Nachgebacken: Linzer Schnitten nach Micha

Ich bin dabei, meine Liste der getesteten Weihnachtsplätzchen auf den neuesten Stand zu bringen. Da dürfen natürlich Michas hübsche Linzer Schnitten nicht fehlen, die schon in den letzten beiden Jahren bei uns auf dem Plätzchenteller zu finden waren 🙂

Linzer Schnitten

Ich habe das Rezept halbiert und meine Anmerkungen für die Vorgehensweise im Rezept unten angefügt.

Linzer Schnitten gebacken

Fertige Linzer Schnitten, ein feiner Genuss!

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Linzer Schnitten
Kategorien: Plätzchen, Weihnachten, Konfitüre
Menge: 1 Rezept

Zutaten

350 Gramm   Mehl
200 Gramm   Gemahlene Haselnüsse (P: geröstet)
120 Gramm   Zucker
1     Ei
1 Prise   Salz
1 groß.   Msp Nelke, gemahlen
2 Messersp.   Zimt
1 groß.   Msp Kardamom
2 Essl.   Kirsch
250 Gramm   Weiche Butter
250 Gramm   Konfitüre (Himbeer, rote Früchte oder
      -Johannisbeergelee, m: Himbeer-
      -Johannisbeermarmelade)
      Mehl zum Ausrollen
1     Eigelb
2 Essl.   Puderzucker zum Bestäuben

Quelle

  Grain de sel
  Erfasst *RK* 03.12.2012 von
  Petra Holzapfel

Zubereitung

Mehl, Haselnüsse, Zucker, Ei, Salz, Gewürze, Kirsch und Butterflöckchen erst mit den Knethaken des Handrührgeräts, dann mit den Händen zu einem glatten Teig verkneten. Teig halbieren und jede Portion in Frischhaltefolie einwickeln. 1 Stunde im Kühlschrank kalt stellen.

Aus Backpapier zwei Bögen à 30 x 36 cm zuschneiden. Die Teigportionen nacheinander auf einer bemehlten Arbeitsfläche zu Rechtecken von 20 x 25 cm Größe ausrollen. Die Teigplatten auf die Papierbögen legen und den Teig weiter, möglichst in der Größe des Backpapiers ausrollen. Eine Teighälfte mit dem Backpapier auf ein Backblech ziehen, mit der Gabel mehrmals einstechen und mit der Konfitüre bestreichen. Im Kühlschrank kalt stellen.

Die zweite Teighälfte genauso ausrollen und auf dem Backpapier ebenfalls ca. 20 Minuten kalt stellen (eher länger). Den Backofen auf 200 Grad (180°C Umluft) vorheizen.

Aus dem zweiten Teigboden mit einem sehr kleinen Plätzchenausstecher (hier Sterne) kleine Formen ausstechen (m: nicht zu dicht/ nochmals 10 Minuten kalt gestellt). Diese Teigplatte mit dem Backpapier umgedreht auf den mit Konfitüre bestrichenen Teig legen und das Backpapier vorsichtig abziehen. Die gelochte Teigoberfläche mit Eigelb bestreichen und mit den ausgestochenen Teigstückchen (hier Sterne) belegen. Die gefüllte, doppelte Teigplatte im Backofen auf der untersten Schiene ca. 16-18 Minuten goldbraun backen. Herausnehmen und vollständig abkühlen lassen. Mit Puderzucker bestäuben und in ca. 4 cm große Quadrate schneiden. In einer Dose aufbewahren.

Anmerkung Petra: 2015 1/2 Rezept, Teig im Foodprocessor gemacht mit 1/2 verquirlten Ei, Rest Ei zum Bestreichen. 2 Backpapiere mit 20×26 cm. Obere Platte auf Tortenblech im TK gekühlt, Sternchen war das Innere der Linzer-Ausstecher, mit Ess-Stäbchen herausgedrückt, ging ganz gut. Backzeit 16 Minuten. Prima, Favorit!

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Apfel-Zimt-Sterne

Bei den Bienenstich-Keksen mit weißer Schokocreme habe ich ja schon darauf hingewiesen, dass ich aus dem Grundteig gleich zwei verschiedene Plätzchensorten hergestellt habe. Hier nun also die zweite Sorte, die Apfel-Zimt-Sterne.

Apfel-Zimt-Kekse

Unter den Grundtteig knetet man möglichst klein geschnittene Stückchen von getrockneten Äpfeln. Ich habe die Apfelringe am Vortag selbst hergestellt, indem ich dünn geschnittene Äpfel mit Zitronensaft bestrichen und einige Stunden auf dem Dörrautomaten getrocknet habe. Möglichst klein sollten die Stückchen sein, damit man die Sterne sauber ausstechen kann. Hervorstehende Stückchen tendieren außerdem beim Backen dazu, etwas dunkler zu werden, was nicht so hübsch aussieht.

Nach dem Glasieren mit Apfelgelee – ich habe ein Quittengelee verwendet, was gerade im Anbruch war – bestreut man die Sternchen mit Streuseln und bäckt sie hellbraun.

Die Apfel-Zimt-Sterne schmecken angenehm fruchtig-säuerlich, der Teig ist schön sandig. Eine Bereicherung für den Plätzchenteller!

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Apfel-Zimt-Sterne
Kategorien: Plätzchen, Weihnachten, Dörrobst
Menge: 100 Stück; je nach Größe mehr oder weniger

Zutaten

H TEIG
300 Gramm   Mehl
200 Gramm   Butter
75 Gramm   Puderzucker
1 Prise   Salz
1/2     Ei (P: 28 g verquirltes Ei)
H SOWIE
40 Gramm   Getrocknete Apfelringe*
1 Teel.   Zimt
  Etwas   Geriebene Muskatnuss
1 Essl.   Mehl; für die Streusel
1 Prise   Zimt; für die Streusel
H ZUM BESTREICHEN
150 Gramm   Apfelgelee (P: Quittengelee)

Quelle

  nach lecker
  Erfasst *RK* 20.11.2017 von
  Petra Holzapfel

Zubereitung

Man kann die gesamte Menge Teig zu Apfel-Zimt-Sternen verarbeiten, oder nur eine Hälfte und aus der anderen Hälfte die Bienenstich- Kekse mit weißer Schokocreme herstellen – in dem Fall die restlichen Zutaten für die Apfel-Zimt-Sterne natürlich ebenfalls halbieren.

Die Apfelringe in sehr kleine Stücke schneiden (je nach Festigkeit mit Messer oder Schere).

Für den Teig Mehl, Butter in Flöckchen, Puderzucker und Ei in eine Schüssel geben. Erst mit dem Knethaken des Handrührgerätes, dann mit den Händen zu einem glatten Teig verarbeiten. (P: ich habe den Teig im Foodprocessor gemacht: erst Mehl, Zucker, Salz und Butterflöckchen gemixt, dann das Ei zugegeben und pulsierend gemischt, dann kurz von Hand zusammengeknetet).

100 g vom Teig abnehmen, mit 1 EL Mehl und 1 Messerspitze Zimt verkneten, daraus kleine Streusel herstellen und kalt stellen.

Unter den restlichen Teig die Apfelstückchen, Zimt und Muskat kneten. Den Teig flachdrücken, in Folie wickeln und etwa 30 Minuten kalt stellen.

Den Backofen auf 200°C vorheizen. Zwei Backbleche mit Backpapier belegen.

Den Teig zwischen zwei Lagen Klarsichtfolie etwa 3 mm dünn ausrollen (ich verwende Teighölzer zum Ausrollen). Er ist ungekühlt ziemlich weich, lässt sich aber prima verarbeiten, wenn man die ausgerollte Teigplatte auf einem Tortenblech für einige Minuten in den Gefrierschrank gibt.

Mit kleinen und mittleren Ausstechern Sterne ausstechen und auf die Backbleche legen.

Das Gelee erhitzen und die Sterne damit bestreichen, dann mit den vorbereiteten Streuseln belegen.

Die Plätzchen etwa 8 Minuten im Backofen backen, sie sollen nicht zu dunkel werden. Auf einem Rost auskühlen lassen, dann in einer gut schließenden Blechdose aufbewahren.

Anmerkung Petra: Ich habe aus dem Teig beide Plätzchensorten gebacken – prima! Die Apfel-Zimt-Sterne schmecken angenehm fruchtig-säuerlich, der Teig ist schön sandig.

*Die getrockneten Apfelringe habe ich selbst hergestellt: dafür Apfelringe mit Zitronensaft bestrichen und einige Stunden unter gelegentlichem Wenden im Dörrautomaten getrocknet.

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Bienenstich-Kekse mit weißer Schokocreme

In den letzten Tagen tauchten vor allem bei meinen Instagram-Kontakten schon immer wieder fleißige Weihnachtsplätzchenbäcker auf. Helmut, der übers Wochenende nach Frankfurt musste, meinte dazu: dann kannst du ja auch schon ganz ungestört anfangen 😉 Da das Wetter nicht gerade nach draußen lockte, habe ich mich dann eben kurz entschlossen an's Werk gemacht.

Als erstes nehme ich mir gerne neue Plätzchen vor, bevor es an die bewährten Klassiker geht.

Bienenstich-Kekse mit weißer Schokocreme

 Das Rezept für diese Doppeldecker-Kekse mit Bienenstich-Guss und einer weißen Schokocreme-Füllung habe ich aus einem Lecker-Newsletter. Dort war die Rede von einem Grundteig (1,2 kg Mehl, 800 g Butter…!), von dem nur 1/4 zu diesen Plätzchen weiterverarbeitet wird, aus dem Rest macht man weitere Plätzchensorten. Mir war der Ansatz immer noch zu groß, ich habe den Viertelansatz genommen und diesen für zwei verschiedene Rezepte verwendet (das zweite stelle ich euch natürlich auch noch vor).

Da ich die Plätzchen lieber etwas dünner mache (ich arbeite beim Ausrollen gerne mit Teighölzern*) bin ich sogar mit meinem kleinen Ansatz auf 20 Plätzchen gekommen – im Original sollten es bei 5 mm Dicke 22 Stück werden.

Making of Bienenstich-Kekse

Der Teig ist an sich recht weich, lässt sich aber gut gekühlt sehr schön verarbeiten. Ich habe ihn deshalb nach dem Ausrollen zwischen Klarsichtfolie immer für einige Minuten auf einem Metall-Tortenblech* in den Tiefkühler gegeben. Dann lassen sich die ausgeradelten Rechtecke prima auf das Backblech bugsieren.

Die im Rezept angegebene Bienenstichmasse ist sehr reichlich bemessen – es sollte ja möglichst nichts beim Backen herunterlaufen, sonst bekommt man Oberteile, die für die Unterteile zu groß sind. Ich habe den Rest Masse auf einem Backpapier verteilt und solo gebacken, das ergibt gehackt knusprige Karamellmandel-Brösel, die z.B. über Joghurt schmecken. Die Füllung dagegen passt so wie angegeben.

Aufheben sollte man die kleinen Happen im Kühlschrank, aber sie werden wohl recht schnell verschwunden sein 😉 Da sie von Form und Aromatisierung her nicht unbedingt als Weihnachtsplätzchen zu erkennen sind, kann man sie eigentlich das ganze Jahr über als Teegebäck servieren.

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Bienenstich-Kekse mit weißer Schokocreme
Kategorien: Gebäck, Plätzchen, Weihnachten
Menge: 40 Stück

Zutaten

H TEIG
300 Gramm   Mehl
200 Gramm   Butter
75 Gramm   Puderzucker
1 Prise   Salz
1/2     Ei, Größe M (P: 28 g verquirltes Ei)
H BIENENSTICH-MASSE
75 Gramm   Butter
75 Gramm   Zucker
25 Gramm   Honig
100 Gramm   Mandelblättchen
3 Essl.   Milch
H FÜLLUNG
85 Gramm   Weiße Kuvertüre
30 Gramm   Crème double (P: Mascarpone)
12 Gramm   Kokosfett

Quelle

  modifiziert nach
  lecker
  Erfasst *RK* 19.11.2017 von
  Petra Holzapfel

Zubereitung

Für den Teig Mehl, Butter in Flöckchen, Puderzucker und Ei in eine Schüssel geben. Erst mit dem Knethaken des Handrührgerätes, dann mit den Händen zu einem glatten Teig verarbeiten (P: ich habe den Teig im Foodprocessor gemacht: erst Mehl, Zucker, Salz und Butterflöckchen gemixt, dann das Ei zugegeben und pulsierend gemischt, dann kurz von Hand zusammengeknetet). Den Teig flachdrücken, in Klarsichtfolie wickeln und kalt stellen.

Man kann die gesamte Menge zu Bienenstich-Keksen verarbeiten, oder aber eine Hälfte für die Apfel-Zimt-Sterne verwenden – dann nur die Hälfte der Bienenstich-Masse (diese ist sowieso reichlich bemessen!) und der Füllung zubereiten.

Für den Bienenstich-Guss Butter, Zucker und Honig in einem Topf schmelzen. Die Mandelblättchen hinzufügen und unter Rühren kurz aufkochen lassen. Die Milch unterrühren. Zum Abkühlen beiseitestellen.

Den Teig zwischen zwei Lagen Klarsichtfolie etwa 3 mm dünn ausrollen (ich verwende Teighözer zum Ausrollen). Er ist ungekühlt ziemlich weich, lässt sich aber prima verarbeiten, wenn man die ausgerollte Teigplatte auf einem Tortenblech für einige Minuten in den Gefrierschrank gibt.

Den Backofen auf 200°C vorheizen.

Mit einem Teigrädchen Rechtecke à ca. 3 x 4 cm ausradeln und gleichmäßig auf zwei mit Backpapier belegte Bleche verteilen. Reste Teig wieder aufeinanderlegen und erneut ausradeln – dabei nach Bedarf wieder kurz kalt stellen. Auf die Hälfte der Rechtecke (die zusammen auf einem Blech liegen sollten) mit zwei Teelöffeln den Guss verteilen. Das Blech mit den Unterteilen für etwa 8 Minuten in den Backofen schieben, sie sollen hell bleiben. Die Oberteile mit der Mandelglasur brauchen etwas länger (etwa 10 Minuten), die Mandeln sollen leicht braun werden. Die Kekse mit dem Backpapier auf einen Rost ziehen und abkühlen lassen.

Für die Cremefüllung die Kuvertüre fein hacken und über einem warmen Wasserbad schmelzen. Crème double (P: ich hatte noch einen Rest Mascarpone) und Kokosfett zur Kuvertüre geben, nochmal kurz erwärmen und zu einer glatten Creme verrühren, abkühlen lassen.

Die Creme in einen Spritzbeutel mit Lochtülle füllen und auf die Plätzchen ohne Bienenstich-Guss spritzen. Die Oberteile daraufsetzen und fest werden lassen. Plätzchen im Kühlschrank lagern.

Anmerkung Petra: Der Teig ist gekühlt sehr gut zu verarbeiten und ergibt wunderbar sandige Plätzchen. Ich habe das Rezept halbiert und daraus Bienenstich-Kekse und Apfel-Zimt-Sterne gebacken. Die oben angegebene Bienenstichmasse war sehr reichlich – es sollte ja möglichst nichts beim Backen herunterlaufen, sonst bekommt man Oberteile, die für die Unterteile zu groß sind. Ich habe den Rest Masse auf einem Backpapier verteilt und solo gebacken, das ergibt gehackt knusprige Bienenstich-Brösel, die z.B. über Joghurt schmecken. Die Füllung dagegen passt so wie angegeben.

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Kleine Brösmelitorte mit Mango-Sahne-Quark

Als ich nach Rezepten für eine Mango suchte, kam mir diese Brösmelitorte mit Mango aus der Schweizer Saisonküche in die Finger, die ich mir vor 2 Jahren mal gespeichert hatte – damals, weil ich die Verwendung von übrig gebliebenen Weihnachtsplätzchen als "Brösmeli"-Boden ganz clever fand. Brösmeli – was für ein niedliches Wort, das ich hier schon einmal gewürdigt habe 🙂 Das passte jetzt natürlich auch ausgezeichnet, um die zwar nicht üppigen, aber doch vorhandenen Restbestände an Vanillekipferl & Co. abzubauen.

Weihnachtsplätzchen - Torte

Die fertige Torte lässt Weihnachten tatsächlich vergessen und zaubert mit ihrem leuchtenden Gelb den Frühling zumindest auf den Kuchenteller 🙂

Uns hat gefallen, dass der Belag angenehm wenig stark gezuckert ist, das ergibt zusammen mit dem süßen Keksboden ein stimmiges Gesamtpaket. Noch etwas mehr Fruchtigkeit könnte man mit zusätzlichem Maracujapüree in die Quarkmasse bringen, das versuche ich beim nächsten Mal.

Brösmelitorte mit Mango-Sahne-Quark

Die zukünftigen Kekskrümel, noch in ihrer ursprünglichen Form und die fertige Torte in der 18  cm-Springform, die mit dem halben Originalrezept randvoll gefüllt war. 20 cm Durchmesser wäre sicher die perfekte Größe.

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Brösmelitorte mit Mango-Sahne-Quark
Kategorien: Kuchen, Restewerwertung, Plätzchen, Früchte, Kalt
Menge: 18 Cm Springform

Zutaten

H BODEN
200 Gramm   Weihnachtsplätzchen (P: Vanillekipferl,
      -Heidesand, Pistazien-Stängeli, Zitronige
      -Eierlikör-Plätzchen)
40 Gramm   Butter
H BELAG
4 Blätter   Gelatine
1     Mango; genussreif
2 Essl.   Zitronensaft
75 Gramm   Zucker
500 Gramm   Quark 20%
125 Gramm   Schlagsahne
50 ml   Warmes Wasser

Quelle

  modifiziert nach
  Saisonküche
  Erfasst *RK* 23.01.2016 von
  Petra Holzapfel

Zubereitung

Den Boden einer Springform (18 oder 20 cm Durchmesser) mit Backpapier auslegen. Die Plätzchen in einem Mixer fein zerbröseln. Die Butter schmelzen und mit den Bröseln mischen. Die Mischung in die Springform geben, gleichmäßig verteilen und gut andrücken. Form kalt stellen.

Die Gelatine in kaltem Wasser einweichen. Die Mango schälen, das Fruchtfleisch vom Kern schneiden. Die Hälfte des Fruchtfleisches in Würfelchen schneiden (dafür die schönen Stücke verwenden) und beiseite stellen, den Rest in einem Mixer glatt pürieren. Das Püree mit mit Zitronensaft und 50 g Zucker aufkochen.

75 g Mangopüree abnehmen. 3 Blatt Gelatine tropfnass bei milder Hitze auflösen, ins Püree rühren, das Püree mit dem Quark verrühren. Die Mangowürfelchen untermischen, die steif geschlagene Sahne unterziehen. Die Masse in die Springform füllen, glattstreichen udn kalt stellen.

Die restliche Gelatine ebenfalls tropfnass auflösen. Das restliche Mangopüre mit dem warmen Wasser und der aufgelösten Gelatine verrühren, als Guss gleichmäßig auf die Oberfläche der Torte gießen. Torte mindestens 6 Stunden, besser über Nacht kalt stellen.

Die Torte zum Servieren mit einem angewärmten Messer vorsichtig in Stücke schneiden.

Anmerkung Petra: prima Verwendung für übrig gebliebene Weihnachtsplätzchen, geht aber natürlich auch mit anderen Keksen. Der Mango-Sahne-Quark-Belag ist nicht sehr süß, was wir als angenehmen Kontrast zum Keks-Boden empfanden. Sehr gut könnte ich mir auch noch etwas Maracujapüree in der Quarkmasse vorstellen.

Das Original macht das doppelte Rezept in einer Springform 23×23 cm. Ich habe eine 18 cm Form verwendet, diese war randvoll gefüllt, 20 cm wäre auch prima. Die Buttermenge im Boden habe ich reduziert, reicht so völlig.

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3 x Weihnachts-Plätzchen aus der Gebäckpresse

Viele meiner seit Jahren gebackenen Plätzchen enthalten Nüsse oder Mandeln. Für Sohn Moritz, der auf Nüsse allergisch reagiert, wollte ich dieses Jahr ein paar Kekse in die Nikolaus-Dose legen, die auch er problemlos essen kann. Der erste Kandidat war ein Zimtgebäck mit Schokolade, im Original hergestellt mit einem Spritzbeutel. Beim Lesen des Rezepts fiel mir eine Werbeprämie ein, die ich vor 9 Jahren mal aus Verlegenheit und Neugier geordert hatte, die aber seither ungenutzt im Keller liegt: eine elektrische Gebäckpresse. Mit so einem Teil hatte ich noch nie gearbeitet – Immer wieder mal habe ich sie ausgepackt, mir die verschiedenen Scheiben angeguckt, konnte mir nicht vorstellen, wie daraus Plätzchen werden sollen und hab sie wieder weggepackt. So ein Spritzgebäck müsste sich doch auch mit der Presse machen lassen?

Plätzchen aus der Gebäckpresse

Das Ergebnis nach einigem Hin und Her: dreimal nussfreie Weihnachtsplätzchen: Espresso-Gebäck, Zimtplätzchen mit Schokolade und zitronige Eierlikörplätzchen

Bis diese hübschen Plätzchen auf dem Teller lagen, hab ich allerdings ganz schön viel geflucht, gegooglet und mir eine mechanische Presse zugelegt 😉

Kekse mit der elektrischen Gebäckpresse

Erste Versuche mit der elektrischen Presse

Das Ganze begann damit, dass ich versucht habe, Plätzchen wie gewohnt auf Backpapier zu spritzen. Keine Chance, der Teig wollte sich einfach nicht von der Presse lösen. Irgendwann kam ich dann auf die Idee, das Backpapier wegzulassen und die Plätzchen direkt auf's fettfreie Blech zu spritzen. Ha, funktioniert! Ich habe dann die Bleche kalt gestellt, die kalten (und damit recht festen) Plätzchen abgenommen und sie auf Backpapier transferiert und so gebacken. In meinem Eifer wollte ich natürlich verschiedene Scheiben ausprobieren und habe dabei auch festgestellt, dass sich nicht jede Scheibe gleich gut für jeden Teig eignet. Was mich aber vor allem nervte: zum erneuten Füllen des Presse musste man alles auseinanderbauen, da sich der Stempel zwar elektrisch nach unten, aber nicht wieder nach oben bewegen ließ. Dann war eine Säuberung notwendig, damit kein Teig in die Mechanik geriet. Beim Googlen las ich, dass mechanische Pressen wesentlich besser seien als elektrische. Meine Neugier war geweckt, eine relativ gut bewertete Gebäckspritze* ziemlich günstig zubekommen (bei mir noch für gut 22 Euro) und das Teil sollte schon am nächsten Tag geliefert werden.

Kekse mit der mechanischen Gebäckpresse

Nächster Versuch mit der mechanischen Presse: zitronige Eierlikörplätzchen

Inzwischen hatte ich gelesen, dass man den Teig am besten direkt auf gekühlte Bleche spritzt und auch einfach so backen kann, da der Teig an sich schon relativ viel Fett enthält. So habe ich das auch bei den nächsten Versuchen gehandhabt.In der Tat klebte nichts und die Plätzchen ließen sich problemlos vom Blech lösen.

Als drittes habe ich mich für ein Mokkagebäck entschieden. Bis zum Backen verlief auch alles gut, doch als ich das Blech aus dem Ofen zog, waren die schönen Formen breitgelaufen, die Plätzchen waren mir auch beim Anfassen etwas zu fettig. Ich habe deshalb die Rezeptur etwas verändert, weniger Butter eingesetzt und siehe da: ein deutlich hübscheres Ergebnis bekommen 🙂

Fazit: wenn alles klappt, sind die Teige schnell zusammengerührt, die Plätzchen schnell hergestellt, die Formen sorgen für nette Abwechslung auf dem Teller. Besonders das knusprige Espresso-Gebäck hat es mir angetan, das schmeckt bestimmt auch das restliche Jahr über zu einer Tasse Kaffee. Es passt auch hervorragend zur Irish Coffee Eiscreme!

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Espresso-Gebäck
Kategorien: Plätzchen, Weihnachten, Kaffee, Presse
Menge: 1 Ansatz

Zutaten

100 Gramm   Butter
80 Gramm   Feinster Backzucker
1 Prise   Salz
2 Teel.   Löslicher Espresso (1 Stick)
1 Essl.   Eierlikör
150 Gramm   Mehl

Quelle

  modifiziert nach
  Wunderkessel/Chefkoch
  Erfasst *RK* 03.12.2015 von
  Petra Holzapfel

Zubereitung

Den Backofen auf 175°C vorheizen.

Butter und Zucker gut schaumig rühren. Den Espresso im Eierlikör auflösen und mit Salz unterrühren. Zuletzz das Mehl zugeben und einarbeiten.

Den Teig durch die Gebäckpresse direkt auf ein gekühltes, fettfreies Backblech drücken. Etwa 8 Minuten backen, die Plätzchen sollen nicht dunkel werden. Kurz auf dem Blech abkühlen lassen, dann in einer Blechdose aufbewahren.

Anmerkung Petra: Knusprige Kekse mit schönem Kaffee-Geschmack, sehr schnell gemacht. Scheibe nach Wahl, evtl. mehrere austesten. Original verwendet 150 g Butter, damit verlaufen die Plätzchen aber etwas und werden sehr fettig.

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========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Zimtplätzchen mit Schokolade
Kategorien: Plätzchen, Weihnachten, Keks, Presse
Menge: 50 Stück

Zutaten

H TEIG
125 Gramm   Weiche Butter
1     Ei
125 Gramm   Puderzucker
1 1/2 Teel.   Gemahlener Zimt
200 Gramm   Mehl
1 Prise   Salz
H DEKO
75 Gramm   Vollmilch-Kuvertüre (P: Vollmilch-Halbbitter 1:1)

Quelle

  modifiziert nach
  Brigitte
  Erfasst *RK* 09.12.2015 von
  Petra Holzapfel

Zubereitung

Den Backofen auf 175°C vorheizen.

Butter und Puderzucker mit den Quirlen des Handrührers hellcremig aufschlagen. Das Ei unterrühren. Zimt, Salz und Mehl mischen und unterrühren.

Den Teig in eine Gebäckpresse* füllen und durch die Scheibe nach Wahl direkt auf gekühlte, ungefettete Bleche spritzen. Die Bleche vor dem Backen nochmal kalt stellen.

Die Plätzchen im vorgeheizten Ofen etwa 10 Minuten backen. Vom Blech nehmen und auf einem Kuchengitter abkühlen lassen.

Für die Deko die Kuvertüre temperieren und in eine kleinen Einwegspritzbeutel füllen. Eine Ecke vom Beutel abschneiden und die Plätzchen nach Belieben mit der Schokolade verzieren.

Anmerkung Petra: Knusprige Kekse mit Zimtgeschmack, schnell gemacht.

*Wer keine Gebäckpresse hat, füllt den Teig in einen festen Spritzbeutel mit großer Sterntülle spritzt 3-4 cm lange Streifen, Kringel oder Tupfen auf mit Backpapier ausgelegte Backbleche.

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========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Zitronige Eierlikör-Plätzchen
Kategorien: Plätzchen, Weihnachten, Likör, Presse
Menge: 2 Bleche

Zutaten

1/2     Vanilleschote: ausgekratzes Mark
100 Gramm   Butter
65 Gramm   Puderzucker
1 Prise   Salz
1 Teel.   Vanillezucker
1/2     Zitrone: abgeriebene Schale
75 Gramm   Eierlikör
165 Gramm   Mehl
35 Gramm   Speisestärke
H GUSS
75 Gramm   Puderzucker
1/2     Zitrone: abgeriebene Schale und
1/2 Essl.   Zitronensaft; Menge anpassen
1 Essl.   Eierlikör
      Bunte Zuckerperlchen; nach Belieben

Quelle

  modifiziert nach
  Christa Gabler
  Erfasst *RK* 04.12.2015 von
  Petra Holzapfel

Zubereitung

Den Backofen auf 175°C vorheizen.

Vanillemark mit Butter, Puderzucker, Salz, Vanillezucker und Zitronenschale cremig rühren. Den Eierlikör einrühren. Mehl und Stärke mischen und auf die Masse sieben, unterrühren. Die Masse in die Gebäckpresse füllen.

Scheibe nach Wahl einlegen und Kekse auf das gekühlte, fettfreie Backblech pressen. Die Bleche nochmal kalt stellen, dann bei 175°C je nach Dicke 8-10 Minuten backen, sie sollen noch hell bleiben. Kekse vom Blech nehmen und auf einem Rost abkühlen lassen.

Für den Guss den Puderzucker mit Eierlikör, Zitronenschale und so viel Saft verrühren, dass eine dickflüssige Masse entsteht. Das Eierlikör-Spritzgebäck mit dem Guss bestreichen und nach Belieben verzieren.

Anmerkung Petra: angenehm knuspriges, zitroniges Gebäck, schnell gemacht.

Alternativ kann man einen Spritzbeutel mit Sterntülle Nr. 5 benützen und Kringel, Streifen oder S-Formen auf Backpapier spritzen, die Kekse dann evtl. jeweils zur Hälfte glasieren.

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Merken

Alpenbrot

Beim letzten Telefongespräch stellte Sohn Moritz die zu dieser Jahreszeit allgegenwärtige Frage: Hast du schon Plätzchen gebacken?

Ich musste die Frage da (noch) verneinen. Am Wochenende habe ich allerdings dann tatsächlich den Anfang gemacht und das von ihm geliebte Alpenbrot gebacken, ganz passend zum ersten Schneefall.

Alpenbrot

Eine Dose voll damit ist inzwischen auf dem Weg nach Regensburg und soll ihm den Geburtstag versüßen 🙂

Making of Alpenbrot

Das Rezept habe ich letztes Jahr bei der nicht mehr bloggenden Heike abgestaubt. Jetzt habe ich meine Vorgehensweise etwas ausführlicher aufgeschrieben, damit sollten auch Backanfänger klar kommen. Noch eine Bemerkung zum Guss: bei Heike ist der ziemlich dünnflüssig gehalten und zieht fast vollständig ein, verleiht dem Gebäck aber eine angenehme Zitronennote. Wer eine dickere Glasur möchte, nimmt einfach mehr Puderzucker.

Den Fehler, wie 2014 nur das halbe Rezept zu machen, habe ich diesmal jedenfalls nicht begangen 😉

Alpenbrot weist übrigens eine gewisse Ähnlichkeit mit Magenbrot auf, hier findet  man mein bewährtes Rezept dafür.

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Alpenbrot
Kategorien: Gebäck, Plätzchen, Weihnachten
Menge: 1 Blech

Zutaten

500 Gramm   Weizenmehl Type 405
250 Gramm   Weiche Butter
250 Gramm   Muscovadozucker (P: Tate+Lyle Dark Brown Soft
      -Sugar)
2     Eier (M)
30 Gramm   Kakao
1/2 Essl.   Zimtpulver
2     Gemahlene Nelken (1/4 Tl Nelkenpulver)
2 Kapseln   Grüner Kardamom: gemahlene Samen oder 1/4 Tl
      -gemahlener Kardamom
1/4 Teel.   Geriebene Muskatnuss
1/2 Teel.   Salz
H GUSS
30-45 Gramm   Puderzucker
2 Essl.   Zitronensaft; frisch gepresst

Quelle

  nach
  Kochzeilen
  Erfasst *RK* 22.11.2015 von
  Petra Holzapfel

Zubereitung

Den Backofen auf 180°C vorheizen. Ein Backblech mit Backpapier auslegen.

Die Butter in der Küchenmaschine cremig rühren. Den Zucker zugeben und alles so lange rühren, bis die Masse hellschaumig ist, das dauert eine Weile.

Währenddessen Mehl, Kakao, Zimt, gemahlene Nelken,, Kardamom, Muskat und Salz verrühren.

Die Eier einzeln unter die Schaummasse rühren, bei jeder Zugabe 1-2 Minuten rühren. Nun die Mehlmischung zugeben und nur kurz unterrühren. Den Teig auf die leicht bemehlte Arbeitsfläche geben, nochmal ganz kurz durchkneten. Die Masse in 6 Teile a etwa 180 g teilen, diese zu Rollen formen und auf das Backblech legen.

Das Blech für 15-20 Minuten in den Backofen schieben, die gebackenen Laibchen sollen sich noch etwas weich anfühlen.

Während der Backzeit den gesiebten Puderzucker und Zitronensaft zu einem dünnflüssigen Guss verrühren.

Das Blech aus dem Ofen holen, die heißen Laibchen sofort mit dem Guss bestreichen. Kurz abkühlen lassen, dann die Laibchen schräg in Scheiben schneiden, komplett auskühlen lassen.

Das Alpenbrot in gut schließenden Blechdosen aufbewahren.

Anmerkung Petra: sehr schnell gemacht, schmeckt ausgezeichnet.

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