Kalbsfilet mit Radieschenblättersauce und marinierten Radieschen

Gerade hat der Kochfrosch wieder den heimatlichen Hafen verlassen. Hinter uns liegen vier Tage mit Geocachen (mal tagsüber, mal nachts), gemütlicher Mutter-Tochter-Shopping-Tour, Durchsicht von Flohmarkt-geeigneter Ware und vielen Erinnerungen, Quatschen und Albern, Vorfreude auf den nächsten Urlaub (hat jemand besondere Restaurant- oder Sightseeing-Tipps für Lissabon?) und natürlich das eine oder andere Essen.

KAlbsfilet mit Radieschenblättersauce und marinierten Radieschen

Besondere Erwähnung verdient das Kalbsfilet mit Radieschenblättersauce. Kalbsfilet ist ja an sich schon nichts Schlechtes, die marinierten Radieschenscheiben verleihen dem Gericht allerdings das gewisse Etwas – eine ganz einfache, aber ausgezeichnete Beilage sicher auch für Anderes, wie z.B. eine italienische Antipasti-Platte.

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Kalbsfilet mit Radieschenblättersauce
Kategorien: Kalb, Sauce
Menge: 4 Portionen

Zutaten

2 Bund   Radieschen
50 Gramm   Zucker
100 ml   Rotweinessig
      Salz, Pfeffer
80 Gramm   Schalotten
4 Essl.   Öl
100 ml   Weißwein
300 ml   Kalbsfond (Petra: hell, selbst gemacht)
200 ml   Schlagsahne
600 Gramm   Kalbsfilet
      Fleur de sel
1     Beet Kresse

Quelle

  nach
  Essen & trinken, April 2008
  ursprünglich
  Erfasst *RK* 05.04.2008 von
  babs

Zubereitung

Schöne Radieschenblätter (Petra: etwa 75 g) abzupfen, waschen, trockenschleudern und abgedeckt kalt stellen. Die Radieschen putzen, waschen und trockentupfen. 8 Radieschen vierteln, abdecken und beiseite stellen. Die restlichen Radieschen in 1-2 mm dünne Scheiben schneiden und in eine flache Schale geben.

Für die Radieschenmarinade den Zucker in einem kleinen Topf hellbraun karamellisieren. Mit Essig und 100 ml Wasser ablöschen, leise köcheln lassen, bis der Karamell sich aufgelöst hat. Mit etwas Salz und Pfeffer würzen. Den Essig-Karamell-Sud über die geschnittenen Radieschenscheiben gießen, sodass alle Radieschen mit Sud bedeckt sind. 2 Stunden marinieren lassen.

Für die Radieschenblättersauce die Schalotten in Würfel schneiden. 1 El Öl in einer Sauteuse erhitzen und die Schalotten darin glasig dünsten. Mit Wein ablöschen und mit Fond auffüllen. Bei mittlerer Hitze in 15-20 Minuten auf die Hälfte einkochen. Dann mit Sahne auffüllen und nochmals in 15-20 Minuten auf die Hälfte einkochen lassen, bis die Sauce eine leichte Bindung hat.

Inzwischen das Kalbsfilet salzen und pfeffern. Das restliche Öl in einer Pfanne erhitzen und das Kalbsfilet darin rundherum bei starker Hitze in etwa 5 Minuten Minuten goldbraun anbraten. Dann im vorgeheizten Backofen bei 160 Grad auf der 2. Schiene von unten 20 Minuten garen (Petra: Kerntemperatur 55°C, dauerte bei mir etwa 25 Minuten).

Kalbsfilet aus dem Ofen nehmen, mit Alufolie abdecken und 5 Minuten ruhen lassen. Die eingekochte Sauce in einem Küchenmixer (Pürierstab) mit den gehackten Radieschenblättern sehr fein pürieren.

Das Kalbsfilet in Scheiben schneiden. Mit der Sauce und den abgetropften, marinierten Radieschen und den geviertelten Radieschen auf flachen Tellern anrichten. Kalbsfilet mit etwas Fleur de sel bestreuen und mit abgeschnittener Kresse garnieren. Dazu passen Salzkartoffeln.

:Pro Portion 33 g E, 30 g F, 10 g KH = 449 kcal (1881 kj)

Anmerkung Petra: Feines Frühlingsgericht mit schönen Farben! Lässt sich gut vorbereiten, daher Gäste-tauglich. Die marinierten Radieschen sind ausgezeichnet, kann man auch gut zu kalten Platten o. ä. reichen. Für 3 Personen 450 g Kalbsfilet, Radieschen und Sauce wie im Rezept (wobei die Sauce für 4 reicht).

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23 Antworten auf „Kalbsfilet mit Radieschenblättersauce und marinierten Radieschen“

  1. Eben so selten wie schön: eine solche Bilderbuch-Mutter-Tochter-Beziehung! Wie im Wunsch-Fernsehen :)! Da kann ich nur seufzen!
    Wäre das nicht auch etwas für den rosaroten Monat von Uwe?

  2. Ich liebe Radieschen! Die Blätter in der Sauce (und nicht immer nur als Pesto ;-)) ist ja mal eine interessante Art der Zubereitung.
    Danke für die schöne Inspiration und ich wünsche dir und deiner Familie ein wundervolles Osterfest!

  3. Ich wollte dir zwei Dinge aus der portugiesischen Küche ans Herz legen: das sind zum einen die „Pasteis de Nata“ (Vanillecremetörtchen), z. B. im „Cafe a Brasileira“, und die Gerichte aus der Cataplan, dem typisch portugiesischen Schmortopf. Und dann gibt es natürlich noch den klassischen Stockfisch.
    Viel Spass bei der Reiseplanung und der Reise. Wir waren vorletztes Wochenende zusammen unterwegs.

  4. Nächsten Mittwoch gehts ab nach Portugal. Erst eine Entdeckungsreise im Süden und zum guten Schluss noch 4 Tage Lisaboa. Anbei einige Adressen, die wir von Freunden bekommen haben, aber ohne Garantie! Viel Vergnügen wünscht Millie20
    Restaurante Casa do Alentejo
    R. Portas Santo Antão 58 1150 Lisboa, Portugal
    213 405 140food
    Miradouro da Graça
    Largo da Graça, Lisboa
    Cervejaria Trindade
    Rua Nova da Trinidade, 20
    Phone: 213423506
    http://www.cervejariatrindade.pt/
    Café Pastéis de Belem
    Rua do Belem 84-92, Lisboa
    Pastelaria Suiça
    Prç. D. Pedro IV (Rossio), 96 a 104, Lisboa
    http://www.casasuica.pt

  5. http://restaurantevalbom.amawebs.com/
    Das ist ein super Fisch-Restaurant, das fast ausschließlich von Einheimischen besucht wird. Es war jeden Abend ab 20 Uhr proppevoll und andere (deutsche) Gäste sind quer durch die Stadt gefahren, weil es ihnen vom Hotel empfohlen wurde. Wir hatten das Glück, das es in der selben Straße wie unser Hotel war.
    Aber Achtung: Samstags sind in Lissabon sehr viele Restaurants geschlossen!
    Die besten Paséis hatten wir morgens um 10 Uhr direkt nach unserer Ankuft frisch und noch ganz warm am Anfang der Praca Dom Pedro IV (Name leider nicht bekannt, bzw. über Street View nicht sichtbar. Hellblaues Schild und nebendran eine Apotheke.
    Und sollte Zeit für einen Ausflus ins Umland sein, ist Sintra und der Aufstieg ins Castelo de los mouros sehr zu empfehlen! 🙂
    Hach ja…ich werde gerade ganz sehnsüchtig…
    Liebe Grüße
    Julia

  6. Das Fischrestaurant klingt ja klasse und herzlichen Dank auch für die anderen Tipps! Ich seh schon, so langsam gehen die Tage für die Restaurantbesuche aus 😉 Wenn alles zu ist: wir haben eine Altstadtwohnung gemietet, können uns zur Not also auch selbst versorgen 😉

  7. Dann sind die (Super-) Märkte ein wahres Eldorado. Aber lieber schöne und leckere Eindrücke sammeln und zu Hause nachkochen! 😉
    Wir mussten damals auf eine Pizzeria ausweichen. War zwar auch lecker aber eben nicht português…
    Ich wünsch‘ euch auf jeden Fall viel Spaß!

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