Carolas Pischinger (eine Art Heinerle)

Jedes Jahr um diese Zeit stellt sich die Frage: was für Weihnachtsplätzchen backe ich diesmal?

Meine in den letzten Jahren gebackenen Plätzchen finden sich auf dieser Übersichtsseite. Dort sind auch die besonderen Lieblinge als Familienfavoriten gekennzeichnet. Viel Spaß beim Stöbern!

Qual der Wahl

Allerdings reizt es mich dann doch jedes Jahr, auch etwas Neues auszuprobieren. Da hat man dann allerdings die Qual der Wahl!

In Würzburg waren uns vor 2 Jahren "Heinerle" begegnet, ein Konfekt, bei dem eine Kokosfett-Schokoladencreme zwischen Oblaten geschichtet wird (in der kyche gibt es ein Rezept). In der Neuerwerbung Die feinsten Plätzchen Rezepte*, dem vielgepriesener Backbuchklassiker von Olli Leeb, fand ich neben den "echten Pischinger Schnitten" das Rezept für "Carolas Pischinger", bei denen die Creme zwischen den Backoblaten aus einer Butter-Schokoladen-Eigelb-Mischung besteht. Das wollte ausprobiert werden.

Carolas Pischinger

Für die kleinen Schnitten benötigt man rechteckige Backoblaten. Etwas von der vorbereiteten Creme wird jeweils möglichst gleichmäßig und bis zum Rand auf eine Oblate gestrichen, diese dann aufeinandergeschichtet. Irgendwie habe ich das Rezept nicht richtig gelesen und einfach so lange dünn bestrichen, bis keine Creme mehr da war – so habe ich samt Deckoblate 9 Stück verbraucht – im Rezept ist allerdings nur die Rede von 6 Oblaten.

Der so zusammengebaute Stapel wird mit einem Brett und schwerem Gewicht über Nacht kalt gestellt und am nächsten Tag in kleine Schnitten von 2×4 cm geschnitten. Das ging besser als gedacht, wobei ich den Stapel mit einem schweren scharfen Messer eher durchgedrückt als durchgesäbelt habe.

Die Pischinger bewahrt man am besten in einer kleinen Dose im Kühlschrank auf. Gekühlt und etwas durchgezogen schmecken sie am besten, sind aber doch recht mächtig. Wer will, macht die Stapel nicht so hoch oder schneidet kleine Quadrate von 2×2 cm.

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Carolas Pischinger
Kategorien: Konfekt, Schokolade, Oblaten, Weihnachten
Menge: 30 Stück

Zutaten

125 Gramm   Weiche Butter
125 Gramm   Feiner Backzucker
3     Eigelbe
125 Gramm   Edelbitterschokolade; fein gerieben (P: 50%)
2 Essl.   Dunkler Kakao
1/2     Vanillestange: Mark
6-7     Rechteckige Oblaten (P: 9)

Quelle

  nach
  Olli Leeb
  Die feinsten Plätzchen Rezepte
  Erfasst *RK* 25.11.2013 von
  Petra Holzapfel

Zubereitung

Die Butter mit dem Zucker schaumig rühren. Nach und nach die Eigelbe unterrühren, dann die fein geriebene Schokolade und das gesiebte Kakaopulver.

Die Creme gleichmäßig und ganz bis zum Rand auf die Oblaten streichen, die Oblaten exakt aufeinanderlegen, mit einer unbestrichenen Oblate abschließen. Ein Brett auf die Oblaten legen und dieses beschweren (schwere Kopnservendosen o.ä.), übre Nacht im Kühlschrank lagern. Am nächsten Tag in Rechtecke von 2×4 cm schneiden (geht am besten mit einem schweren glatten und scharfen Messer, das man durch die Oblagen drückt, nicht schneidet).

Anmerkung Petra: fein, aber sättigend.

Im Rezept steht, man solle die Creme auf 6 rechteckige Oblaten streichen, von Deckoblate steht allerdings nichts da (also 6 oder 7 Schichten?). Ich habe das nicht richtig gelesen und einfach so viele bestrichen, bis keine Creme mehr da war 😉

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23 Antworten auf „Carolas Pischinger (eine Art Heinerle)“

  1. die sehen ja wunderprächtig aus, wie gezeichnet 🙂 Backoblaten habe ich hier noch nirgens gesehen. Na gut unten an den Elisenlebkuchen 😉 ich bin auch gerade am durchschauen der Bücher….
    Liebs Grüessli
    irene

  2. Ich bewundere es ja sehr, dass Du jedes Jahr noch neue Rezepte ausprobierst! In Sachen Plätzchenbacken fühle ich mich immer als verknöcherte Traditionalistin: Bevor nicht alle Sorten abgebacken sind, die es auch früher schon zu Hause gab, kommt mir nix Neues ins Haus. 😉 Obwohl – diese sehen gut aus. Erinnern an Manner-Schnitten, oder?

  3. Ich mache immer die neuen als Erstes, weil ich neugierig bin 😉 Der Rest ist dann „Pflichtübung“, da weiß ich ja, was mich erwartet. Oft denke ich, danach könnte ich noch etwas ausprobieren, aber meist reicht es mir dann mit dem Süßkram.

  4. Liebe Petra, jetzt habe ich soeben Deine Guezli-(so heissen sie hier in der Schweiz 😉 ) Sammlung angeschaut. Mmmh! Da hast Du aber ziemlich zu tun! Machst Du denn all die Familien-Favoriten jedes Jahr? Liebe Grüsse, Miuh

  5. *grins* erinnert mich an die Weihnachtsbäckerei von meiner Mama. Die macht immer so etwas ähnliches, geht mehr so in Richtung Neapolitaner. Anstatt Oblaten nimmt sie nämlich immer so r i e s i g e dünne Waffeln. Das fertige Riesending muss dann auch immer beschwert und gekühlt werden. Im Winter tut’s da zum Glück der Balkon. 😀
    Liebe Grüße von der Natali aka Luna

  6. Da die Kinder schon ausgezogen sind, backe ich nicht mehr so große Mengen wie früher. Die Kinder bekommen natürlich Plätzchenpakete und freuen sich auch auf die Schlemmerei um Weihnachten herum, aber alle Familienfavoriten – das wäre dann doch zu viel.

  7. das ist äusserst lieb von dir Petra, eben habe ich den Tipp bekommen mal in den *deutschen* Läden schauen zu gehen. Aldi und Lidl sollten die führen, ich kaufe da nicht wirklich ein und kenne somit das Sortiment nicht. Erst mache ich aber mal die Liste was ich den wirklich alles backen will, zur Zeit tummeln sich über 20 Sorten auf den Zetteln….
    Liebs Grüessli
    Irene

  8. die Optik hat was von Kaltem Hund 🙂 ich glaub das ist so eins der Gebäcke die ich eher anschauen mag als sie wirklich zu essen. süß und mächtig ist irgendwie nicht so meine Baustelle. Aber sie sehen ganz großartig aus!

  9. Hallo Petra,
    hmmm ….Heinerle. Geschmack der Kindheit. Meine Mutter ( immerhin schon 76 ) macht die jedes Jahr. Pures Fett , aber sowas von gut 😉 Auf dem Plätzchenteller immer am schnellsten verschwunden. Hier in der Rhön kommt immer noch ein Schuß Rum rein.
    Wünsche dir eine schöne Adventszeit
    Ganz liebe Grüße
    Birgit
    PS: Gestern habe ich das Alpenbrot aus dem Ofen geholt. Ein ganz feines einfaches Rezept.

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