Backerlgulasch – Gulasch von Schweinebäckchen

Mit der zweiten Portion Schweinebäckchen geht es nach Österreich.

Weihnachten hatte ich Helmut den Sautanz* unter den Baum gelegt. In diesem Buch wird ein Schlachtfest in Purbach beschrieben, bei dem ein Schwein nach alter Tradition geschlachtet und gleich komplett verarbeitet wird. Für denjenigen, der bestrebt ist, so viel wie möglich vom Tier zu verwerten („nose to tail“), gibt’s dort eine Menge interessante Anregungen 🙂

Backerlgulasch

Das Backerlgulasch ist sicher ein Gericht, bei dem auch Leute gerne zugreifen, die sonst Innereien und second cuts eher skeptisch gegenüberstehen. Es unterscheidet sich bis auf das verwendete Fleischstück (Schweinebäckchen anstelle von Wadschinken) nur unwesentlich von meinem Standard-Gulasch.

Backerlgulasch making of

Gleiche Mengen Zwiebeln und Fleisch, dazu etwas Tomatenmark, reichlich gutes Paprikapulver, ein Spritzer Essig und gute Brühe – und natürlich ausreichend Zeit, um das bindegewebsreiche Muskelfleisch in butterzarte Stücke zu verwandeln.

Hier gab’s dazu gebratene Scheiben vom böhmischen Knödel und einen Salat.

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Backerlgulasch – Gulasch von Schweinebäckchen
Kategorien: Schwein, Innereien, Österreich
Menge: 4 Personen

Zutaten

900 Gramm Schweinebäckchen
900 Gramm Zwiebeln; gewürfelt
100 Gramm Schweineschmalz
3-4 Essl. Edelsüßes Paprikapulver
1 Essl. Tomatenmark
2 Knoblauchzehen; fein zermust
Salz
Kümmel; nach Belieben
1 Spritzer Essig
400 ml Fleischbrühe; Menge anpassen
H ZUM FERTIGSTELLEN
1/2 Zitrone: abgeriebene Schale
Einlegewasser von Essiggurken
Majoran
Saure Sahne, nach Belieben

Quelle

nach
Max Stiegl, Tobias Müller
Sautanz
Erfasst *RK* 16.01.2019 von
Petra Holzapfel

Zubereitung

Die Schweinebäckchen putzen (P: war bei mir ncht nötig) und grob würfeln.

Den Backofen auf 150°C vorheizen.

Das Schweineschmalz in einem Bräter erhitzen, die Zwiebeln darin bei nicht zu starker Hitze goldgelb anrösten, das dauert seine Zeit. Tomatenmark, Knoblauch und Paprikapulver zugeben, gut durchrühren und mit einem Spritzer Essig und der Brühe ablöschen.

Die Bäckchenwürfel untermengen, das Gericht salzen und mit Kümmel würzen. Den Deckel auflegen und den Topf für etwa 2 1/2 Stunden in den Backofen schieben, bis das Fleisch schön mürbe ist. Nach Bedarf noch Flüssigkeit angießen.

Kurz vor dem Servieren mit Zitronenschale, Essiggurkenwasser und nach Belieben Sauerrahm abschmecken.

Dazu passen Scheiben von Serviettenknödeln, Reis oder Kartoffeln.

Anmerkung Petra: Prima! Ähnelt vom Prinzip her meinem Gulasch mit Wadschinken. Im Original schmurgelt das Gericht auf dem Herd, ich verwende lieber den Backofen.

Hier gab’s dazu gebratene Scheiben von Böhmischen Knödeln und einen Feldsalat.

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Geschmorte Schweinebäckchen auf Sichuan-Art

Von Foodfreak kam kürzlich ein Hinweis auf Sichuan Braised Pork Cheeks. Da ich sowieso noch ein anderes Schweinebäckchenrezept ausprobieren wollte, haben wir gleich mal einen Schwung geordert.

Schweinebäckchen Sichuan Art

Die erste Portion kam gleich am Wochenende nach dem oben verlinkten chinesischen Rezept in den Topf. Nach kräftigem Anbraten wanderte Douban Jiang, die Chili Bean Paste aus Sichuan, etwas Ingwer, Frühlingszwiebeln, Reiswein, Sojasauce, etwas Brühe und ein paar Gewürze mit dazu und ab ging es für 3 Stunden in  den Backofen.

Dann probiert: schön würzig-pikante Sauce, da muss man gar nichts mehr dran machen 🙂 Wie empfohlen habe ich die Bäckchen in der Sauce erkalten lassen und am nächsten Tag sanft erwärmt, die zergingen auf der Zunge. Dazu gab es eine ordentliche Portion Reis und rührgebratenen Romanasalat. Ein Super-Essen für Wintertage wie diese (heute Nacht waren -16°C vorhergesagt)!

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Geschmorte Schweinebäckchen nach Sichuan Art
Kategorien: Schwein, Innereien, China
Menge: 4 Personen

Zutaten

1 kg Schweinebäckchen (hier 10 Stück, gut 1 kg)
Salz
Pfeffer
1 Stück Ingwer (5 cm); in Scheiben
2 Frühlingszwiebeln (hier 1 große Schalotte
-geachtelt und einige Scheiben Lauch)
Öl; zum Braten
70 Gramm Pixian Douban Jiang; ersatzweise normale Chili
-Bean Sauce; Menge nach Geschmack
400 ml Fleischbrühe*
200 ml Wasser*
60 ml Shaoxing Reiswein
3/4 Essl. Dunkle Sojasauce
1 Teel. Sichuanpfefferkörner
1 Schwarze Kardamomkapsel
Koriandergrün; zum Bestreuen

Quelle

modifiziert nach Serious Eats
Erfasst *RK* 21.01.2019 von
Petra Holzapfel

Zubereitung

Am besten schon am Vortag beginnen. Die Bäckchen trockentupfen, mit Salz und Pfeffer würzen.

In einem Bräter etwas Öl erhitzen. Die Bäckchen in 2 Portionen von allen Seiten gut anbraten, das dauert jeweils etwa 7-8 Minuten. Die Bäckchen herausnehmen und beiseite stellen.

Erneut etwas Öl in dne Bräter geben und die Chili Bean Sauce einrühren, etwa 30 Sekunden rührbraten, bis sie anfängt zu duften. Nun Brühe und Wasser angießen, Reiswein, Ingwer, Frühlingszwiebeln, Sojasauce und Gewürze zugeben und aufkochen lassen. Die Temperatur reduzieren und die Bäckchen einlegen.

Währenddessen den Backofen auf 150°C vorheizen.

Den Bräter zudecken und für mindestens 2 1/2-3 Stunden in den Backofen schieben, bis die Bäckchen butterweich sind (P: 3 Stunden).

Den Bräter aus dem Ofen nehmen, erkalten lassen, über Nacht kühlen.

Am nächsten Tag das abgesetzte Fett abnehmen, das Gericht sanft erhitzen. Die Bäckchen mit frischem Koriandergrün bestreuen und mit Reis und Gemüse (hier rührgebratenem Romanasalat) servieren.

Anmerkung Petra: Absolut klasse. Butterzartes Fleisch in würzig-pikanter Sauce. Ich habe die Flüssigkeitsmenge (wahlweise Brühe oder Wasser, ich habe eine Mischung genommen) gegenüber dem Original deutlich reduziert, sie ist immer noch üppig bemessen.

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Yaki Udon

Bei der letzten Bestellung im Asialaden hatte ich ohne festen Plan Udon-Nudeln mitgeordert. In JapanEasy* stieß ich jetzt auf Yaki Udon und die darin verwendete Tonkatsu-Sauce.

Yaki Udon ist ein sehr flexibles Gericht, was neben den Nudeln Fleisch (meist Schwein, aber auch Hähnchen, Rind oder Shrimps bzw. Tintenfisch), Gemüse und eine dickere aromatische Sauce auf Basis von Soja- und Worcestersauce enthält. Mögliche Toppings sind z.B. Mayonnaise, Röstzwiebeln, Katsuobushi* (getrocknete, geräucherte Bonitoflocken) oder Beni Shoga* (eingelegter roter Ingwer).

Yaki Udon

Bei mir kam ein Rest Schweinefilet ins Gericht, den ich ganz kurz in etwas Saucenmix mariniert habe. Der  Gemüseanteil bestand aus Möhre, Spitzkohl, Frühlingszwiebeln und Kräuterseitlingen (Shiitake waren nicht zu bekommen). Obenauf habe ich Frühlingszwiebelgrün, Mayonnaise und Katsuobushi gegeben.

Yaki Udon

Feines Soulfood, was nach dem Schippen von schwerstem Pappschnee besonders gut geschmeckt hat!

Tonkatsu-Sauce

Die aromatische, süßsäuerlicheTonkatsu Sauce (Hauptzutaten sind hier Sojasauce, Worcestersauce, Ketchup, Apfel, Datteln, Mirin und Sake) lässt sich sehr vielseitig einsetzen. So wird sie im Buch neben diversen japanischen Gerichten auch zu Bratwurst empfohlen.

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Yaki Udon
Kategorien: Nudeln, Gemüse, Japan
Menge: 2 Personen

Zutaten

200 Gramm Schweinefilet (Spitze und Kopf); in dünnen
-Scheiben
1 Essl. Tonkatsu-Sauce (P: selbst gemacht)
1 Essl. Sojasauce
1/2 Essl. Sake
H SOWIE
Öl; zum Anbraten
1 Zwiebel; in Streifen
3 klein. Möhren; in Stiften
150 Gramm Kräuterseitlinge (Original Shiitake); in
-halbierten Scheiben
4-5 Blätter Vom Spitzkohl; dicke Rippen entfernt, in Streifen
4 Dünne Frühlingszwiebeln; grün und Weiß getrennt
-in Röllchen geschnitten
H SAUCENZUTATEN
2 Essl. Tonkatsu Sauce
1 Essl. Sojasauce; mehr nach Geschmack
1 Essl. Sake
1/2 Essl. Mirin
2 Pack. Udonnudeln (Vakuumpack à 200 g)
H ZUM FERTIGSTELLEN
Mayonnaise (Kew Pie )
1 Handvoll Katsuobushi; Thunfischflocken
Röstzwiebeln (hatte ich nicht)
Frühlingszwiebelgrün

Quelle

eigene Vorgehensweise nach verschiedenen Rezepten aus
dem Web und aus
JapanEasy (Tonkatsu Sauce)
Erfasst *RK* 07.01.2019 von
Petra Holzapfel

Zubereitung

Das Schweinefilet in dünne Scheiben schneiden und in der Mischung aus Tonkatsu Sauce, Sojasauce und Sake wenden.

Die Udonnudeln 3 Minuten in kochendem Salzwasser garen, abgießen, kurz kalt abbrausen, abtropfen lassen.

1 El Öl in einer großen Pfanne erhitzen. Die Zwiebelstreifen zugeben und leicht Farbe annehmen lassen, dann das Fleisch mitsamt der Marinade zugeben und rundum anbraten, es soll nicht ganz durch sein. Fleisch herausnehmen und beiseite stellen. 1 El Öl in die Pfanne geben und erst die Möhren anbraten, dann die Pilze zugeben und kräftig anbraten, dann Kohl und das Weiße der Frühlingszwiebeln zugeben und rührbraten. Nun das Fleisch wieder zugeben und die Saucenzutaten einrühren, kurz köcheln lassen, dann die
gegarten Udonnudeln zugeben und unter Rühren heiß werden lassen. Nudelpfanne abschmecken.

Yaki Udon in Schalen verteilen und nach Belieben mit Mayonnaise, Katsuobushi, FRühlingszwiebelgrün und/oder Röstzwiebeln bestreut servieren.

Anmerkung Petra: ich habe das Rezept aus verschiedenen Quellen zusammengebastelt. Schnell gemacht, prima! Gut wäre auch Schweinebauch anstelle von Filet.

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========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Tonkatsu Sauce
Kategorien: Sauce, Japan
Menge: 300 Ml

Zutaten

100 ml Worcestershiresauce
2 Essl. Sojasauce
1 Essl. Mirin
1 Essl. Dunkelbrauner Zucker
3/4 Essl. Reisessig
1 klein. Zwiebel; fein gehackt
4 Datteln; gehackt
1/4 Granny Smith Apfel; geschält und gerieben (P:
-1/2 Idared)
1/2 Teel. Scharfer Senf
1 Prise Knoblauchpulver
1 Prise Pfeffer
100 ml Ketchup

Quelle

nach
Tim Anderson
JapanEasy
Erfasst *RK* 10.01.2019 von
Petra Holzapfel

Zubereitung

Worcestersauce, Sojasauce, Mirin, Zucker, Essig, Zwiebeln, Datteln und Apfel in einem kleinen Topf vermengen, zum Kochen bringen und etwa 10 Minuten köcheln lassen, bis Zwiebel und Datteln sehr weich sind. Den Senf, Knoblauchpulver, Pfeffer und Ketchup unterrühren und die Mischung anschließend im Mixer pürieren, bis sie homogen ist.

Hält sich im Kühlschrank fast unbeschränkt. Passt neben japanischen Gerichten wie Okonomiyaki (etwas süßer halten, mehr Zucker verwenden), Takoyaki, Tonkatsu (etwas säuerlicher halten, mehr Essig, Worcestersauce) und Yakisoba (etwas dünner und würziger halten, mehr Sojasauce, Worcestersauce) auch zu Bratwurst oder einem Specksandwich.

Anmerkung Petra: aromatische süß-säuerliche Sauce, verwendet für Yaki Udon.

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Indischer Krustenbraten mit fruchtiger Sauce

Die kulinarische Weltreise von Volker mampft bringt uns im Oktober nach Indien. Indische Küche steht hier hoch im Kurs, jede Menge Rezepte im Blog beweisen das. Ich habe für’s Event wieder einmal Anjali Pathaks Secrets from my Indian Family Kitchen* (die deutsche Ausgabe heißt  Indisch kochen*) zur Hand genommen – alle bisher ausprobierten Gerichte  haben wunderbar funktioniert. Die Rezepte stammen nicht unbedingt aus der traditionellen indischen Küche, zeigen aber, wie man die Aromen und Gewürze der indischen Küche auch in anderem Umfeld kreativ einsetzen kann.

Auf den Prüfstand kam jetzt das slow-cooked tamarind-glazed pork. Den Titel kann ich nur zur Hälfte nachvollziehen: slow cooked – ja, absolut. Tamarinde spielt allerdings nur eine untergeordnete Rolle und wirklich glasiert ist die Kruste auch nicht. Das ist aber schon die einzige Mini-Kritik am Rezept – das hat uns nämlich einen köstlichen und sehr entspannten Sonntagsbraten beschert 🙂 Was man mitbringen sollte, ist Zeit. Mindestens 5-6 Stunden dauert es, bis man sich zu Tisch setzen kann. Wirklich viel zu arbeiten hat man währenddessen allerdings nicht.

Schritt 1: Einschneiden der Schwarte, die wirklich komplett trocken sein sollte. Dann wird das Fleisch mit einer Fenschel-Salz-Mischung eingerieben, dabei sollte das Salz vor allem in die Einschnitte der Schwarte gut einmassiert werden.

Schritt 2: Herstellen der knusprigen Kruste bei relativ hoher Temperatur. Ja ich weiß: das widerspricht den meisten „normalen“ Krustenbratenrezpten, bei denen die Schwarte erst zum Schluss bei hoher Temperatur zum Aufpoppen gebracht wird. Aber seit Ottolenghis Schweinebauch weiß ich; das funktioniert super, spritzt nicht so und und ergibt ein gleichmäßiges Erscheinungsbild.

Schritt 3: Jetzt wird die Backofentemperatur reduziert, es kommt die Flüssigkeit dazu (ein säuerlicher Mix aus Orangensaft, Granatapfelmolasse, Essig, Tamarinde, Honig, Ingwer, Chipotle und Senf). Ich habe den Braten 5 Stunden bei 130°C gegart, dabei das Fleisch immer mal wieder mit der Garflüssigkeit bepinselt.

Trotz des „feuchten“ Klimas im Backofen ist am Ende der Garzeit die Kruste weiterhin krachend knusprig. Jetzt darf das Fleisch noch etwas ruhen, die Sauce habe ich abgesiebt, etwas eingekocht und zum Schluss nochmal abgeschmeckt.

Zum Servieren werden noch frische Granatapfelkerne darübergestreut, weitere Beilagen waren Bombay-Kartoffeln und ayurvedischer Brokkoli.

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Indischer Krustenbraten mit fruchtiger Sauce
Kategorien: Fleisch, Schwein, Sauce, Indien
Menge: 4 bis 6 Personen

Zutaten

1 Essl. Meersalz
1 Essl. Fenchelsaat
1 1/2-2 kg Schweineschulter mit Schwarte, ohne Knochen
2 Zwiebeln; in Ringen
2 Zimtstangen
2 Lorbeerblätter
1 Rote Chilischote; in Ringen
500 ml Orangensaft
100 ml Granatapfel-Molasse (P: 50 ml Granatapfelsirup
-süß, 50 ml Nar eksisi, saurer Granatapfelsirup)
50 ml Tamarindenpaste (P: walnussgroßes Stück
-Tamarinde in 50 ml warmem Wasser aufgelöst,
-abgesiebt)
50 ml Weißweinessig
2 Essl. Neutraler Honig; mehr zum Abschmecken
2 Essl. Feingehackter frischer Ingwer
1 Essl. Chipotlepaste (P: 1 Chipotle en adobo;
-feingehackt)
2 Teel. Englischer Senf (P: Savora)
Salz
Frische Granatapfelkerne

Quelle

modifiziert nach
Anjali Pathak
Indian Family Kitchen
Erfasst *RK* 17.10.2018 von
Petra Holzapfel

Zubereitung

Den Backofen auf 240°C vorheizen.

Salz und Fenchelsaat in einem Mörser zerreiben.

Die Schwarte der Schulter mit einem scharfen Messer im Abstand von etwa 1 cm (= gewünschter Scheibendicke) einschneiden, dabei durchs Fett, aber nicht ins Fleisch schneiden. Die Schwarte gut trockentupfen, das ergibt die knusprigste Kruste.

Das Fleisch mit der Salzmischung einreiben, den Hauptteil auf die Schwarte verwenden, dabei darauf achten, dass das Salz bis tief in die Einschnitte gelangt.

Zwiebeln, Zimtstangen, Lorbeerblätter und Chilis in eine ofenfeste Bratschale geben, in die das Fleisch gerade eben gut passt. Das Fleisch obenauf legen, Schwarte nach oben. Die Schwarte soll möglichst überall möglichst gleichen Abstand von der Oberhitze haben, um ein gleichmäßiges Bräunen zu gewährleisten (gegebenenfalls kann man mit etwas zerknülltem Backpapier oder Alufolie unterfüttern). Den Bräter für etwa 30 Minuten in den Backofen schieben, bis die Schwarte überall goldbraun und knusprig geworden ist.

In der Zwischenzeit alle übrigen Zutaten außer den Granatapfelkernen verrühren.

Eine evtl. Unterfütterung des Fleisches entfernen, die Backofentemperatur auf 140°C (P: 130°C) reduzieren. Die Saftmischung um das Fleisch, aber nicht über die Schwarte gießen und den Bräter wieder in den Ofen schieben. Das Fleisch unbedeckt 4 Stunden (bei 130°C 5 Stunden, bei 120°C 6 Stunden – für jeweils 10 Grad niedriger eine Stunde Garzeit zugeben) garen. Je länger es gart, umso besser. Ab und zu das Fleisch, aber nicht die Kruste mit dem Saft bepinseln (P: alle halbe Stunde).

Das Fleisch am Ende der Garzeit aus dem Ofen nehmen, ein letztes Mal bepinseln, diesmal auch die Schwarte (sie bleibt dennoch sehr knusprig!). Das Fleisch auf eine Platte legen, mit Alufolie abdecken und 20 Minuten ruhen lassen (P: unbedeckt im Backofen bei 75°C).

Die Bratflüssigkeit aus der Bratschale durch ein Sieb geben und entfetten (P: Fettkanne). Die entfettete Sauce in einen Topf gießen und einkochen lassen, bis sie eine leicht viskose Konsistenz annimmt. Mit Salz und Honig abschmecken.

Das Fleisch aufschneiden, auf eine vorgewärmte Platte geben und mit den Granatapfelkernen bestreuen und mit der Sauce servieren.

Dazu passt ein grünes Gemüse (hier ayurvedischer Brokkoli) und Bratkartoffeln (hier Bombay-Kartoffeln).

Anmerkung Petra: ein super Rezept, was sich absolut entspannt zubereiten lässt! Das Fleisch ist butterzart, die Schwarte schön knusprig, die Sauce angenehm fruchtig, süß-säuerlich-pikant. Favorit!

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Die Rezepte der Mitreisenden:

Mein wunderbares Chaos: ein-bisschen-indisch-ein-bisschen-britisch-mulligatawny Brittas Kochbuch: Tandoori-Paratha | Masala-Gemüse | Gajer Gosht – Rindfleisch mit Möhren und Paprika Küchenlatein: Tawa Panir German Abendbrot: Paratha mit Koriander | Cabbage Thoran – veganes Spitzkohl Curry | Lamb Madras Bento Helke Indische Lunchboxen Lunchbox mit Spinatcurry | Palak Paneer in der Box Volkermampft | Keoti Dal – gemischtes Dal mit selbgemachtem Roti Indien das Kochbuch – Buchrezension zur kulinarischen Weltreise | Nariyal ki Kheer – Indisches Dessert für Anfänger Stadt Land Gnuss Kürbis-Chutney Brotwein Brot: Naan – indisches Fladenbrot aus der Pfanne | Rotes Hühnercurry | Blumenkohl-Kartoffel-Curry zimtkringel Fastfood auf indisch: Pakora

*=Affiliate-Link zu Amazon. Wenn darüber bestellt wird, kostet es genausoviel wie sonst auch, allerdings erhalte ich einen kleinen Vermittlungs-Betrag, den ich wieder in neue Kochbücher etc. stecken kann. Für diese Unterstützung herzlichen Dank!

Irischer Hackfleisch-Kohl-Cobbler mit Scones

Ein halber Spitzkohl sollte verwendet werden. Also habe ich wieder einmal die Rezeptverwaltung befragt und bin bei diesem Rezept für einen Cobbler gelandet.

Irischer Hackfleisch-Kohl-Cobbler mit Scones

Der Cobbler ist in diesem Fall eine Art Ragout aus Hackfleisch, Spitzkohl und Tomaten, abgeschmeckt mit Worcestershiresauce. Belegt wird er mit runden Scheiben aus einem grob zusammengekneteten Käseteig, die dann im Backofen zu goldbraunen, knusprig-lockeren Scones aufgehen. Zum Servieren noch einen Klecks Sour Cream daraufgeben und genießen 🙂

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Irischer Hackfleisch-Kohl-Cobbler mit Scones
Kategorien: Auflauf, Hackfleisch, Kohl, Irland
Menge: 2 bis 3 Personen

Zutaten

H SCONES
50 Gramm   Cheddar; frisch gerieben (P: mittelalter Gouda)
125 Gramm   Mehl
1/2 Essl.   Backpulver
35 Gramm   Weiche Butter
60 ml   Milch
      Salz
H RAGOUT
1 Essl.   Butter
300 Gramm   Hackfleisch
1     Zwiebel; gehackt
300 Gramm   Spitzkohl; in Streifen
250 Gramm   Tomaten; gehäutet, gehackt (oder Dose)
1/2 Essl.   Mehl
125 ml   Brühe oder Wasser
1-2 Essl.   Worcestershiresauce
      Salz
      Pfeffer
H ZUM FERTIGSTELLEN
60 Gramm   Cheddar; frisch gerieben (P: mittelalter Gouda)
1 Essl.   Butter; in Flöckchen
  Etwas   Sour cream; zum Servieren (P: Schmand)
      Gehackte Petersilie; zum Bestreuen

Quelle

  stark modifiziert nach
  kochen&genießen 3/2014
  Erfasst *RK* 27.06.2018 von
  Petra Holzapfel

Zubereitung

Für die Scones Käse, Mehl, Backpulver, Butter, Milch und eine Prise Salz erst mit den Knethaken des Rührgerätes, dann mit den Händen zu einem Teig zusammenkneten. Nicht zu lange kneten: der Teig soll noch etwas krümelig und unregelmäßig aussehen. Teig etwas flach drücken und in Klarsichtfolie eingewickelt etwa 30 Minuten kalt stellen.

1 EL Butter in einer großen Pfanne erhitzen. Das Hackfleisch darin kräftig anbraten, am Schluss die Zwiebel mitbraten. Den Spitzkohl zugeben und mit anbraten. Nun die Tomaten zugeben und etwa 5 Minuten mitdünsten. 1/2 El Mehl darüberstäuben und unterrühren. Brühe oder Wasser angießen, aufkochen und 5 Minuten köcheln lassen. Mit Worcestershiresauce, Salz und Pfeffer abschmecken.

Den Backofen auf 200°C vorheizen.

Das Ragout in eine Auflaufform (hier etwa 25×15 cm) füllen.

Den Teig auf leicht bemehlter Arbeitsfläche gut 1 cm dick ausrollen. Mit einem runden Ausstecher (5 cm Durchmesser) Kreise ausstechen, dabei den restlichen Teig wieder zusammenlegen und erneut ausrollen (nicht kneten). Man erhält so etwa 10 Scones. Diese am Rand der Auflaufform auf die Hackmischung setzen und mit dem restlichen Käse und den Butterflöckchen bestreuen.

Den Cobbler im vorgeheizten Backofen etwa 25 Minuten backen, bis die Scones goldbraun sind.

Zum Servieren etwas sour cream in die Mitte der Form geben und mit gehackter Petersilie bestreut servieren.

Anmerkung Petra: Sehr schön! Die Scones sind schön fluffig und machen sich gut als "Beilage". Übrig gebliebene Scones schmecken auch kalt.

Mengenverhältnisse zum Original stark verändert, deutlich weniger Worcestershiresauce verwendet.

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Pasta mit pikantem Salsiccia-Auberginen-Sugo

Kurz ein Hinweis für diejenigen, die sich auch für mein tägliches rausgelinst interessieren: da doch einige Anfragen kamen und auch viele Links aus Chili und Ciabatta dorthin führen, habe ich der Einfachheit halber Benutzername und Passwort dort jetzt ebenfalls auf Chili/Ciabatta geändert. Ein Umzug auf selbst gehostetes WordPress ist geplant, das schaffe ich aber nicht alleine. Beim nächsten Besuch des Schwiegersohns werden wir uns dransetzen – ich fürchte, dann ist aber noch einiges an Handarbeit angesagt. Es kann also noch eine ganze Weile dauern, bis alles wieder öffentlich zugänglich ist.

Nun aber zum Essen 🙂 Helmut hatte aus der Metro scharfe italienische Salsiccia mitgebracht. Nach kurzer Recherche habe ich mich entschlossen, diese in einer kräftigen Pastasauce unterzubringen. Erst wollte ich aus dem Brät kleine Bällchen formen, dies erwies sich aber als gar nicht so einfach, da die Wurst ziemlich fest gepresst in der Hülle saß. Ich habe das Brät also einfach grob zerteilt.

Pasta mit Salsiccia-Aubeginen-Sugo

Anders als im Original habe ich die Sauce deutlich länger schmurgeln lassen – ich finde, da verbinden sich die Aromen viel besser und man bekommt ein „runderes“ Geschmackserlebnis. Hier gab’s einen ersten Teil des Sugos mit Mezze maniche rigate, im Original werden Orecchiette verwendet.

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Pasta mit pikantem Salsiccia-Auberginen-Sugo
Kategorien: Nudel, Sauce, Wurst, Gemüse
Menge: 4 bis 6 Portionen

Zutaten

2 Essl. Olivenöl
1 Rote Zwiebel; gewürfelt
1 Aubergine; gewürfelt
1 Gelbe Paprika; gewürfelt
1 Rote Paprika; gewürfelt
1 Rote Chilischote; fein gewürfelt
350 Gramm Gramm Salsiccia peperoncino; scharfe
-italienische Bratwurst
1 Teel. Oregano (hier gefriergetrocknet)
800 Gramm Gehackte Tomaten (Dose)
Salz
Frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
Gemahlene Chilis; nach Geschmack
1/2 Bund Glatte Petersilie; gehackt
H SOWIE
Pasta nach Wahl; hier Mezze maniche rigate, aber
-auch Orecchiette, Penne o.ä.

Quelle

modifiziert nach
So is(s)t Italien
Februar/März 2016
Erfasst *RK* 01.06.2018 von
Petra Holzapfel

Zubereitung

Das Salsicciabrät aus der Pelle lösen und grob zerpflücken.

Das Olivenöl in einem Bräter erhitzen und das Salsicciabrät darin kräftig anbraten. Mit einem Schaumlöffel aus dem Topf nehmen und beiseite stellen.

Die Auberginenwürfel zugeben und so lange unter mehrfachem Rühren braten, bs sie weich werden und anfangen zu bräunen. Nun die Zwiebeln kurz mitschmoren, dann die Paprika und die Chili zugeben, einige Minuten mitbraten. Die gehackten Tomaten zugeben, mit Oregano, Salz, Pfeffer und Chilipulver würzen und zum Kochen bringen. Das Salsicciabrät wieder einrühren und alles mindestens 30 Minuten schmurgeln lassen. Bei Bedarf noch etwas Wasser zugießen.

Pasta nach Packungsangabe in reichlich kochendem Salzwasser al dente garen, abgießen und mit dem Sugo mischen. Mit der Petersilie bestreut servieren.

Dazu passt ein grüner Blattsalat.

Anmerkung Petra: schön würzige Pastasauce, hat uns sehr gut gefallen.

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