Orangenzungen

Als ich jetzt ein Foto der alljährlichen Plätzchen-Parade bei Instagram veröffentlichte, wurde ich gefragt, ob neue Favoriten dabei seien.

Orangenzungen

Darauf gibt es eine klare Antwort: als erklärter Zitrus-Liebhaberin gefallen mir die Orangenzungen ausgesprochen gut 🙂

Oft findet man für Orangenzungen Rezepte, in denen Marzipan verwendet wird. Marzipan wird hier aber eigentlich nur vom Hausherrn gerne gegessen, deshalb habe ich mich an einem Rezept der Küchengötter orientiert, was ohne auskommt.

Orangenzungen

Ich habe allerdings geschälte Mandeln verwendet und nach dem Backen jeweils 2 Stäbchen zusammengeklebt, bevor ein Ende in flüssige Kuvertüre getaucht wird.

Die Kombination von Sandgebäck mit den Orangenaromen durch abgeriebene Schale im Teig und Orange als Füllung (hier kam ein Blutorangengelee mit Aperol – analog meinem Minneola-Aperol-Gelee – zum Einsatz) sowie Schokolade ist absolut gelungen.

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Orangenzungen
Kategorien: Plätzchen, Weihnachten, Konfitüre, Schokolade
Menge: 40 bis 45 Stück

Zutaten

125 Gramm Weiche Butter
60 Gramm Puderzucker
1 Ei
1 Unbehandelte Orange: abgeriebene Schale
150 Gramm Mehl
1/2 Teel. Backpulver
75 Gramm Geschälte, fein gemahlene Mandeln
H FERTIGSTELLUNG
Orangenmarmelade; zum Füllen (P:
-Blutorangengelee mit Aperol)
75 Gramm Kuvertüre (P: Vollmilch/Zartbitter 1:1); zum
-Tauchen

Quelle

modifiziert nach Küchengötter
Erfasst *RK* 28.11.2021 von
Petra Holzapfel

Zubereitung

Den Backofen auf 200°C vorheizen. Die Butter mit Puderzucker und Orangenschale schaumig rühren, dann das Ei unterrühren, bis es vollständig aufgenommen ist. Mit dem Knethaken Mehl, Backpulver und Mandeln darunter mischen.

Den Teig in einen Spritzbeutel (P: Einmalspritzbeutel) mit Sterntülle geben und 5-6 cm lange Stängchen auf das mit Backpapier belegte Blech spritzen. Auf mittlerer Schiene 8-9 Minuten backen, abkühlen lassen.

Jeweils 2 Stängchen an der Unterseite mit der Orangenmarmelade zusammenkleben.

Die Kuvertüre nach Anweisung temperieren. Die Stängchen mit einer Seite in die Kuvertüre tauchen und die Schokolade trocknen lassen.

Anmerkung Petra: Sehr feines Sandgebäck. Orangenaroma und Schokolade ergänzen sich bestens! Im Original wird jeweils eine Orangenzunge mit Orangenmarmelade bestrichen und dann in Schokolade getaucht. Ich habe sie etwas kleiner gemacht und Doppel-Plätzchen hergestellt.

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Brownie-Bäumchen

Weihnachten rückt unerbittlich näher! Für Moritz, der am Wochenende aus Teneriffa kommt, wo er derzeit an der deutschen Schule unterrichtet, habe ich jetzt noch ein Päckchen mit Plätzchen gepackt – er wird die Feiertage mit seiner Freundin bei deren Eltern verbringen. Da er eine Nuss- und Mandel-Allergie hat, sind viele meiner gebackenen Weihnachtsplätzchen nicht für ihn geeignet.

Brownie-Baeumchen

Also habe ich nochmal nachgelegt und neben Limoncello-Bällchen und Zimtgebäck mit Schokolade noch Lebkuchen-Brownie-Bäumchen gebacken.

Bäumchen schneiden

Dafür habe ich den Brownieteig in einem Backrahmen (20 x 30 cm) gebacken, die Platte in 4 Streifen geschnitten und diese in Dreiecke geteilt.

Brownie-Bäumchen

Die Brownies wurden dann in dunkle Kuvertüre getaucht und nach dem Erstarren mit Fäden von weißer Kuvertüre und bunten Zuckerkügelchen verziert (ähnlich wie bei den Vanillesand-Bäumchen).

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Lebkuchen-Brownie-Bäumchen
Kategorien: Gebäck, Plätzchen, Schokolade, Weihnachten
Menge: 44 Stück

Zutaten

100 Gramm Butter
125 Gramm Zartbitterschokolade (P: Zartbitterkuvertüre-
-Vollmilchkuvertüre 1:1)
2-3 Eier (P: 125 g Ei ohne Schale gewogen)
250 Gramm Brauner Zucker (P: Muscovado)
10 Gramm Vanillezucker
125 Gramm Mehl
20 Gramm Backkakao
1/2 Teel. Backpulver
1 Prise Salz
2 Teel. Lebkuchengewürz
H GLASUR
100 Gramm Kuvertüre (P: Zartbitterkuvertüre-
-Vollmilchkuvertüre 1:1)
10 Gramm Kokosfett
Etwas Weiße Kuvertüre
Zuckerkügelchen

Quelle

stark modifiziert nach
Landedition 6-2016 Himmlische Plätzchen
Erfasst *RK* 19.12.2019 von
Petra Holzapfel

Zubereitung

Backofen auf 180°C Ober- und Unterhitze vorheizen. Ein Backblech mit Backpapier belegen, einen Backrahmen (20 cm x 30 cm) darauf stellen.

Butter und Schokolade hacken und in einem Topf bei geringer Hitze schmelzen.

Den braunen Zucker, Vanillezucker und die Eier in eine Schüssel geben und mit dem Handrührer schaumig aufschlagen. Die lauwarme Butter-Schoko-Mischung langsam zugeben und unterrühren.

Mehl, Kakao, Backpulver sowie 1 Prise Salz zusammen sieben und unter die Ei-Schoko-Masse heben. Den Teig in den Backrahmen gießen und glattstreichen. Das Blech in den Backofen schieben und etwa 20 Minuten backen. Nicht zu lange, der Teig soll noch saftig sein. Herausnehmen und abkühlen lassen.

Den Rand abnehmen und die Teigplatte der Länge nach in Streifen von 5 cm schneiden. Den ersten Streifen unten im Abstand von 5 cm markieren, oben mittig versetzt im Abstand 5 cm und dann in Dreiecke schneiden. Bei den anderen Streifen genau so vorgehen.

Zum Glasieren die dunkle Kuvertüre schmelzen und die Dreiecke in die Schokolade tauchen, auf ein mit Alufolie belegtes Blech setzen und fest werden lassen.

Sobald der Guss fest ist, etwas weiße Kuvertüre schmelzen und in einen Einmal-Spritzbeutel oder einen Gefrierbeutel füllen. eine kleine Ecke abschneiden und die Bäumchen streifenförmig damit verzieren. Sofort Zuckerkügelchen auf die noch weichen Streifen streuen und alles fest werden lassen.

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Butterbrote mit Schokolade

Im letzten Januar ist hier das Backbuch Kipferl & Busserl: Österreichische Weihnachtsbäckerei* von Ingrid Pernkopf eingezogen.

Butterbrote mit Schokolade

Das erste daraus ausprobierte Rezept sind die Butterbrote mit Schokolade.

Ich habe seit  den 80er Jahren ein Rezept für falsche Butterbrote im Repertoire, bei denen Schoko-Nussteig Vollkornbrot, der Guss Butter mit Schnittlauchröllchen darstellen soll. Bei den jetzt gebackenen „Butterbroten“ werden die runden Plätzchen halbiert und gebacken, dann bekommen sie wie meine alten einen „Aufstrich“ aus schaumig gerührten Eigelb, der wird allerdings jetzt mit einer zweiten Hälfte abgedeckt und nochmal bei niedriger Temperatur im Ofen getrocknet. Dadurch sehen diese wie zugeklappte Butterbrote aus. Sie schmecken uns sehr gut, sind von der Konsistenz her „sandiger“ als die bekannten Plätzchen.

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Butterbrote mit Schokolade
Kategorien: Plätzchen, Weihnachten, Österreich
Menge: 1 Ansatz, hier 64 Stück

Zutaten

90 Gramm Kalte Butter
90 Gramm Puderzucker oder feinster Backzucker
180 Gramm Geriebene Haselnüsse*; oder andere Nüsse
90 Gramm Geschmolzene Bitterkuvertüre
130 Gramm Mehl
1 Teel. Spekulatiusgewürz (s.u.)
1 Prise Salz (nicht im Original)
H FÜLLUNG
4 Eigelbe
140 Gramm Fein gesiebter Puderzucker

Quelle

modifiziert nach
Ingrid Pernkopf
Kipferl & Busserl
Erfasst *RK* 13.01.2019 von
Petra Holzapfel

Zubereitung

Alle Zutaten für den Mürbteig in einer Schüssel mit dem Knethaken oder auf einer Arbeitsfläche mit den Händen vermischen und zu einem Teig kneten (P: Food Processor, dann mit den Händen zusammengeknetet).

Den Teig 3 mm dick ausrollen, dann nochmal kurz kalt stellen und mit einem glatten oder gezackten Ausstecher Kekse mit 5-6 cm Durchmesser ausstechen (P: gewellter Ausstecher 5 cm).

Die Kekse auf ein mit Backpapier belegtes Backblech legen und in der Mitte halbieren. Nochmal kurz kalt stellen

Die Kekse im auf 170°C vorgeheizten Backofen etwa 10 Minuten backen – nicht zu dunkel backen (Original 14 Minuten!)

Für die Füllung die Eigelbe mit Zucker gut schaumig rühren, bis die Masse Halt bekommt. Die Kekse auf der Unterseite mit der Füllung bestreichen, mit einem zweiten Keks abdecken und wieder auf ein Blech legen. Im Backofen bei 100°C 20-30 Minuten trocknen lassen (P: 20 Minuten).

Pernkopf: Der Teig kann zusätzlich mit Zimt, Ingwerpulver, Kardamom, Piment, Lebkuchen- oder Spekulatiusgewürz, Vanille oder Zitronenbzw. Orangenschale aromatisiert werden.

Anmerkung Petra: ich habe 120 g normale und 60 g geröstete Haselnüsse zusammen vermahlen, Spekulatiusgewürz und eine Prise Salz hinzugefügt. Der Teig lässt sich gut ausstechen, wenn er nach dem Ausrollen kurz kalt gestellt wird. Direkt aus dem Ofen sind die Kekse ziemlich brüchig, deshalb auf den Blechen abkühlen lassen, bevor man sie weiter verarbeitet.

Schmecken prima, haben eine angenehm „sandige“ Konsistenz.

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Pecan-Walnuss-Thumbprints

Eigentlich hatte ich das Plätzchenbacken für dieses Jahr schon beendet, da kam die neue Bon Appetit ins Haus und ich sah die Double Pecan Thumbprints. Da gab es kein Halten mehr, die mussten ausprobiert werden!

Pecan-Walnuss-Thumbprints

Im Keller fand sich allerdings nur noch eine Tüte Pecannüsse mit leicht überschrittenem Haltbarkeitsdatum – umso besser, die müssen natürlich unbedingt weg! Den Rest habe ich mit Walnüssen aus eigener Ernte aufgefüllt, von denen es dieses Jahr im Überfluss gibt.

Herstellung der Pecan-Walnuss-Thumbprints

Von den Pecannüssen habe ich die schönsten für die Dekoration ausgesucht, der Rest wurde mit den Walnüssen im Backofen leicht geröstet. Die Nüsse teilt man dann auf: mit dem größeren Teil der gemahlenen Nüsse stellt man den Teig her, der Rest wandert in eine Frangipane-Creme.

Aus dem Teig formt man Kugeln, wälzt sie in Puderzucker und schiebt sie dann in den Backofen. Nach knapp der halben Backzeit holt man sie heraus und drückt in die noch weichen Plätzchen Vertiefungen. So gesehen sind es eigentlich keine Thumbprint-Kekse – an den heißen Keksen würde man sich den Daumen ganz schön verbrennen 😉 Aber Thumbprints sind  ja hier auch eher als Husarenkrapfen oder Engelsaugen bekannt. Wie auch immer, in die Vertiefung kommt jetzt etwas Frangipane-Creme, das Ganze wird mit einer Nuss gekrönt und geht jetzt nochmal in den Backofen.

Direkt nach dem Backen sind die heißen Kekse sehr weich und fragil, das gibt sich aber beim Abkühlen. Außerdem duften sie absolut verführerisch und erfordern höchste Disziplin, wenn man am Fastentag nicht schwach werden möchte 😉

Inzwischen sind sie aber verkostet worden und haben sofort das Prädikat „Favorit“ erhalten. Die schmecken übrigens bestimmt auch außerhalb der Adventszeit 😉

Von der Frangipane-Creme bleibt übrigens ein nicht unerheblicher Rest übrig. Den kann man aber ganz gut anderweitig verwenden, ich sage nur „Bostock„…

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Pecan-Walnuss-Thumbprints
Kategorien: Plätzchen, Kekse, Weihnachten, Nuss, USA
Menge: 30 Stück

Zutaten

220 Gramm Pecan- und/oder Walnüsse; hier 70 g Pecans und
-150 g Walnüsse (weitere 30 Stück zum Belegen
-werden zum Belegen benötigt, s.u.)
H TEIG
175 Gramm Mehl
130 Gramm Von den gerösteten Nüssen
2 Prisen Salz
1/2 Teel. Backpulver
180 Gramm Weiche Butter
50 Gramm Zucker
50 Gramm Puderzucker
1 groß. Eigelb
1 Teel. Vanilleextrakt
H FRANGIPANE
90 Gramm Von den gerösteten Nüssen
65 Gramm Zucker
1 groß. Eiweiß
30 Gramm Butter; Raumtemperatur
2 Teel. Lösliches Espressopulver (P: 1 Portion)
1 Prise Salz
1/4 Teel. Mandelextrakt (P: ersetzt mit Vanilleextrakt, 1
-Tl Amaretto geht auch)
H SOWIE
75-100 Gramm Puderzucker; zum Wälzen (P: 100 g ist reichlich)
30 Schöne Pecanhälften und/oder Walnusshälften; zum
-Belegen

Quelle

modifiziert nach Bon Appetit December 2018
Erfasst *RK* 18.12.2018 von
Petra Holzapfel

Zubereitung

Den Backofen auf 175°C vorheizen. Die Nüsse in eine ofenfeste Arbeitsschale geben und im Backofen etwa 8-10 Minuten unter einmaligem Wenden leicht rösten. Abkühlen lassen. 90 g der Nüsse für die Frangipane, die restlichen 130 g für den Teig verwenden.

Für den Teig Mehl, 130 g Nüsse, Backpulver und Salz in den Food Processor oder Mixer geben und etwa 1 Minuten fein mahlen.

Die Butter in einer Schüssel mit dem Handrüher cremig schlagen, dann Zucker und Puderzucker zugeben und weiterschlagen, bis eine helle Schaummasse entstanden ist. Eigelb und Vanilleextrakt unterrühren, dann bei geringer Geschwindigkeit die trockenen Zutaten kurz unterrühren. Die Teigmasse mindestens 45 Minuten abgedeckt kalt stellen, damit sie etwas fester wird.

Für die Frangipane Nüsse und Zucker in den Food Processor oder Mixer geben und sehr fein mahlen – nicht zu lange mahlen, es darf keine Paste entstehen. Das Eiweiß zugeben und kurz untermixen, dann Butter, Espressopulver, Salz und Mandelextrakt zugeben und nochmal kurz durchmixen. Die Frangipane in eine kleine Schüssel schaben, nochmal gut durchrühren und mindestens 30 Minuten abgedeckt kalt stellen.

Den Backofen auf 175°C vorheizen. 2 Backbleche mit Backpapier belegen. 75-100 g Puderzucker in ein flaches Schüsselchen geben.

Die Schüssel mit Teig aus dem Kühlschrank holen. Etwa esslöffelgroße Stücke Teig (P: abgewogen 20 g) abnehmen und zu Kugeln rollen, diese im Puderzucker wälzen und mit genügend Abstand auf das Backblech setzen (P: 15 Stück/Blech)

Das Blech kaltstellen, das zweite bestücken, dann ebenfalls kaltstellen. Nun das erste Blech für etwa 8 Minuten in den Backofen schieben, bis der Teig etwas aufgegangen, aber immer noch weich ist. Das Blech herausholen und mit einem dickeren Kochlöffelstiel Vertiefungen in die Plätzchen drücken. Ich habe mehrfach eingedrückt, um etwas weitere Öffnungen zu erhalten.

Nun mit Hilfe von 2 kleinen Löffelchen (P: Espressolöffelchen) so viel Frangipane-Creme in die Öffnungen füllen, dass diese gut gefüllt sind, aber nicht überquellen. Auf die Frangipane-Creme jeweils eine Pecannusshälfte oder eine Walnusshälfte setzen. Das Blech für weitere 8-10 Minuten in den Backofen schieben, bis die Ränder anfangen, leicht zu bräunen. Das Blech herausnehmen und die Plätzchen auf dem Blech erkalten lassen, sie festigen sich erst beim Abkühlen. Das zweite Blech genauso backen.

Die Plätzchen ganz zart mit Puderzucker bestäuben und in gut schließenden Keksdosen aufbewahren.

Anmerkung Petra: wunderbare, leicht sandige Plätzchen mit tollem Nussaroma, gefallen mir ausgezeichnet. Ich habe schon etwas kleinere Stücke gemacht als im Originalrezept, sie sind aber größer als meine normalen Weihnachtsplätzchen, sie entprechen von der Grüße her eher Lebkuchen. Favorit!

Von der Frangipane-Creme wird nicht alles benötigt. Reste schmecken auf Brioche gebacken als „Bostock“, einer Art French Toast deluxe.

Im Original werden sie nur mit Pecannüssen gemacht, ich hatte nur noch eine Tüte mit 100 g und deshalb den Rest mit Walnüssen aufgefüllt.

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Nougat-Mokka-Tropfen

Den Abschluss der diesjährigen Weihnachtsbäckerei macht ein Plätzchen, von dem ich während der Herstellung überzeugt war: das Rezept ärgert mich so, das schafft es nicht ins Blog!

Nougat-Mokka-Tropfen

Der Geschmack der fertigen Nougat-Mokka-Tropfen hat uns dann aber doch vom Gegenteil überzeugt – die kleinen Happen schmecken einfach wunderbar nussig-sandig-schokoladig!

Weicher Teig

Wer ab und zu bei rausgelinst hineinlist, hat dieses Bild vielleicht schon gesehen: der schokoladige, mit Espressopulver aromatisierte Teig war so weich, dass nicht einmal meine Allzweckwaffe half, nämlich den Teig kurz in den Tiefkühler zu legen. Er wurde sofort wieder so weich, dass sich keine schönen Tropfen ausstechen ließen. Also hab ich kurzerhand die Produktion bei Wintertemperaturen nach draußen auf die Hausbank verlegt.

Da ich keinen echten Tropfen-Ausstecher besitze, habe ich meine Mutzenmandel-Ausstechform* verwendet, die eigentlich für fettgebackenes Faschingsgebäck gedacht ist, hier findet sich mein ausprobiertes Rezept dafür. In dem Blogeintrag von 2008 erwähne ich übrigens ein Gebäck namens Freudentränen, das vom Aufbau her den hier vorgestellten Plätzchen stark ähnelt – auch da hatte ich mit der Konsistenz des Teiges zu kämpfen!

Im nächsten Jahr werde ich mich nochmal an die Tropfen wagen, dabei die Anzahl der Eigelbe aber von 3 auf 2 reduzieren, wie ich es unten im Rezept schon aufgeschrieben habe. Auch auf den zum Auflösen des Espressopulvers gedachten El Wasser werde ich verzichten.

Tropfen glasieren

Nicht mehr schwierig: Glasieren der Nougat gefüllten Tropfen mit Kuvertüre.

Das Rezept stammt übrigens wie das der Limoncello-Kugeln aus Tanja Dusys kleinem Büchlein Weihnachtsplätzchen aus aller Welt*.

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Nougat-Mokka-Tropfen
Kategorien: Plätzchen, Weihnachten, Schokolade, Nuss, Österreich
Menge: 40 Stück

Zutaten

125 Gramm   Gemahlene Haselnusskerne; geröstet
220 Gramm   Weiche Butter
100 Gramm   Puderzucker
2     Eigelb (Original 3)
1 Essl.   Instant-Espressopulver
200 Gramm   Mehl
1/4 Teel.   Zimtpulver
2 Essl.   Kakaopulver
1 Teel.   Backpulver
H SOWIE
      Ausstecher in Tropfenform (P: Mutzenmandel-
      -Ausstecher)
H ZUM FÜLLEN
100 Gramm   Schnittfestes Haselnuss-Nougat
H ZUM GLASIEREN
100 Gramm   Zartbitter-Kuvertüre

Quelle

  modifiziert nach
  Tanja Dusy
  Weihnachtsplätzchen
  Erfasst *RK* 14.10.2017 von
  Petra Holzapfel

Zubereitung

Die Butter in Flöckchen schneiden und mit den Rührbesen des Handrührgeräts weiß-cremig rühren, dabei nach und nach den Puderzucker zugeben. Eigelbe einzeln unterrühren, bis die Masse luftig-leicht wird. Espressopulver fein mörsern und unterrühren.

Mehl, Zimt, Kakaopulver und Backpulver mit den gerösteten Haselnüssen vermischen und zügig mit einem Löffel unter die Butter- Eigelb-Masse rühren. Teig ohne Druck zu einer Kugel rollen. In Frischhaltefolie wickeln und mindestens 1 Std. kühl stellen.

Den Backofen auf 175°C vorheizen, Backblech mit Backpapier auslegen.

Den Teig zwischen Klarsichtfolie etwa 3 mm dick ausrollen (Teighölzer) und Tropfen ausstechen. Den übrigen Teig erneut ausrollen und ausstechen, bis er aufgebraucht ist. Die Tropfen mit etwas Abstand auf das Blech legen. Auf mittlerer Schiene etwa 8-10 Minuten backen. Erst auf dem Blech, dann auf einem Kuchengitter auskühlen lassen.

Das Haselnuss-Nougat über dem heißen Wasserbad schmelzen. Die Unterseite eines Tropfens mit etwas Nougatmasse bestreichen, einen zweiten Tropfen mit der Unterseite darauf kleben und auf einem Kuchengitter fest werden lassen.

Die Kuvertüre über dem heißen Wasserbad schmelzen. Die Tropfen jeweils mit der unteren Hälfte in die Kuvertüre eintauchen, abtropfen lassen und mit der glasierten Seite nach oben auf ein Kuchengitter legen, bis die Glasur fest geworden ist.

Anmerkung Petra: 2017 halbes Rezept des Originals: Teig ausgesprochen weich, war nur gekühlt draußen (!) zu verarbeiten. Mutzenmandelausstecher liefert kleine Tropfen, ergeben aber eine hübsche Größe – ergaben hier 35 Stück und einige Bruchstücke. Ich würde nächstes Mal für's gesamte Rezept anstelle von 3 nur 2 Eigelb verwenden und den El Wasser zum Auflösen des Espressopulvers weglassen. Geschmacklich ausgezeichnet, schön mürbe!

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Bunte Adventskringel

Die hübschen Cranberry-Adventskringel der Lecker standen schon seit 2 Jahren auf meiner "auszuprobieren"-Plätzchenliste. Dieses Jahr hab ich sie endlich gebacken.

Adventskringel

Optisch sind sie durch die rot-grüne Farbe von Cranberries und Pistazien echte Hingucker!

Mit dem Teig hab ich etwas gekämpft, da er ziemlich klebrig war, obwohl ich das eigentlich noch zuzugebende Wasser schon weggelassen hatte. Aber gut gekühlt (s. meine Plätzchen-Tipps) ließ er sich dann doch gut meistern. Zum Ausstechen habe ich diesen Linzer-Ausstecher* verwendet, der die im Rezept angegebene Größe hat. Gefüllt habe ich die Doppeldecker mit meinem Johannisbeer-Glühwein-Gelee, jedes andere rote Gelee eignet sich natürlich auch.

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Cranberry-Pistazien-Adventskringel
Kategorien: Plätzchen, Keks, Weihnachten
Menge: 30 Stück

Zutaten

250 Gramm   Mehl
75 Gramm   Zucker
1     Bio-Zitrone: abgeriebene Schale
1 Messersp.   Backpulver
1     Ei (Gr. M)
125 Gramm   Kalte Butter
H ZUM BESTREUEN
25 Gramm   Getrocknete Cranberries*; grob gehackt
15 Gramm   Pistazien*; grob gehackt
H GUSS
150 Gramm   Puderzucker
2-3 Essl.   Zitronensaft
H ZUM FÜLLEN
100 Gramm   Johannisbeer-Glühwein-Gelee oder anderes rotes
      -Gelee

Quelle

  modifiziert nach
  LECKER-Sonderheft
  Ausgabe 6/2014
  Erfasst *RK* 18.11.2015 von
  Petra Holzapfel

Zubereitung

Mehl, Zucker, Zitronenschale und Backpulver mischen. Ei und Butter in Stückchen zufügen. Erst mit den Knethaken des Rührgeräts, dann mit den Händen kurz zu einem glatten Mürbeteig verkneten (P: gemacht im Foodprocessor: erst Mehl, Zucker, Zitronenschale und Backpulver mit Butterflöckchen gemixt, dann das Ei untergemixt, auf der Arbeitsfläche zusammengeknetet). Zugedeckt mindestens 30 Minuten kalt stellen.

Den Backofen auf 180°C vorheizen. Backbleche mit Backpapier auslegen. Teig auf etwas Mehl ca. 3 mm dünn ausrollen (P: zwischen Klarsichtfolie, Teighölzer). Gleiche Anzahl Kreise mit Wellenrand (ca. 5,5 cm Ø) und Kringel mit Wellenrand (ca. 5,5 cm Ø, innen 2 cm Ø) ausstechen und auf die Bleche legen. Teigreste immer wieder kurz verkneten, evtl. kühlen, ausrollen und ausstechen.

Plätzchen nacheinander im heißen Ofen ca. 9 Minuten goldgelb backen. Herausnehmen und auskühlen lassen.

Puderzucker und Zitronensaft zu einem glatten Guss verrühren. Die Kringel damit bestreichen, mit Cranberrys und Pistazien bestreuen. Den Guss trocknen lassen.

Das Gelee glatt rühren und auf die Kreise streichen. Jeweils mit einem Kringel abdecken, fest werden lassen.

Anmerkung Petra: 1/2 Rezept gemacht, ergab mit 5 cm Linzer Ausstecher (innen Stern) 13 fertige Doppeldecker-Kekse. Optisch sehr hübsch – echte Hingucker – allerdings recht groß. Der Teig klebte etwas, obwohl ich schon den El Wasser aus dem Originalrezept weggelassen hatte, ließ sich nur sehr gut gekühlt (ausgerollt kurz in den TK) gut ausstechen. Man könnte aber auch jeden anderen Plätzchenteig für diese Deko verwenden. Geschmacklich gut.

*im Original doppelte Menge angegeben, war aber deutlich zu viel.

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