Schwarzwurzelgratin mit Möhren und Schinken

Was mir an Koch-Events so gut gefällt, ist die Tatsache, dass man oftmals angestoßen wird, über den eigenen Tellerrand zu gucken und Zutaten oder Gerichte auszuprobieren, die man normalerweise nicht zubereitet hätte. Das derzeitige Schwarzwurzel-Koch-Event im Gärtner-Blog ist auch so ein Fall: nicht, dass ich Schwarzwurzeln nicht mag, sie sind hier nur einfach schwer zu bekommen. Die ersten habe ich auf einem Markt gesehen: zwar Bio-Ware, aber nur bleistiftdünn – da wäre beim Schälen nicht mehr viel übrig geblieben.Mit ein bisschen Glück habe ich dann aber doch noch brauchbare Ware  aus den Niederlanden gefunden. Während ich sie früher schon mal roh gebraten in einem Salat verarbeitet habe, sind sie diesmal in ein Gratin gewandert.

Schwarzwurzeln und Möhren - Zutaten

Ideengeber war ein Rezept von Otto Koch, der die Schwarzwurzeln mit getrockneten Steinpilzen zusammen verarbeitet. Ich wollte den blassen Schwarzwurzeln etwas mehr frühlingshafte Farbe zur Seite stellen und habe deshalb an Stelle der Pilze junge Bundmöhrchen verwendet.

Schwarzwurzelgratin

Überbacken wurde mit kräftigem Bergkäse, dazu gab es Salzkartoffeln.

Einfach, aber sehr schmackhaft 🙂

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Schwarzwurzelgratin mit Möhren und Schinken
Kategorien: Gratin, Gemüse, Käse, Schinken
Menge: 3 Portionen

Zutaten

250 Gramm   Schlanke Bundmöhren
750 Gramm   Schwarzwurzeln
200 Gramm   Kochschinken, in feine Streifen geschnitten
1 Essl.   Butter
1 Essl.   Mehl
1/4 Ltr.   Hühnerbrühe
1/4 Ltr.   Schlagsahne
1 Bund   Glatte Petersilie, gehackt
1     Eigelb
75 Gramm   Bergkäse, frisch gerieben
      Essig
      Zitronensaft
      Salz
      Pfeffer
      Muskat
      Butter

Quelle

  Erfasst *RK* 25.02.2008 von
  Petra Holzapfel

Zubereitung

Die Schwarzwurzeln unter fließendem Wasser schälen und sofort in Essigwasser legen, damit sie sich nicht verfärben. In 5 cm lange Stücke schneiden und in kochendem Salzwasser mit etwas Zitronensaft ca. 15-20 Minuten kochen, dann kurz in kaltem Wasser abschrecken. Möhren schrubben oder schälen, etwa 4-5 Minuten in kochendem Salzwasser blanchieren und in Stücke schneiden. Schwarzwurzeln, Möhren und Schinken mischen und in eine gebutterte flache Auflaufform geben.

In einem Topf 1 El Butter schmelzen, das Mehl darin anschwitzen und nach und nach mit der kalten Brühe aufgießen. Etwa 10 Minuten sanft köcheln lassen, dann die Sahne zugeben und nochmals kurz köcheln lassen. Die Petersilie einrühren und mit Salz, Pfeffer und Muskat abschmecken. Am Schluss das Eigelb unterrühren.

Den Backofen auf 220°C vorheizen.

Die Sauce über die Schwarzwurzeln geben und mit dem geriebenen Bergkäse bestreuen. In den Backofen schieben und etwa 20 Minuten garen, bis der Käse goldbraun wird.

Dazu passen Salzkartoffeln.

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11 Antworten auf „Schwarzwurzelgratin mit Möhren und Schinken“

  1. Extra für die Schwarzwurzeln nach Holland gefahren?!!!!!
    Ja, es stimmt schon was Du sagst, ohne den Event hätte ich die nie verarbeitet…..
    Es sieht lecker aus Dein Gratin, beim nächsten Mal, fahr einfach nach Paris, hier gibt’s Schwarzwurzeln satt……

  2. Das sieht wirklich sehr lecker aus!
    Ich finde es auch klasse, dass man mal einen Anstoss bekommt, etwas neues (oder altes) auszugraben und zu probieren, einen Anlass braucht man meist dazu und diese Events sind ein guter Anlass und motivieren mich auch immer, etwas neues zu testen.

  3. Auf der Suche nach einem kreativen Weg, Schwarzwurzeln zuzubereiten bin ich hier gelandet. Das Rezept sprach mich an (wenn mir auch der Becher Schlagsahne fast einen Tick zu fett war), daher habe ich es ausprobiert. Abgesehen davon, dass ich nie gedacht hätte, dass man mit Schwarzwurzeln so ein Chaos in der Küche anrichten kann, war es so richtig lecker.
    Danke fürs Posten.
    Gruß,
    Flo
    PS: Haben wir uns vor Jahren mal auf einer Koch-Mailingliste getroffen? Ist ja lustig.

  4. Freut mich sehr, dass es geschmeckt hat 🙂 Die Sahnezugabe kann man sicher nach Geschmack reduzieren.
    Koch-Mailingliste hatte ich mehrere abonniert – kann also schon sein, wenn ich mich auch nicht konkret entsinne. Schönen 2. Advent noch!

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