Schweineschulter-Ragu aus dem Crockpot

Zum derzeitigen Wetter passen Schmorgerichte ja eigentlich viel besser als Salate.

Zerfieseln der Schweineschulter

Als im Chat kürzlich die Frage aufkam, ob man Pulled Pork auch im Crockpot machen könnte, habe ich Foodfreak versprochen, diese schon vor einiger Zeit gekochte italienische Variante im Blog vorzustellen.

Das Rezept für das Schweineschulter-Ragù stammt aus The Italian Slow Cooker
von Michele Scicolone. Was mir an ihrem Buch gefällt: hier werden nicht einfach nur alle Zutaten in den Crockpot geworfen, sondern durch teilweise auch etwas aufwändigere Vorbereitungen wie Anbraten wird versucht, dem Gericht soviel Geschmack wie möglich zu verleihen.

Schweineschulter-Ragù

Kritiker des Slow Cookers werden sagen, man könne das Gericht nun ja auch gleich im Schmortopf garen, indem man diesen z.B. bei niedriger Temperatur in den Backofen setzt. Klar, kann man!

Wenn man aber schon einen "Langsamgarer" besitzt, bietet das Rezept gute Gelegenheit, einige Stunden außer Haus zu verbringen und anschließend ein schnell vollendetes leckeres Essen auf dem Tisch zu haben.

Pasta mit Ragù

Bei mir gab's den ersten Teil des Ragùs mit Casarecce, einer kompakten Pastasorte. Den Rest habe ich portioniert eingefroren. Nach Belieben kann man die Nudelsauce später noch mit gebratenen Gemüsestückchen wie Zucchini, Paprika oder Aubergine aufpeppen.

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Schweineschulter-Ragù aus dem Crockpot
Kategorien: Fleisch, Sauce, Nudel, Italien, Crockpot
Menge: 8 Personen

Zutaten

2 Essl.   Olivenöl
1 kg   Schweineschulter-Rollbraten
      Salz
      Pfeffer
1 mittl.   Zwiebel; gehackt
1/2 Teel.   Fenchelsamen
4 groß.   Knoblauchzehen; fein gehackt
1 Essl.   Frischer Salbei; fein gehackz
1 Teel.   Frischer Rosmarin; fein gehackt
800 Gramm   Dose geschälte Tomaten*; gehackt
800 Gramm   "Tomato Puree"*
1 Prise   Chiliflocken (Petra: Piment d'Espelette)
1 Bund   Frisches Basilikum; gehackt

Quelle

  nach
  Michele Scicolone
  The Italian Slow Cooker
  Erfasst *RK* 01.06.2010 von
  Petra Holzapfel

Zubereitung

Das Olivenöl in einem Schmortopf erhitzen. Den Braten großzügig salzen und pfeffern und auf allen Seiten braun anbraten. Das Fleisch in den Crockpot geben.

Die Hitze etwas reduzieren, Zwiebeln und Fenchelsamen ins Bratfett geben und etwa 10 Minuten schmoren. Nun Knoblauch, Salbei und Rosmarin zugeben. Die Tomaten einrühren, dabei den Bratensatz vom Topfboden kratzen, die Sauce mit Salz, Pfeffer und Chiliflocken würzen.

Die Sauce über das Fleisch im Crockpot gießen. Den Deckel auflegen und alles 5-6 Stunden auf "low" schmoren, bis das Fleisch ganz zart ist.

Das Fleisch auf ein großes Schneidbrett heben, die Sauce aber weiter im Crockpot schmurgeln lassen.

Die Schweineschulter mit 2 Gabeln auseinanderzupfen (wie für "pulled pork"). Das Fleisch zum Erhitzen wieder in die Sauce geben, am Schluss das gehackte Basilikum unterrühren.

Das Ragù passt am Besten zu dickeren Nudeln wie Rigatoni, schmeckt aber auch sehr gut mit Polenta.

Anmerkung Petra: das Fleisch lässt sich wirklich ganz leicht zerfieseln. Aromatische Nudelsauce, die sich gut auf Vorrat produzieren und später nach Belieben abwandeln lässt (Zugabe von gebratenen Zucchini, Auberginen, Paprika etc.). Als Nudel Casareccia verwendet.

*was tomato puree hier genau meint, ist mir nicht ganz klar, siehe
:http://en.wikipedia.org/wiki/Tomato_pur%C3%A9e

Ich habe 1 kg gehackte Tomaten aus der Dose verwendet sowie 200 g scharfes Tomatensugo (Eigenproduktion) und 200 g Tomatenmark.

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19 Antworten auf „Schweineschulter-Ragu aus dem Crockpot“

  1. Oh, das Buch wartet schon länger auf meiner Amazon-Wishlist auf Erlösung! Vielleicht magst Du ja kurz Dein Urtail dazu schreiben – würde mich freuen. Das Rezept sieht schon mal vielversprechend aus!

  2. Habe keinen Slow-Cooker, möchte das Gericht aber gerne nachkochen. Welche Gradeinstellung und Zeit würden Sie mir für die Zubereitung im Ofen empfehlen?
    VG,
    Claudi

  3. Leider komme ich gerade vom „Wochenendeinkauf“, sonst hätte es das morgen gegeben und am Freitag soll es ja wieder wärmer sein. Das Rezept ist auf jeden Fall abgespeichert, jetzt muss ich nur noch im Herbst daran denken ;-).

  4. Hier meint Crockpot-Expertin Gabi zum Kochen im Crockpot
    http://www.crockpot-rezepte.de/2008/der-crockpot-was-er-kann-und-was-nicht/
    „In diesem verschlossenen Garraum entstehen im Gargut Temperaturen zwischen 60 bis 70 Grad (Stufe LOW) oder 80 bis 90 Grad (Stufe HIGH). Es brodelt nichts, es verkocht nichts, es brennt nichts an. Stattdessen “zieht” das Gericht, Aromen und Gewürze haben Zeit, sich zu entwickeln.“
    Und auf
    http://www.usa-kulinarisch.de/crockpot.htm
    „Richard berichtet von seinen Erfahrungen mit dem Langsamkochen ohne Slow Cooker: „In meinem Backofen habe ich hervorragende (!) Ergebnisse erzielt mit normalen Kochtöpfen mit Deckel und den Temperaturen 100° C für Low und 130° für High.“
    Ich gehe davon aus, dass die Zeit die gleiche bleibt. Im Ofen kann man das Gargut aber problemlos zwischendurch prüfen und die Zeit gegebenenfalls anpassen.
    Viel Erfolg!

  5. Leider kann ich noch wenig zur Qualität der Rezepte sagen, dieses war das erste aus dem Buch, was ich ausprobiert habe.
    Was ich aber schon mal sehr sympathisch fand: Scicolone hat die gleichen Ansprüche wie ich, es wird nur mit frischen Zutaten gekocht. Außerdem – wie auch oben erwähnt – geht es ihr mehr um Aroma als um Arbeitsaufwand, also wird im Vorfeld angeröstet und angebraten.
    Es gibt einige Sachen, für die ich nicht den Slow Cooker bemühen würde, so wie etwa einfache Gemüsesuppen. Sie liebt ihn für Polenta und Risotto, weil nichts anbrennen kann. Fische oder Muscheln wären für mich eher wieder uninteressant, da hab ich gerne die Kontrolle. Geschmorte Calamari dagegen kann ich mir gut darin vorstellen.
    Im Dessert-Kapitel empfiehlt sie pochierte Früchte oder Kompotts, gart aber auch kleine Kuchen (wie z.B. einen Cheesecake) in einer kleinen Springform im Slow Cooker. Das interessiert mich schon, das werde ich mal ausprobieren.
    Ulrike hat übrigens auch schon Rezepte aus dem Buch getestet:
    http://ostwestwind.twoday.net/stories/6247747/
    http://ostwestwind.twoday.net/stories/6209023/

  6. Ich freu mich ja schon so aufs sonnige Wochenende – wir hatten die letzten Tage und auch heute noch Dauerregen.
    Im Herbst wirst du sicher wieder an den Slow Cooker erinnert, da holen sicher diverse Foodblogger wieder ihre Töpfe aus dem Keller 😉

  7. Ich sollte meine Crocky wirklich öfter zum Einsatz bringen…
    Beim Lesen ist mir das Wasser im Mund zusammen gelaufen, wenn es also wieder kühler wird habe ich schon das passende Rezept.

  8. Ein Crockpot wird auch Slow Cooker genannt. Dabei handelt es sich um ein Keramik-Gefäß, was in einem beheizbaren Metall-Gefäß sitzt. Sieht z.B. so aus
    http://www.yatego.com/duet-und-dat-online/p,492116ff52d71,435651846c56b8_0,slow-cooker-burgund-3-5l
    Das Gerät eignet sich hervorragend für Schmorgerichte oder Eintöpfe. Da die Garzeit wegen der niedrigen Temperaturen ziemlich lange ist, kann man das Teil morgens bestücken, geht dann außer Haus und findet abends ein fertig gekochtes Essen vor.
    Näheres auch unter
    http://www.usa-kulinarisch.de/crockpot.htm

  9. Slow Cooked: Schweineschulter-Rag

    Nachdem ich das Schweineschulter-Ragu aus dem Crockpot bei Chili Ciabatta gesehen hatte, wanderte es sofort ganz nach oben auf die Nachkochliste. Nach Hhnchen Rag aus dem Crockpot und Ser Tomatensoe ist es das dr…

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