Gâteau des Rois – Dreikönigskuchen

Gestern Nachmittag flatterte der Newsletter von Meilleure du Chef ins Haus – und damit Links auf acht durch Fotos illustrierte für den Dreikönigstag in Frankreich typische Kuchen. Ohne groß weiter zu überlegen, habe ich das erste Rezept ausgedruckt, bin ich in die Küche gegangen und haben losgelegt.

Königskuchen

Ähnlich wie beim letztjährigen Dreikönigskuchen aus Mexiko, der Rosca de Reyes, handelt es sich hierbei um einen kranzförmigen Kuchen, einen Gâteau des Rois und nicht um eine Galette des Rois.

Krone hatte ich natürlich keine im Haus – also war Selberbasteln angesagt. Deshalb ist es auch nur ein kleines Krönchen geworden 😉

Die Bohne im Königskuchen

Beim Frühstück der Anschnitt: was gilt denn jetzt in diesem Fall? Helmut hat mit seinem Stück die Fève, die große Bohne, die ich durch einen Halbedelstein ersetzt habe, angeschnitten – aber natürlich nicht bekommen. Ist nun der nächste, der sich das Stück abschneidet, der König? Oder derjenige, der die Bohne findet?

Gateau des Rois im Anschnitt

Dieser Königskuchen schmeckt als Frühstücksbrot mit süßem Belag sehr gut. Als richtigen Kuchen finde ich ihn nicht so gut geeignet.

Zorra hat übrigens ein wesentlich phantasievolleres Dreikönigsgebäck gezaubert!

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Gâteau des Rois – Dreikönigskuchen
Kategorien: Brot, Kuchen
Menge: 1 Kuchen

Zutaten

500 Gramm   Weizenmehl Type 405
3     Eier
15 Gramm   Frischhefe
1/2     Orange: Schale abgerieben
1/2     Zitrone: Schale abgerieben
100 Gramm   Butter
100 Gramm   Zucker
50 Gramm   Grand Marnier (Original: Rum)
50 Gramm   Wasser (Original: Orangenblütenwasser)
8 Gramm   Salz
H SOWIE
1     Ei; verquirlt, zum Bestreichen
      Hagelzucker; zum Bestreuen
1     Favabohne; oder ein ofenfester kleiner
      -Gegenstand, zum Verstecken

Quelle

  www.meilleurduchef.com
  Erfasst *RK* 06.01.2008 von
  Petra Holzapfel

Zubereitung

Das Mehl, die zerkrümelte Hefe und die Eier in die Schüssel der Küchenmaschine geben.

In einem kleinen Topf Butter, Zitrusschalen, Zucker, Wasser und Grand Marnier zum Kochen bringen. Vom Herd nehmen und den Sirup lauwarm werden lassen (falls Orangenblütenwasser verwendet wird, dieses erst jetzt zugeben).

Den lauwaremn Sirup zum Mehl gießen und alles mit dem K-Haken etwa 3-4 Minuten auf Stufe 1 (Kenwood) mischen. Nun mit dem Knethaken etwa 4 Minuten auf Stufe 2-3 kneten, bis ein glatter, elastischer Teig entsteht.

Den Teig in eine leicht geölte Schüssel geben und abgedeckt etwa 2 Stunden an einem warmen Platz (Petra: Mikrowelle mit angelehnter Türe) stehen lassen.

Ein Backblech mit Backpapier auslegen.

Den Teig auf die unbemehlte Arbeitsfläche legen und zun einem Ball formen. Mit den Fingern ein Loch in die Mitte drücken. Die Favabohne oder den ofenfesten kleinen Gegenstand von unten in den Teig drücken und das Loch wieder verschließen. Den Teig hochnehmen und das Loch vergrößern, indem man den Teig von einer in die andere Hand gibt und dabei dreht. Den Teigring auf das Backblech legen, das Blech in Plastiktüten stecken und den Teig an einem warmen Platz 2-3 Stunden aufgehen lassen

Den Backofen auf 180°C vorheizen.

Den Kranz mit verquirltem Ei bestreichen und mit Hagelzucker bestreuen. Im Backofen etwa 20 Minuten backen. Ich habe das Blech dann noch 5 Minuten im leicht geöffneten Ofen stehen lassen. Auf einem Rost auskühlen lassen.

Traditioneller französischer Könisgkuchen. Wer den Gegenstand findet, darf für einen Tag König sein.

Anmerkung Petra: Da kaum "echte" Flüssigkeit im Teig ist, geht dieser sehr langsam auf. Das Brot schmeckt gut mit Butter und Konfitüre als "Kuchen" solo verspeist wäre es mir etwas zu trocken.

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10 Antworten auf „Gâteau des Rois – Dreikönigskuchen“

  1. Steck die wertvolle Bohne doch einfach wieder von unten in den Kuchen (das Brot) rein – der nächste Finder wird dann halt König. Hätte sich für Deinen Mann denn viel geändert, wenn er hätte König sein dürfen? Übrigens – das Backwerk sieht köstlich aus!

  2. Schön geworden, sowohl der Kuchen wie auch das Krönchen!
    Es ist ja ein Kuchen „des rois“, also Plural – logisch: 3 Könige: Also wird derjenige, der den Gegenstand anschneidet, König, der, der das nächste Stück nimmt, auch, und natürlich die Bäckerin! 🙂

  3. Sieht super lecker aus!!!
    Ich glaube, dass man diese Spezialität eher im Elsass isst, hier in Paris gibt’s nur die von Dir erwähnte galette de roi, aber, keine Frage, was ich lieber essen würde! Deinen gateau!!!

  4. Ich kann Bolli nur unterstützen, scheint eine Abwandlung des Gugglhupf zu sein, den es mit Rosinen oder mit Speck gibt. Im Elsaß gibt man keine Bohnen sondern kleine Königs- und Königinnenfiguren hinein. Besonders für Kinderfeste ein Spaß!
    Sieht trotzdem super lecker aus!!

  5. Ich habe gestern Nachmittag die spanische Version von diesem Gâteau gegessen, direkt aus Madrid eingeflogen, und in dickflüssige heisse spanische Schokolade getunkt. Es ist seeehr lecker, wie Deins auch gewesen sein muss, und nach Jahren Galette eine gute Rückkehr to the roots, denn den findet man seit eh und je auch in der Provence – mittlerweile auch in den Supermärkten dort… Ich glaube, nächstes Jahr gibt es bei mir auch diese Brioche. (Orangenblütenwasser ist soweit ich beurteilen kann – also eigentlich wenig – nicht für Elsass typisch, und auch nicht die grossen Stücke von kandierten Früchte, die man traditionell darauf legt, damit sie wie Edelsteine auf einer Krone aussehen. Für mich ist es eine Spezialität aus dem Süden, aber ich muss forschern.)

  6. Schweizer Dreikönigskuchen – Swiss Kings Cake

    Zorra invites us to bake a Kings Cake for January 6. In these days the Sternsinger (see Star Boys‘ Singing Procession for Germany) – children dressed as the 3 kings – visit almost every house here, collecting money for charity…

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