Risotto mit Heidelbeeren, Pfifferlingen und Ingwer

Als ich am Samstag den Eintrag von Eva über ein Risotto mit Pfifferlingen und Heidelbeeren las, wurde ich neugierig. So neugierig, dass wir für den abendlichen Waldspaziergang, bei dem eigentlich der Platz für einen zu legenden Cache auskundschaftet werden sollte, den Pilzkorb und die Beereneimerchen mit Heidelbeerkämmen einpackten.

Heidelbeeren und Pfifferlinge

Was soll ich sagen, das Glück war uns Hold 🙂 Für 650 g Heidelbeeren haben wir zu zweit gerade mal 20 Minuten gebraucht. Zu den Pfifferlingen kamen beim gestrigen Ausflug noch weitere, so dass dem Risotto nichts im Wege stand.

Risotto mit Heidelbeeren, Pfifferlingen und Ingwer

Allerdings habe ich mich dann doch für ein anderes Rezept entschieden
und dieses dann auch wieder abgewandelt. Hier gefiel mir der Ingwer und
die Säure durch Weißwein und Zitrone, die Sahne habe ich kräftig
reduziert und geschlagen untergezogen, das verleiht dem Risotto eine
angenehme Cremigkeit.

Fazit: eine spannende, gar nicht süße Kombination, die uns sehr gut gefallen hat.

Ein weiteres Heidelbeerrisotto (Risotto ai Mirtilli) hat übrigens Robert im Angebot.

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Risotto mit Heidelbeeren, Pfifferlingen und Ingwer
Kategorien: Reis, Risotto, Früchte, Pilz, Vegetarisch
Menge: 4 Personen*

Zutaten

20 Gramm   Frischer Ingwer; fein gehackt
100 Gramm   Schalotten
50 Gramm   Butter
250 Gramm   Carnaroli-Reis
50 ml   Weißwein
1 Ltr.   Kochende Hühnerbrühe; Menge anpassen
75 ml   Sahne; geschlagen
50 Gramm   Frisch geriebener Parmesan
300 Gramm   Frische Pfifferlinge
      Butter; zum Braten
      Öl; zum Braten
  Etwas   Zitronensaft
      Salz
      Pfeffer
150 Gramm   Waldheidelbeeren
      Frisch geriebener Parmesan; zum Bestreuen
25 Gramm   Frische Heidelbeeren; zum Bestreuen

Quelle

  sehr frei nach Torsten Römling
  Erfasst *RK* 27.07.2009 von
  Petra Holzapfel

Zubereitung

4 Personen als Hauptspeise, für entsprechend mehr als Vorspeise

Pfifferlinge putzen, große Exemplare halbieren oder vierteln.

Die Butter in einem breiten Topf aufschäumen lassen. Ingwer und gehackte Schalotten darin glasig dünsten, dann den Reis zugeben und unter Rühren anschwitzen. Mit WEißwein ablöschen und einkochen lassen. Nun kellenweise von der kochenden Hühnerbrühe zugeben, dabei immer wieder umrühren.

Währenddessen etwas Butter und Öl in einer großen Pfanne erhitzen. Die Pfifferlinge hineingeben und bei guter Hitze braten, mit etwas Zitronensaft beträufeln, salzen und pfeffern.

Wenn der Reis fertig ist (die Konsistenz soll cremig sein, all 'onda, also lieber etwas mehr Brühe zugeben), den Käse unterrühren und die geschlagene Sahne unterziehen. Nun die Heidelbeeren und die Pfifferlinge unterheben. Alles in eine vorgewärmte Schüssel füllen und mit Parmesan und frischen Heidelbeeren bestreuen.

Anmerkung Petra: sehr lecker, feine säuerliche Komponente durch die Heidelbeeren.

Original von Torsten Römling http://www.ndr903.de/service/rezepte/ index.html?id=5344

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20 Antworten auf „Risotto mit Heidelbeeren, Pfifferlingen und Ingwer“

  1. Abendlicher Waldspaziergang nach 11 Caches? Ich glaub‘ es nicht, ihr seid nicht klein zu kriegen! Aber was ich weiß ist, dass das Foto mit den Ecken toll aussieht und die Abbildung in echt bestimmt genau so schmeckt. Was für ein Farbspiel!

  2. Bei der Ernte kann man wirklich neidisch werden; aber ich lass das mal lieber, denn ihr wart bisher sehr benachteiligt vom Wetter, dann gönne ich euch zumindest die gute Ernte! 😉
    Schön, dass du eine andere Variante gemacht hast, dann haben wir mit Robert’s Risotto schon drei dieser Art – das ist eben das Tolle am Foodbloggen!

  3. Dein Risotto sieht wunderbar aus.
    Jetzt muss ich mich schon zwischen drei Heidelbeer-Pfifferling- Risotti entscheiden oder vermutlich am Allerbesten alle drei ausprobieren…
    Was die Heidelbeeren und die Pfifferlinge angeht, muss ich mich leider Ulrike anschließen, hier gibt es ebenfalls nur Importieres.

  4. Ein sehr gut klingendes Rezept. Da muss ich in den Pfälzer Wald fahren um Heidelbeeren zu pflücken. So einen Kamm habe ich allerdings noch nie gesehen – da wird bei uns die Ernte mühsamer!

  5. Hallo, danke für das Rezept. Ich habe es gestern nachgekocht.
    Es war vorzüglich! Die Beeren kamen von der Heidelbeerfarm.
    Liebe Grüße aus Franken
    Stubi

  6. Wow… das liest sich spannend… Mal sehen, ob ich es mal nachkochen werden..Übrigens: ein tolles Blog mit vielen senstaionellen Rezepten …. da werde ich sicher das eine oder andere „klauen“
    LG
    Immi

  7. Bei uns in Südtirol sind diese Kämme verboten, weil sie anscheinend die Pflanze so beschädigen, dass sie das Jahr darauf keine Früchte mehr tragen. Den Risotto habe ich getestet: super!!

  8. Eine solche Beschädigung der Pflanze kann ich eindeutig verneinen. Hier bekommt man die ganz normal im Landhandel (Baywa) oder beim Holzschnitzer. Was allerdings verboten ist, ist ein gewerbliches Sammeln der Beeren ohne besondere Erlaubnis.

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