Faschingsgebäck: Apfelkrapfen mit Hefe- und Brandteig

Auch wenn Fasching/Karneval/Fasnet hier im Haus so gut wie keine Rolle spielt: für ausgebackenes Faschingsgebäck bin ich durchaus zu haben 😉 So habe ich dieses Jahr pünktlich zum Höhepunkt des närrischen Treibens mal wieder ein für mich neues Rezept ausprobiert: Fruchtige Apfelkrapfen, für die ich jeden „Berliner“ stehen lasse. Nach Durchforsten des Netzes bin ich bei der klassischen Kombi Hefe- und Brandteig hängengeblieben und habe mich für diese Krapfen von Marla entschieden, die Garant für gelingsichere Rezepte ist.

Apfelkrapfen

Einfach unwiderstehlich: frisch ausgebackene Apfelkrapfen mit Zimt-Zucker-Kruste

Apfelkrapfen frittieren

Ihr sucht weitere Rezepte für faschingstaugliches Gebäck? Im Blogangebot habe ich noch

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Apfelkrapfen mit Hefe- und Brandteig
Kategorien: Gebäck, Fasching, Früchte
Menge: 16 Stück

Zutaten

H VORTEIG
160 Gramm Weizenmehl Type 405 oder 550
120 ml Milch
20 Gramm Hefe
H HAUPTTEIG
160 Gramm Weizenmehl Type 550 oder 405
50 Gramm Butter; in Flöckchen
20 Gramm Zucker
5 Gramm Salz
1 Ei (L)*
H BRANDTEIG
65 Gramm Weizenmehl Type 550; gesiebt
65 Gramm Milch
65 Gramm Wasser
15 Gramm Butter
1 Prise Salz
50 Gramm Vollei (1 Ei); nach Bedarf mehr*
200 Gramm Apfelstückchen; hier von 2 Elstar-Äpfeln
1 1/2 Ltr. Frittierfett oder Öl
H ZUM WENDEN
Zimt
Zucker

Quelle

nach
Marla im Sauerteigforum
Erfasst *RK* 11.02.2018 von
Petra Holzapfel

Zubereitung

Alle Zutaten für den Vorteig verrühren und zugedeckt 45 Minuten gehen lassen.

Vorteig und die Zutaten für den Hauptteig in die Schüssel der Küchenmaschine geben und etwa 5 Minuten auf Stufe 1, dann 5 Minuten auf Stufe 2 kneten. Den Teig in eine saubere Schüssel geben und abgedeckt 45 Minuten gehen lassen. Nach 15 und nach 30 Minuten den Teig zusammenfalten, um eine feine und gleichmäßige Porung der Krume zu erreichen. Der Teig sollte nicht zu warm werden, erwünschte Temperatur 22°C.

Während der Teigruhe den Brandteig zubereiten:

Butter, Milch und Wasser in einen kleinen Kochtopf geben und aufkochen. Das gesiebte Mehl in einem Schwung hineingeben und unter dauerndem Rühren zu einem Kloß abbrennen, der sich vom Topfboden löst und dabei einen weißen Belag hinterlässt.

Den Teigkloß in eine Schüssel geben und etwas abkühlen lassen. Dann das Ei mit dem Handrührer einrühren, bis sich eine homogene glänzende Masse gebildet hat. Bei mir war der Teig ziemlich fest und ließ sich nur mühsam verstreichen – bei Bedarf noch etwas Ei zugeben.

Die Äpfel schälen, vierteln und entkernen. Jedes Viertel noch einmal längs durchschneiden und fein scheibeln.

Den Hefeteig auf leicht bemehlter Unterlage zu einem gleichmäßigen Rechteck von etwa 40×30 cm ausrollen. Den Brandteig gleichmäßig aufstreichen, die Apfelstücke darauf verteilen (dabei die Endseite aussparen), etwas andrücken und den Teig von der kürzeren Seite her aufrollen. Das Ende sollte mit Brandteig bestrichen und gut angedrückt werden, damit sich der Teigschluss nicht wieder öffnet.

Die Rolle mit der Naht nach unten legen und mit einem Sägemesser in etwa 16 Stücke à 1,5 cm Dicke schneiden. Marlas Tipp: Mit bemehltem Messer lässt sich der Teig besser schneiden.

Die Scheiben auf ein leicht bemehltes Leinen legen, etwas flach drücken und abgedeckt etwa 30-40 Minuten bis zur 3/4 Gare gehen lassen.

Anschließend die Teigstücke aufdecken und für etwa 10 Minuten kalt stellen, damit sie etwas absteifen (P: ich habe sie nach draußen gestellt und immer nur die jeweils benötigten Scheiben zum Ausbacken reingeholt).

Einen tiefen Teller mit Zimt-Zucker-Mischung bereit stellen.

Das Frittieröl in einem ausreichend großen Topf auf etwa 160-175° erhitzen (meine Induktionsplatte hält 175°C auf Stufe 6). Die Krapfen portionsweise vorsichtig nacheinander ins heiße Fett gleiten lassen und jeweils etwa 4 Minuten backen, bis sie goldbraun sind, dabei mit einem Schaumlöffel zweimal wenden. Die Krapfen herausnehmen, kurz auf mehrlagigem Küchenpapier abtropfen lassen, dann sofort in Zimtzucker wenden und auf einem Kuchengitter auskühlen lassen.

Übrige Krapfen können am nächsten Tag für 4 Minuten in den auf 170°C Ober-/Unterhitze vorgeheizten Backofen gelegt werden und schmecken dann fast wie frisch.

Anmerkung Petra: Die Krapfen schmecken ausgezeichnet! Die Zubereitung braucht etwa 3 Stunden, ist aber im Prinzip unproblematisch, der Hefeteig lässt sich sehr schön verarbeiten.

*Marla hat 1 kleines Ei und zusätzlich 1 Eigelb verwendet. Bei mir war die Konsistenz mit einem großen Ei perfekt.

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4 Antworten auf „Faschingsgebäck: Apfelkrapfen mit Hefe- und Brandteig“

  1. Die sehen superlecker aus! Hier wuerden sie apple fritters heissen und dafuer ist bei mir immer Platz im Bauch. Meinst Du, man koennte die Teigstuecke ueber Nacht im Kuehlschrank gehen lassen und dann am naechsten Morgen (zum Wochenendbrunch) frisch frittieren? Danke fuer das tolle Rezept!

  2. Marla hat im Usprungs-Posting zum Rezept auch einen Hefeteig mit kühler Führung und dementsprechend weniger Hefe gepostet
    http://www.der-sauerteig.com/phpBB2/viewtopic.php?t=7684 (hat teilweise sehr lange Ladezeit, Geduld ist angesagt)
    ——————–
    Krapfenteig: über Nacht -kühle Führung :
    320 g Weizenmehl T 45 od. 550
    50 g Butter – weich
    ca. 20 g Zucker
    5 g Salz
    1 Ei klein
    1 Eigelb klein
    120g Milch max. lauwarm
    7 g Hefe
    evtl. noch etwas Mehl falls der Teig zu weich sein sollte
    Alles gut verkneten, 1 Std. bei Raumtemperatur anspingen lassen, anschließnd ca. 12 Std. kühl stellen ca. 7-9°
    Vor Verarbeitung ca. 1 Std. akklimatisieren lassen.
    Brandteig lässt sich auch schon einen Tag vorher zubereiten nach o. g. Rezept. Der fertige Teig hält sich luftdichtverschlossen im Kühlschrank gut 2 Tage.
    Er kann direkt aus dem Kühlschrank verarbeitet werden, wenn man ihn ca. 30-60 Min. akklimtisieren lässt ist wird er weicher und auch etwas streichfähiger.
    —————————–
    Wie das mit schon fertig vorbereiteten Schnecken aussieht, kann ich dir leider nicht sagen – ich weiß nicht, ob die Apfelstücke dann noch so schön aussehen (vielleicht hilft Zitronensaft). Da ist wohl Experimentieren angesagt.

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