Kalbshaxe mit Fenchel und Kapern aus dem Crockpot – und eine Resteverwertung

Aus Beth Henspergers Not Your Mother's Slow Cooker Cookbook habe ich schon eine ganze Reihe Rezepte mit Erfolg nachgekocht. Durch Zufall wurde ich nun kürzlich auf Not Your Mother's Slow Cooker Recipes for Two: For the Small Slow Cooker aufmerksam – und staunte, weil das Buch gerade in einer gebrauchten Ausgabe für 2,92 Euro (incl. Versand!) angeboten wurde. Schwupp, war es meines 🙂

Dass ich daraus nicht nur "for Two" gekocht habe, lag daran, dass Helmut eine gesägte Kalbshaxe mit 1,2 kg aus der Metro angebracht hatte.

Making of Kalbshaxe im Crockpot

Anders als im Buch habe ich nicht nur die Kalbshaxenscheiben angebraten, sondern auch Zwiebeln und Fenchel.

Nach drei Stunden haben wir das Mark rausgelöffelt und als kleinen Magenkitzler auf geröstetem Bauernbrot genossen. Ah, herrlich! Nach weiteren 2 Stunden fand ich das Fleisch recht weich und habe deshalb die Limettenscheiben etwas früher aufgelegt. Ein bisschen skeptisch war ich ja schon – und als ich 30 Minuten später naseweis probiert habe, wurden meine Befürchtungen bestätigt: die Sauce hatte einen deutlich bitteren Geschmack angenommen. Also die Scheiben wieder rausgefischt und noch ein bisschen weitergeschmort. Nach 6 Stunden fiel das Fleisch wirklich wie gefordert vom Knochen.

Kalbshaxe mit Fenchel und Kapern

Zusammen mit Fleisch und Kartoffelstampf war's dann im Endeffekt trotz leichter Bitternote doch eine leckere Sauce. Beim nächsten Mal würde ich aber definitiv auf die Limettenscheiben verzichten und zum Schluss lieber frisch geriebene Zitronenschale zugeben. Oder gleich eine Gremolata wie beim klassischen Osso buco.

Natürlich blieben Leftovers.

Penne mit Kalbshaxenragout

Die habe ich am nächsten Tag mit einer Dose Tomaten zu einem Kalbshaxenragout verarbeitet. So eine Resteküche lobe ich mir!

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Kalbshaxe mit Fenchel und Kapern
Kategorien: Kalb, Gemüse, Crockpot, Resteverwertung
Menge: 4 Portionen

Zutaten

1,2 kg   Kalbshaxe; in dicken Scheiben (Osso Buco)
2     Fenchelknollen; grob gewürfelt
2 groß.   Zwiebeln; grob gewürfelt
4     Knoblauchzehen; in Scheibchen
      Mehl; zum Bestäuben
      Salz
      Schwarzer Pfeffer
      Olivenöl
320 ml   Weißwein (Chardonnay)
1 klein.   Limette; nach Belieben*, besser
1     Zitrone: abgeriebene Schale
1 1/2 Essl.   Kleine Kapern

Quelle

  nach Beth Hensperger's
  Not Your Mother's Slowcooker Recipes for Two
  Erfasst *RK* 01.02.2011 von
  Petra Holzapfel

Zubereitung

Die Kalbshaxenscheiben salzen, pfeffern und mit Mehl bestäuben.

Olivenöl in einer schweren Pfanne erhitzen und das Fleisch darin portionsweise rundum braun anbraten. Aus der Pfanne nehmen, die Zwiebeln zugeben und etwa 3-5 Minuten anbraten, dann Knoblauch und Fenchel zugeben und kurz mitbraten, salzen und pfeffern.

Die Hälfte des Gemüses in den großen Crockpot füllen, den Wein zum restlichen Gemüse in der Pfanne gießen, aufkochen lassen und den Bratensatz unter Rühren lösen. Das Fleisch einlagig in den Crockpot legen, den Pfanneninhalt darüber gießen. Den Topf schließen, auf niedriger Temperatur 4-5 Stunden garen (Wir haben nach 3 Stunden das Mark aus den Knochen geholt und mit etwas Salz und Pfeffer auf geröstetem Bauernbrot genossen).

Falls gewünscht, nun die Limette in feine Scheiben schneiden und auf die Fleischscheiben legen. Kapern zugeben und eine weitere Stunde schmoren.

Dazu passt Kartoffelstampf

Anmerkung Petra: Das Rezept ist ursprünglich für 2 Personen berechnet und verwendet dann 2 große Kalbshaxenscheiben (etwa 450 g) und in etwa die Hälfte der sonstigen Zutaten, zusätzlich zu den Kapern noch gehackte Oliven. Die Garzeit bis zur Zugabe der Limette etc. wird mit 5 1/2 Stunden angegeben, Gesamtgarzeit 7-8 Stunden das ist deutlich zu lang, 6 Stunden sollten reichen.

*Das Fleisch war bei mir nach 5 Stunden schon ziemlich weit, ich habe da schon die Limettenscheiben zugegeben. Nach 30 Minuten Sauce probiert – leider war sie ziemlich bitter geworden, ich habe deshalb die Scheiben wieder rausgefischt. Beim nächsten Mal würde ich stattdessen am Schluss frisch geriebene Zitronenschale unterrühren.

Das Fleisch ist wunderbar zart, Sauce sehr gehaltvoll.

Übrig gebliebene Reste am nächsten Tag zu einem Kalbshaxen-Ragout verarbeitet: Fleisch (200 g netto) klein gewürfelt, beiseite gestellt. Sauce mit 1 Dose Tomaten (zerdrückt) in einen Topf gegeben und etwa 1-2 Stunden offen geköchelt, bis die Sauce sämig ist. Frisch geriebene Zitronenschale und noch 1 El Kapern zugegeben, pikant abgeschmeckt. Reicht für 4 als Pastasauce zu Penne.

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6 Antworten auf „Kalbshaxe mit Fenchel und Kapern aus dem Crockpot – und eine Resteverwertung“

  1. Heute muss ich schmunzeln. Wir haben in der Küche sicher einen ähnlichen Geschmack oder Stil oder wie immer. Ich schau ein paar Tage nicht auf deine Seite und du postest Rehgulasch. Bei mir war gestern der Hirsch dran. Haxe gibt es bei mir momentan nicht! Ich muss immer noch an den Pandoro denken, den ich sogar mit fast denselben FOTOS gepostet habe ohne deinen je zu sehen:))

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