Knickerbocker Glory mit Himbeeren

Für Helmuts Geburtstagsfeier am Wochenende hatten wir ein orientalisches Mezze-Buffet geplant. Auf der Suche nach einem Dessert blätterte ich durch Yotam Ottolenghis Sweet* und stieß da auf Knickerbocker Glory – nicht sehr orientalisch, aber wohl ein klassisches englisches/amerikanisches Dessert, hier mit Himbeereis hergestellt. An Himbeeren herrscht dieses Jahr kein Mangel, alle Zutaten lassen sich gut vorbereiten – das wird gemacht!

Knickerbocker Glory

Für das benötigte Himbeerpüree habe ich einen Mix aus frischen und tiefgekühlten Himbeeren genommen, diese püriert und durch die Flotte Lotte gedreht. Mit einem Teil davon stellt man Himbeer-Halbgefrorenes her, den Rest süßt man mit Puderzucker und bekommt so eine Fruchtsauce.

Zum Anrichten schichtet man Fruchtsauce, frische Früchte (hier Himbeeren und einige Johannisbeeren), Sahne und kandierte Pecannüsse im Wechsel in gekühlte Gläser, bis diese gefüllt sind und serviert mit einem langen Löffel.

Beim ersten Probieren stellte sich ein seeliges Lächeln ein: das ist Genuss pur! Ich bin ja normalerweise kein großer Nuss-Fan, aber die kandierten Pecannüsse sollte man auf keinen Fall weglassen, die sind das Tüpfelchen auf dem i 🙂 Glucosesirup hatte ich keinen, aber mit Invertzucker (selbst hergestellt nach einem Rezept von Eline) aus dem Vorrat hat das Rezept nach der Anleitung im Buch perfekt funktioniert.

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Knickerbocker Glory mit Himbeeren
Kategorien: Dessert, Früchte, Eiscreme, Nuss
Menge: 10 Personen

Zutaten

600 Gramm Himbeeren; frisch oder TK; püriert und durch die
-Flotte Lotte gegeben
H HALBGEFRORENES
250 Gramm Himbeerpüree von den Himbeeren
1 Ei (L)
2 Eigelb (L)
1 Teel. Zitronensaft
180 Gramm Zucker
1/8 Teel. Salz
200 Gramm Sahne; geschlagen
H FRUCHTSAUCE
200 Gramm Himbeerpüree von den Himbeeren
4 Essl. Puderzucker
H KANDIERTE PECANNÜSSE
1 Essl. Ahornsirup
1 Essl. Glucosesirup (P: Invertzucker selbst gemacht)
120 Gramm Pecannusskerne
1 Prise Fleur de Sel
H SAHNE
300 Gramm Sahne
Vanillezucker; Menge nach Geschmack (P: selbst
-gemacht)
H SOWIE
Frische Himbeeren, auch Johannisbeeren
Serviergläser; gerne tiefgekühlt

Quelle

modifiziert nach
Yotam Ottolenghi
Sweet
Erfasst *RK* 15.07.2018 von
Petra Holzapfel

Zubereitung

Für das Halbgeforene die Himbeeren mit dem Stabmixer pürieren und durch die Flotte Lotte drehen. Vom Püree werden 250 g für das Eis benötigt. Den Rest (waren hier etwa 200 g) für die Fruchtsauce mit dem Puderzucker verrühren, in ein Kännchen geben und kalt stellen.

Ei, Eigelbe, Zitronensaft, Zucker und Salz in einen Schlagkessel geben und mit dem Schneebesen vermischen. Den Kessel auf ein Wasserbad mit kochendem Wasser setzen, der Kesselboden darf dabei das Wasser nicht berühren. Die Mischung etwa 5 Minuten schlagen, bis der Zucker sich aufgelöst hat und die Masse heiß ist. Die Masse in die Schüssel der Küchenmaschine geben und etwa 10 Minuten oder etwas länger auf mittlerer bis hoher Geschwindigkeit aufschlagen, bis sie dick und wieder abgekühlt ist. Das Himbeerpüree
auf niedriger Geschwindigkeit unterrühren, dann die geschlagene Sahne unterheben. Ich habe die Masse jetzt in der Eismaschine gerührt und anschließend tiefgefroren, man kann sie aber laut Ottolenghi auch direkt in eine Gefrierdose füllen und tiefkühlen.

Für die kandierten Pecannüsse den Backofen auf 210°C vorheizen. Eine flache Arbeitsschale mit Backpapier auslegen.

Ahornsirup, Glucosesirup (oder Invertzucker) und Zucker in einem kleinen Topf verrühren und bei schwacher Hitze auf dem Herd erwärmen, dabei vorsichtig umrühren, bis der Zucker aufgelöst ist. Nun die Pecannüsse und das Salz zugeben, alles gut durchmischen, damit die Nüsse vollständig von dem Sirup überzogen sind, dann die Nüsse einlagig auf dem Backpapier verteilen. Das Blech für etwa 8 Minuten in den Backofen schieben, bis der Sirup um die Nüsse herum Blasen wirft. Herausnehmen und komplett abkühlen lassen.
Der Karamell sollte jetzt fest geworden sein (war er bei mir), sonst das Blech nochmal einige Minuten in den Backofen schieben.

Die abgekühlten Nüsse in Stücke von etwa 5 mm schneiden und beiseite stellen.

Die Sahne schlagen, dabei nach Geschmack Vanillezucker einrieseln lassen, bis zum Anrichten beiseite stellen.

Zum Anrichten das Halbgefrorene 10 Minuten vor dem Servieren aus dem Tiefkühler nehmen.

Die gekühlten Gläser bereit stellen. Etwas Fruchtsauce in die Gläser geben, darauf einige Früchte, eine Kugel Eis, etwas Sahne und kandierte Pecannüsse. Diesen Aufbau noch einmal wiederholen, zum Schluss auf die Sahne etwas Fruchtsauce, Früchte und Pecannüsse geben. Den Eisbecher mit einem langen Löffel servieren.

Anmerkung Petra: Genialer Nachtisch, wunderbar fruchtiges Eis. Die Pecannüsse sind das Tüpfelchen auf dem i, unbedingt dazu machen!

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Himbeer-Schmand-Lasagne mit Sevilla Orangen Curd

Bei rausgelinst war es schon zu sehen: ich habe dieses Jahr wieder Bitterorangen gekauft und neben Marmelade auch Sevilla Orangen Curd gemacht.

Himbeer-Schmand-Lasagne mit Sevilla Orangen Curd

Einen kleinen Teil davon habe ich in einer abgewandelten Himbeer-Schmand-Lasagne mit Lemon Curd untergebracht. Bei mir wurden (neben dem anderen Curd) Kochfroschs Azora Zitronen Kekse in der Bitterorangen-Variante eingeschichtet, die Himbeeren stammten aus der reichen Sommer-Ernte des letzten Jahres.

Himbeer-Schmand-Lasagne mit Sevilla Orangen Curd

Beim ersten Tellerchen für's Foto war die Schmand-Creme noch etwas weich, bei längerem Durchziehen stabilisiert sich die "Lasagne" und lässt sich in schöneren Stücke aus der Form nehmen. Ich würde das Dessert also lieber erst nach einer Nacht im Kühlschrank servieren. Geschmacklich gab es aber schon beim ersten Probieren nichts zu meckern 😉

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Himbeer-Schmand-Lasagne mit Sevilla Orangen Curd
Kategorien: Dessert, Keks, Creme
Menge: 4 bis 5 Portionen

Zutaten

200 Gramm   TK-Himbeeren
25 Gramm   Zucker; für's Himbeerpüree
35 Gramm   Zucker; für die Schmandcreme
1     Bio-Zitrone: abgeriebene Schale und 2-3 El Saft
175 Gramm   Schmand
75 Gramm   Schlagsahne
125-150 Gramm   Azora-Orangen Kekse; oder Butterkekse*
125 Gramm   Sevilla Orangen Curd

Quelle

  modifiziert nach
  lecker 10/2014
  Erfasst *RK* 07.02.2018 von
  Petra Holzapfel

Zubereitung

Die Himbeeren auftauen lassen, mit dem Zucker verrühren und durch ein Sieb streichen. Himbeerpüree zugedeckt kalt stellen.

Die Sahne steif schlagen. In einer zweiten Schüssel Schmand mit dem Schneebesen des Rührgeräts etwa 2 Minuten cremig aufschlagen. Zucker, Zitronensaft und -schale unterrühren. Etwa 10 Minuten kalt stellen, dann die Sahne unter die Schmandcreme heben.

Den Boden einer Auflaufform (13 x 18 cm; Rand 5 cm hoch) dünn mit Zitronen-Schmand-Creme bestreichen. Im Wechsel Kekse (evtl. für die Form passend in Stücke brechen), Himbeerpüree und Schmandcreme in die Form schichten. Als letzte Schicht Schmandcreme daraufstreichen und Lemon Curd in Klecksen darauf verteilen. Leicht in die Schmandcreme einrühren.

Mindestens 2 Stunden kalt stellen, besser über Nacht durchziehen lassen.

Anmerkung Petra: Fruchtig-säuerliches Dessert, fein. Die zweite Hälfte war nach einer Nacht im Kühlschrank noch besser durchgezogen und dadurch etwas fester.

*Original in größerer, leicht veränderter Menge für 6-8 Portionen mit Lemon Curd und Butterkeksen.

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Orangen-Passionsfruchtcreme mit Spekulatius

Heute trage ich ein Rezept nach, was bei uns an den Weihnachtsfeiertagen auf den Tisch kam: ein Schicht-Dessert mit marinierten Orangenfilets und einer angenehm säuerlichen Passionsfruchtcreme, dem Original hier abgeschaut. Annemarie Wildeisen verwendet Biberli, ein Schweizer Lebkuchengebäck mit Mandelfüllung, bei mir nahmen Spekulatius diese Stelle ein. Um der Nachspeise die winterliche Note zu nehmen, könnte man natürlich auch Amarettini, Cantuccini oer Löffelbiskuits verwenden.

Orangen-Passionsfruchtcreme mit Spekulatius

Bei mir kam für die Creme fertig gekauftes Passionsfruchtpüree aus dem Vorrat zum Einsatz. Orangen und Creme lassen sich sehr gut vorbereiten, zusammengesetzt ist das Ganze schnell. Ein paar darüber gestreute Spekulatiusbrösel bringen etwas Crunch mit.

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Orangen-Passionsfrucht-Creme mit Spekulatius
Kategorien: Dessert, Keks, Creme, Früchte
Menge: 6 Portionen

Zutaten

H CREME
150 Gramm   Passionsfruchtpüree; Maracujapüree, alternativ
8-12     Passionsfrüchte, je nach Grösse
1     Zitrone: Saft
1/2 Teel.   Gemahlene Vanille oder Mark einer Vanilleschote
120 Gramm   Zucker
90 Gramm   Butter
3     Eier
200 ml   Schlagsahne
H ORANGENSALAT
6     Orangen (P: auch Blutorangen)
40 Gramm   Zucker
1 Teel.   Butter
2 Essl.   Orangenlikör; Cointreau
200 ml   Frisch gepresster Orangensaft (von 3-4 Orangen)
1     Sternanis
1 Teel.   Speisestärke
2 Essl.   Orangensaft
H ZUM FERTIGSTELLEN
      Spekulatius-Kekse

Quelle

  modifiziert nach
  Annemarie Wildeisen
  Kochen 12|2016
  Erfasst *RK* 12.01.2018 von
  Petra Holzapfel

Zubereitung

Für den Orangensalat die Orangen filetieren: Dazu mit einem scharfen Messer von den Orangen oben und unten einen Deckel abschneiden, dann die Schale mitsamt weißer Haut abschneiden und die Filets aus den Trennhäuten schneiden. Das Fruchtfleisch in eine Schüssel geben, die Rückstände gut ausdrücken und den Saft auffangen. Mit frisch gepresstem Saft auf 200 ml auffüllen.

Den Zucker in einem kleinen Topf auf mittlerer Hitze zu goldbraunem Karamell schmelzen, dabei erst vorsichtig rühren, wenn der Zucker sich verflüssigt. Die Butter einrühren und Orangenlikör sowie Orangensaft beifügen. Sternanis dazugeben und alles köcheln lassen, bis sich der Karamell vollständig aufgelöst hat und die Flüssigkeit zur Hälfte eingekocht ist. Speisestärke und Saft glattrühren, hinzufügen und unter Rühren noch einmal aufkochen. Vom Herd nehmen und über die Orangen in der Schüssel gießen. Mit Klarsichtfolie zugedeckt abkühlen lassen, dabei den Sternanis nach 15 Minuten entfernen, damit er nicht zu stark vorschmeckt (kann bis hierher schon gut am Vortag vorbereitet werden).

Für die Passionsfruchtcreme bei Verwendung von frischen Passionsfrüchten: die Passionsfrüchte halbieren und mit einem Teelöffel das Fruchtfleisch mit den Kernen in einen hohen Becher schaben. Mit dem Stabmixer 5 Sekunden anpürieren, dann die Masse durch ein feines Sieb passieren und 150 ml abmessen.

Passionsfruchtpüree, Zitronensaft, Vanille, Zucker und Butter in einen kleinen Topf geben. Bei mittlerer Hitze unter Rühren erhitzen, bis sich der Zucker aufgelöst hat. Dann vom Herd nehmen und 5 Minuten abkühlen lassen.

Die Eier nacheinander mit einem Schneebesen gut unterrühren. Dann die Masse wieder auf die Herdplatte geben und bei milder bis mittlerer Hitze unter Rühren nochmals 3-4 Minuten erhitzen, bis die Creme dick wird. Sofort durch ein feines Sieb in eine Schüssel passieren. Die Oberfläche der Creme mit Klarsichtfolie bedecken, damit sich keine Haut bildet. Mindestens 1 Stunde kalt stellen.

Die Sahne steif schlagen und unter die vorbereitete Passionsfruchtcreme ziehen. Nochmals kalt stellen.

Zum Anrichten die Orangen aus dem Saft nehmen und sehr gut abtropfen lassen. Den Saft in einem tiefen Teller bereitstellen.

Etwas Passionsfruchtcreme in 6 Dessertgläser oder -schalen verteilen. Einige Spekulatiusscheiben im Saft wenden und auf die Creme geben (hier 2 pro Portion). Einige Orangenfilets sowie wieder etwas Creme darübergeben und nochmals Orangenfilets darauf legen (P: sternförmig). Zum Servieren mit Spekulatiusbröseln bestreuen.

Anmerkung Petra: schönes fruchtig-säuerliches Dessert, die Brösel geben Crunch. Gab’s hier auf 2 Tage verteilt: Creme und Orangenfilets habe ich getrennt im Kühlschrank aufbewahrt und vor dem Servieren zusammengebaut.

Im Original werden anstelle von Spekulatius „Biberli“ verwendet, ein Schweizer Lebkuchengebäck mit Mandelfüllung. Amarettini, Cantuccini oder Löffelbiskuits gehen natürlich auch.

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Apfel-Zimt-Auflauf mit Quitten

Unser Quittenbaum hat dieses Jahr wieder fleißig abgeliefert 🙂 So viele kann ich unmöglich selbst verarbeiten, ich habe schon jede Menge verschenkt. Natürlich stehen zur Verwertung neben bewährten Rezepten auch immer wieder neue auf dem Prüfstand.

Eine Anregung kam aus einem Buch, was mir liebe Freunde bei ihrem letzten Besuch aus der Schweiz mitgebracht hatten: Launische Forelle und Kirschensturm* des geschätzten Lucas Rosenblatt (hier ein Link auf weitere Rezepte im Blog), ein Apfel-Zimt-Auflauf mit Quitten. Ich muss sagen, dass mich die Beschreibung im Buch etwas irritiert hat, da ist nämlich von einem Quittensüppchen die Rede, auf dem der warme Auflauf in tiefen Tellern serviert werden soll.

Apfel-Zimt-Auflauf mit Quitten

Die Herstellungsweise des "Süppchens" ist etwas zeitaufwendig: da wird zum einen ein Püree gemacht, daneben aus Schalen und Kerngehäuse ein Fond gekocht, in dem dann weitere Quitten als Würfelchen bissfest gegart werden. Zum Schluss werden Püree und Würfelchen vereint. Obwohl ich schon mehr Flüssigkeit verwendet und den beim Garen verbleibenden Fond mit zugegeben habe, wurde daraus kein Süppchen, es blieb eben Püree mit Würfelchen 😉 Beileibe nicht schlecht, aber eben anders, als ich es mir vorgestellt hatte.

Den lockeren, schön saftigen Apfel-Auflauf kann man in Portionsförmchen oder in einer größeren Form backen, hier kam aus praktischen Gründen letzteres zum Einsatz. Schmecken tut der Auflauf warm, aber auch kalt.

Quitten

Quittenernte 2017

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Apfel-Zimt-Auflauf mit Quitten
Kategorien: Dessert, Auflauf, Herbst, Früchte, Warm
Menge: 6 Personen

Zutaten

H AUFLAUF
300 Gramm   Äpfel; am besten Boskop
100 Gramm   Zucker
1 Pack.   Vanillezucker
      Abgeriebene Zitronenschale
80 Gramm   Haselnussöl (P: geröstet)
1     Ei
2 Teel.   Rum (P: Cointreau)
200 Gramm   Dinkelmehl (P: Type 630)
1 Teel.   Zimtpulver
7 Gramm   Backpulver
50 Gramm   Walnusskerne (P: grob gehackt)
      Butter; für die Formen
H SOWIE
6 klein.   Formen oder
1     Springform 20 cm Durchmesser*
H QUITTEN
1 kg   Vollreife Quitten
1     Vanilleschote
200 ml   Wasser (P: 300)
100 Gramm   Akazienhonig
2 Essl.   Zucker
1/2     Zimtstange
8     Koriandersamen; zerdrückt

Quelle

  modifiziert nach
  Lucas Rosenblatt
  Launische Forellen und Kirschensturm
  Erfasst *RK* 17.10.2017 von
  Petra Holzapfel

Zubereitung

Für den Auflauf Äpfel schälen, halbieren und entkernen. In 1/2 cm große Würfel schneiden. Mit Zucker, Vanille und Zitronenschale mischen und 30 Minuten ziehen lassen.

Das Haselnussöl mit dem Ei und dem Rum oder Cointreau verrühren.

Mehl, Backpulver und Zimt vermischen und löffelweise unter das Öl-Ei- Gemisch heben. Die marinierten Äpfel und Walnüsse darunter ziehen. Die Masse in gebutterte Formen füllen. Im 180°C heißen Ofen 20 Minuten (große Form 40 Minuten, P: besser 45 Minuten) backen.

Für das Quittenkompott** die Quitten schälen, vierteln und entkernen. Die Fruchtschalen und das Kerngehäuse aufbewahren.

Die Hälfte der Schnitze klein schneiden. Die Vanilleschote aufschlitzen und mit den zerkleinerten Quitten, 100 ml Wasser und dem Honig zugedeckt weich schmoren. Die Vanilleschote auskratzen und entfernen, die gekochten Früchte pürieren.

Die Quittenschalen und das Kerngehäuse mit 100 ml (P: 200 ml) Wasser aufkochen. Zucker, Zimt und Koriander zufügen udn 10 Minuten köcheln lassen. Den Fond abseihen.

Die restlichen Quitten in 5 mm große Würfel schneiden und im Fond weich garen.

Das Püree mit den abgetropften Würfelchen (P: mitsamt noch vorhandenem Fond) mischen und in tiefe Teller verteilen. Den noch warmen Apfel-Zimt-Auflauf darauf anrichten.

Anmerkung Petra:Der Auflauf ist fein: schön saftig und doch luftig.

*Ich habe den Auflauf in einer 18 cm Springform gebacken – Backzeit dann evtl. noch 5 Minuten verlängern.

**Im Buch ist die Rede von einem "Quittensüppchen". Obwohl ich für den Fond schon die doppelte Menge Wasser verwendet habe, und nachher den nach dem Garen noch vorhandenen Fond mit zum Püree gegeben habe, ist ein eher festes Kompott entstanden. Die Zubereitung ist relativ zeitaufwendig. Jedes andere Quittenkompott würde mir auch dazu gefallen. Alternativ schmeckt sicher auch eine Kugel Vanilleeis oder eine Vanillesauce zum Auflauf.

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Grießpudding mit Heidelbeerkompott und Amarettini

Die Waldheidelbeerernte letztes Jahr war üppig – dementsprechend liegen noch reichlich Vorräte im Tiefkühler. So werde ich immer hellhörig, wenn ich wieder neue Rezepte sichte, so wie kürzlich über einen Newsletter bei Lecker. Ich konnte gar nicht anders, als das Dessert zuzubereiten 🙂

Grießpudding mit Heidelbeerkompott und Amarettini

Die angegebene Menge kam mir für 4 schon sehr reichlich vor, ich habe sie gleich mal auf 2/3 gekürzt. Aber auch damit ergeben sich noch 4 große Gläser – im Rahmen eines Menüs würde ich das auf 8 Portionen aufteilen.

Geschmacklich hat uns das geschichtete Dessert aber absolut überzeugt: nicht zu süßer cremiger Grießpudding (ich habe entgegen meiner sonstigen Gewohnheit diesmal tatsächlich Weichweizen verwendet) wechselt mit fruchtigem Beerenkompott ab, dazu die Mandeltöne der Amarettini, klasse! Das schiebe ich gerne in den Ordner "Gäste-geeignet"!

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Grießpudding mit Heidelbeerkompott und Amarettini
Kategorien: Dessert, Creme, Früchte, Keks
Menge: 4 bis 8 Gläser

Zutaten

H HEIDELBEERKOMPOTT
15 Gramm   Speisestärke
150 ml   Kirschnektar; aufgeteilt (2 x 75 ml)
200 Gramm   TK-Heidelbeeren; aufgeteilt (2 x 100 g)
15 Gramm   Vanillezucker
15 Gramm   Zucker
H PUDDING
500 ml   Milch
45 Gramm   Zucker; getrennte Verwendung (25 g + 15 g)
55 Gramm   Weichweizen-Grieß
1     Ei (M); getrennt
1 Prise   Salz
75 Gramm   Schlagsahne
H SOWIE
50 Gramm   Amarettini; grob zerbröselt

Quelle

  modifiziert nach
  Lecker
  Erfasst *RK* 07.02.2017 von
  Petra Holzapfel

Zubereitung

Für das Heidelbeerkompott die Stärke mit 70 ml Nektar glatt rühren. 100 g Heidelbeeren, Vanillezucker, 15 g Zucker und 70 ml Nektar in einem Topf aufkochen. Die angerührte Stärke einrühren, unter Rühren etwa 1 Minute köcheln lassen. 100 g tiefgefrorene Beeren zugeben, unterrühren und beiseite stellen.

Für den Pudding Milch und 25 g Zucker aufkochen. Den Grieß unter Rühren mit dem Schneebesen einstreuen, einmal aufkochen. Herdplatte ausschalten und den Pudding zugedeckt etwa 5 Minuten quellen lassen. Währenddessen das Eigelb mit 75 g Sahne verschlagen, in den Grießbrei einrühren.

Den Eischnee mit einer Prise Salz steif schlagen, dann langsam 15 g Zucker einrieseln lassen. Den Eischnee unter den Grießpudding heben.

Den Grießpudding noch warm abwechselnd mit dem Heidelbeerkompott in Gläser schichten, dabei immer ein paar Amarettinibrösel zwischen die Schichten geben. Die Gläser bis zum Verzehr in den Kühlschrank stellen. Vor dem Servieren mit Amarettinibröseln bestreuen.

Anmerkung Petra: Geschmacklich super, nicht zu süß, schöner Kontrast von cremigem Pudding und säuerlichem Kompott. Die Amarettini passen klasse! Bei längerem Stehen lösen sich die Amarettinibrösel, deshalb sollte man die letzten erst unmittelbar vor dem Verzehr aufstreuen.

Zur Menge: ich habe 2/3 vom Originalrezept zubereitet, das eigentlich für 4 Personen gedacht war – das fand ich aber deutlich zu viel. Auch die obige Menge für 4 Personen ist noch üppig und im Rahmen eines Menüs nicht zu schaffen. Für 4 große Gläser habe ich geschichtet: 80 g Grießpudding, 40 g Heidelbeerkompott, 80 g Grießpudding, 40 g Heidelbeerkompott, dazwischen jeweils einige Amarettinibrösel. Vor dem Servieren mit den restlichen Bröseln bestreuen.

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Orangen-Grieß-Mousse mit Cranberry-Kirsch-Kompott

Desserts kommen hier im Normalfall nicht so häufig auf den Tisch. Feiertage sind da allerdings eine Ausnahme!

Orangen-Grieß-Mousse mit Cranberry-Kompott

Eine Nachspeise habe ich jetzt aber doch schon im Voraus ausprobiert und war von diese Orangen-Grieß-Mousse sehr angetan: wunderbar fluffig-leicht, angenehm wenig süß. Das Cranberry-Kompott ist alleine recht herb mit leichten Bitternoten, passt aber gut zur Mousse. Um es etwas gefälliger zu machen, werde ich die Hälfte der Cranberries durch Sauerkirschen ersetzen. Das Rezept habe ich entsprechend angepasst.

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Orangen-Grieß-Mousse mit Cranberry-Kirsch-Kompott
Kategorien: Dessert, Creme, Früchte
Menge: 8 Personen

Zutaten

H KOMPOTT
130 Gramm   Brauner Zucker
200 ml   Sauerkirschsaft
1 Prise   Gemahlene Chilis
200 Gramm   Cranberries (frisch oder TK)
200 Gramm   Sauerkirschen; halbiert (TK)
1     Bio-Zitrone: abgeriebene Schale
H MOUSSE
4 Blätter   Gelatine
2     Bio-Orangen: Saft und abgeriebene Schale (etwas
      -zur Dekoration abnehmen)
1/2 Ltr.   Milch
100 Gramm   Hartweizengrieß
2     Eier; getrennt
3 Essl.   Orangenlikör; nach Belieben
1 Prise   Salz
100 Gramm   Zucker
250 Gramm   Sahne
H SOWIE
  Etwas   Abgeriebene Orangenschale; zum Bestreuen

Quelle

  modifiziert nach
  Living at Home 12/2010
  Erfasst *RK* 15.12.2016 von
  Petra Holzapfel

Zubereitung

Den braunen Zucker in einen kleinen Topf häufen und unter Erhitzen karamellisieren lassen. Dabei erst vorsichtig rühren, erst wenn sich am Topfboden eine geschmolzene Zuckerschicht gebildet hat.

Den Kirschsaft vorsichtig zugießen (spritzt etwas!). So lange köcheln, bis sich der Zucker gelöst hat, dann die Cranberries, Kirschen, Zitronenschale und eine Prise gemahlene Chilis zugeben. Weiterköcheln bis zur gewünschten Konsistenz. Nochmal abschmecken (Zucker?) und auskühlen lassen.

Die Gelatine in kaltem Wasser einweichen. Den Orangensaft in einem kleinen Topf auf etwa 4 El einkochen lassen, zur Seite stellen.

Die Milch aufkochen, den Grieß unter Rühren einrieseln und 4-5 Minuten auf dem Herd quellen lassen. Den Topf vom Herd nehmen.

Die Gelatine ausdrücken und in die heiße Grießmasse einrühren, anschließend Likör, Eigelb, Orangenschale und eingekochtem Orangensaft unterrühren. Die Masse in eine Schüssel füllen, mit Klarsichtfolie abdecken (oder mehrfach umrühren) und bei Zimmertemperatur etwas auskühlen, aber nicht fest werden lassen.

Das Eiweiß und 1 Prise Salz steif schlagen, dann nach und nach den Zucker einrieseln lassen. Weiterschlagen, bis eine glänzende Masse entsteht. Die Sahne steif schlagen. Die Hälfte der Sahne mit einem Schneebesen unter den Grieß rühren, die übrige Sahne und den Eischnee unterheben.

Die Mousse in eine saubere Schüssel oder in Portionsgläser füllen und mindestens 3 Stunden oder über Nacht kalt stellen. Mit dem Cranberry-Kirsch- Kompott servieren.

Anmerkung Petra: Grießmousse sehr fluffig locker, nicht sehr süß, lecker! Im Original wird das Kompott nur mit Cranberries gemacht, das ist alleine etwas herb, passt dazu aber in der Kombination gut. Ich verwende gerne Cranberries und Sauerkirschen.

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