Schmortomatensuppe mit Minzepesto

Im Sommer machten Astrids karamellisierte Kirschtomaten die Runde durch diverse Blogs. Kein Wunder, dass ich schwach geworden bin und das zugehörige Kochbuch Tomate erstanden habe – zumal im Garten reichlich Früchte zu erwarten waren, die Pflänzchen haben sich nämlich prächtig entwickelt.

Zur Erinnerung:

Tomaten Mai

So sahen sie am 11. Mai aus

Tomaten August 2011

und so am 6. August. Inzwischen sind sie noch deutlich gewachsen und die freundliche Nachbarin hat während unseres Urlaubs fleißig für mich geerntet.

Ochsenherz 2011

Die Ernte muss jetzt verwertet werden. Aus einigen Ochsenherzen habe ich jetzt eine Tomatensuppe gekocht, bei der ich mich an einem Rezept aus dem oben erwähnten Buch orientiert habe.

Tomaten, Paprika und Chilis auf dem Blech

Tomaten samt Paprika und einigen Chilis (meine persönliche Note ;-)) wandern auf dem Blech in den Ofen und werden geschmort. Laut Buch werden sie dann komplett püriert und mit reichlich Hühnerbrühe aufgekocht. Aber erstens mag ich weder Häute noch Kerne in meiner Suppe und zweitens mag ich Tomatensuppe lieber unverdünnt. Also durfte die Flotte Lotte arbeiten und die Hühnerbrühe im Tiefkühler bleiben.

Schmortomatensuppe mit Minzepesto

Was ich aber wörtlich übernommen habe, ist das Minzepesto. Das gibt der puristischen, aber köstlichen Suppe das gewisse Etwas. So haben wir die Ausbeute von vier Tellern auch zu zweit schnell leergelöffelt.

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Schmortomatensuppe mit Minzepesto
Kategorien: Vorspeise, Suppe, Pesto, Kräuter
Menge: 4 Portionen

Zutaten

H SUPPE
1 1/2 kg   Vollreife Tomaten (Petra: Ochsenherz)
1     Rote Paprika
2     Rote Jalapenos (hatte ich gerade zur Hand, plus eine unidentifizierte -gefältelte Chili)
2 Essl.   Olivenöl
      Salz
      Brauner Rohrzucker
      Schwarzer Pfeffer
H PESTO (REICHLICH)
2 Essl.   Pinienkerne; geröstet
2 Handvoll   Minzeblättchen; grob gehackt
1     Knoblauchzehe; grob gehackt
      Salz
80 ml   Olivenöl
1 Essl.   Heißes Wasser
1 Teel.   Honig
      Frisch gepresster Zitronensaft
      Schwarzer Pfeffer

Quelle

  stark modifiziert nach
  Luzia Ellert, Gabriele Halper, Elisabeth Ruckser
  Tomate
  Erfasst *RK* 05.09.2011 von
  Petra Holzapfel

Zubereitung

Die Tomaten halbieren und auf ein mit Alufolie ausgelegtes Backblech legen. Die Paprika und Chilis putzen, in grobe Stücke schneiden und dazu legen. Mit Olivenöl beträufeln und mit Salz bestreuen.

Das Blech bei 220°C für etwa 30 Minuten in den Ofen schieben.

Währenddessen das Pesto zubereiten: geröstete Pinienkerne, Minze, Knoblauch und Salz mit dem Olivenöl und heißen Wasser in einem hohen Gefäß pürieren. Mit Honig, Zitronensaft und Pfeffer pikant abschmecken.

Den Blechinhalt samt ausgetretenem Saft durch die Flotte Lotte in einen Kochtopf passieren. Aufkochen, mit braunem Zucker, Salz und Pfeffer abschmecken, nur einige wenige Minuten köcheln lassen.

Die Suppe auf Teller verteilen und mit dem Minzepesto beträufeln.

Anmerkung Petra: beste Zutaten ergeben hier eine köstliche puristische Tomatensuppe von knallroter Farbe. Das Pesto dazu ist ein i-Tüpfelchen und passt ausgezeichnet.

Im Original werden die Schmortomaten komplett püriert und mit 750 ml Hühnerbrühe aufgekocht. Wäre mir zu verdünnt und durch Kerne und Haut nicht fein genug.

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11 Antworten auf „Schmortomatensuppe mit Minzepesto“

  1. Ich teile Deine Abneigung gegen „verwässerte“ Suppen mit Schale und Kernen. Verlieren die Tomaten durch die Zeit im Ofen auch einiges an Flüssigkeit oder werden sie eher „nur“ gegart?

  2. Die vielen Tomatemtoepfe sind schon sehr beeindruckend. Das werde ich mir fuer das naechste Jahr merken, da sie bei mir auf die obere Terasse muessen, so dass die Rehe nicht daran naschen.
    Das Rezept fuer die Suppe hoert sich sehr lecker an. Ich bevorzuge geroesstete Veggies fuer eine Suppe. Vielleicht koennte man die Tomaten ja auch einafch laenger roesten, damit sie noch mehr Fluessigkeit verlieren?

  3. Läuse sind bei Tomaten sowieso kein großes Problem. Der Vorteil ist, dass sie hier unter dem Balkonüberstand und vor dem Holz trocken, warm und geschützt stehen und so die Braunfäule keine Chance hat. Außerdem kann man die Erde ganz nach Bedarf zusammenmischen (bei uns gemischt mit Kompost und etwas Hornmehl).

  4. Ich habe dieses Jahr erstmalig Tomaten gepflanzt. Auch im Kübel – allderdings gelbe.
    Mit der Ernte bin ich kaum hinterher gekommen, Schädlinge oder Fäule gab´s auch keine.
    Leider habe ich noch viel zu wenig aus dem Tomaten-Buch gekocht, zur Zeit arbeite ich mich gerade an „Kartoffel“ ab. Die Suppigkeit der Tomaten liegt doch sicher auch in der Sorte begründet, oder? Meine gelben z. B. haben kaum Kerne und sind innen fast vollkommen durchgewachsen, haben durchweg sehr festes Fruchtfleisch.

  5. …und beim ersten bild schleicht die dicke katze schön verdächtig um die töpfe herum.
    Ich hätte auch gern so viele selbstgezogene Tomaten! 🙂 Naja, kommt ja vielleicht noch.

  6. Auf die Sorte kommt es sicher an, auch auf den Reifegrad. Meine
    Ochsenherz waren schon ziemlich weit, sie sind dann deutlich weicher als meine Picolinos. Wenn das Fruchtpüree zu dick ist, kann man natürlich mit guter Brühe 😉 verdünnen.

  7. Als die kleinen Pflanzen in den Töpfen gepostet wurden, haben wir uns schon für nächstes Jahr vorgenommen, es wie du zu machen. Wie schön, dass wir jetzt sehen konnten, wie prächtig sie gediehen sind. Toll!

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