Torta de Batata – brasilianischer Kartoffelauflauf

Bei meiner Recherche für die kulinarische Weltreise mit Ziel Brasilien ist mir auch das etwas vage Rezept für eine Torta de Batata wieder in die Hände gefallen, das Kathi von ihrer Gastmutter in Minas Gerais bekommen hatte. Im Prinzip ist das ein geschichteter Auflauf aus Kartoffelbrei, Requeijao (einem cremigen Käse), zerpflücktem gegarten Hühnerfleisch und Gemüse wie etwa Tomaten und Mais. Zum Abschluss kommt noch Käse sowie Kartoffelsticks darauf – die gibt man in Brasilien gerne über alles mögliche, auch über Salate wie etwa den Salpicao, einen Geflügelsalat.

Ich habe mich daraufhin im Internet umgesehen und tatsächlich diverse Varianten für den Auflauf gefunden, u.a. diese hier bei Youtube.

Tellerbild

Aus all dem habe ich meine eigene Version gebastelt. Hier das fertige Produkt auf dem Teller: man erkennt deutlich die Kartoffelsticks, die obenauf liegen und dem sonst doch ziemlich weichen Auflauf einen angenehmen Crunch verleihen.

Refogado

Doch von vorne: zuerst stellt man ein Refogado her aus Zwiebeln, Knoblauch, dazu kommen Frühlingszwiebeln sowie Tomaten. Wenn alles etwas eingekocht ist, mischt man das zerpflückte Hähnchenfleisch (hier Reste von einem Grillhuhn) sowie Mais darunter.

Requeijao selbst gemacht

In Ermangelung des Originalprodukts habe ich den Requeijao selbst gemacht – das Rezept, was Ricotta als Ausgangsprodukt verwendet, habe ich seit 20 Jahren auf der Festplatte, ich hänge es unten an. Hier findet man ein ähnliches. Oft wird als Ausgangsprodukt Milch verwendet (wie hier), die muss dann aber erst mit Zitronensaft oder Essig zum Ausflocken gebracht werden, so wie beim indischen Paneer.

Der aus Salzkartoffeln hergestellte Kartoffelbrei wird nun mit dem Requeijao vermischt und damit gut streichbar gemacht.

Making of

Nun schichtet man alles in Lagen in eine Auflaufform – hier waren es 3 Lagen Kartoffelmasse und 2 Lagen Hähnchenfüllung.

Torta de Batata

Darüber kommt noch etwas geriebener Käse und ab geht es in den Ofen. Die Kartoffelsticks habe ich nach der Hälfte der Backzeit darauf verteilt, damit sie nicht zu dunkel werden.

Wir haben das als Hauptmahlzeit gegessen. Kathi schrieb damals dazu „Dieser Auflauf ist eine Beilage – sehr lecker mit pürierten Feijao (schwarzen Bohnen)! aber alle essen auch Reis und Fleisch dazu. Gut auch, das Ganze mit Tomatenscheiben zu essen/vermischen! Der Brasilianer mischt sehr gern! – obwohl er das abwertend vom Mexikaner behauptet *g*.“

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Torta de Batata – brasilianischer Kartoffelauflauf
Kategorien: Auflauf, Geflügel, Resteverwertung, Käse, Brasilien
Menge: 2 Portionen

Zutaten

375 Gramm Geschälte Kartoffeln
Salz
Pfeffer
125 Gramm Requeijao; cremiger Käse, s. Rezept
200-250 Gramm Reste vom Brathuhn; fein zerfasert
1 groß. Zwiebel; gehackt
1 Knoblauchzehe; gehackt
Öl; zum Braten
1 Essl. Tomatenmark
3 Cocktailtomaten; gehäutet, entkernt, gehackt
2 Frühlingszwiebeln; in Ringen
1 klein. Dose Maiskörner (140 g)
50 Gramm Geriebener Käse
1 Handvoll Kartoffelsticks

Quelle

Mix diverser brasilianischer Rezepte aus dem Netz und
Youtube
Erfasst *RK* 06.11.2022 von
Petra Holzapfel

Zubereitung

Die geschälten Kartoffeln als Salzkartoffeln kochen, abgießen, fein zerdrücken und in eine Schüssel geben. So viel vom Requeijao zugeben, dass eine streichfähige Masse entsteht.

Die Zwiebel und den Knoblauch in einer Pfanne in etwas Öl anschwitzen. Die Frühlingszwiebeln zugeben, dann das Tomatenmark anschwitzen und die Tomaten einrühren. Alles etwas einköcheln, dann das Hühnerfleisch und den Mais einrühren, mit Salz und Pfeffer kräftig würzen.

Eine flache Auflaufform buttern. Ein Drittel der Kartoffelmasse in der Form verstreichen, darauf die Hälfte der Hühnermasse verteilen, dies noch einmal wiederholen und den Rest der Kartoffelmasse obenauf streichen. Den Käse darauf streuen.

Den Backofen auf 180°C Umluft vorheizen und den Auflauf hineinschieben. Nach 20 Minuten die Kartoffelsticks darauf verteilen und die Form nochmal für weitere 20 Minuten in den Ofen schieben.

Anmerkung Petra: eine ähnliche Variante macht Kathis Mutter in Brasilien als Beilage, dort isst man noch pürierte schwarze Bohnensauce, Reis und gebratenes Fleisch dazu.

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========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Requeijao Selbstgemacht – Como Fazer Requeijao
Kategorien: Käse, Brasilien
Menge: 1 Info

Zutaten

250 Gramm Ricotta
100 Gramm Butter
1 Teel. Natriumcitrat
Kochende Milch; Menge anpassen

Quelle

Roberta Lengruber
Erfasst *RK* 04.01.2002 von
Petra Holzapfel

Zubereitung

In den Mixer Ricotta, Butter, Natriumcitrat und Salz geben. Nach und nach die heiße Milch zugeben. Mischen, bis man eine homogene, glänzende Masse erhält.

Natriumcitrat gibt es in der Apotheke.

Anmerkung Petra: getestet 10/2022 im Uralt Thermomix. Butter erwärmt zugegeben. Der erste Schuss Milch war gleich so viel, dass eine relativ dickflüssige Masse entstand, die aber schön glatt ist und gut schmeckt. Verwendet für die Torta de Batata.

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Feldsalat mit Paprika, Grapefruit und gebratenem Schweinefilet

Auf einen Sonntag folgt ein Montag und der ist hier im Normalfall weiterhin 5:2-Fastentag, sprich es gibt eine Mahlzeit mit 400-500 kcal. Und da am Sonntag die schönen Mittelstücke vom Schweinefilet auf dem Teller lagen, waren jetzt noch Kopf und Spitze zu verwerten.

Feldsalat mit Schweinefilet

Ich habe daraus einen Hauptspeisensalat zusammengebastelt, der uns richtig gut gefallen hat – ein Rest rote und gelbe Paprika konnte ich auch gleich noch darin unterbringen.

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Feldsalat mit Paprika, Grapefruit und gebratenem Schweinefilet
Kategorien: Hauptspeise, Salat, Zitrus, Schwein, Diät
Menge: 2 Personen

Zutaten

280 Gramm Schweinefilet (Filetkopf oder Spitze geht auch)
10 Gramm Butterschmalz; zum Braten
100 Gramm Feldsalat
1/2 Rote Paprika; in kleinen Würfelchen
1/2 Gelbe Paprika; in kleinen Würfelchen
1 Grapefruit; filetiert, den Saft aufgefangen
1 Schalotte; fein gewürfelt
H DRESSING
Grapefruitsaft vom Filetieren
1 Essl. Sherryessig
Salz
Pfeffer
1/2 Teel. Dijonsenf
1 Teel. Honig
2 Essl. Olivenöl

Quelle

eigenes Rezept
Erfasst *RK* 01.02.2022 von
Petra Holzapfel

Zubereitung

Das Schweinefilet etwa 1 Stunde vor dem Braten auf Raumtemperatur bringen.

Alle Zutaten fürs Dressing verrühren, abschmecken. Schalotten- und Paprikawürfelchen hineingeben und mindestens 30 Minuten ziehen lassen.

Den Backofen mit einem Teller auf 70°C vorheizen. Das Filetstück in Scheiben von etwa 2 cm Dicke schneiden, diese salzen und pfeffern.

Das Butterschmalz in einer Pfanne erhitzen und die Schweinemedaillons darin von beiden Seiten etwa 2-3 Minuten kräftig anbraten (dünnere Stücke sind evtl. schon früher fertig). Die Scheiben auf den Teller legen und etwa 10 Minuten im Backofen ruhen lassen. Den Bratensatz mit einem Schluck Wasser ablöschen und loskochen.

Den Feldsalat im Dressing wenden und auf große tiefe Teller verteilen. Die Grapefruitfilets sowie die Medaillons darauf setzen und mit dem Bratensaft beträufeln.

Anmerkung Petra: entstanden durch Reste im Kühlschrank, hat uns aber sehr gut gefallen, auch das Dressing. Pro Person etwa 440 kcal.

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Resteverwertungs-Geflügelragout mit Pilzen

Um Thanksgiving herum erschien in der Bon Appetit das Rezept für Turkey Etcetrazzini, eigentlich ein klassisches Nudelgericht mit Hähnchen, hier in einer Variante aus dem Kochbuch Burnt Toast and other Disasters* von Carl Pernell, bei der vom Feiertag übriggebliebenes, gerne mal auch etwas trocken gebratenes Truthahnfleisch verwendet wurde.

Bei uns lag noch abgefieseltes Fleisch einer nicht wirklichen perfekten Ente im Tiefkühler, das bot sich als Testobjekt an.

Enten-Pasta

Die Zubereitung dauert zwar ein bisschen, lohnt sich aber auf jeden Fall! Schon der erste Gabelbissen aus der Pfanne hat uns vollauf überzeugt. Verwandlung geglückt, das Fleisch dieses Resteverwertung-Geflügelragouts ist wirklich butterzart geworden!

Pilze anbraten

Wir starten mit der Basiszutat Pilze, bei mir gemischte Waldpilze aus dem Tiefkühler, die erst mal richtig schön angebraten werden. Hier ist Geduld ist angesagt 🙂 Dann kommen Kräuter, Wein, und Sahne dazu, das lässt man etwas einköcheln und gibt dann das gegarte Geflügelfleisch hinein, das Ganze wandert dann für eine knappe Stunde in den Backofen.

Enten-Pasta

Vollendet wird das Gericht mit etwas Gemüse – das dürfen gerne Überbleibsel vom Festmahl sein, bei mir waren es eingefrorene grüne Bohnen, die ich am Schluss mit in die Pfanne im Backofen gegeben habe und Parmesan. Und natürlich Pasta, am besten kurze Pasta. Ich fand meine Radiatori eine gute Wahl.

Ein richtig schönes Essen, Soulfood vom Feinsten!

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Resteverwertungs-Geflügelragout mit Pilzen
Kategorien: Nudel, Resteverwertung, Geflügel, Thanksgiving
Menge: 4 Personen

Zutaten

1 Essl. Öl
1 Essl. Butter
1 mittl. Zwiebel; gehackt
300 Gramm Pilze (P: Steinpilze, Rotkappen, Flockis, alles
-TK)
Salz
1 Teel. Thymian
1 Lorbeerblatt
80 ml Weißwein
200 Gramm Sahne
50 Gramm Schmand (Rest)
350 Gramm Gegarte Geflügelreste; hier etwas trockenes
-Entenfleisch, im Original Truthahn
H SOWIE
300 Gramm Pasta; hier Radiatori
200-300 Gramm Blanchierte grüne Bohnen* oder andere Gemüsereste
50 Gramm Parmesan; fein gerieben

Quelle

Cal Peternell
Burnt Toast and Other Disasters: A Book of Heroic Hacks,
Fabulous Fixes, and Secret Sauces
via Bon Appetit
Erfasst *RK* 04.12.2021 von
Petra Holzapfel

Zubereitung

Originaltitel: Turkey Etcetrazzini, als Thanksgiving-Resteverwertung, auch für trockene Geflügel-Reste verwendbar.

Den Backofen auf 190°C vorheizen.

Öl und Butter in einer großen ofentauglichen Pfanne erhitzen (alternativ später eine Auflaufform verwenden). Zuerst die Zwiebeln etwas anbraten, dann die Pilzr, Salz und Pfeffer hizugeben und alles unter gelegentlichem Rühren etwa 10-15 Minuten anbraten, bis die Pilze schön braun sind. Thymian und Lorbeerblatt einrühren, dann den Wein zugeben und um 1/3 einkochen lassen. Die Sahne (+Schmand) zugeben und das Geflügelfleisch einrühren.

Die Pfanne in den Backofen stellen, andernfalls eine Auflaufform benutzen. Die Geflügelmischung etwa 50-60 Minuten garen, bis die Mischung brodelt, das Fleisch zart ist und die Oberfläche braun wird. P: ich habe 10 Minuten vor Ende die blanchierten Bohnen zugegeben,

Währenddessen die Nudeln bissfest kochen, dann abgießen, dabei etwas Kochwasser auffangen. Nudeln wieder in den Topf geben, Entenragout und falls verwendet Gemüsereste dazugeben und alles vermischen. Die Konsistenz mit Nudelkochwasser anpassen und alles noch 2 Minuten köcheln lassen.

Zum Schluss 2/3 des Parmesans einrühren und mit dem restlichen Käse bestreuen.

Anmerkung Petra: Das Rezept ist wirklich superlecker. Die vorher etwas zähe Ente wurde wunderbar zart. Klasse!

*hier: TK-Bohnen, vorher in kochendem Wasser aufgetaut

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Berliner Pfannkuchen-Auflauf mit Orangen-Karamell

Anstelle von Kuchen stand hier am Wochenende ein warmer Auflauf nach Art eines Bread and Butter-Puddings auf dem Tisch.

Berliner Pfannkuchen-Auflauf mit Orangen-Karamell

Das Rezept für den Berliner Pfannkuchen-Auflauf mit Orangen-Karamell stammt von Johann Lafer aus einer essen & trinken von 1997 und machte wieder einmal klar: Süßspeisen kann er wirklich!

Making of

Verwendet werden normalerweise Faschingskrapfen vom Vortag. Ich hatte bei der letzten Krapfenherstellung extra einige Krapfen ohne Füllung eingefroren, habe das Gericht aber auch schon mit gefüllten Krapfen gemacht. Die schneidet man in Scheiben und schichtet sie abwechselnd mit gedünsteten Apfelwürfelchen in eine kleine Auflaufform. Dazu kommt ein Eier-Sahne-Gemisch (wer es etwas leichter haben möchte, kann sicher auch eine Sahne-Milch-Mischung verwenden).

Tellerbild

Serviert wird der warme Auflauf mit fruchtigem Orangenkaramell und – wenn man es ganz üppig und luxuriös möchte – mit einem Klecks eiskalter Schlagsahne.

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Berliner Pfannkuchen-Auflauf mit Orangenkaramell
Kategorien: Auflauf, Früchte, Resteverwertung, Sauce
Menge: 2 Portionen

Zutaten

H AUFLAUF
2 Berliner Pfannkuchen; Krapfen, vom Vortag
2 Säuerliche Äpfel
1 1/2 Essl. Zitronensaft
25 Gramm Neutraler Honig
1/2 Vanilleschote: ausgekratztes Mark
1 Prise Zimt
H FÜR DIE FORM
Etwas Weiche Butter
Semmelbrösel
H GUSS
3 Eier
20 Gramm Zucker
125 ml Schlagsahne
1 Prise Salz
H ORANGEN-KARMELL
30 Gramm Zucker
125 ml Orangensaft; frisch gepresst
1 Orangen: abgeriebene Schale
20 ml Orangenlikör (P: Cointreau)
H SOWIE OPTIONAL
75 Gramm Schlagsahne

Quelle

modifiziert nach
essen & trinken 1/97 (Lafer)
Erfasst *RK* 06.02.2021 von
Petra Holzapfel

Zubereitung

Für den Orangenkaramell den Zucker in einem kleinen Topf schmelzen. Den Orangensaft zugießen und kochen, bis sich der Zucker aufgelöst hat. Die Orangenschale untermischen und leicht sirupartig einkochen. Den Orangenlikör einrühren. Die Sauce durch ein Sieb gießen und abkühlen lassen.

Die Berliner in jeweils 5 Scheiben schneiden. Die Äpfel schälen, vierteln, das Kerngehäuse entfernen und in Würfel von 1 cm Kantenlänge schneiden.

Zitronensaft, Honig, Vanillemark und Zimt in einer Pfanne heiß werden lassen. Die Äpfel darin etwa 3-5 Minuten dünsten, dabei gelegentlich umwenden.

Eine kleine flache, feuerfeste Form (P: meine ist am Boden gemessen 12×16 cm groß) buttern und mit Semmelbröseln bestreuen. Die Krapfenscheiben hineinsetzen, dabei die Äpfel so mit einschichten, dass die Scheiben etwas Abstand haben und fast aufrecht stehen.

Den Backofen auf 175°C vorheizen.

Die Eier mit Zucker, einer Prise Salz und der Sahne verschlagen. Den Eierguss löffelweise zwischen den Scheiben und außen herum verteilen.

Den Auflauf im vorgeheizten Ofen auf der 2. Schiene von unten etwa 30-35 Minuten backen, bis der Guss gestockt ist. Falls die Krapfenscheiben zu braun werden, mit Alufolie abdecken.

Die Form aus dem Ofen nehmen, die Oberfläche mit etwas Puderzucker bestäuben.

Den Auflauf warm mit dem Orangenkaramell und nach Belieben etwas eiskalter Schlagsahne servieren.

Anmerkung Petra: schmeckt ganz wunderbar. Prima Resteverwertung! Ich habe einen Teil meiner gebackenen Krapfen extra dafür nicht gefüllt.

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Bougatsa me Krema – Grießcreme-Schnitten

Von einer Packung Filoteig (300 g ) hatte ich gut die Hälfte (4 Blätter, knapp 200 g) übrig. Was damit anstellen? Beim Suchen in der Rezeptdatenbank stieß ich auf Galaktoboureko, das griechische Dessert, bei dem eine Art Grießpudding zwischen Filoteig geschichtet wird und das nach dem Backen mit einem Zuckersirup getränkt wird. Klang im Prinzip nicht schlecht, allerdings süß, um nicht zu sagen zuckersüß – so süß wollte ich es nicht haben.

Bougatsa

Ginge nicht auch eine Art Galaktobouriko ohne Sirup? Googlen brachte schnellen Erfolg: ja, das gibt es und das entprechende Rezept nennt sich Bougatsa.

Bougatsa making of

Eine Hälfte der Teigblätter schichtet man überlappend in eine Auflaufform, dabei werden die Teigbahnen immer wieder mit flüssiger Butter bestrichen. Nun kommt die vorbereitete Grießcreme darauf (ich habe sie mit etwas Orangenschale und -saft aromatisiert), den Abschluss machen die restlichen Teigblätter.  Mit einem scharfen Messer schneidet man die obersten Teigbahnen in Portionsstücke, das erleichtert später das Aufteilen des sehr splittrigen Backwerks. Jetzt geht es ab in den Backofen!

Bougatsa, Anschnitt

Uns hat die Bougatsa frisch und noch leicht lauwarm wunderbar geschmeckt.Hoffentlich bleiben bald wieder Filoteig-Reste 🙂

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Bougatsa me Krema – Grießcreme-Schnitten
Kategorien: Gebäck, Frühstück, Dessert, Creme, Griechenland
Menge: 1 Backform von 17×25 cm

Zutaten

350 ml Milch
30 Gramm Zucker
1/2 Zitrone: abgeriebene Schale
1/2 Orange; abgeriebene Schale
40 Gramm Feiner Weichweizen-Grieß
2 Eier
15 Gramm Vanillezucker (selbst gemacht)
1 Teel. Vanilleextrakt
2 Essl. Orangensaft; frisch ausgepresst
200 Gramm Filo-Teig (hier 4 Blätter Henglein)
50 Gramm Butter; geschmolzen
H ZUM SERVIEREN
Puderzucker
Zimt

Quelle

modifiziert nach
kochen und backen.ch
Erfasst *RK* 19.01.2021 von
Petra Holzapfel

Zubereitung

Die Milch mit 30 g Zucker sowie der abgeriebenen Zitronen- und Orangenschale zum Kochen bringen. Unter Rühren langsam den Grieß einrieseln lassen. Weiterrühren, bis ein dicker Grießbrei entstanden ist. Den Topf vom Herd nehmen.

In einer Schüssel die Eier mit dem Vanillezucker hellschaumig aufschlagen. Nun esslöffelweise den heißen Grießbrei unterschlagen. Vanilleextrakt und Orangensaft unterrühren. Eine Klarsichtfolie direkt auf die Grießmasse legen, damit sich beim Abkühlen keine Haut bildet.

Den Backofen auf 175°C vorheizen. Die Butter schmelzen.

Die Filoteigblätter in zwei Teile (für Boden und Deckel) aufteilen (ich habe meine Blätter jeweils in 6 Stücke – einmal quer und zweimal längs – geteilt).

Die Form gut mit Butter bestreichen, alle Blätter vor dem Einlegen mit Butter bepinseln. Den Boden mit der Hälfte der gebutterten Blätter überlappend so auslegen, dass diese über den Rand der Form ragen.

Nun die Grießcreme darauf verteilen, die überlappenden Teile nach innen klappen und die Form mit den restlichen gebutterten Blättern belegen (P: ich habe dafür nicht mehr alle Stücke verwendet).

Mit einem scharfen Messer die obersten Teigstücke so einschneiden, dass 8 Portionen entstehen. Dic Schichten sollten nicht ganz durchgeschnitten werden, damit die Grießmasse nicht herausquillt.

Die Form für etwa 40 Minuten in den Backofen schieben, bis die Oberfläche schön gebräunt und knusprig ist.

Die Bougatsa mit Puderzucker und etwas Zimt bestäuben. Sie kann warm oder kalt gegessen werden.

Anmerkung Petra: ausgesprochen lecker! Die Bougatsa ist die wesentlich weniger süße Verwandte des Galaktoboureko, sie wird nicht mit Sirup übergossen. Eine tolle Resteverwertung für übrige Filoteigblätter. Lauwarm fanden wir sie am besten, Reste kann man aber auch noch am zweiten Tag essen.

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Meine Nidelzältli – mürbe Rahmkaramellen mit Fleur de Sel

Dem allgemeinen Trend entgegen starte ich ins neue Jahr mit einem „ungesunden“ Rezept 😉 Nix kalorienarm, nix lowcarb, nix clean eating 😉 Aber immerhin ist es eine Resteverwertung!

Rahmkaramellen

Vom Silvester-Dessert (Rezept folgt in Kürze) hatte ich noch etwas gezuckerte Kondensmilch aka Milchmädchen übrig. Ein Blick in die Datenbank förderte ein Rezept zutage, was ich vor vielen Jahren mal in einem Schweizer Rezeptforum aufgesammelt hatte: Nidelzältli oder auch Rahmtäfeli, das sind Rahmkaramellen. Diese gibt es bekanntermaßen in zwei Formen: einmal relativ fest und zäh, sogenannte Plombenzieher und dann in der mürben, etwas bröckeligen Form. Mit der ersten kann man mich nicht hinterm Ofen hervorlocken, mit der zweiten schon 😉

Köstliche Salz-Rahmkaramellen habe ich vor vielen Jahren mal in Arcachon erstanden, deshalb habe ich dem mir vorliegenden Originalrezept noch zwei kräftige Prisen Fleur de Sel spendiert. Der Plan ist voll aufgegangen: das Konfekt ist genau so, wie ich es liebe 🙂 Glücklicherweise habe ich nur eine relativ kleine Menge gemacht, der Suchtfaktor ist nämlich beträchlich. Aufopfernderweise beteiligt sich auch Helmut bei der Vernichtung der gefährlichen Ware.

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Meine Nidelzältli – mürbe Rahmkaramellen mit Fleur de Sel
Kategorien: Konfekt, Schweiz
Menge: 1 Rezept

Zutaten

125 Gramm Gezuckerte Kondensmilch; Milchmädchen
50 Gramm Butter
100 Gramm Zucker
2 Prisen Fleur de Sel
H SOWIE
1 Essl. Kaltes Wasser

Quelle

modifiziert nach
BettyBossi.Kochforum
nach Tiptopf
Erfasst *RK* 15.04.2002 von
Petra Holzapfel

Zubereitung

Eine kleine Kastenform (am Boden 17,5 x 8,4 cm) mit Backpapier auslegen. Ersatzweise ein Blech mit Backpapier belegen.

Gezuckerte Kondensmilch, Butter, Zucker und Salz in einen kleinen Topf geben und unter ständigem Rühren etwa 15 Minuten kochen lassen, bis die Masse hellbraun und eingedickt ist. Probe: Wenn man etwas von dieser Masse auf einen kalten Löffel gibt, sollte sie erstarren.

Das kalte Wasser zugeben und glatt rühren. Die Masse sofort flächendeckend in die Kastenform oder auf das Backpapier gießen und 1 cm dick ausstreichen.

Die Karamellmasse auskühlen lassen. Dann das Backpapier herausheben und die Karamellen in etwa 2 cm große Stücke schneiden.

Anmerkung Petra: ich habe die Karamellen auf Backpapier etwa 2 Tage nachtrocknen lassen. Ergibt mürbe, „bröckelige§ Karamellen mit sehr leckerer Salzkaramell-Note.

Im Original doppeltes Rezept ohne Salz.

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