Spaghettini mit Avocado-Radieschen-Pesto

Das Wetter sieht ja zur Zeit eher wieder winterlich aus, draußen rieselt leise der Schnee 🙁 Das war letzte Woche noch ganz anders: da werkelte man fröhlich im T-Shirt im Garten.

Avocado-Radieschen-Spaghettini

An solchen Tagen soll die Essenszubereitung möglichst schnell gehen. Die Vorgabe erfüllt dieses Pastagericht mit links 🙂 Verspeist haben wir die Spaghettini zum ersten Mal in diesem Jahr draußen.

Die Kombi Avocado und Radieschen funktioniert übrigens auch prima als Belag für ein Röstbrot.

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Spaghettini mit Avocado-Radieschen-Pesto
Kategorien: Nudel, Sauce, Pesto, Nuss
Menge: 2 Personen

Zutaten

30 Gramm Parmesan; frisch gerieben
50 Gramm Radieschen
2-3 Radieschen; in Scheiben
1 Handvoll Frisches Radieschengrün
1 Reife Avocado
Salz
Pfeffer
1 Spritzer Zitronensaft
3 Essl. Olivenöl
200 Gramm Spaghettini
H ZUM FERTIGSTELLEN
2 Essl. Geröstete Cashewkerne; grob gehackt
Frisch geriebener Parmesan

Quelle

modifiziert nach
LECKER 4/2020
Erfasst *RK* 05.04.2021 von
Petra Holzapfel

Zubereitung

Reichlich Salzwasser aufkochen.

Die Radieschen waschen, putzen und hacken. Die zarten Radieschenblättern waschen und trockenschleudern. Die Avocado halbieren und entkernen, das Fruchtfleisch aus der Schale lösen.

Avocado, Parmesan, das Öl und den Großteil der Radieschenblätter im Standmixer fein pürieren. Die gehackten Radieschen zugeben und nochnmal kurz durchmixen, die Masse soll noch etwas stückig sein. Mit Salz, Pfeffer und einem Spritzer Zitronensaft abschmecken.

Die Nudeln im kochenden Salzwasser nach Packungsanweisung bissfest garen. Die Nudeln abgießen, wieder in den Topf zurückgeben und mit dem Pesto, den Radieschenscheiben und den restlichen Radieschenblättern mischen. Die Pasta auf vorgewärmte Teller verteilen und mit den Cashewkernen und etwas Parmesan bestreut servieren.

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Burmesischer Nudeltopf mit Kokoshähnchen – Ohn no khauk swe

Ein weiteres burmesisches Gericht aus The Rangoon Sisters Cookbook* ist hier auf sehr großen Anklang gestoßen: Ohn no khauk swe, wörtlich übersetzt Kokosmilchnudeln.

Nudeltopf mit Kokos-Hähnchen

Dieser schlichte Namen wird dem vielschichtigen Gericht nicht wirklich gerecht. Zu gekochten Eiernudeln gesellt sich Hühnerfleisch in einer würzigen Kokosmilchsauce geschmurgelt, sowie eine ganze Reihe von feinen Toppings in verschiedenen Konsistenzen und Geschmacksrichtungen: von sauer über salzig, von cremig bis scharf-würzig ist alles dabei.

Making of

Hier nochmal die Zutaten sowie eine Auswahl an Toppings: knusprig frittierte Reisnudeln, Fischsauce, dünne Schalottenscheibchen, Koriandergrün, hart gekochte Eierhälften, Limettenspalten sowie bei mir ein selbst gemachter Chili crisp (Näheres dazu hier) anstelle von eigentlich vorgesehenen Chiliflocken oder Chiliöl.

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Nudeltopf mit Kokos-Hähnchen – Ohn no khauk swe
Kategorien: Hähnchen, Nudel, Kokos, Myanmar
Menge: 2 bis 3 Personen

Zutaten

3 Essl. Öl
3 mittl. Zwiebeln; gehackt
5 Knoblauchzehen; geschält, grob gehackt
2 Daumengroßes Stück Ingwer; geschält; grob gehackt
4 klein. Hähnchenschenkel; enthäutet und entbeint, in 3
-cm Stücken (hier 450 g)
1 Essl. Paprikapulver
1/2 Teel. Kurkuma
1 Teel. Gemahlene Chilis
50 Gramm Kokoscreme (fester Block); ersatzweise 100 g
-Kokosmilch
1 Essl. Geröstetes Kichererbsenmehl*
300 ml Hühnerbrühe
1-2 Essl. Fischsauce
200 ml Kaltes Wasser
H ZUM SERVIEREN
150-200 Gramm Getrocknete Eiernudeln oder chow mein Nudeln
-(3 Nester); nach Anweisung gekocht
1 Limette; in Spalten; nach Bedarf mehr
2-3 Hart gekochte Eier; halbiert
Frisches Koriandergrün
1-2 Schalotten; in dünnen Scheiben
Frittierte Reisnudeln**
Chiliflocken oder Chiliöl (P: hier Chili Crisp –
-lao gan ma)
Fischsauce

Quelle

Amy & Emily Chung
The Rangoon Sisters
Erfasst *RK* 22.03.2021 von
Petra Holzapfel

Zubereitung

2 El Öl in einem Bräter erhitzen. Die Zwiebeln zugeben und langsam bei nicht zu hoher Temperatur unter gelegentlichem Rühren schmoren, bis sie weich sind und langsam goldbraun, aber nicht knusprig werden, das dauert etwa 15 Minuten.

Währenddessen Knoblauch und Ingwer in einem Blitzhacker oder Mörser zu einer Paste verarbeiten.

Diese Paste zu den geschmorten Zwiebeln geben und 2 Minuten mit anbraten. Einen weiteren El Öl zugeben und das Hähnchenfleisch im Topf anbräunen. Die Gewürze und die Kokoscreme einrühren, die Creme etwas zerdrücken, sie soll schmelzen. Das geröstete Kichererbsenmehl einrühren und mit der Hühnerbrühe, der Fischsauce und dem kalten Wasser aufgießen. Alles zum Kochen bringen, dann etwa 30 Minuten offen bei nicht zu hoher Temperatur köcheln lassen. Wenn die Flüssigkeit zu dick wird, noch etwas Wasser angießen.

Zum Servieren die frisch gekochten Nudeln in Portionsschalen verteilen, das Kokos-Hähnchen darüber schöpfen und mit etwas von den Toppings dekorieren. Die restlichen Zutaten (Limetten, Eierhälften, Schalotten, frittierte Nudeln, Chiliflocken und Koriandergrün) stellt man in kleinen Schälchen auf den Tisch, von denen sich jeder nach Belieben bedienen kann.

Das Gericht kann bis zu 4 Tage im Voraus zubereitet und im Kühlschrank gelagert oder bis zu 3 Monate eingefroren werden.

*dafür einfach Kichererbsenmehl unter gelegentlichem Rühren etwa 5 Minuten bei mittlerer Temperatur in einem trockenen Topf rösten, bis es angenehm duftet und sich bräunlich verfärbt.

**Einen Topf etwa 5 cm hoch mit Öl füllen und auf 175°C erhitzen. Trockene dünne (Vermicelli) oder breitere Reisnudeln in kleinen Portionen ins heiße Öl geben, sie sollen sich sofort aufblähen, hell und blasig werden. Die frittierten Nudeln mit einem Schaumlöffel herausnehmen und auf Küchenpapier abtropfen lassen. Trocken gelagert halten sie 1-2 Tage.

Anmerkung Petra: ein sehr schmackhafter Nudeltopf, bestens Gästegeeignet, da sich auch die Schärfe individuell einstellen lässt.

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Hähnchenbrust im Speckmantel mit getrüffeltem Sellerie-Pastasotto

Im Kühlschrank steht seit Weihnachten ein Glas Trüffelbutter mit weißem Trüffel*. Auf der Suche nach einem Rezept damit stieß ich auf ein altes Rezept von Johann Lafer, der ein Pastasotto (dafür werden Reisnudeln gegart wie ein Risotto) damit aromatisiert.

Hähnchenbrust im Speckmantel mit getrüffeltem Sellerie-Pastasotto

Ich habe dem Pastasotto noch ein bisschen zarten Stangensellerie gegönnt, was ihm nicht geschadet hat.

Auf dem Pastasotto liegt eine Hähnchenbrust im Speckmantel, die nach meiner bevorzugten Methode (erst 3-4 Minuten in der Pfanne scharf anbraten, dann 10-12 Minuten im Backofen bei 160°C gar ziehen lassen) immer wunderbar zart und saftig wird. Ich habe dem Gericht noch ein paar frische Salbeiblättchen gegönnt, die ich im Garten abknipsen konnte und im Bratfett der Hähnchenbrust knusprig gebraten habe. Sollte jemand zufällig frischen Trüffel bei der Hand haben, kann er natürlich auch davon ein paar Scheibchen über das Gericht hobeln 😉 Trüffelverweigerern empfehle ich, das Pastasotto einfach mit etwas Butter zu binden. Es schmeckt garantiert auch in der abgespeckten Variante 🙂

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Hähnchenbrust im Speckmantel mit getrüffeltem Sellerie-Pastasotto
Kategorien: Hauptspeise, Fleisch, Teigwaren
Menge: 4 Portionen

Zutaten

H HÄHNCHENBRUSTFILETS
2 Hähnchenbrustfilets; enthäutet
Salz
Pfeffer
2 Salbeiblätter
6 Scheiben Bacon
Butterschmalz; zum Braten
H PASTASOTTO
1 Essl. Butterschmalz
2 Schalotten; fein gewürfelt
100 Gramm Stangenselleriescheibchen von geschältem
-Stangensellerie
150 Gramm Risoni; oder Kritharaki, Reisnudeln
50 ml Weisswein
Salz
Pfeffer
400-500 ml Heiße Geflügelbrühe
20 Gramm Gute Trüffelbutter; ersatzweise normale Butter
20 Gramm Parmesan; frisch gerieben
1 Essl. Petersilie; gehackt
1 Essl. Selleriegrün; gehackt
H SOWIE
1 Handvoll Salbeibättchen

Quelle

stark modifiziert nach
Johann Lafer, Himmel un Erd, SWR 08.10.2004
Erfasst *RK* 16.03.2021 von
Petra Holzapfel

Zubereitung

Den Backofen auf 160°C vorheizen, eine ofenfeste Schale mit aufheizen.

Bei jedem Hähnchenbrustfilets ein Salbeiblatt in die Spalte über dem Innenfilet einlegen. Die Filets salzen und pfeffern, dann mit den Baconscheiben umwickeln, Nahtseite nach unten.

Etwas Butterschmalz in einer Pfanne erhitzen. Die Hähnchenbrustfilets mit der Nahtseite nach unten einlegen und auf beiden Seiten jeweils 1 1/2-2 Minuten kräftig anbraten. Die Filets in die vorgeheizte Schale legen und für 10-12 Minuten in den Backofen schieben. Im Bratfett die Salbeiblätter knusprig braten, leicht salzen.

Gleichzeitig das Pastasotto zubereiten: dafür in einem breiten Topf das Butterschmalz erhitzen, Schalotten und Selleriescheibchen darin andünsten. Die Pasta zugeben und unter Rühren anbraten, mit dem Weißwein ablöschen. Rühren, bis die Flüssigkeit verdampft ist, dann etwa die Hälfte der heißen Brühe zugeben und unter dauerndem Rühren sanft köcheln lassen, nach Bedarf die restliche Brühe zugießen, die Konsistenz soll immer „schlonzig“ bleiben. Wenn die Pasta gar ist, die Trüffelbutter und Parmesan einschwenken, abschmecken. Die gehackten Kräuter zugeben und alles noch kurz ruhen lassen.

Das Pastasotto auf vorgewärmte tiefe Teller verteilen, die Hähnchenbrust darauf anrichten. Alles mit den knusprig gebratenen Salbeiblättern bestreuen und sofort servieren.

Anmerkung Petra: Fein! Geht natürlich auch mit normaler Butter.

Die Sellerie-Zugabe stammt von mir, macht sich aber gut.

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Hörnchennudeln mit geschmorten Möhren und Schafskäse-Möhren-Sauce

Den Apéro zum heutigen Essen habe ich euch ja schon am Freitag vorgestellt: den Karott-Gini, für den man frisch gepressten Möhrensaft braucht.

Der Hauptteil des frisch gepressten Möhrensaftes geht allerdings in eine gehaltvolle Sauce für Hörnchennudeln (im Originalrezept aus Kochen zu zweit* von Dani & Roland Trettl sind es italienische Gobbetti), die mit Schafskäse aromatisiert wird und leichten Biss durch geröstete Ölsaat wie Kürbiskerne, Sonnenblumenkerne und Pistazien erhält. Frische Kresse rundet die Pasta ab, die in der Sauce fertiggart und dadurch eine goldgelbe Farbe bekommt.

Möhren

Als Beilage kommen langsam in der Pfanne geschmorte Bundmöhren dazu, gewürzt mit etwas Curry und Koriander.

Hörnchennudeln mit geschmorten Möhren und Schafskäse-Möhren-Sauce

Fazit: es hat sich absolut gelohnt, dafür den schon lange nicht mehr benutzten Entsafter aus dem Keller zu holen. Wir fanden die Kombination superlecker, das Gericht kommt garantiert wieder auf dem Tisch!

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Hörnchennudeln mit geschmorten Möhren und Schafskäse-Möhren-Sauce
Kategorien: Nudel, Sauce, Gemüse, Vegetarisch
Menge: 2 Personen

Zutaten

H GESCHMORTE KORIANDER-MÖHREN
300 Gramm Bundmöhren
15 Gramm Butter
1 Essl. Olivenöl
Mittelscharfes Currypulver
1 Teel. Korianderkörner; grob gemörsert
Salz
H NUDELN
300 ml Frisch gepresster Möhrensaft* (dafür werden gut
-600 g Möhren benötigt)
200 Gramm Hörnchennudeln (Original Gobbetti)
Salz
25 Gramm Butter
1 Teel. Mittelscharfes Currypulver
25 Gramm Ölsaaten-Mix (Kürbiskerne, Sonnenblumenkerne,
-Pinienkerne)
75 Gramm Feta; Schafskäse
20 Gramm Eiskalte Butter; zum Binden
20 Gramm Parmesan; frisch gerieben
Piment d’Espelette
1 Spritzer Limettensaft
1 Beet Kresse oder entprechend Gartenkresse

Quelle

modifiziert nach Dani & Roland Trettl
Kochen zu zweit
Erfasst *RK* 15.03.2021 von
Petra Holzapfel

Zubereitung

Geschmorte Koriander-Möhren: die Möhren schälen, bei jungen Möhren einen Teil vom Grün dekorativ stehen lassen.

Butter und Olivenöl in einer schweren Pfanne erhitzen und die Möhren darin bei nicht zu starker Hitze langsam rundum braten. Mit Curry und Koriander würzen und weitere 15 Minuten unter gelegentlichem Wenden braten, sie sollen leichte Röstaromen bekommen. Zum Schluss salzen.

Für die Nudelsauce die Möhren in einem Zentrifugal-Entsafter zu Möhrensaft verarbeiten. Benötigt werden etwa 300 ml.

Die Hörnchennudeln sehr knapp weich kochen (hier 10 Minuten bei einer angegebenen Kochzeit von 12-14 Minuten)

Die Butter in einem breiten Topf erhitzen, das Currypulver und die Ölsaaten zugeben und anrösten. Mit dem Großteil des Möhrensaftes ablöschen, zum Kochen bringen und etwas einkochen lassen. Den Schafskäse zerbröckeln und zugeben, mit einem Schneebesen einrühren, bis er sich aufgelöst hat. Die Sauce mit Salz würzen und mit der Butter binden. Die Nudeln abgießen und tropfnass in die Sauce geben, gut durchschwenken und noch einige Minuten bei geringer Temperatur in der Sauce fertiggaren, dabei nach Bedarf noch Möhrensaft angießen. Den frisch geriebenen Parmesan und das Piment d’Espelette einschwenken und die Nudeln mit einem Spritzer Limettensaft abschmecken. Zum Schluss reichlich Kresse zugeben.

Die geschmorten Möhren auf vorgewärmte Teller legen, die Nudeln daneben anrichten und mit frischer Kresse bestreut servieren.

Anmerkung Petra: ganz ausgezeichnet! Die Möhren-Nudeln schmecken wunderbar rund und würzig. Ich habe die Mengen teilweise angepasst und deutlich weniger Butter/Olivenöl verwendet. Zum Möhrensaft gab es keine Angabe, ich habe die Mengen geschätzt.

*Für einen tollen Apéro entsaftet man am besten gleich ein paar mehr Möhren und zweigt 100 ml für einen Karott-Gini ab 🙂

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Syrische Fettucine mit Linsen – Harak osbao

Beim Blogevent Die kulinarische Weltreise von volkermampft gibt es im Februar ein Spezialthema: Comfort Food oder wie ich es lieber nenne Winterwohlfühlessen aus der ganzen Welt ist gefragt.

Syrische Fettucine mit Linsen - Harak osbao

Meine erste Station führt nach Syrien: es gibt Fettucine, die zusammen mit Linsen gekocht werden. Klingt jetzt zwar erst mal nicht so aufregend, so ein bisschen nach Linsen mit Spätzle (und wenn das kein Comfort Food ist, dann weiß ich es auch nicht!), aber schaut euch dieses Gericht an – das ist doch ein echter Hingucker, oder? Im Arabischen heißt das vegane Gericht übrigens verbrannter Finger (harak osbao, horaa osbao, haraa osbao, hurrak osbao, حراق اصبعه) , wohl weil es so köstlich ist, dass man es am liebsten gierig mit den Fingern essen würde.

Was als erstes ins Auge fällt ist die liebevolle Dekoration des Gerichts mit frittierten Pitachips, Koriandergrün, Röstzwiebeln und Granatapfelkernen, bei Instagram könnt Ihr eine ganze Reihe von Beispielen sehen.

Fettucine und Linsen

Hier der Unterbau: zu den fast gar gekochten kleinen Linsen kommen die ungekochten Fettucine (teilweise wird auch frisch gemachter Nudelteig verwendet, teilweise die Nudeln auch erst separat gegart), gewürzt wird u.a. mit Tamarinde, Knoblauch, Koriandergrün und Granatapfelsirup.

Das Rezept habe ich mir nach dem Anschauen diverser Videos (wie etwa hier oder hier) und Rezepte (hier gibt es eines, was Yotam  Ottolenghi und Sami Tamimi anlässlich von #CookForSyria veröffentlicht hat) selbst zusammengebastelt.

Pitachips

Die Pitachips, die für das Topping benötigt werden, habe ich aus einem Lavash gemacht, das noch im Tiefkühler schlummerte. Dafür wird das Brot einfach in Quadrate geschnitten und in Öl knusprig braun ausgebacken. Röstzwiebeln hatte ich noch von meinen Maultaschen im Vorrat.

Beim Essen vermählen sich die verschiedenen Texturen und Aromen von Topping und Unterbau: zu den Linsen-Nudeln gesellt sich der Crunch der knusprigen Pitachips, die Säure der Granatapfelkerne und das Röstaroma der Zwiebeln in immer neuen Kombinationen. Uns hat das ungewöhnliche Essen ausgesprochen gut gefallen!

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Syrische Fettucine mit Linsen – Harak osbao
Kategorien: Eintopf, Nudel, Topping, Syrien, Vegan
Menge: 2 Personen

Zutaten

15 Gramm Tamarinde (vom Block)
75 ml Kochendes Wasser
100 Gramm Grüne Linsen oder Berglinsen
500 ml Wasser
Salz
Reichlich Olivenöl; zum Braten
1/2 Pitabrot (P: 1 Lavash)
2-3 Zwiebeln; in Streifen; alternativ Röstzwiebeln
3 Knoblauchzehen; gehackt
15 Gramm Koriander; gehackt
100 Gramm Fettucine; in kurze Stücke gebrochen
1/4 Teel. Gemahlener Piment
1/2 Teel. Gemahlener Kreuzkümmel
14 Teel. Zimt
1/4 Teel. Sumach
1 Essl. Granatapfelsirup
Etwas Zitronensaft; nach Bedarf
H TOPPING
Granatapfelkerne
Gehacktes Koriandergrün
Röstzwiebeln (s.o.)
Pitachips (s.o.)

Quelle

Eigenes Rezept nach
diversen Videos und Rezepten im Netz
Erfasst *RK* 27.01.2021 von
Petra Holzapfel

Zubereitung

Die Tamarinde in einem Schälchen mit kochendem Wasser einweichen. Dann gut durchkneten und duchsieben, um Kerne etc. zu entfernen. Die Flüssigkeit beiseite stellen.

Olivenöl in einer Pfanne erhitzen. Das Fladenbrot horizontal halbieren und in Quadrate von etwa 1,5 cm Kantenlänge schneiden. Das Brot in die Pfanne geben und unter Wenden im heißen Öl goldbraun und knusprig braten. Herausnehmen und auf Küchenpapier abtropfen lassen.

Die Zwiebelstreifen im heißen Öl knusprig braun braten, auf Küchenpapier abtropfen lassen.

Die Linsen mit dem Wasser in einen weiten Topf geben und salzen. Zum Kochen bringen und etwa 20 Minuten zugedeckt köcheln lassen, bis sie fast weich sind.

Währenddessen den Knoblauch mit dem Koriandergrün in 2 El Öl anbraten.

Nach etwa 20 Minuten Kochzeit das Tamarindenwasser zu den Linsen geben. Nach Bedarf noch etwas Wasser nachgießen. Piment, Kreuzkümmel, Zimt und Sumach zugeben, salzen und umrühren. Die Fettucine zu den Linsen geben und unter gelegentlichem Rühren garen (P: meine Fettucine hatten eine Kochzeit von etwa 6-7 Minuten). Granatapfelsirup, etwas Zitronensaft, die Hälfte der Röstzwiebeln und das Knoblauch-Koriandergemisch ebenfalls zugeben und nochmal abschmecken. Gegebenenfalls noch Wasser zugeben: das Gericht soll eine suppige Konsistenz haben.

Die Fettucine-Linsen-Mischung in eine flache Schale oder Auflaufform umfüllen. Knusprige Pitachips, Koriandergrün, Granatapfelkerne und Röstzwiebeln in einem dekorativen Muster auf das Gericht aufstreuen. Das können Streifen sein, aber auch konzentrische Kreise – der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt.

Anmerkung Petra: Optisch ein Knaller! Aber auch geschmacklich eine tolle Mischung, sehr lecker.

Harak osbao heißt Verbrannte Finger – wohl weil das Gericht so köstlich ist, dass man es am liebsten mit der Hand essen würde und sich daran die Finger verbrennt.

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Die Rezepte der Mitreisenden (wird im Laufe des Monats ergänzt):

Gabi von USA kulinarisch mit Comfort Food: Pan-Baked Meatballs
Britta von Brittas Kochbuch mit Steckrübenpfanne mit Äpfeln und Räuchertofu
Britta von Brittas Kochbuch mit Garbanzos con acelgas (Kichererbsen mit Mangod aus Spanien)
Petra aka Cascabel von Chili und Ciabatta mit La Tartiflette Savoyarde – Kartoffelgratin mit Reblochon aus den Savoyen
Britta von Brittas Kochbuch mit Kartoffel-Lauchauflauf mit Champignonhack
Britta von Brittas Kochbuch mit Gemüse Jalfrezi aus Indien
Cornelia von SilverTravellers mit Pottsuse – köstlicher Brotaufstrich nach Omas Rezept
Wilma von Pane-Bistecca mit Älplermagrone – Schweizer Soulfood
Susi von Turbohausfrau mit Erdnussbrownies
Michael von SalzigSüssLecker mit Orangen-Marzipanschnecken
Susanne von magentratzerl mit Gemüseragout mit Kräuterklößchen
Barbara von Barbaras Spielwiese mit Mapo Doufu aus selbstgemachtem Tofu
Tina von Küchenmomente mit Chocolate Chip Cookies mit Haferflocken
Julia von Löffelgenuss mit Linsen Dal
Wilma von Pane-Bistecca mit Chicken Adobo – Comfort Food from the Philippines
Marion von LSLB Magazin mit Essen wie im Urlaub – Pollo al Limone – Zitronenhähnchen
Volker von Volkermampft mit Ziti Tagliati con Polpette – Nudeln mit Hackbällchen
poupou von poupous geheimes laboratorium mit Rösti aus der Schweiz!
Conny von food for the soul mit Vegetarisches Pad Thai in 30 Minuten
Petra aka Cascabel von Chili und Ciabatta mit Curry mit Schweinefleisch und Mango Pickles, Dal mit Röstzwiebeln
Monika von TravelWorldOnline Traveller mit Mühlviertler Wespennester
Liane von DieReiseEule mit Kreppel
Kathrina von Küchentraum und Purzelbaum mit Germknödel mit Vanillesauce
Simone von zimtkringel mit Kartoffelstock und Hack
Susanne von magentratzerl mit Mac and Cheese mit Crabmeat
Aniko von Paprika meets Kardamom mit Ukrainischer Borschtsch
poupou von poupous geheimes laboratorium mit Hannchen-Jensen-Torte (Trümmertorte) aus Friesland!
Britta von Brittas Kochbuch mit Grünkohl mit Kartoffeln und Kohlwurst aus dem Slowcuuker
Sylvia von Brotwein mit Lasagne Bolognese – Rezept klassisch mit Hackfleisch & Béchamelsoße
Sylvia von Brotwein mit Kürbisrisotto – Rezept klassisch italienisch
Silke von Rezepte Silkeswelt mit Backofen Berliner
Edyta von mein-dolcevita mit Piroggen wie bei Mama
Conny von food for the soul mit Klassische Krapfen mit Pflaumenmus
Carina von Coffee2Stay mit Backofen-Quesadillas texanischer Art
Tina von Küchenmomente mit Red Velvet Cupcakes zum Verlieben
Ute von Wiesengenuss mit Chicken Tikka Masala – typisch britisch?
Dirk von Low-n-slow mit Welsh Rarebits
Britta von Brittas Kochbuch mit Crêpes aux pommes et aux noix caramélisées (Crêpes mit karamelisierten Äpfeln und Walnüssen)
Wilma von Pane-Bistecca mit Pancit Canton from Lucille Comfort food from the Philippines
Sylvia von Brotwein mit Hühnersuppe selber machen – klassisch wie bei Oma
Simone von zimtkringel mit New Year Chow Mein
Cornelia von SilverTravellers mit Baked Feta Pasta
Sonja von fluffig & hart mit Gaufres lièges – belgische Waffeln
Sonja von fluffig & hart mit Jjapaguri – Ram-don
Volker von volkermampft mit Klassische Albondigas – spanische Hackbällchen
Aniko von Paprika meets Kardamom mit Nudeln mit DDR-Tomatensoße
Susan von Labsalliebe mit Khorak-e Koofteh Ghelgheli – Kartoffel-Karotten-Pfanne mit Hackbällchen خوراک کوفته قلقلی
Britta von Brittas Kochbuch mit Bienenstichdessert im Glas
Anja von GoOnTravel mit Lasagne Rezept – So kannst du Lasagne selber machen
Jens von Der Reiskoch mit Kreolisches Jambalaya
Sus von CorumBlog 2.0 mit Kürbiscurry mit Erdnuss-Sauce
Tanja als Gastbeitrag auf Volkermampft mit Chashu – japanischer gerollter Schweinbauch für Ramen & Co.
Volker von Volkermampft mit Kreolisches Jambalaya Rezept – Soulfood aus New Orleans
Cornelia von SilverTravellers mit Subway Cookies nachgebacken: White Chockolate Macadamia Cookies
Conny von food for the soul mit Fantakuchen mit Schmand vom Blech
Anita von Anita auf Reisen mit Kärntner Kasnudeln
Karin von Brot & Meer mit Neuenglischer Fish Chowder

Chicken Cacciatore aus dem Slowcooker

Chicken Cacciatore ist eine amerikanische Version des Pollo Cacciatore und wird laut Wikipedia meist mit Hähnchenbrust, Spaghetti und Parmesan zubereitet.

Chicken Cacciatore

Ich habe bei Food & Wine eine Version entdeckt, bei der Hähnchenkeulen im Slowcooker gegart werden.

Making of

Das Fleisch lässt sich nach drei Stunden Garzeit auf High (eine Zeit, die man wunderbar für einen Spaziergang nutzen kann) ganz leicht vom Knochen lösen. Nun kommt es wieder zurück in die Sauce, die noch einmal abgeschmeckt wird und mit ein paar Kapern (im Original Kapernäpfel) ihren letzten Schliff erhält. Währenddessen ist auch die Pasta fertig  gekocht (hier war es ringförmige Calamarata). Jetzt nur noch Ragu und Pasta mischen, mit etwas Parmesan und Petersilie bestreuen und genießen!

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Chicken Cacciatore aus dem Slowcooker
Kategorien: Hähnchen, Sauce, Nudel, Gemüse, Slowcooker
Menge: 3 Personen

Zutaten

1/2 Essl. Butter
1 Essl. Olivenöl
4 klein. Hähnchenkeulen; enthäutet
Salz
Pfeffer
60 ml Weißwein
1 groß. Zwiebel; gewürfelt
3 Knoblauchzehen; gehackt
2 Essl. Süßes Paprikapulver
1/2 Teel. Chiliflocken
300 Gramm Stückige Dosentomaten (P: mein Tomatensugo mit
-Sellerie)
200 ml Hühnerbrühe
1 Essl. Kapern (Original 6 halbierte Kapernäpfel)
250-300 Gramm Linguine (P: Calamarata)
Parmesan; zum Bestreuen
Fein gehackte Petersilie; zum Bestreuen

Quelle

Food & Wine
Sarah Bolla
January 2014
Erfasst *RK* 09.12.2020 von
Petra Holzapfel

Zubereitung

In einer Pfanne die Butter und die Hälfte des Olivenöls erhitzen. Die Hähnchenschenkel salzen und pfeffern und in der Pfanne auf jeder Seite etwa 4 Minuten anbraten, bis sie goldbraun sind. Den Weißwein angießen und die Bratrückstände loskochen. Hähnchenschenkel und Wein in den Slowcooker geben.

Das restliche Olivenöl in die Pfanne geben. Zwiebeln und Knoblauch darin goldgelb anbraten, dann Paprika und Chiliflocken kurz mitschmoren. Die Mischung ebenfalls in den Slowcooker geben. Tomaten und Brühe in den Slowcooker gießen und alles mischen. Den Topf schließen und alles 3 Stunden auf High garen, bis das Fleisch schön weich ist.

Die Schenkel herausnehmen, das Fleisch vom Knochen und Knorpel trennen und mit 2 Gabeln auseinanderreißen. Das Fleisch wieder in die Sauce geben, die Kapern einrühren und nochmal abschmecken.

Vor dem Servieren die Pasta kochen, dann abgießen, dabei etwas Nudelwasser auffangen. Die Nudeln mit der Sauce mischen, gegebenenfalls noch etwas Kochwasser zufügen.

Das Gericht in eine Schüssel oder Portionsschalen geben, mit Parmesan und etwas gehackter Petersilie bestreuen.

Das Ragu kann bis zu drei Tage im Voraus zubereitet werden.

Anmerkung Petra: echtes Wohlfühlessen, was kaum Aufmerksamkeit erfordert.

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