Gewürzbackhendl mit Vogerl-Erdäpfelsalat

Aus Alfons Schuhbecks und Angelika Schwalbers Doppelbüchlein Herzhafte & süße Snacks* stammt das Rezept für diese Gewürzbackhendl, in Joghurt mit Brathähnchengewürz über Nacht marinierte und anschließend mit Bröseln und Cornflakes panierte Hähnchenbrustfilets. Während Schuhbeck hierbei wahrscheinlich das von ihm selbst vermarktete Brathähnchengewürz verwendet, habe ich eine eigene Mischung zusammengestellt.

Gewürzbackhendl mit Vogerl-Erdäpfelsalat

Im Buch wird als Beilage Feldsalat serviert, ich bin auf einen Erdäpfel-Vogerlsalat mit steirischem Kernöl umgeschwenkt.

Absolut überzeugt hat uns die Methode, die Hähnchenbrustfilets in der Pfanne schön braun anzubraten und dann im Backofen fertig garen zu lassen – das Fleisch wird so ausgesprochen saftig, was zum Teil auch auf das Marinieren zurückzuführen ist.

Noch ein kurzes Wort zum Buch, das zur Fernsehsendung Herzhaft & Süß des BR entstanden ist: beim Titel "Snacks" stelle ich mir schnell zubereitete, kleine Gerichte vor. Ein Großteil der im herzhaften Teil versammelten Rezepte lässt mich aber eher an Hauptgerichte denken, die einfach in kleinerer Menge auf mehr Leute aufgeteilt werden (konzipiert sind sie jeweils für 8 Personen). Gewürfelter Hirschrücken in Rotweinsauce mit Semmelknödel, Herrengulasch mit Wachtelspiegelei, Safranreis del Mar mit Fisch und Meeresfrüchten, Makkaroni mit Kalbsleber, Birne, Speck und Tomaten sind nur einige Beispiele. Beim Gewürzbackhendl habe ich also einfach das Rezept halbiert und hatte so ein Hauptgericht für 2 Personen.

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Gewürzbackhendl mit Vogerl-Erdäpfelsalat
Kategorien: Hähnchen, Beilage, Kartoffel, Salat
Menge: 2 Personen

Zutaten

H BACKHENDL
2     Hähnchenbrustfilets
1 Teel.   Brathähnchengewürz (P: selbst gemacht)
1/2 Essl.   Heiße Brühe oder Wasser
100 Gramm   Rahmjoghurt
      Salz
25 Gramm   Cornflakes; zerbröselt
40 Gramm   Frische Weißbrotbrösel
      Öl; zum Braten
H SALAT
300 Gramm   Festkochende Kartoffeln (P: Bamberger Hörnchen)
100 ml   Hühnerbrühe
2 Essl.   Apfelessig
1     Schalotte; fein gewürfelt
      Salz
      Pfeffer
1/2 Teel.   Senf
2 Essl.   Kürbiskernöl

Quelle

  Backhendl nach Alfons Schuhbeck
  Herzhafte Snacks
  Erfasst *RK* 10.01.2018 von
  Petra Holzapfel

Zubereitung

Am Vorabend das Brathähnchengewürz in heißer Brühe auflösen und kurz ziehen lassen, dann mit dem Joghurt verrühren. Die Hähnchenbrustfilets zusammen mit dem Joghurt in eine Gefriertüte geben und gut einmassieren. Über Nacht in den Kühlschrank legen.

Vor der Zubereitung den Backofen auf 100°C vorheizen. Cornflakes- und Weißbrotbrösel in einem tiefen Teller mischen. Von den Hähnchenbrustfilets den Joghurt leicht abstreifen, die Filets salzen (evtl. Salzgehalt des Brathähnchengewürzes beachten), das Fleisch in den Bröseln wenden, Brösel dabei andrücken.

In einer beschichteten Pfanne Öl erhitzen und die panierten Brustfilets darin bei mittlerer Hitze von beiden Seiten goldbraun braten. Hähnchenstücke in eine Schale geben und im Backofen auf der mittleren Schiene je nach Größe 20-30 Minuten saftig durchziehen lassen.

Für den Salat die Kartoffeln in der Schale in Salzwasser kochen. Die Hühnerbrühe mit der gewürfelten Schalotte und dem Apfelessig aufkochen. Die Kartoffeln noch heiß pellen und in Scheiben schneiden und in eine Schüssel geben, mit der heißen Brühe übergießen, mit Salz und Pfeffer würzen. Mindestens 30 Minuten ziehen lassen. Nun den Senf und das Kürbiskernöl einrühren. Vor dem Servieren den geputzen Feldsalat unterheben.

Das Gewürzbackhendl mit dem Vogerl-Erdäpfelsalat servieren.

Anmerkung Petra: Das Hähnchenfleisch bleibt so gebraten sehr schön saftig!

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========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Mein Brathähnchengewürz
Kategorien: Gewürzmischung, Hähnchen
Menge: 1 Ansatz

Zutaten

4 Essl.   Meersalz
1 Essl.   Pimentón de la vera süß
1 Essl.   Paprika edelsüß
1/4 Teel.   Knoblauchpulver
1 Teel.   Zwiebelpulver
1/4 Teel.   Schwarzer Pfeffer; frisch gemahlen
1/2 Teel.   Koriander gemahlen
1/2 Teel.   Ingwerpulver
3/4 Teel.   Mildes Currypulver
  Etwas   Muskat
1     Zitrone; abgeriebene Schale

Quelle

  eigenes Rezept
  Erfasst *RK* 04.01.2018 von
  Petra Holzapfel

Zubereitung

Alle Zutaten mischen und in einem Glas verschlossen dunkel aufbewahren.

Gewürzmischung für Hühnchen, passt aber auch zu Kartoffelwedges aus dem Backofen, Gemüsegerichten etc.

Anmerkung Petra: Verwendet u.a. für Rezept Gewürzbackhendl.

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Hähnchenschenkel und Kartoffeln vom Blech mit nussiger Kresse-Blauschimmelkäse-Butter und Quitten-Zwiebel-Birnen-Chutney

Ich habe aus der reichlichen Quitten-Ernte noch diverse Exemplare herumliegen. Vielleicht geht es jemand genauso und er sucht noch eine Verwertungsmöglichkeit? Dann kann ich das Quitten-Zwiebel-Birnen-Chutney aus einer alten essen & trinken von 1989 sehr empfehlen 🙂

Hähnchenschenkel und Kartoffeln vom Blech mit nussiger Kresse-Blauschimmelkäse-Butter

Wir hatten es als Beilage zu ganz unkomplizierten Hähnchenschenkeln und Kartöffelchen vom Blech, die mit einer Würzbutter serviert werden. Genausogut passt es aber zu Wild oder natürlich zu Käse.

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Hähnchenschenkel und Kartoffeln vom Blech mit nussiger Kresse-Blauschimmelkäse-Butter
Kategorien: Hähnchen, Kartoffel, Beilage, Backofen
Menge: 2 Portionen

Zutaten

H HÄHNCHEN
500 Gramm   Kleine Kartoffeln (Drillinge); geschrubbt
4 klein.   Hähnchenschenkel
1     Junge Knoblauchknolle; quer halbiert
      -(ersatzweise Knoblauchzehen)
      Salz
      Pfeffer
3 Essl.   Olivenöl
1/2 Essl.   Balsamico-Essig
H BUTTER
40 Gramm   Weiche Butter
3/4     Beet Kresse (Original Brunnenkresse)
20 Gramm   Blauschimmelkäse nach Wahl; hier Gorgonzola
      -piccante
12 Gramm   Gehackte Walnusskerne

Quelle

  Diana Henry
  Alle meine Hähnchen
  Erfasst *RK* 23.03.2016 von
  Petra Holzapfel

Zubereitung

Für die Würzbutter die Butter in einem hohen Gefäß schaumig rühren. Kleingeschnittenen Käse zugeben, dann die grob gehackte Kresse und die Walnüsse unterrühren. Die Butter auf Klarsichtfolie geben und zu einer Rolle eindrehen, im Kühlschrank fest werden lassen.

Die Hähnchenschenkel mit einem El Olivenöl und dem Balsamico einreiben, salzen und pfeffern und in eine ausreichend große ofenfeste Form geben. Die Kartoffeln und den Knoblauch mit dem restlichen Olivenöl vermischen, salzen und um die Schenkel herum einlagig in der Form verteilen.

Den Backofen auf 200°C vorheizen. Die Form für etwa 50-60 Minuten in den Backofen schieben, dabei die Kartoffen nach der Hälfte der Zeit drehen, damit sie gleichmäßig bräunen.

Die Hähnchenschenkel in der Form servieren, die Butter in Scheiben darauflegen und schmelzen lassen.

Anmerkung Petra: wunderbar vorzubereiten, prima! Henry empfiehlt ein Birnen-Chutney dazu – mein Quitten-Birnen-Chutney hat ausgezeichnet dazu gepasst.

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========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Quitten-Zwiebel-Birnen-Chutney
Kategorien: Beilage, Pikant, Früchte
Menge: 1 Rezept

Zutaten

600 Gramm   Quitten netto; geschält, ohne Kernhaus; in
      -Spalten
300 Gramm   Zwiebeln; in Spalten
400 Gramm   Birnen netto; geschält, ohne Kernhaus; in
      -Spalten
1     Limette; Schale komplett entfernt; gehackt
20 Gramm   Ingwer; geschält, gerieben
1 Teel.   Salz; mehr nach Bedarf
350 ml   Rotweinessig
50 ml   Balsamico
100 Gramm   Rosinen
1/4 Teel.   Piment
1/4 Teel.   Nelkenpulver
3/4 Teel.   Zimtpulver
1/2 Teel.   Gemahlener Koriander
1/2 Teel.   Gemahlene Chilis
650 Gramm   Brauner Zucker

Quelle

  stark modifiziert nach essen & trinken 9/89
  Erfasst *RK* 23.03.2016 von
  Petra Holzapfel

Zubereitung

Quitten, Zwiebeln, Birnen und Limette in einen Topf geben und mit Ingwer, Salz, Rotweinessig, Balsamico, Rosinen, Piment, Nelkenpulver Zimt, Koriander und Chilis vermischen und etwa 1 Stunde zugedeckt köcheln lassen, dabei ab und zu umrühren.

Den braunen Zucker zugeben und weitere 30 Minuten offen köcheln lassen. Mit Salz abschmecken und kochend heiß in Twist-off-Gläser füllen, sofort verschließen und diese 5 Minuten auf den Kopf stellen.

Das Chutney passt zu Käse, aber auch zu kurzgebratenem Fleisch oder Wild.

Anmerkung Petra: schmeckt mir ausgezeichnet.

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Japanischer Krautsalat, japanischer Kartoffelsalat

Kürzlich war Sohn Moritz zu Besuch. Die Gelegenheit wollte ich beim Schopf packen und mal wieder einen größeren Schweinebraten machen, in der ganz einfachen und doch so schmackhaften Variante des Salzbratens. Der einzige Nachteil dieses Bratens: eine Sauce entsteht dabei nicht. Also müssen als Beilagen am besten eigenständige Salate her, gerne so etwas wie Kartoffelsalat und Krautsalat.

Moment – Krautsalat? Da hatte ich doch gerade beim ersten flüchtigen Durchblättern in Stevan Pauls Meine japanische Küche* ein Rezept für einen Spitzkohlsalat gesehen? Das wäre doch eine prima Gelegenheit, den auszuprobieren. Mit japanischer Küche kenne ich mich nämlich bisher überhaupt nicht aus. Bleibt noch ein Kartoffelsalat. Hmmm, gibt es eigentlich japanischen Kartoffelsalat? (Leute, die Stevans Buch tatsächlich aufmerksam gelesen haben, wissen natürlich, dass er auch einen Kartoffelsalat anbietet. Aber der war mir zu dem Zeitpunkt durch die Lappen gegangen. Peinlich.)

Japanischer Kartoffelsalat, japanischer Krautsalat

Nach kurzem Googeln war aber nun auch mir klar: selbstverständlich gibt es japanischen Kartoffelsalat! Immer mit (japanischer) Mayonnaise – sehr zur Freude von Helmut, der sonst meist mit meinem schwäbischen Kartoffelsalat vorlieb nehmen muss ;-), meist mit Zwiebel, Gurke und Möhre, oft mit hart gekochtem Ei. Ich hab mich beim Rezept an Mari von Kazuo orientiert, die den Salat sehr ausführlich in mehreren möglichen Varianten vorstellt. Die Mayonnaise habe ich selbst gemacht, das gekochte Ei hier weggelassen.

Als die Männer neugierig vorbeikamen, sah ich nach den ersten Probiergabeln in freudige Gesichter: schmeckt ja klasse, war die einstimmige Meinung! Der Krautsalat schön knackig-frisch mit feiner Ingwerschärfe, der Kartoffelsalat cremig-mild, aber überhaupt nicht "baatzig". Bayern trifft Japan – ein voller Erfolg 🙂

Beim Magentratzerl findet Ihr übrigens eine ausführliche Rezension von Stevans "japanischer Küche" – ich bin schon ausgesprochen gespannt auf mehr!

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Japanischer Krautsalat
Kategorien: Salat, Vegetarisch, Japan
Menge: 2 bis 3 Personen

Zutaten

450 Gramm   Spitzkohl (P: etwa 350 g netto)
      Salz
20 Gramm   Ingwer
2 Essl.   Reisessig
1 Essl.   Flüssiger Honig
1 Teel.   Öl
1 Spritzer   Geröstetes Sesamöl
2 Essl.   Sesamsaat
1 Spritzer   Zitronensaft; zum Abschmecken, nach Belieben
H ZUM SERVIEREN
      Gerösteter Sesam

Quelle

  nach Stevan Paul
  Meine japanische Küche
  Erfasst *RK* 26.09.2017 von
  Petra Holzapfel

Zubereitung

Den Spitzkohl putzen und vierteln, den Strunk herausschneiden. Den Kohl in möglichst feine Streifen schneiden, in eine Schüssel geben und salzen. Gut durchmischen, damit der Kohl etwas weicher wird.

Den Ingwer schälen und fein reiben, mit Essig und Honig unter den Kohl mischen.

Sesamsaat in einer Pfanne ohne Öl rösten und leicht salzen. Sesam mit Öl und Sesamöl unter den Salat heben, kurz ziehen lassen und nochmal abschmecken. Zum Servieren mit Sesam bestreuen.

Anmerkung Petra: schön frischer Salat mit angenehmer Ingwerschärfe. Passt prima zu Gegrilltem oder kurz Gebratenem.

Bei uns gab's den japanischen Krautsalat zusammen mit japanischem Kartoffelsalat zu einem Schweinebraten auf dem Salzbett. Die Kombination von knackig-frischem und eher cremigem Salat hat uns ausnehmend gut gefallen!

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========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Japanischer Kartoffelsalat
Kategorien: Salat, Kartoffel, Vegetarisch, Japan
Menge: 3 bis 4 Personen

Zutaten

500 Gramm   Kartoffeln (P: speckige wie z.B. Annabelle)
150 Gramm   Möhren; geschält
1     Zwiebel; geschält
3/4 Teel.   Senf
150 Gramm   Gurke; geschält, halbiert, entkernt
120 Gramm   Japanische Mayonnaise, Menge den eigenen
      -Vorlieben anpassen (P: selbst gemachte Mayo)
1-2 Essl.   Weißweinessig; Menge den eigenen Vorlieben
      -anpassen
1 Essl.   Zitronensaft; Menge den eigenen Vorlieben
      -anpassen
      Salz
      Pfeffer

Quelle

  eigene Vorgehensweise in Anlehnung an
  Kazuo Blog
  Erfasst *RK* 26.09.2017 von
  Petra Holzapfel

Zubereitung

Die Kartoffeln als Pellkartoffeln kochen, dann abgießen und kurz im heißen Topf ausdämpfen lassen. Noch heiß pellen und in 1 cm dicke Halbmond-Scheiben (hantsukigiri) schneiden, in eine Schüssel geben, salzen, pfeffern und mit dem Essig vermengen. Abkühlen lassen.

Die Möhren als Ganzes (P.: aber geschält) dämpfen, bis sie gerade eben weich sind. Dann in 2-3 mm dicke 1/4-Segment-Scheiben (ichougiri, Ginko-Schnitt) schneiden und beiseite stellen.

Die Zwiebel in feine Scheiben (usugiri) schneiden, dann salzen und weich kneten. Die weich gewordenen Zwiebeln mit dem Senf vermengen.

Die Gurken in feine Scheiben (koguchigiri) schneiden, dann salzen und etwa 10 Minuten ziehen lassen. Austretendes Waser abgießen, die Gurken kräftig ausdrücken.

In einer großen Schüssel Kartoffeln, Zwiebeln und Gurken vermischen. Die Mayonaise hinzufügen und alles vermengen. Zum Schluss die Möhren untermengen.

Etwas ziehen lassen, dann nochmals mit Salz, Pfeffer und evtl. Zitronensaft abschmecken.

Als weitere Zutaten sind Wurstwürfel, Maiskörner und hart gekochtes Ei beliebt.

Anmerkung Petra: Bei uns gab's den japanischen Kartoffelsalat zusammen mit japanischem Krautsalat zu einem Schweinebraten auf dem Salzbett. Die Kombination hat uns ausnehmend gut gefallen! Obwohl ich nicht so der Fan von Mayo-Kartoffelsalaten bin, fand ich diesen hier prima – wobei ich ihn wahrscheinlich etwas säuerlicher abgeschmeckt habe als vorgesehen. Mit den speckigen Kartoffeln war er auch überhaupt nicht "pappig".

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Blutwurst-Buletten mit Hasselback-Kartoffeln und Apfel-Sauerkraut-Schaum

Vor kurzem entdeckte ich bei Alice eine Hackbällchen-Variante, die mich sofort anmachte: Brezenpflanzerl mit Radieschen-Relish und Senffrischkäse auf Brot, entnommen dem Hackbällchen-Kochbuch* von Henriette Bulette (aka Henriette Wulff). Mal ehrlich, das macht doch neugierig! Bei kochbuchsüchtig hat Alice eine Übersicht der Rezepte eingestellt. Nach dem Durchlesen war mir klar: das Buch muss her!

Blutwurst-Buletten mit Hasselback-Kartoffeln und Apfel-Sauerkraut-Schaum

Dann die große Qual der Wahl: womit anfangen? Ich habe die Verantwortung ein bisschen abgeschoben, drei Rezepte herausgesucht und Helmut die Entscheidung überlassen. Von ihm kam eine ganz klare Ansage: die Blutwurst-Buletten! Oh ja, das gefiel auch mir. Nicht von ungefähr finden sich diverse Variationen zum Thema "Himmel un Äd" im Blog 🙂

Blutwurst und Buletten

Frau Bulette versteckt die Blutwurst gekonnt in Schweinehack-Frikadellen und stellt diesen knusprig gebackene Hasselback-Kartoffeln an die Seite (bei der Gelgenheit erinnerte ich mich an das geniale Hasselback-Kartoffelgratin, das ich unbedingt mal wieder machen muss!). Die Äpfel bringt sie in einer sahnigen Sauce mit Sauerkrautsaft unter (klasse Idee!), von der ich glücklicherweise gleich das ganze Rezept gemacht habe – wer will schon eine halbe Schalotte oder einen halben Apfel herumliegen haben 😉 Am Schluss war nämlich nur noch eine Pfütze davon übrig.

Von hier aus eine dicke Empfehlung für dieses Rezept! Ich freu mich schon ungemein auf weitere spannende und kreative Hackbällchen-Kreationen von Henriette Bulette 🙂

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Blutwurst-Buletten mit Hasselback-Kartoffeln und Apfel-Sauerkraut-Schaum
Kategorien: Hackfleisch, Wurst, Kartoffel, Beilage, Sauce
Menge: 2 Personen

Zutaten

H BULETTEN
30 Gramm   Altbackenes Brötchen; in
      Milch eingeweicht und gut ausgedrückt
1 klein.   Rote Zwiebel; fein gewürfelt
250 Gramm   Schweinehackfleisch
1     Ei (M)
1 Teel.   Gefriergetrockneter Majoran (Orig: 1 El frischer)
1 Teel.   Mittelscharfer Senf
75 Gramm   Blutwurst (hier dünne, relativ trockene, etwas
      -scharf schmeckende); in winzigen Würfelchen
1 Prise   Piment d'Espelette
1 Essl.   Butterschmalz; zum Braten
H KARTOFFELN
500 Gramm   Rotschalige Kartoffeln (waren hier 4 Stück*)
      Olivenöl oder zerlassene Butter*; zum Bestreichen
      Salz
      Pfeffer
H SAUCE 4 PERSONEN*
1/2 Essl.   Öl
1     Schalotte; fein gewürfelt
1     Säuerlicher Apfel (P: Elstar); geschält,
      -entkernt, in Würfelchen von 1/2 cm Kantenlänge
100 ml   Weißwein
150 ml   Sauerkrautsaft
2 Teel.   Speisestärke; angerührt in
50 ml   Sauerkrautsaft; zum Binden
200 ml   Schlagsahne
      Salz
      Pfeffer
1 Prise   Zucker

Quelle

  leicht modifiziert nach
  Henriette Bulette
  Hackbällchen-Kochbuch
  Erfasst *RK* 06.04.2017 von
  Petra Holzapfel

Zubereitung

Für die Buletten Schweinehack, ausgedrücktes Brötchen, Zwiebeln, Ei, Majoran und Senf gut verkneten, bis die Masse bindet, dann die Blutwurstwürfelchen gleichmäßig daruntermischen. Mit Salz und Piment d'Espelette würzen – vorsichtig, da die Wurst schon würzig ist. Aus der Masse mit feuchten Händen 6 Buletten formen, kalt stellen.

Für die Kartoffeln den Backofen auf 220°C vorheizen. Eine ofenfeste Schale mit Backpapier auslegen. Die Kartoffeln über die gesamte Länge im Abstand von 1 mm quer einschneiden, aber nicht ganz durchschneiden. Das geht am besten, wenn man auf jede Seite der Kartoffeln ein Ess-Stäbchen legt. Die Kartoffeln mit der geschlossenen Seite auf das Backblech legen und für etwa 20-25 Minuten in den Backofen schieben. Nun großzügig mit Olivenöl oder zerlassener Butter bepinseln, mit Salz und Pfeffer bestreuen. Die Kartoffeln je nach Größe weitere 45-60 Minuten backen, bis sie sehr knusprig sind, dabei immer mal wieder mit Öl oder Butter bestreichen.

Für die Sauce die Schalotte in Öl anschwitzen. Die Apfelwürfelchen zugeben und kurz mitschmoren. Mit Weißwein und Sauerkrautsaft ablöschen, die Sauce bei mittlerer Hitze um etwa 1/3 offen einkochen lassen, gegen Ende die Sahne zugeben.

Die Sauce mit einem Stabmixer so fein wie möglich pürieren. Sauce mit der angerührten Speisestärke zur gewünschten Konsistenz binden und mit Salz, Pfeffer und einer Prise Zucker abschmecken. Zum Schluss die Sauce nochmal mit dem Stabmixer aufschäumen.

Einen Spiegel vom Apfel-Sauerkraut-Schaum auf den Teller geben, darauf 2 Buletten und eine Kartoffel setzen, nach Belieben mit frischen Majoranblättchen (hier Schnittlauch) bestreuen. Restliche Buletten, Sauce und Kartoffel separat servieren.

Anmerkung Petra: hervorragend! Wunderbare Kombination, die fruchtigsäuerliche Sauce passt perfekt bei dieser "Himmel un Ääd"- Variante. Von der Sauce habe ich aus praktischen Gründen gleich die Menge für 4 Personen hergestellt, davon wurde deutlich mehr als die Hälfte verputzt 😉

Das Essen lässt sich prima vorbereiten, zum Schluss muss man nur noch die Buletten braten und die Sauce nochmal erhitzen.

*Meine Kartoffeln à 125 g waren 25 + 60 Minuten im Backofen, dann sind sie wirklich sehr knusprig, 5-10 Minuten weniger hätten es sicher auch getan. Beim nächsten Mal würde ich Butter zum Bepinseln nehmen.

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Balsamico-Schmorbraten aus dem Slow Cooker mit Erbsen-Pfifferlings-Kartoffelstampf

Wenn das Wetter es zulässt, sind die Wochenenden oft zweigeteilt: an einem Tag wird im Garten gewerkelt, am anderen Tag machen wir einen Geocaching-Ausflug.

Anbraten des Fleischstücks

Genauso war es am letzten Samstag, da wurde Unkraut gejätet und die Hochbeete aufgefüllt, am Sonntag ging's zum Cachen in die Oberpfalz. Weil man erfahrungsgemäß nach der Rückkehr vom Wandern gerne ein herzhaftes Essen auf dem Teller hat, habe ich schon am Samstag den Slow Cooker mit einem größeren Stück dicker Schulter vom Rind bestückt, Vorlage war ein Slow Cooker Balsamic-Braised Pot Roast einer kanadischen Seite. Um noch ein bisschen mehr Aroma herauszukitzeln, habe ich das Fleisch und die Zwiebeln zu Beginn kräftig angebraten. Dann verschwand der Braten zusammen mit einem kräftigen Schmorsud für 10 Stunden auf low im Slow Cooker, wobei ich das Fleisch nach 5 Stunden einmal gewendet habe.

Abends dann mit dem Löffel auf den Braten gedrückt: hm, fühlt sich noch recht fest an. Ich muss gestehen, die Erwartungen waren zu diesem Zeitpunkt nicht sehr hoch… Also kurz entschlossen die Zeituhr an den Slow Cooker gehängt und am nächsten Tag noch einmal ab 15 Uhr eingeschaltet, geplante Essenzeit war 19 Uhr.

Schmorbraten mit Balsamico aus dem Slow Cooker

Tatsächlich kamen wir erst gegen 18 Uhr wieder. Wie empfohlen, habe ich die Sauce gebunden, dabei aber deutlich weniger Mehl eingesetzt. Parallel habe ich ein paar mehlig kochende Kartoffeln für einen Stampf gekocht und einige Pfifferlinge aus dem Vorrat in einer Pfanne gebraten, sowie etwas Milch mit Sahne erhitzt und darin einige TK-Erbsen aufgetaut. Zusammen ergab das einen schnellen Erbsen-Kartoffelstampf mit Pfifferlingen.

Das Fleisch habe ich dünn aufgeschnitten: schneidet sich eigentlich sehr angenehm.

Hungrig ging's an's Essen. Halt: schnell noch ein Handyfoto als Dokumentation. Und dann die ersten Bissen – was für eine Überraschung! Das Fleisch wunderbar zart und saftig, trotz der langen Garzeit überhaupt nicht zerfasert oder trocken. Auch wenn das Foto keine Offenbarung ist, das Fleisch war es und aus diesem Grund muss das Rezept hierher 🙂

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Balsamico-Schmorbraten im Slow Cooker
Kategorien: Fleisch, Rind, Slowcooker
Menge: 4 bis 6 Portionen

Zutaten

      Öl; zum Anbraten
1,3 kg   Rinderschmorbraten aus der Schulter (P: dicker
      -Bug, dicke Schulter)
      Salz
1 groß.   Rote Zwiebel; in Streifen
3     Knoblauchzehen; fein gehackt
100 ml   Fleischbrühe
80 ml   Kräftiger Rotwein
80 ml   Balsamico
1 1/2 Essl.   Tomatenmark
3/4 Essl.   Dijonsenf
3/4 Essl.   Worcestershire Sauce
10 Gramm   Honig
1     Lorbeerblatt
1 Teel.   Rosmarin-Salbei-Rub; alternativ etwas gehackter
      -Rosmarin
      Pfeffer
H ZUM BINDEN
15 Gramm   Mehl
60 ml   Wasser

Quelle

  modifiziert nach
  Canadian Living Magazine: December 2015
  Erfasst *RK* 13.03.2017 von
  Petra Holzapfel

Zubereitung

Das Fleisch kräftig mit Salz würzen. Öl in einem Bräter erhitzen und das Fleisch von allen Seiten kräftig braun anbraten. Fleisch herausnehmen, beiseite stellen, Temperatur reduzieren. Zwiebeln und Knoblauch im Bratfett anbraten, gegebenenfalls noch etwas Öl hinzufügen. Sobald die Zwiebeln leicht gebräunt sind, diese in den Slow Cooker geben, das Fleisch darauflegen.

Die restlichen Zutaten mischen und in den Bräter gießen und zum Kochen bringen, dabei mit einem Holzspatel die Bratrückstände loskratzen. Den Bräterinhalt über den Braten gießen. Den Slowcooker schließen und den Braten auf low 8-10 Stunden garen. Ich habe das Gericht am Vortag vorbereitet und den Braten nch 5 Stunden einmal gewendet. Da mir das Fleisch noch recht fest erschien, habe ich es am nächsten Tag vor dem Essen per Zeitschaltuhr noch einmal 4 Stunden auf low erhitzt. 20 Minuten vor dem Essen das in Wasser angerührte Mehl zugeben und auf high schalten. Sauce nochmal abschmecken. Das Fleisch in dünne Scheiben schneiden und mit der Sauce servieren.

Anmerkung Petra: ich war absolut überrascht, wie superzart und saftig das Fleisch war. Schön kräftige Sauce!

Bei uns gab es dazu einen Erbsen-Kartoffelstampf mit Pfifferlingen. Klasse Essen, wenn man von einem Ausflug nach Hause kommt 🙂

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========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Erbsen-Kartoffelstampf mit Pfifferlingen
Kategorien: Beilage, Kartoffel, Gemüse, Pilz
Menge: 2 Personen

Zutaten

400 Gramm   Mehlige Kartoffeln
      Salz
1 Essl.   Butter
1 Essl.   Öl
150 Gramm   Pfifferlinge (P: TK)
125 Gramm   Milch
25-50 Gramm   Sahne
75 Gramm   TK-Erbsen

Quelle

  eigenes Rezept
  Erfasst *RK* 13.03.2017 von
  Petra Holzapfel

Zubereitung

Die Kartoffeln schälen, halbieren und in Salzwasser gar kochen.

Währenddessen Butter und Öl in einer Pfanne erhitzen und die Pfifferlinge hineingeben. Unter Rühren braten, salzen udn pfeffern.

Milch und Sahne erhitzen, die Erbsen hineingeben und auftauen lassen. Flüssigkeit salzen und pfeffern.

Die Kartoffeln abgießen, mit dem Kartoffelstampfer zerdrücken. Nach und nach die Flüssigkeit bis zur gewünschten Konsistenz zugeben, die Pfifferlinge untermischen, nochmal abschmecken.

Anmerkung Petra: Der Kartoffelstampf passt prima zum Balsamico- Schmorbraten aus dem Slow Cooker. Natürlich kann man die Erbsen auch separat kochen.

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Kartoffel-Lauch-Gratin

Schon seit dem Sommer letzten Jahres funktionierte die Oberhitze in meinem Backofen nicht mehr richtig, Umluft ging schon seit Jahren nicht mehr. Mit dem Küchenumbau gehört dieser Missstand endlich der Vergangenheit an und ich kann wieder nach Lust und Laune alles mögliche aus dem Backofen zaubern.

Kartoffel-Lauch-Gratin mit Kalbskotelett

Dieses Kartoffel-Lauch-Gratin kommt schön saftig und dank Sahne-Milch-Mischung auch nicht allzu üppig aus dem Rohr. Eine kleine Käseschicht macht es würzig. Als vegetarisches Gericht könnte man die Mengen noch etwas nach oben schrauben und die Käseauflage vergrößern. Bei uns gab es noch ein Kalbskotelett dazu, grobe Bratwürstchen wären auch gut denkbar – wunderbare Alltagsküche, die nicht viel Arbeit macht.

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Kartoffel-Lauch-Gratin
Kategorien: Kartoffel, Gratin, Vegetarisch
Menge: 2 Portionen

Zutaten

400 Gramm   Kartoffeln, festkochend (P: Agria); geschält,
      -dünn gehobelt
2 Stangen   Lauch (P: 275 g netto); in 1 cm Scheiben
160 Gramm   Schlagsahne
140 Gramm   Milch
1 Teel.   Gemüsebrühepulver selbst gemacht
      Salz
      Pfeffer
1 Teel.   Paprikapulver
40 Gramm   Bergkäse, gerieben (P: Gruyère)

Quelle

  nach
  essen & trinken Für jeden Tag, Heft 10/2016
  Erfasst *RK* 01.03.2017 von
  Petra Holzapfel

Zubereitung

Den Backofen auf 200°C (P: 180°C Circotherm) vorheizen.

3 Schichten Kartoffelscheiben und 2 Schichten Lauchscheiben abwechselnd in eine Auflaufform schichten, dabei die Kartoffelschichten jeweils leicht salzen und pfeffern.

Sahne, Milch und Brühepulver in einem Messbecher verquirlen, mit Salz, Pfeffer und Paprikapulver abschmecken.

Die Sahnemischung gleichmäßig über die Kartoffeln gießen und das Gratin im heißen Ofen auf der mittleren Schiene 30-35 Minuten garen.

Den Käse über dem Gratin verteilen und weitere 15 Minuten goldbraun überbacken.

Anmerkung Petra: schönes saftiges Gratin. Bei uns gab es noch ein Kalbskotelett dazu.

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