Nachgebacken: Kastenbrot mit Tahini und Saaten

Blogger Aktion "Koch mein Rezept - der große Rezepttausch" von @volkermampft Volker von Volkermampft ist schon seit März 2018 unserer Reiseleiter bei der kulinarischen Weltreise, einem Blogevent, das mich schon sehr oft neue und köstliche Gerichte fremder Länder entdecken ließ. Nun hatte er eine interessante Idee, die er auch gleich in die Tat umgesetzt hat: bei Koch mein Rezept – Foodblogs neu entdeckt wird jedem Teilnehmer ein anderer teilnehmender Foodblog zugelost. Diesen stellt man dann in einem Beitrag vor und kocht dafür ein oder mehrere frei gewählte Rezepte aus diesem Blog nach.

Das Los in der ersten Runde hat mir eine gute alte Bekannte zugedacht, die ich ausgesprochen schätze: unter Magentratzerl bloggt Susanne aus München schon seit August 2012. Das erste in meiner Rezeptverwaltung gespeicherte Rezept von ihrem Blog  ist von 2013, seither sind sage und schreibe 88 Rezepte da hineingewandert, nicht wenige habe ich nachgekocht. Susanne kocht gerne internationale Gerichte, bäckt aber auch Brot – damit liegt sie voll auf meiner Linie. Außerdem ist sie Spezialist für Teigtaschen – ich bewundere ihre Geduld bei der Herstellung dieser oft aufwändigen Teilchen 🙂 Des weiteren ist Susanne schuld an diversen Kochbuchkäufen: ihre ausführlichen und ehrlichen Rezensionen sind absolut verlässlich. Nachzulesen sind sie in ihrem Bücherregal.

Als ich Susannes Rezeptfundus durchsah, blieb ich beim Kastenbrot mit Tahin und Saaten hängen. Das hatte ich mir schon gleich nach der Veröffentlichung im letzten Oktober gespeichert, aber wie das so oft ist: die Nachback- bzw. Nachkochliste wird immer länger, man verliert das Rezept wieder aus dem Sinn. Diesmal bin ich gleich in die Küche gegangen (es war kurz vor Mitternacht) und habe den Sauerteig angesetzt.

Anschnitt Kastenbrot

Das Brot (im Original aus Toast & Jam* von Sarah Owens) ist ein reines Sauerteigbrot aus Dinkel-, Weizen- und ein wenig Roggenmehl, eingearbeitet wird ein Saatenquellstück aus Leinsamen, Mohn, Sesam, Quinoa und Sonnenblumenkernen. Zusätzlich kommt etwas Tahini (Tahina, Tahin) in den Teig. Diese Sesampaste der arabischen Küche verwende ich sehr häufig und gerne, war für mich aber beim Brotbacken ein Novum.

Eine kleine Änderung am Rezept musste ich vornehmen: Dinkelvollkornmehl hatte ich keines mehr im Vorrat, dafür habe ich Dinkelmehl Type 1050 eingesetzt – deswegen ist meine Krume etwas heller als die bei Susanne.

Kastenbrot mit Tahini und Saaten

Ich habe das Brot vor dem Einschießen der Länge nach eingeschnitten und die Oberfläche gegen Ende der Backzeit mit Alufolie abgedeckt, da das Brot drohte, zu dunkel zu werden.

Mit dem Ergebnis bin ich mehr als zufrieden: ein wunderbar saftiges und aromatisches Brot, was ich sicher noch öfter backen werden!

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Kastenbrot mit Tahini und Saaten
Kategorien: Brot, Saat, Kasten
Menge: 1 Brot à etwa 1 kg

Zutaten

H SAUERTEIG
50 Gramm Flüssiger Weizensauerteig (100% Hydration)
250 Gramm Wasser
250 Gramm Dinkelmehl Type 1050 (Original
-Dinkelvollkornmehl)
H QUELLSTÜCK
15 Gramm Leinsamen
15 Gramm Mohn
15 Gramm Sesamsaat
15 Gramm Quinoa
15 Gramm Sonnenblumenkerne
60 Gramm Wasser
H HAUPTTEIG
Sauerteig
Quellstück
80 Gramm Wasser
40 Gramm Tahini
150 Gramm Weizenmehl Type 550
80 Gramm Dinkelmehl Type 1050 (Original
-Dinkelvollkornmehl)
25 Gramm Roggenvollkornmehl (P: VK-Lichtkornroggen)
10 Gramm Salz

Quelle

modifiziert nach Magentratzerl bzw.
Sarah Owens
Toast and Jam: Modern Recipes for Rustic Baked Goods and
Sweet and Savory Spreads
Erfasst *RK* 23.06.2020 von
Petra Holzapfel

Zubereitung

Für den Sauerteig alle Zutaten verrühren und zugedeckt bei Zimmertempertur 8 bis 12 Stunden stehen lassen.

Für das Quellstück die Saaten in eine Schüssel geben, das Wasser unterrühren und alles zugedeckt ebenfalls 8 bis 12 Stunden stehen lassen.

Für den Hauptteig alle Zutaten mit Ausnahme des Salzes in die Schüssel der Küchenmaschine geben und kurz durchkneten. Zugedeckt 30 Minuten stehen lassen.

Das Salz auf die Oberfläche streuen und dann alle Zutaten 4 Minuten auf Stufe 1 und 6 Minuten auf Stufe 2 zu einem homogenen Teig verkneten, der sich vom Rand der Schüssel löst.

Den Teig in eine saubere Schüssel geben und 2 Stunden ruhen lassen, dabei nach 60 Minuten einmal falten (der Teig war bei mir recht weich und etwas klebrig).

Eine Kastenform (24 cm) buttern.

Den Teig auf der leicht bemehlten Arbeitsfläche rund formen und abgedeckt 10 Minuten ruhen lassen. Nun den Teig zu einem einem länglichen Laib formen und mit der Naht nach unten in die Kastenform legen.

Das Brot in der abgedeckten Form etwa 1 1/2 bis 2 Stunden gehen lassen (P: 2 Stunden), bis der obere Rand der Form fast erreicht ist.

Rechtzeitig den Backofen mit einem Backstein auf mittlerer Schiene auf 250°C Ober- und Unterhitze vorheizen.

Das Brot der Länge nach einschneiden, die Form in den Ofen schieben, schwaden und 20 Minuten backen. Dann die Temperatur auf 220°C reduzieren und weitere 30 Minuten backen. Bei Bedarf die Oberfläche des Brotes gegen Ende der Backzeit mit Alufolie abdecken.

Das Brot aus dem Ofen nehmen, aus der Form stürzen und auf einem Rost abkühlen lassen.

Anmerkung Petra: Ausgezeichnet! Saftiges und durch die Saaten sehr aromatisches Kastenbrot mit gutem Frischhaltevermögen.

Dinkelvollkornmehl hatte ich nicht, deshalb mit Type 1050 gebacken, Wassermenge dennoch gleich belassen.

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15 Antworten auf „Nachgebacken: Kastenbrot mit Tahini und Saaten“

  1. Das freut mich, dass Dir das Brot ebenso gefällt wie mir – ich muss es auch mal wieder backen.
    Und habe ich dir im Übrigen eigentlich schon mal gesagt, dass Du im wesentlichen daran „schuld“ bist, dass ich zu bloggen angefangen habe? Danke dafür!

  2. Also dir ist das Brot ja 1A gelungen! Ich hatte es ebenfalls schon nachgebacken mit dem Resultat einer sehr dichten, klebrigen Krume – dann muss ich wohl unterwegs einen Fehler begangen haben und dem Brot nachmals eine Chance geben. Weil die Idee, ein Brot mit Tahini zu backen, gefiel mir auch direkt, als ich das Brot bei Susanne gesehen hatte!

    1. Hups, das klingt unschön. Durchgebacken war es ? Bei mir war der Teig auch recht weich – ich habe das darauf geschoben, dass ich kein Dinkel-VK-Mehl verwendet habe, das schluckt ja doch mehr Wasser. Vielleicht probierst du es wirklich noch einmal.

  3. Oh wow, das Brot sieht ja total super aus! Mit Tahin hätte ich beim Backen auch nicht gerechnet … aber eigentlich: warum nicht? Danke fürs Teilen, die Inspiration nehme ich mir mal mit!
    Liebe Grüße
    Caro

  4. Das Rezept hatte mich letztens „angesprungen“…hat so einige auf meiner Backliste überholt 😉
    Vor einer guten Stunde aus dem Ofen geholt und soeben verkostet…sehr aromatisch und lecker. Der quinoa hat sich allerdings im quellstück nicht wirklich am Wasser bedient…ist mir etwas zu knusprig. Aber vielleicht soll das so sein.
    Trotzdem werde ich es wieder backen. Eventuell Quinoa weglassen oder überbrühen…
    Also…auf jeden Fall Nachbackempfehlung!
    Danke für das leckere Rezept!

    1. Mir ist der Quinoa im fertigen Brot nicht unangenehm aufgefallen. Ich spüle ihn aber grundsätzlich mit heißem Wasser ab, um Bitterstoffe zu entfernen.

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