Pititingas

Vor ziemlich genau einem Jahr haben wir beim unserem Brasilienurlaub in Imbassai bzw. Praia do Forte (Bahia) am Strand leckere Pititingas (ganz kleine frittierte Fischchen) bekommen.

Als wir jetzt auf dem Markt in Cannobio beim Fischhändler vergleichbar kleine sehen, wird gleich zugegriffen.

Die
Fischchen werden kurz in einer Mischung aus Limettensaft, Knoblauch und
Salz mariniert, dann so gut wie möglich getrocknet und mit Mehl
geschüttelt.

Zuletzt in heißem Öl knusprig ausbacken und mit Limettenschnitzen servieren.

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Pititinga
Kategorien: Snack, Fisch, Brasilien
Menge: 4 Portionen

Zutaten

500 Gramm Pititinga; auch Manjuba genannt (gegessen als ca.
-5-8cm große Fischchen mit Kopf und Schwanz)
2 Gepresste Knoblauchzehen
Salz; nach Geschmack
2 Limetten: Saft
Weizenmehl; zum Panieren
Öl; zum Fritieren

Quelle

WWW
Erfasst *RK* 16.09.2003 von
Petra Holzapfel

Zubereitung

Die Fischchen abwaschen und trockentupfen. Mit Salz, Knoblauch und Limettensaft würzen, etwa 5 Minuten stehen lassen. Abtupfen, bemehlen und in heissem Öl fritieren, bis sie knusprig sind. Auf Küchenpapier abtropfen lassen, dann sofort servieren.

Anmerkung Petra: gegessen in den Barracas von Imbassai und Praia do Forte/Bahia. Köstlich! Dazu gab es Limettenschnitze und scharfe „Vinagrete“ aus Tomate, Zwiebel, grüne Paprika, Chili (alles fein gewürfelt) mit Essig oder Limettensaft und Öl)

Anstelle von Weizenmehl kann man auch Fuba (feines Maismehl) zum Panieren nehmen.

August 2004: auf dem Markt in Cannobio schöne kleine Fischchen erstanden. Fischchen unter fließend kaltem Wasser abspülen und trockentupfen. Kurz vor dem Frittieren 5 Minuten wie oben marinieren, dann auf Küchentüchern so gut wie möglich trockentupfen. Die Fischchen mit Mehl in eine größere Tupperdose mit Deckel geben und schütteln, so dass sie ganz mit Mehl überzogen sind. Nun die Fischchen portionsweise in einem großen Sieb schütteln, um überschüssiges Mehl zu entfernen. Gleich in heißem Erdnussöl knusprig
ausbacken. Im Backofen in einer mit Küchenpapier ausgelegten Schüssel warmhalten, bis alle Fischchen frittiert sind.

Die Fischchen bleiben so sehr schön knusprig! Gut auch mit Sauce Tartare.

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Markt in Cannobio

In jeden Ferien hier in Ascona gehört ein Besuch auf einem italienischen Markt – entweder in Luino (immer mittwochs) oder Cannobio (immer sonntags) – zum Pflichtprogramm.

Cannobio ist bei wenig Verkehrsaufkommen in etwa 20 Fahrminuten
zu erreichen und deshalb meist erste Wahl. Der Markt ist zwar kleiner,
für unsere Bedürfnisse aber normalerweise absolut ausreichend.

Durch die im Vergleich zur Schweiz wesentlich billigeren Preise
angelockt kommen viele Touristen, aber auch Tessiner zum Markt. Um noch
einen einigermaßen ordentlichen Parkplatz zu bekommen, sollte man sich
relativ früh auf den Weg machen, was uns heute leider nicht ganz
geglückt ist. Das bedeutet einen etwas längeren Fußmarsch bis zur
Uferpromenade, an der der Markt beginnt.

Zuerst kommen die üblichen Stände mit Bekleidung, Schuhen,
Taschen und sonstigen Lederwaren, im hinteren Teil dann die wirklich
interessanten Artikel: die Stände mit Lebensmitteln.

Von verschiedenen Seiten bekommt man Versuchshäppchen mit Käse oder Salami gereicht.

Wir decken uns mit Mailänder Salami und diversen Leckereien wie
Bresaola, Zunge, Mortadella, verschiedenen Honigen (darunter natürlich
den hier verbreiteten Kastanienhonig) und Käse etc. ein.

Marktcannob2

Mancher Käse entspricht so gar nicht dem, was man aus dem
Supermarkt gewohnt ist 😉 Der rechte Käse wird z.B. mit Rotwein
(Barolo) getränkt.

Nach dem Markt geht’s durch die holprigen Sträßchen mit
Kieselpflaster in die historische Altstadt, wo in den letzten Jahren
mehr und mehr Feinkostgeschäfte aufgemacht haben.

Steinpilze

Ein von uns häufig besuchter Laden hat frische Steinpilze, dazu kaufen wir feine Piemonteser Fettucine, hier übrigens als Pasta all’uovo.

Urlaub im Tessin

Tja, auch Blogger machen Urlaub, deshalb gibt’s in den nächsten 2 Wochen etwas weniger als gewohnt zu lesen…

Seit Dienstag haben wir unser Familien-Feriendomizil im Tessin bezogen.

Heute bei herrlichen Wetter zur Cardada gefahren und von dort zur Cimetta gewandert.

Lago

Blick auf den Lago Maggiore, im Vordergrund das Maggia-Delta mit Locarno und Ascona.

Backofen

Auf dem Weg wird in der Capanna Lo "Stallone" Brot im Holzbackofen gebacken

Polenta

und Polenta im Freien über Holzfeuer gekocht.

Willkommen

Das Plakat und die Luftballons waren natürlich für unseren neuen Gastsohn Guang Zhen, gedacht, das Willkommen gilt natürlich auch unserem neuen Grill, der heute eingetroffen ist:

Weberneu

einem Weber One Touch Gold mit 57 cm Durchmesser. Wir sind schon
sehr gespannt, ihn auszuprobieren! Das wird aber noch etwas dauern, da
wir morgen in den Urlaub starten.

Der alte einfache Weber mit 47 cm Durchmesser begleitet uns ins
Ferienhaus im Tessin, wo er hoffentlich noch lange gute Dienste leisten
wird!

Unser neuer Gastsohn :-)

Seit gestern ist unser neuer Austauschschüler Ma Guang Zhen aus Jinan, China bei uns!

Um ihm gleich eine niederbayrische Attraktion zu zeigen, haben wir uns heute zum Gäubodenfest in Straubing aufgemacht. Das ist immerhin das zweitgrößte Volksfest Bayerns nach dem Oktoberfest in München.

Guang1

Etwas verwundert über die Größe der Biergläser versucht er sich
hier schon mal im Maßkrugstemmen (keine Angst, es ist nur Radler und er
hat auch nur daran genippt ;-))

Steckerl

Lecker sind die Steckerlfische

Brezel

und die wirklich knusprige Riesenbrezen mit Emmentaler. Wir
halten uns eher an die kulinarischen Angebote, während sich die Jugend
zusätzlich in allerlei Fahrgeschäften tüchtig durchschütteln lässt…

IMBB 7. Ausgabe – Bayrische Semmelknödel

Redbeard ist unser Gastgeber beim IMBB7 und veranlasst uns, mit kleinen Bällen zu spielen 😉

"Knödel, die bayrische Weltkugel" – für jemand, der in Bayern lebt also ein Heimspiel…

"Semmelknödel"
(aus altbackenen Brötchen) scheint die Urform der Knödel zu sein – aber
natürlich existieren zahllose andere: Brezen-, Grammel-, Leber-,
Speck-, Grieß-, Schinken-, Milz-,  rohe und/oder gekochte
Kartoffel- und Käsknödel.

Nach einer Legende wurden
Knödel sogar erfolgreich als Waffe verwendet: im 13. Jahrhundert soll
in Deggendorf (gleich hier um die Ecke) eine tapfere Marktfrau König
Ottokar mit Knödeln in die Flucht geschlagen haben. Am Rathaus kann man
dort noch 2 Steinkugeln, genannt Deggendorfer Knödel, besichtigen.

Semmelknödel
werden häufig zu Schweinebraten mit Sauce oder Wildgerichten serviert,
passen aber auch sehr gut zu Pilzgerichten wie dem "Bayrischen
Schwammerlgemüse".

Momentan kann man Pilze im Überfluss z.B. hier auf dem berühmten Viktualienmarkt in München finden – deshalb gibt’s
jetzt zu meinen Semmelknödeln ein "Rehgoasgmias", ein Ragout aus
Pfifferlingen 🙂

Hier
gibt’s fertiges "Knödelbrot" in jedem Supermarkt oder in der Bäckerei.
Natürlich kann man dafür aber auch 1-2 Tage alte Brötchen in sehr feine
Scheiben schneiden.

Und hier das Rezept:

Bayrische Semmelknödel
3-4 Portionen

250 g Knödelbrot oder altbackene Semmeln (1-2 Tage alt)
2 El Butter
1/4 l Milch
2 Eier
1 El glatte Petersilie; fein gehackt
1 Zwiebel; fein gehackt
1/2 Tl Salz
1 Prise Pfeffer

Das Knödelbrot oder die geschnittenen Semmeln in eine große Schüssel geben.

Die Zwiebel in der Butter glasig dünsten, die Petersilie zugeben.

Die Milch zum Kochen bringen, über die Semmeln gießen und abgedeckt 10 Minuten ziehen lassen, in der Zeit einmal wenden.

Eier, Salz, Pfeffer und Zwiebelmischung zufügen.

mit den Händen gut vermischen.

Mit nassen Händen tennisballgroße Knödel formen,

in gerade eben kochendes Salzwasser einlegen und 20 Minuten ziehen lassen.

Die Knödel mit einem Schaumlöffel herausnehmen, abtropfen lassen und in eine Servierschüssel legen.

Übriggebliebene
Knödel kann man in Scheiben schneiden und in Butter knusprig braun
braten, nach Belieben noch verschlagenes Ei darüber geben. Dazu
serviert man grünen Salat.

Wer
sich für österreichische, bayrische und böhmische Knödelrezepte und
-kultur interessiert ("Die runde Sache. Adnotum zur Philosophie des
Knödels", "Kleine Knödelwasser-Philosophie"), dem sei das folgende Buch
von Franziska Helmreich und Anton Staudinger ans Herz gelegt:

"Nur Knödel"
The Ultimative Dumpling Book from Austria, Bavaria and Bohemia
(Text in Deutsch und Englisch)

Als
Ergänzung hier noch das Rezept für die Pilze. Wer’s komplett
vegetarisch haben möchte, lässt den Speck weg und verwendet
Gemüsebrühe, so habe ich das Gericht auf dem Foto zubereitet, da ein
Vegetarier zu Gast war.

========== REZKONV-Rezept - RezkonvSuite v1.1

     Titel: Bayerisches Schwammerlgemüse
Kategorien: Pilz, Bayern
     Menge: 4 Portionen

    500     Gramm  Frische Pilze; z.B.
                   -Reifpilze, Perlpilze, Steinpilze, Pfifferlinge,
                   -Champignons etc.
      1      groß. Zwiebel
     50     Gramm  Frühstücksspeck
      1      Essl. Butter
      1      Bund  Petersilie, glatt
    125        ml  Weißwein
    125        ml  Fleischbrühe
      1      Essl. Speisestärke
    250     Gramm  Schlagsahne
                   Salz
                   Pfeffer

============================== QUELLE ==============================
                   nach
                   Mascha Kauka
                   Pilze
                   100 Lieblingsrezepte
                   erfasst von Petra Holzapfel

Die Pilze putzen. Große Pilze in Scheiben schneiden, kleinere
vierteln oder halbieren. Die Zwiebel abziehen und fein hacken. Den
Frühstücksspeck in schmale Streifen schneiden. Die Butter in einer
Kasserolle zerlassen. Die Zwiebeln und Speck darin andünsten. Die
Petersilie waschen, trockenschleudern und fein hacken. Die Pilze in
die Kasserolle geben und 10 Minuten braten, dabei gelegentlich
vorsichtig umrühren. Die Petersilie zufügen und kurz mitdünsten.
Weißwein und Fleischbrühe angießen. Die Speisestärke mit der Sahne
verquirlen und unter die Sauce rühren. Einige Minuten köcheln lassen,
dann mit Salz und weißem Pfeffer abschmecken.

Bayerisches Schwammerlgemüse mit Semmelknödeln in Suppentellern
servieren.

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