Provençalische Sonnentarte

Letztes Jahr hatte ich im Bistro de Jenna diese Tarte soleil de Provence entdeckt. So hübsch! Keine Ahnung, warum ich sie nicht gleich nachgebacken habe. Jetzt kam mir das Rezept wieder unter die Augen und am Sonntag Abend passte alles: Zucchini und Zucchiniblüten sowie Tomaten kamen aus dem Garten, selbst gemachter Stracchino als Mozzarella-Ersatz und Ricotta standen im Kühlschrank bereit.

Tarte au soleil

Rund ausgerollten Butterblätterteig bekomme ich hier keinen. Ich habe mir deshalb mit einem Blitzblätterteig aus Topfenteig beholfen und davon zur kompletten Verwertung eines Päckchens Quark gleich die doppelte Menge gemacht. Reste kann man gut einfrieren. Wer mehr Zeit und Lust hat: diesen Blätterteig kann ich wirklich empfehlen.

Tarte au soleil Collage

Die Herstellung der Tarte ist dann eigentlich ganz einfach: die Mitte der Teigplatte wird strahlenförmig eingeschnitten, der Rand mit Zucchinischeiben (ich habe sie angebraten und nicht nur blanchiert, weil das mehr Aroma gibt), halbierten Kirschtomaten, Zucchiniblüten und dreierlei Käse (bei mir Feta, Ricotta und anstelle von Mozzarelline mein Stracchino) sowie Basilikumblättchen belegt. Nun einfach die inneren Dreiecke über die Füllung nach außen klappen und mit Eigelb bepinseln. Für etwa 30 Minuten ab in den Ofen, das ermöglicht eine saubere Küche sowie eine kleine Verschnaufpause bei einem Gin Tonic und dann heißt es genießen 🙂

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Provençalische Sonnentarte
Kategorien: Kuchen, Pikant
Menge: 2 bis 4 Personen

Zutaten

H TEIG
1     Butterblätterteig, rund ausgewellt ODER
H BLITZBLÄTTERTEIG (DOPPELTE MENGE)
250 Gramm   Magerquark
250 Gramm   Weizenmehl Type 405
125     Eiskalte Butter; in Stückchen
1/2 Teel.   Salz
H BELAG
      Olivenöl; zum Braten
2 klein.   Zucchini; grün oder grün/gelb
3     Zucchiniblüten; Stempel entfernt
8     Kirschtomaten
8 klein.   Mozzarella-Kugeln (P: 50 g Stracchino in
      -Stückchen)
50 Gramm   Feta; in Stückchen
50 Gramm   Ricotta
      Salz
      Pfeffer
      Basilikumblätter
      Olivenöl; zum Beträufeln (P: Basilikum-Olivenöl)
H ZUM BESTREICHEN
1     Eigelb
1 Essl.   Milch

Quelle

  modifiziert nach
  Bistro de Jenna
  Erfasst *RK* 24.07.2017 von
  Petra Holzapfel

Zubereitung

Für den Blitzblätterteig Mehl, Salz, Quark und Butter in den Foodprocessor geben und pulsierend zu einem groben Teig mischen. Den Teig auf die bemehlte Arbeitsfläche geben und flach zusammendrücken, nicht richtig durchkneten – die Butter soll in Flöckchen erhalten bleiben. Den Teig rechteckig ausrollen und dann wie einen Geschäftsbrief dreifach zusammenfalten. Dies noch zweimal wiederholen, bis man einen glatten Teig erhält, einmal mehr schadet nicht. Falls er zu sehr klebt, 30 Minuten in den Kühlschrank legen. Den Teig in Klarsichtfolie wickeln und bis zur Verarbeitung kalt stellen. Das Rezept ergibt gut die doppelte benötigte Menge überschüssiger Teig kann eingefroren oder zu anderem Gebäck verarbeitet werden.

Die Zucchini in knapp 1 cm dicke Scheiben schneiden und in einer Pfanne in etwas Olivenöl braun anbraten, dann auf Küchenpapier abtropfen lassen, salzen und pfeffern. Die Tomaten halbieren. Die Mozzarellakugeln halbieren.

Ein Backblech mit Backpapier auslegen. Den Backofen auf 180°C vorheizen.

Den Teig aus dem Kühlschrank nehmen und dünn ausrollen. Eine runde Teigplatte von etwa 32 cm Durchmesser ausschneiden. Ich habe dafür eine Tarteform mit 30 cm Durchmesser aufgelegt, dann im Abstand von 1 cm zum Rand geschnitten. Die Teigplatte schnurrte bei mir auf etwa 30 cm Durchmesser zusammen.

Die Teigplatte auf das mit Backpapier belegte Backblech legen. In der Mitte einen achtstahligen Stern einschneiden, dabei einen Rand von etwa 7-8 cm lassen.

Auf diesem Rand nun gleichmäßig die Zucchinischeiben, die zerteilten Zucchiniblüten, Tomaten (bei mir Schnittflätte nach oben) und Käsestückchen verteilen, salzen und pfeffern und mit etwas Olivenöl beträufeln. Die Basilikumblättchen auflegen, dann die Spitzen des Sterns nach außen über die Füllung klappen.

Eigelb und Milch verquirlen und die Sternzacken sowie unbelegten Teigrand bepinseln.

Das Blech in den Backofen schieben und etwa 30 Minuten (Original 20-25 Minuten) backen, bis der Teig gebräunt und aufgegangen ist.

Anmerkung Petra: leckere und ganz unkomplizierte Tarte, die optisch etwas her macht. Wir haben den Kuchen zu zweit als Hauptspeise gegessen, nach Belieben mit einem Salat. Für 4 ist er eine nette Vorspeise.

Das Original verwendet Butterblätterteig – ich habe als Ersatz Blitzblätterteig gewählt. Im Original werden die Zucchinischeiben blanchiert, mir gefällt die angebratene Variante für mehr Geschmack besser. Da ich gerade Stracchino (und Ricotta) selbst gemacht hatte, habe ich den anstelle von Mini-Mozzarelline verwendet. Wer einen kräftigeren Geschmack bevorzugt, kann natürlich auch nur Feta nehmen.

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25 Antworten auf „Provençalische Sonnentarte“

  1. DER Hingucker schlechthin – zum Reinbeissen!
    Ist bereits gespeichert und „zwingend“ als Apérogebäck für die nächste fröhliche Runde vorgemerkt.
    Besten Dank für die leckere und hübsche Inspiration!

  2. Wow, das sieht sehr schön und lecker aus!
    Und es scheint in der Zubereitung gar nicht so schwierig zu sein. Muss ich mir merken. Nur eine Frage habe ich, läuft der Belag nicht davon?
    Liebe Grüsse Ilona

  3. Hallo Petra!
    Sieht genial aus. Schon vorgemerkt. Ähm wie machen sich da die Zucchiniblüten? Wie schmecken diese denn? Sorry noch nie gegessen. Meine Zucchini blühen gerade auch kaum von daher werde ich die Blüten wahrscheinlich eh weglassen müssen…
    Liebe Grüße aus dem Dauerregen-Franken
    Petra

  4. Die sind relativ neutral, sie werden ja sonst meist gefüllt oder ausgebacken serviert. Ich denke, das sind hier eher optische Gründe. Ich hab die männlichen Blüten (mit Stiel, kein Zucchiniansatz) verwendet- da muss man auf nichts verzichten.

  5. Woran erinnert mich das bloß? Ach ja, richtig, an meinen Urlaub in St Rémy de Provence vor drei Wochen 🙂 Das werde ich gleich mal fürs Wochenende einplanen, natürlich ohne Blätterteig, denn leider hat der Urlaub doch angesetzt (das mit gutem Essen und guten Sachen zum Essen haben dir Franzosen einfach drauf) Wenn du da das eine oder andere 5:2 Rezept noch auf Lager hast, immer her damit…
    //Huebi

  6. Mmmm, das sieht wirklich toll aus! Ob ich das auch so perfekt rund hinbekomme? Muss ich ausprobieren, vielleicht aber mit einer süßen „Füllung“. Obst müsste doch auch gehen, auf einer Art Quarkcreme?

  7. Oh wie schön, wirklich etwas fürs Auge…aber auch für den Gaumen.
    Sieht total lecker aus, werde ich mir mal vormerken…vielleicht geht hier soooo die Sonne auf?
    Lieben Gruß
    Dagmar

  8. Sehr schön angerichtet! Seit ich die Sonnentart hier gesehen habe, wird bei mir jede Pizza nur noch in dieser Art mit umgeklappten Mittelecken gebacken! Auch sehr praktisch zum Essen aus der Hand und fürs Picknick! Habe schon unterschiedliche Beläge mit dieser Teiggestaltung ausprobiert, war immer gut. Danke und liebe Grüße!

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