Pilze!

Angeblich sind hier während unserer Abwesenheit Steinpilze bis zum Abwinken gefunden worden – leider sei der Höhepunkt inzwischen deutlich überschritten, so wurde uns mitgeteilt. Das musste natürlich überprüft werden: bei angenehmen Temperaturen und viel Sonnenschein haben wir uns also heute Morgen in den nahegelegenen Wald aufgemacht.

Pilzfund

Gut, wenn man nicht nur "Woizerl" (Steinpilze) und "Reherl" (Pfifferlinge) kennt und sammelt, so wie die meisten Leute hier 😉 Die Ausbeute nach etwa 2 Stunden kann sich sehen lassen: gefunden haben wir krause Glucke, Kuhmaul, flockenstieligen Hexenröhrling, gefelderten Grüntäubling, Rotkappe und erkleckliche Mengen Frauentäublinge, Perlpilze, Reifpilze, Steinpilze, Pfifferlinge und Trompetenpfifferlinge.

Die Steinpilze heben wir für morgen auf, von den übrigen wird 1 kg für Schwammerlgemüse abgezweigt, vorgegart und eingefroren und der Rest wandert in eine Pilzwähe.

Pilzwähe

Mit fertigem Kuchenteig aus der Schweiz ist die schnell gemacht und schmeckt hervorragend!

==========  REZKONV-Rezept - RezkonvSuite v1.2.1

     Titel: Pilzwähe
Kategorien: Kuchen, Pikant, Pilz, Quiche
     Menge: 1 Wähe

    250     Gramm  Kuchenteig; oder
                   Blätterteig für 28-30 cm Durchmesser

============================ FÜLLUNG ============================
     15     Gramm  Morcheln; getrocknet
     20     Gramm  Steinpilze; getrocknet
      1      Essl. Butter
      3            Schalotten; fein gehackt
      1            Knoblauchzehe; gehackt
      1      Essl. Thymian, frisch; oder
      1      Teel. Thymian, getrocknet
    750     Gramm  Champignons*
    250        ml  Sahne
      2      Essl. Speisestärke
      2      Essl. Cognac; oder Weißwein
    3/4      Teel. Salz
                   Pfeffer
      1     Prise  Cayennepfeffer
      2            Eier; verklopft
      1      Bund  Schnittlauch; geschnitten
      4      Essl. Sbrinz; gerieben

============================ QUELLE ============================
            nach
            Betty Bossi
            Backen pikant
            erfasst von Petra Holzapfel

Eine Tarteform mit ausgewelltem Teig belegen, Boden mit Gabel gut
einstechen.

Die Champignons in 2-3 mm dicke Scheiben schneiden.

Die getrockneten Pilze in nicht zu viel Flüssigkeit ca. 1 Stunde
einweichen.

Die Butter in einer Pfanne warm werden lassen, Schalotten,
Knoblauchzehe und Thymian zugeben, alles andünsten.

Die Champignons zugeben, kurz mitbraten, die eingeweichten Pilze
abtropfen, evt. zerkleinern und mitbraten, die Einweichflüssigkeit
dazugeben und ganz einkochen, dann die Sahne dazugießen. Stärke mit
dem Cognac anrühren, dazugeben und ca. 2 Minuten köcheln lassen. Mit
Salz, Pfeffer und Cayennepfeffer würzen, dann die Pilze auskühlen
lassen.

Die Eier und den Schnittlauch mit der Füllung mischen. Den Teigboden
mit dem geriebenen Käse bestreuen, die Füllung darauf verteilen und
die Wähe ca. 25 Minuten auf der untersten Schiene des auf 250°C
vorgeheizten Ofens backen.

*Anmerkung Petra: Getrocknete Pilze kann man auch weglassen,
anstelle von Champignons sehr gut mit Waldpilzen (Reifpilz,
flockenstieliger Hexenröhrling, Pfifferling, Steinpilz).

September 2006: Mix aus Frauentäublingen, Reifpilzen, Perlpilzen,
Pfifferlingen, Trompetenpfifferlingen, Kuhmaul, Rotkappe und
getrockneten Morcheln. Zum Abschmecken unbedingt einige Tropfen
Zitronensaft und zwei kräftige Prisen Piment d'Espelette. Als Käse
grob geraffelten Gouda verwendet. Temperatur evtl. in den letzten 5-
10 Minuten etwas reduzieren. Prima.

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7 Antworten auf „Pilze!“

  1. Sensationell – sogar Betty Bossi wird erwähnt. Ich glaube, es muss Dir in der Schweiz gefallen haben :).
    Wollte auch fragen, ob es denn bei Euch den fertigen Kuchenteig nicht gibt ?
    Schöne Website übrigens – ich schau regelmässig rein und der Look ist sehr schön und die Rezepte gefallen mir immer gut.
    Schöni Grüess us Lozärn (Luzern/Schweiz), Bettina

  2. Hallo allerseits,
    den Kuchenteig hab ich hier noch nirgends gesehen, den Blätterteig schon, allerdings nicht hier in der Gegend.
    Hallo Nina,
    ich habe die Wähe bisher immer warm gegessen. Aber warum nicht mal ein Stückchen kalt versuchen?
    Hallo Claudia,
    Gallenröhrlinge hatten wir in unseren Anfängen auch schon mal im Korb – eine bittere Enttäuschung!
    Hallo Bettina,
    meine Großmutter war Schweizerin und man hat mich zum ersten Mal mit 3 Monaten in den Urlaub ins Tessin mitgenommen. Vor 45 Jahren stand dann das Ferienhaus zum Verkauf, was meine Eltern bis dahin immer gemietet hatten – und sie haben zugeschlagen. Von daher die vielen Aufenthalte dort 😉
    Danke übrigens für’s Lob! Durch Luzern sind wir noch an Ostern gefahren – allerdings ohne Zwischenstopp.

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