Pititingas

Vor ziemlich genau einem Jahr haben wir beim unserem Brasilienurlaub in Imbassai bzw. Praia do Forte (Bahia) am Strand leckere Pititingas (ganz kleine frittierte Fischchen) bekommen.

Als wir jetzt auf dem Markt in Cannobio beim Fischhändler vergleichbar kleine sehen, wird gleich zugegriffen.

Die
Fischchen werden kurz in einer Mischung aus Limettensaft, Knoblauch und
Salz mariniert, dann so gut wie möglich getrocknet und mit Mehl
geschüttelt.

Zuletzt in heißem Öl knusprig ausbacken und mit Limettenschnitzen servieren.

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Pititinga
Kategorien: Snack, Fisch, Brasilien
Menge: 4 Portionen

Zutaten

500 Gramm Pititinga; auch Manjuba genannt (gegessen als ca.
-5-8cm große Fischchen mit Kopf und Schwanz)
2 Gepresste Knoblauchzehen
Salz; nach Geschmack
2 Limetten: Saft
Weizenmehl; zum Panieren
Öl; zum Fritieren

Quelle

WWW
Erfasst *RK* 16.09.2003 von
Petra Holzapfel

Zubereitung

Die Fischchen abwaschen und trockentupfen. Mit Salz, Knoblauch und Limettensaft würzen, etwa 5 Minuten stehen lassen. Abtupfen, bemehlen und in heissem Öl fritieren, bis sie knusprig sind. Auf Küchenpapier abtropfen lassen, dann sofort servieren.

Anmerkung Petra: gegessen in den Barracas von Imbassai und Praia do Forte/Bahia. Köstlich! Dazu gab es Limettenschnitze und scharfe „Vinagrete“ aus Tomate, Zwiebel, grüne Paprika, Chili (alles fein gewürfelt) mit Essig oder Limettensaft und Öl)

Anstelle von Weizenmehl kann man auch Fuba (feines Maismehl) zum Panieren nehmen.

August 2004: auf dem Markt in Cannobio schöne kleine Fischchen erstanden. Fischchen unter fließend kaltem Wasser abspülen und trockentupfen. Kurz vor dem Frittieren 5 Minuten wie oben marinieren, dann auf Küchentüchern so gut wie möglich trockentupfen. Die Fischchen mit Mehl in eine größere Tupperdose mit Deckel geben und schütteln, so dass sie ganz mit Mehl überzogen sind. Nun die Fischchen portionsweise in einem großen Sieb schütteln, um überschüssiges Mehl zu entfernen. Gleich in heißem Erdnussöl knusprig
ausbacken. Im Backofen in einer mit Küchenpapier ausgelegten Schüssel warmhalten, bis alle Fischchen frittiert sind.

Die Fischchen bleiben so sehr schön knusprig! Gut auch mit Sauce Tartare.

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Laksa lemak – würzige Nudelsuppe mit Shrimps und Tintenfischbällchen

Helmut liebt Suppen – besonders asiatische Nudelsuppen. Deshalb halte ich immer die Augen nach interessanten Rezepten offen.

Als ich kürzlich ein Rezept las, in dem eine malaiische
Currypaste verlangt wird, habe ich mal wieder meine Bücher mit Rezepten
aus Malaysia durchgesehen, darunter auch Vatcharin Bhumichitrs
informatives Buch Rezepte aus Südostasien.

Dabei hat dieses Laksa-Rezept in einer fischigen Variante meine Aufmerksamkeit erweckt.

Es gibt hier zwar keinen Asialaden in der Nähe, dafür habe ich
eine ganz gute Vorratshaltung asiatischer Lebensmittel im Keller und in
meiner TK-Truhe 🙂 In diesem Fall kommen Galgant, Zitronengras, Kurkuma,
Fischbällchen (in dem Fall thailändische Tintenfischbällchen) und sogar
die Sojabohnensprossen aus dem Kälteschlaf. Letztere habe ich
versuchsweise roh eingefroren und nun gefroren wie im Rezept
beschrieben in kochendem Wasser blanchiert: das geht wunderbar, die
Sprossen bleiben schön knackig. Zitronengras verwende ich übrigens seit
einem Kochseminar in der Ente in
Wiebaden gerne im Ganzen angequetscht in Suppen, das bringt deutlich
mehr Aroma, als wenn man nur das weiche Innere kleingehackt verwendet.
Das Zitronengras vor dem Servieren natürlich wieder aus der Suppe
fischen!

Schon die Suppe ohne Einlagen schmeckt sehr lecker, mit
Shrimps, Fischbällchen, Sojasprossen und Reisnudeln und bestreut mit
frischen Chilis, Zwiebeln und Minze ist sie ein köstliches Hauptgericht.

Noch ein Tipp, auf den auch Gernot auf seinen ausgezeichneten Gewürzseiten hinweist:
mit Kurkuma verfärbte Kunststoffteile einfach kurze Zeit in die Sonne
legen, der intensive Farbstoff ist nämlich nicht lichtecht. Dies gilt
übrigens auch für den orange-gelben Farbstoff  von Möhren, wie ich
erfreut feststellen konnte.

========== REZKONV-Rezept - RezkonvSuite v1.1

     Titel: Laksa Lemak - Nudeln in würziger Kokosmilchsauce
Kategorien: Suppe, Nudel, Hähnchen, Kokos, Malaysia
     Menge: 6 Portionen

=============================== SUPPE ===============================
    120        ml  Öl
      6    Zweige  Vietnamesischer Koriander (auch rau ram,
                   -polygonum, daun kesum, paew, laksa leaves)
      2            Wilde Ingwerknospen (durch nichts zu ersetzen,
                   -notfalls weglassen)
      6    Tassen  Wasser (Petra: Asiatische Hühnerbrühe, s. Rezept)
    360        ml  Dicke Kokosmilch (Petra: 1 Dose (400 ml)
                   -Kokosmilch)
  1 1/3      Essl. Zucker
                   Salz; nach Geschmack
    500     Gramm  Frische gelbe Nudeln; oder getrocknete Nudeln,
                   -gekocht und abgegossen
    150     Gramm  Blanchierte Bohnensprossen
      1            Hühnerbrust, gedämpft und zerpflückt (Petra:
                   -Hühnerfleisch von der Brühe verwendet)
    100     Gramm  Shrimps; geschält und gedämpft*

============================= WÜRZPASTE =============================
      8            Rote Chilis
     10            Schalotten
      1            Zitronengras
      2        cm  Galanga
    1/2        cm  Frischer Kurkuma (Petra: aus TK)
    1/2      Teel. Getrocknete Garnelenpaste

============================= GARNITUR =============================
      3    Zweige  Vietnamesischer Koriander; in Streifen
      1            Wilde Ingwerknospe; in feinen Streifen
      1            Gurke, in streichholzgroßen Stücken
      3            Eier; verschlagen, zu dünnen Omeletts gebraten,
                   -in Streifen
      2            Rote Chilis; in feinen Scheiben
      6      Essl. Sambal Belacan (s. Rezept)
      6     klein. Runde Limetten oder Limettenachtel

============================== QUELLE ==============================
                   Periplus World Cookbooks
                   The Food of Malaysia
                   Authentic Recipes from the Crossroads of Asia
                   -Erfasst *RK* 09.12.2005 von
                   -Petra Holzapfel

Alle Zutaten für die Würzpaste hacken und dann pürieren, dabei nach
Bedarf etwas Öl zugeben.

Das restliche Öl erhitzen und die pürierte Masse während 10 Minuten
sanft anbraten, dabei ab und zu umrühren. Den vietnamesischen
Koriander, die Ingwerknospen und das Wasser zugeben und zum Kochen
bringen. Die dicke Kokosmilch, Zucker und Salz zugeben. Die Hitze
reduzieren und alles ganz sanft 10-15 Minuten simmern lassen.

Zum Servieren die Nudeln für einige Sekunden in heißes Wasser geben,
um sie wieder zu erhitzen. Nudeln, Hähnchen, Bohnensprossen und
Shrimps auf 6 Suppenschalen aufteilen, obenauf Korianderstreifen und
Ingwerblüten geben. Mit Suppe aufgießen und mit etwas Gurke,
Omelette, Chilis und Frühlingszwiebeln bestreuen. Sambal Belacan und
geschnittene Limetten in einem getrennten Schälchen reichen.

Tipps: Die Suppe kann im Voraus zubereitet werden und die Zutaten
für die Garnitur vorbereitet, allerdings noch nicht geschnitten
werden, um ihr volles Aroma zu behalten. Wenn frische Nudeln nicht
erhältlich sind, kann man getrocknete Reis-Vermicelli oder sonstige
getrocknete chinesische Weizennudeln verwenden.

Anmerkung Petra: Relativ zeitaufwändig, aber köstlich! Lässt sich
allerdings prima vorbereiten.

*ich habe die Shrimps zum Garen für einige Minuten in einem Sieb in
die heiße Hühnerbrühe gehalten.

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Forelle mit warmem Spinat-Linsen-Salat und Sauce Vierge

Bei einem meiner letzten Kochbuch-Beutezüge in Regensburg ist mir Die australische Küche von
Alan Saunders, Rodney Weidland und Barbara Beckett ins Netz gegangen.
Auf den ersten Blick viele interessante Rezepte ("Rezepte führender
Köche und Restaurantkritiker"), teilweise in ungewöhnlicher
Zusammenstellung.

Da hier weiterhin der Forellen-Nachschub rollt (Helmut angelt fleißig), steht gleich ein Forellenrezept auf dem Plan:

Ganze Forelle mit warmem Spinat-Linsen-Salat und Sauce Vierge

Eigentlich sollte der Salat aus frischen Blattspinat bestehen,
der nach dem Rezept mit gegarten roten Linsen vermengt wird. Leider ist
frischer Blattspinat hier kaum zu kriegen (Saison ist momentan
eigentlich auch nicht), deshalb wird’s eher ein
Spinat-Linsen-Salat-Gemüse. Als absoluter Fan von Le Puy-Linsen ziehe
ich diese den im Rezept genannten für einen Salat bei Weitem vor, da
sie nach dem Kochen sehr schön ihre Form und eine gewisse
Bissfestigkeit bewahren.

Dazu gibt’s kleine Salzkartöffelchen – ein ausgesprochen leckeres Rezept!

========== REZKONV-Rezept - RezkonvSuite v1.1

     Titel: Ganze Forelle auf warmem Spinat-Linsen-Salat mit Sauc ...
Kategorien: Fisch, Salat, Gemüse
     Menge: 4 Portionen

=========================== SAUCE VIERGE ===========================
      1      groß. Tomate, fest, aber reif
    185        ml  Natives Olivenöl extra, gute Qualität
      1            Zitrone: Saft
      2      Essl. Frischer Koriander, feingewiegt
      2      Essl. Frisches Basilikum, feingewiegt
      2      Essl. Glatte Petersilie, feingewiegt
      8            Koriandersamen, zerdrückt
      1            Knoblauchzehe, feingeschnitten
                   Salz
                   Frisch gemahlener schwarzer Pfeffer

=============================== SOWIE ===============================
      1       Ltr. Gemüsebrühe
    200     Gramm  Rote Linsen (Petra: Puy-Linsen)
                   Salz
                   Frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
      4            Schalotten, feingewürfelt
      4            Bach- oder Zuchtforellen von je 200-250 g
  2 1/2      Essl. Natives Olivenöl extra
      2      Essl. Zitronensaft, frisch gepreßt
    1/2      Teel. Balsamicoessig
      4            Koriandersamen, zerdrückt
      2  Handvoll  Frischer junger Spinat (Petra: 200 g TK-
                   -Blattsalat)

============================== QUELLE ==============================
                   Alan Saunders, Rodney Weidland, Barbara Beckert
                   Die australische Küche
                   -Erfasst *RK* 01.08.2004 von
                   -Petra Holzapfel

Für die Sauce Tomate häuten, entkernen und fein würfeln. Olivenöl,
Tomate, Zitronensaft, Koriander, Basilikum, Petersilie,
Koriandersamen und Knoblauch in einer Schüssel mischen. Bei
Zimmertemperatur ruhen lassen. Salzen und pfeffern. Vor dem
Servieren vorsichtig auf etwa 40 °C erwärmen.

Für den Salat die Gemüsebrühe aufkochen, Linsen zufügen und etwa 30
Minuten bis zur gewünschten Bißfestigkeit kochen. Abgießen und mit
Salz und Pfeffer würzen. Warm stellen.

Den Backofen auf 200 °C vorheizen. Schalotten in einer Pfanne mit
wenig Olivenöl vorsichtig sautieren, bis sie weich und leicht
karamelisiert sind. Fisch auf jeder Seite dreimal einstechen und in
einen flachen Bräter legen. Kaltgepreßtes Olivenöl, Zitronensaft,
Balsamico, Schalotten und Koriandersamen in einer kleinen Schüssel
mischen. Fisch auf beiden Seiten mit der Mischung bestreichen und ca.
12 Minuten im Ofen backen. Bräter mit Alufolie bedecken, damit der
Fisch bis zum Servieren warm bleibt.

Linsen in einem Topf oder in der Mikrowelle erwärmen und in eine
Schüssel geben. Spinat waschen und trocknen. Mit etwas warmer Sauce
zu den Linsen geben und mischen, bis der Spinat leicht zusammenfällt.
Auf jedem der 4 Teller ein Salatbett anrichten und vorsichtig eine
Forelle darauf plazieren. Etwas Sauce über die Fische träufeln und
sofort servieren.

Anmerkung Petra: Ich habe Puy-Linsen genommen, da diese in einem
Salat sehr schön die Form behalten, diese habe ich nach dem Kochen
mit etwas Sauce vermischt. Mangels frischen Salates habe ich TK-
Blattspinat kurz gegart und dann zu den Linsen gegeben. Garzeit der
Forellen (etwas größer als angegeben) 20 Minuten. Sehr gut!

: O-Titel   : Ganze Forelle auf warmem Spinat-Linsen-Salat mit Sauce
: >           Vierge

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Seeblicktreff – Brasilianischer Abend

Erst mal geht es überhaupt nicht brasilianisch los:

Zum Frühstück überraschen uns unsere Nordlichter Evi und Rüdiger mit einem norddeutsches Buffet:

Katenschinken, Bauernwurst, Mett, Basilikum-Frischkäse-Creme („grüne Pampe“ ;-)), Tomatensuppe, Müsli, eingelegte Sherry-Rotwein-Heringe (sehr lecker!), Leberwurst, Obstsalat, diverse Säfte, Brot und Brötchen.

Doch schon zum Kaffee gibt’s auch Brasilianisches:

Bolo de Fuba,
einen schnell gemachten Maiskuchen: Zucker, Maismehl, geriebener milder
Käse, Milch und Eier werden im Mixer zu einer relativ flüssigen Masse
vermischt und in einer Auflaufform gebacken, dabei bildet sich eine
cremige Schicht im Kuchen.

Ein in ganz Brasilien verbreitetes Konfekt sind Brigadeiros:

Brigadeiros

Im Original wird die gezuckerte Kondensmilch mit den anderen Zutaten auf
dem Herd eingekocht, ich bevorzuge die Mikrowelle, da dort die Masse
nicht anbrennen kann. Allerdings muss man immer wieder umrühren, die
Masse schäumt und steigt dabei im Gefäß hoch.

Zum Abendessen koche ich Moqueca,

einen brasilianischen Fischtopf, den ich diesmal leicht abwandle und mit
Krabben anreichere. Dazu gibt es wieder Farofa, eine scharfe Vinagrete
und Reis, wie ich es auch beim 5. Is My Blog Burning-Event gemacht habe.

Weitere brasilianische Gerichte sind gefüllte Teigtaschen (Pasteis), Quibe
(fritierte Hackfleisch-Weizenschrot-Kroketten), zu denen auch sehr gut
die scharfe Vinagrete passt

Quibe

geschmorter Ochsenschwanz mit Okra und mariniertes Schweinefilet mit gebratener Ananas

Meine Nachspeise ist Mousse de Maracuja, ein Mousse aus gezuckerter Kondensmilch (unverzichtbare Zutat bei vielen brasilianischen Rezepten!), Saft frischer Maracujas, etwas Gelatine und Sahne.

Und hier sieht man zumindest einen Teil der Leute, die für so ein nettes Treffen mit leckerem Essen verantwortlich sind!

Eine weitere Gelegenheit zum ausgiebigen Feiern gibt es nach dem Essen: Polterabend für Billi und René

Wir wünschen alles Gute – zumindest das Auffegen des Poltergeschirrs hat schon mal ausgezeichnet geklappt 🙂

===== Titelliste (2 Rezepte) =====

Brigadeiros
Quibe (Fleischbällchen)

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.1

Titel: Brigadeiros
Kategorien: Konfekt, Mikrowelle, Brasilien
Menge: 25 Stück

400     Gramm  Milchmädchen; gezuckerte Kondensmilch
1      Essl. Butter a 15 g
1-1 1/2      Essl. Kakaopulver; oder
Trinkschokolade
1      Essl. Raspelschokolade
Schokostreusel; zum Wenden

============================== QUELLE ==============================
-Erfasst *RK* 17.12.2001 von
-Petra Holzapfel

Gezuckerte Kondensmilch, Kakao und Butter in ein
mikrowellengeeignetes Gefäß geben (ich benütze einen großen
Messbecher) und vermischen. In der Mikrowelle bei 600 Watt 2 Minuten
erhitzen, umrühren. Erneut 2 Minuten bei 600 Watt erhitzen aufpassen,
wenn die Masse anfängt zu kochen, steigt die Flüssigkeit schäumend
hoch, dann erneut umrühren. Nochmal etwa 1- 2 Minuten erhitzen, die
Masse soll richtig dick werden. Abkühlen lassen und mit
buttergefetteten Händen kleine Bällchen formen, in
Schokoladenstreuseln wenden und in Pralinenförmchen setzen.

Kühl aufbewahren.

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========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.1

Titel: Quibe (Fleischbällchen)
Kategorien: Snack, Hackfleisch, Getreide, Frittieren, Brasilien
Menge: 8 Portionen

400     Gramm  Rinderhack
300     Gramm  Weizenschrot
2            Zwiebeln
1      Bund  Pfefferminze (viel!)
Salz
Öl zum Fritieren

============================== QUELLE ==============================
Kochkurs VHS Deggendorf ’97
Maria Claudia Gobbo
Ferreira Kolbeck
erfasst von Petra Holzapfel

Weizenschrot mit kochendem Wasser übergießen, quellen lassen
(mindestens 1/2 Stunde).

Wasser ablaufen lassen und gut auspressen.

Die Zwiebeln fein würfeln, die Pfefferminzblätter hacken, mit dem
Hackfleisch zum Weizenschrot geben, mit Salz abschmecken. Zu
länglichen, dicken „Cevapcici“ formen, in heißem Öl fritieren.

Heiß oder kalt als Snack oder Vorspeise mit Molho de Pimenta
servieren.

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Gegrillte Forelle an süß-saurer Tamarindensauce (Pla pow)

Nachdem wir schon gestern gegrillt haben, wollen wir das weiterhin schöne Wetter ausnutzen und gleich noch ein neues Rezept ausprobieren.

Von Helmuts Angeltouren der letzten Zeit sind noch einige große
Forellen in der Tiefkühltruhe, also macht er sich ans Studium von
Fischrezepten. Seine Wahl fällt auf ein thailändisches Rezept, wieder
mal von – wen wundert’s – Steven Raichlen (auch er blogt: seinen BBQ
blog gibt’s hier).

Die gegrillte Forelle an süß-saurer Tamarindensauce wird
zuerst in einer Mischung aus Zitronensaft und thailändischer Fischsauce
mariniert, dann über direkter Hitze gegrillt (nicht zu heiß, damit das
Innere der doch recht dicken Fische gar wird, bevor das Äußere
verbrennt).

Zum Fisch gibt es eine dunkle süßsaure Sauce. Dafür wird Zucker,
Tamarindenwasser (ich löse dafür Tamarindenmark, das in Blockform im
Asialaden erhältlich ist, in heißem Wasser) und Fischsauce dicklich
eingekocht. Frittierte Zwiebeln, Knoblauchblättchen und
Serranoscheibchen runden sie ab.

Dazu gibt es thailändischen Duftreis – sogar die Kinder sparen nicht mit Lob 🙂

========== REZKONV-Rezept - RezkonvSuite v1.1

     Titel: Gegrillte Forelle an süss-saurer Tamarindensauce (Pla ...
Kategorien: Fisch, Grill, Sauce, Thailand
     Menge: 4 Portionen

=============================== FISCH ===============================
      4      groß. Forellen (Orig: kleine Fische, z. B.
                   -Meerbrassen oder kleine Rotbarsche (a ca. 500g),
                   -gesäubert, ohne Finnen, aber mit Kopf und
                   -Schwanzflosse)
      5      Essl. Asiatische Fischsauce
      5      Essl. Frisch gepreßter Zitronensaft
      1            Zitrone, in dünne Scheiben geschnitten
      1      Teel. Frisch gemahlener schwarzer Pfeffer

==================== SÜSS-SAURE TAMARINDENSAUCE ====================
    150     Gramm  Brauner Zucker (Orig: 3/4 Tasse Palmzucker oder
                   -etwas mehr heller Rohrzucker)
    160        ml  Tamarindenwasserm (s. Rezept)
     80        ml  Asiatische Fischsauce

======================== ABRUNDEN DER SAUCE ========================
    250        ml  Erdnußöl
      3            Schalotten, hauchdünn geschnitten
      6            Knoblauchzehen, hauchdünn geschnitten
      4            Serranos (Orig: Jalapeno- oder Serrano-Chillies),
                   -dünn geschnitten
      2      Essl. Frisch gepreßter Zitronensaft

============================== QUELLE ==============================
                   modifiziert nach
                   Steven Raichlen
                   Das große Buch vom Barbecue
                   -Erfasst *RK* 19.07.2004 von
                   -Petra Holzapfel

Direktes Grillen

Vorbereitungszeit: 30 Min. zum Marinieren

1. Den Fisch von innen und außen unter fließendem kaltem Wasser
waschen und mit Küchenpapier trockentupfen. Jeweils auf beiden
Seiten 3-4mal quer bis zu den Gräten einschneiden. Fische
nebeneinander in eine Auflaufform oder Pfanne legen. Fischsauce und
Zitronensaft in einer kleinen Schüssel verquirlen und über den Fisch
gießen. Die Fische ein- oder zweimal wenden, bis sie ganz überzogen
sind, Zitronenscheiben darauf geben und pfeffern. Abgedeckt im
Kühlschrank 30 Min. marinieren.

2. Den Grill auf starke bis mittlere Hitze anheizen*.

3. Für die Sauce Zucker, Tamarindenwasser und Fischsauce in einen
Saucentopf geben und bei mittlerer Hitze unter Rühren aufkochen. Bei
schwacher Hitze 5-10 Min. unter gelegentlichem Rühren leise köcheln
lassen, bis die Sauce eindickt.

4. In der Zwischenzeit das Öl in einer kleinen, schweren Pfanne auf
mittlerer Stufe auf 180°C erhitzen. Schalotten zugeben und 1-2 Min.
knusprig braten. Mit einem Schaumlöffel herausnehmen und auf
Küchenpapier abtropfen lassen. Die Knoblauchscheiben ins heiße Öl
geben und 1-2 Min. knusprig braten. Mit dem Schaumlöffel
herausnehmen und auf Küchenpapier abtropfen lassen. Die
Chilischeiben ins heiße Öl geben und ebenfalls 1-2 Min. knusprig
braten. Mit dem Schaumlöffel herausnehmen und auf Küchenpapier
abtropfen lassen.

5. Den Topf mit der Zuckermischung vom Herd nehmen, Zitronensaft und
die Hälfte der gebratenen Schalotten-, Knoblauch-und Chilischeiben
einrühren. Den Rest zum Garnieren beiseite stellen. Die Sauce
abgedeckt warm halten.

6. Unmittelbar vor dem Grillen den Fisch aus der Marinade heben und
mit Küchenpapier trockentupfen. Von beiden Seiten mit dem
aufbewahrten Bratöl bestreichen. Einen eingehängten Fischrost
verwenden oder die Fische direkt auf den gut geölten, heißen Rost
legen. 6-10 Min. grillen, bis die Haut gebräunt und knusprig und das
Fleisch bis zu den Gräten gar ist. Jeden Fisch mit einem Grillwender
vorsichtig wenden und nochmals 6-10 Min. grillen, bis sich das
Fleisch mit der Gabel leicht zerteilen läßt.

7. Die Fische mit dem Grillwender vorsichtig auf eine Platte heben
und, falls gewünscht, filetieren. Die Hälfte der Sauce über die
Fische geben und die restlichen Schalotten, Knoblauchscheiben und
Chillies darüber streuen. Sofort servieren und die restliche Sauce
dazu reichen.

Diese süß-saure Tamarindensauce ergänzt das rauchige Aroma des
gegrillten Fisches hervorragend. Gut geeignet sind kleine Fische wie
Meerbrasse oder Rotbarsch, man kann aber auch Steaks von Schwert
oder Thunfisch nehmen. Reichen Sie dazu balinesischen Gurkensalat
und Jasminreis.

Anmerkung Petra: Wir haben große Forellen verwendet. Helmut hat den
Grill auf mittlere Hitze gebracht (Grillkamin etwa 2/3 mit Briketts
gefüllt). 2 Forellen in Grillkörben für Fische gemacht, 2 direkt auf
dem Grill. Körbe auch einfetten, sonst klebt die Haut fest. Fisch
lässt sich aber problemlos auch auf dem Rost direkt machen. Sehr gut,
saftig, leckere Sauce. Dazu Reis und Salat.

: O-Titel   : Gegrillte Forelle an süss-saurer Tamarindensauce (Pla
: >           pow)

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Panierte Forellenfilets mit Parmesan

Helmut
hat sehr schöne Bachforellen gefangen, die ich nur für Franziska und
mich zubereiten muss, da die anderen nicht zum Essen kommen. Sie
wünscht sich "panierte Forellenfilets" – darunter stellt sie sich wohl
eine normale Panade (Mehl/Ei/Semmelbrösel) vor, das gefällt mir aber
für Forellenfilets nicht gut. Da kommt mir ein Rezept
in Erinnerung, das ich vor längerer Zeit schon einmal gemacht habe und
was mir damals sehr gut geschmeckt hat. Es stammt aus dem Buch Fisch von Aal bis Zander von Francis Ray Hoff.

Die Forellen filetieren geht inzwischen sehr gut – Übung macht
den Meister :-), die letzten Gräten werden mit der Pinzette gezogen.
Die Fleischseiten der Forelle dann mit einer Eigelb-Schmand-Mischung
bestreichen, mit frisch geriebenem Parmesan und mit Semmelbröseln
bestreuen und nach einer kurzen Ruhezeit zuerst auf der panierten
Seite, dann auf der unpanierten Hautseite knusprig braten. Als Bratfett
verwende ich hoch erhitzbares Butterschmalz. Man sollte nicht zu wenig
davon verwenden und unbedingt eine beschichtete Pfanne verwenden, sonst
klebt die Panade am Pfannenboden.

Das Resultat sind wunderbar saftige Forellenfilets mit krosser Haut, Franziska ist zufrieden 🙂

Das Rezept lässt sich am besten in kleinen Mengen zubereiten:
die Filets brauchen ausreichend Platz in der Pfanne. Durch das
Anbraten auf der Käseseseite wird das Fett leicht braun, man sollte
deshalb weitere Filets nicht anschließend in derselben sondern besser
in einer zweiten Pfanne zubereiten (oder frisches Fett verwenden).

========== REZKONV-Rezept - RezkonvSuite v1.1

     Titel: Panierte Forellenfilets
Kategorien: Fisch, Forelle, Käse
     Menge: 4 Portionen

      8            Forellenfilets
      1            Eigelb
      3      Essl. Saure Sahne
                   Parmesan; gerieben
                   Semmelbrösel
                   Salz
                   Weißer Pfeffer
                   Butterschmalz

============================== QUELLE ==============================
                   Francis Ray Hoff
                   Von Aal bis Zander
                   Süßwasser-Fischküche
                   -Erfasst *RK* 26.07.2000 von
                   -Petra Holzapfel

Die Gräten aus den oberen Hälften der Forellenfilets mit einer
Pinzette herausziehen. Die Filets mit Salz und Pfeffer würzen und
mit der Hautseite nach unten auf zwei Teller legen.

Das Eigelb mit der sauren Sahne verquirlen und die oberen Seiten der
Fischstücke damit bestreichen. Etwas Parmesan und anschließend eine
Schicht Brösel darüber streuen und 15 Minuten stehen lassen.

Die Filets mit der Haut nach oben in Butterschmalz goldgelb anbraten,
dann wenden. Die Hautseiten bei starker Hitze fertig braten, bis die
Haut ganz fest und knusprig ist.

Dazu eine Kartoffelgratin und Sommergemüse reichen.

Die Forellenfilets können auch in Schnitten gebraten werden und zum
Aperitif serviert werden. Nach dem Braten lässt man sie auf
Küchenkrepp abtropfen und die Haut wird so kross, dass man die
Stücke ohne weiteres aus der Hand essen kann.

Anmerkung Petra:

Gemacht mit Bachforellen. Sehr saftig, sehr lecker. Das Fett muss
relativ heiß sein, wenn man die Forelle auf der Panadenseite in die
Pfanne legt. Dazu in Zitronensaft/Öl/Knoblauch/Thymian marinierte im
Backofen gebratene Kartoffelhälften (geschälte Kartoffeln) und
gemischten Salat. Kartoffelgratin passt IMHO überhaupt nicht dazu.

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