Gramm Gehackte Walnüsse

Quelle

gegessen bei einer Freundin, Quelle mir unbekannt
Erfasst *RK* 23.05.2022 von
Petra Holzapfel

Zubereitung

Den Rhabarber waschen, putzen und in 2 cm große Stücke schneiden.

Den Backofen auf 190°C vorheizen. Eine Springform (26 cm Durchmesser) mit Backpapier bespannen, den Rand buttern..

Für den Rührteig die Butter mit dem Zucker schaumig rühren. Die Eier nach und nach dazugeben. Das Mehl mit dem Backpulver mischen und mit der Sahne unterrühren. Die Schokolade unterziehen.

Den Teig in die vorbereitete Springform füllen und glattstreichen. Den Rhababer darüber verteilen und den Kuchen bei 190°C im vorgeheizten Backofen etwa 25 Minuten backen, dann den Nussguss darüber geben.

Dafür die Butter mit dem Zucker und der Sahne aufkochen. Die Nüsse unterrühren. Diese Masse jetzt auf dem Kuchen verteilen und weitere 15 Minuten fertigbacken.

Anmerkung Petra: ein Kuchen für Walnuss-Liebhaber. Bei der Freundin gab’s das halbe Rezept in einer 18 cm Form. Im Original gehört wohl noch als Dekoration 25 g weiße Kuvertüre geschmolzen auf den Nussguss gespritzt – das fand ich nicht unbedingt nötig.

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Sima und Munkki zum finnischen Maifeiertag

Reiseleiter Volkermampft lädt uns im Mai nach Finnland ein. Ich muss zugeben: viel Ahnung von finnischer Küche hatte ich bis dahin nicht. Bei meinen Recherchen stieß ich aber bald auf den finnischen Maifeiertag vappu, der bunt, laut und fröhlich am 1. Mai gefeiert wird. Dazu gibt es traditionell Picknicks mit Sima, einer Art fermentierter Zitronenlimonade, Munkki, das sind finnische Donuts und Tippaleipä, eine Art Strauben oder Spritzkuchen.

Sima und Munkki

Der 1. Mai ist kaum vorbei – was lag näher, als das auch hier leicht verspätet auf den Tisch zu bringen? Sima und Munkki haben uns prima gefallen, die stelle ich im Anschluss näher vor. Das Rezept für die Tippaleipä lasse ich unter den Tisch fallen, das hat uns nicht wirklich begeistert: der Teig war erst zu fest und ließ sich kaum spritzen, das fertige Gebäck schmeckte nach wenig.

Making of Sima Tag 1

Also erst einmal zu Sima, für das wegen der Fermentation einige Tage Vorlauf nötig sind. Für das leicht prickelnde Getränk benötigt man 2 große Zitronen, 4 l Wasser, weißen und braunen Zucker, etwas Hefe und ein paar Rosinen. Am besten verwendet man nur die dünn abgesschnittene Schale und das Fruchtfleisch der Zitronen und entfernt das bittere Weiße (es gibt auch Rezepte, die ganze Zitronenscheiben verwenden, ich habe hier aber die Vorgehensweise aus dem alten Time Life Buch Die Küche in Skandinavien* verwendet die ich auch hier gefunden habe). Schale und Fruchtfleisch gibt man zusammen mit weißem und braunem Zucker in aufgekochtes Wasser und lässt es darin abkühlen. Lauwarm wird der Sud mit wenig Hefe versetzt und darf jetzt mindestens 24 Stunden fermentieren.

Making of Sima Tag 2

Nun sollten sich an der Oberfläche viele Bläschen zeigen. Fruchtfleisch und Schale wird abgesiebt, das Getränk mit jeweils einem Teelöffel Zucker und einigen Rosinen auf Flaschen gefüllt. Diese sollten wegen der entstehenden Kohlensäure stabil und möglichst nicht aus Glas sein. Man kann die Flaschen jetzt noch 1 Tag bei Raumtemperatur stehen lassen oder gleich in den Kühlschrank geben, dann verzögert sich die Gärung etwas.

Sima fertig

Die Rosinen sind der Gäranzeiger: schwimmen sie oben, ist das Getränk genussfertig.

Sima

Zum Servieren sollte Sima auf jeden Fall gut gekühlt sein, dann ist es ein erfrischendes, leicht prickelndes und kaum alkoholisches Getränk.

Making of Munkki

Die Rezeptur für die Munkki, die finnischen Donuts, stammt aus Fika & Hygge* von Brontë Aurell, wobei ich weniger Hefe eingesetzt habe und meine normale Vorgehensweise für Hefeteig angewandt habe, d.h. mit kalter Milch und kalter Butter gearbeitet habe. Der Teig ist klasse zu verarbeiten und machte überhaupt keine Probleme. Ich habe ich Donuts erst als Bällchen geformt und dann mittig durchbohrt und zum Ring geweitet, andere Rezepte formen Stränge und legen diese zum Ring zusammen, wieder andere stechen erst Kreise aus dem ausgerollten Teig aus und aus diesen nochmal die Mitte aus.

Beim Frittieren der Krapfen bildete sich sogar teilweise der bei Berlinern erwünschte weiße Ring, obwohl ich ohne Deckel gearbeitet habe. Noch heiß wälzt man die Donuts nach Belieben in Zimtzucker oder reinem Zucker.

Munkki Krume

Das Innenleben der Munkki: wirklich schön luftig – frisch ein Hochgenuss!

Munkki

Es ist angerichtet 🙂 Hauskaa vappua!

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Sima – Finnischer Zitronenmet
Kategorien: Getränk, Brauchtum, Finnland
Menge: 4 Liter

Zutaten

4 Ltr. Wasser
2 groß. Zitronen
100 Gramm Brauner Zucker; nach Geschmack mehr*
100 Gramm Weißer Zucker; nach Geschmack mehr*
1 Gramm Hefe (erbsgroßes Stück)
H SOWIE
4 Literflaschen; möglichst aus Kunststoff mit
-Schraubverschluss
4 Teel. Zucker
12-24 Rosinen

Quelle

nach diversen Quellen, u.a.
Kari Diehl
The spruce eats
Erfasst *RK* 02.05.2023 von
Petra Holzapfel

Zubereitung

Die Zitronen mit einem Sparschäler dünn schälen. Das bittere Weiße der Zitronen abschneiden (wie zum Filetieren) und wegwerfen, das Zitronenfleisch in Scheiben schneiden.

Das Wasser zum Kochen bringen, den Zucker hineingeben. Den Topf vom Herd nehmen, Zitronenschale und Zitronenscheiben zugeben. Alles auf unter 40°C abkühlen lassen.

Nun die Hefe zugeben und 24-48 Stunden stehen lassen, bis an der Oberfläche Bläschen blubbern.

Den Topfinhalt durch ein Sieb gießen. In jede Flaschen 1 Tl Zucker und 3-6 Rosinen geben, die Zitronenlimonade darauf verteilen.

Die Flaschen dicht verschließen und 2-5 Tage kalt stellen, bis die Rosinen oben schwimmen – dann ist das prickelnde Getränk fertig (P: ich habe 2 Flaschen noch 1 Tag bei Raumtemperatur stehen lassen, dann ist das Getränk schneller fertig).

Sima ist je nach Fermentationsdauer ein kaum bis leicht alkoholisches Getränk, das traditionell in Finnland zum Maifeiertag (vappu) getrunken wird, dazu isst man finnische Donuts (Munkki) und/ oder ausgebackene „Vogelnester“ (tippaleipä).

*Teilweise wird bis zur doppelten Menge Zucker zugegeben. Man kann Sima auch mit anderen Geschmäckern (Grapefruit, Rhabarber, Löwenzahn…) aromatisieren.

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========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Munkki – finnische Donuts
Kategorien: Gebäck, Frittieren, Brauchtum, Finnland
Menge: 17 Stück, Teiggewicht etwa 850 g

Zutaten

250 Gramm Kalte Milch
30 Gramm Zucker
450 Gramm Weizenmehl Type 405
10 Gramm Frischhefe
1 Teel. Gemahlener Kardamom; am besten frisch gemahlen
-oder gemörsert
4 Gramm Salz
1 Ei (M)
1 Teel. Zitronensaft
Etwas Abgeriebene Zitronenschale
50 Gramm Kalte Butter; in Flöckchen
H SOWIE
Öl; zum Frittieren
Zimt-Zucker; zum Wenden

Quelle

modifiziert nach
Brontë Aurell
Fika & Hygge – Skandinavisch backen
Erfasst *RK* 07.05.2023 von
Petra Holzapfel

Zubereitung

Alle Zutaten außer der Butter in die Schüssel der Küchemaschine geben. 4 Minuten auf Stufe 1 kneten, dann die Butter in Flöckchen zugeben und weitere 10 Minuten auf Stufe 2 kneten, der Teig löst sich gerade eben von der Schüssel.

Den Teig in eine saubere Schüssel geben und abgedeckt etwa 1 Stunde bei Raumtemperatur aufgehen lassen.

Den Teig in 17 Stücke à 50 g teilen, diese zu Bällchen abdrehen.

Ein Bällchen nehmen, etwas flach drücken und mit dem Finger ein Loch in die Mitte bohren. Den Teigling nehmen, beide Zeigefinger gegeneinander in das Loch stecken und durch Drehen das Loch erweitern, so dass Ringe entstehen. Die Ringe auf ein leicht bemehltes Backblech legen und abgedeckt nochmal etwa 30-45 Minuten aufgehen lassen.

Währenddessen einen Topf mit Öl auf 180°C bringen. Zimtzucker (oder nur Zucker) in einen Suppenteller geben. Eine Arbeitsschale mit doppeltem Küchenpapier auslegen.

Die Donuts nun portionsweise ins Öl geben (P: bei mir passen maximal 5 Donuts in den Topf) und von beiden Seiten goldbraun ausbacken (P: dauerte bei mir etwa 4 Minuten). Die fertigen Donuts mit einem Schaumlöffel herausnehmen, kurz auf Küchenpapier abtropfen lassen und dann im Zimtzucker wälzen.

Die Donuts schmecken am besten frisch, können aber auch eingefroren und im Airfryer aufgebacken werden.

Die finnischen Donuts serviert man traditionell am 1. Mai, dem Maifeiertag (vappu) und trinkt dazu Sima, eine Art Zitronenmet.

Anmerkung Petra: Sehr angenehm zu verarbeitender Teig. Die Donuts sind schön luftig und schmecken prima!

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Die Rezepte der Mitreisenden (die Liste wird im Laufe des Monats aktualisiert:

Regina von bistroglobal mit Rahkapulla
Britta von Brittas Kochbuch mit Poronkäristys (Rentiergeschnetzeltes aus Finnland)
Britta von Brittas Kochbuch mit Talvinen salaatti (Finnischer Wintersalat)
Britta von Brittas Kochbuch mit Lohikeitto (Finnische Lachssuppe)
Kathrina von Küchentraum & Purzelbaum mit Korvapuusti – Finnische Zimtschnecken
Michael von SalzigSüssLecker mit Runebergintorttu (Finnische Runeberg-Törtchen)
Ulrike von Salon Matilda mit Britakakku, Finnland, Urlaubsvorfreude
Petra aka Cascabel von Chili und Ciabatta mit Hernekeitto ja Pannukakku – finnische Erbsensuppe und Ofenpfannkuchen
Simone von zimtkringel mit Karelische Blini
Edyta von Mein dolcevita mit Finnlands Roggenbrot – Ruisreikäleipä
Edyta von Mein dolcevita mit Runeberg- Törtchen
Friederike von Fliederbaum mit Korvapuusti – Finnische Zimtschnecken
Britta von Backmaedchen 1967 mit Pikkupullat-weiche süße Brötchen aus Finnland
Anja von GoOnTravel.de mit Traditioneller Genuss: Rahkapulla – Der klassische finnische Quarkkuchen
Tina von Küchenmomente mit Kylmäsavulohipiirakka – Finnische Lachs-Quiche
Volker von Volkermampft mit Makaronilaatikko – Finnischer Makkaroni-Auflauf

Kaffeeschnitten als Minikuchen

Schon länger liebäugle ich mit einigen Rezepten aus Allerbeste Blechkuchen – 60 Landfrauen verraten ihre liebsten Kuchenrezepte*. Blechkuchen sind allerdings nur etwas für größere Kaffeetafeln und nicht für unseren normalen 2-Personen-Haushalt geeignet. Aber man weiß sich natürlich zu helfen 🙂

2023_65_

Kurzerhand habe ich das Rezept für die Kaffeeschnitten geviertelt und in einer kleinen 18 cm-Springform gebacken.

Kaffeeschnitten Miniausgabe Kuchenstück

Der Boden ist ein mehlloser Rührteig mit gerösteten Haselnüssen, der im Original mit Schokoraspeln aufgepeppt wird – ich habe die Back mich-Mischung mit Kakaonibs und Schokostückchen verwendet, von der hier noch ein Rest stand. Gehackte Schokolade geht natürlich genauso.

Darauf kommt eine mit Eiskaffeepulver aromatisierte Sahneschicht. Eiskaffeepulver gibt es als Fertigprodukt zu kaufen, ich habe es nach einem Thermomix-Rezept selbst gemacht – in Erwartung eines heißen Sommers mit viel Gelegenheit, Eiskaffee zu trinken 😉 Es gibt Rezepte, die wesentlich mehr Zucker benutzen, das kann man nach persönlichen Vorlieben anpassen.

Was mir besonders gefiel, ist die Deko des Kuchens: da werden nicht einfach geröstete Mandelblättchen darüber gestreut, sondern diese in einem Butter-Zucker-Gemisch karamellisiert, was für besonderen Crunch sorgt. Der hält sich übrigens auch noch am zweiten Tag gut. Zur Vollendung lässt man dann noch einige Schokoladenfäden auf den Kuchen laufen.

Der Kuchen hat uns richtig gut gefallen. Der Kaffeegeschmack kommt sehr gut durch, der Kuchen ist nicht zu süß und die feinen Karamellmandeln habe ich ja schon lobend erwähnt.

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Kaffeeschnitten als Mini-Torte
Kategorien: Kuchen, Kaffee, Mini
Menge: 1 Kuchen 18 cm

Zutaten

H RÜHRTEIG
50 Gramm Weiche Butter
50 Gramm Zucker
10 Gramm Vanillezucker
2 Eigelb
15 Gramm Geröstete Haselnusskerne; gehackt
75 Gramm Geröstete Haselnusskerne; gemahlen
1/2 Teel. Weinsteinbackpulver
30 Gramm Raspelschokolade; P: „Back mich“ Kakaosplitter,
-Schoko-Tröpfchen & Vollmilchschoko
2 Eiweiß
1 Prise Salz
H BELAG
200 Gramm Schlagsahne
1 Pack. Sahnesteif
3 Teel. Eiskaffeepulver; hier selbst gemacht, s.u
H DEKORATION
25 Gramm Mandelblättchen
1 Teel. Vanillezucker
1 Teel. Butter
40 Gramm Kuvertüre; nach Belieben Zartbitter oder
-Vollmilch
H EISKAFFEEPULVER*
100 Gramm Löslichen Instant-Kaffee
200 Gramm Zucker; Menge nach Belieben anpassen
10 Gramm Kakao
1 Prise Salz
2 Teel. Vanillezucker; selbstgemacht

Quelle

modifiziert nach
Allerbeste Blechkuchen
Eiskaffeepulver nach Rezeptwelt
Erfasst *RK* 18.03.2023 von
Petra Holzapfel

Zubereitung

Den Boden einer 18 cm Springform mit Backpapier bespannen. Den Backofen auf 150°C Umluft vorheizen.

Für den Rührteig die Butter cremig rühren, dann Zucker und Vanillezucker zufügen und alles hell-schaumig aufschlagen. Nacheinander die Eigelbe unterschlagen.

Gehackte und gemahlene Nüsse, Backpulver und Schokolade mischen und unterrühren.

Die Eiweiße mit einer Prise Salz aufschlagen und vorsichtig unterziehen.

Die Masse in die vorbereitete Form geben, glattstreichen und im vorgeheizten Backofen etwa 30-35 Minuten backen (Stäbchenprobe).

Den Kuchen aus dem Backofen nehmen und auf einem Rost auskühlen lassen.

Den Boden aus der Form lösen und auf eine Kuchenplatte setzen.

Für den Belag die Sahne mit dem Vanillezucker und dem Sahnesteif aufschlagen, dabei das Eiskaffeepulver mit unterschlagen. Den Belag auf den Boden und nach Belieben den Rand streichen. Den Kuchen kalt stellen.

Die Mandelblättchen mit Vanillezucker und Butter in einen Topf geben und so lange unter Rühren erhitzen, bis der Zucker schmilzt und die Mandeln umgibt. Die karamelisierten Mandelblättchen zum Abkühlen auf ein Stück Backpapier geben, dabei mit 2 Gabeln etwas ausbreiten. Nach dem Auskühlen den Kuchen mit den Mandeln bestreuen.

Die Kuvertüre im Wasserbad oder in der Mikrowelle schmelzen und in einen kleinen Spritzbeutel oder einen Gefrierbeutel mit abgeschnittener Ecke geben. Die Schokolade in dünnem Faden auf die Torte träufeln.

Für das Eiskaffeepulver alle Zutaten in den Thermomix geben und 30 Sekunden auf Stufe 10 mixen. Das Pulver in einem gut schließenden Gefäß aufbewahren. Für 1 Glas Eiskaffee 200 g kalte Milch, 2 Eiswürfel (oder mehr) und 3 Tl Eiskaffeepulver im Thermomix mischen (30 Sekunden, Stufe 6). Für eine luxuriöse Variante gibt man 1 Kugel Vanilleeis in den fertigen Eiskaffee und toppt nach Belieben mit Sahne.

Anmerkung Petra: Im Original mit vierfachem Rezept ein Blechkuchen.

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Gebackenes Katlama – süßes knusprig-blättriges Schichtgebäck

Diese „süßen Stückle“ waren ursprünglich gar nicht von mir für die kulinarische Weltreise mit Ziel Afghanistan eingeplant.

Katlama mit Puderzucker

Beim Stöbern in Youtube nach Fladenbroten bin ich aber auf ein Video gestoßen, das die Zubereitung von Baked Katlama zeigt, einem knusprig-blättrigen Gebäck mit einer speziellen Herstellungstechnik. Um es kurz zu machen: das musste ich einfach ausprobieren. Zu verdanken habe ich es wie auch das tadschikische Naan dem Account von My Dastarkhwan, auf dem viele afghanische Gerichte vorgestellt werden. Dastarkhwan bezeichnet übrigens den Ort bzw. das „Tischtuch“, auf dem die Speisen angerichtet werden, schließt aber auch den fertig gedeckten „Tisch“ mit ein.

Making of Katlama

Hier ein paar Fotos vom Ablauf: ein Hefeteig wird nach dem Gehen in 8 Stücke geteilt, diese jeweils rund ausgerollt, mit Butter bestrichen, mit Zucker bestreut und aufeinander gestapelt. Den Stapel rollt man wieder flach aus und teilt ihn in Streifen.

Making of Katlama

Jeder Streifen wird zuerst eingedrückt, dann der Länge nach doppelt gelegt, mit Hilfe eines Stäbchens verdrillt und eingedrückt. Da ich alleine war, konnte ich leider keine Fotos davon machen – am besten schaut man sich das entsprechende Video dazu an: bei 3:20 wird das anschaulich demonstriert.

Es gibt neben der hier gezeigten Technik noch viele weitere Möglichkeiten, den Teig zu formen: so kann man z.B. längere geschichtete Teigstreifen in sich verdrillen und wie eine Schnecke aufrollen, dabei wird das äußere Ende unter das Gebäckstück gesteckt, damit es die Form behält. Oder man rollt einen Stapel geschichtete Teigblätter zu einer Rolle auf, schneidet Scheiben ab und drückt diese „Schnecken“ flach.

Katlama mit und ohne Puderzucker

Zum Backen schiebt man die blättrigen Gebilde in den Ofen und bestäubt sie vor dem Servieren mit Puderzucker.
Häufig – und das ist wohl die traditionelle Methode – werden die Gebäckstücke aber auch in heißem Öl frittiert, so wie dieses Qatlama aus 16 sehr dünnen Schichten.

Katlama Teller

Man genießt das außen knusprige und innen zarte Gebäck am besten frisch aus dem Ofen mit einer Tasse Tee.

Was sehr praktisch ist: die Teilchen lassen sich ohne Puderzucker sehr gut einfrieren und portionsweise im Airfryer wieder aufbacken. Sie schmecken dann wieder wie frisch gebacken!

Katlama bzw. Qatlama muss übrigens nicht süß sein. Nach demselben Prinzip werden auch größere Teigstücke als Fladenbrot gebacken, wobei man den Teig mit, aber auch ohne Hefe machen kann, wie z.B. bei den türkischen Katmer.

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Gebackenes Katlama – süßes knusprig-blättriges Schichtgebäck
Kategorien: Gebäck, Zentralasien, Afghanistan
Menge: 1 Rezept, Teiggewicht 965 g, hier 24 Stück

Zutaten

H TEIG
500 Gramm Weizenmehl Type 405
45 Gramm Öl
250 ml Lauwarme Milch
2 Eier (M)
10 Gramm Frischhefe (Original 1 El Trockenhefe)
55 Gramm Zucker
1 Prise Salz
1 Teel. Vanilleextrakt
H ZUM BESTREICHEN/BESTREUEN
100 Gramm Butter; weich oder geschmolzen
Zucker; zum Bestreuen
H ZUM BEPINSELN
1 Eigelb
2 Essl. Milch
H ZUM BESTREUEN
Puderzucker

Quelle

modifiziert nach
My Dastakhwan
Erfasst *RK* 09.02.2023 von
Petra Holzapfel

Zubereitung

Aus den angegebenen Zutaten einen Hefeteig kneten (P: erst mit der Maschine, 5 Minuten Stufe 1, dann 5 Minuten Stufe 2, fertiggeknetet auf etwas Mehl von Hand bis er kaum noch klebte). Den Teig in einer Schüssel zugedeckt 1 Stunde gehen lassen.

Den Teig aus der Schüssel auf eine leicht bemehlte Arbeitsfläche geben, in 8 Stücke à 120 g teilen und diese zu Bällen rund abdrehen. Die Bälle jeweils flach drücken und auf bemehlter Fläche rund ausrollen (P: etwa 18-20 cm Durchmesser, evtl. zwischendurch den Teig etwas entspannen lassen).

Jede Teigplatte mit weicher Butter bestreichen und mit Zucker bestreuen, bevor die nächste Platte darauf gelegt wird (P: etwa 1 Tl Zucker pro Platte verwendet, damit ist das fertige Gebäck nicht angenehm süß).

Wenn alle Teigplatten aufeinandergestapelt sind, diese abgedeckt 15 Minuten ruhen lassen.

Den Stapel wieder etwas flach drücken und ausrollen (P: eher länglich, am besten rechteckig, damit alle Streifen etwa gleich lang werden und damit die fertigen Teigstücke gleich groß, etwa 30×26 cm). Die Teigplatte quer in etwa 2,5 cm breite Streifen schneiden (P: Pizzaschneider) und dann die Platte längs nochmal halbieren (P: erst in 12 Streifen, diese nochmal halbiert ergab 24 Streifen).

2 Backbleche mit Backfolie belegen.

Einen Streifen nehmen, ein dünnes Hölzchen (P: Schaschlikspieß) der Länge nach mittig in den Teigstreifen drücken, dann den Streifen etwas in die Länge ziehen. Nun das Hölzchen quer in die Mitte des Streifens legen, beide Teigenden aufeinander legen, das Hölzchen liegt jetzt in der entstandenen Schlaufe.

Das Stäbchen jetzt 2 mal um die eigene Achse drehen, so das der Teigstreifen verdrillt wird. Den Streifen mit den Teigenden auf die Arbeitsfläche setzen und das Hölzchen jetzt mittig nach unten durch den „Teigknubbel“ drücken. Das Stäbchen herausziehen und das entstandene Gebilde auf das Blech legen. Dieses Vorgehen bei den anderen Streifen wiederholen. Ich habe die Teiglinge jetzt nochmals abgedeckt etwas gehen lassen.

Den Backofen auf 180°C Ober-/Unterhitze oder 160°C Umluft vorheizen (falls man beide Bleche gleichzeitig backen will).

Vor dem Backen die Katlama mit der Mischung aus Eigelb und Milch bepinseln und dann goldbraun backen (P: etwa 20-25 Minuten).

Die gebackenen Teilchen mit Puderzucker bestäuben und möglichst frisch genießen.

Anmerkung Petra: außen knuspriges, innen zartes Gebäck. Lässt sich prima ohne Puderzucker einfrieren und im Airfryer auftauen.

Für eine andere Formgebung kann man die Teigstreifen länger lassen, in sich verdrillen und diese dann wie eine Schnecke aufrollen, dabei das äußere Ende unter das Gebäckstück stecken, damit es die Form behält.

Katlama/Qatlama, eine Art Blätterteig, wird in Zentralasien, aber auch in der Türkei (katmer) hergestellt. Das Wort bedeutet soviel wie „geschichtet“. Mehrere Teigschichten werden jeweils mit Fett bestrichen aufeinandergestapelt, dafür gibt es ganz unterschiedliche Vorgehensweisen. Man stellt so Fladenbrote, aber auch Kleingebäck her. Es existieren Varianten mit und ohne Hefe.

Je nach Rezept kann das Gebäck frittiert, aber auch in der Pfanne oder wie hier im Backofen fertiggestellt werden.

Herstellungsweise My Dastarkhwan siehe Youtube-Video https://youtu. be/ZEE111FIs-0

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Die Rezepte der Mitreisenden (die Liste wird im Laufe des Monats ergänzt):

Britta von Brittas Kochbuch mit Kochbuch: Salam – Rezepte & Geschichten aus Afghanistan
Britta von Brittas Kochbuch mit Dolma – Paprika mit Linsenfüllung
Britta von Brittas Kochbuch mit Chalau – Afghanischer Gewürzreis
Kathrina von Küchentraum & Purzelbaum mit Afghanische Bolani – gefülltes Fladenbrot
Petra aka Cascabel von Chili und Ciabatta mit Bolani – afghanisches Fladenbrot mit Kartoffel-Lauch-Füllung, grünem Chutney und Joghurt
Britta von Brittas Kochbuch mit Char Masala – Afghanische Gewürzmischung
Britta von Brittas Kochbuch mit Qabuli Palau – Afghanisches Reisgericht mit Lamm
Regina von bistroglobal mit Lobia – Kidney-Bohneneintopf
Friederike von Fliederbaum mit Dopiaza – Zwiebelfleisch mit Lamm, dazu Fladenbrot
Susanne von magentratzerl mit Asch – Afghanische Hackfleisch-Nudelsuppe
Petra aka Cascabel von Chili und Ciabatta mit Borani Banjan – geschmorte Auberginen mit Joghurtsauce
Simone von zimtkringel mit Afghani Fateer Pyazi
Sus von CorumBlog 2.0 mit Narinj Palau (Reis mit Orange) und Lamm
Susan von Labsalliebe mit Mash Polo- Reis mit Mungobohnen und Hackbällchen ماش پلو
Britta von Brittas Kochbuch mit Halwa – Grießpudding aus Afghanistan
Britta von Brittas Kochbuch mit Halwa – Grießpudding aus Afghanistan
Britta von Brittas Kochbuch mit Qorme Morgh – (vegetarisches) Hähnchencurry
Britta von Brittas Kochbuch mit Sabzi ba tokhom – Spinat mit Tomaten
Britta von Brittas Kochbuch mit Naan – Afghanisches Fladenbrot
Petra aka Cascabel von Chili und Ciabatta mit Afghanische Nudelsuppe – Asch/Aush
Regina von bistroglobal mit Kabab
Volker von Volkermampft mit Afghanisches Golpi (Gulpi, Gulpea) – Blumenkohl in pikanter Tomatensauce
Volker von Volkermampft mit Afghanische Bolani – Pfannenbrote mit Kartoffel-Paprika Füllung