Kartoffelpfanne mit Oliven, Kapern und Anchovis-Vinaigrette

Nicht nur Jutta aka Schnuppschnüss wird durch andere Blogger zum Kochbuchkauf verführt, auch ich falle hin und wieder diesem Fluch zum Opfer.

Jüngstes Beispiel ist How to Roast a Lamb
von Michael Psilakis, das zwar schon länger auf meiner Liste stand, aber erst durch die gebloggten Rezept-Tests von Monambelles habe ich den letzten Anstoß zum Kauf erhalten. Beim ersten Durchblättern bekommt man erst mal eines: Hunger 😉

Leider war ich noch nie in Griechenland, hier wird aber sofort klar, dass moderne griechische Küche von den vielen griechischen Lokalen in Deutschland meist nur sehr unzureichend repräsentiert wird (es gibt natürlich Ausnahmen, bei denen ich gerne mal essen würde!).

warmer Bratkartoffelsalat mit Kapern, Oliven und Feta

Als erstes habe ich mir ein nahezu vegetarisches Rezept ausgesucht (Vegetarier lassen einfach die Anchovis in der Vinaigrette weg), das man auch als warmen griechischen Bratkartoffelsalat betiteln könnte – bei Psilakis ist es Teil der meze-Tafel.

Sicher nichts für Kapern-Hasser. Für diejenigen, die sie lieben, aber ein ausgesprochen leckere Angelegenheit.

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Kartoffelpfanne mit Oliven, Kapern und Anchovis- Vinaigrette
Kategorien: Gemüse, Griechenland
Menge: 1 Person

Zutaten

250 Gramm   Neue Kartoffeln; bevorzugt Rattes oder Bamberger
      -Hörnli
      Salz
      Pfeffer
1/2 Essl.   Olivenöl
1/2 Essl.   Butter
2-3 Essl.   Glatte Petersilie; in kleine Blättchen gezupft
1-2 Essl.   Dill; Zweigchen abgezupft
4     Kapernäpfel
1/2-1 Essl.   Kleine Kapern
5     Schwarze und grüne Oliven; halbiert und entkernt
3     Frühlingszwiebeln; in Stücke geschnitten oder
4     Frühlingszwiebeln*; in groben Stücken
H ANCHOVIS-VINAIGRETTE (MEHR ALS BENÖTIGT)
1     Weiße Anchovis* (Petra Sardelle in Öl)
1     Schalotte; dick geschnitten
1 Teel.   Dill; abgezupfte Zweiglein
1 Teel.   Petersilienblättchen
2     Frische Minzblätter
1 Teel.   Dijonsenf
1/3 Teel.   Griechischer Oregano
4 Essl.   Weißweinessig
2 Essl.   Olivenöl*
      Salz
      Pfeffer
      Feta; nach Belieben
H VARIANTE
      Reste von Fisch

Quelle

  nach
  Michael Psilakis
  How to Roast a Lamb
  Erfasst *RK* 03.06.2010 von
  Petra Holzapfel

Zubereitung

Die Kartoffeln in gut gesalzenem Wasser knapp gar kochen. Abgießen und auf einem Teller komplett auskühlen lassen (kann schon am Vortag gemacht werden). Die Kartoffeln in mundgerechte Stücke schneiden.

In einer ausreichend großen Pfanne Öl und Butter erhitzen. Wenn das Fett sehr heiß ist, die Kartoffeln zugeben – sie dürfen nur einlagig in der Pfanne liegen. Die Kartoffeln rösten, bis sie von allen Seiten schön braun sind. Die Kräuter, Kapern, Kapernäpfel, Oliven und Frühlingszwiebeln zugeben und 1 Minute mitbraten.

Zum Schluss nach Geschmack 2-3 El Vinaigrette über den Kartoffeln verteilen und kurz mitwärmen. Den Feta darüberkrümeln und sofort servieren.

Man kann an Stelle von Feta auch Reste von Fisch zum Gericht geben, dieses dann bei Raumtemperatur servieren.

Das Gericht eignet sich als Beilage oder als eines von vielen Gerichten für ein meze-Buffet.

Für die Vinaigrette Anchovis, Schalotten und Kräuter fein hacken, nicht pürieren (geht bei größeren Mengen auch in einem Food Prozessor). Die Masse in eine kleine Schüssel geben und mit Senf, Oregano und Essig verrühren. Das Öl unter Rühren einmontieren (die Masse trennt sich aber schnell wieder, vor Gebrauch aufrühren).

Die Vinaigrette passt allgemein zu "gekochtem Protein" und Gemüse.

Anmerkung Petra: ich hatte keine Frühlingszwiebeln, statt dessen 1 Schalotte in Spalten gegen Ende der Bratzeit der Kartoffeln noch einige Minuten mitgebraten..

**Psilakis empfiehlt vorzugsweise Boquerones, ersatzweise gehen auch Sardellen.

Man kann aber auch eine andere Vinaigrette nach Wahl nehmen und erhält dann ein vegetarisches Gericht.

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15 Antworten auf „Kartoffelpfanne mit Oliven, Kapern und Anchovis-Vinaigrette“

  1. Wenn ich an Griechenland denke und ans Essen, dann fällt mir als erstes ein Schafskäse ein. Ostern auf Kreta vor ein paar Jahren. Zum Lamm am Spieß gab es einen sensationellen Schafskäse, der ganz weich und sahnig war, frisch sozusagen. Der zerging auf der Zunge und war traumhaft gut.
    Diese Kartoffelpfanne ließ mich auch wieder daran denken. Aber ohne Käse kann sie mir auch gefallen, Kapern sind hier immer sehr gern gesehen.
    Übrigens ist Heinemann Nummer Zwo heute angekommen – ich bereue nichts und habe durch deinen Beitrag schon wieder Lust auf das nächste. Oh je….

  2. Ich mag jede einzelne Zutat, Kapern ganz besonders. Meine Kenntnisse über die griechische Küche sind ziemlich oberflächlich, ich müsste mich viel mehr damit auseinandersetzen. Das ist ein guter Anfang! Schönes Wochenende (Sonne, yippieh)

  3. Mit griechischer Küche kenne ich mich auch nicht so aus, ich glaube, das gibt es auch alte Klassiker und neues, frisch inspiriertes, was mich mehr anmacht – so wie das hier.

  4. Ich fürchte, die Küche in griechischen Restaurants ist von der wirkliche griechischen Küche genauso weit entfernt, wie das leider bei vielen ‚ausländischen‘ Restaurants der Fall ist. Die Küche wird dem deutschen Geschmack angepasst und Gerichte die es auf den Speisekarten gibt, wird man im Land selbst nie finden. In Griechenland war ich leider auch noch nicht.
    Das Gericht gefällt mir sehr gut und kommt auf die Nachkochliste. Ich mag die Kombination aus Kartoffeln, Kapern und Feta.

  5. Wir waren schon öfters in Griechenland und bestimmt geht es wieder einmal dorthin. Leider ist aber auch manchmal an Ort und Stelle die Küche den Touristen angepasst. Ich habe nach einer Reise immer das Verlangen, Gerichte, welche mir besonders geschmeckt haben nachzukochen. Heuer geht es nicht nach Griechenland, aber man kann es sich mit diesem leckeren Gericht ein bisschen in die Küche holen.

  6. Hallo,
    also ich war nicht nur schon etliche Male in Griechenland sondern habe seit einigen Jahren auch griechische Familie. Und da kann ich nur sagen: Es gibt die Restaurant-Küche und es gibt die Familienküche – und diese Trennung wird von den Griechen durchaus ernst genommen. Ein Moussaka oder Souvlaki wird man nur im Ausnahmefall selber machen, so was ist man auswärts. Und da nehmen sich die (guten) griechischen Restaurants in Deutschland gegenüber denen in Griechenland recht wenig. Mir ist die Familienküche naturgemäß deutlich lieber, da gibt es mehr Gemüse, weniger Öl und vor allem Gerichte die es nie auf eine Restaurant-Karte schaffen. Nur – aufregend ist das geschmacklich alles eher nicht. Die Griechen mögen es nun mal mild und lauwarm.

  7. Großartig, dass Du dieses Buch jetzt auch hast!! Das freut mich sehr, da Du Dir sicher Rezepte aussuchen wirst, als ich auf den ersten Blick und ich nun doppelt inspiriert werde. Die Kartoffelpfanne ist mir vollkommen entgangen, aber ich werde sie beim nächsten Grillen ausprobieren. Das müsste doch gehen, die Kartoffeln vorgekocht grillen, anschließend in die Vinaigrette geben. Solltest Du von dieser noch etwas übrig haben, empfehle ich wärmstens den Tintenfisch-Salami-Salat mit Äpfeln. Liebe Grüße!

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