Birnen-Lebkuchen-Strudel

Die kulinarische Weltreise von Volker mampft geht auch 2019 weiter 🙂 Erste Station ist das Nachbarland Österreich. Ich habe mir an einem ruhigen Abend einen Stapel Kochbücher zum Thema aus dem Regal genommen, beim Durchblättern sind gleich mehrere Gerichte auf der „Nachkochen“-Liste gelandet.

Wettertechnisch herrscht hier gerade Chaos: der viele nasse Schnee der letzten Tage hat jede Menge Bäume umstürzen lassen, Straßen sind gesperrt, vor Waldspaziergängen wird wegen der Schneebruchgefahr dringend gewarnt. Also ist außer den sich wiederholenden Schneeschaufelaktionen eher drinnen bleiben angesagt. Das gibt Zeit für längere Küchenaktionen, und die habe ich am Samstag dazu genutzt,  einen Birnen-Lebkuchen-Strudel zu backen.

Das Rezept habe ich in Ingrid Pernkopfs Strudelküche* gefunden. Ingrid Pernkopf war eine bekannte österreichische Köchin, Wirtin und Autorin verschiedener Kochbücher. Das Strudel-Buch ist vergriffen – vor 7 Jahren habe ich es für knapp 15 Euro gebraucht erstanden, momentan wird es für um die 100 Euro angeboten!

Birnen-Lebkuchen-Strudel

Hat uns hervorragend geschmeckt: der Birnen-Lebkuchen-Strudel mit Vanillesauce.

Birnen-Lebkuchen-Strudel Collage

Die Füllung besteht neben aromatisierten Birnen aus einer Schaummasse mit Walnüssen, Esskastanien, Lebkuchenbröseln (bei mir waren das die letzten Weihnachtsplätzchenreste) und Schokolade.

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Birnen-Lebkuchen-Strudel
Kategorien: Strudel, Teig, Früchte, Resteverwertung, Österreich
Menge: 1 Strudel

Zutaten

H STRUDELTEIG*
150 Gramm Weizenmehl Type 405
15 Gramm Sonnenblumenöl
80 ml Lauwarmes Wasser
1/2 Teel. Essig
1 Prise Salz
Öl zum Bestreichen beim Rasten
Zerlassene Butter; zum Bestreichen
H EINLAGE
20 Gramm Zucker
80 ml Birnensaft aus der Dose; mehr zum Anrühren der
-Stärke
1/2 Teel. Speisestärke
1 Prise Ingwer
1 Prise Kardamom
10 ml Birnenschnaps (P: Williams Christ)
350 Gramm Halbierte Birnen aus der Dose (P: Williams
-Christ, 230 g Abtropfgewicht, waren 6 Hälften)
H FÜLLUNG
70 Gramm Weiche Butter
30 Gramm Brauner Zucker
10 Gramm Vanillezucker
3 Eigelb
70 Gramm Gehackte Esskastanien; Maronen (P:
-Vakuumverpackt)
40 Gramm Geriebene Schokolade
1-2 Teel. Lebkuchengewürz
40 Gramm Gemahlene Walnüsse
40 Gramm Grob gehackte Walnüsse
50 Gramm Lebkuchen-, Biskuit-, Keks- oder
-Löffelbiskuitbrösel (P: Reste der
-Weihnachtsplätzchen)
3 Eiweiß
1 Prise Salz
60 Gramm Feinster Backzucker

Quelle

modifiziert nach
Ingrid Pernkopf, Renate Wagner-Wittula
Strudelküche
Erfasst *RK* 09.01.2019 von
Petra Holzapfel

Zubereitung

Für die Einlage zunächst Zucker in einem kleinen Topf goldbraun karamellisieren, mit Fruchtsaft ablöschen. Die Speisestärke mit etwas Saft verrühren und mit dem Schneebesen in die kochende Flüssigkeit einrühren, kurz aufkochen lassen. Mit Ingwer und Kardamom würzen und mit dem Schnaps aromatisieren. Den Topf vom Herd ziehen, die Birnenhälften einlegen und im Sirup wälzen und ziehen lassen, dabei gelegentlich wenden.

Für den Strudelteig alle Zutaten zu einem geschmeidigen Teig verarbeiten, zu einer Kugel formen, mit Öl bestreichen und unter einer warmen Schüssel mindestens 30 Minuten rasten lassen.

Den Backofen auf 175°C Heißluft vorheizen, ein Backblech mit Backpapier auslegen.

Für die Fülle Butter mit Zucker und Vanillezucker schaumig rühren. Eigelbe nach und nach einrühren. Maroni, Schokolade und Lebkuchengewürz untermischen.

Den Strudelteig auf einem mit Mehl bestäubten Tuch erst ausrollen, dann mit den Händen so dünn wie möglich ausziehen. Die dicken Ränder wegschneiden, den Strudel mit flüssiger Butter bestreichen.

Die Eiweiße mit Zucker zu cremigem, nicht zu steifem Schnee schlagen und behutsam mit Nüssen und Bröseln unter die Schaummasse ziehen.

Die Füllmasse auf einem Drittel des ausgezogenen Teiges ausstreichen, die Birnenhälften in der Mitte der Länge nach auflegen und so einrollen, dass die Birnen in der Mitte zu liegen kommen. Den Strudel auf das Backblech setzen. Mit flüssiger Butter bestreichen und etwa 40 Minuten goldbraun backen.

Zum Servieren mit Puderzucker bestreuen. Dazu passt eine Vanillesauce.

*man kann auch einen fertigen Strudelteig verwenden.

Anmerkung Petra: ausgezeichnet! Teig ließ sich sehr schön ausziehen. Birnenmenge passte perfekt. Im Buch werden als Alternative für die Dosenbirnen frische Früchte genannt, mir gefällt die Dosenware hier aber besser. Hier gab’s meine Standard-Vanillesauce dazu.

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========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Vanillesauce zu Buchteln oder Hefegerichten
Kategorien: Sauce, Vanille, Österreich
Menge: 4 Portionen

Zutaten

500 ml Milch
3 Eigelb
3 Essl. Zucker*; nach Geschmack mehr
1/2 Vanilleschote samt ausgekratztem Mark*
1 Essl. Speisestärke
H SAHNIGE VARIANTE
500 ml Milch
250 Gramm Sahne
4 Eigelbe
1/2 Vanilleschote samt ausgekratztem Mark*
3 Essl. Vanillezucker*; nach Geschmack mehr
1 1/2 Essl. Speisestärke

Quelle

modifiziert nach
Ulrike Hornberg
Österreichs Küche
Erfasst *RK* 19.12.2000 von
Petra Holzapfel

Zubereitung

Die Milch mit sämtlichen Zutaten verrühren; unter ständigem Rühren mit einem Schneebesen zum Kochen bringen, aufwallen lassen, vom Herd nehmen und durch ein Sieb in einen Krug gießen. Während des Erkaltens mehrmals umrühren rühren, damit sich keine Haut bildet.

Anmerkung Petra: schnell und gut

*oder 3 El selbst gemachter Vanillezucker

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Hier findet Ihr die anderen Beiträge zur Station Österreich

Küchenlatein: Ödenburger Mohnauflauf | Quarkknödel mit Schokokern und Aprikosensoße | Turbohausfrau: Wiener Erdäpfelsuppe | Brotwein Vinschgauer – Vinschgerl Paarl | Chili und Ciabatta: Krautauflauf mit Kalbsfaschiertem und Maroni | Hecht-Blätterteigstrudel mit Lachseinlage | Brotwein Spinatknödel mit brauner Butter und Parmesan aus Tirol | auchwas Krautfleckerln | Kaspressknödelsuppe | zimtkringel: Topfenpalatschinken

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Espresso-Schokomousse deluxe

Diese luftig-leicht schmeckende Espresso-Schokomousse habe ich in den letzten Jahren bestimmt schon zwei- oder dreimal für Gäste gemacht, aber nie dokumentiert.

Leichtes Espresso-Schokomousse

An Heilig Abend stand das Dessert nach unseren obligatorischen Königin-Pastetchen wieder auf dem Tisch und endlich habe ich es abgelichtet.

Eigentlich ist als Finish aufgeschäumte fettarme Milch vorgesehen, doch bei mir votierte die Meute für Sahne, die ich mit etwas Kakao bestäubt habe.

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Espresso-Schoko-Mousse deluxe
Kategorien: Dessert, Mousse, Schokolade, Kaffee
Menge: 6 bis 8 Personen

Zutaten

225 Gramm Schlagsahne
100 Gramm Zartbitterschokolade
150 Gramm Vollmilchschokolade
1 Espresso; frisch zubereitet
3 Frische Eier
3 Essl. Zucker
H ZUM FERTIGSTELLEN
150-200 Gramm Schlagsahne
Kakao; zum Bestäuben

Quelle

modifiziert nach
lecker
Erfasst *RK* 10.07.2014 von
Petra Holzapfel

Zubereitung

Die Sahne steif schlagen und kalt stellen.

Beide Schokoladesorten in Stücke brechen und in einer Schüssel über dem heißen Wasserbad schmelzen. Die Schüssel vom Wasserbad nehmen. Espresso etwas abkühlen lassen.

Die Eier trennen. Eigelb und 1 1/2 EL Zucker in einem Schlagkessel über dem heißen Wasserbad dickcremig aufschlagen. Die Schüssel vom Wasserbad nehmen. Schokolade, Espresso und etwa 1/3 der Sahne unterrühren. Die Creme abkühlen lassen.

Die Eiweiß steif schlagen, dabei den restlichen Zucker einrieseln lassen. Zuerst die übrige Sahne, dann den Eischnee unter die Creme heben. Die Mousse in Portionsgläser füllen und mindestens 3 Stunden oder über Nacht kalt stellen.

Vor dem Servieren die Sahne steif schlagen, in einen Spitzbeutel mit Sterntülle füllen und in jedes Glas einen Tupfen spritzen. Mit Kakaopulver bestreuen und servieren.

Anmerkung Petra: Ich habe relativ kleine Portionen gemacht und 9 Gläser gefüllt, Mousse schmeckt sehr leicht, sehr lecker und geht auch gut nach einem Weihnachtsessen.

Alternativ kann man auf die Mousse auch aufgeschäumte fettarme Milch wie im Original geben.

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Zitroniges Eis mit Spekulatius

Zur Zeit genießen wir einen Traumsommer mit richtig heißen Tagen. Perfekt, wenn da ein kaltes Eis im Tiefkühler wartet!

Ich möchte euch heute ein „Cookies & Cream“-Eis vorstellen, genauer ein zitroniges Eis mit Spekulatius nach einem Rezept von David Lebovitz aus The Perfect Scoop*. Spekulatius verbindet man hierzulande ja eher mit Weihnachten, aber Lebovitz meint, das Eis schmeckt zu jeder Jahreszeit. Da will ich ihm nicht widersprechen 😉

Erwartet hier kein herkömmliches Zitroneneis – Zitronensaft wird im Rezept nämlich nicht verwendet. Das Eis wird nur durch reichlich abgeriebene Zitronenschale aromatisiert und harmoniert so gut mit den weichen Cookie-Stückchen .

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Zitroniges Eis mit Spekulatius
Kategorien: Eiscreme, Keks, Früchte
Menge: 1 Ansatz

Zutaten

H ZITRONIGES EIS
3 groß. Bio-Zitronen: abgeriebene Zitronenschale
150 Gramm Zucker
240 ml Milch
480 Sahne (P: 400 ml Sahne und 80 ml Milch)
1 Prise Salz
5 Eigelbe
H SPEKULATIUS
30 Gramm Salzbutter; Raumtemperatur
45 Gramm Brauner Zucker
1 Essl. Zuckerrübensirup
1 groß. Eigelb
70 Gramm Weizenmehl
1/4 Teel. Backpulver
2 Teel. Gemahlener Zimt
1 Teel. Ingwerpulver
1 Teel. Gemahlener Piment

Quelle

nach
David Lebovitz
The Perfect Scoop
Erfasst *RK* 15.07.2018 von
Petra Holzapfel

Zubereitung

Spekulatius

Den Backofen auf 175°C vorheizen. Ein Backblech mit Backpapier auslegen.

Butter und braunen Zucker in einer Schüssel cremig schlagen. Zuckerrübensirup und Eigelb einrühren.

In einer kleinen Schüssel Mehl, Backpulver und die Gewürze verrühren. Die trockenen Zutaten in die Buttermasse rühren, bis diese glatt ist.

Den Teig auf das vorbereitete Backblech geben und mit den Händen zu einer runden Platte von etwa 12 cm Durchmesser formen.

Die Spekulatius im vorgeheizten Backofen etwa 18 Minuten backen. Komplett auskühlen lassen, dann in mundgerechte Stücke zerbrechen, wobei auch kleinere Brösel entstehen dürfen.

Eiscreme

Die Zitronenschale abreiben, am besten direkt in einen Foodprocessor oder Mixer. Den Zucker zugeben und mixen, bis alles gut verbunden ist.

Die Milch sowie 120 ml Sahne und eine Prise Salz mit dem Zitronenzucker erhitzen. Den Topf vom Herd nehmen, zudecken und 1 Stunde ziehen lassen.

Die Mischung wieder erhitzen. Die restlichen 360 ml Sahne in eine große Schüssel geben, ein feines Sieb darauf setzen.

In einer weiteren Schüssel die Eigelbe verquirlen. Die heiße Milch unter Rühren auf die Eigelbe gießen, dann die Milch-Eigelb-Mischung wieder in den Topf geben und bei mittlerer Hitze unter ständigem Rühren erhitzen, bis die Masse eindickt und den Kochlöffel überzieht („zur Rose abziehen“).

Die heiße Crememasse durch das feine Sieb zur Sahne gießen, alles verrühren. Die Zitronenschale wegwerfen, die Creme auf Eis kaltrühren, dann im Kühlschrank komplett durchkühlen lassen, am besten über Nacht.

Am nächsten Tag die Crememasse in die Eismaschine geben und gefrieren lassen. Am Schluss die zerkrümelten Spekulatius unter die Eiscreme mischen. Eiscreme in einen Behälter geben und im Tiefkühler aufbewahren.

Anmerkung Petra: Angenehm zitroniges, aber nicht saures Eis. Die noch leicht weichen Spekulatius haben eine perfekte Konsistenz im fertigen Produkt.

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Knickerbocker Glory mit Himbeeren

Für Helmuts Geburtstagsfeier am Wochenende hatten wir ein orientalisches Mezze-Buffet geplant. Auf der Suche nach einem Dessert blätterte ich durch Yotam Ottolenghis Sweet* und stieß da auf Knickerbocker Glory – nicht sehr orientalisch, aber wohl ein klassisches englisches/amerikanisches Dessert, hier mit Himbeereis hergestellt. An Himbeeren herrscht dieses Jahr kein Mangel, alle Zutaten lassen sich gut vorbereiten – das wird gemacht!

Knickerbocker Glory

Für das benötigte Himbeerpüree habe ich einen Mix aus frischen und tiefgekühlten Himbeeren genommen, diese püriert und durch die Flotte Lotte gedreht. Mit einem Teil davon stellt man Himbeer-Halbgefrorenes her, den Rest süßt man mit Puderzucker und bekommt so eine Fruchtsauce.

Zum Anrichten schichtet man Fruchtsauce, frische Früchte (hier Himbeeren und einige Johannisbeeren), Sahne und kandierte Pecannüsse im Wechsel in gekühlte Gläser, bis diese gefüllt sind und serviert mit einem langen Löffel.

Beim ersten Probieren stellte sich ein seeliges Lächeln ein: das ist Genuss pur! Ich bin ja normalerweise kein großer Nuss-Fan, aber die kandierten Pecannüsse sollte man auf keinen Fall weglassen, die sind das Tüpfelchen auf dem i 🙂 Glucosesirup hatte ich keinen, aber mit Invertzucker (selbst hergestellt nach einem Rezept von Eline) aus dem Vorrat hat das Rezept nach der Anleitung im Buch perfekt funktioniert.

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Knickerbocker Glory mit Himbeeren
Kategorien: Dessert, Früchte, Eiscreme, Nuss
Menge: 10 Personen

Zutaten

600 Gramm Himbeeren; frisch oder TK; püriert und durch die
-Flotte Lotte gegeben
H HALBGEFRORENES
250 Gramm Himbeerpüree von den Himbeeren
1 Ei (L)
2 Eigelb (L)
1 Teel. Zitronensaft
180 Gramm Zucker
1/8 Teel. Salz
200 Gramm Sahne; geschlagen
H FRUCHTSAUCE
200 Gramm Himbeerpüree von den Himbeeren
4 Essl. Puderzucker
H KANDIERTE PECANNÜSSE
1 Essl. Ahornsirup
1 Essl. Glucosesirup (P: Invertzucker selbst gemacht)
120 Gramm Pecannusskerne
1 Prise Fleur de Sel
H SAHNE
300 Gramm Sahne
Vanillezucker; Menge nach Geschmack (P: selbst
-gemacht)
H SOWIE
Frische Himbeeren, auch Johannisbeeren
Serviergläser; gerne tiefgekühlt

Quelle

modifiziert nach
Yotam Ottolenghi
Sweet
Erfasst *RK* 15.07.2018 von
Petra Holzapfel

Zubereitung

Für das Halbgeforene die Himbeeren mit dem Stabmixer pürieren und durch die Flotte Lotte drehen. Vom Püree werden 250 g für das Eis benötigt. Den Rest (waren hier etwa 200 g) für die Fruchtsauce mit dem Puderzucker verrühren, in ein Kännchen geben und kalt stellen.

Ei, Eigelbe, Zitronensaft, Zucker und Salz in einen Schlagkessel geben und mit dem Schneebesen vermischen. Den Kessel auf ein Wasserbad mit kochendem Wasser setzen, der Kesselboden darf dabei das Wasser nicht berühren. Die Mischung etwa 5 Minuten schlagen, bis der Zucker sich aufgelöst hat und die Masse heiß ist. Die Masse in die Schüssel der Küchenmaschine geben und etwa 10 Minuten oder etwas länger auf mittlerer bis hoher Geschwindigkeit aufschlagen, bis sie dick und wieder abgekühlt ist. Das Himbeerpüree
auf niedriger Geschwindigkeit unterrühren, dann die geschlagene Sahne unterheben. Ich habe die Masse jetzt in der Eismaschine gerührt und anschließend tiefgefroren, man kann sie aber laut Ottolenghi auch direkt in eine Gefrierdose füllen und tiefkühlen.

Für die kandierten Pecannüsse den Backofen auf 210°C vorheizen. Eine flache Arbeitsschale mit Backpapier auslegen.

Ahornsirup, Glucosesirup (oder Invertzucker) und Zucker in einem kleinen Topf verrühren und bei schwacher Hitze auf dem Herd erwärmen, dabei vorsichtig umrühren, bis der Zucker aufgelöst ist. Nun die Pecannüsse und das Salz zugeben, alles gut durchmischen, damit die Nüsse vollständig von dem Sirup überzogen sind, dann die Nüsse einlagig auf dem Backpapier verteilen. Das Blech für etwa 8 Minuten in den Backofen schieben, bis der Sirup um die Nüsse herum Blasen wirft. Herausnehmen und komplett abkühlen lassen.
Der Karamell sollte jetzt fest geworden sein (war er bei mir), sonst das Blech nochmal einige Minuten in den Backofen schieben.

Die abgekühlten Nüsse in Stücke von etwa 5 mm schneiden und beiseite stellen.

Die Sahne schlagen, dabei nach Geschmack Vanillezucker einrieseln lassen, bis zum Anrichten beiseite stellen.

Zum Anrichten das Halbgefrorene 10 Minuten vor dem Servieren aus dem Tiefkühler nehmen.

Die gekühlten Gläser bereit stellen. Etwas Fruchtsauce in die Gläser geben, darauf einige Früchte, eine Kugel Eis, etwas Sahne und kandierte Pecannüsse. Diesen Aufbau noch einmal wiederholen, zum Schluss auf die Sahne etwas Fruchtsauce, Früchte und Pecannüsse geben. Den Eisbecher mit einem langen Löffel servieren.

Anmerkung Petra: Genialer Nachtisch, wunderbar fruchtiges Eis. Die Pecannüsse sind das Tüpfelchen auf dem i, unbedingt dazu machen!

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Himbeer-Schmand-Lasagne mit Sevilla Orangen Curd

Bei rausgelinst war es schon zu sehen: ich habe dieses Jahr wieder Bitterorangen gekauft und neben Marmelade auch Sevilla Orangen Curd gemacht.

Himbeer-Schmand-Lasagne mit Sevilla Orangen Curd

Einen kleinen Teil davon habe ich in einer abgewandelten Himbeer-Schmand-Lasagne mit Lemon Curd untergebracht. Bei mir wurden (neben dem anderen Curd) Kochfroschs Azora Zitronen Kekse in der Bitterorangen-Variante eingeschichtet, die Himbeeren stammten aus der reichen Sommer-Ernte des letzten Jahres.

Himbeer-Schmand-Lasagne mit Sevilla Orangen Curd

Beim ersten Tellerchen für's Foto war die Schmand-Creme noch etwas weich, bei längerem Durchziehen stabilisiert sich die "Lasagne" und lässt sich in schöneren Stücke aus der Form nehmen. Ich würde das Dessert also lieber erst nach einer Nacht im Kühlschrank servieren. Geschmacklich gab es aber schon beim ersten Probieren nichts zu meckern 😉

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Himbeer-Schmand-Lasagne mit Sevilla Orangen Curd
Kategorien: Dessert, Keks, Creme
Menge: 4 bis 5 Portionen

Zutaten

200 Gramm   TK-Himbeeren
25 Gramm   Zucker; für's Himbeerpüree
35 Gramm   Zucker; für die Schmandcreme
1     Bio-Zitrone: abgeriebene Schale und 2-3 El Saft
175 Gramm   Schmand
75 Gramm   Schlagsahne
125-150 Gramm   Azora-Orangen Kekse; oder Butterkekse*
125 Gramm   Sevilla Orangen Curd

Quelle

  modifiziert nach
  lecker 10/2014
  Erfasst *RK* 07.02.2018 von
  Petra Holzapfel

Zubereitung

Die Himbeeren auftauen lassen, mit dem Zucker verrühren und durch ein Sieb streichen. Himbeerpüree zugedeckt kalt stellen.

Die Sahne steif schlagen. In einer zweiten Schüssel Schmand mit dem Schneebesen des Rührgeräts etwa 2 Minuten cremig aufschlagen. Zucker, Zitronensaft und -schale unterrühren. Etwa 10 Minuten kalt stellen, dann die Sahne unter die Schmandcreme heben.

Den Boden einer Auflaufform (13 x 18 cm; Rand 5 cm hoch) dünn mit Zitronen-Schmand-Creme bestreichen. Im Wechsel Kekse (evtl. für die Form passend in Stücke brechen), Himbeerpüree und Schmandcreme in die Form schichten. Als letzte Schicht Schmandcreme daraufstreichen und Lemon Curd in Klecksen darauf verteilen. Leicht in die Schmandcreme einrühren.

Mindestens 2 Stunden kalt stellen, besser über Nacht durchziehen lassen.

Anmerkung Petra: Fruchtig-säuerliches Dessert, fein. Die zweite Hälfte war nach einer Nacht im Kühlschrank noch besser durchgezogen und dadurch etwas fester.

*Original in größerer, leicht veränderter Menge für 6-8 Portionen mit Lemon Curd und Butterkeksen.

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Orangen-Passionsfruchtcreme mit Spekulatius

Heute trage ich ein Rezept nach, was bei uns an den Weihnachtsfeiertagen auf den Tisch kam: ein Schicht-Dessert mit marinierten Orangenfilets und einer angenehm säuerlichen Passionsfruchtcreme, dem Original hier abgeschaut. Annemarie Wildeisen verwendet Biberli, ein Schweizer Lebkuchengebäck mit Mandelfüllung, bei mir nahmen Spekulatius diese Stelle ein. Um der Nachspeise die winterliche Note zu nehmen, könnte man natürlich auch Amarettini, Cantuccini oer Löffelbiskuits verwenden.

Orangen-Passionsfruchtcreme mit Spekulatius

Bei mir kam für die Creme fertig gekauftes Passionsfruchtpüree aus dem Vorrat zum Einsatz. Orangen und Creme lassen sich sehr gut vorbereiten, zusammengesetzt ist das Ganze schnell. Ein paar darüber gestreute Spekulatiusbrösel bringen etwas Crunch mit.

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Orangen-Passionsfrucht-Creme mit Spekulatius
Kategorien: Dessert, Keks, Creme, Früchte
Menge: 6 Portionen

Zutaten

H CREME
150 Gramm   Passionsfruchtpüree; Maracujapüree, alternativ
8-12     Passionsfrüchte, je nach Grösse
1     Zitrone: Saft
1/2 Teel.   Gemahlene Vanille oder Mark einer Vanilleschote
120 Gramm   Zucker
90 Gramm   Butter
3     Eier
200 ml   Schlagsahne
H ORANGENSALAT
6     Orangen (P: auch Blutorangen)
40 Gramm   Zucker
1 Teel.   Butter
2 Essl.   Orangenlikör; Cointreau
200 ml   Frisch gepresster Orangensaft (von 3-4 Orangen)
1     Sternanis
1 Teel.   Speisestärke
2 Essl.   Orangensaft
H ZUM FERTIGSTELLEN
      Spekulatius-Kekse

Quelle

  modifiziert nach
  Annemarie Wildeisen
  Kochen 12|2016
  Erfasst *RK* 12.01.2018 von
  Petra Holzapfel

Zubereitung

Für den Orangensalat die Orangen filetieren: Dazu mit einem scharfen Messer von den Orangen oben und unten einen Deckel abschneiden, dann die Schale mitsamt weißer Haut abschneiden und die Filets aus den Trennhäuten schneiden. Das Fruchtfleisch in eine Schüssel geben, die Rückstände gut ausdrücken und den Saft auffangen. Mit frisch gepresstem Saft auf 200 ml auffüllen.

Den Zucker in einem kleinen Topf auf mittlerer Hitze zu goldbraunem Karamell schmelzen, dabei erst vorsichtig rühren, wenn der Zucker sich verflüssigt. Die Butter einrühren und Orangenlikör sowie Orangensaft beifügen. Sternanis dazugeben und alles köcheln lassen, bis sich der Karamell vollständig aufgelöst hat und die Flüssigkeit zur Hälfte eingekocht ist. Speisestärke und Saft glattrühren, hinzufügen und unter Rühren noch einmal aufkochen. Vom Herd nehmen und über die Orangen in der Schüssel gießen. Mit Klarsichtfolie zugedeckt abkühlen lassen, dabei den Sternanis nach 15 Minuten entfernen, damit er nicht zu stark vorschmeckt (kann bis hierher schon gut am Vortag vorbereitet werden).

Für die Passionsfruchtcreme bei Verwendung von frischen Passionsfrüchten: die Passionsfrüchte halbieren und mit einem Teelöffel das Fruchtfleisch mit den Kernen in einen hohen Becher schaben. Mit dem Stabmixer 5 Sekunden anpürieren, dann die Masse durch ein feines Sieb passieren und 150 ml abmessen.

Passionsfruchtpüree, Zitronensaft, Vanille, Zucker und Butter in einen kleinen Topf geben. Bei mittlerer Hitze unter Rühren erhitzen, bis sich der Zucker aufgelöst hat. Dann vom Herd nehmen und 5 Minuten abkühlen lassen.

Die Eier nacheinander mit einem Schneebesen gut unterrühren. Dann die Masse wieder auf die Herdplatte geben und bei milder bis mittlerer Hitze unter Rühren nochmals 3-4 Minuten erhitzen, bis die Creme dick wird. Sofort durch ein feines Sieb in eine Schüssel passieren. Die Oberfläche der Creme mit Klarsichtfolie bedecken, damit sich keine Haut bildet. Mindestens 1 Stunde kalt stellen.

Die Sahne steif schlagen und unter die vorbereitete Passionsfruchtcreme ziehen. Nochmals kalt stellen.

Zum Anrichten die Orangen aus dem Saft nehmen und sehr gut abtropfen lassen. Den Saft in einem tiefen Teller bereitstellen.

Etwas Passionsfruchtcreme in 6 Dessertgläser oder -schalen verteilen. Einige Spekulatiusscheiben im Saft wenden und auf die Creme geben (hier 2 pro Portion). Einige Orangenfilets sowie wieder etwas Creme darübergeben und nochmals Orangenfilets darauf legen (P: sternförmig). Zum Servieren mit Spekulatiusbröseln bestreuen.

Anmerkung Petra: schönes fruchtig-säuerliches Dessert, die Brösel geben Crunch. Gab’s hier auf 2 Tage verteilt: Creme und Orangenfilets habe ich getrennt im Kühlschrank aufbewahrt und vor dem Servieren zusammengebaut.

Im Original werden anstelle von Spekulatius „Biberli“ verwendet, ein Schweizer Lebkuchengebäck mit Mandelfüllung. Amarettini, Cantuccini oder Löffelbiskuits gehen natürlich auch.

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