Weizenbrot mit Bulgur

Nach
einigen "glatten" Weizenbroten wollte ich jetzt wieder etwas mit mehr
Biss backen. Zum Einbacken eignen sich z.B. ganze oder gecrackte (ganz
grob gemahlene) gequollene Getreidekörner wie etwa hier Weizen oder hier Grünkern.

In Rose Levy Beranbaums The Bread Bible habe ich dieses Rezept für einen "Cracked Wheat Loaf" gefunden, der mit gequollenem Bulgur gebacken wird.

Bulgur

Bulgur ist vorbehandelter Weizen: er wird eingeweicht, gekocht,
gedarrt und mehr oder weniger grob vermahlen. Je nach Menge des
Einweichwassers kann man die Stückchen im Brot mehr oder weniger
"crunchy" bekommen.

Den Vorteig für das Brot wird am Vorabend aus Weizenmehl Type
550, Vollkornweizenmehl, Hefe, Zucker, Magermilchpulver und Honig
angesetzt. Beranbaum empfiehlt, den Starter nach einer kürzeren
Fermentationszeit bei Raumtemperatur über Nacht im Kühlschrank
aufzuheben – ich habe ihn versehentlich bei Raumtemperatur stehen
lassen, was sich aber nicht negativ ausgewirkt hat. Das Brot schmeckt
auch nach 2-3 Tagen noch sehr gut und lässt sich auch prima toasten.

========== REZKONV-Rezept - RezkonvSuite v1.1

     Titel: Weizenbrot mit Bulgur*
Kategorien: Brot, Körner
     Menge: 1 Brot

============================== STARTER ==============================
     78     Gramm  Weizenmehl Type 550
     72     Gramm  Weizenvollkornmehl (Petra: frisch gemahlen)
    3/4      Teel. Trockenhefe
    1/2      Essl. Zucker
      1      Essl. Magermilchpulver
      1      Essl. Honig (21 g)
    266     Gramm  Wasser; Raumtemperatur

=========================== MEHLMISCHUNG ===========================
    312     Gramm  Weizenmehl Type 550
    1/2      Essl. Zucker
    1/4      Teel. Trockenhefe

====================== BULGUR UND RESTZUTATEN ======================
     85     Gramm  Extragrober oder grober Bulgur
118-154     Gramm  Kochendes Wasser (Petra: 140 g)
      1      Essl. Öl (oder 1 El Lecithin)
  1 3/4      Teel. Salz (Petra: 2 Tl)
      1      Essl. Geschmolzene Butter

============================== QUELLE ==============================
                   gekürzt nach
                   Rose Levy Beranbaum
                   The Bread Bible
                   -Erfasst *RK* 11.06.2004 von
                   -Petra Holzapfel

*Originaltitel: Cracked Wheat Loaf

In eine große Schüssel Mehl, Vollkornmehl, Hefe, Zucker,
Magermilchpulver, Honig und Wasser geben. Alle Zutaten etwa 2
Minuten gut verrühren, um Luft einzuarbeiten. Die Schüssel mit
Klarsichtfolie abdecken.

Den Vorteig mindestens 4 Stunden stehen lassen. Für optimale
Geschmacksentwicklung empfiehlt Beranbaum, den Teig nach einer
Stunde bei Raumtemperatur in den Kühlschrank zu stellen und 8-24
Stunden zu kühlen. Ich habe den Vorteig über Nacht bei
Raumtemperatur stehen gelassen.

Die Zutaten der Mehlmischung in einer mittelgroßen Schüssel
verrühren. Die Mehlmischung auf dem Vorteig verteilen. Die Schüssel
mit Klarsichtfolie abdecken und bei Raumtemperatur 1-4 Stunden
stehen lassen. Wenn der Vorteig an einigen Stellen durch die
Mehlmischung blubbert, ist das gut.

Währenddessen den Bulgur einweichen. Dafür den Bulgur in eine kleine
Schüssel geben und mit dem kochenden Wasser übergießen. Will man
eher kernigen (crunchy) Bulgur, nimmt man die geringere Wassermenge,
mit der größeren Wassermenge ist der Bulgur zwar fest, aber nicht
crunchy. Mit Klarsichtfolie abdecken und etwa 1 Stunde ausquellen
lassen, bis alles Wasser absorbiert ist, dann bis zum Gebrauch
kühlen (ich habe die Schüssel bei Raumtemperatur stehen gelassen).

Vorteig mit Mehlmischung, Bulgur und nach Belieben Öl oder Lecithin
in die Schüssel der Küchenmaschine geben. Auf niedriger Stufe 1
Minute mischen, bis sich ein grober Teig bildet. Die Schüssel
abdecken und 20 Minuten ruhen lassen.

Das Salz zum Teig geben und auf mittlerer Stufe etwa 10 Minuten
kneten. Der Teig soll sehr elastisch sein, ist aber immer noch
leicht klebrig an den Fingern. Der Teig wiegt 964 g.

Den Teig mit einem geölten Teigschaber in eine große geölte Schüssel
geben, mit Klarsichtfolie abdecken und in 45-90 Minuten (Petra:
etwas länger) bis zum doppelten Volumen aufgehen lassen.

Den Teig auf die bemehlte Arbeitsfläche geben, zu einem Rechteck
auseinanderdrücken, wie einen Brief dreifach zusammenlegen, die
Ecken unterschlagen und wieder in die Schüssel legen. Den Teig
nochmals in 45-90 Minuten zu doppeltem Volumen aufgehen lassen. Eine
hineingedrückte Delle füllt sich dann nur langsam.

Den Ofen rechtzeitig auf 175°C vorheizen (Beranbaum heizt mit einem
Backstein im Ofen und wirft Eiswürfel in den Ofen - ich finde, das
ist bei Brot in Kastenformen nicht notwenig).

Die Teigoberfläche mit zerlassener Butter bepinseln und den Teig der
Länge nach gut 1 cm tief einschneiden.

Das Brot in den Ofen schieben und 45-55 Minuten backen, bis es
hellgoldbraun ist.

Das Brot aus dem Ofen holen, nach Belieben nochmals mit Butter
bepinseln (habe ich weggelassen), aus der Form kippen und auf einem
Rost auskühlen lassen.

Anmerkung Petra: sehr schönes Brot mit kernigem Biss. Prima auch
getoastet.

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Würzige Schweinekoteletts mit Mango-Limetten-Salsa

Nachdem die Rindenmulchaktion doch
etwas länger gedauert hat und Freizeitaktivitäten anstehen (Helmut will
fischen gehen, Kathi zum DSA-Rollenspiel), soll’s ein schnelles
Mittagessen werden.

Helmut habe ich vorgestern den Artikel: "Simple Steps to Juicy
Pork Chops" samt appetitanregenden Fotos aus der April/Mai 2004-Ausgabe
von Fine Cooking (das
Heft hat sich echt gelohnt ;-)) unter die Nase gehalten – er hat den
Wink verstanden und vom Metzger aus Viechtach schöne Schweinekoteletts
mitgebracht.

Kurzenschlossen entscheide ich mich für Würzige Schweinekoteletts mit Mango-Limetten-Salsa. Also schnell noch zum Edeka um die Ecke und oh Wunder, eine tatsächlich perfekt reife Mango gefunden.

Die Salsa besteht aus Mangos, Zwiebel, Tomate, Orangen- und
Limettensaft, etwas scharfer Sauce, den Koriander muss ich gegen glatte
Petersilie austauschen, da meine Tk-Bestände aufgebraucht sind. Ich
muss jetzt unbedingt welchen säen – leider ist hier ja kein Asia-Markt
in der Nähe…

Die Gewürzmischung besteht aus Kreuzkümmelsamen,
Korianderkörnern, gemahlenen Chilis (ich habe noch Ancho-Pulver da),
Salz und Pfeffer. Das alles mörsere ich grob, bevor es großzügig in die
Koteletts eingerieben wird.

Voilà das Ergebnis – schmeckt absolut lecker! Dazu gibt’s einfach ein Stück knuspriges Laugenbaguette.

========== REZKONV-Rezept - RezkonvSuite v1.1

     Titel: Würzige Schweinekoteletts mit Mango-Limetten-Salsa
Kategorien: Fleisch, Schwein, Salsa, Früchte
     Menge: 4 Portionen

=============================== SALSA ===============================
      1            Reife Mango; geschält, entkernt und in
                   -Würfelchen geschnitten
      2            Eiertomaten; entkernt und in Stücke geschnitten
      1     mittl. Rote Zwiebel in Würfelchen geschnitten
      2            Frühlingszwiebel; das Weiße und Grüne in
                   -geschnitten
      1      Bund  Glatte Petersilie; grob gehackt (Original:
                   -Koriandergrün)
     60        ml  Frisch gepresster Orangensaft
      2      Essl. Limettensaft
    1/2      Teel. Molho de Pimenta (Original: Tabasco)
                   Salz
      1      Essl. Öl

============================= KOTELETTS =============================
      1      Essl. Kreuzkümmelsamen
      1      Essl. Koriander; frisch grob gemörsert
      1      Essl. Ancho Chilipulver (Original: Chipotle oder Ancho
                   -oder New Mexico oder ein mildes Chilipulver)
      1      Essl. Salz
      1      Essl. Frisch grob gemahlener schwarzer Pfeffer
      4            Normal dicke Schweinekoteletts (Original:
                   -möglichst dick geschnitten, 2,5-3,75 cm)
                   Olivenöl; zum Braten (Original: nur Olivenöl)
                   Butterschmalz; zum Braten

============================== QUELLE ==============================
                   Fine Cooking April/May 2004
                   -Erfasst *RK* 12.06.2004 von
                   -Petra Holzapfel

Für die Salsa in einer Schüssel Mangos, Tomaten, Zwiebel,
Frühlingszwiebeln, Petersilie, Orangen- und Limettensaft vermengen.
Mit Salz würzen und mit dem Öl beträufeln, alles nochmal vorsichtig
durchheben.

Kreuzkümmel, Koriander, getrocknete Chili, Salz und Pfeffer in einer
kleinen Schüssel vermischen (Ich habe alles in einen Mörser gegeben
und grob gemörsert). Die Koteletts mit Küchenpapier gut
trockentupfen und beide Seiten gleichmäßig mit der Gewürzmischung
einreiben.

Genügend Öl/Butterschmalz in einer sehr großen Pfanne (ich habe
meine große beschichtete Fischpfanne genommen, falls keine sehr
große Pfanne vorhanden ist, mit 2 Pfannen arbeiten) auf mittlerer
Hitze erhitzen (das Öl soll heiß sein, aber nicht rauchen). Die
Koteletts darin auf einer Seite etwa 3-5 Minuten braten, bis sie
schön gebräunt sind, dann erst wenden und auf der anderen Seite
weitere 2-4 Minuten braten, bis das Fleisch innen gerade noch rosa
ist (zur Probe einen kleinen Schnitt nahe beim Knochen machen).
Falls das Fleisch zu dunkel wird, die Temperatur reduzieren.

Das Fleisch auf eine Platte legen und mit Alufolie abgedeckt 3-5
Minuten ruhen lassen, dann mit der Salsa servieren.

Anmerkung Petra: Super! Ganz schnell gemacht und sehr lecker,
Fleisch würzig und saftig (keine Angst, Chilipulver wird beim Braten
nicht bitter).

=====

Rindenmulch

Der
Rindenmulch auf den Wegen im Gemüsegarten ist in den letzten Jahren
ziemlich zusammengesackt, Wühlmäuse (wo ist Holz – toi toi toi – dieses
Jahr habe ich noch keine Gänge gesichtet!) haben Erde nach oben
gewühlt, ich habe Teile davon durchwühlt, um Windenwurzeln auszugraben
(die Winden sehe ich dieses Jahr allerdings wieder ganz deutlich ;-)).
Das Ergebnis: auf den Wegen wuchs fröhlich alles, was dort nicht
wachsen sollte, allerdings hatten sich dort auch einige nette Blümchen
und Erdbeeren breit gemacht.

Seit Dienstag zierte nun ein Berg von 6 Kubikmetern Rindenmulch
unsere Garageneinfahrt und wartete auf unseren Arbeitseinsatz. Heute
Morgen war es dann soweit (Frani, du kannst froh sein, dass du noch in
Italien bist!): Kathi schaufelt, Helmut und Moritz fahren die
beladenen Schubkarren bergauf quer durch den Garten bis nach hinten in
den Gemüsegarten, wo ich dirigiere 😉 – den Mulch verteile und
versuche, ihn gleichmäßig festzutrampeln. 4 Stunden später ist es
geschafft – und wir auch!

Garten

Freundlicherweise hat das Wetter trotz der drohend dunklen
Wolken durchgehalten. Jetzt sieht alles wieder ganz ordentlich aus, mal
sehen, wie lange das anhält…

Übrigens ist meine Lieblings-Iris aufgegangen:

Irisblau

sie ist sehr hoch und hat große Blüten von einem tollen Tiefblau. Leider vermehrt sie sich kaum und hat immer nur 1-2 Blüten.
Hoffentlich kann ich sie auch nochmal bei Sonne bewundern. Deutlich
vermehrungsfreudiger sind diese niedrigeren Iris:

Irishell

Pain de Mie – zweiter Versuch (Sauerteig)

Nachdem mein erster Versuch,
ein Sandwichbrot in einer geschlossenen Form zu backen, mich vor allem
wegen der zu harten Kruste nicht wirklich beglückt hat , habe ich es
diesmal mit einem Rezept für ein Sauerteig-Pain de Mie versucht.

Für dieses Brot habe ich ein Rezept, was Kenneth in rec.food.sourdough gepostet und Ulrike aus meiner Brotkorb-Mailingliste auch
schon ausprobiert hat, auf meine Kastenform für 1 kg Teig umgerechnet.
Kenneth lässt das Brot nach dem Kneten des eigentlichen Teiges nur
einmal direkt in der Form gehen, ich habe es zweimal aufgehen lassen.
Das Brot wird 50 Minuten bei 175°C gebacken, das ist eine wesentlich
niedrigere Temperatur als bei meinem erstes Kastenbrot.

Das Brot hat einen deutlich ausgeprägten säuerlichen Geschmack.
Das ist für Liebhaber von Sauerteigbroten erfreulich – für Rezepte,
die nach einem neutralen Brot verlangen, ist es meiner Meinung nach
nicht ganz so gut geeignet. Die Kruste ist perfekt, hell und weich und
nicht eingefallen. Die Krume könnte etwas feinporiger sein, was sich
wohl durch eine etwas größere Teigmenge realisieren ließe.

========== REZKONV-Rezept - RezkonvSuite v1.1

     Titel: Sauerteig-Pain de Mie
Kategorien: Brot, Sauerteig
     Menge: 1 Brot*

============================== 1. TAG ==============================
    330     Gramm  Weizenmehl Type 550
     65     Gramm  Weizensauerteig (Barm Starter; 100% Hydration)
    300     Gramm  Milch

============================== 2. TAG ==============================
    210     Gramm  Weizenmehl Type 550
     35     Gramm  Zucker
     45     Gramm  Geschmolzene Butter
      1            Eigelb
     10     Gramm  Salz

============================== QUELLE ==============================
                   Zutaten nach
                   Kenneth in rec.food.sourdough
                   Teigbereitung modifiziert
                   -Erfasst *RK* 10.06.2004 von
                   -Petra Holzapfel

Am Vorabend Mehl, Sauerteig und Milch zu einem Teig verrühren.

12 Stunden abgedeckt bei Raumtemperatur fermentieren lassen.

Am nächsten Morgen Vorteig und die übrigen Zutaten außer Salz in
eine Küchenmaschine geben und auf niedriger Stufe zu einem glatten
Teig verkneten. Dann das Salz einrieseln lassen und weitere 10
Minuten auf Stufe 2 kneten. Teig in eine geölte Schüssel geben und
in etwa 3 Stunden bei Raumtemperatur auf das doppelte Volumen
aufgehen lassen.

Form und Unterseite des Deckels buttern.

Den Teig zu einem Rechteck flach drücken, etwas anfeuchten und zu
einem Laib von der Länge der Backform aufrollen. Die Teigrolle mit
der glatten Seite nach oben in die gefettete Form legen, dann
gleichmäßig in die Form drücken. Den Deckel einschieben, dabei etwa
2 cm zur Beobachtung des Teiges offenlassen. Den Teig wiederum etwa
3 Stunden aufgehen lassen, bis er den Deckel fast erreicht hat, dann
den Deckel schließen und weitere 30-40 Minuten aufgehen lassen, bis
der Teig die Form ausfüllt.

Das Brot 50 Minuten im vorgeheizten Backofen bei 175°C backen. Die
Form öffnen und das Brot herausstürzen, nach Bedarf nochmals weitere
5 Minuten ohne Form in den Ofen schieben.

Auf einem Rost auskühlen lassen.

Anmerkung: Das Brot hat einen aromatisch säuerlichen Geschmack.
Kruste hell und weich, Krume könnte feinporiger sein. Evt. mit etwas
mehr Teig in der Form testen?

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Gegrilltes Jerk-Schweinefilet mit gerösteten ganzen Kartoffeln

Feiertag, warmes Wetter – und abends verziehen sich die Wolken 🙂 Da steht einem erneuten Grillvergnügen nichts entgegen.

Dieses Rezept (wieder mal aus Steve Raichlens ausgezeichneter Grill-Bibel)
haben wir in den letzten Jahren immer wieder mal gemacht, allerdings
hatten wir noch nie frische Habaneros für die Marinade zur Verfügung.
Ich habe schon Chipotles, getrocknete Habaneros und Serranos aus
eigenem Anbau verwendet, die Marinade variierte dementsprechend in der
Schärfe.

Seit einiger Zeit führt unser neuer Netto-Markt in
unregelmäßigen Abständen einen Chili-Mix, der neben Jalapeños, Fresnos,
Thai-Chilis etc. auch Habaneros bzw. Scotch Bonnet enthält. Ich friere
die Chilis einfach ein und schneide sie dann noch gefroren nach Bedarf
klein.

Die Habaneros auf dem Foto habe ich gerade aus dem Tiefkühler
geholt, daher die Reifspuren auf den Chilis. Für die Marinade habe ich
3 entkernte Habaneros verwendet, so ist sie auch pur noch genießbar, ja
sie schmeckt neben der Schärfe sehr aromatisch. Eine Steigerung ist
aber möglich: Raichlen empfiehlt für Feuerfans 16 Stück (unentkernt!)
🙂

Neben Tomatensalat und einem grünen Blattsalatmix aus dem Garten habe ich eine Kartoffel-Beilage aus der April/Mai 2004-Ausgabe von Fine Cooking ausgesucht.

Nicht zu große ganze festkochende Kartoffeln werden in einer
geschlossenen beschichteten Pfanne mit selbstgemachter Brühe zuerst
weich gegart, dann angequetscht, so dass sie beim Weiterköcheln in der
offenen Pfanne die Brühe gut aufnehmen können.

Ist die Brühe gegen Ende verdampft, bildet sich eine appetitlich
knusprige Kruste auf den Kartoffeln. Eine wunderbare Beilage – eine
echte Bereicherung des Speisezettels!

===== Titelliste (2 Rezepte) =====

Gegrilltes Jerk-Schweinefilet
Geröstete ganze Kartoffeln

========== REZKONV-Rezept - RezkonvSuite v1.1

     Titel: Gegrilltes Jerk-Schweinefilet
Kategorien: Fleisch, Schwein, Grill, Chili, Jamaika
     Menge: 4-6 Pers.

    900     Gramm  Schweinefilet
      3            Scotch-Bonnet-Chilis oder Habaneros; nach
                   -Geschmack mehr
      1      Bund  Lauchzwiebeln; Weißes und Grünes geputzt und in
                   -2 1/2 cm große Stücke geschnitten
    1/2     mittl. Zwiebel; in 2 1/2 cm große Stücke geschnitten
      1     Stück  Ingwerwurzel a 2 1/2 cm ; dünn geschnitten
      3            Knoblauchzehen; abgezogen
      1      Essl. Thymianblättchen, frisch;
                   -oder doppelte Menge getrocknet
  2 1/2      Teel. Piment; gemahlen
    1/2      Teel. Schwarzer Pfeffer; frisch gemahlen
    1/2      Teel. Muskatnuss; frisch gemahlen
    1/4      Teel. Zimt, gemahlen
    1/4     Tasse  Destillierter Weißweinessig
      3      Essl. Sojasauce
      2      Essl. Pflanzenöl
  1 1/2      Essl. Grobes Meersalz; nach Geschmack
      1      Essl. Brauner Zucker
      1      Essl. Pflanzenöl; zum Bestreichen
      2    Tassen  Walnuss- oder Eichenholzspäne; 1 Stunde in
                   -kaltes Wasser einweichen und abtropfen lassen

============================== QUELLE ==============================
                   modifiziert nach einem Rezept von
                   Steve Raichlen
                   Das große Buch vom Barbecue
                   -Erfasst *RK* 11.06.2004 von
                   -Petra Holzapfel

Für dieses Rezept am besten nur die gleichmäßig dicken Teile des
Filets verwenden (Spitzen anderweitig verbrauchen). Die
Schweinefilets schmetterlingsförmig in 2 1/2 cm dicke Stücke
schneiden. Dazu die Filets so auf ein Brett legen, dass ein Ende zur
Tischkante zeigt.

Die Klinge eines langen, schmalen, scharfen Messers parallel zum
Brett halten und die Lende der Länge nach waagerecht fast ganz
durchschneiden, dabei 2 1/2 cm vor der Kante aufhören. Das
Fleischstück wie ein Buch aufklappen. Zwischen zwei Lagen
Klarsichtfolie leicht mit der Seite eines schweren Hackbeils oder
einer Nudelrolle klopfen, so dass ein Rechteck mit einer
gleichmäßigen Höhe von 2 1/2 cm entsteht. Bei kleineren Filets sind
die Stücke nur gut fingerdick.

Die Filets in Gefrierbeutel geben.

Für die Würzmischung Chilis, Lauchzwiebeln, Zwiebeln, Ingwer und
Knoblauch im Mixer zerkleinern. Dann Thymian, Piment, Pfeffer,
Muskat, Zimt, Essig, Sofasauce, Öl, Salz und Zucker zufügen und
alles pürieren.

Die Würzmischung auf die Fleischscheiben in den Beuteln streichen
und gut einmassieren. Mindestens 4 Stunden im Kühlschrank marinieren,
dabei mehrfach wenden.

Den Holzkohlengrill auf mittlere Hitze anheizen.

Wenn der Holzkohlengrill bereit ist, die abgetropften Holzspäne auf
die Kohle streuen. Den Grillrost einfetten. Die Fleischscheiben auf
den heißen Rost legen und unter Wenden und mehrfachem Bestreichen
mit Öl auf jeder Seite je nach Dicke des Fleischstücks 4-6 Minuten
grillen. Die Haube nur zum Wenden öffnen, damit möglichst wenig
Rauch entweicht.

Das Fleisch auf ein Schneidbrett legen und 5 Minuten ruhen lassen.
Dann quer zur Faser dünn aufschneiden und sofort servieren.

Dazu für Chili-Liebhaber Jerk-Marinade pur, für die anderen Jerk-
Dip: 250 g Vollmilch-Joghurt mit 3-4 El Jerkmarinade verrühren.

Schmeckt gut mit gerösteten Kartoffeln, Tomaten- und Blattsalat.

=====

========== REZKONV-Rezept - RezkonvSuite v1.1

     Titel: Geröstete ganze Kartoffeln
Kategorien: Beilage, Kartoffel
     Menge: 4-6 Personen

      1        kg  Kleinere festkochende Kartoffeln; ca. 20 Stück
      1     Zweig  Frischer Rosmarin
    500        ml  Hühner- oder Rinderbrühe; am besten selbstgemacht
      2      Essl. Olivenöl
      1      Essl. Butter
      1      Teel. Salz (weniger, wenn die Brühe salzig ist)
    1-2      Essl. Schnittlauchröllchen; nach Belieben
                   Fleur de Sel oder Meersalz; zum Servieren

============================== QUELLE ==============================
                   nach
                   Jacques Pépin
                   Fine Cooking April/May 2004
                   -Erfasst *RK* 11.06.2004 von
                   -Petra Holzapfel

Die Kartoffeln unter kaltem Wasser waschen, schlechte Stellen
ausschneiden. Nur so viele Kartoffeln in eine große beschichtete
Pfanne mit Deckel geben, wie bequem darin Platz haben. Rosmarin,
Brühe, Öl, Butter und Salz zugeben. Bei starker Hitze zum Kochen
bringen. Dann die Hitze reduzieren und einen Deckel aufsetzen,
diesen dabei einen Spalt offen lassen. Ca. 20-25 Minuten kochen, bis
die Kartoffeln gar sind (Probe durch Einstechen mit einer Gabel).
Die Brühe sollte immer noch bis etwa zur Mitte der Kartoffeln
reichen, andernfalls noch etwas Brühe zugießen.

Die Pfanne vom Herd nehmen und jede Kartoffel mit einem Glas oder
ähnlichem (ich habe einem Fleischklopfer benützt) anquetschen, bis
sie aufspringt. Nun die Pfanne wieder über mittlerer Hitze auf den
Herd setzen und ohne Deckel etwa 10 Minuten kochen, bis alle
Flüssigkeit verdampft ist und die Kartoffeln auf der Unterseite
gebräunt sind. Die Kartoffeln vorsichtig wenden und auf der anderen
Seite in 4-5 Minuten ebenfalls bräunen.

Die Pfanne vom Herd nehmen und die Kartoffeln 5 Minuten ruhen lassen,
dann auf eine Servierplatte setzen und nach Belieben mit
Schnittlauchröllchen bestreuen. Bei Tisch Fleur de Sel zum
Darüberstreuen reichen.

Wunderbare Beilage, passt gut zu Braten (Rind, Lamm, Geflügel) a ber
auch zu Kurzgebratenem oder Gegrilltem.

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Bubble Bread – Zimtbrötchenbrot

Das Rezept für dieses imposante Kuchenbrot
(ist das jetzt ein Brot oder ein Kuchen?)
stammt aus dem "Better Homes and Gardens"-Kochbuch America’s Best-Loved Community Recipes (also
so eine Art amerikanisches Landfrauenkochbuch), was mein lieber Bruder
mir dankenswerterweise vor einigen Jahren aus Amerika mitgebracht hat.
Das Buch hat noch diverse Rezepte, die mich reizen… Schon ausprobiert
habe ich daraus die knusprigen Maiskolben,
maisförmige Brotstangen aus einem weichen Teig aus Maismehl, die in
einer speziellen Gusseisenform im Backofen gebacken werden.

Nochmal zum Bubble Bread – das gibt es auch in pikanten
Varianten: da werden die Teigbällchen z.B. in Knoblauchbutter gewendet
und dann in Kräutern oder/oder Käse gewälzt – muss ich unbedingt mal
ausprobieren!

========== REZKONV-Rezept - RezkonvSuite v1.1

     Titel: Bubble Bread - Zimtbrötchenkuchen
Kategorien: Gebäck, Brot, Usa
     Menge: 12 Portionen

    250     Gramm  Mehl (I)
      2      Pack. Hefe (Petra: 20 g Frischhefe)
    250        ml  Milch; lauwarm
    125     Gramm  Butter
    125     Gramm  Zucker
      1      Teel. ;Salz
      2            Eier
    320     Gramm  Mehl (II); evt. mehr

============================ ZUM WÄLZEN ============================
    250     Gramm  Zucker (Petra: 200 g)
    1/2     Tasse  Nüsse; fein gehackt (Petra: 75 g Nüsse geröstet,
                   -dann gehackt)
      1      Teel. Zimtpulver
    125     Gramm  Butter; geschmolzen

============================== QUELLE ==============================
                   nach
                   Leola Stone, Illinois, in
                   America's Best-Loved
                   Community Recipes
                   erfasst von Petra Holzapfel

Eine Frankfurter-Kranz-Form oder große Bundform fetten.

In einer großen Schüssel das Mehl (I) und die Hefe geben. In einem
Topf die Milch erwärmen und die Butter darin schmelzen, den Zucker
und das Salz zugeben. Diese Mischung zusammen mit den Eiern zu dem
Mehl geben. Mit den Knethaken des Handrührers gut verrühren, dabei
nach und nach soviel von dem Mehl (II) einarbeiten wie möglich.

Den Teig auf eine bemehlte Arbeitsfläche geben und kneten, dabei
weiteres Mehl einarbeiten bis der Teig weich und elastisch ist. Zu
einer Kugel formen.

Den Teig in eine leicht gefettete Schüssel geben, abdecken und an
einem warmen Ort gehen lassen, bis sich die Masse verdoppelt hat
(etwa 1 1/4 Stunden). Den Teig zusammendrücken, auf eine bemehlte
Arbeitsfläche geben, wieder abdecken und 10 Minuten ruhen lassen.

In einer kleinen Schüssel den Zucker, die Nüsse und den Zimt geben.

Den Teig in 24 Stücke teilen. Jedes Stück zu einer Kugel formen, in
die geschmolzene Butter tauchen und in der Zuckermischung wälzen.
Die Teigbällchen in 3 versetzten Lagen in die vorbereitete Form
legen. Die oberste Lage mit der restlichen Zuckermischung bestreuen.
Form abdecken und an einem warmen Ort nochmals gehen lassen, bis
sich das Volumen knapp verdoppelt hat (etwa 30 Minuten). Den
Backofen auf 180°C vorheizen.

Das Brötchenbrot ca. 45 Minuten backen.

Anmerkung Petra: ich habe das gesamte Mehl (570 g) in die Schüssel
der Küchenmaschine gegeben. Die Hefe in etwas von der Milch
aufgelöst und in einen Krater im Mehl eingerührt, den Vorteig etwa
10 Minuten gehen lassen. Dann restliche Zutaten mit der Maschine
einkneten, bis man einen glatten Teig erhält. Die Gehzeiten waren
bei mir etwas länger. Ich habe keine Zuckermischung mehr auf die
oberste Lage gestreut.

Sehr gut, sowohl lauwarm als auch noch kalt am nächsten Tag. Die
einzelnen Brötchen lassen sich prima vom Kuchen abpflücken.

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