Blutwurst-Buletten mit Hasselback-Kartoffeln und Apfel-Sauerkraut-Schaum

Vor kurzem entdeckte ich bei Alice eine Hackbällchen-Variante, die mich sofort anmachte: Brezenpflanzerl mit Radieschen-Relish und Senffrischkäse auf Brot, entnommen dem Hackbällchen-Kochbuch* von Henriette Bulette (aka Henriette Wulff). Mal ehrlich, das macht doch neugierig! Bei kochbuchsüchtig hat Alice eine Übersicht der Rezepte eingestellt. Nach dem Durchlesen war mir klar: das Buch muss her!

Blutwurst-Buletten mit Hasselback-Kartoffeln und Apfel-Sauerkraut-Schaum

Dann die große Qual der Wahl: womit anfangen? Ich habe die Verantwortung ein bisschen abgeschoben, drei Rezepte herausgesucht und Helmut die Entscheidung überlassen. Von ihm kam eine ganz klare Ansage: die Blutwurst-Buletten! Oh ja, das gefiel auch mir. Nicht von ungefähr finden sich diverse Variationen zum Thema "Himmel un Äd" im Blog 🙂

Blutwurst und Buletten

Frau Bulette versteckt die Blutwurst gekonnt in Schweinehack-Frikadellen und stellt diesen knusprig gebackene Hasselback-Kartoffeln an die Seite (bei der Gelgenheit erinnerte ich mich an das geniale Hasselback-Kartoffelgratin, das ich unbedingt mal wieder machen muss!). Die Äpfel bringt sie in einer sahnigen Sauce mit Sauerkrautsaft unter (klasse Idee!), von der ich glücklicherweise gleich das ganze Rezept gemacht habe – wer will schon eine halbe Schalotte oder einen halben Apfel herumliegen haben 😉 Am Schluss war nämlich nur noch eine Pfütze davon übrig.

Von hier aus eine dicke Empfehlung für dieses Rezept! Ich freu mich schon ungemein auf weitere spannende und kreative Hackbällchen-Kreationen von Henriette Bulette 🙂

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Blutwurst-Buletten mit Hasselback-Kartoffeln und Apfel-Sauerkraut-Schaum
Kategorien: Hackfleisch, Wurst, Kartoffel, Beilage, Sauce
Menge: 2 Personen

Zutaten

H BULETTEN
30 Gramm   Altbackenes Brötchen; in
      Milch eingeweicht und gut ausgedrückt
1 klein.   Rote Zwiebel; fein gewürfelt
250 Gramm   Schweinehackfleisch
1     Ei (M)
1 Teel.   Gefriergetrockneter Majoran (Orig: 1 El frischer)
1 Teel.   Mittelscharfer Senf
75 Gramm   Blutwurst (hier dünne, relativ trockene, etwas
      -scharf schmeckende); in winzigen Würfelchen
1 Prise   Piment d'Espelette
1 Essl.   Butterschmalz; zum Braten
H KARTOFFELN
500 Gramm   Rotschalige Kartoffeln (waren hier 4 Stück*)
      Olivenöl oder zerlassene Butter*; zum Bestreichen
      Salz
      Pfeffer
H SAUCE 4 PERSONEN*
1/2 Essl.   Öl
1     Schalotte; fein gewürfelt
1     Säuerlicher Apfel (P: Elstar); geschält,
      -entkernt, in Würfelchen von 1/2 cm Kantenlänge
100 ml   Weißwein
150 ml   Sauerkrautsaft
2 Teel.   Speisestärke; angerührt in
50 ml   Sauerkrautsaft; zum Binden
200 ml   Schlagsahne
      Salz
      Pfeffer
1 Prise   Zucker

Quelle

  leicht modifiziert nach
  Henriette Bulette
  Hackbällchen-Kochbuch
  Erfasst *RK* 06.04.2017 von
  Petra Holzapfel

Zubereitung

Für die Buletten Schweinehack, ausgedrücktes Brötchen, Zwiebeln, Ei, Majoran und Senf gut verkneten, bis die Masse bindet, dann die Blutwurstwürfelchen gleichmäßig daruntermischen. Mit Salz und Piment d'Espelette würzen – vorsichtig, da die Wurst schon würzig ist. Aus der Masse mit feuchten Händen 6 Buletten formen, kalt stellen.

Für die Kartoffeln den Backofen auf 220°C vorheizen. Eine ofenfeste Schale mit Backpapier auslegen. Die Kartoffeln über die gesamte Länge im Abstand von 1 mm quer einschneiden, aber nicht ganz durchschneiden. Das geht am besten, wenn man auf jede Seite der Kartoffeln ein Ess-Stäbchen legt. Die Kartoffeln mit der geschlossenen Seite auf das Backblech legen und für etwa 20-25 Minuten in den Backofen schieben. Nun großzügig mit Olivenöl oder zerlassener Butter bepinseln, mit Salz und Pfeffer bestreuen. Die Kartoffeln je nach Größe weitere 45-60 Minuten backen, bis sie sehr knusprig sind, dabei immer mal wieder mit Öl oder Butter bestreichen.

Für die Sauce die Schalotte in Öl anschwitzen. Die Apfelwürfelchen zugeben und kurz mitschmoren. Mit Weißwein und Sauerkrautsaft ablöschen, die Sauce bei mittlerer Hitze um etwa 1/3 offen einkochen lassen, gegen Ende die Sahne zugeben.

Die Sauce mit einem Stabmixer so fein wie möglich pürieren. Sauce mit der angerührten Speisestärke zur gewünschten Konsistenz binden und mit Salz, Pfeffer und einer Prise Zucker abschmecken. Zum Schluss die Sauce nochmal mit dem Stabmixer aufschäumen.

Einen Spiegel vom Apfel-Sauerkraut-Schaum auf den Teller geben, darauf 2 Buletten und eine Kartoffel setzen, nach Belieben mit frischen Majoranblättchen (hier Schnittlauch) bestreuen. Restliche Buletten, Sauce und Kartoffel separat servieren.

Anmerkung Petra: hervorragend! Wunderbare Kombination, die fruchtigsäuerliche Sauce passt perfekt bei dieser "Himmel un Ääd"- Variante. Von der Sauce habe ich aus praktischen Gründen gleich die Menge für 4 Personen hergestellt, davon wurde deutlich mehr als die Hälfte verputzt 😉

Das Essen lässt sich prima vorbereiten, zum Schluss muss man nur noch die Buletten braten und die Sauce nochmal erhitzen.

*Meine Kartoffeln à 125 g waren 25 + 60 Minuten im Backofen, dann sind sie wirklich sehr knusprig, 5-10 Minuten weniger hätten es sicher auch getan. Beim nächsten Mal würde ich Butter zum Bepinseln nehmen.

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16 Antworten auf „Blutwurst-Buletten mit Hasselback-Kartoffeln und Apfel-Sauerkraut-Schaum“

  1. Hallo liebe Petra,
    oh die sehen auch so lecker aus! Eigentlich mag ich ja keine Blutwurst, aber wenn die Stückchen mit Hackfleisch vermischt werden, könnte mir das vielleicht doch schmecken? Ich muss mir das mal überlegen 🙂
    Dein Rezept hab ich in unserer Übersicht schon verlinkt.
    Liebe Grüße
    Alice

  2. Verschiedene Bulettenrezepte kann man nie genug haben – und das ist ganz eine spezielle Nummer! 🙂
    Die würde ich „im Moment“ sogar mit Reis verdrücken. „Kop Khun krap“ für das Rezept (mit den Beilagen).

  3. Wenn du schreibst ‚eine dicke Empfehlung für dieses Rezept‘ schreit das ja immer nach unbedingt nachkochen müssen. Wobei ich mich mit Blutwurst so gar nicht anfreunden kann…. ich muss mal überlegen, was ich als Alternative da reinbringen kann…

  4. Ich gestatte mir, mich nochmals zu melden.
    Beim Kopieren des leckeren Rezeptes ist mir aufgefallen, dass die in den Zutaten erwähnte Schlagsahne bei der Zubereitung der Sauce „untergegangen“ ist. Wie lautet deine geschätzte Empfehlung? Danke!
    P.S. Es muss ja nach den Ferien auch noch was Feines zu Futtern geben … 😉

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