Projekt Momofuku Ramen Teil 5: das Endprodukt, aber nicht das Ende

Jetzt habe ich euch schon die ganze Woche über mit Häppchen versorgt. Neugierig auf's Endprodukt? Dann will ich euch zum Wochenende nicht länger auf die Folter spannen.

Zutaten Ramen

Fassen wir einmal zusammen, was wir jetzt alles haben:

  • natürlich vorgewärmte Suppenschalen
  • eine gute Ramenbrühe, mit
  • Taré würzig abgeschmeckt, simmert auf dem Herd. Gut gesalzenes Nudelwasser für die
  • Ramen Nudeln ist aufgestellt. Zu kathas Kommentar – gerne hätte ich die Nudeln selbst gemacht, aber mir fehlte noch eine Zutat, die inzwischen im Hause ist. Beim nächsten Mal werden also selbst gemachte alkalische Ramen Nudeln getestet! Allerdings meint auch David Chang, man müsse wirklich nicht unbedingt die speziellen Nudeln selbst herstellen: normale hausgemachte Pasta, gekaufte oder sogar Reisnudeln würden den Zweck auch sehr gut erfüllen.
  • gebratener Schweinebauch ist aufgeschnitten und wird gleich erwärmt
  • die Bambussprossen stehen bereit, dazu kommen
  • einige zurecht geschnittene Scheiben Nori
  • Frühlingszwiebeln; in feinen Scheibchen
  • etwas saisonales Gemüse, ich habe Möhre und Brokkoli gewählt und kurz blanchiert
  • und dann brauchen wir noch pochierte Eier, die in die Mitte der Suppe gesetzt werden sollen – im Moment noch rechts im Foto in der Schale zu sehen. Die werden noch einen eigenen Eintrag bekommen 🙂 Genau wie die
  • Shiitake-Pilze, die wir ganz zu Anfang ins Wasser für die Brühe geworfen haben.

Ramen nach Momofuku-Art

Ab jetzt dauert es nur noch wenige Minuten, bis die gefüllten Schalen mit heißer Suppe vor uns stehen – es darf geschlemmt werden! Sehr spannend sind die unterschiedlichen Geschmackskomponenten und Texturen, besonders zu erwähnen das ausfließende Eigelb, was sich cremig um die Nudeln legt und mit der Suppe zusammen verspeist wird.

Wie schön, dass wir uns das Vergnügen mit der reichlich eingefrorenen Brühe noch öfter ohne großen Aufwand gönnen können. Und wesentlich günstiger als in der Momofuku Noodle Bar, wo die Portion mit immerhin 16 $ zu Buche schlägt. Die Kritiken sind übrigens sehr gemischt. Mal wird die Brühe als fad bezeichnet, dann wieder als zu salzig. Auch ein Vorteil von Essen zu Hause: wir können so kochen, dass es uns schmeckt 🙂

UPDATE Inzwischen habe ich das kanadische Blog von Steph entdeckt, in dem alle Rezepte aus dem Buch nachgekocht und mit vielen schönen Fotos dokumentiert werden: momofuku for 2.

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Ramen nach Momofuku-Art
Kategorien: Suppe, Ei, Fleisch, Schwein, Japan
Menge: 1 Person

Zutaten

400 ml   Ramen Brühe
      Taré; siehe Rezept
      Salz; nach Bedarf
      Mirin; nach Bedarf
90 Gramm   Getrocknete Ramnennudeln oder
150-180 Gramm   Frische Ramennudeln
2-3 Scheiben   Schweinebauch; siehe Rezept oder entsprechend
      -mehr dünner geschnitten
  Etwas   Zerzupfte Schweineschulter für Ramen (Petra:
      -hatte ich nicht)
1-2 Scheiben   Nori; etwa 7,5 x 7,5 cm
1-2     Frühlingszwiebel; in dünnen Scheibchen
2     Dünne Scheibchen Kamaboko; Fish cake, gekauft
      -(Petra: hatte ich nicht)
4-5     Bambussprossen; s. Rezept
  Einige   Möhrenscheibchen
  Einige   Brokkoliröschen oder anderes saisonales Gemüse
  Einige   Scheiben eingelegte Shiitakepilze (nicht im
      -Original)
1     Langsam pochiertes Ei; s. Rezept

Quelle

  nach David Chang und Peter Meehan
  Momofuku
  Erfasst *RK* 31.01.2010 von
  Petra Holzapfel

Zubereitung

Alle bereit stellen.

Die Brühe muss heiß sein, gerade eben simmern. Ein letztes Mal abschmecken.

Das Nudelwasser gut salzen. Das Fleisch erhitzen, die Suppenschalen vorwärmen, ein Sieb bereit halten.

Die Nudeln nach Anweisung kochen, ins Sieb schütten, in die Suppenschale geben. Mit heißer Brühe aufgießen. Fleisch und die anderen Garnituren in der Schale anordnen, das Ei aufschlagen, so weit es geht abpellen und in die Mitte gleiten lassen. Die Noriblätter zu einem Drittel am Rand der Schale in die Suppe stecken.

Heiß servieren.

Anmerkung Petra: Dies ist keine "genau so muss es sein"-Anleitung. Wenn einige Zutaten nicht vorhanden sind, durch andere ersetzen oder weglassen. Hähnchen, Bohnensprossen, Tofu, Erbsen, Mais passen auch.

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14 Antworten auf „Projekt Momofuku Ramen Teil 5: das Endprodukt, aber nicht das Ende“

  1. toll.. da fragt man sich wieder: wer braucht noch tütensuppen?
    ein toller bericht und ein köstliches ergebnis.. danke und das werde ich mir auf jeden fall mal vormerken.
    danke und liebe grüße ins wochenende karin

  2. @Karin: Niemand braucht Tütensuppe. Hier ist der Vergleich allerdings etwas holprig – ich habe z.B. echt keine Zeit, so eine aufwändige Suppe zu kochen – auch wenn sie es wert wäre. (Heißt nicht, dass ich Tütensuppe esse, heißt nur, dass es bei mir leider bei unaufwändigeren Suppen bleibt).
    @Topic: Das sieht toll aus! So bunt, so unterschiedlich.. die Texturen zusammen stelle ich mir wirklich super vor. Hat sich immerhin gelohnt und wenn die Brühe mal fertig ist, kann man ja ein paar Mal davon zehren :).

  3. Super Projekt, habe es an einem Wochenende inklusive Nudeln selbst herzustellen durchgezogen. Heute habe ich für meine Kollegen (14 Personen) bis auf den Schweinebraten serviert. Es hat echt Spaß gemacht nach Euren Ideen und Anleitungen zu agieren. Danke! Und den Kollegen hat es ach geschmeckt. Am Wochenende zuvor hat es Freunden gemundet.

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