Limoncello-Bällchen

Heute möchte ich euch ein weiteres neu ausprobiertes Plätzchenrezept vorstellen. Es stammt aus dem Büchlein Weihnachtsplätzchen aus aller Welt* von Tanja Dusy.

Limoncello-Kugeln

Diese hell gebackenen Kekse sehen etwas unscheinbar aus,

Limoncello-Kugeln nah

haben aber eine schön knusprige Kruste und einen feinen zitronigen Geschmack, der von Zitronenschale und Limoncello herrührt. Ich habe dafür meinen selbst gemachten Likör aus Amalfi-Zitronen eingesetzt.

Making of

Die Herstellung der Kugeln ist völlig unkompliziert: aus einem gut gekühlten Rührteig rollt man Bällchen, die man zuerst in Zucker, dann in Puderzucker wälzt und dann im Backofen so lange bäckt, bis die Unterseite leicht braun wird.

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Limoncello-Kugeln
Kategorien: Backen, Weihnachten, Plätzchen, Likör
Menge: 56 Stück

Zutaten

1     Bio-Zitrone; Schale abgerieben
125 Gramm   Weiche Butter
100 Gramm   Zucker
1     Ei
50 ml   Limoncello* (P: vom selbst gemachtem)
250 Gramm   Mehl
1 Teel.   Backpulver
      Zucker zum Wälzen
      Puderzucker zum Wälzen

Quelle

  nach
  Tanja Dusy
  Weihnachtsplätzchen
  Erfasst *RK* 14.10.2017 von
  Petra Holzapfel

Zubereitung

Die Butter mit dem Rührbesen des Handrührgeräts weiß-cremig rühren. Dabei nach und nach Zucker und Zitronenabrieb zugeben. Ei und Limoncello unterrühren.

Das Mehl mit dem Backpulver mischen. Zuerst mit einem Löffel, dann von Hand ohne Druck unter die Buttermischung mengen. Den Teig in eine Metallschüssel füllen, mit Frischhaltefolie abdecken und etwa 1 Stunde in den Kühlschrank stellen.

Backofen auf 175° vorheizen, ein Backblech mit Backpapier auslegen.

Zucker und Puderzucker jeweils in ein kleines Schälchen geben.

Mit einem Löffel walnussgroße Stücke à 10 g vom Teig abnehmen und zwischen den Handflächen zu Kugeln rollen. Diese erst in Zucker, dann in reichlich Puderzucker wälzen.

Die Kugeln mit etwas Abstand auf das Blech legen und im vorgeheizten Backofen auf der mittleren Schiene etwa 12-15 Minuten (P: 14 Minuten) backen, sodass die Kugeln unten leicht gebräunt und oben noch hell sind. Abkühlen lassen, dann in einer Metalldose aufbewahren.

Anmerkung Petra: 1/2 Rezept ergab bei mir 28 Kugeln. Unscheinbare, aber feine Plätzchen von zart-zitronigem Geschmack, die außen schön knusprig sind.

Man kann auch Orangensaft oder Orangenlikör und Orangenschale verwenden.

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Ischgler Krapfen

Schon 1982 (!) habe ich dieses Rezept für Ischgler Krapfen* in der November-Ausgabe von Meine Familie & ich gefunden und nachgebacken. Seitdem gehören die kleinen, mit Kaffee-Buttercreme gefüllten Doppeldecker zu meinen liebsten Weihnachtsplätzchen. Und dennoch habe ich sie in den letzten Jahren nicht gemacht – wie passt das zusammen? Das lag schlicht und einfach an dem Zusatz: "Wegen der Buttercreme nur kurz, am besten im Kühlschrank, aufheben!" Ich habe deshalb nämlich das Backen immer vor mir hergeschoben, weil ich sie zu Weihnachten frisch haben wollte. Und dann waren meist von den anderen Plätzchen noch so viele da, dass ein weiteres nicht mehr sein musste.

Ischgler Krapfen

Dieses Jahr habe ich den Spieß umgedreht und die Plätzchen gleich zu Anfang gebacken. Und ich finde sie immer noch umwerfend gut 🙂

*viel häufiger findet man die Bezeichnung Ischler Krapfen bzw. Ischler Törtchen, die wohl in diversen Varianten existieren, siehe Wikipedia

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Ischgler Krapfen
Kategorien: Gebäck, Plätzchen, Weihnachten
Menge: 50 Stück

Zutaten

H TEIG
140 Gramm   Butter
70 Gramm   Zucker
1     Eigelb
70 Gramm   Geschälte Mandeln; fein gerieben
200 Gramm   Mehl
H FÜLLE
80 Gramm   Butter
100 Gramm   Puderzucker
1     Frisches Eigelb*
1/2 Teel.   Instant-Espressopulver
H GLASUR
4 Essl.   Gekochter Espresso; nach Bedarf zugeben
100 Gramm   Puderzucker

Quelle

  nach
  Meine Familie & ich 11/82
  Erfasst *RK* 05.12.2017 von
  Petra Holzapfel

Zubereitung

Den Backofen auf 175°C vorheizen.

Die Zutaten für den Teig sehr rasch zu einem Mürbeteig kneten (P: im Foodprocessor hergestellt) und kurz kühl stellen. Dann dünn ausrollen und kleine runde Plätzchen ausstechen (P: 3 mm dick, Durchmesser 4 cm).

Auf einem mit Backpapier ausgelegtem Backblech etwa 8-10 Minuten sehr hell backen. Auf dem Blech erkalten lassen.

Für die Fülle die Butter schaumig rühren, gesiebten Puderzucker unterrühren, dann das Eigelb hinzugeben, mit Kaffeepulver (P: am besten vorher im Mörser fein zerreiben!) abschmecken.

Mit dieser Fülle jeweils 2 erkaltete Plätzchen an den Unterseiten zusammenkleben.

Aus Espresso und Puderzucker eine Glasur rühren und die Plätzchen auf der Oberseite damit bestreichen. Erst nach dem Trocknen der Glasur verpacken.

Wegen der Buttercreme nur kurz, am besten im Kühlschrank, aufheben!

Anmerkung Petra: die gehören zu meinen absoluten Lieblingsplätzchen. Zarte Plätzchen, toller Geschmack! Teig lässt sich prima verarbeiten.

*Wer kein frisches Eigelb nehmen will, einfach weglassen oder stattdessen wenig Eierlikör verwenden.

2017: die Hälfte der Plätzchen mit Kaffeecreme gefüllt, die anderen wie Hildatörtchen mit Johannisbeergelee gefüllt und mit Puderzucker-Zitronenguss glasiert.

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Meine Tipps zum Plätzchenbacken

So langsam geht meine Adventsbäckerei für dieses Jahr dem Ende zu. Einige getestete und für gut befundene Rezepte werde ich in den nächsten Tagen noch vorstellen 🙂

Tannenbäumchen aus Vanillesand

Teigtannen aus Vanillesand mit Eiweißglasur (wie bei den Zimtsternen), Schokostreifen und Zuckerperlen.

Heute habe ich aber noch einen speziellen Service für euch: meine Tipps zum Plätzchenbacken. Die Datei habe ich eigentlich für mich zusammengestellt, immer wieder kamen Ergänzungen dazu. Für alte Plätzchenbäcker-Hasen sind das sicher zum großen Teil Selbstverständlichkeiten, aber vielleicht ist ja doch die eine oder andere Anregung dabei. Ich werde den Text immer wieder mal aktualisieren, verlinkt ist der in meiner Übersichtsseite Meine Weihnachtsplätzchen (auch über das Banner auf der rechten Seite erreichbar).

Dieses Jahr habe ich auch endlich daran gedacht, ein paar Schritte meiner Vorgehensweise im Bild festzuhalten 😉

Ich kaufe so gut wie nie schon gemahlene Nüsse oder Mandeln. Ganze halten sich besser und schmecken einfach frischer. Haselnüsse verwende ich am liebsten angeröstet, das Aroma ist ungleich besser! Am gleichmäßigsten kann man sie einlagig im Backofen bei 175-200°C rösten. Anschließend in ein Küchenhandtuch geben, darin lässt sich die braune Haut zumindest teilweise abrubbeln.

Haselnüsse rösten

Mandelkerne werden je nach Rezept entweder mit Schale oder geschält verwendet. Zum Schälen überbrüht man sie mit kochendem Wasser – nach ein paar Minuten kann man die Mandeln ganz einfach aus der Schale flutschen lassen  – eine meditative Tätigkeit 🙂

Mandeln schälen

Ich mache gerne am Vortag schon mehrere Mürbteige hintereinander im Foodprocessor, die ich dann etwas flachgedrückt in beschrifteten Gefrierbeuteln in den Kühlschrank lege. So kann man am nächsten Tag in einer aufgeräumten Küche gleich mit dem Ausrollen beginnen.

Teige kalt stellen

Mürbeteige rolle ich grundsätzlich zwischen Klarsichtfolie aus. Da klebt nichts und es wird kein zusätzliches Mehl eingearbeitet. Dabei verwende ich gerne Teighölzer*, damit der Teig dabei gleichmäßig dick wird.

Teighölzer

Wenn der Teig jetzt weich erscheint, lege ich ihn auf eine Tortenplatte aus Metall* („Kuchenretter“) und gebe diese für einige Minuten in den Tiefkühler.

Teig auf Tortenplatte

Nun lassen sich die Plätzchen fast immer sauber ausstechen und gut von der Folie abnehmen.

Plätzchen kalt stellen

Es empfiehlt sich, das Blech mit den Plätzchen vor dem Backen noch einmal für einige Minuten kalt zu stellen, so verringert sich die Gefahr, dass die Stücke beim Backen auseinanderlaufen. Das muss nicht auf Schnee sein wie hier 😉

Chocolatière

Zum Schmelzen der Kuvertüre zum Überziehen oder Dekorieren benütze ich seit einigen Jahren eine ganz einfache, um nicht zu sagen primitive Chocolatière*, (hier* ein etwas anderes Modell). Klappt erstaunlich gut, obwohl ich nicht klassisch temperiere und liefert dennoch ein für mich absolut akzeptables Ergebnis.

Nun wünsche ich Euch ein fröhliches und erfolgreiches Plätzchenbacken, habt eine schöne und stressfreie Adventszeit!

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Meine Tipps zum Plätzchenbacken
Kategorien: Info, Tipp, Plätzchen, Weihnachten
Menge: 1 Info

Quelle

Eigene Erfahrungen
Erfasst *RK* 03.12.2017 von
Petra Holzapfel

Zubereitung

Benötigte Mengen an Mandeln, Nüssen, Schokolade und sonstigen Backzutaten ermitteln, Vorräte auffüllen.

Für geschälte Mandeln die Mandeln in einer Schüssel mit kochendem Wasser übergießen, kurz ziehen lassen, dann aus der Schale drücken. Geschälte Mandeln vor dem Mahlen im Backofen trocknen lassen.

Haselnüsse im Backofen bei 175-200°C in 15-20 Minuten unter mehrmaligem Wenden rösten. Die Nüsse in ein Küchenhandtuch geben und soviel Schale wie möglich abrubbeln. Nach dem Abkühlen mahlen, so sind sie viel aromatischer.

Es ist praktisch, gleich mehrere Teige hintereinander mit dem Foodprocessor zu machen (bei mir ist das ein Aufsatz für meine Kenwood-Küchenmaschine), man muss ihn dann zwischendurch säubern.

Teige grundsätzlich zwischen Klarsichtfolie oder Gefriertüten ausrollen, so vermeidet man es, zusätzliches Mehl einzuarbeiten und der Teig klebt trotzdem nicht. Dabei am besten Teighölzer zu Hilfe nehmen, damit die Teigdicke einheitlich wird.

Doppelte Plätzchen 3 mm dick ausrollen, einfache Plätzchen und Zimtsterne gut 1/2 cm dick. Den Teig für Vanille- und Schokoladenkipferl wiege ich ab, etwa 10 g pro Stück. Den Teig zwischen den Händen erst zu Kugeln rollen, dann zu an den Enden dünner werdenden Röllchen, diese zu Hörnchen biegen. Vor allem Schokoladenkipferl, aber auch andere Plätzchen vor dem Backen kalt stellen, sie laufen dann nicht breit.

Die Knetteige nach dem Mischen kalt stellen, vor der Verarbeitung aber rechtzeitig wieder aus dem Kühlschrank nehmen, kalte Teige brechen leicht beim Ausrollen. Weiche Teile ausrollen und wieder kalt stellen, evtl. sogar kurz tiefkühlen – aus den kalten Platten lassen sich Plätzchen viel leichter ausstechen. Die Teige zum Kaltstellen am besten flachgedrückt in Klarsichtfolie oder TK-Beutel geben und diese beschriften.

Teigreste aufeinanderlegen (nicht kneten) und erneut ausrollen.

Genügend Bleche bzw. ausreichend Backpapier bereitstellen. Wenn man nicht genügend Backbleche für ein Rezept hat, kann man die Plätzchen auf einen Bogen Backpapier geben und dieses dann vorsichtig auf ein wieder frei gewordenes abgekühltes Backblech ziehen. Das Blech sollte kalt sein, damit die Plätzchen nicht auseinanderlaufen.

Plätzchen keinesfalls zu lange backen, sie müssen hell bleiben. Backzeit und Ofentemperatur immer kontrollieren und sich nicht auf das Rezept verlassen – die einzelnen Backöfen heizen sehr unterschiedlich.

Nach dem Backen das Backpapier mit den darauf liegenden Plätzchen auf einen Backofenrost ziehen und dort abkühlen lassen, das Blech zum Abkühlen nach draußen stellen. Nach dem Auskühlen kann man die Plätzchen gut abnehmen, ohne dass sie brechen.

Vanillekekipferl nicht in Zucker wenden, sondern besser besieben und dann auf die gezuckerten Zwischenräume schieben, so brechen sie nicht.

Puderzucker für Guss grundsätzlich sieben, damit dieser schön glatt wird und sich keine Klümpchen bilden.

Kuvertüre zum Überziehen schmelze ich in einem kleinen elektrischen Schmelztopf (Chocolatière) mit 2 Heizstufen.

Plätzchen in Blechdosen lagern, dabei die einzelnen Schichten mit Butterbrotpapier trennen.

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Nachgebacken: Linzer Schnitten nach Micha

Ich bin dabei, meine Liste der getesteten Weihnachtsplätzchen auf den neuesten Stand zu bringen. Da dürfen natürlich Michas hübsche Linzer Schnitten nicht fehlen, die schon in den letzten beiden Jahren bei uns auf dem Plätzchenteller zu finden waren 🙂

Linzer Schnitten

Ich habe das Rezept halbiert und meine Anmerkungen für die Vorgehensweise im Rezept unten angefügt.

Linzer Schnitten gebacken

Fertige Linzer Schnitten, ein feiner Genuss!

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Linzer Schnitten
Kategorien: Plätzchen, Weihnachten, Konfitüre
Menge: 1 Rezept

Zutaten

350 Gramm Mehl
200 Gramm Gemahlene Haselnüsse (P: geröstet)
120 Gramm Zucker
1 Ei
1 Prise Salz
1 groß. Msp Nelke, gemahlen
2 Messersp. Zimt
1 groß. Msp Kardamom
2 Essl. Kirschwasser
250 Gramm Weiche Butter
250 Gramm Konfitüre (Himbeer, rote Früchte oder
-Johannisbeergelee, m: Himbeer-
-Johannisbeermarmelade)
Mehl zum Ausrollen
1 Eigelb
2 Essl. Puderzucker zum Bestäuben

Quelle

Grain de sel
Erfasst *RK* 03.12.2012 von
Petra Holzapfel

Zubereitung

Mehl, Haselnüsse, Zucker, Ei, Salz, Gewürze, Kirsch und Butterflöckchen erst mit den Knethaken des Handrührgeräts, dann mit den Händen zu einem glatten Teig verkneten. Teig halbieren und jede Portion in Frischhaltefolie einwickeln. 1 Stunde im Kühlschrank kalt stellen.

Aus Backpapier zwei Bögen à 30 x 36 cm zuschneiden. Die Teigportionen nacheinander auf einer bemehlten Arbeitsfläche zu Rechtecken von 20 x 25 cm Größe ausrollen. Die Teigplatten auf die Papierbögen legen und den Teig weiter, möglichst in der Größe des Backpapiers ausrollen. Eine Teighälfte mit dem Backpapier auf ein Backblech ziehen, mit der Gabel mehrmals einstechen und mit der Konfitüre bestreichen. Im Kühlschrank kalt stellen.

Die zweite Teighälfte genauso ausrollen und auf dem Backpapier ebenfalls ca. 20 Minuten kalt stellen (eher länger). Den Backofen auf 200 Grad (180°C Umluft) vorheizen.

Aus dem zweiten Teigboden mit einem sehr kleinen Plätzchenausstecher (hier Sterne) kleine Formen ausstechen (m: nicht zu dicht/ nochmals 10 Minuten kalt gestellt). Diese Teigplatte mit dem Backpapier umgedreht auf den mit Konfitüre bestrichenen Teig legen und das Backpapier vorsichtig abziehen. Die gelochte Teigoberfläche mit Eigelb bestreichen und mit den ausgestochenen Teigstückchen (hier Sterne) belegen. Die gefüllte, doppelte Teigplatte im Backofen auf der untersten Schiene ca. 16-18 Minuten goldbraun backen. Herausnehmen und vollständig abkühlen lassen. Mit Puderzucker bestäuben und in ca. 4 cm große Quadrate schneiden. In einer Dose aufbewahren.

Anmerkung Petra: 2015 1/2 Rezept, Teig im Foodprocessor gemacht mit 1/2 verquirlten Ei, Rest Ei zum Bestreichen. 2 Backpapiere mit 20×26 cm. Obere Platte auf Tortenblech im TK gekühlt, Sternchen war das Innere der Linzer-Ausstecher, mit Ess-Stäbchen herausgedrückt, ging ganz gut. Backzeit 16 Minuten. Prima, Favorit!

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Apfel-Zimt-Sterne

Bei den Bienenstich-Keksen mit weißer Schokocreme habe ich ja schon darauf hingewiesen, dass ich aus dem Grundteig gleich zwei verschiedene Plätzchensorten hergestellt habe. Hier nun also die zweite Sorte, die Apfel-Zimt-Sterne.

Apfel-Zimt-Kekse

Unter den Grundtteig knetet man möglichst klein geschnittene Stückchen von getrockneten Äpfeln. Ich habe die Apfelringe am Vortag selbst hergestellt, indem ich dünn geschnittene Äpfel mit Zitronensaft bestrichen und einige Stunden auf dem Dörrautomaten getrocknet habe. Möglichst klein sollten die Stückchen sein, damit man die Sterne sauber ausstechen kann. Hervorstehende Stückchen tendieren außerdem beim Backen dazu, etwas dunkler zu werden, was nicht so hübsch aussieht.

Nach dem Glasieren mit Apfelgelee – ich habe ein Quittengelee verwendet, was gerade im Anbruch war – bestreut man die Sternchen mit Streuseln und bäckt sie hellbraun.

Die Apfel-Zimt-Sterne schmecken angenehm fruchtig-säuerlich, der Teig ist schön sandig. Eine Bereicherung für den Plätzchenteller!

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Apfel-Zimt-Sterne
Kategorien: Plätzchen, Weihnachten, Dörrobst
Menge: 100 Stück; je nach Größe mehr oder weniger

Zutaten

H TEIG
300 Gramm   Mehl
200 Gramm   Butter
75 Gramm   Puderzucker
1 Prise   Salz
1/2     Ei (P: 28 g verquirltes Ei)
H SOWIE
40 Gramm   Getrocknete Apfelringe*
1 Teel.   Zimt
  Etwas   Geriebene Muskatnuss
1 Essl.   Mehl; für die Streusel
1 Prise   Zimt; für die Streusel
H ZUM BESTREICHEN
150 Gramm   Apfelgelee (P: Quittengelee)

Quelle

  nach lecker
  Erfasst *RK* 20.11.2017 von
  Petra Holzapfel

Zubereitung

Man kann die gesamte Menge Teig zu Apfel-Zimt-Sternen verarbeiten, oder nur eine Hälfte und aus der anderen Hälfte die Bienenstich- Kekse mit weißer Schokocreme herstellen – in dem Fall die restlichen Zutaten für die Apfel-Zimt-Sterne natürlich ebenfalls halbieren.

Die Apfelringe in sehr kleine Stücke schneiden (je nach Festigkeit mit Messer oder Schere).

Für den Teig Mehl, Butter in Flöckchen, Puderzucker und Ei in eine Schüssel geben. Erst mit dem Knethaken des Handrührgerätes, dann mit den Händen zu einem glatten Teig verarbeiten. (P: ich habe den Teig im Foodprocessor gemacht: erst Mehl, Zucker, Salz und Butterflöckchen gemixt, dann das Ei zugegeben und pulsierend gemischt, dann kurz von Hand zusammengeknetet).

100 g vom Teig abnehmen, mit 1 EL Mehl und 1 Messerspitze Zimt verkneten, daraus kleine Streusel herstellen und kalt stellen.

Unter den restlichen Teig die Apfelstückchen, Zimt und Muskat kneten. Den Teig flachdrücken, in Folie wickeln und etwa 30 Minuten kalt stellen.

Den Backofen auf 200°C vorheizen. Zwei Backbleche mit Backpapier belegen.

Den Teig zwischen zwei Lagen Klarsichtfolie etwa 3 mm dünn ausrollen (ich verwende Teighölzer zum Ausrollen). Er ist ungekühlt ziemlich weich, lässt sich aber prima verarbeiten, wenn man die ausgerollte Teigplatte auf einem Tortenblech für einige Minuten in den Gefrierschrank gibt.

Mit kleinen und mittleren Ausstechern Sterne ausstechen und auf die Backbleche legen.

Das Gelee erhitzen und die Sterne damit bestreichen, dann mit den vorbereiteten Streuseln belegen.

Die Plätzchen etwa 8 Minuten im Backofen backen, sie sollen nicht zu dunkel werden. Auf einem Rost auskühlen lassen, dann in einer gut schließenden Blechdose aufbewahren.

Anmerkung Petra: Ich habe aus dem Teig beide Plätzchensorten gebacken – prima! Die Apfel-Zimt-Sterne schmecken angenehm fruchtig-säuerlich, der Teig ist schön sandig.

*Die getrockneten Apfelringe habe ich selbst hergestellt: dafür Apfelringe mit Zitronensaft bestrichen und einige Stunden unter gelegentlichem Wenden im Dörrautomaten getrocknet.

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Bienenstich-Kekse mit weißer Schokocreme

In den letzten Tagen tauchten vor allem bei meinen Instagram-Kontakten schon immer wieder fleißige Weihnachtsplätzchenbäcker auf. Helmut, der übers Wochenende nach Frankfurt musste, meinte dazu: dann kannst du ja auch schon ganz ungestört anfangen 😉 Da das Wetter nicht gerade nach draußen lockte, habe ich mich dann eben kurz entschlossen an's Werk gemacht.

Als erstes nehme ich mir gerne neue Plätzchen vor, bevor es an die bewährten Klassiker geht.

Bienenstich-Kekse mit weißer Schokocreme

 Das Rezept für diese Doppeldecker-Kekse mit Bienenstich-Guss und einer weißen Schokocreme-Füllung habe ich aus einem Lecker-Newsletter. Dort war die Rede von einem Grundteig (1,2 kg Mehl, 800 g Butter…!), von dem nur 1/4 zu diesen Plätzchen weiterverarbeitet wird, aus dem Rest macht man weitere Plätzchensorten. Mir war der Ansatz immer noch zu groß, ich habe den Viertelansatz genommen und diesen für zwei verschiedene Rezepte verwendet (das zweite stelle ich euch natürlich auch noch vor).

Da ich die Plätzchen lieber etwas dünner mache (ich arbeite beim Ausrollen gerne mit Teighölzern*) bin ich sogar mit meinem kleinen Ansatz auf 20 Plätzchen gekommen – im Original sollten es bei 5 mm Dicke 22 Stück werden.

Making of Bienenstich-Kekse

Der Teig ist an sich recht weich, lässt sich aber gut gekühlt sehr schön verarbeiten. Ich habe ihn deshalb nach dem Ausrollen zwischen Klarsichtfolie immer für einige Minuten auf einem Metall-Tortenblech* in den Tiefkühler gegeben. Dann lassen sich die ausgeradelten Rechtecke prima auf das Backblech bugsieren.

Die im Rezept angegebene Bienenstichmasse ist sehr reichlich bemessen – es sollte ja möglichst nichts beim Backen herunterlaufen, sonst bekommt man Oberteile, die für die Unterteile zu groß sind. Ich habe den Rest Masse auf einem Backpapier verteilt und solo gebacken, das ergibt gehackt knusprige Karamellmandel-Brösel, die z.B. über Joghurt schmecken. Die Füllung dagegen passt so wie angegeben.

Aufheben sollte man die kleinen Happen im Kühlschrank, aber sie werden wohl recht schnell verschwunden sein 😉 Da sie von Form und Aromatisierung her nicht unbedingt als Weihnachtsplätzchen zu erkennen sind, kann man sie eigentlich das ganze Jahr über als Teegebäck servieren.

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Bienenstich-Kekse mit weißer Schokocreme
Kategorien: Gebäck, Plätzchen, Weihnachten
Menge: 40 Stück

Zutaten

H TEIG
300 Gramm   Mehl
200 Gramm   Butter
75 Gramm   Puderzucker
1 Prise   Salz
1/2     Ei, Größe M (P: 28 g verquirltes Ei)
H BIENENSTICH-MASSE
75 Gramm   Butter
75 Gramm   Zucker
25 Gramm   Honig
100 Gramm   Mandelblättchen
3 Essl.   Milch
H FÜLLUNG
85 Gramm   Weiße Kuvertüre
30 Gramm   Crème double (P: Mascarpone)
12 Gramm   Kokosfett

Quelle

  modifiziert nach
  lecker
  Erfasst *RK* 19.11.2017 von
  Petra Holzapfel

Zubereitung

Für den Teig Mehl, Butter in Flöckchen, Puderzucker und Ei in eine Schüssel geben. Erst mit dem Knethaken des Handrührgerätes, dann mit den Händen zu einem glatten Teig verarbeiten (P: ich habe den Teig im Foodprocessor gemacht: erst Mehl, Zucker, Salz und Butterflöckchen gemixt, dann das Ei zugegeben und pulsierend gemischt, dann kurz von Hand zusammengeknetet). Den Teig flachdrücken, in Klarsichtfolie wickeln und kalt stellen.

Man kann die gesamte Menge zu Bienenstich-Keksen verarbeiten, oder aber eine Hälfte für die Apfel-Zimt-Sterne verwenden – dann nur die Hälfte der Bienenstich-Masse (diese ist sowieso reichlich bemessen!) und der Füllung zubereiten.

Für den Bienenstich-Guss Butter, Zucker und Honig in einem Topf schmelzen. Die Mandelblättchen hinzufügen und unter Rühren kurz aufkochen lassen. Die Milch unterrühren. Zum Abkühlen beiseitestellen.

Den Teig zwischen zwei Lagen Klarsichtfolie etwa 3 mm dünn ausrollen (ich verwende Teighözer zum Ausrollen). Er ist ungekühlt ziemlich weich, lässt sich aber prima verarbeiten, wenn man die ausgerollte Teigplatte auf einem Tortenblech für einige Minuten in den Gefrierschrank gibt.

Den Backofen auf 200°C vorheizen.

Mit einem Teigrädchen Rechtecke à ca. 3 x 4 cm ausradeln und gleichmäßig auf zwei mit Backpapier belegte Bleche verteilen. Reste Teig wieder aufeinanderlegen und erneut ausradeln – dabei nach Bedarf wieder kurz kalt stellen. Auf die Hälfte der Rechtecke (die zusammen auf einem Blech liegen sollten) mit zwei Teelöffeln den Guss verteilen. Das Blech mit den Unterteilen für etwa 8 Minuten in den Backofen schieben, sie sollen hell bleiben. Die Oberteile mit der Mandelglasur brauchen etwas länger (etwa 10 Minuten), die Mandeln sollen leicht braun werden. Die Kekse mit dem Backpapier auf einen Rost ziehen und abkühlen lassen.

Für die Cremefüllung die Kuvertüre fein hacken und über einem warmen Wasserbad schmelzen. Crème double (P: ich hatte noch einen Rest Mascarpone) und Kokosfett zur Kuvertüre geben, nochmal kurz erwärmen und zu einer glatten Creme verrühren, abkühlen lassen.

Die Creme in einen Spritzbeutel mit Lochtülle füllen und auf die Plätzchen ohne Bienenstich-Guss spritzen. Die Oberteile daraufsetzen und fest werden lassen. Plätzchen im Kühlschrank lagern.

Anmerkung Petra: Der Teig ist gekühlt sehr gut zu verarbeiten und ergibt wunderbar sandige Plätzchen. Ich habe das Rezept halbiert und daraus Bienenstich-Kekse und Apfel-Zimt-Sterne gebacken. Die oben angegebene Bienenstichmasse war sehr reichlich – es sollte ja möglichst nichts beim Backen herunterlaufen, sonst bekommt man Oberteile, die für die Unterteile zu groß sind. Ich habe den Rest Masse auf einem Backpapier verteilt und solo gebacken, das ergibt gehackt knusprige Bienenstich-Brösel, die z.B. über Joghurt schmecken. Die Füllung dagegen passt so wie angegeben.

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