Entenbrust mit Rhabarber-Confit

Da
wir morgen Mittag nach Kathis letztem schriftlichen Abitag schon auf
dem Weg nach Wiesbaden sind, gab’s schon heute das Wunschessen Nr. 3 –
Entenbrust.

Passend zur Saison ich habe ein Rezept von Annemarie Wildeisen aus ihrem Buch Fleisch sanft garen bei Niedertemperatur ausgesucht: Entenbrust mit Rhabarber-Confit.
Ich bin jedesmal von der Niedertemperaturmethode begeistert: Das
Fleisch wird wunderbar zart und man hat viel Zeit, die Sauce und
sonstige Beilagen vorzubereiten. Gerade für Gästeessen ist diese
Garmethode ideal: ob das Fleisch wegen irgendwelcher Verzögerungen
etwas länger im Ofen bleibt, spielt meist keine Rolle.

========== REZKONV-Rezept - RezkonvSuite v1.1

     Titel: Entenbrust mit Rhabarber-Confit
Kategorien: Geflügel, Ente
     Menge: 4 Personen

    500     Gramm  Rhabarber
    150        ml  Wasser
    100     Gramm  Zucker
      2      Essl. Rotwein- oder Balsamico-Essig (Petra: Balsamico)
    2-3            Entenbrüstchen, je nach Grosse
                   Salz
                   Schwarzer Pfeffer aus der Mühle
      1      Essl. Bratbutter
     50        ml  Noilly Prat (trockener Wermut)
    100        ml  Weisswein
    200        ml  Geflügelfond oder leichte Hühnerbouillon
      2      Essl. Saucen- oder Doppelrahm (Petra: 125 g)
     80     Gramm  Butter (Petra: 20 g)
           Einige  Tropfen Zitronensaft

============================== QUELLE ==============================
                   Annemarie Wildeisen
                   Fleisch sanft garen bei Niedertemperatur
                   -Erfasst *RK* 13.05.2004 von
                   -Petra Holzapfel

Den Rhabarber waschen, eventuell zähe Haut abziehen. In gut 3 cm
lange Stücke schneiden.

Das Wasser, den Zucker und den Essig aufkochen. Die Rhabarberstücke
hineingeben und auf kleinstem Feuer zugedeckt knapp weich kochen.
Den Garvorgang unbedingt überwachen: Werden die Rhabarberstücke zu
lange gegart, zerfallen sie. Sorgfältig aus dem Sud heben und
nebeneinander auf einen grossen Teller legen.

Vom Sud 50 ml abmessen und für die Zubereitung der Sauce beiseite
stellen.

Den restlichen Sud sirupartig einkochen. Über den Rhabarber
verteilen und auskühlen lassen.

Den Backofen auf 75 Grad vorheizen und eine Platte mitwärmen.

Die Entenbrüstchen salzen und pfeffern. In der sehr heissen
Bratbutter zuerst auf der Fettseite 3 Minuten, dann auf der
Fleischseite 1 Minute anbraten. Aus der Pfanne nehmen und sofort auf
die vorgewärmte Platte geben. Im vorgeheizten Ofen bei 75 Grad etwa
1 Stunde nachgaren lassen.

Das Bratfett abgiessen. Den Bratensatz mit dem Noilly Prat, dem
Weisswein, dem Geflügelfond oder der Bouillon sowie dem
beiseitegestellten Rhabarbersud ablöschen und gut zur Hälfte
einkochen lassen. Beiseite stellen.

Unmittelbar vor dem Servieren die Sauce aufkochen. Den Saucen- oder
Doppelrahm beifügen. Die Butter flockenweise unter die Sauce ziehen.
Mit Salz, Pfeffer und einigen Tropfen Zitronensaft abschmecken.

* Die Entenbrüstchen schräg in Scheiben aufschneiden, auf
vorgewärmten Tellern anrichten und mit etwas Sauce überziehen. Mit
Rhabarber-Confit garnieren.

Zubereitungsart auch geeignet für:

:Schweinsfilet: Anbraten: 5 Minuten; Nachgaren: 1 1/2-1 3/4 Stunden
bei 80 Grad.

Anmerkung Petra: Die Haut der Entenbrüste vor dem Würzen
rautenförmig einschneiden. Die Temperatur des Ofens am besten mit
einem Backofenthermometer überwachen! Zur die Sauce habe ich 125 g
Creme double gegeben, dann aber nur noch ein paar Butterflöckchen
untergezogen. Dazu Bohnen und Kartoffel-Noisettes.

Ausgezeichnet, Fleisch butterzart, Sauce sehr lecker! Das süßsaure
Confit passt prima dazu.

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Apple-Butter Weizenbrot

Beim Aufräumen (oder soll ich eher sagen Umräumen?) der Tiefkühltruhe fiel mir eine Dose Apple Butter in
die Hände. Diese würzige Apfelpaste koche ich gerne im Herbst aus einer
Mischung unserer Äpfel und friere sie portionsweise ein. Verwendung
findet sie in Desserts wie z.B. Apfeltraum,
wo ich sie anstelle von normalem Apfelmus einsetze. Lecker macht sie
sich auch als eine Art Apple Crumble mit Streuseln überbacken oder als
Zwischenschicht auf einem Streuselkuchen.

Gestern habe ich die Paste als Zutat für Apple-Butter Weizenbrot,

einem schnellen Backautomatenrezept aus Linda Rehbergs & Lois Conways Buch Bread Machine Magic verwendet.
Das Rezept liefert ein kaum süßes Brot mit lockerer Krume, das sich
auch gut toasten lässt. Den 5-Sterne-Rezensionen bei Amazon kann ich
mich übrigens nur anschließen: die Rezepte liefern zuverlässig gute
Ergebnisse.

========== REZKONV-Rezept - RezkonvSuite v1.1

     Titel: Apple-Butter Weizenbrot
Kategorien: Brot, Backautomat, Apfel
     Menge: 1 Brot

    240        ml  Wasser
    200     Gramm  Weizenmehl Type 550
    200     Gramm  Weizenvollkornmehl*
  1 1/2      Teel. Salz
     30     Gramm  Butter
    1/4     Tasse  Apple butter; s. Rezept
  1 1/2      Teel. Trockenhefe

============================== QUELLE ==============================
                   frei nach
                   Linda Rehberg, Lois Conway
                   Bread Machine Magic
                   -Erfasst *RK* 05.02.2003 von
                   -Petra Holzapfel

Alle Zutaten nach Herstellerangabe in den Behälter des Backautomaten
füllen.

Programm: normal Bräunung: hell

Anmerkung Petra: *ich habe anstelle von Weizenvollkornmehl 5-Korn-
Brotmehl der Adlermühle verwendet.

Programm: normal Größe: mittel, Bräunung: mittel

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Lammschmortopf mit Backpflaumen und Mandeln

Abiturprüfung
– das bedeutet wieder ein Wunschessen für Kathi. Diesmal sollte es
etwas orientalisch Angehauchtes mit Couscous als Beilage sein – gemacht
habe ich einen

Lammschmortopf mit Backpflaumen und Mandeln.
Dieses Rezept existiert in diversen Variationen: die Backpflaumen
lassen sich durch Dörraprikosen, Feigen oder eine Mischung von
Dörrfrüchten ersetzen, anstelle der Mandeln kann man das Gericht auch
mit gerösteten Sesamsamen bestreuen.

========== REZKONV-Rezept - RezkonvSuite v1.1

     Titel: Lammschmortopf mit Backpflaumen und Mandeln
Kategorien: Fleisch, Lamm, Dörrobst, Mandel
     Menge: 4-6 Personen

                   Olivenöl
  1 1/2        kg  Lammkeule; schieres Fleisch in Stücken von etwa
                   -5 cm Kantenlänge
      1            Gewürfelte Zwiebel
      3            Knoblauchzehen
      1      Teel. Gemahlener Ingwer
    125        mg  Safran
                   Brühe; zum Aufgießen
      1            Zwiebel in Scheiben
      2            Zimtstangen
    1-2      Essl. Honig
    250     Gramm  Backpflaumen
                   Salz
                   Pfeffer
    125     Gramm  Mandeln
                   Gehackte Petersilie zum Bestreuen

============================== QUELLE ==============================
                   -Erfasst *RK* 11.05.2004 von
                   -Petra Holzapfel

Das Lammfleisch in einem schweren Topf in Olivenöl portionsweise
anbraten, dann wieder mit den Zwiebelwürfeln und dem durchgepressten
Knoblauch, dem Ingwer und dem Safran in den Topf geben und alles gut
vermischen. Mit Brühe knapp bedecken, salzen und zugedeckt bei
sanfter Hitze in 1-1 1/2 Stunden weich schmoren, bei Bedarf noch
etwas Flüssigkeit angießen.

Die Mandeln mit kochendem Wasser übergießen und abgießen, sobald
sich die braune Haut gut entfernen lässt. Enthäuten und
trockentupfen. Die Mandeln in etwas Öl goldbraun rösten.

Nun die Zwiebelscheiben, die Backpflaumen, Zimtstangen und Honig
zugeben, mit Pfeffer und Salz abschmecken und nochmal köcheln lassen,
bis die Sauce eindickt (man kann das Fleisch auch vorher
herausnehmen, warm stellen und die Sauce separat fertigstellen).

Den fertigen Schmortopf mit den gerösteten Mandeln und etwas
gehackter Petersilie garnieren.

Dazu passt Couscous oder knuspriges Brot.

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Abitur Tag 2

8.00-13.00 Uhr: Leistungskurs Deutsch

Erschließung des Gesprächsverlaufs einer Szene aus Heinrich von
Kleists "Prinz Friedrich von Homburg" unter Berücksichtigung der
dramaturgischen sowie der sprachlich-stilistischen Gestaltungsmittel
und Herausarbeitung der Positionen aller Dialogpartner angesichts der
drohenden Hinrichtung des Prinzen

sowie

Vergleich des Agierens eines existenziell bedrohten
Protagonisten in einem anderen literarischen Werk mit dem in der Szene
erkennbaren Verhalten des Prinzen unter Heranziehung zeit- und
literaturgeschichtlicher Hintergründe (selbstgewähltes Beispiel: Rodion
Raskolnikoff aus Fjodor M. Dostojewskijs Schuld und Sühne)

Kastanienbrot mit Pinienkernen

Eines der Mitbringsel aus dem Osterurlaub vom italienischen Supermarkt in Luino war Kastanienmehl. Das
süßlich schmeckende Kastanienmehl lässt sich in einer Mischung mit
Weizenmehl für Teigwaren (Gnocchi, Nudeln, Ravioli) und Pfannkuchen
verwenden – aber auch für Kuchen und Brote.

Das Rezept für das Kastanienbrot mit Pinienkernen stammt aus dem Kastanien Kochbuch von Erica Bänziger.

Um
nicht zu verschwenderisch mit dem hier nicht ganz einfach zu
beschaffenden Kastanienmehl umzugehen, habe ich die das Rezept
halbiert, schließlich warten noch weitere Rezepte mit Kastanienmehl
aufs Ausprobieren 😉

Die Wassermenge im Rezept kam mir schon bei der Durchsicht des
Rezeptes wenig vor – ich habe sie dann soweit erhöht, bis ich einen
schön weichen und elastischen Teig erhielt, der nicht klebte.

Etwas seltsam kam mir vor, dass im Rezept nicht von einem
zweiten Gehen des geformten Brotes die Rede war, ich habe das Brot
deshalb vor dem Backen nochmals 30 Minuten aufgehen lassen. Die
Backtemperatur habe ich erhöht, trotzdem klang das Brot nach der
angegebenen Zeit von 35 Minuten beim Klopfen auf den Boden noch nicht
richtig hohl, ich habe deshalb nochmals 15 Minuten bei etwas
reduzierter Temperatur zugegeben.

Das Brot hat eine dichtere Konsistenz als reines Weizenbrot und schmeckt durch das Kastanienmehl leicht süßlich.

========== REZKONV-Rezept - RezkonvSuite v1.1

     Titel: Kastanienbrot mit Pinienkernen
Kategorien: Brot, Kastanie
     Menge: 2-3 Laibe

    300     Gramm  Kastanienmehl
      1        kg  Dinkelvollkornmehl; oder Dinkelruchmehl Type
                   -1050 (Petra: Weizenmehl Type 1050)
     30     Gramm  Meersalz
     60     Gramm  Hefe, frisch
    600        ml  Wasser, Menge anpassen*
      2      Essl. Pinienkerne (Petra: doppelte Menge, leicht
                   -geröstet)

============================== QUELLE ==============================
                   modifiziert nach
                   Erica Bänziger
                   Das Kastanien-Kochbuch
                   erfasst von Petra Holzapfel

Kastanien- und Dinkelmehl sowie Salz in einer Schüssel mischen. Eine
Vertiefung formen. Die in wenig lauwarmem Wasser aufgelöste Hefe
zusammen mit dem restlichen Wasser in die Vertiefung geben. Zu einem
Teig zusammenfügen und 10 Minuten kräftig kneten. Der Teig hat die
richtige Beschaffenheit, wenn er an den Händen nicht mehr klebt. Den
Teigkloß in eine Schüssel legen und mit einem feuchten Tuch decken.
Teig 90 Minuten gehen lassen.

Ofen auf 170°C vorheizen**.

Teig nochmal kräftig durchkneten und am Schluss die Pinienkerne
einkneten.

Aus dem Teig Brotlaibe formen und diese auf ein mit Backpapier
belegtes Blech setzen. Die Oberfläche einige Male nicht zu tief
einschneiden. Kastanienbrot auf mittlerem Einschub 35 Minuten
backen***.

Wichtig: Der Teig läuft etwas in die Breite. Wer ein hohes Brot
wünscht, füllt den Teig in 2 gebutterte Kastenformen von 28 cm Länge.
Die Backzeit bleibt sich gleich.

Tip: Bei kleinem Brotbedarf kann die Menge halbiert werden.
Kastanienbrot, frische Butter und Kastanienhonig machen das
Frühstück zum kulinarischen Erlebnis.

Anmerkungen Petra: Ich habe die Mengen halbiert und den Teig in der
Küchenmaschine geknetet, dabei das Salz erst während der Knetphase
zugegeben.

*Mit der o.a. Wassermenge war der Teig sehr fest, ich habe deshalb
weiteres Waser zugegeben, bis der Teig weich und elastisch, aber
nicht klebrig war. Der Teig hatte schon nach 1 Stunde Gehzeit sein
Volumen mehr als verdoppelt.

**Ich habe den Backofen mit einem Backstein auf 200°C vorgeheizt und
das Brot nach dem Ausformen zu einem runden Laib ohne Gärform auf
einem Stück Backpapier nochmal 30 Minuten aufgehen lassen, dann
eingeschnitten und mit Wasserdampf eingeschoben. Ein Breitlaufen des
Brotes konnte ich trotz größerer Wasserzugabe nicht beobachten.

***Backzeit 30 Minuten bei 200°C, dann noch 15-20 Minuten bei 175°C
(Klopfprobe).

Knuspriges Brot mit dichter, feinporiger Krume und leicht süßlichem
Geschmack.

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