Frühstücks-Pancake mit Sommerbeeren und Zitronenbutter

Zum gemütlichen und nicht ganz frühen Sonntagsfrühstück mag ich ab und zu gerne mal Pancakes, so wie diese schon alt-ehrwürdigen (der Blogeintag ist 17 Jahre alt!)  Heidelbeer Ricotta Hotcakes – allerdings backe ich sie mit eher seltener Frequenz, da man doch eine Weile an der heißen Pfanne steht, gerade wenn man eine größere Familie damit beglücken will.

Backofen-Pancakes

Abhilfe schafft dieser Frühstücks-Pancake mit Sommerbeeren aus dem Backofen (im Original aus Rukmini Iyers The Quick Roasting Tin*), der wirklich blitzschnell zusammengerührt ist. Denkt euch bitte noch den Puderzucker dazu, den habe ich beim schnellen Fotografieren vergessen, die Gier war schon zu groß 😉

Pancakes nah

Das Ergebnis ist unglaublich lecker: saftig-luftige Bissen mit kleinem knusprigem Rand, dazu gibt’s noch eine Zitronenbutter, die auf dem warmen Pfannkuchen wohlig zerfließt.

Als Früchte habe ich hier eine Mischung aus Heidelbeeren und Himbeeren darauf gegeben, die in üppiger Menge im Tiefkühler schlummern. Damit steht einem weiteren Frühstücksvergnügen auch für eine große Runde nichts mehr im Weg 🙂

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Backofen-Pancake mit Sommerbeeren und Zitronenbutter
Kategorien: Frühstück, Brunch, Pfannkuchen, Backofen, Früchte
Menge: 2 Personen

Zutaten

H PANCAKE
25 Gramm Butter
125 Gramm Ricotta
2 Eier
100 ml Milch
25 Gramm Zucker
75 Gramm Mehl
3/4 Teel. Backpulver
1 Prise Salz
75 Gramm Heidelbeeren; auch TK
75 Gramm Himbeeren; auch TK
Puderzucker; zum Bestäuben
H ZITRONENBUTTER
50 Gramm Weiche Butter
15 Gramm Puderzucker
1/2 Zitrone: abgeriebene Schale und 1 Tl Saft; Menge
-nach Geschmack

Quelle

Rukmini Iyer
The Quick Roasting Tin
Erfasst *RK* 31.08.2021 von
Petra Holzapfel

Zubereitung

Den Backofen auf 220°C vorheizen. Die Butter in die Auflaufform (hier etwa 14 x 24 cm) geben, die Form beim Vorheizen in den Ofen stellen, damit die Butter schmilzt.

Mehl, Salz und Backpulver vermischen.

Ricotta, Eier, Milch und Zucker in einer Schüssel mit dem Schneebesen verrühren, dann die zerlassene Butter aus der Form dazugießen (die übrige geschmolzene Butter fettet gleichzeitig die Form) und unterrühren. Die Mehlmischung unterziehen. Den Teig in die gebutterte Auflaufform geben. Die Beeren darauf verteilen.

Die Form für 30-35 Minuten in den Backofen schieben, der Pancake soll goldbraun und schön aufgegangen sein.

Währenddessen die weiche Butter mit dem Puderzucker cremig aufschlagen. Zitrone und Zitronensaft nach Geschmack unterrühren.

Den heißen Pancake mit Puderzucker bestäuben und in Stücke schneiden, mit der Zitronenbutter servieren.

Anmerkung Petra: absolut leckerer fluffiger Pfannkuchen mit knusprigem Rand, macht so gut wie keine Arbeit.

Wenn es schnell gehen soll: am besten schon am Vorabend die Butter für den Pancake in die Auflaufform wiegen und die restliche Butter zum Aufschlagen in eine kleine Schüssel geben.

Die Zitronenbutter ist eher reichlich bemessen, sie schmeckt auch auf Toast.

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Dänisches Apfel-Schichtdessert – Gammeldags æblekage

Mein nächster Beitrag für die kulinarische Weltreise mit Ziel Dänemark ist ein geschichtetes Apfel-Dessert, was etwas verwirrend in Dänemark æblekage heißt, also Apfelkuchen. Es ist mit etwas Vorarbeit schnell gemacht und schmeckt dennoch richtig klasse!

Gammeldags æblekage

Wenn wie hier noch Gläser mit selbst gemachtem Apfelkompott im Vorrat sind, geht es besonders schnell, ansonsten muss man etwas vorarbeiten. Sobald das Apfelmus gekocht und abgekühlt ist,  röstet man ein paar Semmelbrösel mit Butter und Zucker in der Pfanne goldbraun und – wenn man sich am Rezept aus The Nordic Baking Book* von Magnus Nilsson orientiert – dürfen auch noch ein paar zerdrückte Mandelmakronen mit dazu. Ich habe einfach Amarettini genommen, man kann sie aber auch weglassen. Dann noch Sahne steif schlagen und schon kann geschichtet werden: Apfelmus, Brösel, Sahne , die Schichtung kann nach Belieben mehrfach erfolgen. Ich habe es aus Versehen die Reihenfolge umgedreht, dem Geschmack tut das aber keinen Abbruch. Manche schichten auch erst nur jeweils Apfelkompott und Brösel und geben die Sahne am Schluss darüber – ich habe alle möglichen Varianten gefunden.

Für eine größere Meute richtet man das Ganze am besten in einer Schüssel an. Die Mengen richten sich ein bisschen nach Appetit und verwendetem Gefäß: ich habe die im Buch angegebene Menge für 2 Personen gemacht, als Dessert haben wir davon nur etwa die Hälfte gebraucht, mehr hätte in meine Gläser nicht mehr gepasst. Da ist also etwas Improvisation gefragt. Im Rezept gebe ich die Menge für 4 Personen an, die Nilsson vorschlägt.

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Dänisches Apfel-Schichtdessert – Gammeldags æblekage
Kategorien: Dessert, Früchte, Keks, Dänemark
Menge: 4 Personen

Zutaten

H BUTTERBRÖSEL
50 Gramm Butter; nach Belieben etwas mehr
150 Gramm Semmelbrösel
1 Prise Salz
80 Gramm Zucker
50 Gramm Mandelmakronen; zerdrückt (P: Amarettini)
H SOWIE
300 Gramm Schlagsahne; (P: ist reichlich)
20 Gramm Zucker; (P: weniger)
Apfelkompott aus 500 g Äpfeln (P: selbst gemacht
-aus dem Vorrat)

Quelle

nach Magnus Nilsson
The Nordic Baking Book
Erfasst *RK* 03.08.2021 von
Petra Holzapfel

Zubereitung

Die Butter in einer Pfanne auf mittlerer Hitze schmelzen. Semmelbrösel, Salz und Zucker zugeben und unter dauerndem Rühren goldbraun rösten. Die zerdrückten Mandelmakronen zugeben, umrühren. Die Pfanne vom Herd nehmen und die Brösel in eine hitzebeständige Schüssel umfüllen.

Die Sahne mit dem restlichen Zucker aufschlagen, sie soll nicht ganz steif sein.

In einer großen Glasschüssel oder in Portionsgläsern schichten: Nilsson schichtet Apfelkompott und Brösel in beliebig vielen Schichten und gibt darauf eine dicke Schicht Sahne. Ich habe jeweils Apfelkompott, Brösel und Sahne geschichtet und zum Abschluss einige Brösel obenauf gestreut.

Anmerkung Petra: mit Apfelkompott aus dem Vorrat ein schnelles und doch köstliches Dessert, was wenig Arbeit macht.

Ich habe für 2 Personen die Hälfte der Brösel gemacht, das würde bei meinen Dessertgläsern auch für 4 reichen. Die Sahne ist auch üppig bemessen.

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========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Selbstgemachtes Apfelkompott
Kategorien: Beilage, Früchte
Menge: 4 Portionen

Zutaten

6 Säuerliche Äpfel; z.B. Elstar
100 ml Weißwein; oder Wasser
1 Bio-Zitrone: Schale abgerieben und
Etwas Zitronensaft
2 Essl. Zucker
1 Zimtstange

Quelle

eigenes Rezept
Erfasst *RK* 03.01.2006 von
Petra Holzapfel

Zubereitung

Die Äpfel vierteln, entkernen, schälen und in Stücke schneiden.

Die Apfelstücke mit Weißwein, Zitronensaft und -schale, Zucker und der Zimtstange in einen Topf geben. Zum Kochen bringen und zugedeckt köcheln lassen, bis die Äpfel weich sind und anfangen zu zerfallen. Die Äpfel mit einer Gabel bis zur gewünschten Konsistenz zerdrücken. Erkalten lassen (Zimtstange im Mus lassen).

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Die Rezepte der Mitreisenden (wird im Laufe des Monats ergänzt):

Petra aka Cascabel von Chili und Ciabatta mit Skagenslapper – Brötchen mit Sonnenblumenkernen und Mohn
Ulrike von Küchenlatein mit Brunsviger med vaniljecreme – Brunsviger mit Vanillecreme
Ulrike von Küchenlatein mit Meyers mørke rugbrød – Meyers dunkles Roggenbrot
Petra aka Cascabel von Chili und Ciabatta mit Dänisches Sauerteig-Roggenbrot – Rugbrød
Tina von Küchenmomente mit Dänischer Traumkuchen – Drømmekage
Britta von Brittas Kochbuch mit Hot Dog-Brötchen
Britta von Brittas Kochbuch mit Sylteder Agurker Salat – eingelegter Gurkensalat
Michael von SalzigSüssLecker mit Stjerneskud-Smørrebrød
Susanne von magentratzerl mit Tebirkes
Sonja von fluffig & hart mit Dänisches Mohnbrot
Britta von Brittas Kochbuch mit Dansk Remoulade
Susi von Turbohausfrau mit Rysteribs
Ulrike von Küchenlatein mit Blomkålssalat med rugbrød – Blumenkohlsalat mit Roggenbrot
Britta von Brittas Kochbuch mit Hot Dog
Britta von Brittas Kochbuch mit Rød Grød met Fløde – Rote Grütze mit Sahne
Ulrike von Küchenlatein mit Krebinetter med flødestuvet spidskål og kartoffler – Panierte Hacksteaks mit gestovtem Spitzkohl und Kartoffeln
Sonja von fluffig & hart mit Citronfromage – Dänische Zitronencreme
Kathrina von Küchentraum & Purzelbaum mit Schokobrötchen aus Hefeteig
Barbara von Barbaras Spielwiese mit Citronmåne (Dänischer Zitronenmondkuchen)
Poupou von Poupous geheimes Laboratorium mit Stjerneskud
Simone von zimtkringel mit Leverpostej og Sky – Dänische Leberpastete
Sylvia von Brotwein mit Rugbrød – Dänisches Roggenbrot
Sylvia von Brotwein mit Franskbrød – Dänisches Weißbrot
Britta von Backmaedchen 1967 mit Citronmåne-dänischer Zitronenkuchen
Barbara von Barbaras Spielwiese mit Hindbærsnitter (Dänische Himbeerschnitten)
Ulrike von Salon Matilda mit Koldskål (Buttermilchkaltschale) mit Kammerjunkere und frischen Beeren
Volker von Volkermampft mit Boller I Karry – Dänische Hackbällchen in Sahne-Curry-Sauce
Volker von Volkermampft mit Rugbrød – Dänisches Roggenbrot mit Körnern

Limoncello-Zitronen-Tiramisu

Ein Rest Mascarpone wollte verwertet werden. Eine Suche in meiner Datenbank warf unter anderem ein Limoncello-Tiramisu aus. Ein Blick auf die Zutatenliste offenbarte: das kann mit kleinen Änderungen ohne weitere Einkäufe realisiert werden.

Limoncello-Tiramisu

Die Creme besteht bei mir einfach aus Mascarpone, etwas Crème fraîche und Joghurt, wobei ich meinen selbst gemachten sahnigen Joghurt verwendet habe. Griechischer würde auch gut gehen. Abgeschmeckt wird mit Zitronensaft, etwas Vanille und Puderzucker. Das Ganze ist schnell gemacht, Eier braucht man nicht.

Die Löffelbiskuits werden mit Limoncello (hier selbst gemacht) getränkt und dann wird wie üblich geschichtet.

Limoncello-Tiramisu

Nach einer etwa 3 stündigen Ruhezeit im Kühlschrank noch schnell das Topping aufstreuen: dafür habe ich keine Baisertuffs wie in der Vorlage verwendet, weil ich das beim Essen unpraktisch finde. Ich habe die Meringuen grob zerkrümelt und mit abgeriebener Zitronenschale vermischt.  Das sollte man erst unmittelbar vor dem Servieren machen, da sich sonst feinere Krümel auf der feuchten Creme auflösen.

Nach den ersten Bissen waren wir sehr angetan: das Dessert ist nicht zu üppig und schmeckt fruchtig-frisch.

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Limoncello-Zitronen-Tiramisu
Kategorien: Dessert, Likör, Keks, Creme, Italien
Menge: 4 Portionen

Zutaten

125 Gramm Löffelbiskuits (P: 13 Stück benötigt)
50 ml Limoncello (italienischer Zitronenlikör)
150 Gramm Mascarpone
75 Gramm Crème fraîche
100 Gramm Joghurt (P: mein sahniger)
1 Bio-Zitrone: abgeriebene Schale und 2 El Saft
1/2 Teel. Vanilleextrakt
30 Gramm Puderzucker
15-20 Gramm Baiser; grob zerkrümelt

Quelle

modifiziert nach
lecker
Erfasst *RK* 02.06.2021 von
Petra Holzapfel

Zubereitung

Den Boden der Auflaufform* flächig mit Löffelbiskuits (hier 6 Stück, gegebenenfalls zurecht schneiden) auslegen und mit der halben Menge Limoncello beträufeln.

Die Baiser grob zerkrümeln und mit der abgeriebenen Zitronenschale mischen, beiseite stellen.

Mascarpone, Crème fraîche und Joghurt in einer großen Schüssel mit dem Schneebesen verrühren. Vanillextrakt, Puderzucker und Zitronensaft nach Geschmack unterrühren.

Knapp die Hälfte der Mascarponecreme auf den Löffelbiskuits verteilen, darauf die übrigen Löffelbiskuits (hier 7 Stück) schichten und mit Limoncello beträufeln.

Die restlicher Mascarponecreme darauf verteilen und glattstreichen. Das Tiramisu für mindestens 3 Stunden abgedeckt kaltstellen.

Zum Anrichten die zerbröselten Baisers mit der abgeriebenen Zitronenschale mischen. Das Limoncello-Tiramisu mit der Baisermasse bestreuen.

Anmerkung Petra: aus Resten entstanden, schmeckt angenehm fruchtig-frisch. Die Portionen sind nicht zu groß und gut als Dessert geeignet. Beim längeren Stehen lösen sich kleine Baiserstückchen im Kontakt mit der Creme auf, daher am besten erst unmittelbar vor dem Servieren bestreuen.

*Meine Auflaufform misst am Boden 13×17 cm, oben 15×20 cm

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Syrniki – russische Quarkküchlein aus selbst gemachtem Tworog

Im März führt uns die kulinarische Weltreise von Volkermampft nach Russland. Ich war zwar noch nie in Russland, habe aber immerhin 2 Schuljahre lang die Russisch-AG besucht. Viel hängen geblieben ist leider nicht – so beherrsche ich nur noch eine Handvoll Worte, lesen kann ich kyrillisch allenfalls im Schneckentempo. Geleitet wurde die AG von einer sehr temperamentvollen Russin, die uns sogar einmal zu Tee und Kuchen einlud. Was es genau gab, kann ich leider nicht mehr sagen.

Bei den Recherchen für die virtuelle Reise wurde mir schnell klar: in Russland liebt man Süßspeisen mit Quark, genannt Tworog oder Twarog. Und dieser Quark hat nichts mit dem hier käuflichen Produkt zu tun, er ist viel trockener und körniger.

Syrniki

Als erstes russisches Gericht habe ich mir Syrniki (сырники) herausgesucht. Das sind kleine Quarkküchlein, nicht sehr süß und nur mit wenig Mehl hergestellt. Diese werden mit frischen oder marinierten Früchten, Warenje und/oder Schmand warm zum Frühstück oder auch zum Dessert oder Tee auf den Tisch gebracht.

Tworog

Da kein russischer Supermarkt in der näheren Umgebung ist, musste ich den benötigten Tworog selbst herstellen. Dafür kursieren diverse Rezepte im Netz: oft wird entweder Milch und Kefir oder aber Milch und Magerquark als Ausgangsprodukt verwendet. Für den ersten Versuch habe ich mich an diesem Rezept mit Kefir orientiert, beim Video von Kalinkas Küche, in dem Magerquark verwendet wird, kann man aber ganz gut das Teilen des Käsebruchs sehen.

Ich habe aus 1 l Milch und 330 g Kefir nach dem Abtropfen 230 g sehr trockenen Tworog erhalten.

Making of

Diesen mischt man nun mit Ei, Zucker und wenig Mehl und formt daraus kleine Küchlein, die in Butterschmalz oder Öl goldbraun ausgebacken werden.

Syrniki

Bei mir gab’s dazu etwas Schmand und gezuckerte Johannisbeeren (Rysteribs), die momentan immer im Kühlschrank stehen.

Weitere russische Rezepte im Blog:

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Syrniki – russische Quarkküchlein
Kategorien: Frühstück, Dessert, Pfannkuchen, Russland
Menge: 8 Stück

Zutaten

230 Gramm Tworog, Twarog, russischer „Quark“; hier selbst
-gemacht
20 Gramm Zucker
1 Teel. Vanillezucker
1 Ei
40 Gramm Mehl
Mehl; zum Wälzen
Butterschmalz; zum Backen

Quelle

diverse Rezepte im Netz, u.a.
Emmas Lieblingsstücke
Erfasst *RK* 05.03.2021 von
Petra Holzapfel

Zubereitung

Den Tworog zerdrücken, dann mit Zucker, Vanillezucker und Ei verrühren. Das Mehl zugeben und gut unterkneten.

Aus der Masse 8 runde flache Küchlein formen und in Mehl wälzen.

Etwas Butterschmalz in einer beschichteten Pfanne erhitzen und die Syrniki bei nicht zu hoher Temperatur langsam von beiden Seiten goldbraun braten.

Die Küchlein auf Küchenpapier abtropfen lassen und am besten noch warm servieren.

Dazu passen frische oder marinierte Früchte, Warenje, Schmand, aber auch gezuckerte karamellisierte Kondensmilch.

Anmerkung Petra: schnell gemacht, passen auch gut zum nachmittäglichen Tee. Hier serviert mit Schmand und gezuckerten Johannisbeeren (Rysteribs).

*Tworog ist ein sehr trockener, leicht körniger Quark. Ich habe ihn aus Milch mit Kefir selbst gemacht, s. Rezept.

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========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Russischer Tworog (Twarog) aus Kefir
Kategorien: Käse, Russland
Menge: 1 Ansatz

Zutaten

1 Ltr. Milch
330 Gramm Kefir

Quelle

nach
inspirationforall.de
Erfasst *RK* 27.02.2021 von
Petra Holzapfel

Zubereitung

Milch und Kefir in einem weiten Kochtopf verrühren. Zugedeckt 24 Stunden bei Raumtemperatur stehen lassen.

Die Mischung bei schwacher Hitze erwärmen, sie soll nicht kochen. Nach etwa 20 Minuten mit einem senkrecht gestellten Gummispatel die gestockte Masse vorsichtig grob zerteilen. Dabei beginnt sich Käsebruch und Molke zu trennen. Nach 40 Minuten den Topf vom Herd nehmen und abkühlen lassen.

Ein Sieb auf einen Topf setzen und mit einem Käseleinen oder Mulltuch auslegen. Den Topfinhalt ins Sieb gießen und 1 Stunde abtropfen lassen.

Im Tuch befindet sich jetzt der krümelige, ziemlich trockene Tworog, eine Art Hüttenkäse. Bei mir ergab der Ansatz 230 g Tworog. Dieser wird für verschiedene Rezepte wie etwa Syrniki, Wareniki, Tworoshniki und Blintschiki verwendet.

Die aufgefangene Molke kann getrunken oder als Schüttflüssigkeit für Hefe- oder Brotteige verwendet werden.

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Die Rezepte der Mitreisenden (wird im Lauf des Monats ergänzt):

Conny von food for the soul mit Soljanka mit Fleisch nach Russischem Rezept
Cornelia von SilverTravellers mit Soljanka – mehr als eine Restesuppe
Marion von LSLB-Magazin mit Kalte Suppe – Russische Okroschka mit Kaviar
Sylvia von Brotwein mit Boeuf Stroganoff – Rezept für russischen Klassiker
Edyta von mein-dolcevita mit Russischer Schichtsalat Schuba ohne Hering
Kathrina von Küchentraum & Purzelbaum mit Oreschki mit Dulce de leche
Susanne von magentratzerl mit Schschti
Tina von Küchenmomente mit Watruschki – Russisches Quarkgebäck
Wilma von Pane-Bistecca mit Russisches Pilz Kaviar
Cornelia von SilverTravellers mit Schaschlik im Ofen mit köstlicher Soße
Anja von GoOnTravel.de mit Pelmeni Rezept – Russische Teigtaschen zum Nachkochen
poupou von poupous geheimes laboratorium mit Mimosa Salat
Petra aka Cascabel von Chili und Ciabatta mit Hack-Schnitzel mit Pilz-Käse-Füllung
Petra aka Cascabel von Chili und Ciabatta mit Russischer Salat Vinaigrette
Wilma von Pane-Bistecca mit Russisches Auberginen und Tomaten Kaviar
Gabi von Slowcooker.de mit Pilz- und Hack-Pierogi
Sebastian von Brittas Kochbuch mit борщ/Borschtsch (Gastbeitrag v. Sebastian Reichelt)
Britta von Brittas Kochbuch mit бефстроганов/Bœuf Stroganoff
Susanne von magentratzerl mit Buchweizenrisotto mit Pilzen
Petra aka Cascabel von Chili und Ciabatta mit Kalach Moskovsky – Moskauer Kalatsch
Wilma von Pane-Bistecca mit Russische Pelmeni
Tina von Küchenmomente mit Russische Kirschtorte Monastirskaya Izba
Susanne von magentratzerl mit Borodinski-Brot
Volker von volkermampft mit Russische Piroschki mit Weißkohl und Hackfleisch oder vegetarischer Füllung
Dirk von low-n-slow mit Barsch-Soljanka
Simone von zimtkringel mit Kwas
Marion von LSLB-Magazin mit Süßes aus Russland – Oladji
Sonja von fluffig & hart mit Okroschka – kalte Suppe
Michael von SalzigSüssLecker mit Oladji
Susanne von magentratzerl mit Kartoffelküchlein mit Sauerkraut und Dill-Sauerrahm
Sonja von fluffig & hart mit Kulitsch
Susi von Turbohausfrau mit Salat Olivier

Berliner Pfannkuchen-Auflauf mit Orangen-Karamell

Anstelle von Kuchen stand hier am Wochenende ein warmer Auflauf nach Art eines Bread and Butter-Puddings auf dem Tisch.

Berliner Pfannkuchen-Auflauf mit Orangen-Karamell

Das Rezept für den Berliner Pfannkuchen-Auflauf mit Orangen-Karamell stammt von Johann Lafer aus einer essen & trinken von 1997 und machte wieder einmal klar: Süßspeisen kann er wirklich!

Making of

Verwendet werden normalerweise Faschingskrapfen vom Vortag. Ich hatte bei der letzten Krapfenherstellung extra einige Krapfen ohne Füllung eingefroren, habe das Gericht aber auch schon mit gefüllten Krapfen gemacht. Die schneidet man in Scheiben und schichtet sie abwechselnd mit gedünsteten Apfelwürfelchen in eine kleine Auflaufform. Dazu kommt ein Eier-Sahne-Gemisch (wer es etwas leichter haben möchte, kann sicher auch eine Sahne-Milch-Mischung verwenden).

Tellerbild

Serviert wird der warme Auflauf mit fruchtigem Orangenkaramell und – wenn man es ganz üppig und luxuriös möchte – mit einem Klecks eiskalter Schlagsahne.

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Berliner Pfannkuchen-Auflauf mit Orangenkaramell
Kategorien: Auflauf, Früchte, Resteverwertung, Sauce
Menge: 2 Portionen

Zutaten

H AUFLAUF
2 Berliner Pfannkuchen; Krapfen, vom Vortag
2 Säuerliche Äpfel
1 1/2 Essl. Zitronensaft
25 Gramm Neutraler Honig
1/2 Vanilleschote: ausgekratztes Mark
1 Prise Zimt
H FÜR DIE FORM
Etwas Weiche Butter
Semmelbrösel
H GUSS
3 Eier
20 Gramm Zucker
125 ml Schlagsahne
1 Prise Salz
H ORANGEN-KARMELL
30 Gramm Zucker
125 ml Orangensaft; frisch gepresst
1 Orangen: abgeriebene Schale
20 ml Orangenlikör (P: Cointreau)
H SOWIE OPTIONAL
75 Gramm Schlagsahne

Quelle

modifiziert nach
essen & trinken 1/97 (Lafer)
Erfasst *RK* 06.02.2021 von
Petra Holzapfel

Zubereitung

Für den Orangenkaramell den Zucker in einem kleinen Topf schmelzen. Den Orangensaft zugießen und kochen, bis sich der Zucker aufgelöst hat. Die Orangenschale untermischen und leicht sirupartig einkochen. Den Orangenlikör einrühren. Die Sauce durch ein Sieb gießen und abkühlen lassen.

Die Berliner in jeweils 5 Scheiben schneiden. Die Äpfel schälen, vierteln, das Kerngehäuse entfernen und in Würfel von 1 cm Kantenlänge schneiden.

Zitronensaft, Honig, Vanillemark und Zimt in einer Pfanne heiß werden lassen. Die Äpfel darin etwa 3-5 Minuten dünsten, dabei gelegentlich umwenden.

Eine kleine flache, feuerfeste Form (P: meine ist am Boden gemessen 12×16 cm groß) buttern und mit Semmelbröseln bestreuen. Die Krapfenscheiben hineinsetzen, dabei die Äpfel so mit einschichten, dass die Scheiben etwas Abstand haben und fast aufrecht stehen.

Den Backofen auf 175°C vorheizen.

Die Eier mit Zucker, einer Prise Salz und der Sahne verschlagen. Den Eierguss löffelweise zwischen den Scheiben und außen herum verteilen.

Den Auflauf im vorgeheizten Ofen auf der 2. Schiene von unten etwa 30-35 Minuten backen, bis der Guss gestockt ist. Falls die Krapfenscheiben zu braun werden, mit Alufolie abdecken.

Die Form aus dem Ofen nehmen, die Oberfläche mit etwas Puderzucker bestäuben.

Den Auflauf warm mit dem Orangenkaramell und nach Belieben etwas eiskalter Schlagsahne servieren.

Anmerkung Petra: schmeckt ganz wunderbar. Prima Resteverwertung! Ich habe einen Teil meiner gebackenen Krapfen extra dafür nicht gefüllt.

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Bougatsa me Krema – Grießcreme-Schnitten

Von einer Packung Filoteig (300 g ) hatte ich gut die Hälfte (4 Blätter, knapp 200 g) übrig. Was damit anstellen? Beim Suchen in der Rezeptdatenbank stieß ich auf Galaktoboureko, das griechische Dessert, bei dem eine Art Grießpudding zwischen Filoteig geschichtet wird und das nach dem Backen mit einem Zuckersirup getränkt wird. Klang im Prinzip nicht schlecht, allerdings süß, um nicht zu sagen zuckersüß – so süß wollte ich es nicht haben.

Bougatsa

Ginge nicht auch eine Art Galaktobouriko ohne Sirup? Googlen brachte schnellen Erfolg: ja, das gibt es und das entprechende Rezept nennt sich Bougatsa.

Bougatsa making of

Eine Hälfte der Teigblätter schichtet man überlappend in eine Auflaufform, dabei werden die Teigbahnen immer wieder mit flüssiger Butter bestrichen. Nun kommt die vorbereitete Grießcreme darauf (ich habe sie mit etwas Orangenschale und -saft aromatisiert), den Abschluss machen die restlichen Teigblätter.  Mit einem scharfen Messer schneidet man die obersten Teigbahnen in Portionsstücke, das erleichtert später das Aufteilen des sehr splittrigen Backwerks. Jetzt geht es ab in den Backofen!

Bougatsa, Anschnitt

Uns hat die Bougatsa frisch und noch leicht lauwarm wunderbar geschmeckt.Hoffentlich bleiben bald wieder Filoteig-Reste 🙂

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Bougatsa me Krema – Grießcreme-Schnitten
Kategorien: Gebäck, Frühstück, Dessert, Creme, Griechenland
Menge: 1 Backform von 17×25 cm

Zutaten

350 ml Milch
30 Gramm Zucker
1/2 Zitrone: abgeriebene Schale
1/2 Orange; abgeriebene Schale
40 Gramm Feiner Weichweizen-Grieß
2 Eier
15 Gramm Vanillezucker (selbst gemacht)
1 Teel. Vanilleextrakt
2 Essl. Orangensaft; frisch ausgepresst
200 Gramm Filo-Teig (hier 4 Blätter Henglein)
50 Gramm Butter; geschmolzen
H ZUM SERVIEREN
Puderzucker
Zimt

Quelle

modifiziert nach
kochen und backen.ch
Erfasst *RK* 19.01.2021 von
Petra Holzapfel

Zubereitung

Die Milch mit 30 g Zucker sowie der abgeriebenen Zitronen- und Orangenschale zum Kochen bringen. Unter Rühren langsam den Grieß einrieseln lassen. Weiterrühren, bis ein dicker Grießbrei entstanden ist. Den Topf vom Herd nehmen.

In einer Schüssel die Eier mit dem Vanillezucker hellschaumig aufschlagen. Nun esslöffelweise den heißen Grießbrei unterschlagen. Vanilleextrakt und Orangensaft unterrühren. Eine Klarsichtfolie direkt auf die Grießmasse legen, damit sich beim Abkühlen keine Haut bildet.

Den Backofen auf 175°C vorheizen. Die Butter schmelzen.

Die Filoteigblätter in zwei Teile (für Boden und Deckel) aufteilen (ich habe meine Blätter jeweils in 6 Stücke – einmal quer und zweimal längs – geteilt).

Die Form gut mit Butter bestreichen, alle Blätter vor dem Einlegen mit Butter bepinseln. Den Boden mit der Hälfte der gebutterten Blätter überlappend so auslegen, dass diese über den Rand der Form ragen.

Nun die Grießcreme darauf verteilen, die überlappenden Teile nach innen klappen und die Form mit den restlichen gebutterten Blättern belegen (P: ich habe dafür nicht mehr alle Stücke verwendet).

Mit einem scharfen Messer die obersten Teigstücke so einschneiden, dass 8 Portionen entstehen. Dic Schichten sollten nicht ganz durchgeschnitten werden, damit die Grießmasse nicht herausquillt.

Die Form für etwa 40 Minuten in den Backofen schieben, bis die Oberfläche schön gebräunt und knusprig ist.

Die Bougatsa mit Puderzucker und etwas Zimt bestäuben. Sie kann warm oder kalt gegessen werden.

Anmerkung Petra: ausgesprochen lecker! Die Bougatsa ist die wesentlich weniger süße Verwandte des Galaktoboureko, sie wird nicht mit Sirup übergossen. Eine tolle Resteverwertung für übrige Filoteigblätter. Lauwarm fanden wir sie am besten, Reste kann man aber auch noch am zweiten Tag essen.

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