Pain de Mie – erster Versuch

Kürzlich hatte ich von der Ankunft eines Paketes von Meilleur du Chef berichtet:
eigentlicher Anlass für die Bestellung war mein Wunsch nach einer
geschlossenen Kastenform für die Herstellung von Sandwichbrot,
sogenanntem "Pain de Mie".

"Mie" bezeichnet im Französischen die Brotkrume – es handelt
sich hierbei um ein Brot, bei dem Wert auf viel Krume gelegt wird, die
Kruste dagegen spielt nur eine untergeordnete Rolle.

Für meinen ersten Versuch habe ich ein einfaches Rezept von Nancy Silverton aus ihrem Buch Nancy Silverton’s Breads from the La Brea Bakery ausgesucht, weil darin die Vorgehensweise für das Backen in einer sogenannten Pullman Form genau beschrieben wird.

Ich habe wie für diese Formgröße angegeben genau 1 kg Teig
verwendet (evtl. überschüssigen Teig kann man als Brötchen oder in
Miniformen backen), dennoch sind in der Krume auch etwas größere Poren
sichtbar. Was mir auch noch nicht optimal erscheint, ist die relativ
feste Kruste: beim nächsten Mal würde ich die hohe Backtemperatur von
245°C reduzieren. Die Krustenbildung ist wohl auch abhängig vom
Material der Form, eine Weißblechform dürfte eine eher weichere Kruste
liefern.

========== REZKONV-Rezept - RezkonvSuite v1.1

     Titel: Pain de Mie - Kastenweißbrot
Kategorien: Brot
     Menge: 1 Brot

    400     Gramm  Lauwarmes Wasser (25°C)
     21     Gramm  Frischhefe
    675     Gramm  Weizenmehl Type 550
  1 1/2      Teel. Milchpulver
      4      Teel. Zucker
  1 1/2      Teel. Salz (Petra: 2 Tl)
     15     Gramm  Butter; Raumtemperatur
                   Pflanzenöl
     15     Gramm  Geschmolzene Butter

=============================== SOWIE ===============================
      1            Kastenform mit Deckel (Pullman Form, Pain de Mie-
                   -Form)*

============================== QUELLE ==============================
                   nach
                   Nancy Silverton's Breads from the La Brea Bakery
                   -Erfasst *RK* 06.06.2004 von
                   -Petra Holzapfel

Wasser, Hefe (habe ich in etwas vom Wasser aufgelöst), Mehl,
Milchpulver und Zucker in die Schüssel der Küchenmaschine geben. Auf
niedriger Stufe einige Sekunden kneten, bis sich die Zutaten
vermischen. Dann auf mittlerer Stufe 2 Minuten kneten. Es sollte
sich ein Teig bilden, der sich von der Schüsselwand löst. Bei
laufender Maschine die weiche Butter und das Salz zugeben und den
Teig weitere 10 Minuten kneten, bis er glatt und elastisch ist (die
interne Temperatur soll 25,5°C betragen).

Den Teig aus der Rühschüssel nehmen und auf einer leicht bemehlten
Arbeitsfläche einige Minuten von Hand kneten.

Den Teig in eine geölte Schüssel legen, mit Klarsichtfolie abdecken
und bei Raumtemperatur in etwa 45-60 Minuten auf doppeltes Volumen
aufgehen lassen.

Den Teig herausnehmen, auf die leicht bemehlte Arbeitsfläche geben
und zusammendrücken um ihn zu entgasen. Die Kanten nach unten
einschlagen und den Teigball abgedeckt 15 Minuten ruhen lassen.

Die Kastenform und die Unterseite des Deckels mit der geschmolzenen
Butter bepinseln.

Den Teig abdecken, umdrehen (steht so nicht im Rezept - aber so
bekommt man die glatte Seite nach unten und damit beim Formen des
Laibes eine glatte Außenfläche) und mit den Händen zu einem
gleichmäßig dicken Rechteck von 20x25 cm auseinanderdrücken. Die
lange Kante in die Mitte der Teigplatte falten und mit den
Handkanten festdrücken. Nun die obere Kante bis nach unten falten
und nochmals festdrücken. Die Enden einschlagen und versiegeln. Die
Rolle sanft mit beiden Händen auf die Länge der Kastenform ausrollen.

Den Teigzylinder mit der Naht nach unten in die Form legen und
gleichmäßig in die Form drücken. Den Deckel auf die Form schieben,
dabei ein Guckloch zur Beobachtung des Teiges von etwa 2 cm frei
lassen. Den Teig bei Raumtemperatur etwa 1 1/2 Stunden gehen lassen,
bis er fast den Deckel erreicht hat (war bei mir schon nach gut 1
Stunde der Fall). Nun den Deckel ganz schließen. Den Teig weitere 20
Minuten gehen lassen, bis er gerade anfängt, aus der Form zu quellen.
Falls er das nicht tut, vorsichtig versuchen, den Deckel
zurückzuschieben, der Teig sollte bis zum Deckel aufgegangen sein.

Den Backofen rechtzeitig mit einem Rost auf der unteren Schiene auf
260°C vorheizen.

Die Form in den Backofen schieben und die Temperatur auf 245°C
reduzieren. (Es ist ratsam, ein Stück Alufolie auf den Boden unter
die Form zu legen - bei mir ist nämlich etwas Fett aus der Form
ausgetreten, das brennt dann am Backofenboden fest und qualmt etwas.)

Die Form nach 50 Minuten aus dem Ofen holen. Falls etwas Teig
ausgetreten ist, diesen abbrechen und wegwerfen. Den Deckel
aufschieben und das Brot aus der Form kippen (falls notwendig, mit
einem Messer von den Seitenwänden lösen - war bei mir nicht
notwendig). Das Brot sollte hellbraun sein, die Kanten rechtwinklig
und die Außenseite sollte sich fest anfühlen, sonst fällt sie beim
Abkühlen etwas ein. Falls das noch nicht der Fall ist, das Brot
nochmals für ca. 5 Minuten in den Backofen schieben.

Auf einem Rost abkühlen lassen.

Man kann das Brot natürlich auch ohne Deckelform backen, dann erhält
man ein "normales" Brot mit einer gerundeten Oberfläche, einer etwas
grobporigeren Krume und einer knusprigen Kruste.

*das Rezept bezieht sich auf eine Form von 3 1/2x12 inch mit 2,4 l
Fassungsvermögen. Meine Form misst 29x11 cm und ist laut
meilleurduchef.com für 1 kg Teig ausgelegt.

Anmerkung Petra: Bei meinem Brot ist die Kruste relativ fest - ich
werde deshalb beim nächsten Mal die Ofentemperatur etwas reduzieren.
Das Brot lässt sich sehr gut toasten.

=====

Piri-Piri-Hähnchen mit Beilagen

Leider lässt das für Sonntag vorhergesagte schöne Wetter noch
etwas auf sich warten, das tut Helmuts Grilleifer aber keinen Abbruch.
Er hat sich für ein Rezept für Piri-Piri-Hähnchen aus Steve Raichlens Barbecue Bible entschieden.

Für die scharfe Piri-Piri-Sauce (Piri-Piris
sind im Portugiesischen kleine scharfe Chilis) können wir auf eine
Molho di Pimenta aus Malagueta-Chilis zurückgreifen, die wir im letzten Sommer aus Brasilien mitgebracht haben.

Die marinierten Hähnchen werden auf den zum "indirekten Grillen"
vorbereiteten Kugelgrill gelegt, das heißt die Kohlen befinden sich zu
beiden Seiten des Grillguts, direkt darunter steht eine Tropfschale aus
Alu. Der Grill darf nur auf mittelgroße Hitze aufgeheizt werden,
andernfalls wären die Hähnchen außen zwar braun, innen aber noch nicht
ganz durch. Diese Hitzeregulierung lässt sich ganz gut über die Anzahl
der verwendeten Grillbriketts bewerkstelligen, hier wurden etwa 18
Briketts pro Seite verwendet. Gegrillt wird dann mit geschlossenem
Deckel.

Für knusprige Hähnchen empfiehlt Raichlen, die Hähnchen am
Ende der Garzeit auf die Hautseite direkt über die Kohlen zu platzieren
– hier klebt die Haut allerdings leicht an und zerreisst beim Abnehmen,
außerdem bräunt die Marinade rasch.

Das tut dem Geschmack allerdings keinen Abbruch, die Hähnchen
sind wunderbar saftig und leicht scharf, die dazu servierte Marinade
hat allerdings eine deutliche Schärfe, was durchaus erwünscht ist 🙂

Während der Garzeit der Hähnchen kommen vorbereitete Zucchiniviertel auf
dem Grill, die anschließend in Stücke geschnitten in eine Vinaigrette
aus Balsamico, Olivenöl, Zitronenschale und frischem Thymian gegeben
werden.

Eine feine, schnell gemachte Beilage, die ich im Juni/Juli 2004-Heft von Fine Cooking gefunden habe.

Dann gibt’s noch die gegrillten Kartoffel- und Süßkartoffelscheiben aus Eric Treuilles und Birgit Eraths Grilling – Where There’s Smoke There’s Flavor, dazu gehört eine wunderbar aromatische Aioli aus selbstgemachter Mayonnaise (meine Schnellmethode gibt’s hier) und geröstetem Knoblauch.

Dafür einfach eine ganze Knoblauchknolle so anschneiden, dass
die Zehen freigelegt werden, die Knolle dann mit Olivenöl beträufeln,
salzen und pfeffern und im Backofen 1 Stunde garen. Dann lässt sich der
weiche Knoblauch ganz einfach aus den Hüllen der Zehen pressen und zu
einem feinen Püree zerdrücken. Das so gewonnene Püree schmeckt auch
hervorragend auf geröstetem Brot oder in einem Kartoffelpüree wie z.B. diesem hier.

===== Titelliste (3 Rezepte) =====

Piri-Piri-Hähnchen
Gegrillte Zucchini mit Zitronen-Balsamico-Vinaigrette
Knoblauch-Kartoffelscheiben vom Holzkohlengrill mit g ...

========== REZKONV-Rezept - RezkonvSuite v1.1

     Titel: Piri-Piri-Hähnchen
Kategorien: Geflügel, Hähnchen, Portugal
     Menge: 4-8 Personen

      2            Ganze Hähnchen (a 1,7-2 kg)
    125        ml  Olivenöl extra vergine
      8      Essl. Gesalzene Butter, zerlassen
     80        ml  Frisch gepreßter Zitronensaft
    3-4      Essl. Selbstgemachte Portugiesische scharfe Sauce,
                   -Malagueta-Pfeffersauce oder andere scharfe
                   -Sauce nach Belieben*
      1      Essl. Edelsüßpaprika
      1      Teel. Koriander, gemahlen
      3            Knoblauchzehen, abgezogen
      3            Lauchzwiebeln, Weißes und Grünes, geputzt und in
                   -Scheiben geschnitten
      3      Essl. Glatte Petersilie, grobgehackt
      1     Stück  Ingwerwurzel (2 1/2 cm), in dünne Scheiben
                   -geschnitten
      2            Lorbeerblätter, zerkrümelt
    1/2      Teel. Salz, nach Geschmack auch mehr
    1/2      Teel. Frisch gemahlener schwarzer Pfeffer, nach
                   -Geschmack auch mehr

============================== QUELLE ==============================
                   nach
                   Steve Raichlen
                   Das große Buch vom Barbecue
                   -Erfasst *RK* 04.06.2004 von
                   -Petra Holzapfel

1. Das Fett aus dem Inneren der Hähnchen entfernen. Die Innereien
herausnehmen und anderweitig verwenden. Die Hähnchen unter
fließendem Wasser von innen und außen waschen und mit Küchenpapier
trockentupfen. Die Hähnchen spalten und flachdrücken (s. Seite 244),
in eine große Auflaufform setzen und beiseite stellen.

2. Für die Marinade Öl, zerlassene Butter, Zitronensaft,
portugiesische scharfe Sauce, Edelsüßpaprika, Koriander, Knoblauch,
Lauchzwiebeln, Petersilie, Ingwer, Lorbeer, Salz und Pfeffer in der
Küchenmaschine pürieren. Die Hälfte der Sauce über die Hähnchen
gießen und mit den Händen verreiben. Die Hähnchen abgedeckt 4-12 Std.
marinieren (je länger, desto besser). Die restliche Sauce in eine
kleine Schüssel füllen und abgedeckt bis zum Servieren kühl stellen.
Vor dem Servieren herausnehmen und auf Zimmertemperatur bringen.

3. Den Grill zum indirekten Grillen vorbereiten, eine große oder
zwei kleine Tropfschalen in die Mitte setzen und auf mittlere Hitze
anheizen.

4. Wenn der Grill bereit ist, den Grillrost ölen. Die Hähnchen mit
der Haut nach oben auf den heißen Rost legen und mit der
überschüssigen Marinade aus der Schüssel bestreichen. Den Grill
abdecken und 30 Min. geschlossen halten, dann öffnen und die
Hähnchen wieder mit der überschüssigen Marinade bestreichen. Den
Grill erneut abdecken und weitere 30-45 Min. grillen. Die Hähnchen
sind gar, wenn klarer Fleischsaft austritt, sobald man mit einem
Spieß oder Messer in die dickste Stelle der Keule sticht, oder wenn
ein Fleischthermometer im inneren Teil des Keulenmuskels 82 °C
anzeigt. Falls Sie knusprige Haut mögen, die Hähnchen in den letzten
5-10 Min. mit der Haut nach unten auf den Grillrost direkt über das
Feuer legen.

5. Zwei Grillwender mit langem Stiel benutzen, um die Hähnchen
vorsichtig auf ein Schneidbrett oder eine Platte zu legen; vor dem
Aufschneiden 5 Min. ruhen lassen. Mit der zurückbehaltenen Sauce
servieren.

Hinweis: Für ein stärkeres Raucharoma grillen Sie die Hähnchen nach
der direkten Methode. Dazu den Grill auf mittlere Hitze anheizen,
den Grillrost ölen und die Hähnchen mit der Haut nach unten auf den
heißen Rost legen. Bei geöffneter Haube. 15-20 Min. von jeder Seite
grillen und vorsichtig mit zwei Grillwendern wenden, damit die
Hähnchen ganz bleiben.

Piri-piri ist das portugiesische Wort für eine scharfe Sauce aus
kleinen feurigen Chillies und Essig. Natürlich kamen die Chillies
aus der Neuen Welt, und die portugiesischen Seefahrer des 15. und 16.
Jh. verdienen Dank dafür, daß sie den Rest der Welt damit vertraut
machten. Man findet die Sauce noch heute in Portugal und den
ehemaligen portugiesischen Kolonien Brasilien, Macao, Goa, Angola
und Mozambique. Von den letzteren beiden rührt sicherlich auch die
südafrikanische Begeisterung für Piri-piri her. In Geschäften mit
brasilianischen Spezialitäten wird Piri-piri unter dem Namen Molho
malagueta (Malagueta-Pfeffersauce) verkauft. Zur Not können Sie auch
Tabasco oder sogar eine karibische scharfe Sauce mit Scotch-bonnet-
Chillies verwenden, dann fügen Sie 1-2 EL Essig zu.

Anmerkung Petra: 4 El Molho de Pimenta aus Brasilien verwendet.
Marinade auch als Sauce sehr lecker! Die Hähnchen werden sehr saftig.
Vorsicht: Beim Drehen auf die Hautseite bleibt schnell etwas kleben
und Marinade droht zu stark zu bräunen.

=====

========== REZKONV-Rezept - RezkonvSuite v1.1

     Titel: Gegrillte Zucchini mit Zitronen-Balsamico-Vinaigrette
Kategorien: Beilage, Gemüse, Grill, Salat
     Menge: 4 Portionen

    500     Gramm  Kleine Zucchini
      1      Teel. Olivenöl; zum Grillen
                   Salz
      2      Essl. Olivenöl
      1      Essl. Balsamico-Essig
    1/2      Teel. Gehackter frischer Thymian
    1/2      Teel. Fein geriebene Zitronenschale
                   Schwarzer Pfeffer
      3      Essl. Frisch geriebener Parmesan

============================== QUELLE ==============================
                   nach
                   Fine Cooking June/July 2004
                   Tony Rosenfeld
                   -Erfasst *RK* 04.06.2004 von
           ;         -Petra Holzapfel

Die Zucchini der Länge nach vierteln, dann die weiche innere Spitze
abschneiden. Die Zucchiniviertel salzen und 10 Minuten in einem Sieb
abtropfen lassen, dann trockentupfen.

Einen Grill (Gas oder Holzkohle) auf mittlere Hitze bringen.

In einer kleinen Schüssel 2 El Olivenöl, Essig, Thymian,
Zitronenschale, Salz und Pfeffer mischen.

Die Zucchini mit dem Tl Olivenöl mischen. Die Zucchini mit der
Schnittseite auf den Grill legen und 6-8 Minuten grillen, bis sie
braun und weich werden, dabei ab und zu umdrehen.

Die Zucchini in etwa 7,5 cm lange Stücke schneiden und in eine
mittlere Schüssel geben. Die Vinaigrette nochmal durchrühren und
über die Zucchini gießen. Den Parmesan darüberstreuen und alles
durchmischen, abschmecken und sofort servieren.

Anmerkung Petra: schnell gemacht, sehr fein! Zucchini bleiben schön
knackig. Bei Zucchini-Liebhabern Menge erhöhen.

=====

========== REZKONV-Rezept - RezkonvSuite v1.1

     Titel: Knoblauch-Kartoffelscheiben vom Holzkohlengrill mit g ...
Kategorien: Beilage, Kartoffel, Grill, Sauce, Knoblauch
     Menge: 4 Portionen

    750     Gramm  Ungeschälte Kartoffeln oder Süßkartoffeln in
                   -Scheiben von gut 1 cm
      2            Zerdrückte Knoblauchzehen
     60        ml  Olivenöl
                   Salz
                   Schwarzer Pfeffer

=============================== AIOLI ===============================
      1            Knoblauchknolle
                   Olivenöl
                   Salz
                   Pfeffer
    300     Gramm  Selbstgemachte Mayonnaise

============================== QUELLE ==============================
                   nach
                   Eric Treuille, Birgit Erath
                   Grilling
                   -Erfasst *RK* 04.06.2004 von
                   -Petra Holzapfel

Für die Aioli die Oberseite der Knoblauchknolle abschneiden (Schnitt
soll die Zehen anschneiden). Die Knolle mit der Schnittseite nach
oben in eine Backform (Petra: auf Alufolie) legen. Mit Olivenöl
beträufeln, salzen und pfeffern.

Den Backofen auf 150°C vorheizen. Die Knolle etwa 1 Stunde rösten,
bis die Zehen ganz weich sind. Abkühlen lassen.

Die Zehen aus dem Hüllen drücken und zermusen. In die Mayonnaise
rühren.

Die Kartoffelscheiben etwa 5 Minuten in kochendem Wasser garen, bis
sie gar, aber immer noch fest sind. Abtropfen lassen.

Knoblauch und Öl verrühren. Die Kartoffelscheiben mit dem
Knoblauchöl bepinseln und auf dem mittelheißen Grill von jeder Seite
etwa 5 Minuten grillen. Heiß mit der Aioli servieren.

Vorbereitung: Die Kartoffelscheiben können bis zu 4 Stunden im
Voraus gekocht werden. Aufbewahrung abgedeckt bei Raumtemperatur.

Anmerkung Petra: je zur Hälfte Kartoffel- und Süßkartoffelscheiben
verwendet, ich habe sie nur mit Öl ohne Knoblauch bepinselt. Lässt
sich sehr gut vorbereiten.

: O-Titel   : Knoblauch-Kartoffelscheiben vom Holzkohlengrill mit
: >           gerösteter Knoblauch-Aioli

=====

Dicke Fritten

Heute
ist schon fast schon in Vergessenheit geraten, dass man sie auch
zubereiten kann, ohne in die Tiefkühltruhe zu greifen: Pommes frites.

Wichtig ist erst einmal die richtige Kartoffelsorte: mehlig oder vorwiegend festkochend sollte sie sein.

Für gemütlich üppige Exemplare aka "dicke Fritten" die
Kartoffeln schälen und in Stifte von etwa 2 cm Dicke schneiden. Die
Stifte abwaschen und dann in kaltes Wasser legen, um anhaftende
Stärkereste zu entfernen. Vor dem Frittieren werden die
Kartoffelstäbchen gut abgetrocknet. Reichlich Frittierfett (ich nehme
hoch erhitzbares Pflanzenöl) in einem Topf mit Frittiereinsatz (oder
einer Fritteuse) auf ca.175°C erhitzen. Die Kartoffeln portionsweise
hineingeben. Die Temperatur sinkt dabei auf etwa 150°C, das ist fürs
Vorbacken ideal. Die Fritten darin so lange garen, bis sie weich sind –
zum Test wird ein Stäbchen herausgenommen, es sollte sich mit den
Fingern zusammendrücken lassen.

Die vorfrittierten Kartoffeln möglichst nebeneinander in einer Arbeitsschale abtropfen lassen.

Unmittelbar vor dem Servieren das Fett nochmals auf 190°C
erhitzen und die Kartoffeln darin (wieder portionsweise) goldbraun und
knusprig backen. Auf Küchenpapier kurz abtropfen lassen, salzen – und
reinbeissen!

Trüffelhobel? – Käsehobel!

Schon beim ersten Stöbern in Albertos Il forno war mir ein witziger Beitrag über selten genutzte Küchengeräte aufgefallen
– dort findet sich eben dieser Trüffelhobel wieder. Ich muss zugeben,
dass auch ich magisch von Geschäften mit Küchenzubehör angezogen werde
– und auch ich habe so manchen nicht gerade unbedingt notwendigen
Gegenstand in meiner Küche 😉 Den ein oder anderen werde ich hier in
Zukunft mal vorstellen…

Trueffelhobel

Der Trüffelhobel kommt allerdings relativ häufig zum Einsatz –
nämlich immer dann, wenn es gilt, einige Parmesanspäne über ein Gericht
zu hobeln. Werden diese Späne allerdings im Zuge der Vorbereitung schon
vorher gehobelt, ist die Gefahr groß, dass zufällig in die Küche
kommende Personen darüber herfallen – und nichts mehr übrig lassen 😉

Beim nochmaligen Durchlesens von Albertos Blogeintrag ist mir
übrigens aufgefallen, dass ich noch gar kein Gnocchi-Brettchen
besitze…

Farfalle mit Mascarpone, grünem Spargel und Pinienkernen

Heute
gleich morgens zum Markt, wo es wieder schönen grünen Spargel gibt.
Spontan fällt meine Entscheidung bezüglich des Mittagessens: es gibt Farfalle mit Mascarpone, grünem Spargel und Pinienkernen:

Der Spargel kann gut vorbereitet werden: er wird in Stücke
geschnitten und auf dem Backblech 10 Minuten bei 230°C gegart, so
bleibt er wunderbar knackig.

Da ich noch einen Termin in Viechtach
habe und nicht weiß, wann ich zurückkomme, ist das ideal – vor dem
Essen müssen nur noch die Nudeln gekocht werden und alles zusammen
erwärmt werden. Erwähnt hatte ich dieses Rezept übrigens Anfang Mai schon einmal, damals fehlte allerdings das Foto.

Zur Herstellung der Parmesanspäne gibt es ein übrigens ein
wunderbares Werkzeug, was ich allerdings noch nie seiner ursprünglichen
Bestimmung gemäß benutzt habe: den Trüffelhobel.

========== REZKONV-Rezept - RezkonvSuite v1.1

     Titel: Farfalle mit Mascarpone, grünem Spargel und Pinienkernen
Kategorien: Nudel, Gemüse, Vegtarisch
     Menge: 4 Portionen

      1        kg  Grüner Spargel
      3      Essl. Öl
    500     Gramm  Farfalle
    250     Gramm  Mascarpone
     75            Frisch geriebener Parmesan
     25     Gramm  Pinienkerne; trocken geröstet
                   Gehobelter Parmesan

============================== QUELLE ==============================
                   Menü des Monats
                   GBV Geiersthal
                   Mai 2004
                   erfasst von Petra Holzapfel

Den Backofen auf 230°C vorheizen.

Den Spargel im unteren Drittel schälen, waschen und in 5 cm lange
Stücke schneiden.

Ein Backblech mit Alufolie auslegen. Den Spargel darauflegen, mit
Olivenöl beträufeln, salzen und pfeffern. Alles vorsichtig mischen
und in einer Lage anordnen. Etwa 10 Minuten im Backofen rösten, bis
der Spargel gar ist. (Dies kann schon 2 Stunden im voraus zubereitet
werden, die Spargel dann bei Raumtemperatur stehen lassen).

Die Nudeln bissfest kochen, abgießen, dabei 1 Tasse Kochwasser
auffangen. Den Mascarpone in den heißen Topf geben und zergehen
lassen, die Nudeln, den Parmesan und den Spargel bis auf 3 Spitzen
zum Garnieren zufügen. Vorsichtig mischen und bei mittlerer Hitze
etwa 3 Minuten erhitzen, bis alles heiß ist und die Nudeln von Sauce
überzogen sind, dabei nach Bedarf noch Kochwasser zugeben.

Die Nudeln in einer großen Schüssel anrichten, mit den Pinienkernen,
den Spargelspitzen und den Parmesanspänen garnieren.

=====

Kathi beim WGT

Heute Nachmittg ist Kathi vom Wave Gotik Treffen in Leipzig zurückgekommen – unserem Käsblättchen hier war das sogar einen Artikel wert: "Das Treffen der schwarzen Seelen" 😉 "Wir haben gerade erst mal jede Menge Fotos geguckt. Muss eine tolle Stimmung gewesen sein!

Der mdr hat sie sogar abgelichtet

Kathi ist die rechts mit den Katzenohren (natürlich selbstgenäht) 🙂