Ischgler Krapfen

Schon 1982 (!) habe ich dieses Rezept für Ischgler Krapfen* in der November-Ausgabe von Meine Familie & ich gefunden und nachgebacken. Seitdem gehören die kleinen, mit Kaffee-Buttercreme gefüllten Doppeldecker zu meinen liebsten Weihnachtsplätzchen. Und dennoch habe ich sie in den letzten Jahren nicht gemacht – wie passt das zusammen? Das lag schlicht und einfach an dem Zusatz: "Wegen der Buttercreme nur kurz, am besten im Kühlschrank, aufheben!" Ich habe deshalb nämlich das Backen immer vor mir hergeschoben, weil ich sie zu Weihnachten frisch haben wollte. Und dann waren meist von den anderen Plätzchen noch so viele da, dass ein weiteres nicht mehr sein musste.

Ischgler Krapfen

Dieses Jahr habe ich den Spieß umgedreht und die Plätzchen gleich zu Anfang gebacken. Und ich finde sie immer noch umwerfend gut 🙂

*viel häufiger findet man die Bezeichnung Ischler Krapfen bzw. Ischler Törtchen, die wohl in diversen Varianten existieren, siehe Wikipedia

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Ischgler Krapfen
Kategorien: Gebäck, Plätzchen, Weihnachten
Menge: 50 Stück

Zutaten

H TEIG
140 Gramm   Butter
70 Gramm   Zucker
1     Eigelb
70 Gramm   Geschälte Mandeln; fein gerieben
200 Gramm   Mehl
H FÜLLE
80 Gramm   Butter
100 Gramm   Puderzucker
1     Frisches Eigelb*
1/2 Teel.   Instant-Espressopulver
H GLASUR
4 Essl.   Gekochter Espresso; nach Bedarf zugeben
100 Gramm   Puderzucker

Quelle

  nach
  Meine Familie & ich 11/82
  Erfasst *RK* 05.12.2017 von
  Petra Holzapfel

Zubereitung

Den Backofen auf 175°C vorheizen.

Die Zutaten für den Teig sehr rasch zu einem Mürbeteig kneten (P: im Foodprocessor hergestellt) und kurz kühl stellen. Dann dünn ausrollen und kleine runde Plätzchen ausstechen (P: 3 mm dick, Durchmesser 4 cm).

Auf einem mit Backpapier ausgelegtem Backblech etwa 8-10 Minuten sehr hell backen. Auf dem Blech erkalten lassen.

Für die Fülle die Butter schaumig rühren, gesiebten Puderzucker unterrühren, dann das Eigelb hinzugeben, mit Kaffeepulver (P: am besten vorher im Mörser fein zerreiben!) abschmecken.

Mit dieser Fülle jeweils 2 erkaltete Plätzchen an den Unterseiten zusammenkleben.

Aus Espresso und Puderzucker eine Glasur rühren und die Plätzchen auf der Oberseite damit bestreichen. Erst nach dem Trocknen der Glasur verpacken.

Wegen der Buttercreme nur kurz, am besten im Kühlschrank, aufheben!

Anmerkung Petra: die gehören zu meinen absoluten Lieblingsplätzchen. Zarte Plätzchen, toller Geschmack! Teig lässt sich prima verarbeiten.

*Wer kein frisches Eigelb nehmen will, einfach weglassen oder stattdessen wenig Eierlikör verwenden.

2017: die Hälfte der Plätzchen mit Kaffeecreme gefüllt, die anderen wie Hildatörtchen mit Johannisbeergelee gefüllt und mit Puderzucker-Zitronenguss glasiert.

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10 Antworten auf „Ischgler Krapfen“

  1. So viele Anregungen immer bei dir, Petra!
    Man wünscht sich wirklich, zu deinen Kindern zu gehören, die mit einer SOLCHEN Keksdose bedacht werden!
    Diese Plätzchen hören sich auch toll an und die Tannen sehen ja aus wie gemalt!

  2. ich kenne die ischgler mit johannisbeergelee gefüllt, Deine variante mit der buttercreme ist mir absolut neu. mein problem mit der plätzchenbackerei: ich würd gern von jeder sorte zwei, drei stück backen, nicht das zwanzigfache. blechweise süssigkeiten sind mir viel zu viel und kämen bei uns einfach nicht weg; allein deswegen schon nicht, weil wir keine rituale wie „ teestunde“ oder „ kaffeeklatsch“ pflegen. habe letztes wochenende einen lebkuchen gekauft, an dem nagten v und ich drei tage hin…

  3. Ich verstehe das Dilemma. Ich backe ja inzwischen meist auch nur noch halbe Rezepte, um mehr Vielfalt auf den Teller zu bekommen. Eine hiesige Bekannte schrieb mir jetzt, das sie 21 kg (!!!) Plätzchen gebacken hat. Für mich unvorstellbar 😉

  4. Ich überlege gerade, ob man statt Espresso auch Rosenblüten zum Aromatisieren verwenden könnte. Hatte ich neulich schon in Kombination mit einem Hauch Minze probiert (keine Füllung, sondern direkt verbacken und als Rosenwasser in der Glasur), aber die Minze hat leider doch das Rosenaroma überlagert.

  5. Ich vermute jetzt mal, Ischgler ist falsch und es müsste Ischler heißen. Das würde ja auch zum Wikipedia-Eintrag passen “ Die ursprüngliche Zubereitung von Richard Kurth ist die „feine Variante“. Sie besteht aus zwei klassischen Mürbeteigscheiben (etwa 5 bis 8 cm Durchmesser) mit einer Schokoladencremefüllung, das Ganze ist mit einer Kakao-Fondant-Glasur überzogen“

  6. Mit einem alten Backpinsel, der relativ feste Borsten hat. Ich tupfe die Glasur auf die Plätzchen und verstreiche sie dann unter Drehen derselben, so dass ein glatter Rand entsteht und möglichst nichts herunter läuft. Geht leichter, als es sich so anhört 😉

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