Marokkanischer Auberginensalat – Zaalouk

Mögt Ihr Halloumi? Früher konnte ich dem „Quietschekäse“ ja nicht sehr viel abgewinnen, aber im letzten Winter habe ich ihn mehrfach zu einer absolut köstlichen Suppe gemacht, die ich bei der Frankfurter Kochbuchrezensentin entdeckt habe. Seitdem liegt immer eine Packung im Kühlschrank 🙂

In Honig & Orangenblüte* gibt es auch ein Rezept mit Halloumi, was mich sofort ansprach: Zaalouk – eingereiht unter „Salat“, entspricht dieses Gericht doch so gar nicht dem, was wir landläufig unter Salat verstehen, sondern eher einem Art Tomaten-Auberginen-Püree. Dieses Gericht serviert Gregory-Smith gerne mit kross gebratenem Halloumi und Fladenbrot zum Auftunken.

Verblüfft habe ich festgestellt, dass ich 2016 schon ein weiteres Rezept für Zaalouk in meine Datenbank aufgenommen habe, damals gefunden auf dem veganen Blog Lands & Flavors, der leider nicht mehr aktiv zu sein scheint. Hier gefiel mir die Vorgehensweise deutlich besser: anstatt die Auberginen über einer Gasflamme (habe ich nicht) oder unter dem Grill rundum zu rösten, zu schälen und dann das Fleisch zu verwenden, schält Omar die Auberginen vorab, schneidet sie in Scheiben und legt sie mit etwas Olivenöl auf ein Blech, das er dann für 35 Minuten in den heißen Ofen schiebt.

Klappt wunderbar,  der eine oder andere Abschnitt der gerösteten Scheiben wanderte schon bei der Zubereitung in meinen Mund 😉

Die grob geschnittenen Auberginenstücke werden nun in eine aromatische Tomatensauce  gegeben (wohl dem, der gerade auf sommergereifte Tomaten aus Eigenanbau zurückgreifen kann!), dann warm oder bei Raumtemperatur als Mezze oder wie hier – nicht gerade marokkanisch, aber ausgesprochen köstlich – mit Halloumi als Haupgericht serviert.

Wegen Helmut, der eigentlich kein großer Auberginenfreund ist, habe ich noch einen weiteren warmen Salat auf den Tisch gebracht, einen Rote-Bete-Zucchini-Salat (zu sehen im obersten Bild, Rezept folgt). Aber was meint Ihr, wer hat hier das letzte Fitzelchen vom Zaalouk mit dem letzten Stückchen Halloumi aus der Schüssel gekratzt? 😉 Das Gericht überzeugt also auf ganzer Linie!

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Marokanischer Auberginensalat – Zaalouk
Kategorien: Gemüse, Mezze, Marokko, Vegan
Menge: 2 Personen

Zutaten

2 Auberginen (500 g)
Olivenöl
2 Knoblauchzehen; gehackt
3/4 Teel. Paprikapulver
3/4 Teel. Gemahlener Kreuzkümmel
1/4 Teel. Chiliflocken
400 Gramm Tomaten; Haut abgezogen und grob gehackt
4 Essl. Wasser
Salz
Pfeffer
1 Lorbeerblatt
1 Teel. Zitronensaft
1 Handvoll Koriander; gehackt

Quelle

modifiziert nach
Lands & Flavors
Erfasst *RK* 07.08.2018 von
Petra Holzapfel

Zubereitung

Ein Backblech mit Backpapier auslegen. Den Backofen auf 220°C vorheizen.

Die Auberginen schälen und in gut 1 cm dicke Scheiben schneiden. Das Backpapier mit etwas Olivenöl bepinseln, die Auberginen einlagig darauf verteilen, salzen und mit weiterem Olivenöl bepinseln. Das Blech für etwa 35 Minuten in den Backofen schieben, bis die Auberginen goldbraun sind (ich habe die Scheiben nach 20 Minuten einmal gewendet). Aus dem Ofen nehmen und leicht abkühlen lassen.

In der Zwischenzeit 1 El Olivenöl in einem Topf erhitzen und den Knoblauch etwa 30 Sekunden darin anbraten. Paprika, Kreuzkümmel und Chiliflocken zugeben, kurz umrühren, dann die gehackten Tomaten und das Wasser zugeben, salzen und pfeffern. Das Lorbeerblatt einlegen und alles etwa 10 Minuten schmurgeln lassen, bis die Tomaten weich sind und ein Teil der Flüssigkeit verdampft ist.

Die gerösteten Auberginenscheiben in grobe Stücke schneiden und in die Tomatenmasse geben, weitere 5 Minuten simmern lassen.

Den Topf vom Herd nehmen, Zitronensaft und Koriandergrün einrühren, nochmal abschmecken.

Zaalouk kann heiß, warm oder bei Raumtemperatur serviert werden. Dazu reichlich Brot servieren.

Anmerkung Petra: Der Name „Salat“ ist etwas irreführend, es handelt sich eher um ein grobes Püree. Wie auch immer, es schmeckt fantastisch aromatisch! Die oben angegebene Methode ist super zum Braten der Auberginenscheiben. Hier gab’s dazu noch gebratenen Halloumi.

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geswirlter Tahini-Sesamkuchen

Einen kleinen Kastenkuchen hatte ich auch schon für letzten Sonntag vorgebacken, den gab’s für die junge Familie zu einer Tasse Kaffee vor der Heimfahrt an den Bodensee.

Gefunden hatte ich den Sesam-Marmor-Kuchen bei der Bon Appetit und war ausgesprochen neugierig, wie sich Tahini und schwarze Sesamsaat darin machen würden.

Schon bei den ersten Bissen gab es deutliche Beifallsbekundungen in der Runde, gerne wurde nochmal zugegriffen 🙂

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Geswirlter Tahini-Sesamkuchen
Kategorien: Kuchen, Kasten, Orient
Menge: 1 Kleiner Kuchen 21 cm

Zutaten

H FÜR DIE FORM
Zerlassene Butter; zum Bestreichen
Weiße Sesamsaat; zum Bestreuen
Schwarze Sesamsaat; zum Bestreuen
Zucker; zum Bestreuen
H KUCHEN
2 Essl. Schwarze Sesamsaat; fein gemahlen (Gewürzmühle)
200 Gramm Mehl
1 3/4 Teel. Backpulver
1/2 Teel. Salz
1/2 Teel. Gemahlener Kardamom
1/4 Teel. Natron
120 ml Joghurt (P: mein sahniger)
100 Gramm Tahini
2 Eier (L)
175 Gramm Zucker
1 Teel. Vanille-Extrakt; oder ausgekratzes Mark einer
-Vanilleschote
120 ml Öl
2 Teel. Geröstetes Sesamöl

Quelle

Claire Saffitz Bon Appétit April 2018
Erfasst *RK* 30.07.2018 von
Petra Holzapfel

Zubereitung

Den Backofen auf 175°C vorheizen.

Eine kleine Kastenform (21 x 11 cm) mit Backpapier auslegen. Das Backpapier an Wänden und Boden mit zerlassener Butter bepinseln und mit einem Gemisch aus weißem und schwarzem Sesam sowie etwas Zucker ausstreuen.

2 El schwarze Sesamsaat in einer Gewürzmühle oder im Mixer fein mahlen.

Mehl, Backpulver, Salz, Kardamom und Natron in einer Schüssel mischen. In einer kleinen Schüssel Tahini mit dem Joghurt glattrühren.

In einer größeren Schüssel die Eier, Vanilleextrakt und Zucker mit den Schneebesen des Handrührers in etwa 2 Minuten bei hoher Geschwindigkeit hellcremig aufschlagen. Die Geschwindigkeit etwas reduzieren und unter Weiterschlagen langsam das Öl sowie das Sesamöl einlaufen lassen. Nun die Geschwindigkeit auf langsam schalten und die Mehlmischung in drei Portionen im Wechsel mit 2 Portionen der Tahini-Joghurtmischung einrühren (jeweils nur kurz rühren). Die Hälfte des Teiges in die Schüssel geben, die vorher die Mehlmischung enthielt. Zum restlichen Teig die gemahlene schwarze Sesamsaat geben und gleichmäßig unterrühren.

Nun im Wechsel den hellen und den dunklen Teig in die Form geben, dann ein Gemüsemesser wie bei einem Marmorkuchen spiralförmig durch den Teig ziehen. Die Teigoberfläche mit weißem und schwarzem Sesam sowie mit Zucker bestreuen.

Die Form in den Backofen schieben und 55-65 Minuten backen (Stäbchenprobe!) Ich habe den Kuchen 55 Minuten gebacken, dann mit Alufolie abgedeckt weitere 10 Minuten gebacken.

Den Kuchen aus dem Ofen nehmen und auf einem Rost etwa 10 Minuten abkühlen lassen, dann aus der Form stürzen, das Backpapier entfernen und den Kuchen komplett auskühlen lassen.

Der Kuchen kann gut 2 Tage im Voraus gebacken werden. In dem Fall mit Alufolie abdecken.

Anmerkung Petra: Tolle Variante eines Marmorkuchens – schmeckt ausgezeichnet! Ist auch nach 2 Tagen sehr schön saftig. Ich habe den Zucker gegenüber dem Original etwas reduziert (dort 200 g)

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Kalbsherz auf marokkanische Art mit Zitronen-Couscous

Schade, Kalbsherz begegnet mir nur selten: sei es beim Metzger, in Wirtshäusern (München ist da sicher Ausnahme), in Kochbüchern oder in Blogs.

Kalbsherz auf marokkanische Art - Zutaten

In der Metro habe ich eines mitgenommen und wie erwartet bin ich bei Odd Bits*
fündig geworden. Jennifer McLagan macht Kebabs, Burger, Salat, ja sogar Tartar aus Herz, ich habe mich für eine marokkanische Zubereitungart entschieden.

Herz muss entweder schnell oder ganz langsam gegart werden, meint McLagan. Bei diesem Rezept ist es die langsame Variante: bis 3 Stunden bei 140°C schmurgelt sie Rinderherz, ich hatte mein Kalbsherz 2 Stunden im Ofen. Wenn die Sauce dann reduziert und mit Aprikose, Möhre und Salzzitrone vollendet ist, legt man das in Scheiben geschnittene Fleisch nochmal zum Erwärmen in den Topf.

Kalbsherz auf marokkanische Art

Couscous gab es zwar in der letzten Zeit öfter, aber auch damit kann man ja gut herumspielen: ich habe mich an diesem Zitronen-Couscous orientiert, den ich witzigerweise exakt vor 2 Jahre im Blog hatte.

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Geschmortes Kalbsherz auf marokkanische Art
Kategorien: Kalb, Innereien, Trockenfrucht, Marokko
Menge: 2 bis 3 Personen

Zutaten

1 Kalbsherz am Stück (hier 550 g)
Salz
Pfeffer
1 Essl. Schweineschmalz
1 groß. Zwiebel; in Streifen
2 Selleriestangen; geschnitten
2 Knoblauchzehen; gehackt
Einige Korianderstängel, am besten mit Wurzel
2/3 Teel. Kreuzkümmelsamen
2/3 Teel. Ingwerpulver
1 Zimtstange
1 Frisches Lorbeerblatt
300 ml Kalbs- oder Rinderbrühe
1-2 groß. Möhnren; geschält, in 1 cm Scheiben
50 Gramm Getrocknete Aprikosen*; geviertelt
1/2 Salzzitrone
Korianderblätter; gehackt
H COUSCOUS
1 Essl. Olivenöl
2 Frühlingszwiebeln; in Röllchen
1/4 Teel. Kurkuma
150 ml Kalbs- oder Rinderbrühe
Salz
125 Gramm Couscous
1 Biozitrone: abgeriebene Schale und
1 Essl. Zitronensaft

Quelle

Herz nach Jennifer McLagan
Odd Bits
Erfasst *RK* 14.03.2013 von
Petra Holzapfel

Zubereitung

Den Backofen auf 140°C vorheizen.

Das Herz abwaschen, falls nötig putzen, trockentupfen, salzen und pfeffern. Das Schmalz in einem kleinen Bräter (idealerweise nur etwas größer als das Herz) erhitzen und das Herz von allen Seiten anbraten, dann herausnehmen. Zwiebeln und Sellerie im Bratfett anschmoren, bis die Zwiebeln braun werden.

Knoblauch, Korianderstängel, Ingwer, Kreuzkümmel, Zimt und Lorbeerblatt zugeben und kurz schmoren, bis die Mischung duftet. Nun mit 125 ml der Brühe ablöschen, dabei den Bodensatz einrühren. Das Herz einlegen und so viel Brühe angießen, dass das Herz zur Hälfte bedeckt ist. Ein feuchtes Butterbrotpapier auf das Herz legen** und den Deckel schließen. Den Topf für 2 Stunden in den Backofen stellen, bis das Fleisch ganz weich ist.

Währendessen die Möhren in Salzwasser etwa 3 Minuten kochen, dann abschrecken und abtropfen lassen. Die Salzzitrone durchschneiden, das Fruchtfleisch herausschneiden und verwerfen. Die Schale in kleine Würfel schneiden.

Das Fleisch aus dem Topf nehmen und auf ein Schneidbrett setzen. Die Backofentemperatur auf 100°C reduzieren.

Die Flüssigkeit durch ein Sieb geben, das Gemüse gut ausdrücken, dann entsorgen. Die Flüssigkeit 5 Minuten stehen lassen und so gut es geht entfetten. Die Flüssigkeit wieder in den Topf geben, die Aprikosen zugeben und alles bis zur gewünschten Konsistenz einkochen.

Das Fleisch in dicke Scheiben schneiden. Fleisch, Möhren und Salzzitrone wieder in den Topf geben und diesen nochmals zum Erwärmen für 20 Minuten in den Backofen stellen, dann die Korianderblätter zugeben.

Währenddessen den Couscous zubereiten: Das Olivenöl in einem kleinen Topf erhitzen, die Frühlingszwiebeln darin anschmoren. Kurkuma zugeben, kurz mitbraten, dann mit Brühe aufgießen und zum Kochen bringen. Den Topf vom Herd ziehen und den Couscous zugeben, nach Packungsangabe ziehen lassen. Zum Schluss mit Zitronenschale und Zitronensaft abschmecken.

Anmerkung Petra: schöne Zubereitungsart, die zwar Zeit braucht, aber wenig Arbeit macht.

*Das Original verwendet 800 g Rinderherz und schmort 2 1/2 bis 3 Stunden. Datteln habe ich durch Aprikosen ersetzt.

**habe ich zwar gemacht, muss aber bei gut schließendem Deckel nicht unbedingt sein.

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