Rezension: Der Brotdoc – Gesundes Brot aus meinem Ofen

Als der Christian-Verlag anfragte, ob ich Interesse an einer Rezension  des neuen Brotbackbuchs Der Brotdoc – gesundes Brot aus meinem Ofen* von Björn Hollensteiner hätte, habe ich mit Freuden ja gesagt.

Lesern meines Blogs muss ich Björn und seinen Blog Der Brotdoc sicher nicht vorstellen: ich habe schon oft Rezepte von ihm nachgebacken und war fast jedesmal vom Ergebnis begeistert. Bei Facebook steht er Hobbybrotbäckern in der von ihm gegründeten Gruppe angebacken mit Rat und Tat zur Seite. Im letzten Sommer durfte ich Björn bei einem privaten Backtreffen kennenlernen:  seine kompetente und ruhige, aber doch zupackende Art reißt wirklich jeden mit, der mit ihm in der Backstube steht 🙂

Der Brotdoc

Genau diese Begeisterung merkt man auch dem Buch an, es ist ein leidenschaftliches Plädoyer fürs Brotbacken. Auf gut 200 Seiten sind 60 der beliebtesten Brotrezepte aus dem Blog versammelt, dazu kommen noch 5 speziell fürs Buch entwickelte Rezepturen.

Los geht es allerdings erst einmal mit einigen Gedanken zu gesundem Brot – kein Wunder bei einem Brot backenden Hausarzt. Neben den positiven Auswirkungen einer langen Reifezeit stellt Björn auch die ganzheitlichen Aspekte des Brotbackens in den Vordergrund: Stressabbau, gesteigertes Selbstwertgefühl, bewusstes Genießen eines Lebensmittels, dessen Wert und Inhaltsstoffe man selbst kennt und bestimmt.

Es folgen kurze Informationen zu den Grundzutaten beim Brotbacken (Mehl, Wasser, Salz) sowie zu weiteren, optionalen Zutaten wie etwa Milch, Eiern, Fett, Saaten, Gewürzen oder Malz. Ausführlicher ist das Kapitel über die Triebmittel Sauerteig und Hefe ausgefallen. Alles ist so verständlich beschrieben, dass selbst absolute Brotbackanfänger damit gut zurecht kommen sollten.

Für genau diese Anfänger gibt es im Kapitel zur Küchenausstattung auch jeweils günstige Alternativen zu einer Profi-Ausrüstung: das ermöglicht es, ohne größere Investitionen gleich in die Praxis einzusteigen. Nach den ersten Erfahrungen kann man sich dann nach und nach die gewünschten „besseren“ Werkzeuge zulegen.

Jetzt geht es ans eigentliche Brotbacken. Gestartet wird mit Vorteigen, da ja für einen optimalen Geschmack eine lange Teigführung angestrebt wird. Die Begriffe Biga, Poolish, Sauerteig und Nullteig werden ausführlich erklärt und voneinander abgegrenzt.

Das Kapitel Arbeitsschritte ist mit einigen Fotostrecken illustriert. Besonders gefallen mir QR-Codes, die direkt zu den entsprechenden Videos im Blog führen. Gerade aus solchen Videos lernt man die grundlegenden Handgriffe am besten.

Nach dieser allgemeinen Einführung geht es mit den Rezepten weiter, die den Hauptteil des Buches ausmachen. Unterteilt sind sie in die Kapitel Beginnerbrote, Brötchen & Kleingebäck, Baguette & Co., süße Versuchungen, Alltagsbrote, Roggenmisch- und Roggenbrote. Auf jeweils einer Doppelseite stehen sich ein Rezept und das dazu gehörende Foto gegenüber. Auch hier führen zum Teil wieder QR-Codes zu hilfreichen Videos, die einzelne Techniken verdeutlichen.

Ein Autorenportrait, eine Vorstellung des Fotografenteams, ein Rezeptregister und eine Zusammenstellung von Informations- und Bezugsquellen runden das Werk ab.

Als das Buch hier eintraf, wollte ich sofort loslegen und habe den Sauerteig für die Tourte de Meule (ein klasssisches französisches Landbrot) angesetzt. Im Rezept wird für das Brot Weizenmehl Type 1050 verwendet. Der Brotdoc empfiehlt allerdings, unbedingt einmal mit dem französischen Originalmehl T80 zu arbeiten, was ich gemacht habe.

Tourte de Meule Brotdoc

Frisch aus dem Ofen: ein wunderbar duftendendes Brot mit krachender Kruste (im Hintergrund die Tourte de Meule im Buch).

Tourte de Meule Anschnitt

Im Anschnitt zeigt sich die mittel- bis grobporige Krume. Die ersten Scheiben wurden nur mit kühler Butter bestrichen – ein absoluter Hochgenuss!

Ich schrieb ja oben, dass ich schon lange ein Fan von Björns Rezepten bin. Ich habe das Buch also einmal von vorne nach hinten durchgeblättert und geschaut, welche Brote daraus ich schon vorher nach Rezepten aus dem Blog nachgebacken habe. Und das sind eine ganze Reihe:

Sonnenblumenbrot

Sonnenblumenbrot

Mein Sommerbrot

Mein Sommerbrot

Pide

Pide

Saatenblüten

Saatenblüten (bei mir mit Haferflocken anstelle von Weizenkleie)

Dinkelbrot für Eva

Dinkelbrot für Eva

Das 812er

Das 812er

das Saaten-812er

das Saaten-812er

Münsterländer Schmalzstuten

Münsterländer Schmalzstuten im Brotbackrahmen

Molkekloben

Molkekloben in Abwandlung der Borkenberger Kloben

Kasseler Brot

Kasseler

Südpfälzer Landbrot

Südpfälzer Landbrot

Ich glaube, diese Galerie spricht für die Gelingsicherheit von Björns Rezepten!

Der Brotdoc selbst hat hier die Entstehungsgeschichte des Buches erläutert, hier kann man einen Blick hinein werfen.

Björn Hollensteiner:
Der Brotdoc: Gesundes Brot aus meinem Ofen. Backen mit naturbelassenem Sauerteig, Hefeteig & Co.
Christian Verlag, ISBN: 9783959613934, 208 Seiten
24,99 €

*Der Beitrag enthält Werbung. Das Buch wurde mir vom Verlag kostenlos zur Verfügung gestellt. Die Rezension spiegelt meine eigene, unbeeinflusste Meinung wider.

 

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