Kapuzinerkresse-Blütenbutter

Wenn man im Mai Kapuzinerkressesamen gesät hat, kann man sich jetzt über üppiges Wachstum freuen. Die Pflanzen sind ganz unkompliziert, stellen keine großen Ansprüche und werden erfreulicherweise von den Schnecken in Ruhe gelassen.

Kapuzinerkresse-Blüten

Dieses Jahr ist es eine bunte Mischung geworden: ich liebe die auffälligen Blüten mit ihren prächtigen Farbnuancen!

Kapuzinerkresse-Blütenbutter

Schon letztes und vorletztes Jahr habe ich aus den Blüten, den etwas pfeffrigen Blättern und Schnittlauchröllchen eine Kapuzinerkresse-Blütenbutter gemacht, dabei die Mengen frei nach Gutdünken verwendet. Heute habe ich sie mal gewogen – die Mengenangaben sind aber nur als Näherung zu betrachten, am besten verwendet man sie nach eigenem Geschmack.

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Kapuzinerkresse-Blütenbutter
Kategorien: Würzbutter, Aufstrich, Beilage, Grill
Menge: 1 Rezept

Zutaten

200 Gramm Weiche Butter
10-15 Gramm Schnittlauch; in Röllchen
10-15 Gramm Kapuzinerkresse-Blätter; in Streifen oder gehackt
15-20 Gramm Kapuzinerkresse-Blüten; in Streifen oder gehackt
1 Bio-Zitrone: abgeriebene Schale und etwas Saft
Salz
Pfeffer

Quelle

eigenes Rezept
Erfasst *RK* 05.08.2022 von
Petra Holzapfel

Zubereitung

Die Butter in einer Schüssel schaumig rühren. Abgeriebene Zitronenschale, Schnittlauch, Kapuzinerkresse-Blätter sowie -Blüten einrühren. Mit Salz, Pfeffer und Zitronensaft pikant abschmecken. Die Butter auf Klarsichtfolie geben, zu einer Rolle formen und einwickeln. Bis zum Gebrauch im Kühlschrank aufbewahren.

Lässt sich gut einfrieren.

Anmerkung Petra: Die Blütenbutter ist optisch sehr hübsch und hat einen frisch-würzigen Geschmack. Sie wird verwendet wie Kräuterbutter.

Die Mengen an Würzzutaten sollte man dem eigenen Geschmack anpassen, die Angaben oben sind nur zur Orientierung gedacht.

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Frohe Weihnachten!

Winterliches Teisnach

Mit diesem Blick auf die winterliche Landschaft bei Teisnach wünsche ich allen Leserinnen und Lesern ein fröhliches  und erholsames Weihnachtsfest! Bleibt im Neuen Jahr vor allem gesund und lasst Euch nicht unterkriegen, erfreut euch an den schönen Dingen und verwöhnt Euch mit kulinarischen Leckereien.

Amlou – marokkanischer Mandel-Honig-Dip mit Arganöl

Im Regal stehen hier schon einige Kochbücher über marokkanische Küche. Erst kürzlich bin ich aber im Zuge der Recherchen für die kulinarische Weltreise im November über einen Klassiker gestolpert, den ich verblüffenderweise bis dahin gar nicht auf dem Schirm hatte: The Food of Morocco* von Paula Wolfert, veröffentlicht schon 2011. Wolfert hat lange Jahre in Tanger gelebt, dort die klassische marokkanische Küche kennengelernt und die oft nur mündlich überlieferten Rezepte aufgeschrieben.

Amlou

Eines der ersten Rezepte im Buch ist Amlou, eine Paste aus gerösteten Mandeln, etwas Salz, Honig und Arganöl. Arganöl, oft als das flüssige Gold Marokkos betitelt, stammt von den aussschließlich im Südwesten Marokkos wachsenden, mit vielen Stacheln bewehrten Arganbäumen. Die traditionelle Ernte der Früchte ist arbeitsintensiv und zeitaufwendig, daher resultiert der hohe Preis. Durch das Rösten der Samenplättchen entstehen charakteristische Aromastoffe und die Bitterkeit wird reduziert. Arganöl findet Anwendung in der Küche, ungeröstet aber auch in der Kosmetikindustrie.

Amlou wird als Dip mit Brot oder über Pfannkuchen zum Frühstück oder zum Nachmittagstee genossen. Manchmal wird es auch als Nutella Marokkos bezeichnet – dieser Vergleich hinkt natürlich, da der Kakao und somit das Schokoladige fehlt.

Wolfert empfiehlt, die im Backofen gerösteten Mandeln mit etwas Salz im Mörser zu einer feinen Paste zu verarbeiten, in die dann langsam wie bei einer Mayonnaise das Arganöl eingearbeitet wird, erst zum Schluss kommt der Honig dazu. Ich habe meinen Uralt-Thermomix 3300 arbeiten lassen, der die Aufgabe bravourös gemeistert hat. Allerdings habe ich erst mal nur 1/4 der Rezepts gemacht – ein großer Fehler! Amlou schmeckt nämlich absolut süchtig machend, wie ich finde. Die Haltbarkeit beträgt etwa 1-2 Monate, aber das Glas wird sicher vorher leer sein!

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Amlou – marokkanischer Mandel-Honig-Dip mit Arganöl
Kategorien: Dip, Marokko
Menge: 300 Ml

Zutaten

225 Gramm Blanchierte und gehäutete Mandeln
1 Teel. Grobes Meersalz (Fleur de Sel)
120 ml Arganöl
85 Gramm Klarer, dünnflüssiger Honig (Orangenblütenhonig,
-P: Akazienhonig)

Quelle

modifiziert nach Paula Wolfert
The Food of Morocco
Erfasst *RK* 07.11.2021 von
Petra Holzapfel

Zubereitung

Die Mandeln in einer Schale in den auf 150°C vorgeheizten Backofen schieben und unter Wenden rösten, bis sie durch und durch goldbraun sind (Mandeln beobachten, jede Ofen ist anders, bei mir hat das etwa 25 Minuten gedauert). Die Mandeln abkühlen lassen.

Die Mandeln und das Salz in einem Food Processor (P: Uralt- Thermomix) so lange mahlen, bis die Masse Öl absondert und beginnt zu verklumpen (immer wieder durchrühren). Nun Öl und Honig zugeben und alles zu einer homogenen, seidig glänzenden, dickflüssigen Masse mixen.

Amlou in ein gut schließendes Gefäß abfüllen und bei kühler Raumtemperatur, aber nicht im Kühlschrank aufbewahren. Vor der Verwendung gut durchrühren. Haltbarkeit etwa 1-2 Monate.

Amlou wird als Dip mit Brot oder Pfannkuchen und Früchten zum Frühstück oder zum Nachmittagstee genossen.

Anmerkung Petra: superlecker, macht süchtig!

Wolfert empfiehlt, die Mandeln in einem Mörser zu einer feinen Paste zu zerstoßen und dann langsam das Arganöl einzuarbeiten, wie bei einer Mayonnaise. Erst zum Schluss kommt der Honig dazu. Im Hochleistungsmixer wird die Textur aber auch gut, wie ich finde.

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*=Affiliate-Link zu Amazon. Wenn darüber bestellt wird, kostet es genausoviel wie sonst auch, allerdings erhalte ich einen kleinen Vermittlungs-Betrag, den ich wieder in neue Kochbücher etc. stecken kann. Für diese Unterstützung herzlichen Dank!

Die Rezepte der Mitreisenden (die Liste wird im Laufe des Monats ergänzt):

Britta von Backmaedchen 1967 mit Mandel Ghriba
Wilma von Pane-Bistecca mit Marokkanisches Fischgericht mit Couscous und Jogurt Sauce
Kathrina von Küchentraum & Purzelbaum mit Marokkanisches Fladenbrot aus der Pfanne
Sonja von fluffig & hart mit Marokkanisches Kofta Kebab
Sonja von fluffig & hart mit Baghrir – marokkanische Pfannkuchen
Simone von zimtkringel mit Marokkanisches Schmorhähnchen
Jill von Kleines Kuliversum mit Salzzitronen
Jill von Kleines Kuliversum mit Harira – marokkanische Suppe
Britta von Brittas Kochbuch mit Bunte Gemüsetajine mit Falafel
Petra aka Cascabel von Chili und Ciabatta mit Marokkanische Chorba mit Lamm, Gemüse und Safran
Tina von Küchenmomente mit Zitronen-Ghriba
Anja von GoOnTravel mit Marokkanische Linsensuppe – Harira (vegan)
Susanne von magentratzerl mit Harira
Edyta von mein-dolcevita mit Marokkanische Ingwer- Kekse
Petra aka Cascabel von Chili und Ciabatta mit Shrimps-Gemüse-Tagine mit Salzzitronen
Dirk von low-n-slow mit Dafina aus dem Slowcooker
Michael von SalzigSüssLecker mit Briouats – dreimal lecker
Marie-Louise von Küchenliebelei mit Rindfleisch-Tajine mit Datteln
Sonja von fluffig & hart mit gegrilltes marokkanisches Hähnchen
Carina von Coffee2Stay mit Harira: Marokkanische Hühnersuppe
Volker von Volkermampft mit Marokkanisches Meloui (Malawi) – Leckeres Pfannenbrot
Volker von Volkermampft mit Marokkanische Hackbällchen aus Lamm in Tomatensoße
Susan von Labsaliebe mit Rote-Bete-Salat mit Ziegenkäse und Orangen
poupou von poupous geheimes Laboratorium mit Bastilla

Getreidefreies Tahini-Granola

Ich bin kein Porridge-Fan (schon als Kind konnte man mich mit Haferbrei jagen) und stehe auch Müsli eher distanziert gegenüber. Seit 11 Jahren erfreut uns hier aber beim Frühstück selbst gemachter Joghurt. Den mischen wir gerne mit roh gerührter Konfitüre, Sirup oder auch Rysteribs (dänischen Schütteljohannisbeeren) – je nach Jahreszeit und Vorratslage. Seitdem ich dieses Ottolenghi-Dessert ausprobiert habe, steht eigentlich auch immer ein Glas mit knusprig gebackenen Mandel-Sesam-Bröseln auf dem Tisch: ein Teelöffel davon auf den Joghurt gestreut macht den Genuss perfekt.

Getreidefreies Granola

Nun las ich in der Bon Appetit ein Rezept für ein getreidefreies Tahini-Granola. Grundlage: ein Mix aus rohen Nüssen, Pistazien und Mandeln, Kokoschips, Ahornsirup, Tahini, Öl, Salz und Zimt oder Kardamom. Könnte dieser Mix unserem bisherigen Joghurt-Topping gefährlich werden? Das musste erkundet werden.

Making of

Also habe ich gleich mal zusammengesucht, was der Haushalt so hergab: eine Tüte Cashews, dazu ein Rest grüne Pistazien, Pekannüsse sowie selbst gehäutete Mandeln, ergänzt habe ich noch Sonnenblumenkerne und Kürbiskerne. Auch wenn es nicht im Rezept steht: Cashew, Mandeln und Pekannüsse habe ich ganz grob gehackt. Anstelle von Kokoschips musste bei mir ein Rest Kokosflocken herhalten. Der Tahinisirup war schnell zusammengerührt und mit dem Nussmix vermischt. Jetzt kommt alles auf ein Backblech und wird unter mehrmaligem Wenden goldbraun geröstet. Nach dem Abkühlen der erste Geschmackstest: es bestätigt sich, was einige Kommentatoren anmerkten: gefährlich, sehr gefährlich! Das Knusperzeug snackt sich auch einfach so und ohne alles locker weg.

Tahini-Granola

Gelungener Geschmackstest auch beim Frühstück: selbst gemachter Joghurt mit Rysteribs und Tahini-Granola.

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Getreidefreies Tahini-Granola
Kategorien: Snack, Topping, Frühstück, Nuss
Menge: 1 Ansatz

Zutaten

220-250 Gramm Gemischte rohe Nüsse wie Cashews, geschälte
-Mandeln, grüne Pistazien, Pekannüsse, Walnüsse,
-aber auch Sonnenblumenkerne, Kürbiskerne* etc.
-(P: große Stücke grob gehackt)
50 Gramm Kokosflocken oder Kokoschips
2 Essl. Ahornsirup
30 Gramm Tahini
1 Essl. Sonnenblumen- oder Olivenöl
1/2 Teel. Fleur de Sel
1/4 Teel. Zimt und/oder Kardamom

Quelle

Bon Appetit
Erfasst *RK* 26.01.2021 von
Petra Holzapfel

Zubereitung

Den Backofen auf 150°C vorheizen. Ein Backblech mit Backpapier belegen.

Die Nüsse, Saaten und Kokosflocken in eine Schüssel geben. In einer zweiten Schüssel Ahornsirup, Tahini, Öl und Salz glatt rühren. Die Mischung über die Nussmischung geben und alles gut vermengen. Die Nussmischung auf das vorbereitete Backblech geben und alles einlagig verteilen.

Das Blech in den Backofen schieben und alles etwa 30 Minuten rösten, dabei alle 8-10 Minuten gut durchrühren, damit eine gleichmäßige Bräunung gewährleistet ist.

Das Blech herausnehmen, die Mischung abkühlen lassen und in einem gut schließenden Glas aufbewahren.

Anmerkung Petra: schmeckt klasse als Topping auf Joghurt, aber auch solo.

Bei der Mischung darf experimentiert werden 🙂 Laut einem Kommentar bei BA kann man auch einige Zartbitter-Schokoladentröpfchen in den letzten 3-5 Minuten Backzeit zugeben. Wer mag, ersetzt einen Teil der Nüsse durch Haferflocken.

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Ein frohes Weihnachtsfest!

Frohe Weihnachten

Dieses Jahr hat uns einiges abverlangt, das wird gerade in diesen Tagen nochmal ganz deutlich. Anstatt wie lange geplant einige Tage mit unseren drei Kindern, deren Partnern und zwei quirligen Dreijährigen am großen Tisch zu sitzen, zu erzählen, zu spielen und Quatsch zu machen, feines Essen zu genießen und Stockbrot am Lagerfeuer zu braten, feiern wir Weihnachten nur virtuell zusammen.

Ich wünsche uns allen, dass wir gesund durch diese Zeit kommen und sich verschobene Treffen 2021 nachholen lassen. Bleibt mit Euren Lieben verbunden und feiert trotz der kleinen Träne im Auge ein fröhliches Weihnachtsfest!