Nachgebacken: Bäckel – Kartoffelbrot

Bei Brothandwerker Matthias vom Backhausladen gab es vor gut einer Woche das Bäckel zu bewundern, ein Kartoffelbrot. Kartoffelbrote mag ich ungemein gerne, also habe ich es gleich zum Nachbacken vorgesehen.

Bäckel

Ich habe das Rezept verdoppelt und gleich zwei längliche Brote in meinem Primus Elektrosteinbackofen gebacken (das sieht dann so aus) – damit waren auch gleich sämtliche noch im Vorrat befindlichen mehligen Kartoffeln verwertet 🙂

Bäckel Anschnitt

Im Anschnitt: die Kruste mit kräftigen Röstaromen, die weiche und saftige Krume mit kleiner bis mittlerer Porung.  Schmeckt uns ausgezeichnet – danke Matthias für das schöne Rezept!

Weitere schon von mir gebackene Brote mit Kartoffeln:

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Bäckel – Kartoffelbrote
Kategorien: Brot, Kartoffel
Menge: 2 Brote

Zutaten

H SAUERTEIG
180 Gramm   Lauwarmes Wasser
20 Gramm   Anstellgut (Weizen)
200 Gramm   Weizenmehl Type 1050* (Original 220 g)
H VORTEIG
160     Frischmilch, Raumtemperatur
2 Gramm   Hefe
220 Gramm   Weizenmehl Type 550* (Original 200 g)
H HAUPTTEIG
      Sauerteig
      Vorteig
810 Gramm   mehlige Kartoffeln (Brutto knapp 1 kg)
650 Gramm   Weizenmehl Type 550
60 Gramm   Roggenmehl Type 997
34 Gramm   Salz
10 Gramm   Rohrzucker
20 Gramm   Hefe

Quelle

  nach
  Backhausladen
  Erfasst *RK* 12.08.2016 von
  Petra Holzapfel

Zubereitung

Für den Sauerteig alle Zutaten vermischen und 14 Stunden bei Raumtemperatur gehen lassen.

Für den Vorteig alle Zutaten verkneten. 2 Stunden bei Raumtemperatur anspringen lassen, dann für 12 Stunden in den Kühlschrank stellen.

Für die Kartoffeln knapp 1 kg Kartoffeln in leicht gesalzenem Wasser kochen, gut ausdampfen lassen und noch warm schälen. Durch eine Kartoffelpresse drücken in eine Schale drücken, nochmal gut ausdämpfen lassen. Benötigt werden 810 g durchgepresste Kartoffeln (P: habe ich schon am Vortag gemacht).

Für den Hauptteig alle Zutaten in die Schüssel der Küchenmaschine geben und 8 Minuten langsam, dann 4 Minuten schnell kneten. Es entsteht ein elastischer Teig, der sich komplett von der Schüssel löst. Teig zugedeckt 30 Minuten ruhen lassen.

Den Teig auf die leicht bemehlte Arbeitsfläche geben und teilen (ich habe ein kleineres Stück mit 1 kg abgenommen, der Rest hatte gut 1,3 kg). Beide Teiglinge grob rund formen und 5-10 Minuten abgedeckt entspannen lassen, dann zu länglichen Laiben wirken**. Die Laibe mit dem Schluss nach oben in die Gärkörbe geben (Gärkörbe 1 kg sowie 1,5 kg verwendet) und 45-60 Minuten bei Raumtemperatur gehen lassen.

Rechtzeitig den Elektrosteinbackofen auf 240°C vorheizen: 290°C Oberhitze, 200°C Unterhitze (alternativ normalen Backofen mit einem Backstein auf 250°C vorheizen). Die Brote auf einen Brotschieber stürzen, nach Belieben rautenförmig einscheiden und einschießen, dabei kräftig schwaden. Den Ofen ausschalten und die Brote in etwa 50-60 Minuten kräftig braun ausbacken (herkömmlicher Backofen: Nach 15 Minuten auf 200°C herunterschalten und weitere 45 Minuten fertig backen.)

Anmerkung Petra: sehr schöne aromatische Brote mit kräftiger Kruste und saftiger, feinporiger Krume. Völlig unproblematisch zu machen.

*ich hatte versehentlich beim Sauerteig 20 g Mehl zuviel verwendet, dieses dafür beim Vorteig abgezogen.

**man kann nach Belieben auch runde Laibe formen und diese leicht bemehlt mit der Naht nach unten in die Körbe legen, dann reißt die Kruste rustikal auf.

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Maccheroni mit Sardinen in Sardellen-Tomatensauce

Sardinen schmecken sicher am Meer am besten: frisch gegrillt am Strand, wie sie mir von einem Urlaub als Studenten in Istrien vor vielen Jahren in Erinnerung sind (die zweite Erinnerung an diesen Urlaub ist, dass wir dort bei einem Sandburgenbau-Wettbewerb den zweiten Preis – eine dubiose Flasche Rotwein – gewonnen haben ;-)).

In Italienisch Kochen: Neue Rezepte aus dem River Cafe habe ich jetzt Sardinen mal ganz anders gefunden, nämlich als Teil einer Pasta-Sauce.

Sardinen, filettiert

In diesem Video kann man sich anschauen, wie Sardinen professionell ausgenommen und filettiert werden. Ich habe es mit etwas weniger Hand- und mehr Messerarbeit gemacht und dafür aber auch etwas elegantere Filets erhalten.

Sardinen in der Tomatensauce

Die Filets ziehen nur kurz in einer tomatigen Sauce,

Macceroni mit Sardinen und Sardellen-Tomatensauce

bevor sie mit Maccheroni vermischt und serviert werden. Fanden wir eine sehr schöne Kombination!

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Maccheroni mit Sardinen in Sardellen-Tomatensauce
Kategorien: Nudel, Sauce, Gemüse, Fisch
Menge: 2 Portionen

Zutaten

160 Gramm   Maccheroni (Original Bucatini)
6-7     Sardinen (500 g TK)
1     Rote Zwiebel
2     Knoblauchzehen
2-3     Sardellen
1 Prise   Fenchelsamen; gemörsert
1     Getrocknete rote Chili; zerkrümelt (Petra: Pul
      -Biber)
25 Gramm   Kapern
      Bestes Olivenöl
400 Gramm   Tomaten (Dose)
75     Weißwein

Quelle

  modifiziert nach
  Rose Gray und Ruth Rodgers
  Italienisch kochen
  Neue Rezepte aus dem River Café
  Erfasst *RK* 20.09.2010 von
  Petra Holzapfel

Zubereitung

TK-Sardinen 2 Stunden auftauen lassen, dann schuppen, ausnehmen und filetieren. Zwiebel und Knoblauch schälen und in dünne Scheiben schneiden. Die Sardellen grob hacken. Fenchelsamen zerstoßen. Chilis zerkrümeln. Kapern abspülen.

1 EL Olivenöl in einem kleinen Topf mit schwerem Boden erhitzen. Die Hälfte des Knoblauch darin goldbraun braten. Tomaten und Salz hin zufügen. 20 Minuten köcheln lassen.

1 EL Olivenöl in einer großen schweren Pfanne erhitzen. Zwiebel darin braten, bis sie beginnt. Farbe anzunehmen. Sardellen, restlichen Knoblauch, Fenchelsamen und Chili unterrühren. Alles köcheln, bis die Sardellen sich aufgelöst haben und der Knoblauch weich ist.

Sardinenfilets nebeneinander auf die Sardellenmischung legen. 5-6 EL Tomatensauce darüberlöffeln (restliche Sauce anderweitig verwenden). Kräftig salzen und pfeffern. Wein dazugießen, Kapern darüberstreuen und alles 3-4 Minuten garen, bis der Wein sich mit der Sauce verbunden hat.

Maccheroni in kochendem Salzwasser al dente garen. Abgießen, zu den Sardinen geben und bei schwacher Hitze untermischen. Abschmecken.

Vor dem Servieren mit Olivenöl beträufeln.

Anmerkung Petra: ich habe etwas mehr Tomatensauce als im Original verwendet. Sehr schöne Kombination.

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Mayonnaise – blitzschnell mit dem Zauberstab gemacht

Als Beilage für die gegrillte Lachsforelle gab es bekanntlich eine Orangen-Kresse-Mayonnaise. Im Rezept hatte ich erwähnt, dass ich die Mayonnaise nach der Schnellmethode mit dem Pürierstab (in meinem Fall mit dem Zauberstab) mache. Barbara hatte mich nach einer Dokumentation meiner Vorgehensweise gefragt – bitte sehr, hier ist sie:

Viel Spaß beim Anschauen und viel Erfolg beim Nachmachen!

Ein spezielles Danke geht an meinen Kameramann Moritz 🙂