Schokoladen-Cranberry-Kuchen

Ich habe noch nie einen so dunklen, fast schwarzen Kuchen gebacken. Verantwortlich dafür ist der extrem hohe Kakaogehalt: 2 Tassen – das sind immerhin 170 g – kommen in den Teig.

Schoko-Cranberrykuchen

Der Kuchen stammt aus Leslie Mackie’s Macrina Bakery & Cafe Cookbook, aus dem ich bisher das Haferflocken-Buttermilchbrot und das Kartoffelbrot gebacken habe, beides Rezepte, die ich sehr schätze. Die Zuckermenge von 3 1/4 Tassen (das entspricht sagenhaften 650 g!) hat mich kurz zusammenzucken lassen, ich habe sie dann eiskalt auf 350 g reduziert – in Verbindung mit den von mir verwendeten getrockneten Cranberries aber vollkommen ausreichend. Mir hätten die ursprünglich vorgesehenen Sauerkirschen aufgrund ihres höheren Säureanteils im Rezept noch besser gefallen, leider hatte ich keine mehr. Selbertrocknen in größeren Mengen im Dörrapparat ist für die kommende Erntesaison vorgemerkt!

Man sollte, wie in der Vorbemerkung zum Rezept angegeben, wirklich nur kleine Stücke servieren, um einen SchokoSchock zu vermeiden 😉

Die Perugina-Schokoladenchips waren übrigens im italienischen Supermarkt (beim Mehleinkauf erstanden) deutlich günstiger als hier erhältliche Schokoladentröpfchen.

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.1

     Titel: Schokoladen-Cranberry-Kuchen
Kategorien: Kuchen, Schokolade, Früchte
     Menge: 1 Kuchen

    200     Gramm  Getrocknete Cranberries (Original: 2 c
                   -getrocknete Sauerkirschen)
    170     Gramm  Kakaopulver; ungesüsst
    270     Gramm  Weizenmehl
    1/2      Teel. Backpulver
      1      Teel. Salz
    340     Gramm  Butter; Raumtemperatur
    350     Gramm  Zucker (Original: 3 1/4 c, 650 g!)
      5            Eier
    300        ml  Buttermilch
    170     Gramm  Halbbittere Schokoladenchips (Petra: Perugina)

============================== GLASUR* ==============================
    240        ml  Sahne
    340     Gramm  Halbbittere Schokoladenchips

============================== QUELLE ==============================
                   modifiziert nach
                   Leslie Mackie's
                   Macrina Bakery & Cafe Cookbook
                   -Erfasst *RK* 25.05.2006 von
                   -Petra Holzapfel

Die Cranberries mit warmem Wasser bedecken und beiseite stellen.

Den Backofen auf 165°C vorheizen. Eine große Bundform buttern und
mit Semmelbröseln ausstreuen.

Kakao, Mehl, Backpulver und Salz in eine mittlere Schüssel sieben,
alles vermischen.

Die Butter in der Schüssel der Küchenmaschine cremig rühren. Dann
den Zucker zufügen und alles weiß-schaumig rühren. Nacheinander die
Eier unterrühren: dafür jeweils so lange rühren, bis der Teig wieder
völlig homogen ist ist. Zum Schluss Buttermilch und Mehlmischung in
jeweils 4 Portionen abwechselnd unterrühren.

Die Cranberries abtropfen lassen und zusammen mit den
Schokoladenchips unter den Teig heben. Den Teig in die vorbereitete
Form füllen und glattstreichen.

Den Kuchen auf der zweiten Schiene von unten etwa 1 1/2-2 Stunden
backen (Stäbchentest - ich habe ihn 1 1/2 Stunden gebacken, dann
noch weitere 10 Minuten im ausgeschalteten Ofen gelassen). Kurz auf
dem Rost ruhen lassen, dann vorsichtig stürzen und komplett
auskühlen lassen.

Für die Schokoladenglasur die Sahne gerade eben aufkochen. Den Topf
vom Herd nehmen und die Schokoladenchips hineinschütten. Auflösen
und glattrühren, leicht abkühlen lassen. Dann den Kuchen mit der
Ganache glasieren.

Anmerkung Petra: Der Kuchen ist ausgesprochen dunkel, fast schwarz.
Wie schon im Vorwort zum Rezept angesprochen ist der Kuchen sehr
dekadent-schokoladig, es empfiehlt sich deshalb, wirklich nur kleine
Stücke zu servieren. Sehr gut passt kalte Schlagsahne. Wenn man
getrocknete Sauerkirschen hat, würde ich die wegen der größeren
Säure vorziehen.

Die (kräftig reduzierte) Zuckermenge reicht völlig! Die Glasur ist
ebenfalls extrem reichlich bemessen.

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6 Antworten auf „Schokoladen-Cranberry-Kuchen“

  1. getrocknete Sauerkirschen gibt es u.a. beim Trockenfruchtstand meines Vertrauens hier in HH auf dem Isemarkt, feines Zeug das! Wer mal Bedarf an einer größeren Menge hat (die haben auch geniale Macadamias und auch so Sächelchen wie Cranberries in guter Quali, oder Pecans) dem kann ich auch mal was da beschaffen.

  2. Boah… sieht der lecker aus.
    Bei soviel Schoko kann man den sicher leicht in vegan umwandeln, der fehlende Buttergeschmack wird, denke ich, kaum auffallen. Mhmmm. Ich behalte das Rezept mal im Hinterkopf fürs nächste Kuchenbacken.

  3. Hallo Petra,
    die getrockneten Sauerkirschen sind nicht leicht zu finden. Ich hab aber sogar schon mal bei Ebay welche gesehen.
    Hallo Claudia,
    ich hatte, wie angemerkt, noch reichlich Glasur übrig – allzu dick wollte ich dann doch nicht auftragen. 170-200 g dürften auch reichen – oder sogar weniger, wenn du die Glasur nicht flächendeckend aufbringen willst.
    Hallo Nina,
    der Kuchen hält sich übrigens prima frisch, wir haben heute die letzten Stücke verspeist. Ob er aber auch bei einem Schokoholiker so lange hält…?
    Hallo Petra,
    ich glaube, ich komme mal auf dich wegen der Kirschen zu 🙂
    Hallo Rosa,
    bin auf deine Experimente gespannt – auch wenn ich Butter und weitere „Originale“ Zutaten vorziehe.

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