Altes Schätzchen

Dieser schwere Gussbräter, der wohl noch von meiner Großmutter stammt, hat jetzt nach einem Umweg über meinen Bruder (danke, Axel!) bei mir ein neues Zuhause gefunden.

Gussbräter

Um leichte Rostspuren zu beseitigen und ihn für neue Einsätze zu rüsten, habe ich ihn erst mal nach Vorbild der schmiedeeisernen Pfanne mit rohen Kartoffelstücken ausgebraten. Jetzt sieht auch das Innenleben wieder prima aus.

Stempel

Hier der Prägestempel – mich würde ja wirklich interessieren, wo der Topf herstammt und wie alt er ungefähr ist… Sachdienliche Hinweise werden gerne entgegengenommen!

Rehschultern im Gussbräte

Hier haben locker 2 Rehblätter für das „geschmorte Rehblatt mit Buttermilch-Serviettenknödel“ nebeneinander Platz. Leider ist das längliche Kochfeld zum Anbraten auf dem Herd etwas klein für den Topf geraten… In den Backofen geht er aber gerade noch 🙂

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Geschmortes Rehblatt mit Buttermilch-Serviettenknödel
Kategorien: Wild, Reh, Knödel
Menge: 4 Personen

Zutaten

H REHBLATT
2 Zwiebeln
2 Möhren
1 klein. Lauchstange
50 Gramm Knollensellerie
1 Essl. Wacholderbeeren
1 Essl. Schwarze Pfefferkörner
2 Lorbeerblätter
2 klein. Zweige Rosmarin
1/4 Ltr. Rotweinessig
1 Ltr. Rotwein
2 Rehblätter (a 900 g)
6 Essl. Öl
Salz
Pfeffer
300 ml Schlagsahne
H BUTTERMILCH-SERVIETTENKNÖDE
250 Gramm Toastbrot o. Rinde
100 Gramm Schalotten
25 Gramm Butter
1/4 Ltr. Buttermilch
3 Eigelb (M)
Salz
Pfeffer
Muskatnuss
2 Eiweiß (M)
4 Essl. Öl

Quelle

Menü des Monats
GBV Geiersthal
Oktober 1997
erfasst von Petra
Holzapfel

Zubereitung

Zwiebeln, Möhren, Lauch und Sellerie würfeln. Wacholderbeeren zerdrücken, die Hälfte beiseite stellen. Gemüse, Gewürze, Kräuter, Essig und Rotwein mischen und die Rehblätter zugedeckt 24-48 Stunden darin marinieren. Rehblätter aus dem Sud nehmen und trockentupfen. Sud durch ein Sieb gießen, Gemüsemischung abtropfen lassen. Öl in einem Schmortopf erhitzen, Fleisch darin anbraten, salzen, pfeffern. Fleisch herausnehmen, Gemüse anbraten. Rehblätter darauflegen, die Hälfte der Marinade dazugießen und alles im
geschlossenen Topf auf der 2. Schiene von unten bei 160GradC ca. 2 1/2 Stunden garen. Fleisch warm stellen. Sud durch ein Sieb gießen. Gemüse gut ausdrücken. Sud bei mittlerer Hitze aufkochen lassen. Sahne und restliche Wacholderbeeren dazugeben und cremig einkochen lassen. Fleisch aufschneiden und mit der Sauce servieren.

Für die Serviettenknödel das Toastbrot in 1 cm große Würfel schneiden. Die Schalotten pellen, fein würfeln und in der Butter andünsten. Die Pfanne vom Herd nehmen, die Buttermilch in die Pfanne gießen und die Masse sofort über die Brotwürfel geben. Die Eier trennen und das Eigelb zur Buttermilch-Brot-Mischung geben. Alles gut mit einem Holzlöffel vermischen und mit Salz, Pfeffer und Muskat würzen. Die Brotmasse mindestens 2 Stunden ausquellen lassen. Eiweiß steif schlagen und behutsam untermischen. Die Knödelmasse
über eine Länge von 15 cm am Rand der Längsseite eines Küchentuchs verteilen. Die Masse fest einrollen und die Enden fest mit einer Schnur zubinden. Das Küchentuch ringsherum mit Öl einpinseln. Den Serviettenknödel in einen langen Topf oder Bräter in leicht sprudelndes Salzwasser legen, so dass er bedeckt ist und 55 Minuten darin ziehen lassen. Das Wasser darf nicht sprudelnd kochen! Den Knödel aus dem Tuch rollen und in 1 cm dicke Scheiben schneiden.

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5 Antworten auf „Altes Schätzchen“

  1. Toll schaut er aus dein neuer alter Bräter. Ist der denn unten plan genug, dass du ihn auf das Ceranfeld stellen kannst? Anscheinend wohl schon?!?
    Das Rezept klingt auch lecker, aber leider bin ich dafür mit dem falschen Mann verheiratet, der kein Wild, kein Hase , keine Meeresfrüchte etc. isst (ich sage nur Erziehung!)*GRRR* Dafür gibt es dann während der Woche mal als Mittagessen Hirschgulasch für meine Tochter und mich 😉
    LG
    Petra

  2. Hallo, bin heute das erste Mal hier und begeistert!!!! – Von den Rezepten und dem ganzen Drumherum. Und zum Bräter: Ich benutze auch einen, habe aber leider nicht so ein Prachtstück. Diese Guseisernen sind zwar irre schwer, aber einfach unschlagbar, wenn es um richtig gute Braten geht. – Meinen mache ich übrigens immer einmal im Jahr immer general-sauber – und zwar, wenn es den ersten Rhabarber gibt. Dann ist der wieder wie neu. –
    Werde ich gleich mal abonnieren. –
    Einen schönen Gruss aus Zürich, Beverly.

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