Rhabarber-Pie mit Vanille und Orange

Heute habe ich meine letztes Jahr in London erstandene Pie-Form herausgeholt und mit Rhabarber aus dem eigenen Garten eine Rhabarber-Pie (Orignalrezept mit Foto hier) nachgebacken, die mir in der April-Ausgabe des amerikanischen Kochmagazins Bon Appetit aufgefallen ist. Anstelle von Kardamom habe ich Vanille verwendet.

Der Teig (herzustellen im Food-Processor, ich benutze meinen Uralt-Thermomix dafür) lässt sich prima verarbeiten und klebt überhaupt nicht. Aus einem Teil wird der Boden ausgerollt, aus dem anderen schneidet man die Streifen für den dekorativen Belag.

Anders als im Originalrezept habe ich die Teigstreifen verflochten und nicht nur übereinander gelegt.

Serviert wird die Pie als Dessert mit Vanilleeis. Im Vergleich zu anderen amerikanischen Kuchenrezepten ist sie nicht sehr süß. Guang Zhen ist sie eindeutig zu sauer, er schüttet noch kräftig Zucker darüber, holt sich dann aber noch ein zweites Stück.

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Rhabarber Pie mit Vanille und Orange
Kategorien: Dessert, Kuchen, Früchte
Menge: 8 Stück

Zutaten

H TEIG
270 Gramm Weizenmehl Type 405
2 Essl. Zucker
3/4 Teel. Salz
170 Gramm Butter in Würfelchen von 1 cm Kantenlänge; für
-15 Minuten eingefroren
7 Essl. Eiswasser; Menge anpassen
H FÜLLUNG
1 1/8 kg Rhabarber; bevorzugt mit roten Stielen
150 Gramm Zucker; nach Belieben etwas mehr
60 ml Orangensaft; frisch gepresst
2 1/4 Teel. Orangenschale
1 Vanilleschote; Mark ausgekratzt*
85 Gramm Erdbeerkonfitüre
H ZUM BESTREICHEN
1 Essl. Schlagsahne
2 Teel. Zucker
H SOWIE
Vanilleeis

Quelle

modifiziert nach
Bon Appetit
Time for Dessert
April 2005
Erfasst *RK* 16.05.2005 von
Petra Holzapfel

Zubereitung

Die Pie sieht mit den roten Teilen der Rhabarberstängel am schönsten aus. Deshalb am besten etwas mehr kaufen und hauptsächlich rote Teile verwenden.

Für den Teig:

Mehl, Zucker und Salz im Food-Processor (Petra: alter Thermomix) 5 Sekunden mischen. Die Butter zugeben, pulsierend mischen, bis die Konsistenz groben Maismehls erreicht ist. 6 El Eiswasser zugeben. Pulsierend mischen, bis sich feuchte Klumpen bilden. Falls der Teig noch zu trocken ist, 1/2 El-weise weiteres Eiswasser zugeben. Den Teig auf der Arbeitsfläche zu einem Ball zusammendrücken. In 2 Hälften teilen, von denen eine etwas größer ist als die andere. Zu runden Platten flachdrücken. In Klarsichtfolie einwickeln
und mindestesn 1 Stunde und bis zu 1 Tag kalt stellen.

Für die Füllung:

Rhabarber, Zucker, Orangensaft, Orangenschale und Vanillemark in einem weiten Topf auf mittelstarker Hitze erhitzen, bis die Flüssigkeit zu kochen beginnt. Die Temperatur reduzieren und zugedeckt etwa 8 Minuten simmern lassen, bis der Rhabarber fast gar ist, dabei sehr vorsichtig umrühren, damit er nicht zerfällt. Den Rhabarber mit einem Schaumlöffel in ein Sieb über einer Schüssel schöpfen und gut abtropfen lassen. Die Abtropfflüssigkeit in den Topf geben und alles in etwa 7 Minuten sirupartig auf etwa 160
ml einkochen lassen, dabei weitere Abtropfflüssigkeit mit einkochen. Die Erdbeerkonfitüre einrühren und alles im Topf 15 Minuten abkühlen lassen. Nun den Rhabarber vorsichtig zugeben und unterrühren.

Den Backofen auf 190°C vorheizen. Die größere Teigplatte auf einer leicht bemehlten Arbeitsfläche auf etwa 30 cm Durchmesser ausrollen und eine tiefe Pie-Form (9 inch, ca. 23 cm) damit auslegen. Die kleinere Platte auf 27,5 cm Durchmesser ausrollen und Streifen von 1,5 cm Dicke daraus schneiden. 6 Teigstreifen mit gleichmäßigen Abständen nebeneinander auf der Füllung verteilen, darauf 5 Teigstreifen anordnen, so dass sich ein Rautenmuster bildet**. Die Enden der Streifen unter den Teigrand stecken und festdrücken.
In einem Schüsselchen Sahne und Zucker gut verrühren. Die Teigstreifen, aber nicht den Rand damit bepinseln.

Die Pie etwa 55 Minuten backen, bis die Füllung dickblasig kocht und der Teig goldbraun ist, dabei den Rand mit Alufolie abdecken, falls er zu braun wird.

Die Pie vollständig auskühlen lassen. In Stücke schneiden und mit Eiscreme servieren.

Anmerkung Petra: Der Teig lässt sich prima verarbeiten, klebt überhaupt nicht und ist schön blättrig. Teig und Füllung sind nicht sehr süß, bei Bedarf kann man etwas mehr Zucker für die Füllung verwenden.

*das Original verwendet anstelle von Vanille gemahlenen Kardamom.

**Ich habe ein Teiggitter geflochten.

http://www.epicurious.com/recipes/recipe_views/views/231903

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