Angel Food Cake, ein vielseitiges amerikanisches Dessert

Für die kulinarische Weltreise werden im Mai Desserts gesucht, die jeweils für ein Land typisch sind.

Angel Food Cake mit Erdbeeren

Schon als ich im Januar für meinen Chiffon Cake eine spezielle Backform gekauft habe, stand mein Plan fest: ich werde als Dessert einen amerikanischen Angel Food Cake backen. Das Rezept für diesen luftig-leichten Kuchen aus Eiweiß, Zucker und Mehl erschien 1884 zum ersten Mal in einem amerikanischen Kochbuch (Boston Cooking School Cook Book* von D. A. Lincoln). Wer sich vielleicht wundert: ein Kuchen als Dessert? Das ist in Amerika völlig normal. Das in Deutschland übliche „Kaffee und Kuchen“ ist in den USA nämlich unbekannt.

Neben der großen 26 cm-Backform durfte hier inzwischen noch eine kleine Angel Food Cake Form mit 18 cm Durchmesser einziehen, die sich besser für unseren 2 Personen-Haushalt eignet. Dafür müssen die gängigen Rezepte einfach halbiert werden. Der Angel Food Cake eignet sich hervorragend zur Verwertung von überschüssigem Eiweißen, die man im Tiefkühler sammeln kann. Vor dem Backen lässt man das Eiweiß auf Raumtemperatur kommen. Mein erster Versuch, einen Angel Food Cake zu backen, war übrigens wenig erfolgreich: der Kuchen sank beim Backen ein und hatte beim Anschnitt eine relativ grobporige, schwammige Konsistenz – lecker geht anders.

Angel Food Cake mit Sahne und Erdbeeren auf dem Teller

Also habe ich nochmals diverse Tipps gelesen und schließlich mit dem Rezept von King Arthur Baking den erwünscht fluffig-flaumigen Kuchen gebacken 🙂

Geschlagenes Eiweiß für Angel Food Cake

Wie ich inzwischen weiß, habe ich die Eiweißmasse beim ersten Versuch zu lange geschlagen. Auch wenn bei einigen Rezepten steht, man solle sie steif schlagen: das Ziel sind weiche Spitzen, wie auf dem Foto zu sehen.  Bei meinem ersten Rezept wurde übrigens die gesamte Zuckermenge ins Eiweiß geschlagen, beim zweiten nur die Hälfte des Zuckers, die andere Hälfte wird zusammen mit dem Mehl gesiebt und untergehoben. Bei nicht ganz steif geschlagenem Eiweiß bleibt die Masse beim Unterheben der mehrfach gesiebten Mehl-Zucker-Mischung deutlich stabiler.

Collage Angel Food Cake nach dem Backen

Die spezielle Form für diesen Eiweiß-Kuchen ist idealerweise aus gut wärmeleitendem Aluminium, hat einen hohen geraden Rand und einen herausnehmbaren Rohrboden. Die Form sollte unbedingt unbeschichtet sein (und wird vor dem Befüllen auch nicht gefettet!). Eine Besonderheit ist nämlich, dass die Form nach dem Backen mitsamt dem Kuchen umgedreht und auf ihre kleinen „Füßchen“ gestellt wird, dabei darf der Kuchen natürlich nicht herausrutschen. Durch das Umdrehen wird verhindert, dass der in warmem Zustand noch fragile Kuchen nach dem Backen zusammenfällt, ähnlich macht man es ja auch beim Panettone.

Die Form kann ziemlich hoch mit der Teigmasse gefüllt werden, sie vergrößert sich beim Backen nur unwesentlich. Erst nach vollständigem Auskühlen „über Kopf“ schneidet man den Kuchen aus der Form.

Angel Food Cake von oben

Der Kuchen wird in der ursprünglichen Art nicht gefüllt oder mit einer Creme bestrichen, man bestäubt ihn lediglich mit etwas Puderzucker und reicht Sahne und nach Belieben frische Früchte dazu. Inzwischen findet man aber auch oft gefüllte Kuchen. Man kann den Kuchen ganz pur auch in Würfel schneiden und für ein Angel Food Cake Trifle verwenden.

Ich habe neben frischen Erdbeeren noch eine Rhabarber-Erbeer-Sauce aus dem Backofen auf den Tisch gestellt, was sehr gut ankam. Auch wenn das Rezept nicht amerikanisch ist, habe ich es unten angehängt.

Angel Food Cake Anschnitt

Im Anschnitt sieht man die feinporige, flaumige Konsistenz. Den Kuchen schneidet man am besten ohne allzuviel Druck mit einem scharfen Sägemesser. Es existiert sogar ein spezielles Gerät, der Angel Food Cake Slicer. Aber ob der wirklich praktischer ist…?

Gegrillter Angel Food Cake mit Vanilleeis und Erdbeeren

Mindestens ebensogut wie der frische Kuchen hat uns eine Art der Resteverwertung gefallen, bei der übriggebliebene Stücke gegrillt werden. Ich habe den Kuchen dafür mit zerlassener Butter bepinselt und dann in der heißen Grillpfanne gebraten, bis deutliche Grillmarks zu sehen sind – durch das Karamellisieren bekommt der Kuchen leicht knusprige Stellen. Ich habe dazu eine Kugel Vanilleeis und frische Erdbeeren in etwas roh gerührter Erdbeersauce serviert – eine göttliche Kombination!

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Angel Food Cake
Kategorien: Kuchen, Dessert, Eiweiß, USA
Menge: 1 Angel Food Cake Form 18 cm

Zutaten

212 Gramm Eiweiß (etwa 6 Eiweiß)
1/4 Teel. Salz (1 g)
1 Teel. Vanilleextrakt
3/4 Teel. Cream of Tartar; Weinstein, ersatzweise 1 1/2 Tl
-Zitronensaft
150 Gramm Feinster Backzucker; getrennte Verwendung
60 Gramm Weizenmehl Type 405
H ZUM SERVIEREN OPTIONAL
Schlagsahne
Frische Früchte (Erdbeeren…)
Fruchtsauce
Rhabarber-Erdbeer-Kompott

Quelle

modifiziert nach
King Arthur Baking
Erfasst *RK* 10.05.2024 von
Petra Holzapfel

Zubereitung

Für das Rezept benötigt man eine Angel Food Cake Form aus Aluminium mit geradem hohem Rand, Füßchen und herausnehmbarem Boden.

Den Backofen auf 165°C vorheizen.

Das Mehl zusammen mit 75 g vom Backzucker durchsieben, gerne auch zweimal.

Das Eiweiß zusammen mit Salz, Vanilleextrakt und Cream of Tartar in die saubere und fettfreie Schüssel der Küchenmaschine geben. Auf mittlerer Stufe mit dem Schneebesen aufschlagen, bis die Masse schaumig wird, dann langsam den restlichen Zucker einrieseln lassen. Alles aufschlagen, bis der Eischnee stabile weiche Spitzen bildet und sich der Zucker gelöst hat. Keinesfalls zu lange schlagen!

Die Schüssel aus der Küchenmaschine nehmen und 1/3 des Zucker-Mehl- Gemisches über den Eischnee sieben, vorsichtig mit dem Spatel unterziehen. Den Rest in zwei weiteren Portionen unterziehen.

Die Schneemasse in die ungefettete(!) Angel Food Cake Form füllen, die Form kann bis zum Rand gefüllt werden. Die Form einige Male kräftig auf die Arbeitsfläche aufstoßen, damit etwaige Luftblasen verschwinden, die Oberfläche glatt streichen.

Die Form auf dem Rost in den Backofen schieben (ich habe sicherheitshalber noch eine Alu-Kuchenplatte untergelegt, es ist aber nichts herausgelaufen). Den Kuchen etwa 30 Minuten backen, bis die Oberfläche goldbraun ist und sich elastisch anfühlt.

Den Kuchen herausnehmen und sofort umgedreht auf die Füßchen stellen. So abkühlen lassen, das dauert knapp 2 Stunden.

Den erkalteten Kuchen mit einem Messer aus der Form schneiden: zuerst entlang des äußeren Randes schneiden, dann auch entlang des inneren Zylinders. Den Boden mit dem Kuchen aus der Form drücken, dann mit einem Messer auch den Boden abschneiden und abnehmen. Den Kuchen mit der gebräunten Seite nach oben auf eine Platte stellen. Nach Belieben leicht mit Puderzucker bestäuben.

Zum Servieren schneidet man am besten mit einem Sägemesser vorsichtig Stücke aus dem Kuchen und serviert ihn mit Sahne und frischen Früchten und/oder einer Fruchtsauce.

Anmerkung Petra: ein wunderbar fluffiger Kuchen, tolle Eiweißverwertung. Man kann prima gesammelte, eingefrorene Eiweiße verwenden, diese vor Verwendung auftauen lassen und auf Raumtemperatur bringen.

Das Rezept kann für eine große Angel Food Cake Form mit etwa 25 cm Durchmesser verdoppelt werden. Die Backzeit muss dann angepasst werden (40-45 Minuten).

Resteverwertung: Pro Person zwei Stücke vom Angel Food Cake mit zerlassener Butter bepinseln und in der heißen Grillpfanne von beiden Seiten so lange braten, bis schöne Grillmarks zu sehen sind. Dazu schmeckt sehr gut Vanilleeis mit Erdbeeren in einer Erdbeersauce. Der gegrillte Kuchen bekommt eine leicht knusprige Konsistenz, schmeckt hervorragend!

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========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Rhabarber-Erdbeer-Sauce aus dem Backofen
Kategorien: Sauce, Dessert, Früchte
Menge: 4 Personen

Zutaten

350 Gramm Rhabarberstangen; geputzt gewogen
150 Gramm Erdbeeren; auch TK
150 ml Zuckersirup
H DEKORATION
Einige Frische Erdbeeren: nach Belieben

Quelle

eigene Vorgehensweise
Erfasst *RK* 10.05.2024 von
Petra Holzapfel

Zubereitung

Die Erdbeeren (TK-Beeren gegebenenfalls in der Mikrowelle auftauen) mit dem Zuckersirup mixen.

Den Backofen auf 175°C vorheizen.

Den Rhabarber schräg in knapp 1 cm breite Stücke schneiden. Den Rhabarber in eine kleine Auflaufform geben und die Erdbeersauce darübergießen, der Rhabarber soll knapp bedeckt sein. Die Form mit Alufolie abdecken und in den Backofen schieben. Nach etwa 20 Minuten beginnen, den Garheitsgrad des Rhabarbers zu kontrollieren, er soll weich werden, aber seine Form behalten und nicht zerfallen.

Anmerkung Petra: Das saucige Kompott passt prima zu Vanilleeis, Panna Cotta oder mit etwas Sahne und frischen Erdbeeren zu Angel Food Cake.

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Die Rezepte der Mitreisenden (die Liste wird im Laufe des Monats ergänzt):

Susanne von magentratzerl mit Kokos-Laddus
Britta von Backmaedchen 1967 mit Pasteis de Nata
Simone von zimtkringel mit Strawberry Sundae
Gabi von USA kulinarisch mit Die besten Desserts der USA
Wilma von Pane-Bistecca mit Cornet mit Vanillecreme
Kathrina von Küchentraum & Purzelbaum mit Sorbetto al limone – einfaches Zitronensorbet
Ulrike von Küchenlatein mit Retro Dessert aus den USA: Banana Split
Cornelia von SilverTravellers mit Chinesischer Mango Pudding aus nur 3 Zutaten
Britta von Brittas Kochbuch mit Karamellpudding
Jenny von Jenny is baking mit Arroz con leche – Milchreis aus Lateinamerika
Inga von Jahreszeitenküche mit Rosa Rosenpudding
Barbara von Barbaras Spielwiese mit Pfirsich Melba 2.0
Wilma von Pane-Bistecca mit Öpfelwähie traditionell Schweizerisch!
Regina von bistroglobal mit Îles Flottantes
Britta von Brittas Kochbuch mit Schokopudding
Friederike von Fliederbaum mit Tiramisu mit Amalfi-Zitrone
Gabi von USA kulinarisch mit Jello-O Cups
Michael von SalzigSüssLecker mit Churros, mit drei Geschmacksvarianten

Hernekeitto ja Pannukakku – finnische grüne Erbsensuppe und Ofenpfannkuchen

Weiter geht es mit unserer kulinarischen Weltreise, die im Mai in Finnland Station macht. Beim Studium der dortigen Essensgewohnheiten stieß ich auf die etwas seltsam klingende Aussage: Donnerstags gibt es in Finnland grüne Erbsensuppe und Pfannkuchen. Tatsächlich wird diese Kombination oft in Kindergärten, Schulküchen, Mensen, aber auch beim Militär und in Restaurants serviert.

Gelesen habe ich, dass dieser Brauch angeblich auf ein Dekret des Königs zurückgeht: „Der Legende nach zielte König Gustav I. Wasa (1496–1560) darauf ab, per Gesetz die Liefermengen von Erbsen an seinen Hof zu verkleinern: Er wollte selbst nicht so viele Erbsen aufgetischt bekommen. Mit diesen Naturalien beglich das Volk einen Teil seiner Steuerlast.“
Eine etwas andere Erklärung findet sich hier: „Die Zubereitung von Erbsensuppe an Donnerstagen beruht auf den Fastengeboten der katholischen Kirche im Mittelalter. Schweres Essen am Donnerstag half Katholiken, den Fastentag am Freitag durchzustehen.“

Hernekeitto ja Pannukakku

Ein ungleiches Paar, gehört aber in Finnland zwangsläufig zusammen: grüne Erbsensuppe und Pfannkuchen

Erbsen einweichen

Die Schälerbsen werden am Abend vorher in Wasser eingeweicht.

Making of Erbsensuppe

Im Winter hat Helmut wieder Schweinshaxen gepökelt und geräuchert, die konnte ich hier prima einsetzen. Ich habe die Vorgehensweise fürs Suppe Kochen von hier übernommen, aber weniger Gewürze eingesetzt, da in Finnland eher sparsam gewürzt wird.

Grüne Erbsensuppe mit Räucherhaxe

Zum Servieren gibt man einen Löffel Senf in die Suppe – das ist eine prima Idee und wird für die Zukunft übernommen 🙂 Helmut, der sich schon längere Zeit mal wieder eine Erbsensuppe gewünscht hat, war übrigens restlos begeistert von der Suppe – die schmecke genauso, wie er es sich vorgestellt habe. Wenn das kein Lob für die finnische Küche  ist!

Pannukakku

Anschließend gehts dann zum zweiten Teil des Essens über, der sich während des Verspeisens der Erbsensuppe quasi von selbst im Backofen vollendet: der Teig für die Pannukakku wird einfach zusammengerührt und dann in eine Form mit zerlassener Butter gegossen, die vorher im Backofen erhitzt wurde.

Pannukakku

Zu den Ofenpfannkuchen serviert man Kompott oder Konfitüre. Hier gab es die ersten bayerischen Erdbeeren mit etwas roh gerührter Erdbeerkonfitüre und einen Klecks Sahne dazu. Ein köstlicher Abschluss!

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Hernekeitto ja Pannukakku – finnische Erbsensuppe und Ofenpfannkuchen
Kategorien: Suppe, Hülsenfrüchte, Fleisch, Pfannkuchen, Finnland
Menge: 4 Teller

Zutaten

300 Gramm Grüne Schälerbsen
1 Prise Natron
1 Geräucherte Schweinshaxe (P: hier selbst
-geräuchert) 500-750 g
1 Ganze Zwiebel; geschält, mit 2 Nelken und
1 Lorbeerblatt besteckt
1 Zwiebel; gehackt
1 Möhre; klein gewürfelt
5 Pimentkörner
1 Teel. Getrockneter Majoran
Salz
Pfeffer
H ZUM SERVIEREN
Brot
Scharfer Senf; zum individuellen Portionieren
H PANNUKAKKU FÜR 2-3
2 Eier
1/4 Teel. Salz
300 ml Milch
65 Gramm Mehl
25 Gramm Vanillezucker; selbst gemacht
2 Essl. Butter
H ZUM SERVIEREN
Kompott, Konfitüre oder frische Früchte nach
-Wahl und Jahreszeit (Erdbeeren, Heidelbeeren,
-Preiselbeeren)
Geschlagene Sahne oder Vanilleeis

Quelle

nach diversen Rezepten im Netz
Erfasst *RK* 10.05.2023 von
Petra Holzapfel

Zubereitung

Die Erbsen über Nacht mit einer Prise Natron in reichlich kaltem Wasser einweichen.

Am nächsten Tag abgießen, abspülen und mit frischem Wasser zum Kochen bringen. Erneut abgießen und bis zum Gebrauch beiseite stellen.

Die Räucherhaxe in einen 3 l Topf geben und mit Wasser bedeckt zum Kochen bringen. Sobald das Wasser kocht, die Haxe abgießen, mit kaltem Wasser abwaschen und erneut mit 1 1/2-2 l Wasser in den Topf geben. Die ganze Zwiebel mit Lorbeer und Nelken, sowie die Pimentkörner zugeben, alles zum Kochen bringen und 1 Stunde köcheln lassen. Nun die vorbereiteten Erbsen, die gehackte Zwiebel, Möhre und den Majoran zugeben, salzen und pfeffern und alles etwa 1 Stunde sanft weiterköcheln lassen, bis das Fleisch weich ist und sich leicht vom Knochen lösen lässt.

Die Haxe herausnehmen, leicht abkühlen lassen, dann die Haut entfernen und das Fleisch vom Knochen lösen, in kleine Stücke teilen.

Die Erbsensuppe mit einem Pürierstab pürieren, die Suppe darf ruhig noch etwas grober sein. Das Fleisch wieder zurück in den Topf geben und alles zusammen nochmal erhitzen. Abschmecken und mit etwas Brot und scharfem Senf servieren, den sich jeder nach Belieben in die Suppe rühren kann.

Für den Pannukakku alle Zutaten in einer Schüssel mit dem Schneebesen oder einem Handmixer glatt rühren, mindestens 30 Minuten quellen lassen.

Den Backofen auf 200°C erhitzen.

Die Butter in eine Auflaufform (P: 25×17 cm) geben und diese zum Aufheizen in den Backofen stellen. Sobald die Butter heiß ist, die Form schwenken, so dass die Butter gleichmäßig verteilt ist, dann den Pfannkuchenteig hineingießen, die Form wieder in den Backofen stellen und alles etwa 30 Minuten backen, bis der Teig schön aufgegangen und goldbraun ist.

Die Form herausnehmen, den Pfannkuchen mit Kompott, Konfitüre und Sahne servieren. Je nach Jahreszeit passen auch frische Früchte sehr gut dazu.

Anmerkung Petra: Hernekeitto und Pannukakku sind das typische finnische Donnerstagsessen. Pannukakku wird dabei nicht als variables Dessert angesehen, sondern gehört zum Menü dazu.

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Die Rezepte der Mitreisenden (die Liste wird im Laufe des Monats aktualisiert:

Regina von bistroglobal mit Rahkapulla
Britta von Brittas Kochbuch mit Poronkäristys (Rentiergeschnetzeltes aus Finnland)
Britta von Brittas Kochbuch mit Talvinen salaatti (Finnischer Wintersalat)
Britta von Brittas Kochbuch mit Lohikeitto (Finnische Lachssuppe)
Kathrina von Küchentraum & Purzelbaum mit Korvapuusti – Finnische Zimtschnecken
Michael von SalzigSüssLecker mit Runebergintorttu (Finnische Runeberg-Törtchen)
Ulrike von Salon Matilda mit Britakakku, Finnland, Urlaubsvorfreude
Simone von zimtkringel mit Karelische Blini
Edyta von Mein dolcevita mit Finnlands Roggenbrot – Ruisreikäleipä
Edyta von Mein dolcevita mit Runeberg- Törtchen
Friederike von Fliederbaum mit Korvapuusti – Finnische Zimtschnecken
Britta von Backmaedchen 1967 mit Pikkupullat-weiche süße Brötchen aus Finnland
Anja von GoOnTravel.de mit Traditioneller Genuss: Rahkapulla – Der klassische finnische Quarkkuchen
Tina von Küchenmomente mit Kylmäsavulohipiirakka – Finnische Lachs-Quiche
Volker von Volkermampft mit Makaronilaatikko – Finnischer Makkaroni-Auflauf

Mein Lieblings-Knuspermüsli

Vor 2 Jahren habe ich im Blog ein getreidefreies Tahini-Granola mit vielen Nüssen, Saaten und Kokosflocken vorgestellt. Damals habe ich erzählt, dass man mich mit Haferbrei oder Porridge als Kind jagen konnte. Im Broten und Keksen mochte ich sie dagegen schon immer gerne, auch habe ich festgestellt, dass sich Haferflockenkrokant hervorragend als Ersatz für Haselnusskrokant eignet.

Es ist also alles nur eine Frage der Konsistenz 🙂 Inzwischen hat sich unser Haferflockenverbrauch drastisch erhöht, und das ist diesem Knuspermüsli zu verdanken.

Lieblings-Granola

Nach einigem Herumprobieren mit zu klebrigen oder zu fettigen Rezepturen bin ich nämlich bei „meinem“ Granola-Rezept gelandet: Haferflocken, eine Nussmischung (Haselnüsse, Mandeln, Cashews und Walnusskernen) sowie  Saaten und Kerne (hier meist Sonnenblumenkernen, Kürbiskernen, schwarzem Sesam, Sesam und Leinsamen) vermische ich mit einer erwärmten Mischung von Kokosöl, Honig und Ahornsirup  – natürlich kann man auch nur Honig oder Ahornsirup verwenden. Gewürzt wird mit etwas Zimt und Salz. Das kommt alles gut ausgebreitet und möglichst dünnlagig auf ein mit einer Backfolie belegtes Blech und wird unter einmaligem Wenden im Backofen bei 180°C goldbraun geröstet.

Joghurt mit Granola

Beim Abkühlen bildet sich ein locker streubares Knuspermüsli, das seinem Namen alle Ehre macht.

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Mein Lieblings-Knuspermüsli
Kategorien: Müsli, Getreide, Frühstück, Nuss
Menge: 2 Gläser

Zutaten

300 Gramm Kernige Haferflocken
100 Gramm Nussmischung grob gehackt
100 Gramm Kerne und Samen (Sonnenblumenkerne, Kürbiskerne,
-schwarzer Sesam, Sesam, Leinsamen)
1 Teel. Zimt
1 Prise Salz
85 Gramm Kokosöl (alternativ Sonnenblumenöl)
65 Gramm Flüssiger Honig
60 Gramm Ahornsirup

Quelle

eigenes Rezept
Erfasst *RK* 03.01.2022 von
Petra Holzapfel

Zubereitung

Den Backofen auf 180°C vorheizen. Ein Backblech mit Backfolie belegen.

In einer großen Schüssel Haferflocken, Nuss- und Saatmischung, Zimt und Salz vermischen.

Kokosöl, Honig und Ahornsirup in einem Topf bei milder Hitze erwärmen. Den Topfinhalt zum Haferflocken-Mix geben und alles sehr gründlich vermengen.

Die Mischung auf das vorbereitete Backblech geben und gleichmäßig verteilen. Das Blech in den Backofen schieben, 9 Minuten rösten, dann mit einem Pfannenwender gründlich durchmischen und weitere 9 Minuten backen, bis alles gleichmäßig goldbraun ist. Granola dabei immer im Blick behalten, die Mischung wird schnell dunkel!

Fertiges Granola aus dem Ofen nehmen und auf dem Blech vollständig auskühlen lassen.

Anschließend am besten in dicht verschließbare Bügelgläser abfüllen.

Schmeckt ausgezeichnet zu Joghurt mit roh gerührter Erdbeerkonfitüre.

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Geeister Christstollen mit Cranberry-Kirschsauce

In der Vorweihnachtszeit habe ich euch meinen Butterstollen mit Cranberries, Aprikosen, Mandeln und Walnüssen vorgestellt.

Geeister Christstollen mit Cranberry-Kirschsauce

Schon beim Backen fiel mir ein Rezept ein, was ich 1999 bei einem VHS-Kochkurs in Deggendorf kennengelernt hatte: ein geeister Christstollen mit Brombeersauce. Ich habe also gedanklich schon einen Teil meines Stollens dafür reserviert und für den Besuch der Tochterfamilie über Silvester in die Tat umgesetzt. Die Brombeersauce des Originals bestand nur aus aufgetauten, mit etwas Zucker versetzten Brombeeren, was mir weniger zusagte. Da ich meinen Stollen mit Cranberries gebacken hatte, sollte auch eine Cranberrysauce dazu. Alleine fand ich die Sauce etwas herb, mit einem Anteil Sauerkirschen aus der Tiefkühltruhe gefiel sie mir aber ausgezeichnet.

Vielleicht habt Ihr ja auch noch ein Stück Stollen für dieses feine Dessert übrig?

Kaltschlagen

Sehr praktisch, wenn zur Zeit der Herstellung Schnee liegt: so kann man die im Wasserbad aufgeschlagene Masse schnell herunterkühlen 🙂

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Geeister Christstollen mit Cranberry-Kirschsauce
Kategorien: Dessert, Eis, Resteverwertung, Stollen, Weihnachten
Menge: 6 bis 8 Personen

Zutaten

H PARFAIT
250 Gramm Christstollen (P: Cranberry-Walnuss-Stollen)
10 ml Amaretto
30 ml Orangenlikör
10 ml Rum
150 Gramm Weiße Kuvertüre; gehackt
50 Gramm Zucker
1 Pack. Vanillezucker
5 Eigelb
1/2 Orange: Schale abgerieben
300 Gramm Schlagsahne; geschlagen
H CRANBERRY-KIRSCHSAUCE
60 Gramm Brauner Zucker
150 Gramm Orangensaft; evtl mit Clementinensaft gemischt;
-frisch gepresst
200 Gramm Cranberries; frisch oder TK
1 Zimtstange
1 Teel. Vanilleextrakt
150-200 Gramm TK-Sauerkirschen
Zucker; nach Bedarf
1 Spritzer Zitronensaft; zum Abschmecken

Quelle

Parfait nach
VHS-Kochkurs Helmut Moser Deggendorf
Weihnachtsmenü 1999
Sauce eigenes Rezept
Erfasst *RK* 07.01.2023 von
Petra Holzapfel

Zubereitung

Den Christstollen fein zerbröseln bzw. hacken und mit Amaretto, 2 cl Orangenlikör und Rum beträufeln, gut durchmischen und mindestens 1 Stunde ziehen lassen.

Die weiße Kuvertüre im Wasserbad schmelzen.

Die Eigelbe mit dem Zucker auf dem Wasserbad dick-schaumig auf schlagen, dann auf Eiswasser kalt schlagen.

Die zerlassene Kuvertüre, die Hälfte der geschlagenen Sahne und den restlichen Orangenlikör unter die Eimasse heben. Dann den parfümierten Christstollen, die geriebene Orangeschale und die restliche Sahne unterziehen.

Eine mit Klarsichtfolie ausgelegte Form (P: Kastenform 1,5 l Inhalt) mit der Masse füllen, glattstreichen und über Nacht in den Tiefkühler stellen.

Zum Servieren eine Scheibe geeisten Christstollen am besten mit einem angewärmten Sägemesser abschneiden, auf einen nach Belieben mit Puderzucker bestreuten Teller legen und etwas Sauce angießen. Restliche Sauce separat reichen.

Für die Sauce den Zucker in einem Topf karamellisieren und mit dem frisch gepressten Saft ablöschen. So lange köcheln lassen, bis der Karamell gelöst ist. Die Cranberries und die Zimtstange zugeben und etwa 10 Minuten köcheln lassen, bis die Cranberries geplatzt sind und die Sauce dicklich wird. Die Sauerkirschen und den Vanilleextrakt zugeben und 5 Minuten weiterköcheln. Mit Zucker und Zitronensaft abschmecken.

Anmerkung Petra: Feine Verwertung für Weihnachtsstollen! Wir haben im Kurs damals angetaute, gezuckerte Brombeeren dazu serviert, diese evt. mit etwas Cassis aromatisieren.

Die Sauce passt lauwarm gut zu winterlichem Eis (Christstollenparfait oder Vanillekipferl-Parfait), aber auch zu Panna Cotta oder Pudding.

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Stachelbeer-Becher mit gebackenen Stachelbeeren

Die Idee für dieses feine Dessert stammte von Nigel Slater, der das Rezept als unter dem Titel A fool of baked gooseberries and elderflower im Guardian veröffentlicht hat.

Stachelbeerbecher

Ich habe das Rezept allerdings etwas abgewandelt und rote anstelle von grünen Stachelbeeren verwendet, anstelle von Creme double Schlagsahne genommen und zwischen die Sahne zerbröselte Baisers geschichtet.

STachelbeeren backen

Ihren besonderen Reiz bekommt die Creme durch die Stachelbeeren, die zusammen mit Butter, Zucker und etwas Holunderblütensirup im Ofen weich geschmort werden.

Stachelbeerbecher

Je nach Reifegrad der Früchte muss man gegebenenfalls den Zuckergehalt anpassen. Wer es insgesamt süßer möchte, der pimpt die Sahne noch mit etwas Vanillezucker auf oder verwendet mehr Baisers.

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Stachelbeerbecher mit gebackenen Stachelbeeren
Kategorien: Dessert, Creme, Früchte
Menge: 2 Personen

Zutaten

200 Gramm Rote Stachelbeeren; geputzt
10 Gramm Butter
2 Teel. Holunderblütensirup
2 Essl. Zucker; Menge anpassen
125 Gramm Schlagsahne
Einige Baisertupfen (10 g); grob zerbröselt

Quelle

modifiziert nach
Nigel Slater
The Guardian
Erfasst *RK* 26.08.2021 von
Petra Holzapfel

Zubereitung

Den Backofen auf 200°C vorheizen.

Die Stachelbeeren in eine flache Schale geben. Butter und Holunderblütensirup über die Beeren geben, alles mit dem Zucker vermischen.

Etwa 25 Minuten backen, dabei nach 5 Minuten einmal durchrühren. Die Beeren sollen dann weich sein, Zucker und Butter in der Schale karamellisieren.

Die Schale aus dem Ofen nehmen und abkühlen lassen. Alles leicht mit einer Gabel zerdrücken, dann für 1 Stunde in den Kühlschrank stellen.

Die Schlagsahne nicht zu fest aufschlagen, dann die Stachelbeeren mit einem Metalllöffel vorsichtig unterziehen, nochmal kalt stellen.

Die Hälfte der Sahne auf zwei Schälchen verteilen, etwas zerbröselte Baisers darauf geben, den Rest Sahne darauf verteilen und mit den restlichen Baisers bestreuen.

Die Stachelbeerbecher mit halbierten Stachelbeeren und etwas Zitronenmelisse garniert servieren.

Anmerkung Petra: Die Stachelbeersahne ist je nach Reifegrad der Früchte ziemlich säuerlich. Ich habe die Stachelbeersahne deshalb mit etwas zerbröselten Baisers in Gläser geschichtet, das gefiel mir auch von der Konsistenz her sehr gut.

Slater verwendet Creme double. Er nimmt auf 200 g übrigens nur 1 El Zucker, das ist mir deutlich zu wenig.

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Nachgebacken: Pastéis de Nata

10 Jahre ist es schon her, dass wir in Lissabon waren! Und immer wieder einmal dachte ich mit Sehnsucht (saudade!) an die köstlichen Pastéis de Nata, die wir dort in verschiedenen Cafés völlig uneigennützig getestet haben. Tochter Kathi hatte sich damals vor Ort klugerweise gleich die passenden Förmchen gekauft und 2017 auch ein Rezept dafür veröffentlicht, gebacken hat die schönen Teile allerdings der Schwiegersohn, dem mein herzlichster Dank gilt 🙂

Pasteis de Nata

Die typischen flachen Alu-Förmchen habe ich mir dieses Jahr endlich auch gegönnt (die von mir gekauften* sind momentan nicht lieferbar, diese* sehen aber genauso aus) und jetzt das Rezept ausprobiert. Warum habe ich so nur lange gewartet? Das Ganze ist wirklich kein Hexenwerk 🙂

Making of I

Ich habe Butterblätterteig von Edeka verwendet, der pro Packung in 4 Platten daherkommt. Zutaten: Weizenmehl, 30% Butter, Wasser, jodiertes Speisesalz (Speisesalz, Kaliumjodat). Sonst nix 🙂
Für den besonders blättrigen Boden habe ich jeweils 2 1/2 Platten hintereinandergelegt und fest aufgerollt. Idealerweise benetzt man die Platten vorher mit etwas Wasser. Die entstandenen Rollen habe ich in jeweils 6 Stücke à etwa 2 cm Breite geschnitten. Die Stücke legt man jetzt mit der Schnittfläche auf die Arbeitsfläche, drückt sie mit dem Handballen etwas flach und legt dann die Förmchen damit aus, dabei soll idealerweise der Boden etwas dünner sein als die Wände und sich oben am Rand ein kleiner Wulst befinden.

Making of II

Beim Auslegen geht man am besten so vor, dass man die Teigplatte in die gebutterte Form legt, schon mal grob den Teig vorformt und dann die Förmchen nochmal für 5-10 Minuten in den Kühlschrank stellt – nun lässt sich der Teig ganz entspannt bis zum oberen Rand drücken. Jetzt können die ausgelegten Förmchen nochmal kalt gestellt werden, bevor man die vorbereitete Füllung hineingießt. Nicht zuu voll machen, sonst blubbert schnell etwas von der Füllung über den Rand.

Ich habe den Backofen mit einem Backstein auf 275°C vorgeheizt und die Förmchen zum Backen auf ein Alu-Tortenblech* gestellt. so bekommen sie auch von unten gut Hitze und der Boden wird schön knusprig. Gebacken wird am besten auf Sicht: die Füllung soll gut karamellisieren und richtig dunkelbraune Flecken bekommen, dann ist es richtig.

Übrige Pastéis kann man übrigens am nächsten Tag gut im Airfryer aufbacken (2-3 Minuten bei 170°C), sie sollen durch und durch lauwarm und wieder richtig knusprig werden.

Pasteis de Nata Belem

Hier zum Vergleich nochmal die „echten“ Pastéis de Belém. Von dort stammen übrigens auch die Kaffeetassen ganz oben auf dem Foto, die wir als Mitbringsel gekauft haben.

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Pastéis de Nata nach Kochfrosch
Kategorien: Gebäck, Creme, Portugal
Menge: 12 bis 14 Portionen

Zutaten

250 ml Vollmilch
150 Gramm Zucker
75 ml Wasser
30 Gramm Mehl Type 405
4 Eigelb
1-2 Zimtstangen
3-4 Stücke Zitronenschale (ohne das Weiße)
300 Gramm Blätterteig (wenn möglich selbstgemacht, sonst
-Butterblätterteig); P: 5 Platten
-Butterblätterteig von Edeka
H ZUM SERVIEREN
Puderzucker
Zimtpulver
H SOWIE
12 Flache Aluförmchen (Pastelformen) für Pastéis de
-Nata

Quelle

modifiziert nach Kochfrosch bzw. einem
Youtube-Video von La Dolce Rita*
Erfasst *RK* 10.07.2022 von
Petra Holzapfel

Zubereitung

Zuerst einen Zuckersirup zubereiten: Den Zucker und das Wasser in einem Topf verrühren und aufkochen, während des Aufkochens nicht mehr rühren, damit sich keine Kristalle am Löffel bilden. 3 Minuten kochen lassen, es soll sprudeln. Den Sirup vom Herd ziehen und abkühlen lassen.

Für die Creme: Das Mehl in etwas kalter Milch gut mit einem Schneebesen verrühren, es dürfen sich hier keine Klümpchen bilden. Die restliche Milch mit der Zitronenschale und der Zimtstange bis kurz unter den Siedepunkt erhitzen. Dann die Milch-Mehl-Mischung langsam nach und nach einrühren und weiter erhitzen, bis die Creme etwas eindickt. Nun wird der Zuckersirup in ganz dünnem Strahl eingerührt, immer schön mit dem Schneebesen rühren, damit es keine Klumpen gibt. Ca. 10 Minuten abkühlen lassen. Ein bisschen von dieser Creme mit den 4 Eigelben verrühren, so werden die Eigelbe schon etwas vorgewärmt und es gibt keinen Temperaturschock. Anschließend die Eigelbmischung zur restlichen Creme geben und gut unterrühren. Durch ein Sieb geben und so Zimtstange, Zitronenschale und – falls sie sich doch gebildet haben – ein paar Klümpchen entfernen.

Pastel-Förmchen buttern und kalt stellen.

Kathi: Den Blätterteig rechteckig ca. 20 x 35 cm auswellen, mit etwas Wasser benetzen und von der langen Seite her eng aufrollen.

Petra: ich habe 5 Butterblätterteigplatten (also 312,5 g) von Edeka verwendet und zum Aufrollen jeweils 2 1/2 Platten hintereinandergelegt.

Kathi: Diese Rolle in 12-14 Schnecken à 2 cm Länge schneiden.

Petra: Jeweils eine Rolle in 6 Stücke schneiden.

Die Stücke legt man jetzt mit der Schnittfläche auf die Arbeitsfläche, drückt sie mit dem Handballen etwas flach und legt dann die Förmchen damit aus, dabei soll idealerweise der Boden etwas dünner sein als die Wände und sich oben am Rand ein kleiner Wulst befinden.

Dabei geht man am besten so vor, dass man die Teigplatte in die gebutterte Form legt, schon mal grob den Teig mit den Daumen in die Form drückt und dann die Förmchen nochmal für 5-10 Minuten in den Kühlschrank stellt – nun lässt sich der Teig ganz entspannt bis zum oberen Rand drücken. Die Förmchen mit dem Blätterteig vor dem Füllen nochmal 10 Minuten kalt stellen.

Jetzt schonmal den Ofen vorheizen – so heiß wie es geht, mind. 250°C (Petra 275°C). Mindestens 30 Minuten vorheizen lassen!

Die Förmchen bis zu 3/4 Höhe mit der Creme befüllen und auf ein Backblech (P: dünnes Alu-Kuchenblech) stellen. Die Pasteis etwa 12 Minuten backen, im Idealfall ist der Blätterteig wunderbar knusprig und die Füllung cremig mit schwarzen karamellisierten Stellen auf der Oberfläche. Jeder Ofen (und oft auch die Förmchen) ist/sind unterschiedlich, am besten man guckt zu und holt die Törtchen nach Optik aus dem Kühlschrank. Etwas abkühlen lassen und mit Puderzucker und Zimtpulver bestreuen. Lauwarm genießen.

Kathi: Am besten werden die Törtchen mit selbstgemachtem Blätterteig, gekaufter Teig wird oft nicht so knusprig. Wir haben gekaufteten (und leider keinen Butter-Blätterteig) verwendet und waren mit dem Ergebnis trotzdem sehr zufrieden! Marc hat alles gemacht, Handhabung war gut, das Ergebnis waren knusprige Törtchen mit schöner Creme, nicht zu süß, Daumen hoch! Das Rezept ergab bei uns eigentlich 13 Pasteis + Creme für zwei weitere. Wir hatten keine Förmchen mehr, haben die restliche Creme in Silikon-Miniguglhupfformen gebacken und zu Erdbeeren gelöffelt.

Anmerkung Petra: ich habe das Rezept mit Edeka-Butterblätterteig in Platten gebacken, das Ergebnis war prima! Übrige Pastéis kann man übrigens am nächsten Tag gut im Airfryer aufbacken (2-3 Minuten bei 170°C), sie sollen durch und durch lauwarm und wieder richtig knusprig werden.

Auch bei mir war etwas Creme übrig, die habe ich in 2 Silikon- Muffinformen gegossen und nach den Pasteis gebacken, dabei aber die Temperatur auf 200°C reduziert.

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